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In diesem Kapitel wird beschrieben, wie Sie angepasste Schritt-Komponenten für Ihre Workflows entwickeln und programmatisch mit den Workflows interagieren können.

Das Erstellen eines angepassten Workflow-Schritts umfasst die folgenden Aktivitäten:

  • Entwickeln der Komponente des Workflow-Schritts
  • Implementieren der Schrittfunktionalität als OSGi-Dienst oder ECMA-Skript 

Workflow-Schritt-Komponenten – die Grundlagen

Eine Workflow-Schritt-Komponente definiert das Erscheinungsbild und das Verhalten des Schritts beim Erstellen von Workflow-Modellen:

  • Kategorie und Schrittname im Workflow-Sidekick
  • Erscheinungsbild des Schritts in Workflow-Modellen
  • Dialogfeld „Bearbeiten“ für die Konfiguration der Komponenteneigenschaften
  • Dienst oder Skript, der bzw. das zur Laufzeit ausgeführt wird

Wie alle Komponenten erben Workflow-Schritt-Komponenten von der Komponente, die für die Eigenschaft sling:resourceSuperType festgelegt ist. Das folgende Diagramm zeigt die Hierarchie von cq:component-Knoten, die die Grundlage aller Workflow-Schritt-Komponenten bilden. Das Diagramm enthält auch die Komponenten Prozess-Schritt, Teilnehmer-Schritt und Dynamischer-Teilnehmer-Schritt, da sie die gängigsten (und grundlegendsten) Ausgangspunkte für die Entwicklung angepasster Schritt-Komponenten darstellen. 

AEM_WF_ComponentInherit

Vorsicht:

Sie dürfen keinerlei Änderungen im Pfad /libs vornehmen.

Denn der Inhalt von /libs wird überschrieben, wenn Sie die Instanz das nächste Mal aktualisieren. (Außerdem kann der Inhalt auch durch Anwenden von Hotfixes oder Feature Packs überschrieben werden.)

Die empfohlene Methode zur Konfiguration und für andere Änderungen sieht wie folgt aus:

1. Erstellen Sie das erforderliche Element erneut (d. h. wie es in /libs aussieht) unter /apps
2. Nehmen Sie die gewünschten Änderungen in /apps vor.

Die Komponente /libs/cq/workflow/components/model/step ist der nächste Vorgänger von Prozess-Schritt, Teilnehmer-Schritt und Dynamischer-Teilnehmer-Schritt, die alle die folgenden Elemente erben:

  • step.jsp

    Das Skript step.jsp rendert den Titel der Schritt-Komponente, wenn sie zu einem Modell hinzugefügt wird.  

    WF-22
  • Ein Dialogfeld mit den folgenden Registerkarten:

    • Allgemein: für die Bearbeitung von Titel und Beschreibung
    • Erweitert: für die Bearbeitung von E-Mail-Benachrichtigungseigenschaften
    WF-44
    WF-45

    Hinweis:

    Wenn die Registerkarten des Dialogfelds „Bearbeiten“ nicht mit diesem Standard-Erscheinungsbild übereinstimmen, werden diese geerbten Registerkarten von den definierten Skripten, Knoteneigenschaften oder Dialogfeld-Registerkarten der Schritt-Komponente überschrieben.

ECMA-Skripte

Die folgenden Objekte sind (abhängig vom Schritttyp) bei ECMA-Skripten verfügbar:

MetaDataMaps

Sie können mit Workflow-Metadaten Daten speichern, die während des Lebenszyklus des Workflows benötigt werden. Eine häufig vorkommende Anforderung bei Workflow-Schritten besteht im Speichern von Daten für die zukünftige Verwendung im Workflow oder im Abrufen der gespeicherten Daten. 

Es gibt drei Typen von MetaDataMap-Objekten – für Workflow-, WorkflowData- und WorkItem-Objekte. Sie alle sollen demselben Zweck dienen – dem Speichern von Metadaten.

Ein WorkItem verfügt über seine eigene MetaDataMap, die nur verwendet werden kann, während das WorkItem (z. B. der Schritt) ausgeführt wird.

Die MetaDataMaps von Workflow wie von WorkflowData werden über den gesamten Workflow hinweg gemeinsam verwendet. In diesen Fällen empfiehlt es sich, nur die MetaDataMap von WorkflowData zu nutzen.

Erstellen von angepassten Workflow-Schritt-Komponenten

Für das Erben von einer der (vorhandenen) Basis-Schritt-Komponenten fügen Sie die folgende Eigenschaft zum Knoten cq:Component hinzu:

  • Name: sling:resourceSuperType
  • Typ: String
  • Wert: einer der folgenden Pfade, die zu einer Basiskomponente verweisen:
    • cq/workflow/components/model/process
    • cq/workflow/components/model/participant
    • cq/workflow/components/model/dynamic_participant

Festlegen von Standardtitel und -Beschreibung für Schrittinstanzen

Mit dem folgenden Verfahren können Sie die Standardwerte für die Felder Titel und Beschreibung auf der Registerkarte Allgemein festlegen.

Hinweis:

Die Feldwerte werden auf der Schrittinstanz angezeigt, wenn die beiden folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Das Dialogfeld „Bearbeiten“ des Schritts speichert den Titel und die Beschreibung in den folgenden Orten:
    • ./jcr:title
    • ./jcr:description
    Diese Anforderung gilt als erfüllt, wenn das Dialogfeld „Bearbeiten“ die Registerkarte „Allgemein“ verwendet, die von der Komponente /libs/cq/flow/components/step/step implementiert wird.
  • Die Schritt-Komponente oder ein Vorgänger der Komponente überschreibt das Skript step.jsp nicht, das von der Komponente /libs/cq/flow/components/step/step implementiert wird.

  1. Fügen Sie unter dem Knoten cq:Component den folgenden Knoten hinzu:

    • Name: cq:editConfig
    • Typ: cq:EditConfig

    Hinweis:

    Weitere Informationen zum Knoten cq:editConfig finden Sie unter Konfigurieren des Bearbeitungsverhaltens einer Komponente.

  2. Fügen Sie unter dem Knoten cq:EditConfig den folgenden Knoten hinzu:

    • Name: cq:formParameters
    • Typ: nt:unstructured
  3. Fügen Sie String-Eigenschaften der folgenden Namen zum Knoten cq:formParameters hinzu:

    • jcr:title: Der Wert wird im Feld Titel auf der Registerkarte Allgemein angezeigt.
    • jcr:description: Der Wert wird im Feld Beschreibung auf der Registerkarte Allgemein angezeigt.

