Legen Sie bereits im Vorhinein Ihre Prüfungseinstellungen fest. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass zertifikatbasierte Signaturen gültig sind, wenn Sie eine PDF öffnen und Überprüfungsdetails zur Signatur angezeigt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Voreinstellungen für die Signaturüberprüfung festlegen.

Bei der Validierung zertifikatbasierter Signaturen wird in der Dokumentmeldungsleiste ein Symbol für den Signaturstatus angezeigt. Im Fenster „Signaturen“ und im Dialogfeld zu Signatureigenschaften werden weitere Statusdetails eingeblendet.

Validierung für zertifikatbasierte Signaturen einrichten

Bei Erhalt eines signierten Dokuments können Sie die Signatur(en) und somit den Unterzeichner sowie den unterzeichneten Inhalt prüfen. Abhängig von der Konfiguration Ihrer Anwendungsprüfung kann dies auch automatisch ablaufen. Die Gültigkeitsprüfung der Signatur erfolgt durch Echtheitsprüfung des Zertifikatsstatus der digitalen ID des Unterzeichners und der Dokumentintegrität:

  • Die Echtheitsprüfung bestätigt, dass das Zertifikat des Unterzeichners oder das entsprechend übergeordnete Zertifikat in der Liste vertrauenswürdiger Identitäten des Prüfenden vorhanden ist. Ferner wird geprüft, ob das Unterschriftszertifikat gültig gemäß der Benutzerkonfiguration von Acrobat oder Reader ist.

  • Mit der Prüfung der Dokumentintegrität wird kontrolliert, ob der unterschriebene Inhalt nach dem Unterschreiben geändert wurde. Bei Inhaltsänderungen wird bei Prüfung der Dokumentintegrität kontrolliert, ob die Inhaltsänderung vom Unterschreibenden genehmigt wurde.

Voreinstellungen für die Unterschriftsprüfung festlegen

  1. Öffnen Sie das Dialogfeld Voreinstellungen.
  2. Wählen Sie unter Kategorien Signaturen aus.
  3. Klicken Sie bei Überprüfung auf Mehr.
  4. Um alle Signaturen in einem PDF-Dokument beim Öffnen des Dokuments automatisch zu prüfen, wählen Sie „Beim Öffnen des Dokuments Unterschriften prüfen“. Standardmäßig ist diese Option aktiviert.
  5. Legen Sie gegebenenfalls Überprüfungsoptionen fest und klicken Sie auf „OK“.

    Überprüfungsverhalten

     

    Beim Überprüfen

    Mit diesen Optionen werden Methoden festgelegt, um zu bestimmen, welches Zusatzmodul beim Überprüfen einer Signatur verwendet wird. Das passende Zusatzmodul wird häufig automatisch ausgewählt. Fragen Sie Ihren Systemadministrator nach den spezifischen Anforderungen für Zusatzmodule zum Überprüfen von Signaturen.

     

    Nach Möglichkeit feststellen, ob das zugehörige Zertifikat gesperrt wurde …

    Zertifikate werden mit einer Liste von während der Prüfung ausgeschlossenen Zertifikaten verglichen. Standardmäßig ist diese Option aktiviert. Wenn Sie diese Option deaktivieren, wird der Widerrufsstatus für Genehmigungsunterschriften ignoriert. Der Sperrstatus ist bei Zertifizierungssignaturen immer aktiviert.

     

    Zeitpunkt der Überprüfung

     

    Unterschriften prüfen anhand von

    Wählen Sie eine Option aus, um festzulegen, wie die Gültigkeit der zertifikatbasierten Unterschrift geprüft werden soll. Standardmäßig können Sie die Zeit anhand des Erstellungszeitpunkts der Signatur prüfen. Andernfalls kann dies auch durch Prüfung auf Grundlage der aktuellen Zeit oder der Zeit des Zeitstempelservers bei Erstellung der Signatur erfolgen.

     

    Abgelaufene Zeitstempel verwenden

    Es wird die vom Zeitstempel bereitgestellte oder in der Signatur eingebettete sichere Zeitangabe verwendet, selbst dann, wenn das Zertifikat der Signatur abgelaufen ist. Standardmäßig ist diese Option aktiviert. Wenn Sie diese Option deaktivieren, können Sie abgelaufene Zeitstempel verwerfen.

     

    Überprüfungsinformationen

    Gibt an, ob der signierten PDF-Datei Überprüfungsinformationen hinzugefügt werden sollen. Beim Standardwert werden Benutzer benachrichtigt, wenn die Überprüfungsinformationen zu groß sind.

