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Überblick über optimierte Smart-Tags

Organisationen, die mit digitalen Assets arbeiten, verwenden zunehmend ein taxonomiegesteuertes Vokabular in Asset-Metadaten. Im Grunde umfasst dieses eine Liste von Schlüsselbegriffen, die Mitarbeiter, Partner und Kunden häufig verwenden, um sich auf digitale Assets einer bestimmten Klasse zu beziehen und nach diesen zu suchen. Das Tagging mit einem taxonomiegesteuerten Vokabular stellt sicher, dass diese Begriffe im Rahmen von Tag-basierten Suchen einfach identifiziert und abgerufen werden können.  

Verglichen mit dem Vokabular natürlicher Sprachen hilft das Tagging digitaler Assets anhand einer Geschäftstaxonomie dabei, sie am Geschäft eines Unternehmens auszurichten, und stellt dabei sicher, dass nur die relevantesten Assets bei der Suche angezeigt werden.

So könnte beispielsweise ein Automobilhersteller Bilder von Autos mit Tags versehen, die die Modellnamen darstellen, sodass nur relevante Bilder angezeigt werden, wenn für das Erstellen einer Werbekampagne nach verschiedenen Modellen gesucht wird.

Damit optimierte Smart-Tags die richtigen Tags anwenden, müssen Sie sie darauf trainieren, Ihre Taxonomie zu erkennen. Um den Dienst zu trainieren, müssen Sie zunächst einen Satz von Assets sowie Tags kuratieren, die diese Assets bestmöglich beschreiben. Wenden Sie diese Tags auf die Assets an und führen Sie einen Trainings-Workflow aus, damit der Dienst lernen kann.

Sobald ein Tag trainiert wurde und bereit ist, kann der Dienst dieses Tag über einen Tagging-Workflow auf Assets anwenden. 

Im Hintergrund verwendet der Cloud-Service für optimierte Smart-Tags das KI-Framework von Adobe Sensei, um seinen Bilderkennungsalgorithmus auf Ihre Tag-Struktur und Geschäfts-Taxonomie zu trainieren. Diese Content-Intelligenz wird dann verwendet, um relevante Tags auf einen anderen Satz von Assets anzuwenden.

Optimierte Smart-Tags sind ein auf Adobe IO gehosteter Cloud-Service. Um sie in Adobe Experience Manager (AEM) zu verwenden, muss der Systemadministrator Ihre AEM-Instanz in Adobe IO integrieren.

Nachfolgend finden Sie hier eine Zusammenfassung der wesentlichen Schritte zur Verwendung von erweiterten Smart-Tags:

  • Eingliederung
  • Überprüfen von Assets und Tags (Taxonomiedefinition)
  • Trainieren der erweiterten Smart-Tags
  • Automatisches Tagging
Flowchart

Voraussetzungen

Um optimierte Smart-Tags für Ihre AEM 6.4-Instanz konfigurieren zu können, müssen Sie zunächst das Feature Pack für optimierte Smart-Tags installieren.

Eingliederung

Der Cloud-Service für optimierte Smart-Tags ist als käufliches Add-on für AEM 6.4 erhältlich. Nach dem Kauf wird dem Administrator Ihrer Organisation eine E-Mail mit dem Link zu Adobe IO gesendet.

Der Administrator kann über diesen Link den Dienst für optimierte Smart-Tags in AEM integrieren. Weitere Informationen zur Integration des Cloud-Service für optimierte Smart-Tags finden Sie unter Konfiguration erweiterter Smart-Tags.

Der Einstieg ist abgeschlossen, wenn der Administrator den Dienst konfiguriert und Benutzer in AEM hinzufügt.

Hinweis:

Optimierte Smart-Tags werden nur in AEM 6.4 unterstützt. Wenn Sie eine ältere Version von AEM ausführen und einen automatischen Tagging-Dienst für Ihre Assets benötigen, finden Sie weitere Informationen unter Smart-Tags.

Überprüfen von Assets und Tags

Nach der Einrichtung sollten Sie zunächst einen Satz von Tags definieren, die diese Bilder im Kontext Ihres Geschäftsfeldes bestmöglich beschreiben. 

Stellen Sie dann einen Satz mit Bildern zusammen, die Ihr Produkt bestmöglich für eine bestimmte Geschäftsanforderung darstellen. Stellen Sie sicher, dass die Assets in Ihrem Satz den Richtlinien für das Trainieren erweiterter Smart-Tags entsprechen.

Fügen Sie die Assets einem Ordner hinzu und wenden Sie die Tags über die Eigenschaftsseite auf die einzelnen Assets an. Führen Sie anschließend den Trainings-Workflow für diesen Ordner aus. Der kuratierte Satz von Assets ermöglicht es den erweiterten Smart-Tags, effizient anhand Ihrer Taxonomiedefinitionen zu trainieren.

