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Das Setup von Adobe Experience Manager (AEM) Assets umfasst eine Reihe von Hardware-, Software- und Netzwerkkomponenten. Je nach Ihrem Bereitstellungsszenario benötigen Sie möglicherweise bestimmte Konfigurationsänderungen an den Hardware-, Software- und Netzwerkkomponenten, um Leistungsengpässe zu vermeiden.

Wenn Sie sich darüber hinaus an bestimmte Richtlinien zur Optimierung der Hardware und Software halten, schaffen Sie eine solide Grundlage für Ihre AEM Assets-Bereitstellung, mit der Sie alle Anforderungen an Leistung, Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit erfüllen.   

Eine schwache Leistung von AEM Assets kann sich auf die Benutzerfreundlichkeit auswirken und die interaktive Leistung, Asset-Verarbeitung und Download-Geschwindigkeit und andere Bereiche beeinträchtigen. 

Daher gehört die Leistungsoptimierung zu den grundlegenden Aufgaben, bevor Sie Zielmetriken für Ihre Projekte erstellen.

In den folgenden Schlüsselbereichen sollten Sie besonders darauf achten, dass Leistungsprobleme erkannt und behoben werden, bevor sie sich auf die Benutzererfahrung auswirken.

Plattform

AEM wird auf einer Reihe von Plattformen unterstützt. Adobe zufolge werden die nativen Tools jedoch unter Linux und Windows besonders gut unterstützt und können dort zur optimalen Leistung und Vereinfachung der Implementierung beitragen. Ein 64-Bit-Betriebssystem ist ideal für die hohen Speicheranforderungen einer AEM Asset-Bereitstellung. Wie bei jeder AEM-Bereitstellung sollten Sie nach Möglichkeit TarMK implementieren. TarMK kann zwar nicht über eine einzelne Autoreninstanz skaliert werden, erzielt jedoch erfahrungsgemäß eine bessere Leistung als MongoMK. Sie können TarMK-Offload-Instanzen hinzufügen, um die Leistung der Workflow-Verarbeitung Ihrer AEM Assets-Bereitstellung zu erhöhen.

Temporärer Ordner

Nutzen Sie einen Hochleistungsspeicher für das temporäre Java-Verzeichnis, um das Hochladen der Assets zu beschleunigen. Unter Linux und Windows können Sie beispielsweise RAM oder SSD verwenden. In Cloud-basierten Umgebungen kann ein äquivalenter Hochgeschwindigkeitsspeicher verwendet werden. In Amazon EC2 beispielsweise kann ein Laufwerk vom Typ „ephemeral drive“ als temporärer Ordner verwendet werden.

Bei einer großen Speicherkapazität des Servers kann ein RAM-Laufwerk konfiguriert werden. Führen Sie unter Linux die folgenden Befehle aus, um ein RAM-Laufwerk von 8 GB zu erstellen:

mkfs -q /dev/ram1 800000
mkdir -p /mnt/aem-tmp
mount /dev/ram1 /mnt/aem-tmp
df -H | grep aem-tmp

Unter Windows müssen Sie den Treiber eines Drittanbieters nutzen, um ein RAM-Laufwerk zu erstellen, oder einen Hochleistungsspeicher wie SSD verwenden.

Sobald das temporäre Hochleistungs-Volume bereit ist, stellen Sie den JVM-Parameter Djava.io.tmpdir ein. Sie können beispielsweise den JVM-Parameter unter der Variable CQ_JVM_OPTS im Skript bin/start von AEM einfügen:

-Djava.io.tmpdir=/mnt/aem-tmp

Java-Konfiguration

Java-Version

Da Oracle seit April 2015 keine Updates für Java 7 mehr herausgibt, empfiehlt Adobe die Bereitstellung von AEM Assets auf Java 8. Damit wurde in einigen Fällen eine bessere Leistung erzielt.

