In diesem Artikel werden allgemeine Fragen zur Migration von Campaign Classic auf Adobe Managed Services (Public Cloud) behandelt.

Im Rahmen der Campaign-Gold Standard-Initiative plant Adobe die Stilllegung des alten Rechenzentrums. Campaign Classic-Instanzen müssen deshalb zur Public Cloud (AWS) übertragen werden. Weitere Informationen zu dieser Initiative können Sie in diesem Artikel nachlesen. 

Nachstehend finden Sie eine Reihe allgemeiner Fragen zu diesem Projekt und zu den Auswirkungen auf Ihre Campaign-Umgebungen sowie weitere nützliche Informationsquellen.

Für alle anderen Fragen wenden Sie sich bitte an die Adobe-Kundenunterstützung.

  • Build-Upgrade: Vorgang, bei dem die Adobe Campaign Classic-Software auf die aktuelle, sichere Build-Nummer aktualisiert wird, während die Versionsnummer unverändert bleibt. Beispiel: Campaign v6.1.1 8222 auf Campaign v6.1.8666. Weitere Informationen.
  • MID/RT: Auf Adobe Cloud gehostete Nachrichten-Ausführungsserver (MID für Batch-Kampagnen und RT für einzelne Nachrichten in Echtzeit)
  • Gold Standard-Upgrade: Dieses Programm bietet mehr Sicherheit, bessere Unterstützung, verbesserte Wartung und Stabilität. Es erleichtert auch zukünftige Upgrades und bietet Zugriff auf neue Funktionen in Campaign.  Weitere Informationen.
  • AWS: Amazon Web Services (Amazon Public Cloud)
  • SFTP: Secure File Transfer Protocol Weitere Informationen.

Auswirkungen auf die Infrastruktur

Die globalen Auswirkungen auf die Datenbank und Infrastruktur sind nachstehend aufgeführt.

Adobe behält sich das Recht vor, die am besten geeignete Datenbank-Management-Engine auszuwählen und zu verwenden, um den Adobe Campaign-Dienst unter optimalen Bedingungen bereitzustellen.

Darüber hinaus wird Adobe keine detaillierten Informationen zur Infrastruktur bereitstellen, um das beste Sicherheitsniveau zu gewährleisten.

Die Datenbank wird aus dem alten Rechenzentrum entfernt und in der Public Cloud (AWS) wiederhergestellt. Beim Neustart im neuen Rechenzentrum wird die Anwendung genau in dem Zustand fortgesetzt, in dem sie sich vor dem Herunterfahren befand. Die Benutzer sehen keinen Unterschied, außer dass sich einige geplante Aufgaben verzögern werden.

Wir stellen in der Public Cloud (AWS) neue Paketdefinitionen bereit, die auf der aktuellen Datenbankgröße, der Festplattengröße usw. basieren. Wenn beispielsweise ein Kunde in alten Rechenzentren genau einen Anwendungsserver hat, kann er je nach Paketdefinitionen zwei Anwendungsserver in der Public Cloud (AWS) verwenden.

Als ersten Schritt werden wir den Campaign Classic-Build bei der Migration beibehalten.

In einem weiteren Schritt werden wir mit dem Upgrade auf den neuesten Campaign Classic GA-Build (heutiger Stand 9032) fortfahren. Weitere Informationen hierzu finden Sie in den häufig gestellten Fragen zum Gold Standard-Build-Upgrade und in den Versionshinweisen für Campaign.

Vor der Migration der Produktionssysteme sind umfangreiche Tests geplant. Bei Problemen bleibt die Kundenunterstützung der Hauptansprechpartner. Adobe hat ein Expertenteam zusammengestellt, das bei Bedarf zusätzliche Unterstützung bietet.

Auswirkungen auf die Zustellbarkeit

Die globalen Auswirkungen auf IPs, Blockierungsliste, Subdomains und URLs sind unten aufgeführt.

Die IP-Adresse der Adobe-Server wird sich ändern. Deshalb müssen Kunden diese neuen IP-Adressen möglicherweise in ihrem System auf die Zulassungsliste setzen.

Klicken Sie hier, um weitere Informationen zu IPs auf der Zulassungsliste zu erhalten.