Hinweis:

  1. Das Training ist ein unwiderruflicher Vorgang. Adobe empfiehlt, dass Sie die Tags im kuratierten Satz von Assets bereits überprüfen, bevor Sie die erweiterten Smart-Tags anhand der Tags trainieren lassen.
  2. Lesen Sie die Richtlinien für das Trainieren erweiterter Smart-Tags, bevor Sie mit dem Training eines beliebigen Tags beginnen.
  3. Adobe empfiehlt für das erstmalige Trainieren von erweiterten Smart-Tags die Verwendung von mindestens zwei unterschiedlichen Tags.

Trainieren der erweiterten Smart-Tags

Damit optimierte Smart-Tags Ihre Geschäfts-Taxonomie erkennen können, führen Sie den Dienst für einen Satz von Assets aus, die bereits für Ihr Geschäft relevante Tags enthalten. Nach dem Training kann der Dienst dieselbe Taxonomie auf einen ähnlichen Satz von Assets anwenden.

Sie können den Dienst mehrfach trainieren, um die Fähigkeit, relevante Tags anzuwenden, zu verbessern. Führen Sie nach jedem Trainingszyklus einen Tagging-Workflow aus und überprüfen Sie, ob Ihre Assets mit den richtigen Tags versehen wurden.

Sie können den Dienst für optimierte Smart-Tags periodisch oder je nach Anforderung trainieren.

Hinweis:

Der Trainings-Workflow wird nur für Ordner ausgeführt.

Periodisches Trainieren

Sie können festlegen, dass der Dienst für optimierte Smart-Tags periodisch anhand der Assets und der zugewiesenen Tags innerhalb eines Ordners trainiert. Öffnen Sie die Eigenschaftsseite Ihres Asset-Ordners, wählen Sie Smart-Tags aktivieren in der Registerkarte Details aus und speichern Sie die Änderungen.

enable_smart_tags

Wenn diese Option für einen Ordner ausgewählt wird, führt AEM automatisch einen Trainings-Workflow aus, um den Dienst für optimierte Smart-Tags auf die Assets im Ordner und deren Tags zu trainieren. Standardmäßig wird der Trainings-Workflow jede Woche samstags um 00:30 Uhr ausgeführt.

Training bei Bedarf

Sie können optimierte Smart-Tags über die Workflow-Konsole trainieren, wann immer es erforderlich ist.

  1. Tippen/klicken Sie auf das AEM-Logo und navigieren Sie zu Tools > Workflow > Modelle.

  2. Wählen Sie auf der Seite Workflow-Modelle den Workflow Training für Smart-Tags aus und tippen/klicken Sie anschließend in der Symbolleiste auf Workflow starten.

  3. Suchen Sie im Dialogfeld Workflow ausführen nach dem Payload-Ordner, der die mit Tags versehenen Assets für das Trainieren des Diensts enthält.

  4. Geben Sie einen Titel für den Workflow ein und fügen Sie einen Kommentar hinzu. Tippen/klicken Sie anschließend auf Ausführen. Die Assets und Tags werden für das Training übermittelt.

    workflow_dialog

Hinweis:

Wenn die Assets in einem Ordner für das Training verarbeitet wurden, werden für zukünftige Trainingszyklen nur die modifizierten Assets verarbeitet.

Anzeigen von Trainingsberichten

Um sicherzustellen, dass der Dienst für optimierte Smart-Tags auf Ihre Tags im Trainingssatz mit Assets trainiert ist, überprüfen Sie den Bericht zum Trainings-Workflow über die Berichte-Konsole.

  1. Tippen/klicken Sie auf das AEM-Logo und navigieren Sie zu Tools > Assets > Berichte.

  2. Tippen/klicken Sie auf der Seite Asset-Berichte auf Erstellen.

  3. Wählen Sie den Bericht Training für Smart-Tags aus und tippen/klicken Sie dann in der Symbolleiste auf Weiter.

  4. Geben Sie einen Titel und eine Beschreibung für den Bericht ein. Behalten Sie unter Bericht planen die Auswahl Jetzt bei. Wenn Sie den Bericht für einen späteren Zeitpunkt planen möchten, wählen Sie Später aus und legen Sie ein Datum und eine Uhrzeit fest. Tippen/klicken Sie dann in der Symbolleiste auf Erstellen.

  5. Wählen Sie auf der Seite Asset-Berichte den generierten Bericht aus. Um den Bericht anzuzeigen, tippen/klicken Sie auf das Symbol Anzeigen in der Symbolleiste.

