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AEM-Projektüberblick

AEM kommt häufig in umfangreichen Bereitstellungen zum Einsatz, die möglicherweise von Millionen von Benutzern genutzt werden. Im Großteil der Fälle werden dabei benutzerdefinierte Anwendungen auf Instanzen bereitgestellt, wodurch die Komplexität weiter erhöht wird. Das Aktualisieren einer solchen Implementierung muss deshalb methodisch angegangen werden.

Dieser Leitfaden unterstützt Sie bei der Formulierung von klaren Zielen, Phasen und Ergebnissen bei der Planung der Aktualisierung. Im Mittelpunkt des Leitfadens stehen die Abwicklung und die Richtlinien des gesamten Projekts. Er gibt einen Überblick über die konkreten Aktualisierungsschritte und verweist auf verfügbare technische Ressourcen, falls erforderlich. Der Leitfaden sollte in Verbindung mit den verfügbaren technischen Ressourcen verwendet werden, auf die in diesem Dokument Bezug genommen wird.

Der Aktualisierungsprozess für AEM erfordert sorgfältig ausgeführte Planungs-, Analyse- und Durchführungsphasen, für die jeweils wichtige Ergebnisse festgelegt werden müssen.

Beachten Sie, dass eine direkte Aktualisierung von AEM 6.0 und höheren Versionen auf Version 6.4 möglich ist. Kunden mit AEM 5.6.x und älteren Versionen müssen jedoch zuerst eine Aktualisierung auf Version 6.0 oder höher durchführen (empfohlen wird 6.0 SP3). Darüber hinaus wird seit 6.3 für den Segment-Knotenspeicher das neue Oak-Segment-TAR-Format verwendet. Eine Repository-Migration in dieses neue Format ist auch für die Versionen 6.0, 6.1 und 6.2 obligatorisch.

Aktualisierungsumfang und -anforderungen

Nachfolgend finden Sie eine Liste der Bereiche, die von einem typischen AEM-Aktualisierungsprojekt betroffen sind:

Komponente Auswirkungen Beschreibung
Betriebssystem Ungewisse aber geringfügige Auswirkungen Möglicherweise muss bei der Aktualisierung von AEM auch das Betriebssystem aktualisiert werden. Dies kann gewisse Auswirkungen haben.
Java-Laufzeitumgebung Moderate Auswirkungen AEM 6.3 erfordert JRE 1.7.x (64 Bit) oder höher. Derzeit ist JRE 1.8 die einzige von Oracle unterstützte Version.
Hardware Moderate Auswirkungen Für die Online-Revisionsbereinigung sind freier
Speicherplatz, der 25 % des Repository-Volumens entspricht, sowie 15 % freier Heap-Speicher erforderlich,
um die Bereinigung erfolgreich abzuschließen. Möglicherweise müssen Sie Ihre Hardware aktualisieren, um
sicherzustellen, dass ausreichend Ressourcen für die vollständige Ausführung der Online-Revisionsbereinigung
verfügbar sind. Wenn Sie zudem eine Aktualisierung von einer Version vor AEM 6 durchführen,
sind u. U. zusätzliche Speicheranforderungen zu beachten.
Inhalts-Repository (CRX oder Oak) Starke Auswirkungen Ab Version 6.1 bietet AEM keine Unterstützung für CRX2, sodass eine Migration auf
Oak (CRX3) erforderlich ist, wenn eine Aktualisierung von einer älteren Version durchgeführt wird. In AEM 6.3 wurde
ein neuer Segment-Knotenspeicher implementiert, der ebenfalls migriert werden muss. Hierzu wird das
CRX2OAK-Tool verwendet.
AEM-Komponenten/-Inhalte Moderate Auswirkungen /libs und /apps werden bei der Aktualisierung problemlos verarbeitet; für /etc müssen die Anpassungen jedoch in der Regel erneut angewendet werden.
AEM-Dienste Geringfügige Auswirkungen Der Großteil der AEM-Kerndienste wird für eine Aktualisierung getestet. Dies ist ein Bereich mit geringfügigen Auswirkungen.
Benutzerdefinierte Anwendungsdienste Geringfügige bis starke Auswirkungen Je nach Anwendung und Grad der Anpassung liegen möglicherweise
Abhängigkeiten von JVM, Betriebssystemversionen und einige indizierungsbezogene
Änderungen vor, da Indizes in Oak nicht automatisch generiert werden.
Benutzerdefinierte Anwendungsinhalte Geringfügige bis starke Auswirkungen Inhalte, die von der Aktualisierung nicht betroffen sind, können vorher gesichert
und dann wieder in das Repository verschoben werden.
Die meisten Inhalte können mithilfe des Migrationstools verarbeitet werden.