JVM-Parameter

Legen Sie die folgenden JVM-Parameter fest:

  • -XX:+UseConcMarkSweepGC
  • -Doak.queryLimitInMemory=500000
  • -Doak.queryLimitReads=100000
  • -Dupdate.limit=250000
  • -Doak.fastQuerySize=true

Datenspeicher- und Arbeitsspeicherkonfiguration

Dateidatenspeicherkonfiguration

Allen Benutzern von AEM Assets wird angeraten, Datenspeicher und Segmentspeicher zu trennen. Außerdem kann die Leistung durch die Konfiguration der Parameter maxCachedBinarySize und cacheSizeInMB maximiert werden. Stellen Sie maxCachedBinarySize auf die kleinste im Cache unterstützte Dateigröße ein. Geben Sie die Größe des Arbeitsspeichercache für den Datenspeicher in cacheSizeInMB ein. Adobe empfiehlt, diesen Wert auf 2–10 Prozent der gesamten Heap-Größe einzustellen. Mithilfe von Last-/Leistungstests lässt sich die ideale Einstellung herausfinden.

Konfigurieren der Maximalgröße des gepufferten Bildercaches

Verringern Sie beim Hochladen großer Mengen an Assets in Adobe Experience Manager zur Ermöglichung unerwarteter Spitzen bei der Speichernutzung und zur Verhinderung von JVM-Fehlern mit OutOfMemoryErrors die konfigurierte Maximalgröße des gepufferten Bildercaches. Betrachten wir ein Beispiel mit einem System, das über eine maximale Heap-Größe (Parameter -Xmx) von 5 GB verfügt und bei dem der Oak-BlobCache auf 1 GB und der Dokumentencache auf 2 GB eingestellt ist. In diesem Fall würde der gepufferte Cache das Maximum von 1,25 GB Speicher in Anspruch nehmen, wodurch nur 0,75 GB Speicher für unerwartete Spitzen verblieben.

Konfigurieren Sie die Größe des gepufferten Cache in der OSGi-Webkonsole. Legen Sie auf http://host:port/system/console/configMgr/com.day.cq.dam.core.impl.cache.CQBufferedImageCache die Eigenschaft cq.dam.image.cache.max.memory in Bytes fest. 1073741824 entspricht beispielsweise 1 GB (1024 x 1024 x 1024 = 1 GB).

Wenn Sie über AEM 6.1 SP1 einen sling:osgiConfig-Knoten zur Konfiguration dieser Eigenschaft verwenden, stellen Sie sicher, dass Sie diesen Datentyp auf „Long“ einstellen. Weitere Details finden Sie unter CQBufferedImageCache belegt beim Asset-Upload den Heap.

Gemeinsame Datenspeicher

Mit der Implementierung eines S3 oder Shared File Datastore sparen Sie Speicherplatz auf der Festplatte und erhöhen den Netzwerkdurchsatz in großen Implementierungen. Weitere Informationen zu den Vor- und Nachteilen des gemeinsamen Datenspeichers finden Sie im Asset Sizing Guide.

S3-Datenspeicher

Mit der folgenden Konfiguration des S3-Datenspeichers (org.apache.jackrabbit.oak.plugins.blob.datastore.S3DataStore.cfg) konnte Adobe binäre große Objekte (BLOBs) mit einer Größe von 12,8 TB von einem vorhandenen Dateidatenspeicher in einen S3-Datenspeicher am Standort eines Kunden extrahieren:

accessKey=<snip>
secretKey=<snip>
s3Bucket=<snip>
s3Region=us-standard
s3EndPoint=s3.amazonaws.com
connectionTimeout=120000
socketTimeout=120000
maxConnections=80
writeThreads=60
concurrentUploadsThreads=30
asyncUploadLimit=30
maxErrorRetry=1000
path=/opt/author/crx-quickstart/repository/datastore
s3RenameKeys=false
s3Encryption=SSE_S3
proactiveCaching=true
uploadRetries=1000
migrateFailuresCount=400

Netzwerkoptimierung

Adobe empfiehlt die Aktivierung von HTTPS, da viele Unternehmen über Firewalls verfügen, die den HTTP-Verkehr überprüfen und sich dadurch negativ auf Uploads auswirken und Dateien beschädigen. Stellen Sie bei großen Datei-Uploads sicher, dass Benutzer über Kabelverbindungen zum Netzwerk verfügen, da ein WLAN-Netzwerk schnell gesättigt ist. Richtlinien zur Ermittlung von Engpässen im Netzwerk finden Sie im Assets Sizing Guide. Informationen zur Beurteilung der Netzwerkleistung mit einer Analyse der Netzwerktopologie finden Sie unter Assets Network Considerations.

