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Die von Ihnen verwendeten Schriften legen Ihre Ausgabe fest, wenn Sie Dokumente in PDF in Adobe Acrobat Distiller konvertieren. (Acrobat Distiller ist eine Funktion von Adobe Acrobat und eine eigenständige Anwendung.) Der Schrifttyp (z. B. TrueType, PostScript) beeinflusst das Aussehen des Textes in der PDF-Datei und ob dieser Text gesucht, bearbeitet oder gedruckt werden kann.

In diesem Dokument wird erläutert, wie sich Acrobat Distiller Schriftarten bearbeitet und die PDF-Ausgabe verbessert.

Über Windows- und Mac OS-Schriftarten

Acrobat Distiller erkennt alle Windows- und Mac OS-Schriftarten; der von Ihnen verwendete Schrifttyp (z. B. TrueType) legt fest, wie Acrobat Distiller die Informationen für diese Schriftart bearbeitet.

Zu den Windows-Schrifttypen gehören folgende: Typ 1-Schriftarten (oder PostScript-Schriftarten), Typ 3 -Schriftarten, Windows-Bitmap- und Vektorschriftarten, TrueType-Schriftarten und OpenType-Schriftarten von Adobe (Windows 2000 und XP). Zu den Mac OS-Schrifttypen gehören folgende: Typ 1-Schriftarten, Apple TrueType dFonts, TrueType- und OpenType-Schriftarten von Adobe.

Neben dem Schrifttyp verwendet Acrobat Distiller den Schriftartzeichensatz, um festzulegen, welche Schriftarteninformationen in PDF-Dateien eingeschlossen werden sollen. Zeichensätze für Typ 1-Schriftarten können z. B. einen oder mehrere der folgenden Zeichensätze enthalten: ISO Latin 1, Expert, Small Capitals und Old Style Figures (SC & OSF), Symbolisch, Kyrillisch und Kanji

- Der ISO Latin 1-Zeichensatz (oder Standardtyp 1-Zeichensatz) umfasst die alphabetischen Zeichen von Standardenglisch, Französisch, Italienisch und Deutsch sowie die Interpunktionszeichen und Zahlen.

- Expert-Zeichensätze schließen Zeichen für Brüche und Ligatur für das englische Alphabet ein.

- SC- und OSF-Zeichensätze enthalten speziell entwickelte Buchstaben und Zahlen, um das Aussehen eines Dokuments anzupassen.

- Symbolzeichensätze enthalten Nichttextzeichen und keine alphabetischen Zeichen.

- Kyrillische Zeichensätze enthalten die alphabetischen Zeichen für Sprachen, wie z. B. Russisch und Ukrainisch.

- Kanji(japanische)-Zeichensätze enthalten japanische Doppelbyte-Zeichen. Weitere Informationen zur Verwendung und Anzeige von Kanji-Schriftarten in PDF-Dateien finden Sie im Abschnitt zu Kanji-Schriftarten in diesem Dokument.

Wie Acrobat Distiller Schriftart(en) verwendet

Damit Acrobat Distiller ein Dokument in ein PDF-Dokument konvertiert, muss es jede Schriftart im Originaldokument durch die folgenden Vorgänge referenzieren, da das Dokument zunächst in PostScript konvertiert wird und anschließend in PDF.

Suche nach dem PostScript-Namen

Acrobat Distiller sucht nach PostScript-Schriftartenname und fügt ihn dem PDF-Dokument hinzu. PostScript-Schriftartennamen werden normalerweise in der Namens-Tabelle einer Schriftart aufgeführt. (Die Namens-Tabelle speichert Schriftarteninformationen wie Name, Stil und Copyright.) Wenn der PostScript-Namen nicht verfügbar ist, verwendet Acrobat Distiller den Systemname für die Schrift. Wenn das Originaldokument beispielsweise eine TrueType-Schrift enthält, die auf dem Computer installiert ist, leitet Acrobat Distiller die BaseFont und den FontName aus der Namens-Tabelle der Schriftart ab.