Sie müssen sicherstellen, dass ein unterstütztes Betriebssystem, eine unterstützte Java-Laufzeitumgebung sowie eine unterstützte httpd- und Dispatcher-Version ausgeführt werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Technische Anforderungen für AEM 6.4. Die Aktualisierung dieser Komponenten muss im Projektplan berücksichtigt werden und sollte vor der AEM-Aktualisierung durchgeführt werden.

Projektphasen

Mit der Planung und Durchführung einer AEM-Aktualisierung ist ein hoher Arbeitsaufwand verbunden. Um den Arbeitsaufwand besser zu verdeutlichen, haben wir die Planungs- und Durchführungsschritte in separate Phasen unterteilt. In den nachfolgenden Abschnitten resultiert jede Phase in einem Ergebnis, das häufig für eine zukünftige Phase des Projekts genutzt wird.

Planen der Autorenschulung

In jeder neuen Version ist mit potenziellen Änderungen an der Benutzeroberfläche und den Benutzer-Workflows zu rechnen. Außerdem werden neue Funktionen eingeführt, deren Nutzung sich für das Unternehmen als vorteilhaft erweisen kann. Adobe empfiehlt die eingeführten Funktionsänderungen zu überprüfen und einen Schulungsplan für Benutzer zu erstellen, damit diese neue Funktionen effektiv nutzen können.

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Neue Funktionen in AEM 6.4 finden Sie im Bereich zu AEM auf adobe.com. Achten Sie vor allem auf Änderungen an Benutzeroberflächen oder Produktfunktionen, die in Ihrem Unternehmen häufig verwendet werden. Wenn Sie sich über die neuen Funktionen informieren, achten Sie auch auf neue Funktionen, die für Ihr Unternehmen von Nutzen sein können. Sobald Sie sich mit den Änderungen in AEM 6.4 vertraut gemacht haben, formulieren Sie einen Schulungsplan für Ihre Autoren. Hierzu können Sie kostenlos verfügbare Ressourcen wie Videos zu Funktionen des Adobe-Supports oder formelle Schulungen nutzen, die von Adobe Digital Learning Services angeboten werden.

Erstellen eines Testplans

Jede Kundenimplementierung von AEM ist einzigartig und auf die Geschäftsanforderungen des Unternehmens zugeschnitten. Deshalb ist es wichtig, alle am System vorgenommenen Anpassungen zu bestimmen, damit sie in einen Testplan einbezogen werden können. Dieser Testplan bildet die Basis für den QS-Prozess, der für aktualisierte Instanzen durchgeführt wird.

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Die Produktionsumgebung muss exakt dupliziert und nach der Aktualisierung getestet werden, um sicherzustellen, dass alle Anwendungen und benutzerdefinierter Code weiterhin wie gewünscht ausgeführt werden. Sie müssen alle Anpassungen rückgängig machen und Leistungs-, Last- und Sicherheitstests durchführen. Beziehen Sie beim Organisieren des Testplans neben den vorkonfigurierten Benutzeroberflächen und Workflows, die für Ihre täglichen Betriebsabläufe verwendet werden, alle am System vorgenommenen Anpassungen in den Plan mit ein. Hierzu gehören möglicherweise benutzerdefinierte OSGi-Dienste und -Servlets, Integrationen mit Adobe Marketing Cloud, Integrationen mit Drittanbieteranwendungen über AEM-Connectors, benutzerdefinierte Drittanbieterintegrationen, benutzerdefinierte Komponenten und Vorlagen, benutzerdefinierte Benutzeroberflächen-Überlagerungen in AEM und benutzerdefinierte Workflows. Kunden, die eine Migration von einer Version vor AEM 6 durchführen, sollten alle benutzerdefinierten Abfragen analysieren, da diese u. U. indiziert werden müssen. Kunden die bereits eine AEM 6.x-Version verwenden, sollte diese Abfragen ebenfalls testen, um sicherzustellen, das ihre Indizes auch nach der Aktualisierung ordnungsgemäß arbeiten.

