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Hinweis:

In diesem Artikel wird die Konfiguration von Indizes in AEM 6 beschrieben. Informationen zur besten Vorgehensweise beim Optimieren von Abfragen- und Indizierungsleistung finden Sie unter Best Practices für Abfragen und Indizierung.

Einführung

Anders als bei Jackrabbit 2 wird Inhalt in Oak nicht standardmäßig indiziert. Indizes müssen daher bei Bedarf vom Benutzer erstellt werden, ähnlich wie bei herkömmlichen relationalen Datenbanken. Falls für eine spezifische Abfrage kein Index vorhanden ist, werden möglicherweise viele Knoten durchsucht. Die Abfrage kann zwar erfolgreich sein, wird jedoch sehr langsam verarbeitet. 

Falls Oak eine nicht indizierte Abfrage findet, wird eine Protokollmeldung der Stufe WARNUNG ausgegeben:

*WARN* Traversed 1000 nodes with filter Filter(query=select ...) consider creating an index or changing the query

Unterstützte Abfragesprachen

Die Abfrage-Engine von Oak unterstützt folgende Sprachen:

  • XPath (empfohlen)
  • SQL-2
  • SQL (veraltet)
  • JQOM

Indexer-Typen und Kostenberechnung

Beim auf Apache Oak basierenden Backend können mehrere Indexer als Plug-in für das Repository verwendet werden.

Ein Indexer ist der Eigenschaften-Index, dessen Indexdefinition im Repository gespeichert wird.

Implementierungen für Apache Lucene und Solr sind ebenfalls standardmäßig verfügbar und unterstützen die Volltextindizierung.

Der Traversalindex wird verwendet, wenn kein anderer Indexer verfügbar ist. Dies bedeutet, dass der Inhalt nicht indiziert ist und Inhaltsknoten durchsucht werden, um Übereinstimmungen mit der Abfrage zu finden.

Wenn mehrere Indexer für eine Abfrage verfügbar sind, berechnet jeder verfügbare Indexer die voraussichtlichen Kosten für das Ausführen der Abfrage. Oak wählt dann den Indexer mit den niedrigsten geschätzten Kosten aus.

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Das obige Diagramm ist eine Übersicht über den Abfragevorgang von Apache Oak.

Zuerst wird die Abfrage in eine abstrakte Syntaxstruktur analysiert. Dann wird die Abfrage überprüft und in SQL-2, die native Sprache für Oak-Abfragen, umgewandelt.

Im nächsten Schritt werden von jedem Index die voraussichtlichen Kosten für die Abfrage berechnet. Anschließend werden die Ergebnisse des billigsten Index abgerufen. Diese Ergebnisse werden gefiltert, um sicherzustellen, dass der aktuelle Benutzer Schreibzugriff auf diese hat und sie mit der abgeschlossenen Abfrage übereinstimmen.

Konfigurieren der Indizes

Hinweis: Bei großen Repositorys ist das Erstellen eines Index ein zeitaufwändiger Vorgang. Dies gilt sowohl für das erstmalige Erstellen des Index als auch für eine Neuindizierung (Neuerstellung des Index nach einer Änderung der Definition). Weitere Informationen finden Sie im Beitrag zur Fehlerbehebung in Oak-Indizes in dem Abschnitt, der Maßnahmen gegen eine langsame Neuindizierung beschreibt.

Wenn sehr große Repositorys neu indiziert werden müssen, insbesondere wenn MongoDB verwendet wird und eine Volltextindizierung erforderlich ist, empfiehlt es sich gegebenenfalls, eine Textvorextraktion durchzuführen und den Ausgangsindex mit Oak-run zu erstellen und anschließend eine Neuindizierung durchzuführen.

Indizes sind im Repository als Knoten unter dem Knoten oak:index konfiguriert.

Der Typ des Indexknotens muss oak:QueryIndexDefinition lauten. Für jeden Indexer sind diverse Konfigurationsoptionen als Knoteneigenschaften verfügbar. Weitere Informationen finden Sie in den Konfigurationsdetails für jeden Indexer-Typ unten.

