Auf dieser Seite wird dargestellt, wie der Marketing Cloud ID-Dienst einen Besucher von der veralteten Analytics-ID zur Marketing Cloud ID migriert. Einige Konzepte wurden für das allgemeine Verständnis vereinfacht.

Video: Wie MCID vorhandene Analytics-Besucher migriert


Umgebung

Unten wird eine typische Web-Umgebung gezeigt. Links sehen Sie den Browser eines Besuchers. In der Mitte befinden sich einige Webseiten, deren Eigentümer My Company Inc. ist. In beiden Fällen wurde der ID-Dienst erfolgreich bereitgestellt. Rechts und links unten sehen Sie Zylinder, die für die Server von Adobe stehen.

Diagramm einer typischen Web-Umgebung

Wie Sie sehen, nutzt der Browser des Benutzers einen s_vi-Cookie. Der Cookie ist offensichtlich für die Domäne „SiteA.com“ festgelegt. Wenn Sie mit den Tracking-Vorgängen in Analytics vertraut sind, wissen Sie, dass dieser Cookie den Wert „AID“ enthält. Da dieser Cookie festgelegt ist, hat dieser Benutzer zuvor mindestens eine der Web-Properties von My Company Inc genutzt.

Szenarien

Unten sind zwei verschiedene Szenarien aufgeführt.

Im ersten Szenario kehrt ein Benutzer zum ersten Mal seit der Bereitstellung des ID-Dienstes für My Company Inc. zu SiteA.com zurück. Dieses Szenario zeigt, wie der ID-Dienst die vorhandene ID vom veralteten s_vi-Cookie zum AMCV-Cookie migriert. Das erste Szenario ist im Diagramm blau dargestellt.

Im zweiten Szenario besucht derselbe Benutzer eine zweite Domäne von My Company Inc. Für diese Domäne ist ebenfalls der ID-Dienst aktiviert. Es ist das erste Mal, dass dieser Benutzer jemals auf dieser Seite gewesen ist. Diese Seite verwendet denselben Analytics-Tracking-Server wie die erste Domäne. In diesem Szenario wird gezeigt, wie der ID-Dienst die ältere ID vom Tracking-Server abruft und gleichzeitig dieselbe ID des ID-Dienstes aufrechterhält. Das zweite Szenario ist im Diagramm rot dargestellt

 

Diagramm mit zwei Besucherszenarien

Hinweis:

Vor dem ID-Dienst wurde domänenübergreifendes Tracking typischerweise über mehrere Domänen erreicht, die denselben Analytics-Tracking-Server verwenden.

Schritte

  1. Der Benutzer besucht SiteA.com zum ersten Mal seit der Bereitstellung des Marketing Cloud ID-Dienstes durch My Company Inc.

     

    Step 1
  2. Der ID-Dienst-Code (VisitorAPI.js) lädt als Teil der Seite und es wird überprüft, ob auf der aktuellen Domäne (SiteA.com) der AMCV-Cookie vorhanden ist. Es ist kein solcher Cookie vorhanden, also überprüft der ID-Dienst, ob der Demdex-Cookie auf der Domäne demdex.net vorhanden ist. Es ist auch kein demdex.net-Cookie vorhanden.

    Es wird nach Cookies gesucht
  3. Da im Browser derzeit keine Marketing Cloud ID existiert, fordert der ID-Dienst-Code eine ID von den ID-Dienst-Servern (dpm.demdex.net) an. Mit der Experience Cloud Organisations-ID wird eine Netzwerkanfrage an dpm.demdex.net gestellt.

    Netzwerkanfrage wird gestellt

    Hinweis:

    Die Experience Cloud Organisations-ID wird als Teil Ihrer Implementierung über Ihre Seite gewonnen und dient zur eindeutigen Identifizierung jedes Client-Unternehmens in der Adobe Experience Cloud. Jede ID ist ähnlich dem folgendem Wert aufgebaut: 016D5C175213CCA80A490D05@AdobeOrg

  4. Für den ID-Dienst-Server ist eine Anforderung erforderlich. Da die Anfrage keinen„UUID“-Wert enthält, erstellt der Server diesen mithilfe der Marketing Cloud ID bzw. dem „MID“-Wert. Wenn der„UUID“erstellt wurde, erstellt der Server eine „MID“ mithilfe des„UUID“-Werts und der Experience Cloud Organisations-ID. 

    Der ID-Dienst-Server erhält die Anfrage
  5. Der ID-Dienst-Server beantwortet die Anfrage mit dem„UUID“-Wert sowie der „MID“.

    Antwort mit UUID und MID
  6. Schließlich überprüft der ID-Dienst, ob eine veraltete Analytics-ID vorhanden ist. Dazu wird überprüft, ob in der Domäne des Analytics-Tracking-Servers ein „s_vi“-Cookie vorhanden ist. In diesem Beispiel dient metrics.siteA.com als Analytics-Tracking-Server.

    Es wird überprüft, ob eine veraltete Analytics-ID vorhanden ist

    Hinweis:

    Diese Überprüfung ist erforderlich, da Analytics den „MID“-Wert als Haupt-ID für Besucher verwendet, die nicht bereits über eine veraltete Analytics ID oder „AID“ verfügen. Würde die Migration einer vorhandenen ID nicht vollständig durchgeführt, wäre der Benutzer ein neuer Besucher, wodurch die gesamten Verlaufsdaten im Bezug auf die alte „AID“ nicht mit dem neuen Besucher verbunden wären.