Bestimmen der erforderlichen Architektur- und Infrastrukturänderungen

Sie müssen bei einer Aktualisierung möglicherweise auch andere Komponenten Ihres Technologie-Stacks aktualisieren, z. B. das Betriebssystem oder JVM. Darüber hinaus ist aufgrund von Änderungen an der Repository-Konfiguration u. U. zusätzliche Hardware erforderlich. Dies trifft in der Regel nur für Kunden zu, die eine Migration von Instanzen vor Version 6.x durchführen, muss jedoch berücksichtigt werden. Und schließlich müssen Sie möglicherweise Ihre Betriebspraktiken ändern, darunter Ihre Prozesse für die Überwachung, Wartung, Sicherung und Nofallwiederherstellung.

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Überprüfen Sie die technischen Anforderungen für AEM 6.4 und stellen Sie sicher, dass Ihre Hardware und Software die Voraussetzungen erfüllen. Informationen zu potenziellen Änderungen an Ihren Betriebsabläufen finden Sie in den folgenden Dokumenten:

 

Überwachung und Wartung

Vorgangs-Dashboard

Best Practices für die Asset-Überwachung

Überwachen von Serverressourcen mit der JMX-Konsole

Revisionsbereinigung


Sicherung/Wiederherstellung und Notfallwiederherstellung:

Sicherung und Wiederherstellung

Leistung und Skalierbarkeit

Ausführen von AEM mit der TarMK-Cold-Standby-Funktion

Überlegungen zur Neustrukturierung des Contents

Mit AEM 6.4 werden Änderungen an der Repository-Struktur eingeführt, mit denen Upgrades noch nahtloser durchgeführt werden können. Diese Änderungen erfordern, dass Inhalte aus dem Ordner /etc in Ordner wie /libs, /apps und /content verschoben werden – je nachdem, ob Adobe oder der Kunde Eigentümer des Inhalts ist –, um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass Inhalte durch Aktualisierungen überschrieben werden. Die Neustrukturierung des Repositorys wurde so realisiert, dass für dieAktualisierungauf 6.4 keine Codeänderungen erforderlich sein sollten. Es wird jedoch empfohlen, bei der Planung die Informationen unter Repository-Neustrukturierung in AEM 6.4 zu beachten.

Bewertung der Komplexität der Aktualisierung

Aufgrund der von unseren Kunden an ihren AEM-Umgebungen vorgenommenen Anpassungen, die sich hinsichtlich des Umfangs und der Art der Anpassung weitgehend unterscheiden, ist es wichtig, vor einer Aktualisierung den damit verbundenen Aufwand zu bestimmen.

Es gibt zwei Ansätze zur Bewertung der Komplexität der Aktualisierung. In einer Vorbereitungsphase können Sie einfach den neuen Musterdetektor verwenden, der auf Ihren AEM 6.1-, 6.2- und 6.3-Instanzen ausgeführt werden kann. Der Musterdetektor bietet die einfachste Möglichkeit, die erwartete Gesamtkomplexität der Aktualisierung anhand der gefundenen Muster zu bewerten. Der Bericht des Musterdetektors enthält Muster, mit denen veraltete APIs identifiziert werden können, die von der benutzerdefinierten Codebasis verwendet werden (dies wurde in 6.3 mithilfe von Kompatibilitätsprüfungen vor der Aktualisierung durchgeführt). 