Der Eigenschaften-Index

Der Eigenschaften-Index ist für Abfragen mit Eigenschaftenbeschränkungen und ohne Volltext geeignet. Der Index kann wie folgt konfiguriert werden:

  1. Öffnen Sie CRXDE, indem Sie zu http://localhost:4502/crx/de/index.jsp wechseln.

  2. Erstellen Sie einen neuen Knoten unter oak:index.

  3. Nennen Sie den Knoten PropertyIndex und legen Sie als Knotentyp oak:QueryIndexDefinition fest.

  4. Legen Sie die folgenden Eigenschaften für den neuen Knoten fest:

    • type: property (vom Typ „String“)
    • propertyNames: jcr:uuid (vom Typ „Name“)

    Bei diesem Beispiel wird die Eigenschaft jcr:uuid indiziert, die dazu dient, die UUID (Universally Unique Identifier) des verknüpften Knotens anzuzeigen.

  5. Speichern Sie die Änderungen.

Beim Eigenschaften-Index sind folgende Konfigurationsoptionen verfügbar:

  • Die Eigenschaft type gibt den Indextyp an und muss in diesem Fall property lauten.
  • Die Eigenschaft propertyNames gibt eine Liste der Eigenschaften an, die im Index gespeichert werden. Falls diese Eigenschaft fehlt, wird der Knotenname als Referenzwert des Eigenschaftennamen verwendet. In diesem Beispiel dient die Eigenschaft jcr:uuid dazu, die UUID (Universally Unique Identifier) des verknüpften Knotens anzuzeigen.
  • Falls für die Kennzeichnung unique der Wert true festgelegt ist, wird dadurch eine Eindeutigkeitsbeschränkung auf den Eigenschaften-Index angewendet.
  • Mit der Eigenschaft declaringNodeTypes können Sie einen bestimmten Knotentyp angeben, der für den Index gilt.
  • Falls für die Kennzeichnung reindex der Wert true festgelegt ist, wird eine vollständige Neuindizierung des Inhalts ausgelöst.

Der geordnete Index

Der geordnete Index ist eine Erweiterung des Eigenschaften-Index. Er ist allerdings veraltet. Indizes dieses Typs müssen durch den Lucene-Eigenschaften-Index ersetzt werden (siehe unten).

Der Lucene-Volltext-Index

AEM 6 beinhaltet einen auf Apache Lucene basierten Indexer.

Falls ein Volltext-Index konfiguriert ist, wird dieser für alle Abfragen mit Volltext-Bedingung verwendet, unabhängig davon, ob andere indizierte Bedingungen gelten oder ob eine Pfadbeschränkung besteht.

Falls kein Volltext-Index konfiguriert ist, werden Abfragen mit Volltext-Bedingungen nicht wie erwartet verarbeitet.

Da der Index über einen asynchronen Hintergrund-Thread aktualisiert wird, sind bestimmte Volltext-Suchen für einen kurzen Zeitraum nicht verfügbar, bis die Prozesse im Hintergrund beendet sind.

Sie können einen Lucene-Volltext-Index wie folgt konfigurieren:

  1. Öffnen Sie CRXDE und erstellen Sie einen neuen Knoten unter oak:index.

  2. Nennen Sie den Knoten LuceneIndex und legen Sie als Knotentyp oak:QueryIndexDefinition fest.

  3. Fügen Sie dem Knoten folgende Eigenschaften hinzu:

    • type: lucene (vom Typ „String“)
    • async: async (vom Typ „String“)

     

  4. Speichern Sie die Änderungen.

Für den Lucene-Index sind folgende Konfigurationsoptionen verfügbar:

  • Für die Eigenschaft type, die den Indextyp angibt, muss lucene festgelegt sein.
  • Für die Eigenschaft async muss async festgelegt sein. Dadurch wird die Index-Aktualisierung an einen Hintergrund-Thread gesendet.
  • Die Eigenschaft includePropertyTypes, die angibt, welche Untermenge an Eigenschaftentypen im Index enthalten sind.
  • Die Eigenschaft excludePropertyNames, die eine Blacklist mit Eigenschaftennamen definiert, d. h. Eigenschaften, die vom Index ausgeschlossen sein sollen.
  • Die Kennzeichnung reindex, die eine vollständige Neuindizierung von Inhalt auslöst, wenn für sie true festgelegt ist.