Wenn die Schriftart eine Typ 42-Schrift ist, erstellt Acrobat Distiller eine Namens-Tabelle für die Schriftart aus einer entsprechenden Systemschriftart. Type42-Schriftarten schließen normalerweise keine Namens-Tabellen ein. Weitere Informationen zu Schriftarten des Typs 42 finden Sie unter „TrueType-Schriftarten“ im Abschnitt „Wie Schrifttypen den Text in PDF-Dateien beeinflussen“ in diesem Dokument.

Hinzufügen einer Beschreibung für die Schriftarten

Acrobat Distiller fügt zu jeder erstellten PDF-Datei eine Beschreibung der Typ 1-Schriftarten hinzu, die den ISO Latin 1 Zeichensatz verwenden. Wenn Sie eine PDF-Datei auf einem System öffnen, auf dem die fehlenden Schriften installiert sind, verwendet Acrobat die installierten Schriftarten, um die PDF-Datei anzuzeigen und zu drucken. Sind die Schriften nicht installiert sind, verwendet Acrobat die Schriftartbeschreibung, um Ersatzschriften zu erstellen, die den Originalschriftarten ähneln.

Einbetten von Schriften

Wenn Schriftarteinbettung aktiviert ist, bettet Acrobat Distiller TrueType- und Typ 3 Schriften und Typ 1-Schriftarten, die nicht den ISO Latin 1-Zeichensatz verwenden (z. B. Symbol bzw. Expert-Zeichen) ein. Acrobat Distiller 7.0 kann OpenType-Schriftarten einbetten. Die Anwendung, mit der das Originaldokument erstellt wurde, bestimmt, welche OpenTyp-Schriftartartmerkmale eingebettet werden können. Wenn Sie eine OpenType-Schriftart einbetten, die auf einer Typ 1-Schriftart basiert, bettet Acrobat Distiller sie als CFF-Hinting/Typ 2-Schriftart ein. Acrobat Distiller bettet OpenType-Schriftarten ein, die auf TrueType-Schriften als TrueType-Schriften basieren.

Eine Schriftart, die in eine PDF-Datei eingebettet ist, ist immer zum Anzeigen und Drucken verfügbar, ob sie auf dem System installiert ist oder nicht. Sie können jedoch Text in der PDF-Datei nicht bearbeiten, es sei denn, die Schriftart ist installiert. Wenn Sie Text verarbeiten wollen, der eine eingebettete Schrift verwendet und die Schriftart ist nicht installiert, zeigt Acrobat eine Warnung an und verwendet eine Ersatzschriftart.

Schriftartberechtigungen

Acrobat Distiller bestätigt die ursprünglichen Berechtigungen für die Schriftarten und behält sie bei, selbst wenn eine PDF-Datei erneut abgeleitet wird. Schriftarten, die eingeschränkte Berechtigungen haben, können nicht eingebettet werden und können dazu führen, dass Acrobat Distiller einen Fehler während des Konvertierungsprozesses ausgibt. Analog dazu können Schriftarten, die kein Zeichenkodierungsformat verwenden, wie WinAnsi und MacRoman, dazu führen, dass Acrobat Distiller einen Fehler beim Einbetten dieser Schriftarten ausgibt.

Konvertieren von Schriften

Wenn Acrobat Distiller die Informationen zu den Schriftarten nicht interpretieren oder finden kann, wird die Schrift ersetzt. In seltenen Fällen konvertiert Acrobat Distiller diese Schriftarten in Bitmap-Grafiken, wodurch verhindert wird, dass die Schriftart gesucht, skaliert oder bearbeitet werden kann. Acrobat Distiller konvertiert normalerweise PCL-Schriftarten und Windows-Vektor (Kontur)-Schriftarten in Bitmap-Bilder. Lesen Sie den Abschnitt „Wie Postscript-Druckertreiber die TrueType-Schriftarten in Windows bearbeiten“ in diesem Dokument.