Speichern von Eigenschaftswerten in Workflow-Metadaten

Hinweis:

Siehe Aufbewahren von Daten und Zugreifen auf Daten. Insbesondere Informationen zum Zugreifen auf die Eigenschaftswerte zur Laufzeit finden Sie unter Zugreifen auf Dialogfeld-Eigenschaftswerte zur Laufzeit.

Die name-Eigenschaft von cq:Widget-Elementen gibt den JCR-Knoten an, der den Wert des Widgets speichert. Wenn Widgets im Dialogfeld von Workflow-Schritt-Komponenten Werte unter dem Knoten ./metaData speichern, wird der Wert zum Workflow MetaDataMap hinzugefügt. 

Beispiel: Ein Textfeld in einem Dialogfeld ist ein cq:Widget-Knoten mit den folgenden Eigenschaften:

Name Typ Wert
xtype String textarea
name String ./metaData/subject
fieldLabel String Email Subject

Der Wert, der in diesem Textfeld festgelegt wird, wird zum MetaDataMap-Objekt der Workflow-Instanz hinzugefügt und mit dem subject-Schlüssel verknüpft. 

Hinweis:

Wenn der Schlüssel PROCESS_ARGS ist, steht der Wert in ECMA-Skript-Implementierungen über die Variable args zur Verfügung. In diesem Fall lautet der Wert der name-Eigenschaft ./metaData/PROCESS_ARGS.

Überschreiben der Schrittimplementierung

Jede Basis-Schritt-Komponente ermöglicht es den Entwicklern der Workflow-Modelle, die folgenden wichtigen Funktionen bei der Entwicklung zu konfigurieren:

  • Prozess-Schritt: der Dienst oder das ECMA-Skript, das zur Laufzeit ausgeführt werden soll 
  • Teilnehmer-Schritt: die ID des Benutzers, dem das erzeugte Arbeitselement zugewiesen wird 
  • Dynamischer-Teilnehmer-Schritt: der Dienst oder das ECMA-Skript, das die ID des Benutzers auswählt, dem das Arbeitselement zugewiesen wird

Um die Komponente auf die Verwendung in einem bestimmten Workflow-Szenario auszurichten, konfigurieren Sie die wichtige Funktion bei der Entwicklung und entfernen Sie die Möglichkeit für Modellentwickler, sie zu ändern.

  1. Fügen Sie unter dem Knoten cq:component den folgenden Knoten hinzu:

    • Name: cq:editConfig
    • Typ: cq:EditConfig

    Weitere Informationen zum Knoten cq:editConfig finden Sie unter Konfigurieren des Bearbeitungsverhaltens einer Komponente.

  2. Fügen Sie unter dem Knoten cq:EditConfig den folgenden Knoten hinzu:

    • Name: cq:formParameters
    • Typ: nt:unstructured
  3. Fügen Sie eine String-Eigenschaft zum Knoten cq:formParameters hinzu. Der Komponenten-Supertyp bestimmt den Namen der Eigenschaft:

    • Prozess-Schritt: PROCESS
    • Teilnehmer-Schritt: PARTICIPANT
    • Dynamischer-Teilnehmer-Schritt: DYNAMIC_PARTICIPANT
  4. Legen Sie den Wert der Eigenschaft fest:

    • PROCESS: der Pfad zu dem ECMA-Skript oder der PID des Dienstes, das bzw. der das Schrittverhalten implementiert
    • PARTICIPANT: die ID des Benutzers, dem das erzeugte Arbeitselement zugewiesen wird
    • DYNAMIC_PARTICIPANT: der Pfad zu dem ECMA-Skript oder der PID des Dienstes, das bzw. der den Benutzer auswählt, dem das Arbeitselement zugewiesen wird
  5. Um die Möglichkeit für Modellentwickler zur Bearbeitung der Eigenschaftswerte zu entfernen, überschreiben Sie das Dialogfeld des Komponenten-Supertyps.  

Hinzufügen von Formularen und Dialogfeldern zu Teilnehmer-Schritten

Passen Sie die Teilnehmer-Schritt-Komponente an, um Funktionen bereitzustellen, die sich in den Komponenten Formular „Teilnehmer – Schritt“ und Dialog „Teilnehmer – Schritt“ finden:

  • Zeigen Sie dem Benutzer ein Formular an, wenn er das erstellte Arbeitselement öffnet. 
  • Zeigen Sie dem Benutzer ein angepasstes Dialogfeld an, wenn er das erstellte Arbeitselement fertigstellt.

Führen Sie das folgende Verfahren auf der neuen Komponente durch (siehe Erstellen von angepassten Workflow-Schritt-Komponenten):

  1. Fügen Sie unter dem Knoten cq:Component den folgenden Knoten hinzu:

    • Name: cq:editConfig
    • Typ: cq:EditConfig

    Weitere Informationen zum Knoten cq:editConfig finden Sie unter Konfigurieren des Bearbeitungsverhaltens einer Komponente.

  2. Fügen Sie unter dem Knoten cq:EditConfig den folgenden Knoten hinzu:

    • Name: cq:formParameters
    • Typ: nt:unstructured
  3. Um ein Formular anzuzeigen, wenn der Benutzer das Arbeitselement öffnet, fügen Sie die folgende Eigenschaft zum Knoten cq:formParameters hinzu:

    • Name: FORM_PATH
    • Typ: String
    • Wert: der Pfad, der zum Formular führt
  4. Um ein angepasstes Dialogfeld anzuzeigen, wenn der Benutzer das Arbeitselement fertigstellt, fügen Sie die folgende Eigenschaft zum Knoten cq:formParameters hinzu:

    • Name: DIALOG_PATH
    • Typ: String
    • Wert: der Pfad, der zum Dialogfeld führt

Konfigurieren des Laufzeitverhaltens des Workflow-Schritts

Fügen Sie unter dem Knoten cq:Component den Knoten cq:EditConfig hinzu. Fügen Sie darunter einen nt:unstructured-Knoten hinzu (er muss den Namen cq:formParameters aufweisen) und fügen Sie zu diesem Knoten die folgenden Eigenschaften hinzu:

  • Name: PROCESS_AUTO_ADVANCE 
    • Typ: Boolesch
    • Wert: 
      • Bei true führt der Workflow diesen Schritt aus und wird fortgesetzt. Dies ist die standardmäßige und empfohlene Einstellung.
      • Bei false führt der Workflow den Schritt durch und wird dann angehalten. Hier ist ein zusätzlicher Eingriff erforderlich, weshalb der Wert true empfohlen wird.
  • Name: DO_NOTIFY
    • Typ: Boolesch
    • Wert: gibt an, ob E-Mail-Benachrichtigungen für Benutzerteilnahme-Schritte versendet werden sollen (und geht davon aus, dass der E-Mail-Server korrekt konfiguriert ist)

Aufbewahren von Daten und Zugreifen auf Daten

Aufbewahren von Daten für nachfolgende Workflow-Schritte

Sie können mit Workflow-Metadaten Daten speichern, die während des Lebenszyklus des Workflows – und zwischen einzelnen Schritten – benötigt werden. Eine häufig vorkommende Anforderung bei Workflow-Schritten besteht im Speichern von Daten für die zukünftige Verwendung oder im Abrufen der gespeicherten Daten von vorhergehenden Schritten. 