Welche Strategie der Netzwerkoptimierung Sie verwenden, hängt in erster Linie von der verfügbaren Bandbreite und der Last auf Ihrer AEM-Instanz ab. Allgemeine Konfigurationsoptionen, einschließlich Firewalls oder Proxys, können zur Verbesserung der Netzwerkleistung beitragen. Die folgenden Aspekte sollten berücksichtigt werden:

  • Stellen Sie je nach Instanztyp (klein, mittel, groß) sicher, dass die Netzwerkbandbreite für Ihre AEM-Instanz ausreichend ist. Dies ist besonders wichtig, wenn AEM auf AWS gehostet wird. 
  • Wird Ihre AEM-Instanz auf AWS gehostet, können Sie von einer flexiblen Skalierung profitieren. Vergrößern Sie die Instanz, wenn Benutzer eine hohe Belastung erwarten. Verkleinern Sie die Instanz, wenn nur eine mäßige/geringe Belastung erwartet wird.
  • HTTPS: Die meisten Benutzer verwenden Firewalls zur Überwachung des HTTP-Verkehrs. Sie können den Prozess des Hochladens beeinträchtigen oder Dateien beim Hochladen beschädigen.
  • Upload großer Dateien: Die Benutzer benötigen Kabelverbindungen zum Netzwerk (WLAN-Verbindungen sind schnell gesättigt).

Workflows

Verlaufs-Workflows

Stellen Sie den Workflow „DAM-Update-Asset“ nach Möglichkeit auf „Übergang“ ein. Die Einstellung trägt zu einer erheblichen Reduzierung des Overheads bei, der für die Verarbeitung der Workflows benötigt wird, da die Workflows in diesem Fall nicht die normalen Tracking- und Archivierungsprozesse durchlaufen.

Hinweis:

Standardmäßig wird der Workflow DAM-Update-Asset in AEM 6.3 auf „Übergang“ eingestellt. In diesem Fall können Sie das folgende Verfahren überspringen.

  1. Navigieren Sie in der zu konfigurierenden AEM-Instanz zu /miscadmin (d. h. http://localhost:4502/miscadmin).

  2. Erweitern Sie im Navigationsbaum Tools > Workflow > Modelle > dam.

  3. Doppelklicken Sie auf DAM-Update-Asset.

  4. Wechseln Sie im unverankerten Tool-Fenster auf die Registerkarte Seite und klicken Sie auf Seiteneigenschaften…

  5. Wählen Sie Verlaufs-Workflow und klicken Sie auf OK.

    Hinweis:

    Einige Funktionen unterstützen keine Verlaufs-Workflows. Wenn diese Funktionen in Ihrer AEM Asset-Bereitstellung benötigt werden, konfigurieren Sie keine Verlaufs-Workflows.

    Wenn keine Verlaufs-Workflows verwendet werden können, führen Sie regelmäßig Workflow-Bereinigungen durch, um archivierte DAM-Update-Asset-Workflows zu löschen. So verhindern Sie eine Beeinträchtigung der Systemleistung. 

    In der Regel sollten Sie Workflow-Bereinigungen auf wöchentlicher Basis durchführen. In ressourcenintensiven Szenarien wie z. B. einer umfangreichen Asset-Erfassung kann die Bereinigung auch häufiger ausgeführt werden.

    Um die Workflow-Bereinigung zu konfigurieren, fügen Sie in der OSGi-Konsole eine neue Adobe Granite-Workflow-Bereinigungskonfiguration hinzu. Konfigurieren und planen Sie im nächsten Schritt den Workflow als Teil des wöchentlichen Wartungsfensters. 

    Dauert die Bereinigung zu lange, kommt es zu einem Timeout. Daher sollten Sie sicherstellen, dass die Bereinigungsaufträge abgeschlossen sind. So vermeiden Sie, dass Bereinigungs-Workflows aufgrund der hohen Zahl an Workflows nicht abgeschlossen werden können. 