    Windows-Integration

    Legen Sie fest, ob alle Stammzertifikate der Windows-Zertifikatfunktion beim Überprüfen von Signaturen und zertifizierten Dokumenten als vertrauenswürdig angesehen werden sollen. Die Auswahl dieser Optionen kann sich negativ auf die Sicherheit auswirken.

     

    Hinweis:

    Es ist nicht empfehlenswert, alle Stammzertifikate in der Windows-Zertifikatfunktion als vertrauenswürdig einzustufen. Viele der mit Windows ausgegebenen Zertifikate wurden für andere Zwecke als die Prüfung vertrauenswürdiger Identitäten konzipiert.

Vertrauenswürdigkeit eines Zertifikats festlegen

In Acrobat bzw. Reader ist die Signatur eines zertifizierten oder unterzeichneten Dokuments gültig, wenn Sie und der Unterzeichner ein Vertrauensverhältnis haben. Der Grad der Vertrauenswürdigkeit des Zertifikats gibt an, für welche Vorgänge Sie den Unterzeichner als vertrauenswürdig einstufen.

Sie können die Vertrauenswürdigkeitseinstellungen von Zertifikaten ändern, um bestimmte Aktionen zuzulassen. Sie können die Einstellungen beispielsweise so ändern, dass dynamische Inhalte und eingebettetes JavaScript im zertifizierten Dokument als vertrauenswürdig eingestuft werden.

  1. Öffnen Sie das Dialogfeld Voreinstellungen.
  2. Wählen Sie unter Kategorien Signaturen aus.
  3. Klicken Sie bei Identitäten & vertrauenswürdige Zertifikate auf Mehr.
  4. Wählen Sie links Vertrauenswürdige Zertifikate aus.
  5. Wählen Sie aus der Liste ein Zertifikat aus und klicken Sie auf Vertrauen bearbeiten.
  6. Wählen Sie auf der Registerkarte „Vertrauenswürdigkeit“ eines der folgenden Elemente aus, für die das Zertifikat als vertrauenswürdig eingestuft werden soll:

    Dieses Zertifikat als vertrauenswürdigen Stamm verwenden

    Ein Stammzertifikat ist die übergeordnete Zertifizierungsstelle einer Kette von Zertifizierungsstellen, von denen eine das Zertifikat ausgestellt hat. Wenn Sie das Stammzertifikat als vertrauenswürdig einstufen, werden automatisch alle Zertifikate, die von dieser Zertifizierungsstelle ausgegeben werden, als vertrauenswürdig eingestuft.

    Unterschriebene Dokumente oder Daten

    Bestätigt die Identität des Unterzeichners.

    Zertifizierte Dokumente

    Stuft Dokumente als vertrauenswürdig ein, bei denen der Verfasser das Dokument mit einer Unterschrift zertifiziert hat. Sie stufen den Unterzeichner als vertrauenswürdig für das Zertifizieren von Dokumenten ein und akzeptieren die vom zertifizierten Dokument ausgeführten Aktionen.

    Bei Auswahl dieser Option sind die folgenden Optionen verfügbar:

    Dynamischer Inhalt

    Gestattet die Wiedergabe von Filmen, Audiodateien und anderen dynamischen Elementen in einem zertifizierten Dokument.

     

    Eingebettete JavaScripts mit hoher Berechtigungsstufe

    Gestattet die Ausführung von privilegiertem JavaScript, das in PDF-Dateien eingebettet ist. JavaScript-Dateien können eingesetzt werden, um Schaden zu verursachen. Es empfiehlt sich, diese Option nur dann zu aktivieren, wenn es bei vertrauenswürdigen Zertifikaten notwendig ist.

     

    Privilegierte Systemvorgänge

    Gestattet Internetverbindungen domänenübergreifende Skriptverwendung, Drucken im Hintergrund, externe Objektreferenzen und die Einfügung einer Import-/Export-Datei für Sicherheitseinstellungen bei zertifizierten Dokumenten.

     

    Hinweis:

    Aktivieren Sie die Optionen Eingebettete JavaScripts mit hoher Berechtigungsstufe und Privilegierte Systemvorgänge nur bei Quellen, denen Sie vertrauen und mit denen Sie eng kooperieren, beispielsweise bei Ihrem Arbeitgeber oder Dienstanbieter.