Workflow-Metadaten werden in einem MetaDataMap-Objekt gespeichert. Die Java-API stellt die Methode Workflow.getWorkflowData bereit, die ein WorkflowData-Objekt zurückgibt, das das entsprechende MetaDataMap-Objekt bereitstellt. Dieses WorkflowData MetaDataMap-Objekt ist für den OSGi-Dienst oder das ECMA-Skript einer Schritt-Komponente verfügbar.

Java

Die Ausführungsmethode der WorkflowProcess-Implementierung wird an das Objekt WorkItem weitergegeben. Mit diesem Objekt können Sie das WorkflowData-Objekt für die aktuelle Workflow-Instanz abrufen. Im folgenden Beispiel wird ein Element zum Workflow-Objekt MetaDataMap hinzugefügt und jedes Element protokolliert. Das Element ("mykey", "My Step Value") ist für nachfolgende Schritte im Workflow verfügbar.

public void execute(WorkItem item, WorkflowSession session, MetaDataMap args) throws WorkflowException {
    	
    MetaDataMap wfd = item.getWorkflow().getWorkflowData().getMetaDataMap();

    wfd.put("mykey", "My Step Value");
    	
    Set<String> keyset = wfd.keySet();
    Iterator<String> i = keyset.iterator();
    while (i.hasNext()){
    	Object key = i.next();
    	log.info("The workflow medata includes key {} and value {}",key.toString(),wfd.get(key).toString());
    }
}

ECMA-Skript

Die Variable graniteWorkItem ist die ECMA-Skript-Repräsentation des aktuellen Java-Objekts WorkItem. Daher können Sie mit der Variablen graniteWorkItem die Workflow-Metadaten abrufen. Mit dem folgenden ECMA-Skript können Sie einen Prozess-Schritt implementieren, um ein Element zum Workflow-Objekt MetaDataMap hinzuzufügen und dann jedes Element zu protokollieren. Diese Elemente sind dann für nachfolgende Schritte im Workflow verfügbar.

Hinweis:

Die Variable metaData, die dem Schritt-Skript unmittelbar zur Verfügung steht, enthält die Metadaten des Schritts. Die Schrittmetadaten unterscheiden sich von den Workflow-Metadaten.

var currentDateInMillis = new Date().getTime();

graniteWorkItem.getWorkflowData().getMetaDataMap().put("hardcodedKey","theKey");

graniteWorkItem.getWorkflowData().getMetaDataMap().put("currentDateInMillisKey",currentDateInMillis);

var iterator = graniteWorkItem.getWorkflowData().getMetaDataMap().keySet().iterator();
while (iterator.hasNext()){
    var key = iterator.next();
    log.info("Workflow metadata key, value = " + key.toString() + ", " + graniteWorkItem.getWorkflowData().getMetaDataMap().get(key));
}

Zugreifen auf Dialog-Eigenschaftswerte zur Laufzeit

Das Objekt MetaDataMap der Workflow-Instanzen ist nützlich, um Daten während des Workflow-Lebenszyklus zu speichern und abzurufen. Bei Implementierungen von Workflow-Schritt-Komponenten ist MetaDataMap besonders hilfreich, um Eigenschaftswerte der Komponenten zur Laufzeit abzurufen.

Hinweis:

Weitere Informationen zum Konfigurieren des Komponentendialogfelds für die Speicherung von Eigenschaften als Workflow-Metadaten finden Sie unter Speichern von Eigenschaftswerten in Workflow-Metadaten.

Der Workflow MetaDataMap ist für Java- und ECMA-Skript-Prozessimplementierungen verfügbar:

  • Bei Java-Implementierungen der WorkflowProcess-Schnittstelle ist der Parameter args das MetaDataMap-Objekt für den Workflow. 
  • Bei ECMA-Skript-Implementierungen ist der Wert durch die Variablen args und metadata verfügbar. 

Beispiel: Abrufen der Argumente der Prozess-Schritt-Komponente

Das Dialogfeld „Bearbeiten“ der Komponente Process Step enthält die Eigenschaft Arguments. Der Wert der Eigenschaft Arguments wird in den Workflow-Metadaten gespeichert und mit dem Schlüssel PROCESS_ARGS verknüpft.

Im folgenden Diagramm hat die Eigenschaft Arguments den Wert argument1, argument2:

WF-24

Java

Der folgende Java-Code ist die execute-Methode für eine WorkflowProcess-Implementierung. Die Methode protokolliert den Wert in der args-MetaDataMap, der mit dem Schlüssel PROCESS_ARGS verknüpft ist.

public void execute(WorkItem item, WorkflowSession session, MetaDataMap args) throws WorkflowException {
    	if (args.containsKey("PROCESS_ARGS")){
    		log.info("workflow metadata for key PROCESS_ARGS and value {}",args.get("PROCESS_ARGS","string").toString());
    	}    	
    }

Wenn ein Prozess-Schritt, der diese Java-Implementierung nutzt, ausgeführt wird, enthält das Protokoll den folgenden Eintrag:

16.02.2018 12:07:39.566 *INFO* [JobHandler: /var/workflow/instances/server0/2018-02-16/model_855140139900189:/content/we-retail/de] com.adobe.example.workflow.impl.process.LogArguments workflow metadata for key PROCESS_ARGS and value argument1, argument2

ECMA-Skript

Das folgende ECMA-Skript wird als Prozess für den Prozess-Schritt genutzt. Es protokolliert die Anzahl an Argumenten und die Argumentwerte:

var iterator = graniteWorkItem.getWorkflowData().getMetaDataMap().keySet().iterator();
while (iterator.hasNext()){
    var key = iterator.next();
    log.info("Workflow metadata key, value = " + key.toString() + ", " + graniteWorkItem.getWorkflowData().getMetaDataMap().get(key));
}
log.info("hardcodedKey "+ graniteWorkItem.getWorkflowData().getMetaDataMap().get("hardcodedKey"));
log.info("currentDateInMillisKey "+ graniteWorkItem.getWorkflowData().getMetaDataMap().get("currentDateInMillisKey"));

Hinweis:

In diesem Abschnitt wird die Verwendung von Argumenten für Prozess-Schritte beschrieben. Diese Erklärung gilt auch für die Auswahl von dynamischen Teilnehmern.

