Übersicht

Die Regeleditorfunktion in Adobe Experience Manager Forms ermöglicht es Geschäftsbenutzern und Entwicklern, Regeln für adaptive Formularobjekte zu erstellen. Diese Regeln definieren Aktionen für Formularobjekte, die durch voreingestellte Bedingungen, Benutzereingaben und Benutzeraktionen im Formular ausgelöst werden. Dies ermöglicht noch größere Effizienz beim schnellen und korrekten Ausfüllen der Formulare.

Der Regeleditor bietet eine intuitive und einfache Oberfläche zum Entwickeln der Regeln. Zum Schreiben der Regeln stehen ein visueller und ein Codeeditor zur Verfügung. Zu den wichtigsten Aktionen, die Sie mithilfe von Regeln in adaptiven Formularobjekten ausführen können, gehören die folgenden:

  • Objekt ein- oder ausblenden
  • Objekt aktivieren oder deaktivieren
  • Wert für ein Objekt festlegen
  • Wert eines Objekts prüfen
  • Funktionen zur Berechnung des Werts eines Objekts ausführen
  • Webdienst aufrufen und einen Vorgang ausführen
  • Eigenschaft eines Objekts festlegen

Der Regeleditor ersetzt die Skiptfunktionen aus AEM 6.1 Forms und früheren Versionen. Ihre bereits vorhandenen Skripts werden allerdings im neuen Regeleditor beibehalten. Weitere Informationen zum Arbeiten mit vorhandenen Skripten im Regeleditor finden Sie unter Auswirkungen des Regeleditors auf bereits vorhandene Skripte.

Grundlegendes zu Regeln

Eine Regel ist eine Kombination von Aktionen und Bedingungen. Aktionen im Regeleditor sind Vorgänge wie Ausblenden, Anzeigen, Aktivieren, Deaktivieren oder Berechnen des Werts eines Objekts in einem Formular. Bedingungen sind boolesche Ausdrücke, die durch Prüfungen und Operationen für Status, Wert oder Eigenschaft eines Formularobjekts ausgewertet werden. Aktionen werden basierend auf dem bei der Auswertung einer Bedingung zurückgegebenen Wert (True oder False) ausgeführt.

Im Regeleditor steht eine Reihe vordefinierter Regeltypen zur Verfügung, z. B. Wenn, Anzeigen, Ausblenden, Aktivieren, Deaktivieren, Wert einstellen und Validieren, um Ihnen die Erstellung von Regeln zu erleichtern. Jeder Regeltyp ermöglicht es Ihnen, Bedingungen und Aktionen einer Regel zu definieren. In diesem Dokument werden die einzelnen Regeltypen im Detail beschrieben.

Eine Regel entspricht normalerweise einem der folgenden Konstrukte:

Bedingung-Aktion

In diesem Konstrukt definiert die Regel zuerst eine Bedingung und dann die auszulösende Aktion. Dieses Konstrukt ist mit einer if-then-Anweisung in Programmiersprachen vergleichbar.

Im Regeleditor wird das Bedingung-Aktion-Konstrukt durch den Regeltyp Wenn durchgesetzt.

Aktion-Bedingung

In diesem Konstrukt definiert die Regel zuerst eine auszulösende Aktion und dann die auszuwertenden Bedingungen. Eine weitere Variante dieses Konstrukts ist Aktion-Bedingung-alternative Aktion, wobei auch eine alternative Aktion angegeben wird, die ausgelöst wird, wenn die Bedingung den Wert False zurückgibt.

Die Regeltypen zum Anzeigen, Ausblenden, Aktivieren, Deaktivieren und Wert einstellen im Regeleditor setzen das Aktion-Bedingung-Regelkonstrukt um. Die alternative Aktion für „Anzeigen“ ist standardmäßig „Ausblenden“, für „Aktivieren“ ist es „Deaktivieren“ und umgekehrt. Sie können die standardmäßige alternative Aktion nicht ändern.

Hinweis:

Die verfügbaren Regeltypen, einschließlich der Bedingungen und Aktionen, die Sie im Regeleditor definieren, sind außerdem vom Typ des Formularobjekts abhängig, für das Sie die Regel erstellen. Im Regeleditor werden nur die zum Erstellen von Bedingungs- und Aktionsanweisungen für den jeweiligen Formularobjekttyp gültigen Regeltypen und Optionen angezeigt. So werden beispielsweise für ein Bereichsobjekt keine Regeln zum Validieren, Wert einstellen oder Deaktivieren angezeigt.

Weitere Informationen über die im Regeleditor verfügbaren Regeltypen finden Sie unter Verfügbare Regeltypen im Regeleditor.

Richtlinien für die Auswahl eines Regelkonstrukts

Für die meisten Anwendungsfälle können Sie ein beliebiges Regelkonstrukt verwenden. Im Folgenden finden Sie jedoch einige Richtlinien zur Wahl des am besten geeigneten Konstrukts für Ihre Zwecke. Weitere Informationen über die verfügbaren Regeln im Regeleditor finden Sie unter Verfügbare Regeltypen im Regeleditor.

  • Als Faustregel zum Erstellen von Regeln ist es typischerweise sinnvoll, sie im Kontext des Objekts zu betrachten, für das die Regel erstellt werden soll. Angenommen, das Feld B soll in Abhängigkeit von einem Wert, den der Benutzer in Feld A eingibt, ein- oder ausgeblendet werden. In diesem Fall wird eine Bedingung für Feld A ausgewertet und basierend auf dem zurückgegebenen Wert eine Aktion für Feld B ausgelöst.

    Daher gilt: Wenn Sie eine Regel für Feld B (das Objekt, für das eine Bedingung ausgewertet wird), verwenden Sie das Konstrukt „Bedingung-Aktion“ oder den Regeltyp „Wenn“. Für Feld A müssten Sie dementsprechend das Konstrukt „Aktion-Bedingung“ oder den Regeltyp „Anzeigen“ oder „Ausblenden“ verwenden.

  • In manchen Fällen müssen Sie mehrere Aktionen für dieselbe Bedingung ausführen. In solchen Fällen empfiehlt es sich, das Konstrukt „Bedingung-Aktion“ zu verwenden. In diesem Konstrukt können Sie eine Bedingung einmal auswerten und mehrere Aktionsanweisungen angeben.