Schriftarten-Deskriptoren

Acrobat Distiller bettet einen Schriftarten-Deskriptor (d. h. Schriftarteninformationen) für jede eingebettete Schriftart ein. Der Deskriptor kann die folgenden Informationen enthalten:

Deskriptor Was bedeutet Deskriptor
Oberlänge Die maximale Höhe oberhalb der Grundlinie, die vom Zeichen ohne Akzente in der Schriftart erreicht wird.
CapHeight Die y-Koordinate der Oberkante von flachen Großbuchstaben (z. B. „E“), gemessen von der Grundlinie.
Unterlänge Die maximale Tiefe unterhalb der Grundlinie, die von Zeichen in der Schriftart erreicht werden.
Markierungen Die Attribute der Schriftart, einschließlich fester Größe, Serifen, Symbolisch, Skript, Kursiv, Kapitälchen, Großbuchstaben oder andere Attribute.
FontBBox Ein Begrenzungsrahmen, der das kleinste Rechteck ist, der alle Zeichen im Zeichensatz enthalten kann, wenn sie übereinander gezeichnet werden.
ItalicAngle Der Winkel in Grad für den dominanten vertikalen Strich, normalerweise negativ.
StemV Die Breite der vertikalen Striche in den Zeichen.
AvgWidth (optional) Die durchschnittliche Breite von Buchstaben einer Schriftart.
FontFile (optional) Die vollständige Schriftart-Kontur. Nur dann vorhanden, wenn die Schriftart bzw. Schriftuntergruppe eingebettet ist.
Zeilenabstand (optional) Der Abstand zwischen den Textzeilen der gewünschten Zeile.
MaxWidth (optional) Die maximale Breite von Zeichen einer Schriftart.
MissingWidth (optional) Die zu verwendende Breite nicht kodierter Zeichen (d. h. Zeichen, die nicht im Zeichensatz enthalten sind).
StemH (optional) Die Breite eines horizontalen Strichen in den Zeichen.
XHeight (optional) Die y-Koordinate der Oberkante von flachen nicht aufsteigenden Kleinbuchstaben (z. B. „z“), gemessen von der Grundlinie an.
FontFamily (optional) Die Gruppe, zu der die Schriftart gehört (z. B. Schriftart „Times Bold Italic“ gehört zu der „Times“-Schriftartenfamilie).
FontStretch (optional) Eine Variante der Schriftart, die die horizontale Richtung beeinflusst (z. B. UltraCondensed, SemiCondensed, Normalm Erweitert).
FontWeight (optional) Die Stärke oder Breite einer Schriftart.

Wie Schrifttypen den Text in PDF-Dateien beeinflussen

Der Typ der verwendeten Schriftart, kann beeinflussen, wie Text in Ihren PDF-Dateien angezeigt und gedruckt wird und ob der Text durchsuchbar und bearbeitbar ist.

Bitmap-Schriften

Wenn eine PDF-Datei Schriften enthält, die in Bitmapbilder konvertiert wurden, verarbeiten die Viewers die Bilder nicht als Schriften, sondern zeigen die Bilder stattdessen an und drucken sie wie alle anderen Bitmap-Bilder. Der Text, der in Bitmaps umgewandelt wurde, jedoch nicht durchsuchbar oder bearbeitbar ist.

dFonts (nur Mac OS X)

Diese Schriftarten sind nativ für den Mac OS X und sind mit den Standardschriftart-Suitcase-Dateien identisch, außer, dass die Schriftartressourcen im Datenzweig der Datei gespeichert. Acrobat Distiller verarbeitet dFonts genau wie andere TrueType-Schriftarten unter Mac OS.

