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Adobe Experience Manager (AEM) Assets nutzt:

  • Einen Proxy für den Lastenausgleich bei der Verarbeitung bestimmter Aufgaben. Ein Proxy ist eine AEM-Instanz, die mit einem Proxy Worker kommuniziert, um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen, sowie mit anderen AEM-Instanzen, um das Ergebnis bereitzustellen.
  • Einen Proxy Worker zum Definieren und Verwalten einer bestimmten Aufgabe.
    Diese Aufgaben können unterschiedlichster Art sein, beispielsweise die Nutzung von InDesign Server zur Verarbeitung von Dateien.

Um Dateien, die Sie mit Adobe InDesign erstellt haben, vollständig in AEM Assets zu laden, wird ein Proxy verwendet. Dieser verwendet einen Proxy Worker für die Kommunikation mit Adobe InDesign Server, wo Skripte ausgeführt werden, um Metadaten zu extrahieren und verschiedene Ausgabeformate für AEM Assets zu generieren. Der Proxy Worker ermöglicht die bidirektionale Kommunikation zwischen InDesign Server und den AEM-Instanzen in einer Cloud-Konfiguration.

Hinweis:

Adobe InDesign wird in Form von zwei Produkten angeboten:

  • InDesign
    Damit können Sie Seitenlayouts für den Druck bzw. die digitale Distribution entwerfen.
  • InDesign Server
    Diese Engine ermöglicht die programmgesteuerte automatisierte Erstellung von Dokumenten, die auf denen basieren, die Sie mit InDesign entworfen haben. Die Engine fungiert als Dienst, der eine Schnittstelle seiner ExtendScript-Engine bereitstellt.
    Die Skripte werden in ExtendScript geschrieben, das Ähnlichkeiten mit JavaScript aufweist. Weitere Informationen zu InDesign-Skripten finden Sie unter http://www.adobe.com/devnet/indesign/documentation.html#idscripting.

So funktioniert die Extraktion

InDesign Server kann mit AEM Assets integriert werden, sodass in InDesign erstellte Dateien (.indd) hochgeladen, Ausgabeformate generiert sowie alle Medien (z. B. Video) extrahiert und als Assets gespeichert werden können:

Hinweis:

Frühere Versionen von AEM konnten XMP und die Miniaturansicht extrahieren, während jetzt alle Medien extrahiert werden können.

  1. Laden Sie Ihre .indd-Dateien in AEM Assets hoch.

  2. Ein Framework sendet Befehlsskripte via SOAP (Simple Object Access Protocol) an InDesign Server.
    Dieses Befehlsskript führt folgende Aktionen aus:

    • Ruft die .indd-Datei ab.
    • Führt InDesign Server-Befehle aus:
      • Struktur, Text und alle Mediendateien werden extrahiert.
      • PDF- und JPG-Ausgabeformate werden generiert.
      • HTML- und IDML-Ausgabeformate werden generiert.
    • Veröffentlicht die resultierenden Dateien wieder in AEM Assets.

    Hinweis:

    IDML ist ein XML-Format, das alle Funktionen der InDesign-Datei rendert. Es wird als komprimiertes Paket mithilfe der ZIP-Komprimierung gespeichert.

    Weitere Informationen finden Sie unter Adobe Press – InDesign Interchange Formats INX and IDML (in englischer Sprache).

    Vorsicht:

    Wenn InDesign Server nicht installiert oder konfiguriert ist, können Sie trotzdem eine .indd-Datei in AEM hochladen. Allerdings sind die generierten Ausgabeformate auf PNG und JPEG beschränkt und Sie können keine HTML- oder IDML-Dateien sowie keine Seitenausgabe generieren.

  3. Nach der Extraktion und Ausgabegenerierung:

    • Die Struktur wird auf einer cq:Page repliziert (Ausgabetyp).
    • Der extrahierte Text und die Dateien werden in AEM Assets gespeichert.
    • Alle Ausgabeformate werden in AEM Assets im Asset selbst gespeichert.