 

Hinweis:

Ein weiteres Beispiel für das Speichern von Komponenteneigenschaften in Workflow-Metadaten finden Sie unter Beispiel: Erstellen eines Logger-Workflow-Schritts. Dieses Beispiel enthält ein Dialogfeld, das den Metadatenwert mit einem anderen Schlüssel als PROCESS_ARGS verknüpft.

Skripte und Prozessargumente

In einem Skript für eine Prozess-Schritt-Komponente sind die Argumente über das Objekt args verfügbar.

Beim Erstellen einer angepassten Schritt-Komponente ist das Objekt metaData in einem Skript verfügbar. Dieses Objekt ist auf ein einziges String-Argument beschränkt. 

Entwickeln von Prozess-Schrittimplementierungen

Wenn Prozess-Schritte während eines Workflow-Prozesses gestartet werden, senden die Schritte eine Anfrage an einen OSGi-Dienst oder führen ein ECMA-Skript aus. Entwickeln Sie den Dienst oder das ECMA-Skript, der bzw. das die Aktionen ausführt, die für Ihren Workflow erforderlich sind.

Hinweis:

Informationen zum Verknüpfen der Prozess-Schritt-Komponente mit dem Dienst oder Skript finden Sie unter Prozess-Schritt oder Überschreiben der Schritt-Implementierung.

Implementieren eines Prozess-Schritts mit einer Java-Klasse

So definieren Sie einen Prozess-Schritt als OSGi-Dienstkomponente (Java-Bundle):

  1. Erstellen Sie das Bundle und stellen Sie es im OSGi-Container bereit. Informationen zum Erstellen eines Bundles mit CRXDE Lite oder Eclipse finden Sie in der Dokumentation.

    Hinweis:

    Die OSGi-Komponente muss die WorkflowProcess-Schnittstelle mit ihrer execute()-Methode implementieren. Siehe Beispielcode unten.

    Hinweis:

    Der Paketname muss zum Abschnitt <Private-Package> der maven-bundle-plugin-Konfiguration hinzugefügt werden.

  2. Fügen Sie die SCR-Eigenschaft process.label  hinzu und legen Sie den Wert nach Bedarf fest. Unter diesem Namen wird der Prozess-Schritt bei der allgemeinen Prozess-Schritt-Komponente aufgeführt. Siehe Beispiel unten.

  3. Fügen Sie im Editor Modelle über die allgemeine Prozess-Schritt-Komponente den Prozess-Schritt zum Workflow hinzu.

  4. Wechseln Sie im Dialogfeld „Bearbeiten“ (vom Prozess-Schritt) zur Registerkarte Prozess und wählen Sie Ihre Prozessimplementierung aus. 

  5. Wenn Sie Argumente in Ihrem Code verwenden, legen Sie die Prozessargumente fest. Beispiel: false.

  6. Speichern Sie die Änderungen für den Schritt und das Workflow-Modell (obere linke Ecke des Modell-Editors).

Die Java-Methoden, respektive die Klassen, die ausführbare Java-Methoden implementieren, werden als OSGi-Dienste implementiert, sodass Sie Methoden jederzeit während der Laufzeit hinzufügen können.

Die folgende OSGi-Komponente fügt die Eigenschaft approved zum Seiteninhaltsknoten hinzu, wenn die Nutzlast eine Seite ist:

package com.adobe.example.workflow.impl.process;

import com.adobe.granite.workflow.WorkflowException;
import com.adobe.granite.workflow.WorkflowSession;
import com.adobe.granite.workflow.exec.WorkItem;
import com.adobe.granite.workflow.exec.WorkflowData;
import com.adobe.granite.workflow.exec.WorkflowProcess;
import com.adobe.granite.workflow.metadata.MetaDataMap;

import org.apache.felix.scr.annotations.Component;
import org.apache.felix.scr.annotations.Property;
import org.apache.felix.scr.annotations.Service;

import org.osgi.framework.Constants;

import javax.jcr.Node;
import javax.jcr.RepositoryException;
import javax.jcr.Session;

/**
 * Sample workflow process that sets an <code>approve</code> property to the payload based on the process argument value.
 */
@Component
@Service
public class MyProcess implements WorkflowProcess {

	@Property(value = "An example workflow process implementation.")
	static final String DESCRIPTION = Constants.SERVICE_DESCRIPTION; 
	@Property(value = "Adobe")
	static final String VENDOR = Constants.SERVICE_VENDOR;
	@Property(value = "My Sample Workflow Process")
	static final String LABEL="process.label";


	private static final String TYPE_JCR_PATH = "JCR_PATH";

	public void execute(WorkItem item, WorkflowSession session, MetaDataMap args) throws WorkflowException {
		WorkflowData workflowData = item.getWorkflowData();
		if (workflowData.getPayloadType().equals(TYPE_JCR_PATH)) {
			String path = workflowData.getPayload().toString() + "/jcr:content";
			try {
				Session jcrSession = session.adaptTo(Session.class); 
				Node node = (Node) jcrSession.getItem(path);
				if (node != null) {
					node.setProperty("approved", readArgument(args));
					jcrSession.save();
				}
			} catch (RepositoryException e) {
				throw new WorkflowException(e.getMessage(), e);
			}
		}
	}

	private boolean readArgument(MetaDataMap args) {
		String argument = args.get("PROCESS_ARGS", "false");
		return argument.equalsIgnoreCase("true");
	}
}

Hinweis:

Wenn der Prozess drei Mal hintereinander fehlschlägt, wird ein Element im Posteingang des Workflow-Administrators platziert.

Verwenden von ECMA-Skripten

Mit ECMA-Skripten können Skriptentwickler Prozess-Schritte implementieren. Die Skripte befinden sich im JCR-Repository und werden von dort aus ausgeführt.

In der folgenden Tabelle sind die Variablen aufgeführt, die Prozess-Skripten unmittelbar zur Verfügung stehen und Zugriff auf Objekte der Workflow-Java-API bieten.

