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In diesem Abschnitt wird beschrieben, welche Optionen bei der Installation einer AEM-Standalone-Installation verfügbar sind. Darüber hinaus erhalten Sie weitere Informationen zur Wahl des Backend-Speichertyps nach einer Neuinstallation von AEM 6 in Microkernel und andere Speicherelemente.

Ändern der Portnummer durch Umbenennung der Datei

Der Standardport für AEM lautet 4502. Sollte dieser Port nicht verfügbar oder schon belegt sein, konfiguriert Schnellstart sich automatisch selbst und verwendet den ersten verfügbaren Port nach folgendem Schema: 4502, 8080, 8081, 8082, 8083, 8084, 8085, 8888, 9362, <random>.

Sie können die Portnummer auch festlegen, indem Sie die Schnellstart-JAR-Datei umbenennen, sodass der Dateiname die Portnummer enthält. Beispiel: cq5-publish-p4503.jar oder cq5-author-p6754.jar.

Beachten Sie beim Umbenennen der Schnellstart-JAR-Datei die folgenden Regeln:

  • Wenn Sie die Datei umbenennen, muss sie mit cq; beginnen, wie in cq5-publish-p4503.jar.
  • Es wird empfohlen, die Portnummer immer mit dem Präfix „-p“ zu versehen, wie zum Beispiel in „cq5-publish-p4503.jar“ oder „cq5-author-p6754.jar“.

Hinweis:

Damit müssen Sie sich nicht um die Regeln zur Extrahierung der Portnummer sorgen:

  • Die Portnummer muss aus 4 bis 5 Ziffern bestehen.
  • Diese Ziffern müssen nach dem Bindestrich stehen.
  • Sollten sich andere Ziffern im Dateinamen befinden, muss die Portnummer mit dem Präfix -p versehen werden.
  • Das Präfix „cq5“ am Anfang des Dateinamens wird ignoriert.

Hinweis:

Sie können die Portnummer auch ändern, indem Sie die Option -port im Startbefehl verwenden.

Ausführungsmodi

Mit Ausführungsmodi können Sie Ihre AEM-Instanz auf einen bestimmten Zweck ausrichten, zum Beispiel auf Erstellung und Veröffentlichung, Tests, Entwicklung, Intranet usw. Die Modi ermöglichen Ihnen zudem, die Nutzung von Beispielinhalten zu steuern. Diese Beispielinhalte werden vor dem Erstellen des Schnellstarts definiert und können Pakete, Konfigurationen usw. enthalten. Dies kann vor allem für produktionsbereite Installationen nützlich sein, wenn Sie möchten, dass Ihre Installation schlank und frei von Beispielinhalten ist. Weitere Informationen finden Sie in:

Hinzufügen eines Dateiinstallationsanbieters

Standardmäßig wird der Ordner crx-quickstart/install im Hinblick auf Dateien überwacht.
Dieser Ordner existiert nicht, kann jedoch einfach beim Ausführen erstellt werden.

Wenn Bundles, Konfigurationen oder Inhaltspakete in dieses Verzeichnis gelegt werden, werden diese automatisch registriert und installiert. Wenn sie entfernt werden, erfolgt die Deinstallation.
  Dies stellt eine andere Möglichkeit dar, Bundles, Inhaltspakete oder Konfigurationen in das Repository aufzunehmen.

Dies kann für viele Anwendungsfälle besonders interessant sein:

  • Während der Entwicklung kann es einfacher sein, etwas in das Dateisystem zu integrieren.
  • Wenn etwas schiefgeht, sind Webkonsole und Repository nicht erreichtbar. Hiermit können Sie zusätzliche Bundles in dieses Verzeichnis legen, die dann installiert werden sollten.
  • Der Ordner crx-quickstart/install kann erstellt werden, bevor der Schnellstart gestartet wird, und es können zusätzliche Pakete darin abgelegt werden.

Hinweis:

Weitere Informationen und Beispiele finden Sie in So installieren Sie CRX-Pakete automatisch beim Serverstart.

Installieren und Starten von Adobe Experience Manager als Windows-Dienst

Hinweis:

Führen Sie die folgenden Schritte durch, während Sie als Administrator angemeldet sind, oder starten/führen Sie sie über den Kontextmenüeintrag Als Administrator ausführen aus.