Integrieren von InDesign Server in AEM

Um InDesign Server für die Verwendung mit AEM Assets zu integrieren und nach der Konfiguration des Proxys müssen Sie folgende Schritte durchführen:

  1. Installieren Sie InDesign Server.
  2. Falls erforderlich, konfigurieren Sie den AEM Assets-Workflow.
    Dies ist nur dann notwendig, wenn die Standardwerte für Ihre Instanz nicht geeignet sind.
  3. Konfigurieren Sie einen Proxy Worker für InDesign Server.

Installieren von InDesign Server

Um InDesign Server für die Verwendung mit AEM zu installieren und zu starten, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Laden Sie Adobe InDesign Server herunter und installieren ihn.

    Hinweis:

    InDesign Server (CS6 und höher).

  2. Bei Bedarf können Sie die Konfiguration Ihrer InDesign Server-Instanz anpassen.

  3. Starten Sie den Server über die Befehlszeile:

    <IDS-Installationsverzeichnis>/InDesignServer.com -port 8080

    Dadurch wird der Server mit dem SOAP-Plug-in gestartet, das Port 8080 abhört. Alle Protokollmeldungen und Ausgaben werden direkt im Befehlsfenster angezeigt.

    Hinweis:

    Wenn Sie die Ausgabemeldungen in einer Datei speichern möchten, müssen Sie dazu eine Umleitung verwenden, z. B. unter Windows:

        <IDS-Installationsverzeichnis>/InDesignServer.com -port 8080 > ~/temp/INDD-logfile.txt 2>&1

Konfigurieren des AEM Assets-Workflows

AEM Assets besitzt den vorkonfigurierten Workflow DAM-Update-Asset, der mehrere Prozessschritte speziell für InDesign bietet:

Dieser Workflow wird mit Standardwerten konfiguriert, die für Ihr Setup in den verschiedenen Autoreninstanzen angepasst werden können. (Dies ist ein Standard-Workflow. Deshalb finden Sie weitere Information unter Bearbeiten eines Workflows.)  Wenn Sie die Standardwerte (einschließlich SOAP-Port) verwenden, ist keine Konfiguration erforderlich.

Nach Abschluss des Setups löst das Hochladen von InDesign-Dateien in AEM Assets (mithilfe einer der üblichen Methoden) den Workflow für die Verarbeitung des Assets und Vorbereitung der verschiedenen Ausgabeformate aus. Testen Sie Ihre Konfiguration, indem Sie eine .indd-Datei in AEM Assets hochladen und auf diese Weise überprüfen, ob IDS verschiedene Ausgabeformate unter <Ihr_Asset>.indd/Renditions erstellt.

Extrahierung von Medien

Dieser Schritt steuert die Extrahierung von Medien aus der .indd-Datei.

Anpassungen können Sie im Schritt Extrahierung von Medien auf der Registerkarte Argumente vornehmen.

Argumente und Skriptpfade zum Extrahieren von Medien
Argumente und Skriptpfade zum Extrahieren von Medien
  • ExtendScript-Bibliothek
    Dies ist eine einfache HTTP-GET/POST-Methodenbibliothek, die von anderen Skripten benötigt wird.
  • Skripte erweitern
    Hier können Sie unterschiedliche Skriptkombinationen angeben. Wenn Ihre eigenen Skripte auf InDesign Server ausgeführt werden sollen, speichern Sie die Skripte unter /apps/settings/dam/indesign/scripts.
    Weitere Informationen zu InDesign-Skripten finden Sie unter:
        http://www.adobe.com/devnet/indesign/documentation.html#idscripting

Vorsicht:

Ändern Sie nicht die ExtendScript-Bibliothek.

Diese Bibliothek bietet die HTTP-Funktionen, die für die Kommunikation mit Sling erforderlich sind. Diese Einstellung legt die Bibliothek fest, die zur Verwendung an InDesign Server gesendet werden soll.

Das Skript ThumbnailExport.jsx, das vom Workflow-Schritt „Extrahierung von Medien“ ausgeführt wird, generiert eine Miniaturansicht im JPG-Format. Dieses Ausgabeformat wird vom Workflow-Schritt „Miniaturansichten verarbeiten“ dazu verwendet, die für AEM erforderlichen statischen Ausgabeformate zu rendern.