    Wenn Sie zahlreiche Nicht-Verlaufs-Workflows ausgeführt haben, die Workflow-Instanzknoten erstellen, können Sie das Tool ACS AEM Commons Workflow Remover auf Ad-hoc-Basis ausführen. Es entfernt redundante, abgeschlossene Workflow-Instanzen sofort, ohne dass Sie auf die Ausführung des Adobe Granite Workflow Purge Scheduler warten müssen.

Maximal parallel ausführbare Aufträge

Standardmäßig kann AEM maximal so viele Aufträge parallel ausführen wie Prozessoren auf dem Server vorhanden sind. In Zeiten hoher Auslastung ist diese Einstellung jedoch problematisch, da alle Prozessoren von den DAM-Update-Asset-Workflows beansprucht werden und dadurch die Reaktionsfähigkeit der Benutzeroberfläche verlangsamt wird und AEM andere Prozesse zum Schutz von Serverleistung und -stabilität nicht ausführen kann. Es hat sich bewährt, diese Einstellung so zu wählen, dass nur die Hälfte der auf dem Server verfügbaren Prozessoren verwendet wird:

  1. Navigieren Sie in AEM Author zu http://localhost:4502/system/console/slingevent.

  2. Klicken Sie für jede für Ihre Implementierung relevante Workflow-Warteschlange, z. B. für die Granite-Warteschlange für Verlaufs-Workflows, auf „Bearbeiten“.

  3. Ändern Sie den Wert der maximal parallel ausführbaren Aufträge und klicken Sie auf „Speichern“.

Diese Einstellung des Werts auf die Hälfte der verfügbaren Prozesse ist für den Anfang eine praktikable Lösung. Unter Umständen müssen Sie diese Zahl jedoch nach oben oder unten anpassen, um den maximalen Durchsatz zu erreichen, und auch an die spezifische Umgebung anpassen. Es gibt separate Warteschlangen für Verlaufs- und Nicht-Verlaufs-Workflows sowie für andere Prozesse wie beispielsweise externe Workflows. Sind mehrere Warteschlangen, die auf 50 % der Prozessoren gesetzt sind, gleichzeitig aktiv, kann es schnell zu einer Überlastung des Systems kommen. Welche Warteschlangen stark ausgelastet sind, hängt in hohem Maße von den Benutzerimplementierungen ab. Sie müssen daher sorgfältig und mit Bedacht konfiguriert werden, um maximale Effizienz zu erreichen, die nicht zu Lasten der Serverstabilität geht.

Abladung

Bei Workflows mit hohen Volumen oder ressourcenintensiven Workflows wie der Videotranskodierung können Sie DAM-Update-Asset-Workflows in eine zweite Autoreninstanz laden. Das Problem mit der Abladung liegt häufig darin, dass die Auslastung, die durch Abladung der Workflow-Verarbeitung eingespart wird, durch die Kosten aufgewogen wird, die bei der Replikation von Inhalten zwischen den Instanzen anfallen.

Ab der Version AEM 6.2 und dem Feature Pack für AEM 6.1 können Sie Abladung mit Binaryless-Replikation durchführen. In diesem Modell verwenden die Autor-Instanzen einen gemeinsamen Datenspeicher und senden nur die Metadaten durch Vorwärtsreplikation hin und her. Diese Vorgehensweise funktioniert hervorragend mit einem gemeinsamen Dateispeicher. Mit S3-Datenspeichern können jedoch Probleme auftreten. Da im Hintergrund laufende Schreib-Threads zu Latenz führen können, kann es Assets geben, die vor Start des Abladungsauftrags nicht in den Datenspeicher geladen wurden.

Konfiguration von DAM-Update-Asset

Der DAM-Update-Asset-Workflow enthält eine vollständige Suite an für Aufgaben konfigurierten Schritten, beispielsweise Scene7 PTIFF-Generierung und InDesign Server-Integration. Die meisten Benutzer benötigen jedoch nicht alle diese Schritte. Adobe empfiehlt die Erstellung einer benutzerdefinierten Kopie des DAM-Update-Asset-Workflow-Modells, in der alle unnötigen Schritte entfernt wurden. Aktualisieren Sie dann die Launcher für DAM-Update-Asset so, dass sie auf das neue Modell zeigen.