Es reicht nicht aus, als Nutzer mit Administratorrechten angemeldet zu sein. Wenn Sie beim Durchführen dieser Schritte nicht als Administrator angemeldet sind, erhalten Sie Fehler des Typs Zugriff verweigert.

So installieren und starten Sie AEM als Windows-Dienst:

  1. Öffnen Sie die Datei „crx-quickstart\opt\helpers\instsrv.bat“ in einem Texteditor.

  2. Wenn Sie einen Windows-Server mit 64 Bit konfigurieren, ersetzen Sie, abhängig vom verwendeten Betriebssystem, alle Instanzen von „prunsrv“ mit einem der folgenden Befehle:

    • prunsrv_amd64
    • prunsrv_ia64

    Dieser Befehl ruft das passende Skript auf, das den Windows-Dienst-Daemon in der 64-Bit-Version von Java statt der 32-Bit-Variante startet.

  3. Verhindern Sie, dass der Vorgang sich in mehr als einen Vorgang aufspaltet, indem Sie die maximale Heapgröße und die PermGen-JVM-Parameter erhöhen. Machen Sie den Befehl set jvm_options ausfindig und legen Sie den Wert wie folgt fest:

    set jvm_options=-XX:MaxPermSize=256M;-Xmx1792m

  4. Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung, ändern Sie das aktuelle Verzeichnis auf den Ordner „crx-quickstart/opt/helpers“ der AEM-Installation und geben Sie den folgenden Befehl ein, um den Dienst zu erstellen:

    instsrv.bat cq5

    Überprüfen Sie, ob der Dienst erstellt wurde, indem Sie in der Systemsteuerung „Verwaltung“ > „Dienste“ auswählen oder start services.msc in einer Eingabeaufforderung eingeben. Der Dienst „cq5“ erscheint in der Liste.

  5. Starten Sie den Dienst, indem Sie einen der folgenden Schritte ausführen:

    • Klicken Sie unter „Systemsteuerung“ > „Dienste“ auf „cq5“ und anschließend auf „Starten“.

    • Geben Sie in einer Eingabeaufforderung „net start cq5“ ein.
  6. Windows gibt an, dass der Dienst ausgeführt wird. AEM wird gestartet und die ausführbare Datei „prunsrv“ erscheint im Task-Manager. Navigieren Sie in Ihrem Webbrowser zu AEM, beispielsweise http://localhost:4502, um mit der Nutzung von AEM zu beginnen.

Hinweis:

Die Eigenschaftswerte in der Datei „instsrv.bat“ kommen zum Einsatz, wenn der Windows-Dienst erstellt wird. Wenn Sie die Eigenschaftswerte in „instsrv.bat“ bearbeiten, müssen Sie den Dienst deinstallieren und wieder installieren.

Deinstallieren Sie den Dienst, indem Sie entweder in der Systemsteuerung unter Dienste auf Stopp klicken oder in einer Eingabeaufforderung zum Ordner navigieren und instsrv.bat -uninstall cq5 eingeben. Der Dienst wird in der Systemsteuerung unter Dienste aus der Liste entfernt oder verschwindet in der Eingabeaufforderung aus der Liste, wenn Sie net start eingeben.

Neudefinieren des Speicherorts für das temporäre Arbeitsverzeichnis

Der Standardpfad für den temporären Ordner des Java-Computers ist /tmp. AEM greift ebenfalls auf diesen Ordner zurück, etwa beim Erstellen von Paketen.

Wenn Sie den Pfad des temporären Ordner ändern möchten (wenn Sie zum Beispiel ein Verzeichnis mit mehr freiem Speicherplatz benötigen), definieren Sie einen <new-tmp-path>, indem Sie den JVM-Parameter hinzufügen:

-Djava.io.tmpdir="/<new-tmp-path>"

entweder zu:

  • der Befehlszeile zum Serverstart oder
  • dem „CQ_JVM_OPTS“-Umgebungsparameter im „serverctl“- oder „start“-Skript

Weitere Optionen sind in der Schnellstartdatei verfügbar.

