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Inhaltsfragmente in Adobe Experience Manager (AEM) ermöglichen Ihnen das Entwerfen, Erstellen, Kuratieren und Verwenden von seitenunabhängigen Inhalten. Außerdem können Sie Inhalte zur Verwendung an mehreren Orten/über mehrere Kanäle hinweg vorbereiten.

Mit der Sling Model (JSON)-Exportfunktion der AEM-Kernkomponenten können Inhaltsfragmente auch im JSON-Format bereitgestellt werden. Diese Form der Bereitstellung:

  • bietet Ihnen die Möglichkeit, mithilfe der Komponente zu bestimmen, welche Fragmentelemente bereitgestellt werden sollen
  • ermöglicht durch das Hinzufügen mehrerer Inhaltsfragment-Kernkomponenten auf der für die API-Bereitstellung verwendeten Seite eine Bereitstellung in größerem Umfang

Hier und auf den folgenden Seiten werden die Aufgaben zum Erstellen, Konfigurieren und Pflegen von Inhaltsfragmenten beschrieben:

Hinweis:

Diese Seiten sollte in Verbindung mit dem Thema Seitenbearbeitung mit Inhaltsfragmenten gelesen werden.

Die Anzahl der Kommunikationskanäle nimmt jährlich zu. Typischerweise beziehen sich Kanäle auf den Bereitstellungsmechanismus, und zwar wie folgt:

  • Physische Kanäle, z. B. Desktop, mobile Geräte
  • Bereitstellung in einem physischen Kanal, z. B. als „Produktdetailseite“ oder „Produktkategorieseite“ für Desktops bzw. als „mobiles Internet“ oder „mobile App“ für mobile Geräte  

Wahrscheinlich möchten Sie jedoch nicht dieselben Inhalte für alle Kanäle verwenden. Daher müssen Sie Ihre Inhalte je nach Kanal optimieren.

Inhaltsfragmente ermöglichen Ihnen Folgendes:

  • Erwägen, wie sich Zielgruppen effizient kanalübergreifend erreichen lassen
  • Kanalneutrale redaktionelle Inhalte erstellen und verwalten
  • Inhaltspools für mehrere Kanäle erstellen
  • Inhaltsvarianten für bestimmte Kanäle entwerfen
  • Bilder durch Einfügen von Assets (Fragmente mit gemischten Medien) zu Texten hinzufügen

Diese Inhaltsfragmente können dann zusammengestellt werden, um Erlebnisse über verschiedene Kanäle bereitzustellen.

Inhaltsfragmente und Content Services

Mit den AEM Content Services können die Beschreibung und Bereitstellung von Inhalten in/über AEM über einen Fokus auf Webseiten hinweg generalisiert werden.

Sie ermöglichen die Bereitstellung von Inhalten in Kanälen, die keine AEM-Webseiten sind, und nutzen standardisierte Methoden, die von allen Clients genutzt werden können. Diese Kanäle können Folgendes sein:

  • Einzelseiten-Webanwendungen
  • Native Mobilanwendungen 
  • weitere AEM-externe Kanäle und Touchpoints

Die Bereitstellung erfolgt im JSON-Format.

AEM-Inhaltsfragmente können zur Beschreibung und Verwaltung strukturierter Inhalte verwendet werden. Strukturierter Inhalt wird in Modellen definiert, die eine Vielzahl von Inhaltstypen enthalten können, darunter Text, numerische Daten, boolesche Ausdrücke, Datum und Uhrzeit und mehr.   

Zusammen mit der JSON-Exportfunktion der AEM-Kernkomponenten kann dieser strukturierte Inhalt dann zur Bereitstellung von AEM-Inhalten in anderen Kanälen als AEM-Seiten verwendet werden.  

Hinweis:

Inhaltsfragmente und Erlebnisfragmente sind unterschiedliche Funktionen in AEM:

  • Inhaltsfragmente sind redaktionelle Inhalte, vor allem Text und zugehörige Bilder. Dabei handelt es sich um reinen Inhalt ohne Design und Layout.
  • Erlebnisfragmente sind vollständig gestaltete Inhalte und stellen Teile von Webseiten dar.