Der Lucene-Eigenschaften-Index

Ab Oak 1.0.8 kann Lucene zum Erstellen von Indizes mit Eigenschaftenbeschränkungen ohne Volltext verwendet werden.

Um einen Lucene-Eigenschaften-Index zu erhalten, muss für die Eigenschaft fulltextEnabled immer „false“ festgelegt sein.

Sehen wir uns folgende Beispielabfrage an:

 

select * from [nt:base] where [alias] = '/admin'

Um einen Lucene-Eigenschaften-Index für die obige Abfrage zu definieren, können Sie folgende Definition hinzufügen, indem Sie unter oak:index: einen neuen Knoten erstellen.

  • Name: LucenePropertyIndex
  • Typ: oak:QueryIndexDefinition

Sobald der Knoten erstellt wurde, fügen Sie die folgenden Eigenschaften hinzu:

  • type: lucene (vom Typ „String“)
  • async: async (vom Typ „String“)
  • fulltextEnabled: false (vom Typ „Boolean“)
  • includePropertyNames: ["alias"]  (vom Typ „String“)

 

Hinweis:

Verglichen mit dem normalen Eigenschaften-Index ist der Lucene-Eigenschaften-Index immer im asynchronen Modus konfiguriert. Daher entsprechen die vom Index ausgegebenen Ergebnisse möglicherweise nicht immer dem aktuellen Stand des Repositorys.

Hinweis:

Weitere Informationen zum Lucene-Eigenschaften-Index finden Sie auf der Dokumentationsseite zu Apache Jackrabbit Oak Lucene.

Lucene-Analyzer

Ab Version 1.2.0 unterstützt Oak Lucene-Analyzer.

Analyzer werden zum Indizieren von Dokumenten und für Abfragen verwendet. Ein Analyzer überprüft den Text von Feldern und generiert einen Token-Stream. Lucene-Analyzer beinhalten eine Reihe von Tokenizern und Filterklassen.

Die Analyzer können über den Knoten analyzers (vom Typ nt:unstructured) in der Definition oak:index konfiguriert werden.

Der Standard-Analyzer für einen Index wird im untergeordneten Knoten default des Analyzer-Knotens konfiguriert.

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Hinweis:

Eine Liste der verfügbaren Analyzer finden Sie in der API-Dokumentation der Lucene-Version, die Sie verwenden.

Direktes Festlegen der Analyzer-Klasse

Falls Sie einen vorkonfigurierten Analyzer verwenden möchten, können Sie diesen wie folgt konfigurieren:

  1. Suchen Sie im Knoten oak:index nach dem Index, mit dem Sie den Analyzer verwenden möchten.

  2. Erstellen Sie unter dem Index einen untergeordneten Knoten default vom Typ nt:unstructured.

  3. Fügen Sie dem Knoten „default“ eine Eigenschaft mit folgenden Eigenschaften hinzu:

    • Name: class
    • Typ: String
    • Wert: org.apache.lucene.analysis.standard.StandardAnalyzer

    Der Wert ist der Name der Analyzer-Klasse, die Sie verwenden möchten.

    Sie können auch einen Analyzer für eine bestimmte Lucene-Version festlegen, indem Sie die optionale String-Eigenschaft luceneMatchVersion verwenden. Eine gültige Syntax für die Verwendung mit Lucene 4.7 sieht wie folgt aus:

    • Name: luceneMatchVersion
    • Typ: String
    • Wert: LUCENE_47

    Wenn luceneMatchVersion nicht angegeben ist, verwendet Oak die im Lieferumfang enthaltene Version von Lucene.