    Um beispielsweise die Felder B, C und D basierend auf einer Bedingung auszublenden, die den vom Benutzer im Feld A angegebenen Wert auswertet, genügt eine Regel mit dem Konstrukt „Bedingung-Aktion“ oder dem Regeltyp „Wenn“ für Feld A, wobei Aktionen für die Sichtbarkeit der Felder B, C und D angegeben werden. Andernfalls benötigen Sie drei separate Regeln für die Felder B, C und D, wobei jede Regel die Bedingung prüft und das jeweilige Feld anzeigt oder ausblendet. In diesem Beispiel ist die Erstellung einer Wenn-Regel für ein Objekt effizienter als die Erstellung von Regeln zum Anzeigen und Ausblenden für drei Objekte.

  • Um eine Aktion in Abhängigkeit von mehreren Bedingungen auszulösen, empfiehlt es sich, das Konstrukt „Aktion-Bedingung“ zu verwenden. Um beispielsweise Feld A nach Auswertung der Bedingungen für die Felder B, C und D anzuzeigen oder auszublenden, verwenden Sie Regeln des Typs „Anzeigen“ oder „Ausblenden“ für Feld A.
  • Für Regeln, die genau eine Aktion für eine Bedingung enthalten, können Sie sowohl Bedingung-Aktion- als auch Aktion-Bedingung-Konstrukte verwenden.
  • Für Regeln, bei denen eine Bedingung geprüft und sofort nach Eingabe eines Werts in ein Feld oder beim Verlassen des Felds eine Aktion ausgeführt wird, empfehlen wir, das Konstrukt „Bedingung-Aktion“ oder den Wenn-Regeltyp für das Feld zu verwenden, für das die Bedingung geprüft wird. 
  • Die Bedingung in der Wenn-Regel wird ausgewertet, wenn ein Benutzer den Wert des Objekts ändert, auf das die Wenn-Regel angewendet wird. Soll die Aktion jedoch bei einer serverseitigen Änderung des Wert ausgelöst werden, etwa bei voreingestellten Werten, empfehlen wir, eine Wenn-Regel zu erstellen, die die Aktion beim Initialisieren des Felds auslöst.

Verfügbare Operatortypen und Ereignisse im Regeleditor

Der Regeleditor bietet die folgenden logischen Operatoren und Ereignisse, mit deren Hilfe Sie Regeln erstellen können.

  • Ist gleich
  • Ist nicht gleich
  • Beginnt mit
  • Endet mit
  • Enthält
  • Ist leer
  • Ist nicht leer
  • Hat ausgewählt: Gibt „true“ zurück, wenn der Benutzer eine bestimmte Option für ein Kontrollkästchen, eine Dropdownliste oder ein Optionsfeld wählt.
  • Ist initialisiert (Ereignis): Gibt „true“ zurück, wenn ein Formularobjekt im Browser gerendert wird.
  • Wird geändert (Ereignis): Gibt „true“ zurück, wenn der Benutzer den eingegebenen Wert oder die ausgewählte Option für ein Formularobjekt ändert.

Verfügbare Regeltypen im Regeleditor

Im Regeleditor steht eine Reihe vordefinierter Regeltypen zur Verfügung, die Sie verwenden können, um Regeln zu erstellen. Im Folgenden werden die einzelnen Regeltypen im Detail beschrieben. Weitere Informationen zum Erstellen von Regeln im Regeleditor finden Sie unter Regeln schreiben.

Wenn

Der Wenn-Regeltyp nutzt das Konstrukt Bedingung-Aktion-Alternative Aktion, in manchen Fällen auch nur das Konstrukt Bedingung-Aktion. Für diesen Regeltyp geben Sie zunächst eine auszuwertende Bedingung und dann eine Aktion an, die ausgelöst werden soll, wenn die Bedingung erfüllt ist („true“).

Mit dem Wenn-Regeltyp können Sie können Sie eine Bedingung für ein Formularobjekt auswerten und Aktionen für ein oder mehrere Objekte ausführen. 

Einfach ausgedrückt: Eine typische Wenn-Regel ist wie folgt aufgebaut:

____________________________________________

Wenn für Objekt A:

(Bedingung 1 UND Bedingung 2 ODER Bedingung 3) TRUE zurückgibt;

Dann soll Folgendes ausgeführt werden:

Aktion 1 für Objekt A;
AND
Aktion 2 für Objekt B;
AND
Aktion 3 für Objekt C;

_____________________________________________

Die Auswertung von Bedingungen ist nur für das Objekt möglich, für das Sie die Wenn-Regel erstellen. Sie können jedoch die folgenden Aktionen für mehrere Formularobjekte auslösen.  

  • Ausblenden: Blendet das angegebene Objekt aus.
  • Anzeigen: Blendet das angegebene Objekt ein.
  • Aktivieren: Aktiviert das angegebene Objekt.
  • Deaktivieren: Deaktiviert das angegebene Objekt.
  • Wert einstellen: Berechnet den Wert des angegebenen Objekts und legt ihn fest. Als Objektwert können Sie einen String, den Wert eines anderen Objekts, den mithilfe eines mathematischem Ausdrucks oder einer Funktion berechneten Wert oder den Wert einer Eigenschaft eines Objekts festlegen.
  • Webdienst aufrufen: Ruft einen Webdienst auf. Dabei müssen Sie eine WSDL-URL für den Webdienst angeben. Anschließend können Sie die auszuführende Operation wählen. Sie können auch einen Webdienst im Regeleditor vorkonfigurieren, um den Webdienst als Menüelement im Regeleditor bereitzustellen.
  • Eigenschaft festlegen: Legt den Wert einer Eigenschaft des angegebenen Objekts fest.
  • Wert löschen von: Löscht den Wert des angegebenen Objekts.
  • Fokus festlegen: Legt den Fokus auf das angegebene Objekt.
  • Formular speichern: Speichert das Formular.
  • Formulare senden: Sendet das Formular.
  • Formular zurücksetzen: Setzt das Formular zurück.
  • Formular überprüfen: Überprüft das Formular.
  • Instanz hinzufügen: Fügt eine Instanz des angegebenen wiederholbaren Bereichs oder der Tabellenzeile hinzu.
  • Instanz entfernen: Entfernt eine Instanz des angegebenen wiederholbaren Bereichs oder der Tabellenzeile.

Wert einstellen

Der Regeltyp Wert einstellen ermöglicht das Festlegen des Werts für ein Formularobjekt abhängig davon, ob die angegebene Bedingung erfüllt ist oder nicht. Als Wert kann der Wert eines anderen Objekts, ein Literal-String, ein aus einem mathematischen Ausdruck oder einer Funktion abgeleiteter Wert oder der Wert einer Eigenschaft eines anderen Objekts sein. In ähnlicher Weise können Sie Bedingungen für Komponenten, Strings, Eigenschaften oder Werte prüfen, die aus Funktionen oder mathematischen Ausdrücken abgeleitet sind.