  7. Klicken Sie auf OK und schließen Sie das Dialogfeld Einstellungen für digitale IDs und vertrauenswürdige Zertifikate. Klicken Sie dann im Dialogfeld „Voreinstellungen“ auf OK.

Weitere Informationen finden Sie im Digital Signature Guide (Handbuch für digitale Signaturen - PDF) unter www.adobe.com/go/learn_acr_security_de.

Fenster „Unterschriften“ für zertifikatbasierte Signaturen

Im Fenster Unterschriften werden Informationen zu den einzelnen zertifikatbasierten Signaturen im aktuellen Dokument sowie die Änderungshistorie des Dokuments seit der ersten zertifikatbasierten Signatur angezeigt. Jede zertifikatbasierte Signatur verfügt über ein Symbol, das den Prüfstatus angibt. Die Details der Überprüfung werden unter jeder Signatur aufgeführt und können durch Erweitern der Signatur angezeigt werden. Im Fenster „Unterschriften“ finden Sie außerdem Informationen zum Zeitpunkt der Signatur sowie Informationen zur Vertrauenswürdigkeit und zum Unterzeichner.

Signaturen im Fenster „Signaturen“ prüfen
Signaturen im Fenster „Signaturen“ prüfen

  1. Wählen Sie Anzeige > „Ein-/Ausblenden“ > Navigationsfenster > „Unterschriften“ oder klicken Sie in der Dokumentmeldungsleiste auf die Schaltfläche Unterschriften.

Hinweis:

Durch Klicken mit der rechten Maustaste auf ein Signaturfeld im Fenster „Unterschriften“ können Sie die meisten auf Signaturen bezogenen Vorgänge ausführen, einschließlich Hinzufügen, Löschen und Überprüfen von Signaturen. In manchen Fällen wird das Unterschriftsfeld nach dem Unterschreiben jedoch gesperrt.

Zertifikatbasierte Signatur validieren

Ist der Signaturstatus unbekannt oder nicht bestätigt, überprüfen Sie die Signatur manuell, um das Problem und eine mögliche Lösung zu finden. Wenn der Unterschriftsstatus ungültig ist, setzen Sie sich mit dem Unterzeichner bezüglich des Problems in Verbindung.

Weitere Informationen zu Signaturwarnungen sowie zu gültigen und ungültigen Signaturen finden Sie im Digital Signature Guide (Handbuch für digitale Signaturen – PDF) unter www.adobe.com/go/learn_acr_security_de.

Sie können die Gültigkeit einer zertifikatbasierten Signatur und eines Zeitstempels in den Signatureigenschaften anzeigen.

  1. Legen Sie die Voreinstellungen für die Signaturprüfung fest. Weitere Informationen finden Sie unter Voreinstellungen für die Unterschriftsprüfung festlegen.
  2. Öffnen Sie das PDF-Dokument, das die Signatur enthält, und klicken Sie auf die Signatur. Im Dialogfeld mit dem Signaturvalidierungsstatus wird die Gültigkeit der Signatur beschrieben.
  3. Wenn Sie weitere Informationen über die Signatur und den Zeitstempel wünschen, klicken Sie auf Unterschriftseigenschaften.
  4. Überprüfen Sie im Dialogfeld Unterschriftseigenschaften die Zusammenfassung für die Gültigkeit. In der Zusammenfassung kann eine der folgenden Meldungen angezeigt werden:

    Datum und Uhrzeit der Unterschrift stammen von der Uhr des Computers des Unterzeichners.

    Die Uhrzeit basiert auf der lokalen Zeit auf dem Computer des Unterzeichners.

    Die Unterschrift ist mit einem Zeitstempel versehen.

    Der Unterzeichner hat einen Zeitstempelserver verwendet und Ihre Einstellungen zeigen, dass Sie diesen Zeitstempelserver für vertrauenswürdig halten.

    Die Unterschrift ist mit einem Zeitstempel versehen, doch der Zeitstempel konnte nicht geprüft werden.

    Zur Zeitstempelprüfung muss das Zertifikat des Zeitstempelservers Ihrer Liste vertrauenswürdiger Identitäten hinzugefügt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Systemadministrator.

    Die Signatur ist mit einem Zeitstempel versehen, doch der Zeitstempel ist abgelaufen.