  4. Wenn Sie eine Stoppwörter-Datei zu Analyzer-Konfigurationen hinzufügen möchten, können Sie einen neuen Knoten unter dem Knoten default mit folgenden Eigenschaften erstellen:

    • Name: stopwords
    • Typ: nt:file

Erstellen von Analyzern durch Komposition

Analyzer können auch anhand der Eigenschaften Tokenizers, TokenFilters und CharFilters zusammengestellt werden. Geben Sie dazu einen Analyzer an und erstellen Sie untergeordnete Knoten der optionalen Tokenizer und Filter, die in der aufgelisteten Reihenfolgen angewendet werden.

Sehen Sie sich diese Knotenstruktur als Beispiel an:

  • Name: analyzers
    • Name: default
      • Name: charFilters
      • Typ: nt:unstructured
        • Name: HTMLStrip
        • Name: Mapping
      • Name: tokenizer
        • Eigenschaftenname: name
          • Typ: String
          • Wert: Standard
      • Name: filters
      • Typ: nt:unstructured
        • Name: LowerCase
        • Name: Stop
          • Eigenschaftenname: words
            • Typ: String
            • Wert: stop1.txt, stop2.txt
          • Name: stop1.txt
            • Typ: nt:file
          • Name: stop2.txt
            • Typ: nt:file

Der Name der Filter „charFilters“ und „tokenizers“ wird durch Entfernen der Factory-Suffixe gebildet. Das heißt:

  • org.apache.lucene.analysis.standard.StandardTokenizerFactory wird zu standard
  • org.apache.lucene.analysis.charfilter.MappingCharFilterFactory wird zu Mapping
  • org.apache.lucene.analysis.core.StopFilterFactory wird zu Stop

 

Für die Factory erforderliche Konfigurationsparameter werden als Eigenschaft des entsprechenden Knotens angegeben.

In Fällen wie beim Laden von Stoppwörtern, bei denen Inhalt aus externem Dateien geladen werden muss, kann der Inhalt als untergeordneter Knoten vom Typ nt:file für die betroffene Datei bereitgestellt werden.

Der Solr-Index

Der Solr-Index dient der Volltextsuche. Er kann jedoch auch für die Index-Suche nach Pfad, Eigenschaften- und Primärtyp-Beschränkungen verwendet werden. Der Solr-Index kann also in Oak für praktisch jeden Typ von JCR-Abfrage eingesetzt werden.

Die Integration in AEM erfolgt auf Repository-Ebene, damit Solr als möglicher Index in Oak, der neuen mit AEM ausgelieferten Repository-Implementierung, verwendet werden kann.

Die Konfiguration als in die AEM-Instanz eingebetteter Server oder als Remote-Server ist möglich.

Konfigurieren von AEM mit einem eingebetteten Solr-Server

Vorsicht:

Verwenden Sie in einer Produktionsumgebung keinen eingebetteten Solr-Server. Dieser sollte nur in einer Entwicklungsumgebung verwendet werden.

AEM kann mit einem eingebetteten, über die Web-Konsole konfigurierten Solr-Server verwendet werden. In diesem Fall wird der Solr-Server in derselben JVM ausgeführt wie die AEM-Instanz, in die er eingebettet ist.

Sie können den eingebetteten Solr-Server wie folgt konfigurieren:

  1. Wechseln Sie zur Web-Konsole unter http://serveraddress:4502/system/console/configMgr

  2. Suchen Sie nach Oak Solr server provider.

  3. Klicken Sie auf die Schaltfläche zum Bearbeiten und legen Sie im nächsten Fenster in der Dropdown-Liste den Servertyp als Embedded Solr fest.

  4. Bearbeiten Sie dann Oak Solr embedded server configuration und erstellen Sie eine Konfiguration. Weitere Informationen zu den Konfigurationsoptionen finden Sie auf der Apache Solr-Website.