Die SFTP-Konfiguration (öffentliche Schlüssel + IP auf der Zulassungsliste) wird ebenfalls vom alten Rechenzentrum in die Public Cloud (AWS) verschoben. Seitens des Kunden besteht kein Handlungsbedarf.

Die IP-Adresse der Adobe-Server wird sich ändern. Deshalb müssen Kunden diese neuen IP-Adressen möglicherweise in ihrem System auf die Zulassungsliste setzen.

Klicken Sie hier, um weitere Informationen zu IPs auf der Zulassungsliste zu erhalten.

Bestehende Subdomains werden vom alten Rechenzentrum in die Public Cloud (AWS) verschoben. Dieser Prozess wird im Rahmen des Migrationsprozesses vom Zustellbarkeitsteam von Adobe gehandhabt.

Adobe führt den Kunden durch die erforderlichen Tests, um sicherzustellen, dass die Konfiguration nach der Migration auf den neuen Public Cloud-Servern (AWS) erfolgreich durchgeführt wurde.

Nein, die bestehenden URLs bleiben erhalten.

Sowohl neolane.net als auch campaign.adobe.com sind nach der Migration vorhanden. Um den Prozess zu vereinfachen, wird neolane.net auf neue Instanzen in der Public Cloud (AWS) umgeleitet, sodass der Kunde keine Änderungen vornehmen muss.

Zunächst wird die Zustellbarkeit der Plattform durch das Zustellbarkeitsteam von Adobe geprüft und ein Plan für den Wechsel zu den neuen IPs empfohlen. 

Nach der Migration ist keine Erwärmung erforderlich. Sollte jedoch in Ausnahmefällen eine Erwärmung nötig sein, wird die Adobe-Kundenunterstützung Kontakt zu den jeweiligen Kunden aufnehmen.

Es ist jedoch geplant, diesen Vorgang für Ihr Unternehmen transparent zu gestalten, anders als der während des Go-Live erfolgte ursprüngliche Ramp-up. 

Nach Abschluss der Migration wird die Campaign-Instanz völlig andere Sende-IPs aufweisen. Um eine reibungslose Migration zu gewährleisten, wird Adobe ein Ramp-up der neuen Sende-IPs durchführen, indem der Traffic schrittweise von den alten auf die neuen IPs umgestellt wird.

Ja, dies wird in der Serverkonfigurationsdatei gespeichert, die von der Quelle in die neue Instanz kopiert wird.

Die für die Marketing-Kommunikation verwendeten Subdomains bleiben unverändert. Abhängig von der Implementierung können jedoch auf der Client-Seite Aktionen erforderlich sein: 

  • Bei einer Subdomain-Zuweisung an Adobe (Standard) übernimmt Adobe alle Änderungen und sorgt für einen nahtlosen Übergang.
  • Bei der CNAME-Einrichtung (Ausnahme) muss der Kunde die Änderungen selbst implementieren. Dabei ist die Koordination mit Adobe ist erforderlich.

Auswirkungen auf Konfiguration und Konnektivität

Hinweis zu IPs auf der Zulassungsliste

Die Migration zur Public Cloud beinhaltet neue IPs für Adobe Campaign-Anwendungsserver, sodass sich eine IP-Änderung auf die Konnektivität zwischen Adobe-Servern und Ihren Informationssystemen auswirken kann.

 

Migration

Betrachten wir die beiden Fälle:

  • Eingehender Traffic: Die gesamte Netzwerkaktivität, die von Ihren Systemen oder Drittanbietern an Adobe Campaign-Servern initiiert wird. Die Konfiguration wird von Adobe vorgenommen und dann während der Migration von der bestehenden Cloud in die Public Cloud kopiert. Die Konnektivität für eingehenden Traffic bleibt dann wie nach der Migration erhalten und es werden keine Maßnahmen seitens des Kunden erwartet. 
  • Ausgehender Traffic: Die gesamte Netzwerkaktivität, die von Adobe Campaign-Servern an Ihr Informationssystem oder Drittanbieter initiiert wird (z. B.: SMS-Anbieter). Je nach den in Ihrem Unternehmen geltenden Sicherheitsrichtlinien kann das Ändern von IP-Adressen einen Zulassungslistenvorgang Ihres Informationssystems oder eines anderen Dritten erforderlich machen.