Nach dieser anfänglichen Bewertung kann in einem umfangreicheren nächsten Schritt eine Aktualisierung einer Testinstanz durchgeführt werden, um einige grundlegende Tests durchzuführen. Adobe bietet auch einige . Außerdem sollte die Liste der veralteten und entfernten Funktionen überprüft werden, und zwar nicht nur in Bezug auf die Version, auf die Sie die Aktualisierung durchführen, sondern auch bezüglich der Versionen zwischen Ihrer Quell- und Zielversion. Bei einer Aktualisierung von AEM 6.2 auf 6.4 ist es beispielsweise wichtig, die veralteten und entfernten Funktionen von AEM 6.3 neben denen von AEM 6.4 zu überprüfen.

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Der in 6.4 eingeführte Musterdetektor liefert Ihnen eine recht genaue Schätzung dessen, was Sie während einer Aktualisierung in den meisten Fällen erwarten können. Für komplexere Anpassungen und Bereitstellungen, in denen inkompatible Änderungen vorhanden sind, können Sie jedoch eine Entwicklungsinstanz auf AEM 6.4 aktualisieren. Eine Anleitung finden Sie unter Durchführen eines Upgrades. Führen Sie nach der Aktualisierung eine Reihe allgemeiner Feuerproben für die Umgebung durch. Sie dienen nicht dazu, das Nutzungsszenario umfassend zu testen und eine formelle Liste mit Defekten zu erstellen. Vielmehr soll der geschätzte erforderliche Arbeitsaufwand für die Aktualisierung des Codes ermittelt werden, um die Kompatibilität mit Version 6.4 sicherzustellen. Wenn die Mustererkennung mit den Änderungen an der Architektur kombiniert wird, die im vorherigen Abschnitt beschrieben wurden, liefert dies eine grobe Schätzung, mit deren Hilfe das Projektleiterteam die Aktualisierung planen kann.

Erstellen des Runbooks für die Aktualisierung und das Rollback

Obwohl Adobe den Prozess für die Aktualisierung von AEM-Instanzen dokumentiert hat, muss der Ansatz entsprechend dem Netzwerklayout, der Bereitstellungsarchitektur und den Anpassungen jedes Kunden optimiert und darauf zugeschnitten werden. Wir empfehlen deshalb die gesamte verfügbare Dokumentation zu lesen und auf dieser Basis ein projektspezifisches Runbook mit den speziellen Aktualisierungs- und Rollbackverfahren für Ihre Umgebung zu erstellen. Stellen Sie bei einer Aktualisierung von CRX2 sicher, dass Sie die Dauer der Inhaltsmigration von CRX2 auf Oak evaluieren. Diese kann bei großen Repositorys erheblich sein.

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Unter Aktualisierungsverfahren finden Sie Aktualisierung- und Rollbackverfahren sowie schrittweise Anleitungen für die Durchführung einer ersetzenden Aktualisierung. Diese Anweisungen sollten überprüft und für Ihre Systemarchitektur, Anpassungen und Ausfallzeitentoleranz berücksichtigt werden, um die entsprechenden Switchover- und Rollbackvorgänge zu bestimmen, die Sie während der Aktualisierung ausführen. Änderungen an der Architektur oder Servergröße sollten bei der Erstellung Ihres benutzerdefinierten Runbooks miteinbezogen werden. Beachten Sie, dass diese Version als erster Entwurf gelten sollte. Möglicherweise sind nach Abschluss der QS- und Entwicklungszyklen und der Bereitstellung der Aktualisierung in der Staging-Umgebung weitere Schritte erforderlich. Die Informationen im Dokument sollten möglichst umfassend sein, sodass Ihr Betriebspersonal die Aktualisierung anhand der darin enthaltenen Informationen vollständig durchführen und abschließen kann.

Entwickeln eines Projektplans

Anhand der Ergebnisse aus den vorherigen Schritten kann ein Projektplan erstellt werden, der die erwarteten Zeitrahmen für den Test- oder Entwicklungsaufwand, Schulungen und die tatsächliche Aktualisierung beinhaltet.