    Hinweis:

    Die Konfiguration des Solr-Basisverzeichnisses (solr.home.path) sucht nach einem Ordner mit demselben Namen im AEM-Installationsordner.

  5. Öffnen Sie CRXDE und melden Sie sich mit „Admin“ an.

  6. Fügen Sie einen Knoten solrlndex vom Typ oak:QueryIndexDefinition unter oak:index mit folgenden Eigenschaften hinzu:

    • type:solr (vom Typ „String“)
    • async:async (vom Typ „String“)
    • reindex:true (vom Typ „Boolean“)
  7. Speichern Sie die Änderungen.

Konfigurieren von AEM mit einem einzelnen Remote-Solr-Server

AEM kann auch mit einer remoten Solr-Server-Instanz konfiguriert werden:

  1. Laden Sie die neueste Version von Solr herunter und extrahieren Sie diese. Weitere Informationen zur Vorgehensweise finden Sie in der Dokumentation zur Apache Solr-Installation.

  2. Erstellen Sie zwei Solr-Shards. Erstellen Sie dazu Ordner für jedes Shard in dem Ordner, in den Solr entpackt wurde:

    • Erstellen Sie für das erste Shard folgenden Ordner:

              <solrunpackdirectory>\aemsolr1\node1

    • Erstellen Sie für das zweite Shard folgenden Ordner:

              <solrunpackdirectory>\aemsolr2\node2

  3. Suchen Sie die Beispiel-Instanz im Solr-Paket. Sie befindet sich in der Regel im Ordner example im Stammverzeichnis des Pakets.

  4. Kopieren Sie die folgenden Ordner von der Beispiel-Instanz in die Ordner der zwei Shards (aemsolr1\node1 und aemsolr2\node2):

    • contexts
    • etc
    • lib
    • resources
    • scripts
    • solr-webapp
    • webapps
    • start.jar

     

  5. Erstellen Sie in jedem der beiden Shard-Ordner einen neuen Ordner mit dem Namen cfg.

  6. Speichern Sie die Solr- und ZooKeeper-Konfigurationsdateien in den neu erstellten cfg-Ordnern.

    Hinweis:

    Weitere Informationen zur Solr- und ZooKeeper-Konfiguration finden Sie in der Dokumentation zur Solr-Konfiguration bzw. im ZooKeeper-Handbuch „Erste Schritte“.

  7. Starten Sie den ersten Shard mit ZooKeeper-Unterstützung, indem Sie zu aemsolr1\node1 wechseln und folgenden Befehl ausführen:

    java -Xmx2g -Dbootstrap_confdir=./cfg/oak/conf -Dcollection.configName=myconf -DzkRun -DnumShards=2 -jar start.jar
  8. Starten Sie den zweiten Shard, indem Sie zu aemsolr2\node2 wechseln und folgenden Befehl ausführen:

    java -Xmx2g -Djetty.port=7574 -DzkHost=localhost:9983 -jar start.jar
  9. Wenn Sie beide Shards gestartet haben, testen Sie die ordnungsgemäße Funktion, indem Sie eine Verbindung zur Solr-Schnittstelle unter http://localhost:8983/solr/#/ herstellen.

  10. Starten Sie AEM und wechseln Sie zur Web-Konsole unter http://localhost:4502/system/console/configMgr

  11. Legen Sie folgende Konfiguration unter Oak Solr remote server configuration fest:

    • Solr HTTP URL: http://localhost:8983/solr/
  12. Wählen Sie Remote Solr in der Dropdown-Liste unter dem Serveranbieter Oak Solr aus.