Java-Klasse Name der Skriptvariablen Beschreibung
com.adobe.granite.workflow.exec.WorkItem graniteWorkItem die aktuelle Schrittinstanz
com.adobe.granite.workflow.WorkflowSession graniteWorkflowSession die Workflow-Sitzung der aktuellen Schrittinstanz
String[] (enthält Prozessargumente) args die Schrittargumente
com.adobe.granite.workflow.metadata.MetaDataMap metaData die Metadaten der aktuellen Schrittinstanz
org.apache.sling.scripting.core.impl.InternalScriptHelper sling bietet Zugriff zur Sling-Laufzeitumgebung

Das folgende Beispielskript zeigt den Zugriff auf den JCR-Knoten, der die Workflow-Nutzlast repräsentiert. Die Variable graniteWorkflowSession ist an eine JCR-Sitzungsvariable angepasst, mit der der Knoten vom Nutzlastpfad abgerufen wird.

var workflowData = graniteWorkItem.getWorkflowData();
if (workflowData.getPayloadType() == "JCR_PATH") { 
    var path = workflowData.getPayload().toString(); 
    var jcrsession = graniteWorkflowSession.adaptTo(Packages.javax.jcr.Session);
    var node = jcrsession.getNode(path);
    if (node.hasProperty("approved")){
    	node.setProperty("approved", args[0] == "true" ? true : false);
    	node.save();
	}
}

Das folgende Skript prüft, ob es sich bei der Nutzlast um ein Bild (.png-Datei) handelt, erstellt ein Schwarz-Weiß-Bild davon und speichert es als gleichrangingen Knoten.

var workflowData = graniteWorkItem.getWorkflowData();
if (workflowData.getPayloadType() == "JCR_PATH") { 
    var path = workflowData.getPayload().toString(); 
    var jcrsession = graniteWorkflowSession.adaptTo(Packages.javax.jcr.Session);
    var node = jcrsession.getRootNode().getNode(path.substring(1));
     if (node.isNodeType("nt:file") && node.getProperty("jcr:content/jcr:mimeType").getString().indexOf("image/") == 0) { 
        var is = node.getProperty("jcr:content/jcr:data").getStream();
        var layer = new Packages.com.day.image.Layer(is);
        layer.grayscale();
                var parent = node.getParent();
                var gn = parent.addNode("grey" + node.getName(), "nt:file"); 
        var content = gn.addNode("jcr:content", "nt:resource");
                content.setProperty("jcr:mimeType","image/png");
                var cal = Packages.java.util.Calendar.getInstance();
                content.setProperty("jcr:lastModified",cal);
                var f = Packages.java.io.File.createTempFile("test",".png");
        var tout = new Packages.java.io.FileOutputStream(f);
        layer.write("image/png", 1.0, tout);
        var fis = new Packages.java.io.FileInputStream(f);
                content.setProperty("jcr:data", fis);
                parent.save();
        tout.close();
        fis.close();
        is.close();
        f.deleteOnExit();
    }
}

So verwenden Sie das Skript:

  1. Erstellen Sie das Skript (z. B. mit CRXDE Lite) und speichern Sie es im Repository unter /apps/myapp/workflow/scripts.

  2. Um einen Titel festzulegen, der das Skript im Dialogfeld „Bearbeiten“ von Prozess-Schritt identifiziert, fügen Sie die folgenden Eigenschaften zum Knoten jcr:content Ihres Skripts hinzu:

    Name Typ Wert
    jcr:mixinTypes Name[] mix:title
    jcr:title String der Name, der im Dialogfeld „Bearbeiten“ angezeigt werden soll.
  3. Bearbeiten Sie die Prozess-Schritt-Instanz und legen Sie das zu verwendende Skript fest.

Entwickeln von Teilnehmer-Auswahlen

Sie können Teilnehmer-Auswahlen für Dynamischer-Teilnehmer-Schritt-Komponenten entwickeln.

Wenn eine Dynamischer-Teilnehmer-Schritt-Komponente während eines Workflows gestartet wird, muss der Schritt feststellen, welchem Teilnehmer das erzeugte Arbeitselement zugewiesen werden kann. Dazu geht der Schritt auf eine der folgenden Weisen vor:

  • Er sendet eine Anfrage an einen OSGi-Dienst. 
  • Er führt ein ECMA-Skript zur Auswahl des Teilnehmers aus.

Sie können einen Dienst oder ein ECMA-Skript entwickeln, der bzw. das den Teilnehmer basierend auf den Anforderungen des Workflows auswählt.

Hinweis:

Informationen zum Verknüpfen der Komponente Dynamic Participant Step mit dem Dienst oder dem Skript finden Sie unter Dynamischer-Teilnehmer-Schritt oder Überschreiben der Schritt-Implementierung.

Entwickeln einer Teilnehmer-Auswahl mit einer Java-Klasse

So definieren Sie einen Teilnehmer-Schritt als OSGi-Dienstkomponente (Java-Bundle):

  1. Die OSGi-Komponente muss die ParticipantStepChooser-Schnittstelle mit ihrer getParticipant()-Methode implementieren. Siehe Beispielcode unten.

    Erstellen Sie das Bundle und stellen Sie es im OSGi-Container bereit.

  2. Fügen Sie die SCR-Eigenschaft chooser.label hinzu und legen Sie den Wert nach Bedarf fest. Unter diesem Namen wird die Teilnehmerauswahl bei Nutzung der Dynamischer-Teilnehmer-Schritt-Komponente aufgeführt. Siehe folgendes Beispiel:

    package com.adobe.example.workflow.impl.process;
    
    import com.adobe.granite.workflow.WorkflowException;
    import com.adobe.granite.workflow.WorkflowSession;
    import com.adobe.granite.workflow.exec.ParticipantStepChooser;
    import com.adobe.granite.workflow.exec.WorkItem;
    import com.adobe.granite.workflow.exec.WorkflowData;
    import com.adobe.granite.workflow.metadata.MetaDataMap;
    
    import org.apache.felix.scr.annotations.Component;
    import org.apache.felix.scr.annotations.Property;
    import org.apache.felix.scr.annotations.Service;
    
    import org.osgi.framework.Constants;
     