Weitere Optionen und Konventionen zur Umbenennung sind in der Schnellstart-Hilfedatei beschrieben, die über die Option „-help“ aufgerufen werden kann. Geben Sie Folgendes ein, um auf die Hilfe zuzugreifen:

  • java -jar cq5-<version>.jar –help
Loading quickstart properties: default
Loading quickstart properties: instance
Setting properties from filename '/Users/Desktop/AEM/cq-quickstart-5.6.0.jar'
--------------------------------------------------------------------------------
Adobe Experience Manager Quickstart (build 20130129)                            
--------------------------------------------------------------------------------
Usage:                                                                          
 Use these options on the Quickstart command line.                              
--------------------------------------------------------------------------------

-help (--help,-h)
         Show this help message                                                 
-quickstart.server.port (-p,-port) <port>
         Set server port number                                                 
-contextpath (-c,-org.apache.felix.http.context_path) <contextpath>
         Set context path                                                       
-debug <port>
         Enable Java Debugging on port number; forces forking                   
-gui 
         Show GUI if running on a terminal                                      
-nobrowser (-quickstart.nobrowser)
         Do not open browser at startup                                         
-unpack
         Unpack installation files only, do not start the server (implies       
         -verbose)                                                              
-v (-verbose)
         Do not redirect stdout/stderr to files and do not close stdin          
-nofork
         Do not fork the JVM, even if not running on a console                  
-fork
         Force forking the JVM if running on a console, using recommended       
         default memory settings for the forked JVM.                            
-forkargs <args> [<args> ...]
         Additional arguments for the forked JVM, defaults to '-Xmx1024m        
         -XX:MaxPermSize=256m '.  Use -- to specify values starting with -,     
         example: '-forkargs -- -server'                                        
-a (--interface) <interface>
         Optional IP address (interface) to bind to                             
-pt <string>
         Process type (main/fork) - do not use directly, used when forking a    
         process                                                                
-r <string> [<string> [<string> [<string> [<string> [<string> [<string> [<string> [<string> [<string>]]]]]]]]]
         Runmode(s) - Use this to define the run mode(s)                        
-b <string>
         Base folder - defines the path under which the quickstart work folder  
         is created                                                             
-low-mem-action <string>
         Low memory action - what to do if memory is insufficient at startup    
-use-control-port
         Start a control port                                                   
-ll <level>
         Define launchpad log level (1 = error...4 = debug)                     
--------------------------------------------------------------------------------
Quickstart filename options                                                     
--------------------------------------------------------------------------------
Usage:                                                                          
 Rename the jar file, including one of the patterns shown below, to set the     
corresponding option. Command-line options have priority on these filename      
patterns.                                                                       
--------------------------------------------------------------------------------

-NNNN
         Include -NNNN.jar or -pNNNN in the renamed jar filename to run on port 
         NNNN, for example: quickstart-8085.jar                                 
-nobrowser
         Include -nobrowser in the renamed jar filename to avoid opening the    
         browser at startup, example: quickstart-nobrowser-8085.jar             
-publish
         Include -publish in the renamed jar filename to run cq5 in "publish"   
         mode, example: cq5-publish-7502.jar                                    
--------------------------------------------------------------------------------
The license.properties file
--------------------------------------------------------------------------------
  The license.properties file stores licensing information, created from the    
  licensing form displayed on first startup and stored in the folder from where 
  Quickstart is run.                                                            
--------------------------------------------------------------------------------
Log files
--------------------------------------------------------------------------------
  Once Quickstart has been unpacked and started, log files can be found under   
  ./crx-quickstart/logs.                                                        
--------------------------------------------------------------------------------

Installieren von AEM in der Amazon EC2-Umgebung

Wenn Sie AEM in einer Amazon Elastic Compute Cloud (EC2)-Instanz installieren und sowohl die Erstellungs- als auch Veröffentlichungsinstanz installieren möchten, wird die Erstellungsinstanz richtig installiert, indem Sie der Anleitung Installieren von AEM-Instanzen folgen. Die Veröffentlichungsinstanz wird jedoch zur Erstellungsinstanz. 

Treffen Sie die folgenden Vorkehrungen, bevor Sie die Veröffentlichungsinstanz in Ihrer EC2-Umgebung installieren:

  1. Entpacken Sie die JAR-Datei für die Veröffentlichungsinstanz, bevor Sie sie das erste Mal starten.

    Hinweis:

    Wenn Sie den Modus ändern, nachdem Sie die Instanz das erste Mal gestartet haben, können Sie den Ausführungsmodus nicht ändern.

