Erstellen Sie einen Demo-Clip, der Ihre besten Arbeiten ins Rampenlicht stellt.

Zeigen Sie, was Sie können!

Ob Sie nun Ihren Traum-Job in einem großen Filmstudio anvisieren oder als Freiberufler potenzielle Kunden beeindrucken möchten: Mit einem professionellen Demo-Clip können Sie Ihr Talent unter Beweis stellen. Ein überzeugender Demo-Clip zeigt nicht nur, was Sie können, sondern auch, wer Sie sind. Wenn der Clip Einblick in Ihre Persönlichkeit und Kreativität bietet, können Sie Ihr Zielpublikum überzeugen, warum gerade Sie die richtige Person für eine Festanstellung oder eine freie Mitarbeit sind.

Fragen Sie sich selbst:

  • Ist die Arbeit, die Sie präsentieren möchten, das Ergebnis Ihrer eigenen kreativen Ideen? Branchenprofis erkennen Arbeiten, die im Rahmen einer Übung bzw. eines Online-Tutorials entstanden sind. Projekte, die Sie während Ihrer Ausbildung erstellt haben, werden den Arbeiten anderer Studierenden ähneln und sind als Nachweis Ihrer persönlichen Kreativität ungeeignet.
  • Sind Sie stolz auf Ihre Arbeit? Jeder Frame muss Ihr Talent und Ihr Know-how widerspiegeln.
  • Haben Sie ausreichend Material für einen 1- bis 2-minütigen Clip? In der Kürze liegt die Würze. Die meisten potenziellen Auftraggeber werden Ihrem Demo-Clip maximal zwei Minuten ihrer Aufmerksamkeit schenken. Halten Sie sich kurz, und sortieren Sie schwache Clips aus. Sie können das Demo später immer noch mit neueren Arbeiten ausbauen.
  • Haben Sie einen Soundtrack? Ein guter Soundtrack erreicht Zuschauer sofort.
    Wählen Sie mit Bedacht Musik, die Ihren Clip effektvoll und professionell unterstützt.

Wenn Sie alle Fragen mit „Ja“ beantwortet haben, sind Sie bereit für Ihren Demo-Clip. Falls nicht, nehmen Sie sich genügend Zeit, um eine Sammlung zu erarbeiten, die Sie auch außerhalb Ihres Freundes- und Familienkreises mit Stolz präsentieren würden.

Welche Art von Demo-Clip soll es sein?

Es gibt zwei grundlegende Arten von Demo-Clips:

  • Demo-Clips im Collagen-Stil sind in der Regel mit Musik hinterlegt und enthalten viele kurze Sequenzen. Sie eignen sich am besten für kurze Auftragsarbeiten oder so genannte „Spots“. Der folgende Clip stammt vom Unternehmen Coyote Post, das Firmen-Videos, Musikvideos, erzählende Filme und Spezialeffekte produziert.
  • Szenen-Clips enthalten normalerweise längere Segmente (etwa 15 Sekunden lang), die eine Technik oder ein bestimmtes Thema zeigen. Diese Art von Clips eignet sich am besten zur Präsentation von Arbeiten in den Bereichen Kinematografie, Dokumentarfilm oder erzählender Film. Der folgende Beispiel-Clip ist eine Produktion der VFX-Spezialisten von Stargate Studios. Er zeigt ihre „Virtual Backlot“-Bibliothek mit über 200.000 Stock-Videos, virtuellen Umgebungen, Requisiten und Spezialeffekten für die Erstellung fotorealistischer Szenen.

Egal welche Struktur oder welchen Stil Sie für Ihren Demo-Clip wählen: Sie wollen Ihr Publikum bewegen und faszinieren. Bedenken Sie, dass Zuschauern meist nur die ersten Momente und die allerletzte Einstellung im Gedächtnis bleiben.

Sorgen Sie für fließende thematische Übergänge. Dramatische Szenen sollten Schlüsselelemente der Story klar vermitteln, damit Zuschauer schnell von der Spannung und Aufregung des Moments ergriffen werden. Lassen Sie Ihre Betrachter an Ihrer Leidenschaft teilhaben.

Werden Sie persönlich.