    In Acrobat und Reader werden Zeitstempel auf Grundlage aktuellen Uhrzeit geprüft. Diese Meldung wird angezeigt, wenn das Zertifikat des Unterzeichners des Zeitstempels vor der aktuellen Uhrzeit abgelaufen ist. Damit in Acrobat bzw. Reader ein abgelaufener Zeitstempel akzeptiert wird, wählen Sie im Dialogfeld „Voreinstellungen für die Unterschriftsprüfung“ („Voreinstellungen“ > „Signaturen“ > „Überprüfung: Mehr“) Abgelaufene Zeitstempel verwenden. In Acrobat und Reader wird bei der Überprüfung von Signaturen mit abgelaufenem Zeitstempel eine Warnmeldung angezeigt.

  5. Wenn Sie weitere Informationen zum Zertifikat des Unterzeichners wünschen, z. B. Einstellungen zur Vertrauenswürdigkeit oder rechtliche Einschränkungen der Signatur, klicken Sie im Dialogfeld „Unterschriftseigenschaften“ auf Zertifikat eines Unterzeichners anzeigen.

    Wurde das Dokument nach dem Signieren geändert, prüfen Sie die signierte Version des Dokuments und vergleichen Sie sie mit der aktuellen Version.

Frühere Versionen eines digital signierten Dokuments anzeigen

Bei jeder Signierung eines Dokuments mit einem Zertifikat wird eine signierte Version des PDF-Dokuments mit dem PDF zusammen gespeichert. Jede Version wird als Nur-Anhängen-Version gespeichert, so dass eine Bearbeitung des Originals nicht möglich ist. Alle zertifikatbasierten Signaturen sowie die entsprechenden Versionen können im Fenster „Unterschriften“ aufgerufen werden.

  1. Wählen Sie im Fenster „Signaturen“ die Signatur aus, erweitern Sie sie und wählen Sie „Signierte Version anzeigen“ aus dem Optionsmenü .

    Die vorherige Version wird in einer neuen PDF-Datei geöffnet, wobei die Versionsinformationen sowie der Name des Unterzeichners in der Titelleiste angezeigt werden.

  2. Um zum Originaldokument zurückzukehren, wählen Sie den Dokumentnamen im Menü „Fenster“ aus.

Versionen eines signierten Dokuments vergleichen

Nach dem Signieren eines Dokuments können Sie eine Liste der Änderungen anzeigen, die seit der letzten Version im Dokument vorgenommen wurden.

  1. Wählen Sie die Signatur im Teilfenster „Signaturen“ aus.
  2. Wählen Sie „Signierte Version mit aktueller Version vergleichen“ aus dem Optionsmenü .
  3. Schließen Sie nach Beendigung des Vorgangs das temporäre Dokument.

Zertifikat eines Unterzeichners als vertrauenswürdig einstufen

Bei Einstufung eines Zertifikats als vertrauenswürdig wird es der Liste vertrauenswürdiger Identitäten unter Vertrauenswürdige Identitäten verwalten hinzugefügt und die Einstellung des Vertrauenswürdigkeitsgrads wird manuell vorgenommen. Endbenutzer tauschen bei Verwendung der Zertifikatsicherheit häufig Zertifikate nach Bedarf aus. Sie fügen Zertifikate auch direkt von Signaturen in signierte Dokumente ein und legen dann den Grad der Vertrauenswürdigkeit fest. In Unternehmen müssen Angestellte hingegen die Signaturen Anderer häufig automatisch prüfen. Acrobat stuft alle Zertifikate zum Signieren und Zertifizieren als vertrauenswürdig ein, die mit einem Vertrauensanker verbunden sind. Administratoren sollten daher die Client-Installationen entsprechend konfigurieren oder Benutzern beim Hinzufügen eines oder mehrerer Vertrauensanker behilflich sein. Weitere Informationen dazu, wie Sie Zertifikate als vertrauenswürdig einstufen, finden Sie unter Digitale Signaturen.

PDF-Portfolios und zertifikatbasierte Signaturen

Sie können PDF-Komponenten in einem PDF-Portfolio oder das gesamte PDF-Portfolio signieren. Sobald Sie eine PDF-Komponente signieren, kann die PDF-Datei nicht mehr bearbeitet werden und der Inhalt wird geschützt. Nachdem Sie alle PDF-Komponenten signiert haben, können Sie das gesamte PDF-Portfolio signieren, um es abzuschließen. Sie können auch das gesamte PDF-Portfolio signieren, um den Inhalt aller PDF-Komponenten gleichzeitig zu sperren.

  • Weitere Informationen zum Signieren von PDF-Komponenten finden Sie unter PDF-Dokumente signieren. Die signierte PDF-Datei wird automatisch im PDF-Portfolio gespeichert.