Erlebnisfragmente können Inhalte in Form von Inhaltsfragmenten enthalten, aber nicht umgekehrt.

Vorsicht:

Inhaltsfragmente stehen über die klassische Benutzeroberfläche nicht zur Verfügung.

Die Inhaltsfragmente-Komponente kann im Sidekick der klassischen Benutzeroberfläche angezeigt werden. Es stehen jedoch keine weiteren Funktionen zur Verfügung.

Hinweis:

AEM unterstützt auch die Übersetzung von Fragmentinhalten. Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen von Übersetzungsprojekten für Inhaltsfragmente.

Arten von Inhaltsfragmenten

Es gibt folgende Arten von Inhaltsfragmenten:

  • Einfache Fragmente
    Diese haben keine vordefinierte Struktur. Sie enthalten lediglich Text und Bilder.
    Diese basieren auf der Vorlage für einfache Fragmente.
  • Fragmente, die strukturierte Inhalte enthalten
    Diese basieren auf einem Inhaltsfragmentmodell, das eine Struktur für das daraus entstehende Fragment vordefiniert.
    Diese können außerdem verwendet werden, um Content Services über den JSON Exporter bereitzustellen.

Inhaltstyp

Inhaltsfragmente werden:

  • als Assets gespeichert:
    • Inhaltsfragmente (und deren Varianten) können in der Konsole Assets erstellt und verwaltet werden.
    • Im Inhaltsfragment-Editor erstellt und bearbeitet.
  • im Seiten-Editor anhand der Komponente Inhaltsfragment verwendet (Verweiskomponente):
    • Die Komponente Inhaltsfragment steht für Seitenautoren zur Verfügung. Ermöglicht das Erstellen von Verweisen für sowie das Bereitstellen des erforderlichen Inhaltsfragments im HTML- oder JSON-Format

Inhaltsfragmente sind eine Inhaltsstruktur mit folgenden Eigenschaften:

  • Sie weisen kein Layout oder Design auf (gewisse Textformatierung ist im Rich-Text-Modus möglich).
  • Enthalten mindestens einen Bestandteil.
  • Kann Bilder enthalten oder mit Bildern verbunden sein.
  • Bei Referenzierung auf einer Seite können Übergangsinhalte verwendet werden.
  • Sie sind unabhängig vom Bereitstellungsmechanismus (d. h. Seite, Kanal).

Fragmente mit visuellen Assets

Um Autoren eine bessere Kontrolle über eigene Inhalte zu ermöglichen, können Bilder zu einem Inhaltsfragment hinzugefügt und/oder darin integriert werden. 

Assets können auf verschiedene Weisen mit einem Inhaltsfragment verwendet werden – mit jeweiligen Vorteilen:

  • In ein Fragment eingefügte Assets (Fragmente mit gemischten Medien)

    Hinweis:

    Die in das Inhaltsfragment eingefügten visuellen Assets werden mit dem vorangehenden Absatz verbunden. Beim Hinzufügen des Fragments zu einer Seite werden diese Assets in Beziehung zu diesem Absatz verschoben, wenn Übergangsinhalte hinzugefügt werden.

  • Zugehörige Inhalte 

    • sind zwar mit einem Fragment verbunden, stellen aber keinen festen Bestandteil des Fragments dar (siehe Bestandteile von Inhaltsfragmenten);
    • ermöglichen eine gewisse Flexibilität bei der Positionierung;
    • sind problemlos verfügbar (als Übergangsinhalte), wenn das Fragment auf einer Seite verwendet wird;
    • weitere Informationen finden Sie unter Zugehörige Inhalte.
  • Über den Assets-Browser des Seiten-Editors verfügbare Assets

    • bieten vollständige Flexibilität bei der Asset-Auswahl;
    • ermöglichen eine gewisse Flexibilität bei der Positionierung;
    • liefern nicht die Möglichkeit, für ein bestimmtes Fragment genehmigt zu werden;
    • weitere Informationen finden Sie unter Assets-Browser.