Kanji-Schriftarten

Sie können PDF-Dateien erstellen, die die Kanji-Schriftarten enthalten, die Kanji- und englischsprachigen Versionen von Acrobat Distiller verwenden. (Bei der englischsprachigen Versionen von Acrobat Distiller müssen Sie das entsprechende Unterstützungspaket für die Schriftart installieren.) Acrobat zeigt automatisch asiatische Schriftarten an, die in einer PDF-Datei eingebettet sind. Wenn asiatische Schriften nicht eingebettet sind, kann Acrobat diese anzeigen, nachdem Sie das entsprechende Unterstützungspaket der Schriftarten installiert haben. Weitere Informationen zum Installieren von Unterstützungspaketen der Schriftarten finden Sie im Dokument „Anzeigen und Drucken von asiatischen Schriften in PDF-Dateien unter Verwendung römischer Acrobat-Viewer.“

Mehrere Master(MM)-Schriftarten - Allgemeine Informationen.

Da Multiple Master-Schriftarten (z. B. Minion MM) bestimmte Instanzen einer Schriftart erstellen, basierend auf den Eigenschaften eines Dokuments und an welcher Stelle die Schriftart verwendet wird, kann Acrobat Distiller sie nicht einbetten. Stattdessen fügt Acrobat Distiller eine Untergruppe der Schrift hinzu, die eine eindeutige Schriftart-ID hat. Da MM-Schriftarten diese Instanzen dynamisch generieren, können Sie die Schriftarten nicht einbetten oder sie in Acrobat bearbeiten. Der technische Support von Adobe empfiehlt, dass Sie nicht MM-Schriftarten verwenden, wenn Sie Schriftarten in Acrobat bearbeiten oder einbetten müssen. Weitere Informationen zu MM-Schriftarten finden Sie im Dokument 328600 („Multiple Master-Schriftart - Allgemeine Informationen“.

OpenType-Schriftarten von Adobe

OpenType-Format basiert auf Typ 1 und verbindet Kontur-, Metrik- und Bitmap-Daten in eine einzige Schriftartendatei. OpenType-Format bietet erweiterte typografische Funktionen, die von den meisten Anwendungen noch nicht verwendet werden. Dadurch erkennen diese Anwendungen OpenType-Formate und behandeln sie als TrueType-Schriftarten. Diese Behandlung wirkt sich darauf aus, wie OpenType-Schriftarten von Adobe in die PDF-Dateien eingebettet werden. Die Einbettungsanforderungen für Typ 1-Schriftarten gelten für Typ 1-basierte OpenType-Schriftarten von Adobe. Die Einbettungsanforderungen für TrueType-Schriftarten gelten für TrueType-basierte OpenType-Schriftarten.

Sie können OpenType-Schriftarten von Adobe Acrobat Distiller 7.0 einbetten, wenn Sie die Kompatibilität mit PDF 1.6 auswählen, die OpenType-spezifischen Funktionen werden jedoch nur in Acrobat 7.0 verfügbar sein. (Wählen Sie „Einstellungen“ > „Adobe PDF-Einstellungen“, klicken Sie auf die Registerkarte „Allgemein“ und wählen Sie Acrobat 7.0 (PDF 1.6) aus dem Kompatibilitätspopupmenü.)

Symbolschriftarten

Da jede Symbolschriftart eindeutige Zeichen und Zeichensätze enthält, bettet Acrobat Distiller diese Schriftarten immer ein, damit sie nicht ersetzt werden können.

TrueType-Schriftarten

TrueType-Schriftarten, die Berechtigungen für die Installation und Bearbeitung haben, können in einer PDF-Datei von Acrobat Distiller eingebettet werden. Wenn die Schriftart diese Berechtigungen nicht beinhaltet, bettet Acrobat Distiller eine Schriftuntergruppe (d. h. nur die Zeichen der Schrift, die im Dokument verwendet werden) ein.

Hinweis: Acrobat Distiller meldet keine Untergruppen von TrueType-Schriften in der Protokolldatei. Und obwohl das TouchUp-Textwerkzeug in Acrobat die Schriftarten im Dialogfeld „Textattribute“ als eingebettet auflistet, können Sie eine Schriftuntergruppe nicht mit diesem Werkzeug bearbeiten, da das System nicht die eindeutige Schriftart-ID der Schriftuntergruppe erkennt und der ursprünglichen TrueType-Schriftart im System zuordnen kann. Wenn Sie eine Schriftuntergruppe mit dem TouchUp-Textwerkzeug bearbeiten, ersetzt Acrobat die Schriftart mit einem Sans Serif oder einer Serif-Entsprechung.