Sie können den Workflow-Schritt „Miniaturansichten verarbeiten“ so konfigurieren, dass statische Darstellungen in verschiedenen Größen generiert werden. Stellen Sie sicher, dass Sie die Voreinstellungen nicht entfernen, da sie für die AEM Assets-Benutzeroberfläche erforderlich sind. Abschließend entfernt der Workflow-Schritt „Bildvorschau-Wiedergabe löschen“ die JPG-Miniaturansicht, da sie nicht mehr benötigt wird.

Extrahierung von Seiten

Dabei wird eine AEM-Seite aus den extrahierten Elementen erstellt. Das Extrahieren von Daten aus einem Ausgabeformat (aktuell HTML oder IDML) erfolgt mithilfe eines Extrahierungshandlers. Diese Daten werden verwendet, um eine Seite mit PageBuilder zu erstellen.

Anpassungen können Sie im Schritt Extrahierung von Seiten auf der Registerkarte Argumente vornehmen.

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  • Handler zur Extrahierung von Seite
    Wählen Sie in der Dropdown-Liste den zu verwendenden Handler aus. Ein Extrahierungshandler arbeitet mit einem bestimmten Ausgabeformat, das mit einem entsprechenden RenditionPicker ausgewählt wird (siehe ExtractionHandler-API).
    In einer standardmäßigen AEM-Installation ist folgende Option verfügbar:
    • IDML-Export-Extrahierungshandler
      Bearbeitet das IDML-Ausgabeformat, das im Schritt „MediaExtract“ generiert wird.
  • Seitenname
    Geben Sie den Namen an, den Sie der resultierenden Datei zuweisen möchten. Wenn Sie das Feld leer lassen, wird als Name „Seite“ gewählt (oder eine Ableitung, falls „Seite“ bereits vorhanden ist).
  • Seitentitel
    Geben Sie den Titel an, den Sie der resultierenden Datei zuweisen möchten.
  • Stammverzeichnis der Seite
    Der Pfad zum Stammverzeichnis der resultierenden Datei.
    Wenn Sie das Feld leer lassen, wird der Knoten mit den Ausgabeformaten des Assets verwendet.
  • Seitenvorlage
    Die zu verwendende Vorlage für das Generieren der resultierenden Seite.
  • Seitendesign
    Das zu verwendende Seitendesign für das Generieren der resultierenden Seite.

Konfigurieren von Proxy Worker für InDesign Server

Hinweis:

Der Worker befindet sich in der Proxy-Instanz.

  1. Erweitern Sie in der Tools-Konsole im linken Bereich den Eintrag Cloud-Service-Konfigurationen. Anschließend erweitern Sie den Eintrag Cloud-Proxy-Konfiguration.

  2. Doppelklicken Sie auf den IDS-Worker, um ihn für die Konfiguration zu öffnen.

  3. Klicken Sie auf Bearbeiten, um das Konfigurationsdialogfeld zu öffnen und die erforderlichen Einstellungen vorzunehmen:

    Proxy_IDSWorkerConfig
    • IDS-Pool
      Die SOAP-Endpunkte, die mit InDesign Server kommunizieren sollen. Sie können Elemente nach Bedarf hinzufügen, entfernen und ordnen.
  4. Klicken Sie zum Speichern auf OK.

Konfigurieren von Day CQ Link Externalizer

Wenn InDesign Server und AEM auf unterschiedlichen Hosts ausgeführt werden oder eine bzw. beide Anwendungen nicht die Standardanschlüsse nutzen, konfigurieren Sie in Day CQ Link Externalizer den Host, Port und Inhaltspfad für InDesign Server.

  1. Auf Configuration Manager greifen Sie über diese URL zu: http://<AEM-Servername>:<Port>/system/console/configMgr.

  2. Suchen Sie die Konfiguration für Day CQ Link Externalizer und klicken Sie zum Öffnen auf das Symbol Bearbeiten.

  3. Geben Sie den Hostnamen und Kontextpfad für InDesign Server an und klicken Sie auf Speichern.

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Aktivieren der parallelen Auftragsverarbeitung für InDesign Server

Sie können jetzt die parallele Auftragsverarbeitung für IDS aktivieren.