     

  7. In diesem Beispiel enthält der Browser einen alten s_vi-Cookie in der Domäne des Tracking-Servers, also kann der ID-Dienst diesen Cookie lesen und so den „AID“-Wert abrufen.

    Browser enthält veralteten Cookie
  8. Da der ID-Dienst-Code jetzt alle erforderlichen Daten hat, setzt er einen AMCV-Cookie für die aktuelle Domäne (SiteA.com). Da noch kein demdex.net-Cookie vorhanden ist, setzt der ID-Dienst auch einen demdex.net-Cookie, der die UUID enthält.

    Der ID-Dienst setzt einen AMCV-Cookie

    Hinweis:

    Der ID-Dienst schreibt den Cookie auf die aktuelle Domäne. Dies unterscheidet sich von der veralteten Analytics-Identifikation, bei der der Cookie auf die Domäne des Tracking-Servers geschrieben wurde.

    Außerdem stimmt die Domäne des Analytics-Tracking-Servers nicht immer mit der Domäne der Webseite überein.

  9. Nachdem der AMCV-Cookie auf den Browser geschrieben wurde, lädt die restliche Seite und die Adobe-Lösungs-Beacons werden ausgelöst.

    Die Seite lädt und Adobe-Lösungs-Beacons werden ausgelöst
  10. Im zweiten Szenario besucht derselbe Benutzer mit demselben Browser eine andere Web-Property von My Company Inc, auf der der ID-Dienst bereitgestellt wurde.

    Szenario 2 – Besuche desselben Browsers
  11. Der ID-Dienst-Code lädt und genau wie in Schritt 2 wird überprüft, ob auf der aktuellen Domäne (siteB.com) ein AMCV-Cookie vorhanden ist. Da es sich hierbei um das erste Mal handelt, dass dieser Benutzer auf dieser Seite gewesen ist, ist kein AMCV-Cookie vorhanden. Aus diesem Grund wird die nächste Überprüfung durchgeführt, um festzustellen, ob ein demdex.net-Cookie vorhanden ist. Diesmal ist ein Demdex-Cookie vorhanden, da er in Schritt 8 des vorherigen Szenarios gesetzt wurde. Der ID-Dienst liest den Demdex-Cookie und gibt den„UUID“-Wert zurück.

    Überprüfung auf vorhandene AMCV-Cookies
  12. Wie auch im ersten Szenario (Schritt 3) fordert der ID-Dienst-Code eine ID von den ID-Dienst-Servern an. Dieses Mal ist jedoch bereits ein „UUID“-Wert aus dem Demdex-Cookie vorhanden. Die „UUID“ und die Experience Cloud Organisations-ID werden mit der Anforderung gesendet.

    ID-Dienst fordert eine ID an
  13. Der Server erhält die Anfrage und erstellteinen „MID“-Wert mit der„UUID“ (ABC) und der Organisations-ID (1234), die mit der Anforderung gesendet wurden. Beachten Sie, dass der „MID“-Wert mithilfe derselben Organisations-ID und „UUID“ wie im vorherigen Beispiel erstellt wird. Da dieselben zwei Parameter zur Erstellung der ID verwendet werden, ist das Ergebnis dasselbe. So wird domänenübergreifendes Tracking mit dem ID-Dienst erreicht.

    Der Server erhält die Anfrage und erstellt einen „MID“-Wert
  14. Der Browser sendet den „MID“-Wert in der Antwort auf die Anfrage zurück an die Seite.

    Der Browser sendet den „MID“-Wert zurück an die Seite
  15. Der ID-Dienst-Code überprüft ein letztes Mal, ob ein s_vi-Cookie auf dem Analytics-Tracking-Server vorhanden ist (ähnlich wie im ersten Szenario; das Ziel ist, sicherzustellen, dass keine vorhandenen Besucherdaten missachtet werden).

    ID-Dienst-Code – finale Überprüfung auf vorhandene Cookies
  16. Da die Domäne des Tracking-Servers nicht der Domäne entspricht, die der Browser aktuell besucht (siteb.com), erfolgt ein Anruf an metrics-siteA-com, damit der Tracking-Server auf die Anfrage reagieren kann. Der Tracking-Server beantwortet die Anfrage mit dem AID-Wert, sofern dieser vorhanden ist (in diesem Fall ist er vorhanden, wie Sie oben im figurativen Browser sehen können).

    Anruf an metrics.siteA.com erfolgt
  17. Da der ID-Dienst-Code jetzt alle erforderlichen Informationen hat, schreibt er einen AMCV-Cookie auf die aktuelle Domäne. Dieses Mal wird der Cookie auf siteB.com geschrieben. Der AMCV-Cookie enthält die Werte „MID“ sowie „AID“. Mit beiden Werten ist es uns möglich, alle Daten mit Bezug auf die veraltete ID weiter zu verwenden und gleichzeitig die meisten Vorteile nutzen zu können, die aus einer lösungsübergreifenden ID über die MID entstehen

    Schreiben eines AMCV-Cookies auf die aktuelle Domäne
  18. Zum Schluss wird der Rest des Seitencodes ausgeführt und die Adobe-Lösungs-Beacons werden ausgeführt

Sie haben noch Fragen?

Dieser Artikel bietet einen detaillierten Einblick in die Funktionsweise des Marketing Cloud ID-Diensts (MCID). Einige Konzepte wurden für das allgemeine Verständnis vereinfacht. Wenn Sie weitere Fragen haben, lesen Sie die Dokumentation zum Marketing Cloud ID-Dienst. Sie können außerdem eine Frage in den Community-Foren stellen.

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