Hinweis:

Wenn Sie den Workflow „DAM-Update-Asset“ häufig ausführen, kann hierdurch die Größe Ihres Dateidatenspeichers deutlich ansteigen. Entsprechende Tests von Adobe haben gezeigt, dass die Datenspeichergröße um ca. 400 GB ansteigt, wenn innerhalb von 8 Stunden 5.500 Workflows ausgeführt werden.

Hierbei handelt es sich um einen vorübergehenden Anstieg. Nach Ausführung der Aufgabe zur Speicherbereinigung weist der Datenspeicher wieder seine ursprüngliche Größe auf.

In der Regel wird die Speicherbereinigung wöchentlich gemeinsam mit anderen geplanten Wartungsaufgaben ausgeführt.

Wenn Sie nur über eingeschränkten Speicherplatz verfügen und den Workflow „DAM-Update-Asset“ häufig ausführen, sollten Sie die Speicherbereinigung öfter planen.

Ausgabegenerierung zur Laufzeit

Kunden verwenden Bilder unterschiedlicher Größen und Formate auf ihrer Website oder zur Weiterleitung an die Geschäftspartner. Da jede Darstellung den Footprint der Assets im Repository vergrößert, empfiehlt Adobe die umsichtige Verwendung dieser Funktion. Um die Menge der Ressourcen zu reduzieren, die für die Verarbeitung und Speicherung von Bildern benötigt wird, können Sie die Bilder statt als Ausgabeformate bei der Erfassung auch zur Laufzeit generieren. 

Viele Kunden der Website implementieren ein Bild-Servlet, das Bilder zum Zeitpunkt ihrer Anforderung skaliert und beschneidet und der Veröffentlichungsinstanz damit eine zusätzliche Belastung auferlegt. Wenn diese Bilder zwischengespeichert werden können, lässt sich dieses Problem abmildern.

Ein alternativer Ansatz ist die Scene7-Technologie, mit der sich die Bildbearbeitung vollständig abgeben lässt. Zusätzlich können Sie Brand Portal (ein Ersatz für Asset Share mit Scene7-Funktionen) bereitstellen. Brand Portal übernimmt nicht nur die Aufgaben der Generierung von Ausgabeformaten von der AEM-Infrastruktur, sondern auch die gesamte Veröffentlichungs-Tier.

ImageMagick

Wenn Sie den Workflow „DAM-Update-Asset“ so anpassen, dass Ausgabeformate mit ImageMagick generiert werden, empfiehlt Adobe die Bearbeitung der Datei policy.xml unter /etc/ImageMagick/. Standardmäßig beansprucht ImageMagick den gesamten verfügbaren Speicherplatz auf dem Betriebssystem-Volume sowie den verfügbaren Arbeitsspeicher. Nehmen Sie im Abschnitt policymap der Datei policy.xml die folgenden Konfigurationsänderungen vor, um diese Ressourcen zu beschränken.

<policymap>
  <!-- <policy domain="system" name="precision" value="6"/> -->
  <policy domain="resource" name="temporary-path" value="/ephemeral0/imagemagick_tmp"/>
  <policy domain="resource" name="memory" value="1000MiB"/>
  <policy domain="resource" name="map" value="1000MiB"/>
  <!-- <policy domain="resource" name="area" value="1gb"/> -->
  <policy domain="resource" name="disk" value="10000MiB"/>
  <!-- <policy domain="resource" name="file" value="768"/> -->
  <policy domain="resource" name="thread" value="1"/>
  <policy domain="resource" name="throttle" value="50"/>
  <!-- <policy domain="resource" name="time" value="3600"/> -->
</policymap>

Stellen Sie darüber hinaus in der Datei configure.xml (alternativ in der Umgebungsvariable MAGIC_TEMPORARY_PATH) den Pfad zum temporären Ordner von ImageMagick auf eine Festplattenpartition ein, die über ausreichend Speicherplatz und IOPS verfügt.     