Der Regeltyp „Wert einstellen“ steht für manche Formularobjekte nicht zur Verfügung, etwa für Bereiche und Schaltflächen der Symbolleiste.

Eine standardmäßige Regel des Typs „Wert einstellen“ hat die folgende Struktur:

____________________________________________

Wert von Objekt A einstellen auf:

(Wert von Objekt B) ODER
(String ABC) ODER
(Objekteigenschaft X von Objekt C) ODER
(Wert aus einer Funktion) ODER
(Wert aus einem mathematischen Ausdruck);

Wenn:

(Bedingung 1 AND Bedingung 2 AND Bedingung 3) TRUE zurückgibt;

____________________________________________

Vorgegebene Werte für Dropdownlisten, Optionsfelder und Kontrollkästchen

Beim Erstellen von Regeln für die folgenden Formularobjekte werden die Optionen/Werte der Formularobjekte innerhalb des Formulars im Regeleditor mit voreingestellten Werten ausgefüllt:

  • Dropdown-Listen
  • Optionsfelder
  • Kontrollkästchen

Anzeigen

Mithilfe des Regeltyps Anzeigen können Sie eine Regel zum Anzeigen oder Ausblenden eines Formularobjekts in Abhängigkeit davon erstellen, ob eine Bedingung erfüllt ist oder nicht. Beim Regeltyp „Anzeigen“ wird zugleich die Aktion „Ausblenden“ ausgelöst, falls die Bedingung nicht erfüllt oder False zurückgibt.

Eine typische Regel zum Anzeigen ist wie folgt strukturiert:

____________________________________________

Objekt A anzeigen;

Wenn:

(Bedingung 1 ODER Bedingung 2 ODER Bedingung 3) TRUE zurückgibt;

Andernfalls:

Objekt A ausblenden;

____________________________________________

Hinweis:

Sie können einen der Operatoren UND oder ODER zum Erstellen komplexer Bedingungen oder Aktionsanweisungen in einer Regel verwenden. Es ist nicht möglich, beide Operatoren in derselben Anweisung zu kombinieren.

Ausblenden

Regeln des Typs Ausblenden können ähnlich wie Regeln des Typs „Anzeigen“ dazu verwendet werden, Formularobjekte in Abhängigkeit davon, ob eine Bedingung erfüllt ist oder nicht, anzuzeigen oder auszublenden. Beim Regeltyp „Ausblenden“ wird zugleich die Aktion „Anzeigen“ ausgelöst, falls die Bedingung nicht erfüllt oder False zurückgibt.

Eine typische Regel zum Ausblenden ist wie folgt strukturiert:

____________________________________________

Objekt A ausblenden;

Wenn:

(Bedingung 1 UND Bedingung 2 UND Bedingung 3) TRUE zurückgibt;

Andernfalls:

Objekt A anzeigen;

____________________________________________

Hinweis:

Sie können einen der Operatoren UND oder ODER zum Erstellen komplexer Bedingungen oder Aktionsanweisungen in einer Regel verwenden. Es ist nicht möglich, beide Operatoren in derselben Anweisung zu kombinieren.

Aktivieren

Mithilfe des Regeltyps Aktivieren können Sie ein Formularobjekt in Abhängigkeit davon aktivieren oder deaktivieren, ob eine Bedingung erfüllt ist oder nicht. Beim Regeltyp „Aktivieren“ wird zugleich die Aktion „Deaktivieren“ ausgelöst, falls die Bedingung nicht erfüllt oder False zurückgibt.

Eine typische Regel zum Aktivieren ist wie folgt strukturiert:

____________________________________________

Objekt A aktivieren;

Wenn:

(Bedingung 1 UND Bedingung 2 UND Bedingung 3) TRUE zurückgibt;

Andernfalls:

Objekt A deaktivieren;

____________________________________________

Hinweis:

Sie können einen der Operatoren UND oder ODER zum Erstellen komplexer Bedingungen oder Aktionsanweisungen in einer Regel verwenden. Es ist nicht möglich, beide Operatoren in derselben Anweisung zu kombinieren.

Deaktivieren

Regeln des Typs Deaktivieren können ähnlich wie Regeln des Typs „Aktivieren“ dazu verwendet werden, Formularobjekte in Abhängigkeit davon, ob eine Bedingung erfüllt ist oder nicht, zu aktivieren oder zu deaktivieren.. Beim Regeltyp „Deaktivieren“ wird zugleich die Aktion „Aktivieren“ ausgelöst, falls die Bedingung nicht erfüllt oder False zurückgibt.

Eine typische Regel zum Deaktivieren ist wie folgt strukturiert:

____________________________________________

Objekt A deaktivieren;

Wenn:

(Bedingung 1 ODER Bedingung 2 ODER Bedingung 3) TRUE zurückgibt;

Andernfalls:

Objekt A aktivieren;

____________________________________________

Hinweis:

Sie können einen der Operatoren UND oder ODER zum Erstellen komplexer Bedingungen oder Aktionsanweisungen in einer Regel verwenden. Es ist nicht möglich, beide Operatoren in derselben Anweisung zu kombinieren.

Validieren

Regeln des Typs Validieren validieren den Wert in einem Feld mithilfe eines Ausdrucks. Sie können z. B. einen Ausdruck erstellen, mit dem ein Textfeld zur Eingabe eines Namens geprüft wird, um sicherzustellen, dass dort keine Sonderzeichen oder Zahlen eingegeben wurden.

Eine typische Regel zum Validieren ist wie folgt strukturiert:

____________________________________________

Objekt A validieren;

Unter Verwendung von:

(Ausdruck 1 UND Ausdruck 2 UND Ausdruck 3) gibt TRUE zurück;

____________________________________________

Hinweis:

Sie können einen der Operatoren UND oder ODER zum Erstellen komplexer Bedingungen oder Aktionsanweisungen in einer Regel verwenden. Es ist nicht möglich, beide Operatoren in derselben Anweisung zu kombinieren.

Hinweis:

Wenn der angegebene Wert nicht der Validierungsregel entspricht, können Sie eine Validierungsmeldung für den Benutzer anzeigen lassen. Sie können die Meldung im Feld Skriptüberprüfungsmeldung in den Komponenteneigenschaften in der Seitenleiste angeben.  

