Implementierungen, die viele Variablen mit langen Werten füllen, können manchmal zu verkürzten Bildanforderungen führen. Alle Versionen des Internet Explorers haben eine Begrenzung von 2.083 Zeichen für Bildanfrage-URLs. Daher empfiehlt Adobe, alle Bildanfragen unter dieser Nummer zu halten, um Datenverluste zu vermeiden. Das Folgende wird empfohlen, wenn Ihr Unternehmen mit zu langen Bildanfragen konfrontiert ist:

  1. Marketing Cloud Besucher-ID-Service verwenden: AppMeasurement-Bibliotheken 1.4.1 (veröffentlicht im September 2014) und später automatisch Bildanfragen über HTTP POST senden, wenn sie für herkömmliche Bildanfragen zu lang sind. Die mit dieser Methode gesendeten Daten werden unabhängig von der Länge nicht abgeschnitten. Diese Methode setzt voraus, dass der Marketing Cloud Visitor ID Service implementiert ist.

  2. Verarbeitungsregeln verwenden: Als Alternative zur Verwendung von dynamischen Variablen können Verarbeitungsregeln einfach in der Admin Console erstellt werden. Einmal erstellt, können alle Bildanfragen den Wert einer beliebigen Variablen kopieren/überschreiben. Erstellen Sie beispielsweise die folgende Verarbeitungsregel, um eVar1 in jede Variable zu kopieren:

    Immer ausführen:
    Wert von prop1 mit eVar1 überschreiben
    Wert von eVar2 mit eVar1 überschreiben
    Wert von prop2 mit eVar1 überschreiben

    Definieren Sie einfach eVar1 innerhalb Ihrer Implementierung:

    s.eVar1="The quick brown fox jumps over the lazy dog";
  3. Dynamische Variablen verwenden: Wenn Bildanforderungen mit vielen der gleichen Werte gefüllt sind, kann die Verwendung dynamischer Variablen die Länge der Bildanforderung deutlich verkürzen. Dynamische Variablen können URLs unter Umständen um Tausende von Zeichen verkürzen. Zum Beispiel das Einpflegen mehrerer Variablen mit der aktuellen URL:

    s.eVar1="D=g";
    s.prop1="D=g";
    s.eVar2="D=g";
    s.prop2="D=g";

    Füllen bestimmter Variablen auf den Wert von "eVar1 ":

    s.eVar1="The quick brown fox jumps over the lazy dog";
    s.prop1="D=v1";
    s.eVar2="D=v1";
    s.prop2="D=v1";
  4. Abkürzungen erstellen: Abkürzungen sind nützlich, wenn die Produktvariable den größten Teil der Bildanfrage einnimmt. Wenn Sie beispielsweise die Produktvariable wie folgt definiert haben:

    s.products = "Exotic pets;Scarlet Macaw;2;2700,Domestic pets;Golden Retriever;1;700,Exotic pets;Fennec Fox;1;1400"

    Stattdessen kann die Verwendung eines Codes für Produkte und Kategorien eine Bildanfrage stark verkürzen, insbesondere bei vielen Produkten oder langen Produktnamen. Die Klassifizierung dieser Werte kann dann dem abgekürzten Variablenwert einen detaillierten Namen zuordnen.

    s.products = "EP;SM;2;2700,DP;GR;1;700,EP;FF;1;1400";
  5. Benutzen Sie das Dynamic Compression-Plug-in: Dieses Plug-in benutzt dynamische Zuweisung, um Variablen automatisch umzuschreiben und Beacon-Anfragen zu verkleinern. Dynamische Zuweisungen werden vorgenommen, wenn sie zu einer kleineren Beacon-Anforderungsgröße führen. Props, eVars und eingebaute Variablen werden bei der dynamischen Zuweisung berücksichtigt, wenn eine Teilzeichenkette einer Variablen mit einer anderen übereinstimmt.

    Das Dynamic Compression-Plug-in ist Eigentum von Adobe Marketing Cloud Consulting; für die Implementierung von Code zur Verwendung wenden Sie sich bitte an den Kundenbetreuer Ihres Unternehmens.

Unvermeidlich lange Bildanfragen

Wenn lange Bildanfragen nicht vermeidbar sind, werden sie in der folgenden Reihenfolge abgeschnitten:

  1. Technologieberichte: Besucherprofilberichte wie z.B. Browser-Breite/Höhe und JavaScript-Version werden zuerst abgeschnitten.
  2. Benutzerdefinierte Variablen: Ausgehend von den höchsten eVars und Requisiten (eVar250 und prop250) werden benutzerdefinierte Variablen von oben nach unten abgeschnitten.
  3. Kernvariablen: Variablen, die die Bildanforderung definieren, wie z.B. charSet und referrer, stehen an erster Stelle. Diese Variablen sind für viele Analytics-Berichte unerlässlich und werden garantiert nicht auf der Ebene der Bildanforderung abgeschnitten.

Hinweis:

Einzelne Variablen haben auch eine eigene Zeichenbeschränkung (255 Bytes für eVars und 100 Bytes für Props). Diese Grenzen sind unabhängig von der Grenze von 2.083 Zeichen, die der Internet Explorer vorschreibt.

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