Hinweis:

Die ImageMagick-Dateien policy.xml und configure.xml befinden sich nicht unter dem Pfad /etc/ImageMagick/, sondern unter /usr/lib64/ImageMagick-*/config/. Weitere Informationen zu den Speicherorten der Konfigurationsdatei finden Sie in der ImageMagick-Dokumentation.

Generierung von Unter-Assets und Seitenextrahierung

Während des Asset-Uploads erstellt der AEM-Workflow ein separates Asset für die einzelnen Seiten in den PDF- und Office-Dokumenten. Jede dieser Seiten ist selbst ein Asset, das zusätzlichen Speicherplatz belegt sowie Versionierung und zusätzliche Workflow-Verarbeitung erfordert. Wenn Sie keine separaten Seiten benötigen, deaktivieren Sie die Generierung von untergeordneten Assets sowie die Seitenextrahierung.

Um die Generierung von untergeordneten Assets zu deaktivieren, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Öffnen Sie das Tool Workflow-Konsole. Navigieren Sie dazu zu /libs/cq/workflow/content/console.html.
  2. Wählen Sie die Registerkarte Modelle.
  3. Doppelklicken Sie auf das Workflow-Modell DAM-Update-Asset.
  4. Löschen Sie den Schritt Untergeordnetes Asset aus dem Workflow-Modell DAM-Update-Asset.
  5. Klicken Sie auf Speichern.

So deaktivieren Sie die Seitenextrahierung:

  1. Öffnen Sie das Tool Workflow-Konsole. Navigieren Sie dazu zu /libs/cq/workflow/content/console.html.
  2. Wählen Sie die Registerkarte Launcher.
  3. Wählen Sie einen Launcher zum Starten des Workflow-Modells DAM-Analyse von Word-Dokumenten.
  4. Klicken Sie auf Bearbeiten.
  5. Wählen Sie Deaktivieren.
  6. Klicken Sie auf OK.
  7. Wiederholen Sie Schritt 3–6 für andere Launcher-Elemente, die das Workflow-Modell DAM-Analyse von Word-Dokumenten verwenden.

XMP-Writeback

XMP-Writeback aktualisiert das Original-Asset, sobald Metadaten in AEM geändert werden. Folgende Änderungen werden vorgenommen:

  • Das Asset selbst wird geändert.
  • Eine Version des Assets wird erstellt.
  • DAM-Update-Asset wird für das Asset ausgeführt.

Die aufgeführten Ergebnisse beanspruchen umfangreiche Ressourcen. Daher empfiehlt Adobe, XMP-Writeback zu deaktivieren, wenn es nicht benötigt wird.

Replikation

Wenn Sie Assets in einer große Menge an veröffentlichten Instanzen replizieren (beispielsweise in einer Sites-Implementierung), empfiehlt Adobe die Kettenreplikation. In diesem Fall wird die Autorinstanz in eine einzelne Veröffentlichungsinstanz repliziert, die wiederum in die anderen Veröffentlichungsinstanzen repliziert wird und so die Autorinstanz freihält.

Konfiguration der Kettenreplikation

  1.  Wählen Sie die Veröffentlichungsinstanz, mit der Sie die Replikationen verketten möchten.
  2. Fügen Sie dieser Veröffentlichungsinstanz Agenten hinzu, die auf die anderen Veröffentlichungsinstanzen verweisen.
  3. Aktivieren Sie für alle anderen Replikationsagenten die Option „Bei Empfang“ auf der Registerkarte „Auslöser“.

Hinweis:

Adobe rät von der automatischen Aktivierung von Assets ab. Falls jedoch notwendig, sollte dies der letzte Schritt in einem Workflow, normalerweise „DAM-Update-Asset“, sein.

Durchsuchen von Indizes

Vergewissern Sie sich, dass Sie die neuesten Service Packs und leistungsabhängigen Hotfixes implementiert haben, da sie häufig Aktualisierungen der Systemindizes enthalten. Informationen zu je nach der AEM-Version anwendbaren Indexoptimierungen finden Sie unter Tipps zur Leistungsoptimierung | 6.x.