Globale Auswirkungen auf die Konfiguration, die Konnektivität mit anderen Systemen und Produkten, APIs und die Zeitzone sind nachstehend aufgeführt.

Ja. Bei Integrationen von Drittanbietern, z. B. SMS-Anbietern, sollten neue IP-Adressen von Adobe Campaign-Anwendungsservern auf die Zulassungsliste gesetzt werden.

Die IP-Adressen der Adobe Campaign-Anwendungsserver ändern sich. Dieser Schritt wird von der Adobe-Kundenunterstützung nach der Migration ausgeführt. 

Integrationen sind eine Kombination aus IPs/Web-Dienst auf der Zulassungsliste und der Konfiguration externer Konten – dies wird von der Adobe-Kundenunterstützung verwaltet und durchgeführt. Zusätzlich sind IPs auf der Zulassungsliste erforderlich, da sich die IP-Adresse des Anwendungsservers ändert. Diese Informationen werden bereitgestellt. Der Rest basiert auf dem IMS und sollte wie bisher funktionieren.

Kunden, die keine IMS-Org-ID haben, erhalten eine: Eine IMS-Organisations-ID wird an ihre Instanz angefügt.

Nachdem die Subdomain und alle zugehörigen Konfigurationen korrekt vom alten Rechenzentrum in die Public Cloud (AWS) verschoben bzw. umgeleitet wurden, sind keine Auswirkungen mehr zu erwarten.

Die IP-Adresse der Adobe-Server wird sich ändern. Deshalb müssen die Kunden diese neuen IP-Adressen möglicherweise in ihrem System auf die Zulassungsliste setzen.

Klicken Sie hier, um weitere Informationen zu IPs auf der Zulassungsliste zu erhalten.

Adobe kopiert die Instanzkonfiguration aus dem alten Rechenzentrum in die Public Cloud (AWS), damit diese Werte auch nach der Migration erhalten bleiben.

Es wird empfohlen, das Laden von Schriftartdateien und Outlook-Besprechungsdateien in den Ordner für öffentliche Ressourcen zuzulassen. Diese Konfiguration erfolgt in der aktuellen Datei „config-<instance>.xml“. Diese wird gemeinsam mit den Konfigurationsdateien in das neue Rechenzentrum kopiert.

Sie kann sich je nach dem Standort des neuen Servers ändern. Die Kunden können jedoch ihre aktuelle Zeitzone beibehalten.

Klicken Sie hier, um weitere Informationen zur Zeitzonenverwaltung in Adobe Campaign Classic zu erhalten.

Sicherheit und Berechtigungen

Durch diese Migration zur Public Cloud (AWS) werden die Kundenumgebungen entsprechend allen nötigen Sicherheitsanforderungen laufend auf den neuesten Stand gebracht. Dies umfasst:

  • Regelmäßige neue Betriebssystem- und Sicherheits-Patches
  • Isolierung der Infrastruktur nach Kunden
  • Verwaltete Sicherheits- und Auditprüfungen zur Unterstützung von Cloud-Infrastrukturen wie Lastenausgleich, Netzwerksicherheitsregeln und Speicherverschlüsselung

Die Auswirkungen auf Berechtigungen, Zertifikate und SFTP-Zugriff sind unten aufgeführt.

Ja, bei dieser Migration werden alle Zertifikate verschoben.

Nein, Adobe kopiert die SFTP-Zugriffsschlüssel auf den neuen Server.
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Wir stellen sicher, dass neue SFTP-Server, Benutzer, Verzeichnisse und Dateien genau dieselben Berechtigungen haben.

Das einzige Konnektivitätsproblem, das auftreten kann, hängt mit der Zulassungsliste auf Kundenseite zusammen. Der Kunde sollte diesen Test in der Nicht-Produktionsumgebung durchführen, um sicherzustellen, dass alles funktioniert, bevor er zur Produktionsumgebung wechselt.

Nein, es gibt keine rechenzentrumspezifische Konfigurationen der Zulassungsliste, die verwaltet werden müssen.