  13. Wechseln Sie zu CRXDE und melden Sie sich mit „Admin“ an.

  14. Erstellen Sie einen neuen Knoten mit dem Namen solrIndex unter oak:index und legen Sie folgende Eigenschaften fest:

    • type:solr (vom Typ „String“)
    • async:async (vom Typ „String“)
    • reindex:true (vom Typ „Boolean“)

  15. Speichern Sie die Änderungen.

Empfohlene Konfiguration für Solr

Unten sehen Sie ein Beispiel für eine Grundkonfiguration, die mit allen drei Solr-Bereitstellungen verwendet werden kann, die in diesem Artikel beschrieben sind. Diese Konfiguration basiert auf den dedizierten Eigenschaften-Indizes, die bereits in AEM vorhanden sind, und sollte nicht mit anderen Anwendungen verwendet werden.

Für die richtige Verwendung müssen Sie die Inhalte im Archiv direkt im Solr-Basisverzeichnis speichern. Bei Bereitstellungen mit mehreren Knoten muss der Inhalt direkt in den Stammorder der einzelnen Knoten gespeichert werden.

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AEM-Indizierungs-Tools

In AEM 6.1 sind auch zwei Indizierungs-Tools aus AEM 6.0 integriert, die Teil der Adobe Consulting Services Commons-Tools sind:

  1. Explain Query: ein Tool, das Administratoren, das Verständnis erleichtert, wie Abfragen ausgeführt werden.
  2. Oak Index Manager: eine Web-Benutzeroberfläche zur Pflege vorhandener Indizes.

Sie können diese Tools aufrufen, indem Sie vom AEM-Begrüßungsbildschirm zu Tools > Vorgänge > Dashboard > Diagnose navigieren.

Weitere Informationen zur Verwendung der Tools finden Sie in der Dokumentation zum Vorgangs-Dashboard.

Erstellen von Eigenschaften-Indizes über OSGi

Das ACS Commons-Paket enthält auch OSGi-Konfigurationen, die zum Erstellen von Eigenschaften-Indizes verwendet werden können.

Sie können über die Web-Konsole darauf zugreifen, indem Sie nach „Ensure Oak Property Index“ suchen.

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Fehlerbehebung bei Indizierungsproblemen

Unter Umständen dauert die Ausführung von Abfragen sehr lange und die allgemeine Systemreaktion ist langsam.

In diesem Abschnitt werden einige Empfehlungen gegeben, wie Sie vorgehen sollten, um die Ursache dieser Probleme zu finden und diese zu beheben.

Vorbereiten von Debugging-Informationen für die Analyse

Am einfachsten erhalten Sie die erforderlichen Informationen zu der ausgeführten Abfrage anhand des Explain Query-Tools. Mit diesem Tool können Sie genaue Informationen zum Debuggen einer langsamen Abfrage erfassen, ohne Protokolldaten einsehen zu müssen. Dies ist hilfreich, wenn Sie wissen, welche Abfrage debuggt werden soll.  

Falls dies aus irgendeinem Grund nicht möglich ist, können Sie die Indizierungsprotokolle in einer Datei zusammenfassen und diese zum Beheben des spezifischen Problems verwenden.

Aktivieren der Protokollierung

Um die Protokollierung zu aktivieren, müssen Sie Protokolle auf DEBUG-Ebene für die Kategorien aktivieren, die für Oak-Indizierung und -Abfragen gelten. Diese Kategorien sind:

  • org.apache.jackrabbit.oak.plugins.index
  • org.apache.jackrabbit.oak.query
  • com.day.cq.search

Die Kategorie com.day.cq.search gilt nur, wenn Sie das von AEM bereitgestellte QueryBuilder-Dienstprogramm verwenden.

Hinweis:

Es ist wichtig, für Protokolle nur für die Dauer der problematischen Abfrage, die Sie debuggen, DEBUG festzulegen, da andernfalls über einen längeren Zeitraum sehr viele Ereignisse in den Protokollen erzeugt werden. Daher sollten Sie, sobald Sie die erforderlichen Protokolle erfasst haben, für die Protokollierung der oben genannten Kategorien wieder INFO festlegen.

Sie können die Protokollierung wie folgt aktivieren:

  1. Wechseln Sie im Browser zu http://serveraddress:port/system/console/slinglog.

  2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Neue Protokollierung hinzufügen unten in der Konsole.