Erstellen Sie eigene Indizes für Abfragen, die Sie häufig ausführen. Weitere Informationen finden Sie unter Methoden zur Analyse von langsamen Abfragen und Erstellen benutzerdefinierter Indizes. Weitere Einblicke in Best Practices bezüglich Abfragen und Indizes finden Sie unter Best Practices für Abfragen und Indizierung.

Lucene-Indexkonfigurationen

Für die Oak-Indexkonfigurationen können Optimierungen vorgenommen werden, mit denen sich die Leistung von AEM Assets verbessern lässt:

LuceneIndexProvider-Konfiguration aktualisieren:

  1. Navigieren Sie zu /system/console/configMgrorg.apache.jackrabbit.oak.plugins.index.lucene.LuceneIndexProviderService
  2. Aktivieren Sie in den Versionen vor AEM 6.2 die Optionen „CopyOnRead“, „CopyOnWrite“ und „Prefetch Index Files“. Diese Werte sind in AEM-Versionen ab 6.2 standardmäßig aktiviert.

 

Indexkonfigurationen aktualisieren, um die Zeit für Neuindizierungen zu verbessern:

  1. Öffnen Sie CRXDe /crx/de/index.jsp und melden Sie sich als Benutzer mit Administratorrechten an.
  2. Navigieren Sie zu /oak:index/lucene
  3. Fügen Sie eine String[]-Eigenschaft mit dem Namen „excludedPaths“ und den Werten „/var“, „/etc/workflow/instances“ und „/etc/replication“ hinzu.
  4. Navigieren Sie zu /oak:index/damAssetLucene.
  5. Fügen Sie eine String[]-Eigenschaft mit dem Namen „includedPaths“ mit einem „/content/dam“-Wert hinzu.
  6. Speichern Sie.
 
(Nur AEM 6.1 und 6.2) Aktualisieren Sie den Index ntBaseLucene, um die Leistung des Assets beim Löschen und Verschieben zu verbessern:
  1. Navigieren Sie zu /oak:index/ntBaseLucene/indexRules/nt:base/properties.
  2. Fügen Sie unter /oak:index/ntBaseLucene/indexRules/nt:base/properties zwei nt:unstructured-Knoten „slingResource“ und „damResolvedPath“ hinzu.
  3. Legen Sie für die Knoten die folgenden Eigenschaften fest. (Dabei sind die Eigenschaften „ordered“ und „propertyIndex“ vom Typ Boolesch:
    slingResource
       name="sling:resource"
       ordered=false
       propertyIndex= true
       type="String"
    damResolvedPath
       name="dam:resolvedPath"
       ordered=false
       propertyIndex=true
       type="String"
  4. Legen Sie für den Knoten „/oak:index/ntBaseLucene“ die Eigenschaft reindex=true fest.
  5. Klicken Sie auf „Alle speichern“.
  6. Überwachen Sie im Protokoll error.log den Abschluss der Indizierung:
    Neuindizierung abgeschlossen für Indizes: [/oak:index/ntBaseLucene]
  7. Den Abschluss der Indizierung können Sie auch nachverfolgen, indem Sie „/oak:index/ntBaseLucene“ in CRXDe aktualisieren. Die Eigenschaft für die Neuindizierung würde auf „false“ zurückgesetzt werden.
  8. Gehen Sie nach Abschluss der Indizierung zurück zu CRXDe und stellen Sie die Eigenschaft „Typ“ auf den beiden Indizes auf „deaktiviert“ ein.
    • /oak:index/slingResource
    • /oak:index/damResolvedPath
  9. Klicken Sie auf „Alle speichern“.

 

Lucene-Text-Extraktion deaktivieren:

Wenn Ihre Benutzer nicht nach dem Inhalt von Assets suchen müssen, beispielsweise nach Texten, die in PDF-Dokumenten enthalten sind, können Sie diese Funktion deaktivieren und damit die Indexleistung verbessern.

  1. Gehen Sie zum AEM-Paketmanager „/crx/packmgr/index.jsp“.
  2. Laden Sie das folgende Paket herunter und installieren Sie es.

