Im September 2017 hat Apple in Safari 11 eine Funktion mit dem Namen Intelligent Tracking Prevention (ITP) vorgestellt. Diese Funktion reduziert das Tracking auf der Seite, indem Cookies und andere Websitedaten weiter eingeschränkt werden. Sie verwendet eine Technologie, die auf maschinellem Lernen basiert, um festzustellen, welche Cookies akzeptiert oder entfernt werden sollen, und dies dann durchführt. Im Juni 2018 hat Apple ein Update von ITP 2.0 veröffentlicht, mit dem das standortübergreifende Tracking weiter eingeschränkt wird.

Besucher-Identifikations-Methoden für Analytics und ITP

Adobe Analytics verwendet Cookies als Grundlage für die Identifikation der Anwender im Internet. Die Domäne, auf der sich diese Cookies befinden, variiert je nach der Methode der Implementation. Es gibt normalerweise vier Methoden für Cookie-Domänen, die für eine Implementierung verwendet werden:

  • Erstanbieter-Cookie: Der Besucher-Identifikations-Cookie wird über CNAME-Record auf derselben Domäne platziert wie die Site. Beim Besuch von „example.com“ beispielsweise befindet sich das Cookie auf „metrics.example.com“. Der CNAME-Datensatz leitet die Daten dann an die Datenerfassungsserver von Adobe.
    • Wenn alle Cookies streng auf Erstanbieter verweisen und festgelegt sind, sind keine Auswirkungen zu erwarten.
  • Cookies von Drittanbietern: Der Besucher-ID-Cookie wird in den Domains von Adobe festgelegt, die für das Tracking reserviert sind. Wenn Sie beispielsweise „example.com“ besuchen, befindet sich das Cookie auf „omtrdc.net“ oder „2o7.net“.
    • Seit März 2018 stellt Adobe in sämtlichen Implementierungen keine Safari-Drittanbieter-Cookies mehr aus. Dadurch wird für die AppMeasurement-Bibliothek die Wiederherstellung eines Erstanbieter-Ausweichcookies erzwungen.
    • Vor der Adobe-Maßnahme zur Verhinderung des Setzens derartiger Cookies wurden Drittanbieter-Cookies hinsichtlich ihrer Akzeptanz und Entfernung unterschiedlich behandelt. Cookies wurden oft während des Besuchs entfernt, was dazu führt, dass sich Besuche und Besucher während der Sitzung teilen. Aufgrund des maschinellen Lernverhaltens von ITP konnte Adobe die Auswirkungen nicht effektiv quantifizieren oder zukünftige Korrekturen vorhersehen.
  • Benutzerfreundliche Drittanbieter-Cookies: Diese Option wird hauptsächlich von Organisationen mit mehreren Domänen verwendet, die eine einzige Besucher-ID für alle verfolgten Websites verwenden möchten. Beispielsweise kann eine Organisation, die sowohl example.com als auch example.net besitzt, das Cookie auf metrics.example.com speichern. Beim Besuch auf example.net wird das Cookie auf metrics.example.com als ein benutzerfreundliches Drittanbieter-Cookie angesehen.
    • In ITP 1.0 waren in einem benutzerfreundlichen Kontext gesetzte Cookies 24 Stunden verfügbar. Wenn der Benutzer die Domäne, auf der das Cookie gesetzt wurde, 30 Tage lang nicht besuchte, wurde das Cookie gelöscht. In ITP 2.0 ist die Beibehaltung dieser Cookies generell nicht mehr zulässig.
  • Adobe Experience Cloud ID-Service: Der Experience Cloud-ID-Service kann Erstanbieter-Cookies der besuchten Domain setzen. Zusätzlich zur Erstanbieter-Analytics-Besucher-ID wird auf demdex.net ein zusätzliches Drittanbieter-Audience Manager-Cookie gesetzt, um ein standortübergreifendes Tracking zu ermöglichen.
    • ITP hat keinen Einfluss auf das Erstanbieter-Analytics-ID-Cookie.
    • Wie bei anderen Drittanbieter-Cookies wird das Audience Manager-Cookie inkonsistent behandelt und kann während des Besuchs entfernt werden.

ITP-Auswirkungen mindern

Adobe empfiehlt dringend die Verwendung von Cookies von Erstanbietern über den Besucher-ID-Dienst der Experience Cloud. Die Verwendung von Adobe Launch bietet eine nahtlose Möglichkeit zur Verwendung des ID-Dienstes. CNAME-Datensätze können auch für Legacy-Implementierungen verwendet werden.

Am 20. März 2018 hat Adobe damit begonnen, alle in Safari 11 gesetzten Cookies von Drittanbietern zu blockieren, um die Auswirkungen von Cookie-Implementierungen von Drittanbietern zu verringern. Diese Aktion zwingt alle Besucher von Safari 11 zur Verwendung der Ausweichmethode (Fid-Cookie). Da es sich bei dem Ausweichcookie um einen Erstanbieter handelt, ist das Risiko viel geringer, dass es während des Besuchs gelöscht wird.

ITP 2.0

Im Juni 2018 führte Apple ITP 2.0 ein, das auf den im Vorjahr eingeführten Intelligent Tracking Protection-Funktionen basiert. Da Adobe für alle Safari-Browser ein Ausweichcookie erzwingt (Erstanbieter), werden keine weiteren Auswirkungen erwartet. Obwohl das Tracking pro Domäne bei Verwendung von Erstanbieter-Cookies relativ unbetroffen ist, muss das standortübergreifende Tracking vom Besucher aktiviert werden.

Ausweichen und Auswirkungen

ITP wirkt sich direkt auf die Speicherung des Opt-out-Cookies aus. Apple löscht den Cookie-Satz automatisch, um zu verhindern, dass Daten gemeldet werden, sodass der Nutzer im Prinzip wieder in das Tracking eingebunden wird.

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