Wenn Sie Acrobat Distiller verwenden, um PDF-Dateien zu erstellen, ist der Text, der mit TrueType-Schriftarten formatiert wurde, möglicherweise nicht durchsuchbar, je nachdem, wie die Schriftartinformationen in der PostScript-Datei gespeichert wurden. In diesen Fällen konvertieren PostScript-Drucker den TrueType als Type 42-Schriftart, der die Eigenschaften der Schrift, wie die Durchsuchbarkeit, am besten beibehält. Das Schriftartenformat von Type 42 existiert hauptsächlich als Möglichkeit für PostScript-Interpreter PostScript (TrueType)-Schriften herunterzuladen. Eine Typ 42-Schrift besteht aus einer PostScript-Sprachen-„Hülle“ um eine TrueType-Schriftart. Eine Typ 42-Schriftart wird in der Regel durch einen Druckertreiber generiert, um TrueType-Schriftarten auf einen PostScript-Drucker herunterzuladen, der einen TrueType-Rasterizer enthält. Dadurch wird die TrueType-Schriftart direkt von Acrobat Distiller interpretiert, wodurch die genaueste Beschreibung der ursprünglichen TrueType-Schriftart bereitgestellt wird. Zu den Variablen, die diese Schriftinformationen beeinflussen können, gehören: die Anwendung, die die PostScript-Datei erstellt hat, die Schriftart selbst, der PostScript-Druckertreiber und die PPD(PostScript Printer Description)-Datei. Wenn Text, der mit TrueType-Schriftarten formatiert wurde, nicht in einer PDF-Datei, die mit Acrobat Distiller erstellt wurde, durchsuchbar ist, ändern Sie eine oder mehrere dieser Variablen und erstellen Sie dann die PDF-Datei erneut.

Informationen werden in eine PostScript-Datei geschrieben, entweder mithilfe der Anwendung, die PostScript-Codes generiert oder durch den PostScript-Druckertreiber. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation der Anwendung oder lesen Sie den Abschnitt „Wie PostScript-Druckertreiber TrueType-Schriften in Windows bearbeiten“ in diesem Dokument.

Type 1-Schriften

Für das Erscheinungsbild und die Durchsuchbarkeit bieten Typ 1-Schriftarten zuverlässige Konvertierung in PDF. Da Typ 1-Schriftarten nicht in ein anderes Format konvertiert werden müssen, wenn die Schrift (oder eine Untergruppe der Schrift) in eine PostScript-Datei eingebettet ist, bieten sie die besten Ergebnisse, wenn Sie Acrobat Distiller verwenden.

Um Typ 1-Schriftarten einzubetten, müssen die folgenden Bedingungen erfüllt sein:

1. Im Dialogfeld „Adobe PDF-Einstellungen“ wird die Schrift in der Liste „Immer einbetten“ auf der Registerkarte „Schriften“ angezeigt und EmbedAllFonts wird auf „True“ gesetzt.

2. Keine Symbole werden verwendet (außer das Symbol für pi).

3. Die Schriftgröße befindet sich in einem entsprechenden Bereich (d. h., der CharStrings dict leng-Wert ist größer als 115, aber kleiner als 229). Sie können den CharStrings dict leng-Wert in einer Schriftartbearbeitungsanwendung testen.

Type 3-Schriften

Da Schriftarten des Typs 3 die gesamte PostScript-Computersprache verwenden, um eine Schrift auszudrücken, können sie Spezifikationen umfassen, die Typ 1-Schriftarten nicht umfassen können, wie Schattierung, Farbe und Füllung. Allerdings werden Schriftarten des Typs 3 nicht für Größe und Leistung optimiert. Daher werden Zeichen fetter angezeigt als die Typ 1-Schriftarten.