Grundlegendes zur Benutzeroberfläche des Regeleditors

Der Regeleditor bietet eine umfassende, aber einfache Benutzeroberfläche zum Erstellen und Verwalten von Regeln. Sie können die Benutzeroberfläche des Regeleditors im Autorenmodus von einem adaptiven Formular aus aufrufen.

Benutzeroberfläche des Regeleditors starten

  1. Öffnen Sie ein adaptives Formular im Autorenmodus.

  2. Tippen Sie auf das Formularobjekt, für das Sie eine Regel erstellen möchten, und tippen Sie in der Komponentensymbolleiste auf . Die Benutzeroberfläche des Regeleditors wird angezeigt.

    Alle vorhandenen Regeln für die ausgewählten Formularobjekte sind in dieser Ansicht aufgelistet. Weitere Informationen zum Verwalten vorhandener Regeln finden Sie unter Regeln verwalten.

  3. Tippen Sie auf Erstellen, um eine neue Regel zu erstellen. Wenn Sie den Regeleditor zum ersten Mal starten, wird standardmäßig der Visual Editor der Regeleditor-Benutzeroberfläche geöffnet.

    Benutzeroberfläche des Regeleditors
    Hier klicken, um vergrößertes Bild anzuzeigen

    Im Folgenden werden die einzelnen Komponenten der Benutzeroberfläche des Regeleditors im Detail beschrieben.

A. Komponenten und -Regelanzeige

Zeigt den Titel des adaptiven Formularobjekts, über das Sie den Regeleditor aufgerufen haben, sowie den momentan ausgewählten Regeltyp an. Im oben gezeigten Beispiel wurde der Regeleditor über ein adaptives Formularobjekt namens „Salary“ gestartet und der Wenn-Regeltyp ist ausgewählt.

B. Formularobjekte und Funktionen

Im linken Bereich der Benutzeroberfläche des Regeleditors stehen zwei Registerkarten zur Verfügung: Formularobjekte und Funktionen.

Die Registerkarte „Formularobjekte“ zeigt eine hierarchische Ansicht aller Objekte, die im adaptiven Formular enthalten sind. Dabei werden Titel und Typ der Objekte angezeigt. Wenn Sie eine Regel erstellen, können Sie Formularobjekte in den Regeleditor ziehen und dort ablegen.

Die Formularobjekte, für die eine oder mehrere gültige Regeln angewendet wurden, sind mit einem grünen Punkt markiert. Wenn eine der auf ein Formularobjekt angewendeten Regeln ungültig ist, ist das Formularobjekt mit einem gelben Punkt markiert.

Die Registerkarte „Funktionen“ enthält eine Reihe integrierter Funktionen, z. B. für Summe von, Minimum von, Maximum von, Durchschnitt von, Anzahl von und Formular überprüfen. Sie können diese Funktionen verwenden, um Werte in wiederholbaren Bereichen und in Tabellenzeilen zu berechnen und sie beim Erstellen von Regeln in den Aktions- und Bedingungsanweisungen zu verwenden. Sie können jedoch auch benutzerdefinierte Funktionen erstellen.

Registerkarte „Funktionen“

Hinweis:

Sie können auf den Registerkarten „Formularobjekte“ und „Funktionen“ eine Textsuche nach den Namen und Titeln von Objekten und Funktionen durchführen.

In der Strukturansicht auf der linken Seite können Sie durch Tippen auf die darin enthaltenen Formularobjekte die Regeln anzeigen, die auf das jeweilige Objekt angewendet wurden. Sie können durch die Regeln der verschiedenen Formularobjekte navigieren und darüber hinaus Regeln zwischen Formularobjekten kopieren und einfügen. Weitere Informationen finden Sie unter Regeln kopieren und einfügen.

C. Umschalten zwischen Formularobjekten und Funktionen

Durch Tippen auf Schaltfläche schalten Sie zwischen den Bereichen für Formularobjekte und Funktionen um.

D. Visueller Regeleditor

Der visuelle Regeleditor ist im visuellen Editormodus der Regeleditor-Benutzeroberfläche der Bereich, in dem Sie Regeln erstellen. Sie können hier einen Regeltyp wählen und die entsprechenden Bedingungen und Aktionen definieren. Beim Definieren von Bedingungen und Aktionen in einer Regel können Sie Formularobjekte und Funktionen aus dem Bereich „Formularobjekte und Funktionen“ ziehen und ablegen.

Weitere Informationen zur Verwendung des visuellen Regeleditors finden Sie unter Regeln schreiben.

E. Umschalter zwischen Visual Editor und Codeeditor

Mithilfe des Umschalters rechts oberhalb des Regeleditors können Sie zwischen Visual Editor- und Codeeditormodus für den Regeleditor wechseln. Wenn Sie den Regeleditor zum ersten Mal starten, wird er im Visual Editor-Modus geöffnet. Sie können Regeln im Visual Editor-Modus erstellen oder in den Codeeditormodus wechseln, um ein Regelskript zu schreiben. Wenn Sie eine Regel im Codeeditor ändern oder schreiben, ist es jedoch nicht möglich, für diese Regel zum Visual Editor zurückzuschalten, es sei denn, Sie löschen den Inhalt des Codeeditors.

AEM Forms zeichnet den zuletzt von Ihnen zum Erstellen einer Regel verwendeten Modus des Regeleditors auf. Wenn Sie den Regeleditor das nächste Mal starten, wird er in diesem Modus geöffnet. Sie können jedoch auch einen Standardmodus konfigurieren, sodass der Regeleditor immer in diesem Modus geöffnet wird. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:

  1. Wechseln zur AEM-Webkonsole unter http://[Host]:[Port]/system/console/configMgr.
  2. Klicken Sie zur Bearbeitung des Konfigurationsdienstes für adaptive Formulare.
  3. Wählen SieVisual Editor oder Codeeditor aus der Dropdownliste für den Standardmodus für den Regeleditor.
  4. Klicken Sie auf Speichern.

F. Schaltflächen „Fertig“ und „Abbrechen“

Fertig wird verwendet, um eine Regel zu speichern. Sie können eine unvollständige Regel speichern. Unvollständige Regeln sind allerdings ungültig und werden nicht ausgeführt. Eine Liste mit gespeicherten Regeln für ein Formularobjekt wird angezeigt, wenn Sie den Regeleditor das nächste Mal aus demselben Formularobjekt starten. Sie können bestehende Regeln in dieser Ansicht verwalten. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Regeln verwalten.

Über die Schaltfläche Abbrechen verwerfen Sie alle Änderungen, die Sie an einer Regel vorgenommen haben, und der Regeleditor wird geschlossen.