  • Um ein gesamtes PDF-Portfolio zu signieren, müssen Sie das Deckblatt signieren („Anzeige“ > „Portfolio“ > Deckblatt). Nach dem Signieren des gesamten PDF-Portfolios können Sie den Komponentendokumenten keine Signaturen mehr hinzufügen. Sie können jedoch weitere Signaturen zum Deckblatt hinzufügen.

Zertifikatbasierte Signaturen für Anlagen von PDF-Komponenten

Anlagen können vor dem Signieren des Deckblatts mit Signaturen versehen werden. Wenn Sie Signaturen auf angehängte PDF-Dateien anwenden möchten, öffnen Sie die PDF-Datei in einem separaten Fenster. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Anlage und wählen Sie im Kontextmenü die Option „Datei öffnen“. Zum Anzeigen der Signaturen im PDF-Portfolio öffnen Sie das Deckblatt. Die Dokumentmeldungsleiste und das Signaturfenster werden eingeblendet.

Signierte und zertifizierte PDF-Portfolios

Ein ordnungsgemäß signiertes bzw. zertifiziertes PDF-Portfolio besitzt eine oder mehrere Signaturen, die das PDF-Portfolio genehmigen oder zertifizieren. Die wichtigste Signatur wird in einer Signaturplakette in der Werkzeugleiste angezeigt. Detailinformationen zu allen Signaturen werden auf dem Deckblatt angezeigt.

Signierte und zertifizierte PDF-Portfolios
Anhand der Signaturplakette kann die Genehmigung bzw. die Zertifizierung des PDF-Portfolios schnell überprüft werden.

  • Um den Namen der Organisation bzw. Person anzuzeigen, die das PDF-Portfolio signiert hat, positionieren Sie den Zeiger über der Signaturplakette.

  • Um Detailinformationen zur Signatur anzuzeigen, die in der Signaturplakette eingeblendet wird, klicken Sie auf die Signaturplakette. Das Deckblatt und das Unterschriftenfenster links werden mit Detailinformationen angezeigt.

Wenn die Genehmigung bzw. die Zertifizierung des PDF-Portfolios ungültig ist oder ein Problem aufweist, erscheint ein Warnsymbol auf der Signaturplakette. Um eine Erklärung für das Problem anzuzeigen, positionieren Sie den Mauszeiger auf der Signaturplakette mit dem Warnsymbol. Es werden verschiedene Warnsymbole für unterschiedliche Situationen angezeigt.

Eine Liste sowie Erläuterungen zu den einzelnen Warnungen finden Sie im DigSig Admin Guide (DigSig-Administratorhandbuch) unter www.adobe.com/go/learn_acr_security_de.

Signaturen im XML-Datenformat

In Acrobat und Reader werden Datensignaturen im XML-Format unterstützt. Diese werden zum Signieren von Daten in XFA-Formularen (XML Forms Architectures) eingesetzt. Bei Formularereignissen wie Mausklick, Dateispeicherung oder Übermittlung stellt der Formularersteller Anweisungen zu XML-Signaturfunktion, -Prüfung oder -Entfernung zur Verfügung.

Datensignaturen im XML-Format entsprechen der W3C XML-Signaturnorm. Genau wie digitale PDF-Signaturen gewährleisten digitale XML-Signaturen Integrität, Authentifizierung und die Unversehrtheit des Dokuments.

PDF-Signaturen verfügen allerdings über mehr als einen Datenprüfungsstatus. Einige dieser Statuseinstufungen werden bei Änderung von digital signiertem PDF-Inhalt aktiviert. XML-Signaturen verfügen im Gegensatz dazu nur über den Status gültig bzw. den Status ungültig. Der Status ungültig wird bei Änderung von XML-signiertem Inhalt aktiviert.

Einrichten einer langfristigen Unterschriftsprüfung

Mit der langfristigen Unterschriftsprüfung können Sie die Gültigkeit einer Signatur auch lange nach dem Unterschreiben des Dokuments überprüfen. Für eine langfristige Prüfung müssen alle zur Unterschriftsprüfung erforderlichen Elemente in das signierte PDF eingebettet sein. Das Einbetten dieser Elemente kann beim Unterschreiben des Dokuments oder nach der Erstellung der Unterschrift vorgenommen werden.