  2. Öffnen Sie das Skript start im Ordner bin und befolgen Sie die folgenden Anweisungen:

    # runmode(s)
    if [ -z "$CQ_RUNMODE" ]; then
    	CQ_RUNMODE='author'
    fi
    
  3. Ändern Sie den Ausführungsmodus in publish und speichern Sie die Datei.

    # runmode(s)
    if [ -z "$CQ_RUNMODE" ]; then
    	CQ_RUNMODE='publish'
    fi
    
  4. Starten Sie die Veröffentlichungsinstanz.

Überprüfen der Installation

Mit den folgenden Links können Sie die Funktionsfähigkeit Ihrer Installation überprüfen (in sämtlichen Beispielen wird davon ausgegangen, dass die Instanz über Port 8080 von „localhost“ läuft und dass CRX unter „/crx“ und Launchpad unter „/“ installiert ist):

  • http://localhost:8080/crx/de
    Die CRXDE Lite-Konsole
  • http://localhost:8080/system/console
    Die Webkonsole

Aktionen nach der Installation

Es bestehen zwar verschiedene Möglichkeiten, AEM WCM zu konfigurieren, bestimmte Aktionen sollten jedoch durchgeführt oder zumindest direkt nach der Installation überprüft werden:

  • Orientieren Sie sich bezüglich Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit Ihres Systems an der Sicherheits-Checkliste.

  • Überprüfen Sie die Liste der Standardbenutzer und -gruppen, die mit AEM WCM installiert werden. Überprüfen Sie, ob Maßnahmen im Hinblick auf andere Konten getroffen werden sollten. Weitere Informationen erhalten Sie in Sicherheits- und Benutzerverwaltung.

Zugriff auf CRXDE Lite und die Webkonsole

Nachdem AEM WCM gestartet wurde, haben Sie zudem auf Folgendes Zugriff:

  • CRXDE Lite – für den Zugriff und die Verwaltung des Repositorys
  • Webkonsole – zur Verwaltung oder Konfiguration von OSGi-Bundles (auch als OSGi-Konsole bekannt)

Zugriff auf CRXDE Lite

Öffnen Sie CRXDE Lite, indem Sie CRXDE Lite auf dem Willkommensbildschirm auswählen oder Ihren Browser öffnen und zu
http://<host>:<port>/crx/de/index.jsp
navigieren.
Beispiel:
  http://localhost:4502/crx/de/index.jsp

Zugriff auf die Webkonsole

Greifen Sie auf die Adobe CQ-Webkonsole zu, indem Sie auf dem Willkommensbildschirm OSGi-Konsole auswählen oder Ihren Browser öffnen und zu
http://<host>:<port>/system/console
navigieren.
Beispiel:
  http://localhost:4502/system/console
oder für die „Bundles“-Seite
http://localhost:4502/system/console/bundles

Weitere Informationen finden Sie unter OSGi-Konfiguration mit der Webkonsole.

Fehlerbehebung

Informationen zur Behebung von Problemen, die bei der Installation möglicherweise auftreten, finden Sie unter:

Deinstallation von Adobe Experience Manager

Da AEM nur in ein einzelnes Verzeichnis installiert wird, ist kein Deinstallationsprogramm erforderlich. Für eine Deinstallation kann es ausreichen, das gesamte Verzeichnis zu löschen, wobei die Art der Deinstallation von AEM davon abhängt, was Sie bezwecken möchten und welche Art beständigen Speicher Sie verwenden.

Falls beständiger Speicher in das Installationsverzeichnis integriert ist, beispielsweise in der standardmäßigen TarPM-Installation, werden durch die Entfernung der Ordner auch alle Daten entfernt.

Hinweis:

Adobe empfiehlt dringend, Ihr Repository zu sichern, bevor Sie AEM löschen. Wenn Sie das gesamte CQ-Installationsverzeichnis löschen, wird dabei auch das Repository gelöscht. Sichern Sie die Repositorydaten vor dem Löschen, indem Sie den Ordner „<CQ-Installationsverzeichnis>/crx-quickstart/repository“ an einen anderen Speicherort verschieben oder kopieren, bevor Sie die anderen Ordner löschen.

Falls Ihre AEM-Installation extern gespeichert ist, etwa auf einem Datenbankserver, werden beim Entfernen der Ordner nicht automatisch auch die Daten entfernt. Allerdings wird dabei die Speicherkonfiguration entfernt, wodurch die Wiederherstellung der JCR-Inhalte schwierig wird.

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