Bei der Kundenimplementierung können benutzerdefinierte Skripts (Perl/Shell/Python/JavaScript) in Workflows verwendet werden, um beispielsweise Dateien und Ordner zu bearbeiten. 

Auf der gehosteten Instanz werden Skripts nur über die JavaScript-Engine ausgeführt. Andere Implementierungen können zu Sicherheitslücken und Problemen nach dem Upgrade führen. Sie werden deshalb nicht unterstützt.

Da wir die DNS-Namen beibehalten, sollte nach der Migration alles wie bisher funktionieren.

Durchführung der Migration

Die globalen Auswirkungen während der Migration werden unten aufgeführt.

Adobe empfiehlt, die Ausführung von Sendungen und Workflows zu verlangsamen und im Idealfall anzuhalten, bevor die Anwendung im alten Rechenzentrum heruntergefahren wird. Auf diese Weise wird der Neustart auf dem Cloud-Server (AWS) vereinfacht, da die Prozesse ausreichend Zeit hatten, ordnungsgemäß zu pausieren und den aktuellen Ausführungsstatus zu speichern. 

Eine gewisse Ausfallzeit der Plattform ist bei der Migration unvermeidlich. Das Ziel dieses Plans ist es, Ihnen zu helfen, die Ausfallzeit möglichst gering zu halten. 

Die Datenübertragung zwischen den Rechenzentren ist der Teil des Vorgangs, der die größte Auswirkung auf die Ausfallzeit hat. Die Daten werden auf zwei Arten gespeichert: 

  • In der Datenbank (die mit Abstand wichtigste)
  • In Dateien auf dem Anwendungsserver (Datenimport und -export) 

Die Reduzierung der Datenbankgröße ist von größter Bedeutung, um die Datenübertragung zu beschleunigen. Empfehlungen:

  • Reduzieren Sie die Aufbewahrungszeiträume historischer Daten (Versandlogs, Trackinglogs usw.). 
  • Löschen Sie nicht mehr genutzte Datensätze aus anderen Tabellen (Sendungen, Empfänger, benutzerdefinierte Tabellen).

Die Ausfallzeit hängt zur Gänze von der Größe der Datenbank und des SFTP-Dateispeichers des Kunden ab. Bitte wenden Sie sich an Ihre Kundenunterstützung, um eine ungefähre Dauer zu erfahren.

Während der Migration bleibt nur ein Dienst funktionsfähig: die Umleitung von E-Mail-Links. Alle Empfänger gelangen beim Anklicken des Links in einer E-Mail auf die Landingpage. Diese Klicks werden jedoch nicht getrackt, sodass die Klickraten für die Sendungen, die kurz vor der Migration gestartet wurden, niedriger als gewöhnlich sein werden.

MID-Sourcing und RT werden wie jede andere gehostete Infrastruktur gehandhabt.

Die Umgebungen werden in der folgenden Reihenfolge migriert:

  1. Entwicklungsumgebungen
  2. Staging-Umgebungen
  3. Produktionsumgebungen
  4. RT-Umgebungen
  5. Mid-Sourcing-Umgebungen

Der Rollback-Plan besteht darin, das DNS zurückzusetzen und den Lese- und Schreibzugriff zur Quelldatenbank wieder zu aktivieren. Dies erfolgt automatisch.

Nach Abschluss der Anwendungsmigration ist keine erneute Ausführung von Prozessen im alten Rechenzentrum geplant. Wir gehen davon aus, dass alle Daten im alten Rechenzentrum gelöscht werden können. Die einzige Ausnahme ist das temporäre Backup, bis die geplanten Backup-Vorgänge auf Public Cloud (AWS) ausgeführt wurden.

Abhängig von der Komplexität des Systems des Kunden ist zwischen der Migration der Staging-Umgebung und der Produktionsumgebung eine Wartezeit von mindestens 1 Woche erforderlich.

Das Team der Kundenunterstützung von Adobe sorgt dafür, dass Kunden und etwaige Drittparteien Zugriff auf das neue System haben, indem die neuen IP-Adressen auf die Zulassungsliste gesetzt werden.

Nützliche Informationsquellen