    /**
     * Sample dynamic participant step that determines the participant based on a path given as argument.
     */
    @Component
    @Service
    
    public class MyDynamicParticipant implements ParticipantStepChooser {
    	
    	@Property(value = "An example implementation of a dynamic participant chooser.")
    	static final String DESCRIPTION = Constants.SERVICE_DESCRIPTION; 
        @Property(value = "Adobe")
        static final String VENDOR = Constants.SERVICE_VENDOR;
        @Property(value = "Dynamic Participant Chooser Process")
        static final String LABEL=ParticipantStepChooser.SERVICE_PROPERTY_LABEL;
     
        private static final String TYPE_JCR_PATH = "JCR_PATH";
     
        public String getParticipant(WorkItem workItem, WorkflowSession workflowSession, MetaDataMap args) throws WorkflowException {
            WorkflowData workflowData = workItem.getWorkflowData();
            if (workflowData.getPayloadType().equals(TYPE_JCR_PATH)) {
                String path = workflowData.getPayload().toString();
                String pathFromArgument = args.get("PROCESS_ARGS", String.class);
                if (pathFromArgument != null && path.startsWith(pathFromArgument)) {
                    return "admin";
                }
            }
            return "administrators";
        }
    }
  3. Fügen Sie im Editor Modelle über die allgemeine Dynamischer-Teilnehmer-Schritt-Komponente den Dynamischer-Teilnehmer-Schritt zum Workflow hinzu.

  4. Wählen Sie im Dialogfeld „Bearbeiten“ auf der Registerkarte Teilnehmer-Auswahl Ihre Auswahlimplementierung aus.

  5. Wenn Sie Argumente in Ihrem Code verwenden, legen Sie die Prozessargumente fest. In diesem Beispiel: /content/we-retail/de.

  6. Speichern Sie die Änderungen für den Schritt und das Workflow-Modell.

Entwickeln einer Teilnehmer-Auswahl mit einem ECMA-Skript

Sie können ein ECMA-Skript erstellen, das den Benutzer auswählt, dem das vom Teilnehmer-Schritt erzeugte Arbeitselement zugewiesen wird. Das Skript muss eine Funktion namens getParticipant enthalten, das keine Argumente benötigt und einen String zurückgibt, der die ID eines Benutzers oder einer Gruppe enthält.

Die Skripte befinden sich im JCR-Repository und werden von dort aus ausgeführt.

In der folgenden Tabelle sind die Variablen aufgeführt, die unmittelbaren Zugriff auf Workflow-Java-Objekte in Ihren Skripten bereitstellen.

Java-Klasse Name der Skriptvariablen
com.adobe.granite.workflow.exec.WorkItem graniteWorkItem
com.adobe.granite.workflow.WorkflowSession graniteWorkflowSession
String[] (enthält Prozessargumente) args
com.adobe.granite.workflow.metadata.MetaDataMap metaData
org.apache.sling.scripting.core.impl.InternalScriptHelper sling
function getParticipant() {
    var workflowData = graniteWorkItem.getWorkflowData();
    if (workflowData.getPayloadType() == "JCR_PATH") { 
        var path = workflowData.getPayload().toString(); 
        if (path.indexOf("/content/we-retail/de") == 0) {
            return "admin";
        } else {
            return "administrators";
        }
    }
}
  1. Erstellen Sie das Skript (z. B. mit CRXDE Lite) und speichern Sie es im Repository unter /apps/myapp/workflow/scripts.

  2. Um einen Titel festzulegen, der das Skript im Dialogfeld „Bearbeiten“ von Prozess-Schritt identifiziert, fügen Sie die folgenden Eigenschaften zum Knoten jcr:content Ihres Skripts hinzu:

    Name Typ Wert
    jcr:mixinTypes Name[] mix:title
    jcr:title String der Name, der im Dialogfeld „Bearbeiten“ angezeigt werden soll.
  3. Bearbeiten Sie die Dynamischer-Teilnehmer-Schritt-Instanz und legen Sie das zu verwendende Skript fest. 

Verarbeiten von Workflow-Paketen

Workflow-Pakete können zur Verarbeitung an einen Workflow weitergegeben werden. Workflow-Pakete enthalten Verweise auf Ressourcen wie Seiten und Assets.

Hinweis:

Die folgenden Workflow-Prozess-Schritte akzeptieren Workflow-Pakete für die Massen-Seitenaktivierung:

Sie können Workflow-Schritte entwickeln, die die Paketressourcen abrufen und verarbeiten. Die folgenden Elemente des Pakets com.day.cq.workflow.collection bieten Zugriff auf Workflow-Pakete:

  • ResourceCollection: Workflow-Paket-Klasse
  • ResourceCollectionUtil: Zum Abrufen von ResourceCollection-Objekten
  • ResourceCollectionManager: Erstellt Sammlungen und ruft sie ab. Eine Implementierung wird als OSGi-Dienst. bereitgestellt. 

Die folgende Beispiel-Java-Klasse zeigt, wie Paketressourcen abgerufen werden:

package com.adobe.example;

import java.util.ArrayList;
import java.util.List;

import com.day.cq.workflow.WorkflowException;
import com.day.cq.workflow.WorkflowSession;
import com.day.cq.workflow.collection.ResourceCollection;
import com.day.cq.workflow.collection.ResourceCollectionManager;
import com.day.cq.workflow.collection.ResourceCollectionUtil;
import com.day.cq.workflow.exec.WorkItem;
import com.day.cq.workflow.exec.WorkflowData;
import com.day.cq.workflow.exec.WorkflowProcess;
import com.day.cq.workflow.metadata.MetaDataMap;

import org.apache.felix.scr.annotations.Component;
import org.apache.felix.scr.annotations.Property;
import org.apache.felix.scr.annotations.Service;
import org.apache.felix.scr.annotations.Reference;
import org.osgi.framework.Constants;

import org.slf4j.Logger;
import org.slf4j.LoggerFactory;

import javax.jcr.Node;
import javax.jcr.PathNotFoundException;
import javax.jcr.RepositoryException;
import javax.jcr.Session; 

@Component
@Service
public class LaunchBulkActivate implements WorkflowProcess {
	
	private static final Logger log = LoggerFactory.getLogger(LaunchBulkActivate.class);

	@Property(value="Bulk Activate for Launches")
	 static final String PROCESS_NAME ="process.label";
	@Property(value="A sample workflow process step to support Launches bulk activation of pages")
	static final String SERVICE_DESCRIPTION = Constants.SERVICE_DESCRIPTION;
	
	@Reference
	private ResourceCollectionManager rcManager;
public void execute(WorkItem workItem, WorkflowSession workflowSession) throws Exception {
    Session session = workflowSession.getSession();
    WorkflowData data = workItem.getWorkflowData();
    String path = null;
    String type = data.getPayloadType();
    if (type.equals(TYPE_JCR_PATH) && data.getPayload() != null) {
        String payloadData = (String) data.getPayload();
        if (session.itemExists(payloadData)) {
            path = payloadData;
        }
    } else if (data.getPayload() != null && type.equals(TYPE_JCR_UUID)) {
        Node node = session.getNodeByUUID((String) data.getPayload());
        path = node.getPath();
    }

    // CUSTOMIZED CODE IF REQUIRED....

    if (path != null) {
        // check for resource collection
        ResourceCollection rcCollection = ResourceCollectionUtil.getResourceCollection((Node)session.getItem(path), rcManager);
        // get list of paths to replicate (no resource collection: size == 1
        // otherwise size >= 1
        List<String> paths = getPaths(path, rcCollection);
        for (String aPath: paths) {

            // CUSTOMIZED CODE....