Herunterladen

guessTotal

Verwenden Sie den Parameter guessTotal für die Erstellung von Abfragen mit großen Ergebnismengen, insbesondere für Asset Share-Implementierungen. Mit diesem Parameter vermeiden Sie die übermäßige Belastung des Arbeitsspeichers.

Bekannte Probleme

Große Dateien

Zwei bekannte Probleme beziehen sich auf große Dateien in AEM. Bei Dateien, die größer als 2 GB sind, kann eine kalte Standby-Synchronisierung zu einem Speicherengpass führen. In einigen Fällen wird die Ausführung der Standby-Synchronisierung verhindert. In anderen Fällen stürzt die primäre Instanz ab. Dieses Szenario gilt für alle Dateien in AEM, die größer als 2 GB sind, darunter auch Inhaltspakete.

Entsprechend kann es bei Dateien, die in einem gemeinsamen S3-Datenspeicher eine Größe von 2 GB erreichen, einige Zeit dauern, bis die Datei vollständig aus dem Cache in das Dateisystem gespeichert werden kann. Wenn Sie die Binaryless-Replikation verwenden, kann es passieren, dass die binären Daten vor dem Abschluss der Replikation nicht dauerhaft gespeichert werden. Diese Situation kann besonders dann zu Problemen führen, wenn die Verfügbarkeit der Daten wichtig ist, etwa in Abladungsszenarios.

Leistungstests

Erstellen Sie für jede AEM-Bereitstellung ein Regime für Leistungstests, die Engpässe schnell identifizieren und beseitigen können. Konzentrieren Sie sich dabei auf die folgenden Schlüsselaspekte.

Netzwerktests

Führen Sie für alle Aspekte, die die für Kunden relevante Netzwerkleistung betreffen, die folgenden Aufgaben aus:

  • Testen Sie die Netzwerkleistung im Netzwerk des Kunden.
  • Testen Sie die Netzwerkleistung im Adobe-Netzwerk. Arbeiten Sie bei AMS-Kunden mit CSE, um Tests innerhalb des Adobe-Netzwerks durchzuführen.
  • Testen Sie die Netzwerkleistung an anderen Zugriffspunkten.
  • Testen Sie unter Verwendung eines Benchmark-Tools für Netzwerke.
  • Testen Sie mit dem Dispatcher.

AEM-Instanztests

Überwachen Sie die Leistung Ihrer AEM-Instanz regelmäßig, um die Latenz zu reduzieren und mithilfe von effizienter CPU-Auslastung und Loadsharing einen hohen Durchsatz zu erzielen. Führen Sie insbesondere die folgenden Aufgaben aus:

  • Führen Sie Lasttests für die AEM-Instanz aus.
  • Überwachen Sie die Upload-Leistung und die Reaktionsfähigkeit der Benutzeroberfläche.

AEM Assets-Leistungscheckliste

  • Aktivieren Sie „HTTPS“, um alle vom Unternehmen installierten Sniffer für HTTP-Verkehr zu umgehen.
  • Verwenden Sie eine Kabelverbindung, um umfangreiche Assets hochzuladen
  • Implementieren Sie die Bereitstellung unter Java 8.
  • Stellen Sie optimale JVM-Parameter ein.
  • Konfigurieren Sie einen Dateisystem-DataStore oder einen S3-DataStore.
  • Aktivieren Sie Verlaufs-Workflows.
  • Stimmen Sie die Granit-Workflow-Warteschlangen ab, um gleichzeitige Aufträge einzuschränken.
  • Konfigurieren Sie ImageMagick, um den Ressourcenverbrauch einzuschränken.
  • Entfernen Sie unnötige Schritte aus dem DAM-Update-Asset-Workflow.
  • Konfigurieren Sie Workflow- und Versionsbereinigung.
  • Optimieren Sie die Lucene-Indexkonfiguration in Versionen vor 6.2.
  • Optimieren Sie die Indizes mit den neuesten Service Packs und Hotfixes. Fragen Sie den Adobe-Support nach verfügbaren zusätzlichen Indexoptimierungen.
  • Optimieren Sie die Abfrageleistung mit guessTotal.

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