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Ein umfassender Projektplan sollte folgende Punkte beinhalten:

  • Finalisierung der Entwicklungs- und Testpläne

  • Aktualisierung von Entwicklungs- und QS-Umgebungen

  • Aktualisierung der benutzerdefinierten Codebasis für AEM 6.4

  • Test- und Fehlerbehebungszyklus zur Qualitätssicherung

  • Aktualisierung der Staging-Umgebung

  • Integrations-, Leistungs- und Lasttests

  • Zertifizierung der Umgebung

  • Live-Schaltung

Entwicklung und Qualitätssicherung (QS)

Wir haben Verfahren für das Aktualisieren von Code und Anpassungen bereitgestellt, die mit AEM 6.4 kompatibel sind.  Im Rahmen dieses iterativen Prozesses muss das Runbook bei Bedarf geändert werden. Auch unter Abwärtskompatibilität in AEM 6.4 finden Sie Informationen darüber, wie Sie Ihre Anpassungen in den meisten Fällen abwärtskompatibel halten können, ohne dass sofort nach der Aktualisierung Entwicklungsarbeiten erforderlich sind.

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Der Entwicklungs- und Testprozess ist in der Regel iterativ. Änderungen, die aufgrund von Anpassungen während der Aktualisierung vorgenommen werden, können potenziell einen kompletten Teil des Produkts unbrauchbar machen. Wenn die Entwickler die Ursache des Problems behoben und das Testteam Zugriff auf die Funktionen hat, um diese zu testen, werden möglicherweise weitere Probleme gefunden. Werden Probleme identifiziert, die Anpassungen des Aktualisierungsprozesses erfordern, stellen Sie sicher, dass Sie diese zum benutzerdefinierten Runbook für die Aktualisierung hinzufügen. Nach mehreren Test- und Fehlerbehebungsphasen sollte die Codebasis vollständig validiert und zur Implementierung in der Staging-Umgebung bereit sein.

Abschließende Tests

Nach der Autorisierung der Codebasis durch das QS-Team Ihres Unternehmens wird eine abschließende Testphase empfohlen. Dabei wird Ihr Runbook in einer Staging-Umgebung überprüft, gefolgt von Benutzerakzeptanz-, Leistungs- und Sicherheitstests.

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Dieser Schritt ist notwendig, da dies die einzige Gelegenheit ist, bei der Sie die Schritte im Runbook in einer produktionsähnlichen Umgebung überprüfen können. Wenn die Umgebung aktualisiert wurde, müssen die Endbenutzer genügend Zeit haben, um sich anzumelden und ihre üblichen täglichen Aktivitäten im System durchzuführen. Nicht selten verwenden Benutzer einen Teil des Systems, den sie zuvor nicht genutzt haben. Durch die Identifizierung und Behebung von Fehlern in diesen Bereichen vor einer Live-Schaltung können teure Produktionsausfälle verhindert werden. Da eine neue AEM-Version erhebliche Änderungen der zugrunde liegenden Plattform mit sich bringt, ist es ebenfalls wichtig, Leistungs-, Last- und Sicherheitstests für das System durchzuführen, und zwar so, als ob dieses zum ersten Mal gestartet wird.

Durchführen der Aktualisierung

Wenn alle Beteiligten den Prozess abgezeichnet haben, ist es Zeit für die Ausführung der im Runbook festgelegten Verfahren. Unter Aktualisierungsverfahren werden Schritte für die Aktualisierung und das Rollback sowie als Referenz die Installationsschritte bei der Durchführung einer ersetzenden Aktualisierung beschrieben.

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Die Aktualisierungsanweisungen enthalten eine Reihe von Schritten für die Überprüfung der Umgebung. Hierzu gehören grundlegende Prüfungen wie das Überprüfen der Aktualisierungsprotokolle und die Verifizierung des ordnungsgemäßen Starts aller OSGi-Bundles. Wir empfehlen jedoch auch eine Validierung anhand eigener Nutzungsszenarien für Ihre Geschäftsprozesse. Darüber hinaus empfiehlt Adobe die Überprüfung des Zeitplans für die Online-Revisionsbereinigung von AEM sowie der zugehörigen Routinen, um sicherzustellen, dass diese nicht zu Stoßzeiten durchgeführt werden. Diese Routinen sind wichtig, um langfristig die Leistung von AEM aufrechtzuerhalten.

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