        }
    } else {
        log.warn("Cannot process because path is null for this " + "workitem: " + workItem.toString());
    }
}

/**
 * helper
 */
private List<String> getPaths(String path, ResourceCollection rcCollection) {
    List<String> paths = new ArrayList<String>();
    if (rcCollection == null) {
        paths.add(path);
    } else {
        log.debug("ResourceCollection detected " + rcCollection.getPath());
        // this is a resource collection. the collection itself is not
        // replicated. only its members
        try {
            List<Node> members = rcCollection.list(new String[]{"cq:Page", "dam:Asset"});
            for (Node member: members) {
                String mPath = member.getPath();
                paths.add(mPath);
            }
        } catch(RepositoryException re) {
            log.error("Cannot build path list out of the resource collection " + rcCollection.getPath());
        }
    }
    return paths;
}
}

Beispiel: Erstellen eines angepassten Schritts

Eine einfache Möglichkeit, einen eigenen angepassten Schritt zu erstellen, besteht darin, einen vorhandenen Schritt aus folgendem Verzeichnis zu kopieren:

/libs/cq/workflow/components/model

Erstellen des Basisschritts

  1. Erstellen Sie den Pfad unter /apps erneut, z. B.:

    /apps/cq/workflow/components/model

    Die neuen Ordner weisen den Typ nt:folder auf:

    - apps
      - cq
        - workflow (nt:folder)
          - components (nt:folder)
            - model (nt:folder)

    Hinweis:

    Dieser Schritt gilt nicht für den Modell-Editor in der klassischen Benutzeroberfläche

  2. Fügen Sie dann den kopierten Schritt in den Ordner /apps ein, z. B. als:

    /apps/cq/workflow/components/model/myCustomStep

    Hier sehen Sie das Ergebnis unseres Beispiels für einen angepassten Schritt:

    WF-34

    Vorsicht:

    Da in der Standard-Benutzeroberfläche nur der Titel auf der Karte angezeigt wird, die Details dagegen nicht, wird die Datei details.jsp anders als beim Editor der klassischen Benutzeroberfläche nicht benötigt.

  3. Fügen Sie dem Knoten die folgenden Eigenschaften hinzu:

    /apps/cq/workflow/components/model/myCustomStep

    Relevante Eigenschaften:

    • sling:resourceSuperType
      Muss von einem vorhandenen Schritt erben. 
      In diesem Beispiel erbt er vom Basisschritt unter cq/workflow/components/model/step, aber Sie können auch andere Supertypen wie participant, process usw. verwenden.
    • jcr:title
      Das ist der Titel, der angezeigt wird, wenn die Komponente im Schritt-Browser aufgeführt wird (linkes Feld im Workflow-Modell-Editor).
    • cq:icon
      Zum Festlegen eines Coral-Symbols für den Schritt
    • componentGroup
      Muss eine der folgenden sein:
      • Kollaboration-Workflow
      • DAM-Workflow
      • Formular-Workflow
      • Projekte
      • WCM-Workflow
      • Workflow
    WF-35
  4. Sie können jetzt ein Workflow-Modell zur Bearbeitung öffnen. Im Schritt-Browser können Sie einen Filter nutzen, um Mein angepasster Schritt anzuzeigen:

    WF-36

    Wenn Sie Mein angepasster Schritt auf das Modell ziehen, wird die Karte angezeigt:

    WF-37

    Wenn kein cq:icon für den Schritt definiert wurde, wird ein Standardsymbol mit den ersten zwei Buchstaben des Titels angezeigt. Beispiel:

    WF-38

Definieren des Schritt-Dialogfelds „Konfigurieren“

Nach dem Erstellen des Basisschritts definieren Sie den Schritt Konfigurieren wie folgt:

  1. Konfigurieren Sie die Eigenschaften auf dem Knoten cq:editConfig wie folgt:

    Relevante Eigenschaften:

    • cq:inherit
      Bei true erbt die Schritt-Komponente Eigenschaften von dem Schritt, den Sie im sling:resourceSuperType festgelegt haben.
    • cq:disableTargeting
      Nach Bedarf festlegen
    WF-39
  2. Konfigurieren Sie die Eigenschaften auf dem Knoten cq:formsParameter wie folgt:

    Relevante Eigenschaften:

    • jcr:title
      Legt den Standardtitel auf der Schritt-Karte in der Modellzuordnung und im Feld Titel des Konfigurationsdialogfelds Mein angepasster Schritt – Eigenschaften fest.
    • Sie können auch Ihre eigenen angepassten Eigenschaften definieren.
    WF-40
  3. Konfigurieren Sie die Eigenschaften auf dem Knoten cq:listeners.

    Mit dem Knoten cq:listener und seinen Eigenschaften können Sie Ereignis-Handler festlegen, die auf Ereignisse im Modell-Editor der Touch-optimierten Benutzeroberfläche reagieren, z. B. wenn ein Schritt auf eine Modellseite gezogen wird oder Schritteigenschaften bearbeitet werden.

    Relevante Eigenschaften:

    • afterMove: REFRESH_PAGE
    • afterdelete: CQ.workflow.flow.Step.afterDelete
    • afteredit: CQ.workflow.flow.Step.afterEdit
    • afterinsert: CQ.workflow.flow.Step.afterInsert

    Diese Konfiguration ist für das einwandfreie Funktionieren des Editors unabdingbar. In den meisten Fällen darf diese Konfiguration nicht geändert werden. 

    Wenn Sie jedoch cq:inherit auf „true“ festlegen (auf dem Knoten cq:editConfig, s. o.), können Sie diese Konfiguration erben, ohne sie explizit in die Schrittdefinition einschließen zu müssen. Wenn keine Vererbung vorliegt, müssen Sie diesen Knoten mit den folgenden Eigenschaften und Werten hinzufügen. 