  • Binden Sie Ihren Namen oder das Logo Ihres Unternehmens im Vor- und/oder Nachspann des Clips ein.
  • Blenden Sie Ihre Kontaktdaten ein. Geben Sie z. B. Ihre Telefonnummer, Ihre E-Mail-Adresse und die URL Ihrer Website an. Fügen Sie diese Infos als Titel am Ende des Demo-Clips ein, oder stellen Sie sie als Hintergrundinfo zum Clip bereit, wenn Sie ihn bei YouTube, Vimeo, Behance oder einem anderen sozialen Netzwerk veröffentlichen.
  • Schneiden Sie den Clip im Takt der Musik, wenn es sich anbietet. So bringen Sie auch zum Ausdruck, dass Sie ein Auge für Details haben und wissen, wie visueller Content professionell präsentiert wird. Zuschauer merken sofort, wenn Ihre Schnitte vor, auf oder nach dem Takt liegen. Experimentieren Sie mit allen Timing-Varianten.
  • Heben Sie Arbeiten für bekannte Marken hervor. Wenn bekannte Marken zu Ihren Referenzen zählen, weisen Sie Ihre Betrachter mit den entsprechenden Logos darauf hin. Holen Sie sich in jedem Fall die Erlaubnis des Markeninhabers, bevor Sie sein Logo oder seinen Namen verwenden.
  • Zeigen Sie Vorher- und Nachher-Clips. Wenn Sie Matte-Künstler, VFX-Spezialist, Kolorist oder Experte in einem ähnlichen Bereich sind und Ihr Publikum für ein bestimmtes Projekt an Ihrer Arbeit interessiert ist,
    können Sie so Ihre Fertigkeiten hervorheben.
  • Zeigen Sie Aufnahmen von Projektetappen.  Das ist besonders wichtig, wenn Sie visuellen Content in einzelnen Phasen erstellen, z. B. bei der 3D-Modellierung oder beim Compositing.
  • Zeigen Sie Emotionen. Falls Ihr Demo-Clip dramatische Szenen enthält, erreichen Sie Ihre Zielgruppe mit Darstellungen von echten Gefühlen am nachhaltigsten.

Beweisen Sie Professionalität.

  • Verwenden Sie niemals urheberrechtlich geschützte, nicht lizenzierte Musik. Das ist nicht nur illegal, sondern lässt auch ein fehlendes Problembewusstsein für dieses Thema erkennen.
  • Geben Sie Arbeiten von anderen nicht als Ihre aus. Kennzeichnen Sie jeden Clip, an dem auch noch andere mitgewirkt haben. Eine einfache Überlagerung mit Text wie „3D-Modellierer“ oder „verantwortlich für Motion-Tracking“ räumt Missverständnisse aus und spricht für Ihren Team-Geist.
  • Strecken Sie Ihren Demo-Clip nicht zwanghaft. Durch die Wiederholung von Aufnahmen entsteht der Eindruck, Sie hätten nicht genügend Arbeiten für das gesamte Video erstellt. Machen Sie lieber einen kürzeren Clip.
  • Wichtig: Fehlerprüfung! Rechtschreibfehler, Störungen im Ton oder verzerrt wirkende Bilder ruinieren den Gesamteindruck Ihrer Arbeit. Solche Fehler können sich leicht einschleichen. Lassen Sie Ihr Video sicherheitshalber von einem Freund überprüfen. Vier Augen sehen mehr als zwei.

Holen Sie sich Feedback.

Testen Sie Ihren Demo-Clip an einem Publikum, das mit ehrlichem Feedback nicht hinter dem Berg hält. So sparen Sie später Zeit und Energie, wenn Sie mit der Kritik oder den Verbesserungsvorschlägen Ihrer echten Zielgruppe konfrontiert werden. Schon kleine Anpassungen können viel bewirken: Schneiden Sie ein Mikro raus, das ins Bild geraten ist, oder feilen Sie weiter an Ihrem Soundtrack.

Holen Sie von mehreren Mentoren und Kollegen Ihres Vertrauens konstruktives Feedback ein. Stellen Sie zum Beispiel folgende Fragen: Ist das Video zu lang? Ist ein Clip dabei, der mich nicht gut genug oder richtig repräsentiert? Ist die Erzählfolge stimmig? Wurde ein Aspekt vernachlässigt? Und am wichtigsten: Würden Sie mich nach Betrachten dieses Videos einstellen oder engagieren?

Beachten Sie individuelle Anforderungen von Auftraggebern.

Einige Branchen haben feste Standards für Demo-Clips. Informieren Sie sich, und passen Sie Ihren Demo-Clip an die Anforderungen des jeweiligen Unternehmens an, da er eventuell auf dessen Website veröffentlicht wird.

Falls Ihr Clip dramatische Szenen enthält, verwenden Sie besondere Aufmerksamkeit auf Timing und Fluss von Dialogen und Handlung. Wenn Sie Musikvideos schneiden, stellen Sie dieses Thema in den Vordergrund. Stellen Sie also sicher, dass Sie die Anforderungen Ihrer potenziellen Kunden oder Auftraggeber kennen und wissen, was sie sehen möchten und wie sie es sehen möchten. Die meisten Profis erstellen mehrere Versionen ihres besten Demo-Clips, um den Ansprüchen verschiedener Kunden gerecht zu werden.

Das bedeutet viel Arbeit – aber die lohnt sich. Ihr Demo-Clip muss die ansprechendste und packendste Bewerbungsmappe werden, die Sie verschicken können.

An die Arbeit!

Auf der Seite Demo-Clip zusammenstellen erfahren Sie detailliert, wie Sie aus Ihren besten Videos einen Demo-Clip mit passendem Soundtrack zusammenstellen können.

07/27/2017

Beiträge von: Tyler Brown, Rod Harlan, Maxim Jago

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