  3. Fügen Sie die oben genannten Kategorien in der neu erstellten Reihe hinzu. Verwenden Sie das +-Symbol, um einer Protokollierung mehr als eine Kategorie hinzuzufügen.

  4. Wählen Sie DEBUG aus der Dropdown-Liste Protokollebene aus.

  5. Geben Sie als Ausgabedatei logs/queryDebug.log an. Dadurch werden alle DEBUG-Ereignisse in einer Protokolldatei zusammengefasst.

  6. Führen Sie die Abfrage aus oder geben Sie die Seite aus, auf der die Abfrage verwendet wird, die Sie debuggen möchten.

  7. Wenn Sie die Abfrage ausgeführt haben, wechseln Sie zurück zur Protokollierungskonsole und ändern Sie die Protokollierungsebene der neu erstellten Protokollierung in INFO.

Indexkonfiguration

Ausschlaggebend für die Bewertung einer Abfrage ist die Indexkonfiguration. Es ist wichtig, die Indexkonfiguration abzurufen, um diese zu analysieren oder an den Support zu senden. Sie können die Konfiguration als Inhaltspaket oder als JSON-Ausgabe abrufen.

Da die Indexkonfiguration in den meisten Fällen unter dem Knoten /oak:index in CRXDE gespeichert ist, können Sie die JSON-Version unter folgender Adresse abrufen:

http://serveraddress:port/oak:index.tidy.-1.json

Falls sich die Indexkonfiguration an einem anderen Speicherort befindet, ändern Sie den Pfad entsprechend.

MBean-Ausgabe

In einigen Fällen ist es hilfreich, die Ausgabe Index-spezifischer MBeans für das Debuggen bereitzustellen. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

  1. Wechseln Sie zur JMX-Konsole unter: http://serveraddress:port/system/console/jmx

  2. Suchen Sie nach folgenden MBeans:

    • Lucene Index statistics
    • CopyOnRead support statistics
    • Oak Query Statistics
    • IndexStats
  3. Klicken Sie auf die einzelnen MBeans, um die Leistungsstatistiken anzuzeigen. Erstellen Sie einen Screenshot oder halten Sie die Daten fest, falls Sie diese an den Support weitergeben müssen.

Sie können auch die JSON-Version dieser Statistiken unter folgenden URLs abrufen:

  • http://serveraddress:port/system/sling/monitoring/mbeans/org/apache/jackrabbit/oak/%2522LuceneIndex%2522.tidy.-1.json
  • http://serveraddress:port/system/sling/monitoring/mbeans/org/apache/jackrabbit/oak/%2522LuceneIndex%2522.tidy.-1.json
  • http://serveraddress:port/system/sling/monitoring/mbeans/org/apache/jackrabbit/oak/%2522LuceneIndex%2522.tidy.-1.json
  • http://serveraddress:port/system/sling/monitoring/mbeans/org/apache/jackrabbit/oak/%2522LuceneIndex%2522.tidy.-1.json

Sie können die konsolidierte JMX-Ausgabe auch über http://serveraddress:port/system/sling/monitoring/mbeans/org/apache/jackrabbit/oak.tidy.3.json bereitstellen. Hierdurch werden alle Oak-spezifischen MBean-Details im JSON-Format erfasst.

Weitere Details

Sie können zusätzliche Informationen sammeln, die die Problembehebung erleichtern können, zum Beispiel:

  1. Die Oak-Version, auf der Ihre Instanz ausgeführt wird. Öffnen Sie dazu CRXDE. Die Version wird unten rechts auf der Begrüßungsseite anzeigt. Sie können die Version auch im org.apache.jackrabbit.oak-core-Bundle überprüfen.
  2. Die Ausgabe des QueryBuilder-Debugger zu der problematischen Abfrage. Auf den Debugger können Sie hier zugreifen: http://serveraddress:port/libs/cq/search/content/querydebug.html

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