Dazu müssen Sie zunächst die maximale Anzahl der parallelen Aufträge (x) festlegen, die ein InDesign Server verarbeiten kann:

  • Auf einem einzelnen Mehrprozessor-Computer ist die Anzahl der parallelen Aufträge (x), die ein InDesign Server verarbeiten kann, um eins kleiner als die Anzahl der Prozessoren, die IDS ausführen.
  • Wenn Sie IDS auf mehreren Computern ausführen, müssen Sie von der Gesamtanzahl der verfügbaren Prozessoren (auf allen Computern) die Gesamtanzahl der Computer abziehen.

So konfigurieren Sie die Anzahl der parallelen IDS-Aufträge:

  1. Öffnen Sie die Registerkarte Konfigurationen der Felix-Konsole. Beispiel:

        http://localhost:4502/system/console/configMgr

  2. Wählen Sie die IDS-Verarbeitungsschlange unter:

    Konfiguration der Apache Sling-Auftragswarteschlange

  3. Legen Sie folgende Werte fest:

    • TypParallel
    • Maximale Anzahl paralleler Aufträge<x> (Berechnung siehe oben)
  4. Speichern Sie diese Änderungen.

  5. Aktivieren Sie die Unterstützung für Mehrfachsitzungen bei CS6 (und höher), indem Sie das folgende Kontrollkästchen aktivieren:

    enable.multisession.name

    Unter:

    com.day.cq.dam.ids.impl.IDSJobProcessor.name-Konfiguration

  6. Erstellen Sie einen Pool von <x> IDS-Workern, indem Sie SOAP-Endpunkte zur IDS-Worker-Konfiguration hinzufügen.

    Wenn mehrere Computer InDesign Server ausführen, fügen Sie SOAP-Endpunkte (Anzahl der Prozessoren pro Computer -1) für jeden Computer hinzu.

    Hinweis:

    Sie können IDS-Worker per Blacklist sperren, wenn Sie mit einem Worker-Pool arbeiten.

    Dazu aktivieren Sie das Kontrollkästchen „enable.retry.name“ unter der Konfiguration com.day.cq.dam.ids.impl.IDSJobProcessor.name, die Wiederholungen von IDS-Aufträgen ermöglicht.

    Legen Sie in der Konfiguration com.day.cq.dam.ids.impl.IDSPoolImpl.name außerdem einen positiven Wert für den Parameter „max.errors.to.blacklist“ fest, der die Anzahl der Auftragswiederholungen steuert, bevor ein IDS aus der Auftrags-Handler-Liste ausgeschlossen wird.

    Standardmäßig wird der IDS-Worker nach einer konfigurierbaren Zeit (retry.interval.to.whitelist.name) in Minuten erneut validiert. Wenn der Worker online gefunden wird, wird er aus der Blacklist entfernt.

Aktivieren der Unterstützung für InDesign Server 10.0 oder höher

Führen Sie für InDesign Server 10.0 oder höher die folgenden Schritte durch, um Unterstützung für Mehrfachsitzungen zu aktivieren.

  1. Öffnen Sie Configuration Manager aus Ihrer AEM Assets-Instanz: http://<Hostname>:<Port>/system/console/configMgr.

  2. Bearbeiten Sie die Konfiguration com.day.cq.dam.ids.impl.IDSJobProcessor.name.

  3. Aktivieren Sie die Option ids.cc.enable und klicken Sie auf Speichern.

Hinweis:

Verwenden Sie für die Integration von InDesign Server in AEM Assets einen Mehrkernprozessor, da die für die Integration notwendige Funktion „Sitzungsunterstützung“ auf Einzelkernsystemen nicht unterstützt wird.

Konfigurieren von AEM-Anmeldeinformationen

Sie können die standardmäßigen Administrator-Anmeldeinformationen (Benutzername und Kennwort) für den Zugriff auf den InDesign Server aus Ihrer AEM-Instanz ändern, ohne die InDesign Server-Integration aufzuheben.

  1. Wechseln Sie zu /etc/cloudservices/proxy.html.

  2. Geben Sie in diesem Dialogfeld den neuen Benutzernamen und das Kennwort ein.

  3. Speichern Sie die Anmeldedaten.

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