Regeln schreiben

Zum Schreiben von Regeln können Sie den visuellen Regeleditor oder den Codeeditor verwenden. Wenn Sie den Regeleditor zum ersten Mal starten, wird er im Visual Editor-Modus geöffnet. Sie können zum Codeeditormodus wechseln und Regeln schreiben. Wenn Sie eine Regel im Codeeditor schreiben oder ändern, ist es jedoch nicht möglich, für diese Regel zum Visual Editor zu wechseln, es sei denn, Sie löschen den Inhalt des Codeeditors. Wenn Sie den Regeleditor das nächste Mal starten, wird er im zuletzt zum Erstellen von Regeln verwendeten Modus geöffnet.

Im Folgenden wird zunächst das Schreiben von Regeln im Visual Editor beschrieben.

Verwenden des Visual Editor

Mithilfe des folgenden Beispielformulars wird das Erstellen von Regeln im Visual Editor gezeigt.

Im Abschnitt für die Kreditvoraussetzungen in diesem Beispielformular für einen Kreditantrag müssen die Antragsteller ihren Familienstand, ihr Gehalt und, falls verheiratet, das Gehalt des Partners/der Partnerin angeben. Die Regel berechnet basierend auf den Eingaben der Benutzer den Kreditanspruchsbetrag und zeigt das Feld für den Kreditanspruch an. Wenden Sie die folgenden Regeln an, um dieses Szenario zu implementieren:

  • Das Gehaltsfeld des Partners/der Partnerin wird nur angezeigt, wenn als Familienstand „Verheiratet“ angegeben wurde.
  • Der Kreditanspruchsbetrag ist 50 % des Gesamtgehalts.
Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die Regeln zu schreiben:
  1. Schreiben Sie zuerst die Regel, mit der die Sichtbarkeit des Felds für das Gehalt des Partners bzw. der Partnerin entsprechend der vom Benutzer über das Optionsfeld „Familienstand“ gewählten Option gesteuert wird. 

    Öffnen Sie das Kreditantragsformular im Autorenmodus. Tippen Sie auf die Komponente Familienstand und dann auf . Tippen Sie als Nächstes auf Erstellen, um den Regeleditor zu starten.

    Wenn Sie den Regeleditor starten, ist standardmäßig die Wenn-Regel ausgewählt. Darüber hinaus wird das Formularobjekt (in diesem Fall „Familienstand“), von dem aus Sie den Regeleditor gestartet haben, in der Wenn-Anweisung angegeben.

    Sie können zwar das ausgewählte Objekt nicht bearbeiten oder ändern, es ist jedoch möglich, über die Dropdownliste für Regeln einen anderen Regeltyp wählen (siehe unten). Wenn Sie eine Regel für ein anderes Objekt erstellen möchten, tippen Sie auf „Abbrechen“, um den Regeleditor zu beenden, und starten Sie ihn erneut über das gewünschte Formularobjekt.

  2. Tippen Sie auf die DropdownlisteStatus auswählen und wählen Sie Ist gleich. Das Feld String eingeben wird angezeigt.

    Für das Optionsfeld „Familienstand“ werden den Optionen Verheiratet und Ledig die Werte 0 und 1 zugewiesen. Sie können die zugewiesenen Werte auf der Registerkarte „Titel“ des Dialogfelds zum Bearbeiten des Optionsfelds überprüfen, wie unten gezeigt.

    Optionsfeldwerte im Regeleditor
  3. Geben Sie im Feld String eingeben in der Regel den Wert 0 ein.

    Sie haben die Bedingung wie folgt definiert: Wenn Familienstand Ist gleich Verheiratet. Definieren Sie anschließend die Aktion, die ausgeführt werden soll, wenn diese Bedingung erfüllt ist.

  4. Wählen Sie für die Dann-Anweisung die Option Anzeigen aus der Dropdownliste Aktion auswählen.

  5. Ziehen Sie das Feld für das Gehalt des Partners aus der Registerkarte „Formularobjekte“ in das Feld Legen Sie das Objekt ab oder wählen Sie hier aus. Stattdessen können Sie auch auf das Feld Legen Sie das Objekt ab oder wählen Sie hier aus tippen und das Feld für das Gehalt des Partners aus dem Popupmenü wählen, in dem sämtliche Formularobjekte im Formular angezeigt werden.

    Die Regel wird wie folgt im Regeleditor angezeigt.

    Tippen Sie auf Fertig, um die Regel zu speichern.

  6. Wiederholen Sie die Schritte 1 bis 5, um eine weitere Regel zu definieren, mit der das Feld für das Gehalt des Partners ausgeblendet wird, wenn als Familienstand „Ledig“ angegeben wird. Die Regel wird wie folgt im Regeleditor angezeigt.

    Hinweis:

    Alternativ zu diesem Verfahren können Sie dieses Verhalten auch implementieren, indem Sie lediglich eine Regel des Typs „Anzeigen“ für das Feld für das Gehalt des Partners anstelle zweier Wenn-Regeln für das Feld „Familienstand“ erstellen.

  7. Als Nächstes erstellen Sie eine Regel für die Berechnung des Kreditanspruchsbetrags (50 % des Gesamtgehalts) und zur Anzeige des Betrags im Feld für den Kreditanspruch. Dies erreichen Sie, indem Sie Regeln des Typs Wert einstellen für das Kreditanspruchsfeld erstellen.

    Klicken Sie im Autorenmodus auf das Feld Kreditanspruch und dann auf . Tippen Sie als Nächstes auf Erstellen, um den Regeleditor zu starten.

  8. Wählen Sie die Regel Wert einstellen aus der Dropdownliste mit den Regeln.

  9. Tippen Sie auf Option auswählen und wählen Sie Mathematischer Ausdruck. Ein Feld, in dem Sie mathematische Ausdrücke schreiben können, wird geöffnet.

  10. Führen Sie in diesem Ausdrucksfeld Folgendes aus:

    • Wählen Sie das Feld Gehalt auf der Registerkarte „Formularobjekt“ aus oder ziehen Sie es in das erste Feld Legen Sie das Objekt ab oder wählen Sie hier aus und legen Sie es dort ab.
    • Wählen Sie Plus aus dem Feld Operator wählen.
    • Wählen Sie das Feld Gehalt des Partners auf der Registerkarte „Formularobjekt“ aus oder ziehen Sie es in das zweite Feld Legen Sie das Objekt ab oder wählen Sie hier aus und legen Sie es dort ab.
  11. Tippen Sie als Nächstes in den hervorgehobenen Bereich um das Ausdrucksfeld und tippen Sie dann auf Erweitern Sie den Ausdruck.