Wenn bestimmte Informationen nicht zum PDF hinzugefügt werden, kann eine Signatur nur für begrenzte Zeit validiert werden. Diese Einschränkung kommt dadurch zustande, dass mit der Signatur in Verbindung stehende Zertifikate zu einem bestimmten Zeitpunkt ablaufen oder widerrufen werden. Ist ein Zertifikat abgelaufen, ist die herausgebende Stelle nicht mehr verantwortlich für Statusinformationen zum Widerruf des Zertifikats. Ohne entsprechenden Widerrufstatus kann die Signatur nicht geprüft werden.

Zu den erforderlichen Elementen für die Einrichtung der Signaturgültigkeit gehören die Signaturzertifikatskette, der Widerrufstatus des Zertifikats und möglicherweise ein Zeitstempel. Stehen die erforderlichen Elemente zur Verfügung und werden beim Signieren eingebettet, kann die Signatur auch bei Erforderlichkeit externer Validierungsressourcen geprüft werden. In Acrobat und Reader können die erforderlichen Elemente eingebettet werden, sofern diese zur Verfügung stehen. Der Verfasser des PDF-Dokuments muss die entsprechenden Verwendungsrechte für Benutzer von Reader aktivieren („Datei“ > Speichern unter > „PDF mit erweiterten Reader-Funktionen“).

Hinweis:

Zum Einbetten von Zeitstempel-Informationen ist ein ordnungsgemäß konfigurierter Zeitstempelserver erforderlich. Zusätzlich muss die Zeit der Unterschriftenprüfung auf „Sicherungszeit“ gestellt werden („Voreinstellungen“ > „Sicherheit“ > Erweiterte Voreinstellungen > Registerkarte „Überprüfung“). Mit CDS-Zertifikaten können Dokumenten weitere Prüfungsinformationen wie Sperrungen und Zeitstempel ohne zusätzliche Konfiguration seitens des Unterzeichnenden hinzugefügt werden. Der Unterzeichnende muss zum Abrufen der erforderlichen Informationen allerdings online sein.

Hinzufügen von Überprüfungsinformationen beim Unterschreiben

  1. Stellen Sie sicher, dass Ihr Computer eine Verbindung mit den erforderlichen Netzwerkressourcen herstellen kann.

  2. Stellen Sie sicher, dass die Voreinstellung Beim Unterzeichnen Sperrstatus der Unterschrift einschließen noch ausgewählt ist (Voreinstellungen > Signaturen > Erstellung & Erscheinungsbild: Mehr). Diese Voreinstellung ist standardmäßig ausgewählt.

  3. Unterschreiben Sie das PDF-Dokument.

Wenn alle Elemente der Zertifikatskette verfügbar sind, werden die Informationen automatisch zum PDF hinzugefügt. Wenn ein Zeitstempelserver konfiguriert wurde, wird der Zeitstempel ebenfalls hinzugefügt.

Hinzufügen von Prüfungsinformationen nach dem Unterschreiben

In einigen Arbeitsabläufen stehen keine Informationen zur Unterschriftenprüfung beim Unterzeichnen zur Verfügung, können aber später abgerufen werden. Beispielsweise kann es vorkommen, dass der Repräsentant eines Unternehmens einen Vertrag während einer Flugreise auf seinem Laptop offiziell unterzeichnet. Der Computer kann zu diesem Zeitpunkt aber nicht mit dem Internet kommunizieren, um Informationen zum Zeitstempel und zum Widerruf zur Signatur hinzuzufügen. Wenn später ein Internetanschluss verfügbar ist, kann jeder, der die Unterschrift validiert, diese Informationen zur PDF-Datei hinzufügen. Alle nachfolgenden Signaturüberprüfungen können diese Informationen dann auch verwenden.

  1. Stellen Sie sicher, dass Ihr Computer eine Verbindung mit den erforderlichen Netzwerkressourcen herstellen kann, und klicken Sie dann mit der rechten Maustaste auf die Signatur der PDF-Datei.

  2. Wählen Sie die Option zum Hinzufügen von Überprüfungsinformationen.

Die Informationen und Methoden zum Einbetten dieser langfristigen Signaturprüfungsinformationen (LTV) in die PDF-Datei entsprechen Teil 4 der ETSI 102 778 PDF-Norm für erweiterte elektronische Signaturen (PAdES). Weitere Informationen finden Sie unter blogs.adobe.com/security/2009/09/eliminating_the_penone_step_at.html (in englischer Sprache). Der Befehl steht nicht zur Verfügung, wenn die Signatur ungültig oder mit einem selbst signierten Zertifikat unterzeichnet ist. Der Befehl steht ebenfalls nicht zur Verfügung, wenn die Überprüfungszeit mit der aktuellen Zeit übereinstimmt.

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