Bestandteile von Inhaltsfragmenten

Inhaltsfragment-Assets setzen sich aus folgenden Teilen zusammen (entweder direkt oder indirekt):

  • Fragmentelementen

    • Elemente korrelieren mit den Datenfeldern, die Inhalte enthalten.
    • Verwenden Sie bei Fragmenten mit strukturiertem Inhalt ein Inhaltsmodell, um das Inhaltsfragment zu erstellen. Die im Modell angegebenen Elemente (Felder) definieren die Struktur des Fragments. Bei diesen Elementen (Feldern) gibt es verschiedene Datentypen.
    • Bei einfachen Fragmenten:
      • Der Inhalt befindet sich in einem (oder mehreren) mehrzeiligen Textfeld(ern) oder Element(en).
      • Die Elemente werden in der Fragmentvorlage definiert (es ist nicht möglich, sie bei der Fragmenterstellung zu definieren. Weitere Informationen finden Sie unter Inhaltsfragmentvorlagen).
  • Fragmentabsätze

    • Textblöcke, die:
      • durch vertikale Abstände (Zeilenschaltung) getrennt sind
      • sich in mehrzeiligen Textelementen befinden, entweder in einfachen oder in strukturierten Fragmenten
    • Im Rich-Text- und Markdown-Modus kann ein Absatz als Kopfzeile formatiert sein, wobei dieser sowie der nachfolgende Absatz als eine Einheit fungieren.
    • Ermöglichen die Inhaltssteuerung während der Seitenbearbeitung 
  • In ein Fragment eingefügte Assets (Fragmente mit gemischten Medien)

    • Assets (Bilder) werden in das eigentliche Fragment eingefügt und als interne Inhalte eines Fragments verwendet.
    • sind in das Absatzsystem des Fragments eingebettet;
    • können formatiert werden, wenn das Fragment auf einer Seite verwendet/referenziert wird;
    • können nur über den Fragment-Editor einem Fragment hinzugefügt, daraus gelöscht oder darin verschoben werden; diese Aktionen können nicht im Seiten-Editor durchgeführt werden;
    • können nur durch das Rich-Text-Format im Fragment-Editor einem Fragment hinzugefügt, daraus gelöscht oder darin verschoben werden;
    • Können nur zu mehrzeiligen Textelementen hinzugefügt werden (beliebiger Fragmenttyp).
    • werden mit dem vorangehenden Text (Absatz) verbunden;

    Vorsicht:

    Ein (versehentliches) Löschen aus dem Fragment ist möglich, wenn in das Nur-Text-Format gewechselt wird.

    Hinweis:

    Assets können auch als zusätzlicher (Übergangs) Inhalt hinzugefügt werden, wenn ein Fragment auf einer Seite verwendet wird (bei Nutzung von zugehörigen Inhalten oder Assets aus dem Assets-Browser).

  • Zugehörige Inhalte

    • Hierbei handelt es sich um externen Inhalt für das Fragment, der jedoch von redaktioneller Relevanz ist. In der Regel sind dies Bilder, Videos oder andere Fragmente.
    • Die einzelnen Assets innerhalb der Sammlung können mit dem Fragment im Seiten-Editor verwendet werden, wenn es einer Seite hinzugefügt wird. Zugehörige Inhalte sind also optional, abhängig von den Anforderungen des jeweiligen Kanals.
    • Die Assets sind mit Fragmenten über Sammlungen verknüpft. Mithilfe verknüpfter Sammlungen kann der Autor entscheiden, welche Assets beim Bearbeiten einer Seite verwendet werden sollen.
      • Sammlungen können mit Fragmenten anhand von Vorlagen als Standardinhalt oder von Autoren während der Fragmentbearbeitung verbunden werden.
      • Asset (DAM)-Sammlungen sind die Basis für die zugehörigen Inhalte von Fragmenten.
    • Sie können auch das eigentliche Fragment zu einer Sammlung hinzufügen und so die Nachverfolgung unterstützen.  
  • Fragmentmetadaten

    • Verwendung der Assets-Metadatenschemata
    • Tag-Erstellung möglich:
      • Beim Erstellen und Bearbeiten des Fragments
      • Oder später:
        • Durch Anzeigen/Bearbeiten der Fragmenteigenschaften über die Konsole
        • Durch Bearbeiten der Metadaten im Fragment-Editor
  • Master