    Wählen Sie im erweiterten Ausdrucksfeld geteilt durch aus dem Feld Operator wählen und Zahl aus dem Feld Option auswählen. Geben Sie das 2 in das Zahlenfeld ein.

    Hinweis:

    Sie können mithilfe von Komponenten, Funktionen, mathematischen Ausdrücken und Eigenschaftswerten aus dem Feld „Option auswählen“ komplexe Ausdrücke erstellen.

    Als Nächstes erstellen Sie eine Bedingung. Wenn diese „true“ zurückgibt, wird der Ausdruck ausgeführt.

  12. Tippen Sie auf „Bedingung hinzufügen“, um eine Wenn-Anweisung hinzuzufügen.

    Geben Sie in der Wenn-Anweisung Folgendes ein:

    • Wählen Sie das Feld Familienstand auf der Registerkarte „Formularobjekt“ aus oder ziehen Sie es in das erste Feld Legen Sie das Objekt ab oder wählen Sie hier aus und legen Sie es dort ab.
    • Wählen Sie Ist gleich aus dem Feld Operator wählen.
    • Wählen Sie „String“ in dem anderen Feld Legen Sie das Objekt ab oder wählen Sie hier aus und geben Sie Verheiratet in das Feld Geben Sie eine Zeichenfolge ein ein.
    Die Regel wird schließlich wie folgt im Regeleditor angezeigt.

    Tippen Sie auf Fertig, um die Regel zu speichern.

  13. Wiederholen Sie die Schritte 7 bis 12, um eine weitere Regel zu definieren, mit deren Hilfe der Kreditanspruch für den Familienstand „Ledig“ berechnet wird. Die Regel wird wie folgt im Regeleditor angezeigt.

Hinweis:

Alternativ dazu können Sie den Kreditanspruch mithilfe der Anweisung „Wert einstellen“ in der Wenn-Regel berechnen, die Sie zum Anzeigen oder Ausblenden des Felds für das Gehalt des Partners oder der Partnerin erstellt haben. Die resultierende kombinierte Regel (für den Familienstand „Ledig“) wird wie folgt im Regeleditor angezeigt.

Auf ähnliche Weise können Sie eine kombinierte Regel erstellen, die die Sichtbarkeit des Felds für das Gehalt des Partners oder der Partnerin steuert und den Kreditanspruch für den Familienstand „Verheiratet“ berechnet.

Verwenden des Codeeditors

Der Regeleditor generiert automatisch den JavaScript-Code für jede Regel, die Sie mithilfe des Visual Editor erstellen. Indem Sie vom Visual Editor zum Codeeditor wechseln, können Sie den generierten Code anzeigen. Wenn Sie jedoch den Code einer Regel im Codeeditor ändern, können Sie nicht mehr zurück zum Visual Editor wechseln. Sie können neue Regeln auch von Anfang an im Codeeditor schreiben, wenn Sie diesen dem Visual Editor vorziehen. Mithilfe des Schalters zwischen dem Visual Editor und dem Codeeditor können Sie zwischen den beiden Modi wechseln.

Das im Codeeditor verwendete JavaScript ist die Sprache der Ausdrücke für adaptive Formulare. Alle Ausdrücke sind gültige JavaScript-Ausdrücke und verwenden Skriptmodell-APIs für adaptive Formulare. Diese Ausdrücke geben Werte bestimmter Typen zurück. Eine vollständige Liste der Klassen, Ereignisse, Objekte und öffentlichen APIs für adaptive Formulare finden Sie unter JavaScript Library API-Referenz für adaptive Formulare.

Weitere Informationen zu Richtlinien für das Schreiben von Regeln im Codeeditor finden Sie unter Adaptive Formularausdrücke.

Benutzerdefinierte Funktionen im Regeleditor

Zusätzlich zu den vorkonfigurierten Funktionen wie Summe von, die unter „Funktionenausgabe“ aufgeführt sind, können Sie jetzt benutzerdefinierte Funktionen erstellen, die Sie häufig benötigen. Stellen Sie sicher, dass für die Funktion, die Sie schreiben, ein jsdoc vorhanden ist. 

Dieses dazugehörige jsdoc ist aus folgenden Gründen erforderlich:

  • Wenn Sie benutzerdefinierte Konfigurationen und Beschreibungen verwenden möchten.
  • Da Funktionen in JavaScript auf unterschiedliche Weise deklariert werden können und Sie mithilfe der Kommentare den Überblick über die Funktionen behalten. 

Weitere Informationen finden Sie unter usejsdoc.org

Unterstützte jsdoc-Tags:

  • Privat
    Syntax: @private
    Eine private Funktion wird nicht als benutzerdefinierte Funktion einbezogen.
  • Name
    Syntax: @name funcName <Funktionsname>
    Stattdessen können Sie auch @function funcName <Funktionsname> oder @func funcName <Funktionsname> verwenden.
    funcName ist der Name der Funktion (Leerzeichen sind nicht zulässig). 
    <Funktionsname> ist der Anzeigename der Funktion. 
  • Mitglied
    Syntax: @memberof namespace
    Verbindet einen Namespace mit der Funktion. 
  • Parameter
    Syntax: @param {type} name <Parameterbeschreibung>
    Stattdessen können Sie auch @argument {type} name <Parameterbeschreibung> oder @arg {type} name <Parameterbeschreibung> verwenden.
    Zeigt die von der Funktion verwendeten Parameter an. In einer Funktion können mehrere Parameter-Tags vorhanden sein (je ein Tag für jeden Parameter in der Reihenfolge ihres Auftretens).
    {type} gibt den Parametertyp an. Zugelassene Parametertypen sind:
    1. string
    2. number
    3. boolean

    Alle anderen Parametertypen fallen in eine der oben genannten Kategorien. „None“ wird nicht unterstützt. Achten Sie darauf, einen der oben genannten Typen zu wählen. Für die Typen wird nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden. Leerzeichen sind im Parameter name unzulässig. <Parameterbeschreibung>  kann aus mehreren Wörtern bestehen.

  • Rückgabetyp
    Syntax: @return {type}
    Stattdessen können Sie auch @returns {type} verwenden. 
    Fügt Informationen zur Funktion hinzu, z. B. ihren Zweck. 
    {type} gibt den Rückgabetyp der Funktion an. Zugelassene Rückgabetypen sind:
    1. string
    2. number
    3. boolean

    Alle anderen Rückgabetypen fallen in eine der oben genannten Kategorien.  „None“ wird nicht unterstützt. Achten Sie darauf, einen der oben genannten Typen zu wählen. Für Rückgabetypen wird nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden.