    In diesem Beispiel wurde die Vererbung aktiviert, sodass wir den Knoten cq:listeners entfernen könnten und der Schritt trotzdem funktionieren würde.

    WF-41
  4. Sie können nun eine Instanz Ihres Schritts zu einem Workflow-Modell hinzufügen. Beim Konfigurieren des Schritts wird das folgende Dialogfeld angezeigt:

    WF-42
    WF-43

In diesem Beispiel verwendetes Beispiel-Markup

Das Markup für einen angepassten Schritt findet sich in der Datei .content.xml des Stammknotens der Komponente. Die in diesem Beispiel verwendete Datei .content.xml:

/apps/cq/workflow/components/model/myCustomStep/.content.xml

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<jcr:root xmlns:sling="http://sling.apache.org/jcr/sling/1.0" xmlns:cq="http://www.day.com/jcr/cq/1.0" xmlns:jcr="http://www.jcp.org/jcr/1.0"
    cq:icon="bell"
    jcr:primaryType="cq:Component"
    jcr:title="My Custom Step"
    sling:resourceSuperType="cq/workflow/components/model/process"
    allowedParents="[*/parsys]"
    componentGroup="Workflow"/>

Die in diesem Beispiel verwendete Datei _cq_editConfig.xml

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<jcr:root xmlns:cq="http://www.day.com/jcr/cq/1.0" xmlns:jcr="http://www.jcp.org/jcr/1.0" xmlns:nt="http://www.jcp.org/jcr/nt/1.0"
    cq:disableTargeting="{Boolean}true"
    cq:inherit="{Boolean}true"
    jcr:primaryType="cq:EditConfig">
    <cq:formParameters
        jcr:primaryType="nt:unstructured"
        jcr:title="My Custom Step Card"
        SAMPLE_PROPERY="sample value"/>
    <cq:listeners
        jcr:primaryType="cq:EditListenersConfig"
        afterdelete="CQ.workflow.flow.Step.afterDelete"
        afteredit="CQ.workflow.flow.Step.afterEdit"
        afterinsert="CQ.workflow.flow.Step.afterInsert"
        afterMove="REFRESH_PAGE"/>
</jcr:root>

Die in diesem Beispiel verwendete Datei _cq_dialog/.content.xml

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<jcr:root xmlns:sling="http://sling.apache.org/jcr/sling/1.0" xmlns:cq="http://www.day.com/jcr/cq/1.0" xmlns:jcr="http://www.jcp.org/jcr/1.0" xmlns:nt="http://www.jcp.org/jcr/nt/1.0"
    jcr:primaryType="nt:unstructured"
    jcr:title="My Custom - Step Properties"
    sling:resourceType="cq/gui/components/authoring/dialog">
    <content
        jcr:primaryType="nt:unstructured"
        sling:resourceType="granite/ui/components/coral/foundation/tabs">
        <items jcr:primaryType="nt:unstructured">
            <common
                cq:hideOnEdit="true"
                jcr:primaryType="nt:unstructured"
                jcr:title="Common"
                sling:resourceType="granite/ui/components/coral/foundation/fixedcolumns"/>
            <process
                cq:hideOnEdit="true"
                jcr:primaryType="nt:unstructured"
                jcr:title="Process"
                sling:resourceType="granite/ui/components/coral/foundation/fixedcolumns"/>
            <mycommon
                jcr:primaryType="nt:unstructured"
                jcr:title="Common"
                sling:resourceType="granite/ui/components/coral/foundation/fixedcolumns">
                <items jcr:primaryType="nt:unstructured">
                    <columns
                        jcr:primaryType="nt:unstructured"
                        sling:resourceType="granite/ui/components/coral/foundation/container">
                        <items jcr:primaryType="nt:unstructured">
                            <title
                                jcr:primaryType="nt:unstructured"
                                sling:resourceType="granite/ui/components/coral/foundation/form/textfield"
                                fieldLabel="Title"
                                name="./jcr:title"/>
                            <description
                                jcr:primaryType="nt:unstructured"
                                sling:resourceType="granite/ui/components/coral/foundation/form/textarea"
                                fieldLabel="Description"
                                name="./jcr:description"/>
                        </items>
                    </columns>
                </items>
            </mycommon>
            <advanced
                jcr:primaryType="nt:unstructured"
                jcr:title="Advanced"
                sling:resourceType="granite/ui/components/coral/foundation/fixedcolumns">
                <items jcr:primaryType="nt:unstructured">
                    <columns
                        jcr:primaryType="nt:unstructured"
                        sling:resourceType="granite/ui/components/coral/foundation/container">
                        <items jcr:primaryType="nt:unstructured">
                            <email
                                jcr:primaryType="nt:unstructured"
                                sling:resourceType="granite/ui/components/coral/foundation/form/checkbox"
                                fieldDescription="Notify user via email."
                                fieldLabel="Email"
                                name="./metaData/PROCESS_AUTO_ADVANCE"
                                text="Notify user via email."
                                value="true"/>
                        </items>
                    </columns>
                </items>
            </advanced>
        </items>
    </content>
</jcr:root>

Hinweis:

Beachten Sie die allgemeinen und die Prozessknoten in der Dialogfeld-Definition. Sie werden von dem Prozess-Schritt geerbt, den wir als Supertyp für den angepassten Schritt verwendet haben:

sling:resourceSuperType : cq/workflow/components/model/process

Hinweis:

Die Modell-Editor-Dialogfelder der klassischen Benutzeroberfläche funktionieren auch weiterhin mit dem standardmäßigen Editor für die Touch-optimierte Benutzeroberfläche.

AEM verfügt allerdings über ein Tool zur Dialogfeldumwandlung, wenn Sie die Schrittdialogfelder der klassischen Benutzeroberfläche für die Standard-Benutzeroberfläche konvertieren möchten. Nach der Umwandlung können Sie das Dialogfeld für bestimmte Fälle noch manuell verbessern.

  • Wenn ein aktualisiertes Dialogfeld leer ist, können Sie Dialogfelder unter /libs mit ähnlicher Funktionalität als Lösungsbeispiele heranziehen. Beispiel:
    • /libs/cq/workflow/components/model
    • /libs/cq/workflow/components/workflow
    • /libs/dam/components
    • /libs/wcm/workflow/components/autoassign
    • /libs/cq/projects
    Im Verzeichnis /libs dürfen Sie keine Änderungen vornehmen, sondern die Elemente lediglich als Beispiele nutzen. Wenn Sie einen der vorhandenen Schritte nutzen möchten, kopieren Sie ihn in das Verzeichnis /apps und bearbeiten Sie ihn dort.

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