Typ 3-Schriftarten sind immer in PDF-Dateien eingebettet, sodass sie immer in Acrobat oder Adobe Reader verfügbar sind (außer unter Mac OS X, das keine Schriftarten des Typs 3 unterstützt). Acrobat und Adobe Reader konvertieren Type 3-Zeichen in Bitmap-Bilder und zeigen sie anschließend über die Adobe Creative Cloud an. Wenn Sie auf einem PostScript-Drucker drucken, verwendet Adobe Acrobat und Adobe Reader den PostScript-Drucker, um die Schriftart auf den Drucker herunterzuladen. Wenn Sie auf einem Nicht-PostScript-Drucker drucken, werden die Bitmap-Bilder gedruckt. Typ 3-Schriftzeichen in ISO Latin 1 Zeichensatz werden in durchsuchbaren Text in PDF-Dateien konvertiert, obwohl das nicht für die Zeichen in den Symbolzeichensätzen gilt. PDF-Dateien mit eingebetteten Typ 3-Schriften haben normalerweise auch eine größere Dateigrößer als jene mit eingebetteten Typ 1-Schriftarten.

Wie PostScript-Druckertreiber TrueType-Schriften in Windows bearbeiten

Wenn TrueType-Schriftarten über die Adobe PostScrip-Druckertreiber gesendet werden, wie in Typ 42 codiert (bezeichnet als Native TrueType in Windows 2000 und XP) oder Zeichen-Kennung(CID)-Schriften (im Falle eines Doppelbyte- oder Unicode-Schriftarten), gibt der Druckertreiber schriftzeichenspezifische Schrift-IDs anstatt Standard Schriftart-ID-Informationen aus, wodurch Acrobat Distiller eine Untergruppe der Schriftart in der PostScript-Datei einbettet.

Durch Einbeziehung einer Untergruppe einer Schriftart verringert der Druckertreiber die Dateigröße, die wiederum die Geschwindigkeit der PostScript-Datei-Konvertierung erhöht. Dieser Vorgang erfolgt unabhängig davon, ob die Auftragsoptionen auf „Alle Schriften einbetten“ festgelegt sind.

Um den gesamten Zeichensatz beim Drucken auf einem Adobe PDF-Drucker einzubetten, müssen Sie auf der Registerkarte „Schriftart“ im Dialogfeld „Adobe PDF-Druckereinstellungen“ die Option „Schriften nicht an Adobe PDF senden“ aktivieren.

Der Adobe PostScript-Druckertreiber (AdobePS) für Windows 98 und NT 4.0 enthält die Einstellungen „Schriften senden als“, die steuern, wie TrueType-Schriften an einen Drucker gesendet werden oder in eine PostScript-Datei eingeschlossen werden. Der Druckertreiber Pscript5 (pscript5.dll) und höher für Windows 2000 und höher umfasst TrueTyp-Schriftart-Download-Einstellungen, die steuern, wie TrueType-Schriften an einen Drucker gesendet werden oder in eine PostScript-Datei einbezogen werden. Sie können die Einstellungen im Dialogfeld „Eigenschaften des Treibers“ (Windows 98 und NT 4.0) oder im Dialogfeld „Erweiterte Optionen“ ändern (Windows 2000 und XP). Die Einstellungen hängen von den Funktionen ab, die in der PPD-Datei des Druckers angegeben wurden. Der PostScript-Druckertreiber von Microsoft für Windows 98 und NT 4.0 enthält weniger Einstellungen „Schriften senden als“ als AdobePS. Beispielsweise enthält der PostScript-Druckertreiber von Microsoft keine Optionen, um TrueType-Schriften als Type 42-Schriften oder Konturschriften zu senden.