Hinweis:

Kommentare vor benutzerdefinierten Funktionen werden für die Zusammenfassung verwendet. Die Zusammenfassung kann sich über mehrere Zeilen bis zum nächsten Tag erstrecken. Beschränken Sie ihre Länge auf eine einzelne Zeile, um eine knappe Beschreibung im Regel-Builder zu erhalten.

Hinzufügen einer benutzerdefinierten Funktion

Angenommen, Sie möchten eine benutzerdefinierte Funktion zur Berechnung der Fläche eines Quadrats hinzufügen. Die Seitenlänge ist der vom Benutzer eingegebene Wert für die benutzerdefinierte Funktion. Dieser Wert wird in ein Zahlenfeld im Formular eingegeben. Die berechnete Ausgabe wird in einem anderen Zahlenfeld im Formular angezeigt. Um eine benutzerdefinierte Funktionen hinzuzufügen, müssen Sie zuerst eine Client-Bibliothek erstellen und diese anschließend dem CRX-Repository hinzufügen.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um eine Client-Bibliothek zu erstellen und sie dem CRX-Repository hinzuzufügen: 

  1. Erstellen Sie eine Client-Bibliothek. Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden clientseitiger Bibliotheken

  2. Fügen Sie in CRXDE die Eigenschaft categories mit dem Stringtyp-Wert customfunction im Ordner clientlib hinzu. 

    Hinweis:

    customfunction ist eine Beispielkategorie. Sie können einen beliebigen Namen für die Kategorie wählen, die Sie im Ordner clientlib erstellen. 

Nachdem Sie die Client-Bibliothek im CRX-Repository hinzugefügt haben, verwenden Sie sie in Ihrem adaptiven Formular. Sie ermöglicht die Verwendung der benutzerdefinierten Funktion als Regel im Formular.  Führen Sie die folgenden Schritte durch, um die Client-Bibliothek dem adaptiven Formular hinzuzufügen: 

  1. Öffnen Sie das Formular im Bearbeitungsmodus.
    Um ein Formular im Bearbeitungsmodus zu öffnen, wählen Sie das Formular aus und klicken Sie auf Öffnen.

  2. Wählen Sie im Bearbeitungsmodus eine Komponente aus und tippen Sie anschließend zuerst auf > Container für ein adaptives Formular und dann auf .

  3. Fügen Sie in der Seitenleiste unter „Name der Client-Bibliothek“ Ihre Client-Bibliothek hinzu. (In diesem Beispiel ist dies customfunction.)

    Benutzerdefinierte Client-Bibliothek für Funktion
  4. Wählen Sie das Zahlenfeld für die Eingabe aus und tippen Sie auf , um den Regeleditor zu öffen. 

  5. Tippen Sie auf Regel erstellen. Erstellen Sie mithilfe der unten gezeigten Optionen eine Regel zum Speichern des quadrierten Eingabewerts im Ausgabefeld des Formulars. 

    Tippen Sie auf Fertig. Ihre benutzerdefinierte Funktion wird hinzugefügt. 

Unterstützte Typen für Funktionsdeklarationen

Funktionsanweisung

function area(len) {
    return len*len;
}

Diese Funktion wird ohne jsdoc-Kommentare einbezogen. 

Funktionsausdruck

var area;
//Some codes later
/** */
area = function(len) {
    return len*len;
};

Funktionsausdruck und -anweisung

var b={};
/** */
b.area = function(len) {
    return len*len;
}

Funktionsdeklaration als Variable

/** */
var x1,
    area = function(len) {
        return len*len;
    },
    x2 =5, x3 =true;

Einschränkung: Die benutzerdefinierte Funktion wählt nur die erste Funktionsdeklaration aus der Variablenliste, wenn zusammen verwendet. Der Funktionsausdruck kann für jede deklarierte Funktion verwendet werden.

Funktionsdeklaration als Objekt

var c = {
    b : {
        /** */
        area : function(len) {
            return len*len;
        }
    }
};

Hinweis:

Stellen Sie sicher, dass Sie jsdoc für jede benutzerdefinierte Funktion verwenden. Obwohl jsdoc-Kommentare empfohlen werden, sollten Sie bei Bedarf einen leeren jsdoc-Kommentar einbeziehen, um eine Funktion als benutzerdefinierte Funktion zu markieren. Dies ermöglicht eine standardmäßige Behandlung Ihrer benutzerdefinierten Funktion. 

Regeln verwalten

Eine Liste mit den vorhandenen Regeln in einem Formularobjekt wird angezeigt, wenn Sie auf das Objekt und dann auf tippen. Sie können den Titel und eine Vorschau der Regelübersicht anzeigen. Darüber hinaus können Sie in der Benutzeroberfläche die vollständige Regelübersicht erweitern und anzeigen, die Reihenfolge der Regeln ändern, Regeln bearbeiten und Regeln löschen.

Sie können die folgenden Aktionen für Regeln durchführen:

  • Die Inhaltsspalte in der Regelliste zeigt den Regelinhalt an. Wenn in der Standardansicht nicht der gesamte Regelinhalt sichtbar ist, tippen Sie auf , um die Ansicht zu erweitern.
  • Jede neue Regel, die Sie erstellen, wird am unteren Ende der Regelliste eingefügt. Die Regeln werden in der Reihenfolge von oben nach unten ausgeführt. Dabei wird zuerst die Regel ganz oben in der Liste ausgeführt, darauf folgen andere Regeln desselben Typs. Wenn beispielsweise eine Wenn-, Anzeigen-, Aktivieren- und eine weitere Wenn-Regel an den ersten vier Positionen der Liste stehen, werden zuerst die zuoberst stehende Wenn-Regel und dann die Wenn-Regel an vierter Stelle ausgeführt. Danach werden die Anzeigen- und die Aktivieren-Regel ausgeführt.
    Sie können die Position einer Regel in der Reihenfolge ändern, indem Sie auf  für die Regel tippen oder sie an die gewünschte Listenposition ziehen.
  • Zum Bearbeiten einer Regel aktivieren Sie das Kontrollkästchen neben ihrem Titel. Weitere Optionen zum Bearbeiten und Löschen der Regel werden angezeigt. Tippen Sie auf Bearbeiten, um die ausgewählte Regel im Regeleditor im Visual Editor- oder im Codeeditormodus zu öffnen. Dies ist davon abhängig, welcher Modus zum Erstellen der Regel verwendet wurde.    
  • Zum Löschen einer Regel wählen Sie diese aus und tippen Sie auf Löschen.