  6. Prüfen Sie die Details des Berichts. 

    Der Bericht zeigt den Trainingsstatus für die trainierten Tags an. Eine grüne Markierung in der Spalte Trainingsstatus gibt an, dass der Dienst für optimierte Smart-Tags auf das Tag trainiert ist. Eine gelbe Markierung weist darauf hin, dass der Dienst noch nicht vollständig auf ein bestimmtes Tag trainiert ist. Fügen Sie in einem solchen Fall weitere Bilder mit dem entsprechenden Tag hinzu und führen Sie den Trainings-Workflow aus, um den Dienst vollständig auf das Tag zu trainieren.

    Wenn Ihre Tags nicht im Bericht angezeigt werden, führen Sie den Trainings-Workflow für diese Tags erneut aus.

  7. Um den Bericht herunterzuladen, wählen Sie ihn aus der Liste aus und tippen/klicken Sie auf das Symbol Herunterladen in der Symbolleiste. Der Bericht wird als Excel-Datei heruntergeladen.

Automatisches Tagging von Assets

Wenn Sie den Dienst für optimierte Smart-Tags trainiert haben, können Sie den Tagging-Workflow starten, um automatisch passende Tags auf einen anderen Satz ähnlicher Assets anzuwenden.

Sie können den Tagging-Workflow periodisch oder nur bei Bedarf ausführen.

Hinweis:

Der Tagging-Workflow wird sowohl für Assets als auch für Ordner ausgeführt.

Periodisches Tagging

Sie können bestimmen, dass der Dienst für optimierte Smart-Tags Assets in einem Ordner periodisch mit Tags versehen soll. Öffnen Sie die Eigenschaftsseite Ihres Asset-Ordners, wählen Sie Smart-Tags aktivieren in der Registerkarte Details aus und speichern Sie die Änderungen.

Wenn diese Option für einen Ordner ausgewählt wird, versieht der Dienst für optimierte Smart-Tags die Assets innerhalb des Ordners automatisch mit Tags. Standardmäßig wird der Tagging-Workflow jeden Tag um 0:00 Uhr ausgeführt.

Tagging bei Bedarf

Sie können den Tagging-Workflow wie folgt aktivieren, um Ihre Assets sofort mit Tags zu versehen:

  • Workflow-Konsole
  • Timeline

Hinweis:

Wenn Sie den Tagging-Workflow über die Timeline ausführen, können Sie Tags gleichzeitig auf maximal 15 Assets anwenden.

Kennzeichnen von Assets über die Workflow-Konsole

  1. Tippen/klicken Sie auf das AEM-Logo und navigieren Sie zu Tools > Workflow > Modelle.

  2. Wählen Sie auf der Seite Workflow-Modelle den Workflow DAM Smart-Tags-Assets und tippen/klicken Sie dann in der Symbolleiste auf Workflow starten.

    dam_smart_tag_workflow
  3. Suchen Sie im Dialogfeld Workflow ausführen den Payload-Ordner mit den Assets, auf die Sie automatisch Tags anwenden möchten.

  4. Geben Sie einen Titel für den Workflow und optional einen Kommentar an. Tippen/klicken Sie anschließend auf Ausführen.

    tagging_dialog

    Navigieren Sie zum Asset-Ordner und prüfen Sie die Tags, um sicherzustellen, dass der Dienst für erweiterte Tags Ihre Assets ordnungsgemäß mit Tags versehen hat. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von Smart-Tags

Tagging von Assets über die Timeline

  1. Wählen Sie über die Assets-Benutzeroberfläche den Ordner mit Assets bzw. bestimmte Assets aus, auf die Sie Smart-Tags anwenden möchten.

  2. Tippen/klicken Sie auf das GlobalNav-Symbol und öffnen Sie die Timeline.

  3. Tippen/klicken Sie auf den Pfeil unten und anschließend auf Workflow starten.

    start_workflow
  4. Wählen Sie den Workflow DAM Smart-Tag-Assets aus und geben Sie einen Titel für den Workflow an.

  5. Tippen/klicken Sie auf Start. Der Workflow wendet Ihre Tags auf Assets an. Navigieren Sie zum Asset-Ordner und prüfen Sie die Tags, um sicherzustellen, dass der Dienst für erweiterte Tags Ihre Assets ordnungsgemäß mit Tags versehen hat. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von Smart-Tags

Hinweis:

In zukünftigen Tagging-Zyklen werden nur geänderte Assets mit neu trainierten Tags versehen.

Allerdings werden auch unveränderte Assets mit Tags versehen, wenn die Lücke zwischen dem letzten und dem aktuellen Tagging-Zyklus für den Tagging-Workflow 24 Stunden überschreitet.

Bei periodischen Tagging-Workflows werden unveränderte Assets mit Tags versehen, wenn die Lücke 6 Monate überschreitet.

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