Verwenden Sie die folgenden Richtlinien, wenn Sie Einstellungen „Schriften senden als“ auswählen:

„Schriften senden als“ (Windows 98 oder NT 4.0) oder TrueType-Schriftart-Download-Option (Windows 2000 und XP) Ergebnisse
Kontur (AdobePS für Windows 98 oder NT, pscript5.dll für Windows 2000 oder XP) Mit dieser Option verwendet der Druckertreiber eine Konturmetrik einer Schriftart für die Anzeige und den Druck. Mit dieser Option wird das Erscheinungsbild der Schrift im Text beibehalten, aber der Text enthält keine tatsächlichen Schriftinformationen. Diese Option wird häufig verwendet, wenn eine Schrift aufgrund von Lizenzbeschränkungen nicht eingebettet werden kann. Konturschriften sind nicht durchsuchbar oder bearbeitbar.
Als Bitmap (PostScript- und Windows-PostScript-Druckertreiber, pscript5.dll für Windows 2000 oder XP) Mit dieser Option konvertiert der Druckertreiber TrueType-Schriften in Typ 3-Bitmaps. Wenn Sie Type 42 (nativ) nicht verwenden können, bietet diese Option eine größere Genauigkeit beim Simulieren der ursprünglichen TrueType-Schrift. Im Gegensatz tatsächlichen Typ 3-Schriftarten, sind aber Typ 3-Bitmaps nicht durchsuchbar. Verwenden Sie diese Option für Text, der bei 14 Punkten oder kleiner formatiert ist, oder beim Drucken auf Druckern mit niedriger Auflösung. Verwenden Sie diese Option nicht für tragbare Dateien (z. B. EPS-Dateien), da sie die Datei vergrößern können.
Native TrueType (AdobePS- und Windows-PostScript-Druckertreiber) Wenn Sie ein Dokument konvertieren, das eine TrueType-Schriftart enthält, erkennt Acrobat Distiller nicht die Schriftart-Codesprache (da es sich nicht um PostScript handelt) und ersetzt eine Typ 1 PostScript-Schriftart. Das Senden von TrueType-Schriftarten als Type 42-Schriftarten behält deren Erscheinungsbild bei und verhindert, dass Ersetzung mit Typ 1-Schriftarten erfolgt. Diese Option eignet sich am besten für die Beibehaltung von Textdurchsuchbarkeit. Beachten Sie dabei jedoch, dass sich andere Faktoren auch auf die Durchsuchbarkeit auswirken.
„Nicht senden“ (AdobePS- und Windows PostScript-Druckertreiber) Mit dieser Option wird der Druckertreiber keine TrueType-Schriftartinformationen in der PostScript-Datei einbeziehen. Diese Option wird nur für Drucker oder Netzwerkdruckerwarteschlangen, die Schriften beinhalten, empfohlen.
Bitmap-/Konturschwellwert-Einstellungen (AdobePS- und Windows PostScript-Druckertreiber) Diese Option legt fest, wie klein die Punktgröße einer Schrift sein muss, damit sie als Bitmap und nicht als Kontur gesendet wird. Wenn Sie den Schwellenwert auf 1 festlegen, wird dies verhindern, dass Schriftarten als Bitmaps gesendet werden.
Softfont oder Geräte-Schriftart (AdobePS für Windows NT und Windows-PostScript-Druckertreiber für Windows NT) Mit der Softfont-Option sendet der Druckertreiber Schriftartbeschreibungen. Mit dieser Option kann das Erscheinungsbild beibehalten werden, aber nicht die Durchsuchbarkeit. Mit der Option „Geräteschriftart“ können Sie über den Druckertreiber eine Schriftersetzungstabelle anpassen, um alle installierten Schriften mit einer druckerseitigen Schrift abzugleichen. Bei dieser Option bleibt möglicherweise nicht das genaue Erscheinungsbild einer Schriftart erhalten, aber die Durchsuchbarkeit.

Weitere Informationen

: „Anzeigen und Drucken von asiatischen Schriften in PDF-Dateien unter Verwendung römischer Acrobat-Viewer.“

328600: Mehrere Master-Schriftarten - Allgemeine Informationen.

 

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