Regeln und einfügen

Es ist möglich, Regeln aus einem Feld zu kopieren und in andere, ähnliche Felder einzufügen, um Zeit zu sparen.

Gehen Sie zum Kopieren und Einfügen von Regeln wie folgt vor:

  1. Tippen Sie auf das Formularobjekt, aus dem Sie eine Regel kopieren möchten, und tippen Sie dann in der Komponentensymbolleiste auf . Die Benutzeroberfläche des Regeleditors wird angezeigt, wobei das Formularobjekt ausgewählt ist und die vorhandenen Regeln angezeigt werden.

    Weitere Informationen zum Verwalten vorhandener Regeln finden Sie unter Regeln verwalten.

  2. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen neben dem Titel der Regel. Weitere Optionen zum Verwalten der Regel werden angezeigt. Tippen Sie auf Kopieren.

  3. Wählen Sie ein anderes Formularobjekt aus, in das Sie die Regel einfügen möchten, und tippen Sie auf Einfügen. Sie können die Regel darüber hinaus bearbeiten, um Änderungen daran vorzunehmen.

    Hinweis:

    Sie können Regeln nur dann in ein anderes Formularobjekt einfügen, wenn das Zielobjekt das Ereignis der kopierten Regel unterstützt. So unterstützt beispielsweise eine Schaltfläche das Klickereignis. Sie können eine Regel, die ein Klickereignis enthält, in eine Schaltfläche, nicht jedoch in ein Kontrollkästchen einfügen.

  4. Tippen Sie auf Fertig, um die Regel zu speichern.

Komplexe und verschachtelte Ausdrücke

Im Regeleditor können Sie mehrere UND- und ODER-Operatoren verwenden, um komplexe Regeln zu erstellen. Sie können mehrere UND- und ODER-Operatoren in Regeln kombinieren. Es ist möglich, verschachtelte Regeln mit UND- und ODER-Operatoren zu erstellen.

Das folgende Beispiel zeigt eine verschachtelte komplexe Regel, die dem Benutzer eine Meldung über den Anspruch auf das Sorgerecht für ein Kind anzeigt, wenn die entsprechenden Bedingungen erfüllt sind.

Einfluss des Regeleditors auf vorhandene Skripte

In Versionen von AEM Forms vor Version AEM 6.1 Forms Feature Pack 1 schrieben Formularverfasser und Entwickler Ausdrücke auf der Registerkarte „Skripte“ im Dialogfeld „Komponente bearbeiten“, um adaptiven Formularen dynamisches Verhalten hinzuzufügen. Die Registerkarte „Skripte“ wird nun durch den Regeleditor ersetzt.

Alle Skripts oder Ausdrücke, die Sie in die Registerkarte „Skripte“ geschrieben haben, sind im Regeleditor verfügbar. Sie können diese zwar nicht im Visual Editor anzeigen oder bearbeiten, im Codeeditor ist dies jedoch möglich.  

Einige Beispielregeln

Auslösen mehrerer Aktionen mithilfe einer Wenn-Regel

Angenommen, in einem Kreditantragsformular soll angegeben werden, ob der Antragsteller ein bestehender Kunde ist oder nicht. Das Feld für die Kunden-ID soll basierend auf den vom Benutzer angegebenen Informationen angezeigt oder ausgeblendet werden. Darüber hinaus soll der Fokus auf das Kunden-ID-Feld gelegt werden, wenn der Benutzer ein bestehender Kunde ist. Das Antragsformular umfasst die folgenden Komponenten:

  • Ein Optionsfeld: Sind Sie bereits Geometrixx-Kunde? mit den Optionen „Ja“ und „Nein“. Der Wert für „Ja“ ist 0 und der Wert „Nein“ ist 1.
  • Das Textfeld Geometrixx-Kunde-ID zur Angabe der Kunden-ID.
Wenn Sie eine Wenn-Regel für das Optionsfeld schreiben, um dieses Verhalten zu implementieren, wird die Regel wie folgt im visuellen Regeleditor angezeigt.
Regel im Visual Editor

In der Beispielregel ist die Anweisung im Wenn-Abschnitt die Bedingung. Wenn diese „True“ zurückgibt, werden die im Dann-Abschnitt angegebenen Aktionen ausgeführt.

Die Regel wird wie folgt im Codeeditor angezeigt.

Regel im Codeeditor

Verwenden einer Funktionsausgabe in einer Regel

Ein Bestellformular enthält die folgende Tabelle, in der die Benutzer ihre Bestellungen eingeben. In dieser Tabelle gilt:

  • Die erste Zeile ist wiederholbar, sodass die Benutzer mehrere Produkte bestellen und unterschiedliche Mengen angeben können. Ihr Elementname ist Row1.
  • Der Titel der Zelle in der Spalte „Produktmenge“ der wiederholbaren Zelle ist „Menge“. Der Elementname für diese Zelle ist productquantity.
  • Die zweite Zeile der Tabelle ist nicht-wiederholbar und der Titel der Zelle in der Spalte „Produktmenge“ in dieser Zelle ist „Menge insgesamt“.
A. Zeile1 B. Menge C. Menge insgesamt 

Als Nächstes sollen die in der Spalte „Produktmenge“ angegebenen Mengen für alle Produkte addiert und die Summe in der Zelle „Menge insgesamt“ angezeigt werden. Dies erreichen Sie, indem Sie wie unten gezeigt eine Regel des Typs „Wert einstellen“ für die Zelle „Menge insgesamt“ schreiben.

Regel im Visual Editor

Die Regel wird wie folgt im Codeeditor angezeigt.

Regel im Codeeditor

Validieren eines Feldwerts mithilfe eines Ausdrucks

Sie möchten in dem im vorherigen Abschnitt erläuterten Bestellformular verhindern, dass Benutzer mehr als 1 Einheit von Produkten mit einem Preis über 10.000 bestellen. Um dies zu erreichen, können Sie wie unten gezeigt eine Validierungsregel schreiben. 

Regel im Visual Editor

Die Regel wird wie folgt im Codeeditor angezeigt.

Regel im Codeeditor

Dieses Werk unterliegt den Bedingungen der Creative Commons Attribution-Noncommercial-Share Alike 3.0 Unported License.  Twitter™- und Facebook-Beiträge fallen nicht unter die Bedingungen der Creative Commons-Lizenz.

Rechtliche Hinweise   |   Online-Datenschutzrichtlinie