    • Integraler Bestandteil des Fragments:
      • Jedes Inhaltsfragment hat eine Masterinstanz.
      • Der Master kann gelöscht werden.
    • Auf den Master kann über den Fragment-Editor unter Varianten zugegriffen werden.
    • Der Master ist keine Variante an sich, sondern die Grundlage aller Varianten. 
  • Varianten

    • Ausgabeformate von Fragmenttext, eigens zu redaktionellen Zwecken. Diese können mit einem Kanal verbunden sein, doch ist dies nicht obligatorisch; auch für lokale Ad-hoc-Änderungen geeignet;
    • werden als Kopien vom Master erstellt, können dann aber nach Bedarf bearbeitet werden; gewöhnlich kommt es zu einer Inhaltsüberlappung zwischen den Varianten;
    • können während der Fragmentbearbeitung definiert oder in Fragment-Vorlagen vordefiniert werden;
    • werden im Fragment gespeichert, um die Streuung von Inhaltskopien zu vermeiden;
    • können mit dem Master synchronisiert werden, wenn der Masterinhalt aktualisiert wurde;
    • können zusammengefasst werden, um Text schnell auf eine vordefinierte Länge zu kürzen;
    • sind auf der Registerkarte Varianten des Fragment-Editors verfügbar.

Übergangsinhalte bei der Seitenerstellung mit Inhaltsfragmenten

Übergangsinhalte:

Vorsicht:

Bei Übergangsinhalten handelt es sich um Seiteninhalte. Sie werden nicht im Inhaltsfragment gespeichert.

Voraussetzungen für Fragmente

Zum Erstellen, Bearbeiten und Verwenden von Inhaltsfragmente ist zudem Folgendes erforderlich:

  • Inhaltsmodell

    • Wird mithilfe von Tools aktiviert und erstellt.
    • Erforderlich für das Erstellen eines strukturierten Fragments.
    • Definiert die Struktur eines Fragments (Titel, Inhaltselemente, Tag-Definitionen).
    • Inhaltsmodelldefinitionen erfordern einen Titel und ein Datenelement. Alle weiteren Elemente sind optional. Das Modell definiert einen minimalen Gültigkeitsbereich für das Fragment und ggf. den Standardinhalt. Autoren können die definierte Struktur ändern, wenn sie den Fragmentinhalt erstellen.  
  • Fragment-Vorlage

    • Erforderlich für das Erstellen eines einfachen Fragments.
    • In der Regel während der Projektimplementierung entwickelt; kann nicht während des Erstellens entwickelt werden.
    • Definiert die grundlegenden Eigenschaften eines einfachen Fragments (Titel, Anzahl der Textelemente, Tag-Definitionen).
    • Vorlagendefinitionen erfordern einen Titel und ein Textelement. Alle weiteren Elemente sind optional. Die Vorlage definiert einen minimalen Gültigkeitsbereich für das Fragment und ggf. den Standardinhalt. Autoren können zu einem späteren Zeitpunkt die Definition eines Fragments über die Angaben in der Vorlage hinaus erweitern.  
  • Inhaltsfragmentkomponente

    • Hilft bei der Bereitstellung des Fragments im HTML- und/oder JSON-Format.
    • Erforderlich zum Referenzieren des Fragments auf einer Seite.
    • Zuständig für das Layout und die Bereitstellung eines Fragments, d. h. Kanäle. 
    • Fragmente benötigen eine oder mehrere dedizierte Komponenten zur Definition des Layouts und zur Bereitstellung einiger oder aller Elemente/Varianten und zugehörigen Inhalte.
    • Durch Ziehen eines Fragments auf eine Seite während der Bearbeitung wird die erforderliche Komponente automatisch zugewiesen.

Anwendungsbeispiel

Ein Fragment samt seinen Elementen und Varianten kann zur Erstellung von kohärentem Inhalt für verschiedene Kanäle verwendet werden. Beim Entwurf eines Fragments muss berücksichtigt werden, welche Elemente wo verwendet werden.

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