Bei Datenaggregationen in Version 15 beschränkt Adobe Analytics die Anzahl der Berichte und Report Suites, die miteinander kombiniert werden können. Wenn Sie diese Grenzwerte kennen, sind Sie in der Lage, effiziente Datenaggregationen zu erstellen, die nicht schon nach kurzer Zeit wieder anhalten.

Datenaggregations-Komplexitätswert

Für jede erzeugte Datenaggregation wird ein Komplexitätswert berechnet. Dieser verborgene Wert bestimmt den Verarbeitungsaufwand, den eine Datenaggregation verursacht. Ist der Komplexitätswert für eine Datenaggregation zu hoch, wird die Verarbeitung für den entsprechenden Tag nicht ausgeführt.

Der Komplexitätswert ergibt sich aus der Anzahl der aktiven Berichte, multipliziert mit der Anzahl der Report Suites in der Datenaggregation. Standardmäßig sind alle Berichte in einer Datenaggregation aktiviert. Bei Bedarf können Sie bestimmte Berichte aktivieren oder deaktivieren. Bitten Sie hierzu einen Support-Benutzer, sich an die Kundenunterstützung zu wenden und die zu aktivierenden/deaktivierenden Berichte zu nennen.

Je mehr Berichte in einer Datenaggregation aktiviert sind, desto weniger Report Suites kann sie enthalten, bis der Grenzwert für den Komplexitätswert erreicht ist. Je mehr Report Suites eine Datenaggregation enthält, desto weniger Berichte können aktiviert sein. Falls Ihr Unternehmen zahlreiche Report Suites in einer Datenaggregation nutzt, legen Sie gemeinsam mit der Kundenunterstützung fest, welche Berichte tatsächlich aktiviert werden sollen.

Der Grenzwert des Komplexitätswerts für Datenaggregationen liegt derzeit bei 4.000. Falls Ihr Unternehmen aus geschäftlichen Gründen einen höheren Grenzwert benötigt, wenden Sie sich an die Kundenunterstützung. Die Adobe Analytics-Techniker können den erforderlichen Komplexitätswert für die Verarbeitung in einem gewissen Rahmen erhöhen. Für die Anzahl der Report Suites in einer Datenaggregation wird ein Grenzwert von 100 empfohlen.

Datenaggregationen innerhalb von Datenaggregationen

Es ist möglich, Datenaggregationen als untergeordnete Elemente in andere Datenaggregationen einzufügen. Adobe empfiehlt dabei maximal zwei Stufen (Report Suite > untergeordnete Datenaggregation > übergeordnete Datenaggregation). Werden weitere Stufen hinzugefügt, ist die Verarbeitung zwar unter Umständen möglich, läuft allerdings instabil.

In Berichten wie „Bevorzugte Sites“ werden direkt untergeordnete Elemente als Zeileneinträge behandelt. Wenn Sie den Bericht „Bevorzugte Sites“ in einer übergeordneten Datenaggregation betrachten, die zahlreiche untergeordnete Datenaggregationen enthält, sehen Sie lediglich die aggregierten untergeordneten Datenaggregationen.

In einer Datenaggregation können Sie weitere Datenaggregationen und Report Suites beliebig miteinander kombinieren.

Fehlerbehebung für Datenaggregationen

Überprüfen Sie als Erstes den Komplexitätswert für die fragliche Datenaggregation. In vielen Fällen hat ein Benutzer weitere Report Suites in eine Datenaggregation aufgenommen, wodurch der Grenzwert für den Komplexitätswert überschritten wird. In einer Datenaggregation, deren Komplexitätswert den Grenzwert übersteigt, werden die Daten gar nicht erst verarbeitet.

Falls Sie versehentlich eine Überschreitung des Grenzwerts verursachen, senken Sie den Komplexitätswert wieder so weit ab, dass die Report Suite verarbeitet werden kann. In diesem Fall müssen Sie die Verarbeitung nicht erneut anfordern, da das letzte Verarbeitungsdatum in der Datenaggregation festgehalten wird. Ist die Verarbeitung einer Datenaggregation um mehr als einen Tag verzögert, werden automatisch alle ausstehenden Tage verarbeitet, bis sie wieder auf dem neuesten Stand ist.

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