Simuliere analoge Bildstörungen in einem digitalen Video mit Adobe After Effects.
Das Gesicht eines Mannes erscheint auf einem Computer-Bildschirm mit Bildstörung.

Was du benötigst

Die Beispieldatei enthält Adobe Stock-Elemente, mit denen du die Schritte dieses Tutorials nachvollziehen kannst. Wenn du die Beispieldatei anderweitig verwenden möchtest, kannst du sie bei Adobe Stock lizenzieren. In der ReadMe-Datei in diesem Ordner findest du die Bedingungen für die Verwendung dieser Beispieldateien.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, Störungen und Rauschen in einem Video zu simulieren. Welche Methode die geeignete ist, hängt davon ab, ob du zum Beispiel das statische Rauschen eines alten Fernsehers oder futuristische, außerirdische Interferenzen darstellen möchtest. In diesem Projekt werden die Effekte „Rauschen HLS Auto“, „Transformieren“ und „Komplexe Wellen“ sowie „wiggle“-Expressions in After Effects verwendet.

Öffne in After Effects den Arbeitsbereich „Original“. Importiere dein Footage. Platziere es in einer neuen Komposition. Erstelle eine neue Farbfläche („Ebene > Neu > Farbfläche“). Reduziere die Größe. Wähle als Farbe Schwarz. Klicke dann auf „OK“. Wende den Effekt „Rauschen HLS Auto“ auf die Farbfläche an. Wähle für „Störung“ die Option „Korn“. Erhöhe den Wert für „Helligkeit“ deutlich (im Beispiel auf 200 %).

Das Video wird in After Effects importiert. Eine schwarze Farbfläche mit „Rauschen HLS Auto“ wird hinzugefügt.

Wende den Effekt „Transformieren“ auf die Farbfläche an. Deaktiviere das Kontrollkästchen für gleichmäßiges Skalieren. Gib für Skalierungshöhe und -breite hohe Werte an, sodass sich die Farbfläche über das ganze Bild erstreckt. Wähle auf der Zeitleiste für die Füllmethode der Farbflächen-Ebene die Option „Abdunkeln“.

„Transformieren“ wird auf die Farbfläche angewendet. Einstellungen werden angezeigt. Schwarze Linien erscheinen auf dem Gesicht.

Blende die Transformieren-Eigenschaften der Farbflächen-Ebene ein. Mache einen Rechtsklick bzw. Ctrl-Klick auf das Wort „Position“. Wähle „Dimensionen trennen“. Dadurch werden X- und Y-Position separat angezeigt. Klicke in einen anderen Bereich, um die Auswahl der beiden Werte aufzuheben. Klicke bei gedrückter Wahl- bzw. Alt-Taste auf die Stoppuhr neben der Y-Position. Gib die Expression wiggle (1,1000) ein. Klicke in einen anderen Bereich, um den Eintrag zu bestätigen. Markiere jetzt die Farbflächen-Ebene. Drücke Befehl+D bzw. Strg+D zwei Mal hintereinander, um unterhalb dieser Ebene zwei Kopien zur Komposition hinzuzufügen.

Im Menü „Transformieren“ werden X- und Y-Werte angezeigt. Für die Y-Position wird eine Wiggle-Expression angegeben.

Wähle alle drei Farbflächen-Ebenen aus und dann „Ebene > Unterkomposition erstellen“. Übernimm im Dialogfeld „Unterkomposition erstellen“ die Standardeinstellungen. Klicke auf „OK“. Setze die Füllmethode der Unterkompositions-Ebene auf „Negativ multiplizieren“. Reduziere ggf. die Deckkraft. Rufe die Vorschau auf, um das Ergebnis zu überprüfen. 

Für alle Ebenen wird „Ebene > Unterkomposition erstellen“ ausgewählt. Die Füllmethode ist „Negativ multiplizieren“.

Du hast jetzt schon ein statisches Rauschen erstellt. Wenn du zusätzlich eine vorübergehende Störung simulieren möchtest, füge eine Einstellungsebene zur Komposition hinzu („Ebene > Neu > Einstellungsebene“). Positioniere sie zwischen der Unterkompositions-Ebene und der Footage-Ebene. Wende den Effekt „Komplexe Wellen“ auf die Einstellungsebene an. Wähle im Bedienfeld „Effekteinstellungen“ für „Randausgleich“ die Option „Alle Kanten“. Setze Keyframes für Wellenhöhe und -breite so, dass beide Parameter einen kurzen Moment lang (über wenige Frames hinweg) von Null auf einen hohen Wert ansteigen, bevor sie wieder auf Null zurückfallen. Am besten setzt du jeweils drei Keyframes, wobei der mittlere Keyframe beim hohen Wert und die anderen bei Null liegen. Kopiere das Keyframe-Trio. Füge es an einer anderen Stelle auf der Zeitleiste ein, um diesen Störeffekt zu wiederholen. 

Wellenförmige, vertikale Linien und weiße, horizontale Linien erscheinen über dem Gesicht, um eine Bildstörung zu simulieren.

Mit diesen Effekten kannst du ganz unterschiedliche Ergebnisse erreichen. Experimentiere einfach ein wenig herum. Zum Beispiel kannst du das Bild eines analogen Fernsehers bei schlechtem Empfang simulieren („Schnee“). Ändere dazu die Einstellungen für die Breite und Höhe aller drei Farbflächen (Ebene > Einstellungen für Farbflächen) in der Unterkomposition auf Kompositionsgröße. Lösche dann den Transformieren-Effekt aus jeder Farbflächen-Ebene. 

Bei Adobe Stock stehen mehr als 100 Millionen hochwertige, lizenzfreie Fotos, Grafiken, Videos und Templates zu deiner Verfügung. Teste Adobe Stock. Zehn Bilder sind für dich kostenlos.

09/27/2021

Adobe Stock-Anbieter: Gorodenkoff, sdecoret

War diese Seite hilfreich?