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XMP (Extensible Metadata Platform) ist der Metadatenstandard, der von AEM Assets für die gesamte Metadatenverwaltung eingesetzt wird. XMP liefert ein Standardformat für die Erstellung, die Verarbeitung und den Austausch von Metadaten für eine Vielzahl an Anwendungen.

XMP bietet nicht nur universelle Metadatenkodierung, die in alle Dateiformate eingebettet werden kann, sondern auch ein Rich-Content-Modell. Außerdem wird XMP von Adobe und anderen Unternehmen unterstützt, sodass Benutzer, die XMP in Kombination mit AEM Assets einsetzen, über eine leistungsstarke Plattform verfügen.

Die XMP-Spezifikation wird von Adobe zur Verfügung gestellt.

Was ist XMP?

AEM Assets unterstützt nativ XMP (die Extensible Metadata Platform von Adobe). XMP ist ein Standard für die Verarbeitung und Speicherung von standardisierten und proprietären Metadaten in digitalen Assets. XMP ist als der gemeinsame Standard konzipiert, dank dem mehrere Anwendungen effektiv mit Metadaten arbeiten können.

Produktionsexperten nutzen beispielsweise die integrierte XMP-Unterstützung innerhalb der Adobe-Anwendungen, um Informationen über mehrere Dateiformate hinweg zu übergeben. Das AEM Assets-Repository extrahiert die XMP-Metadaten und verwaltet damit den Inhaltslebenszyklus. Außerdem wird die Erstellung von Automatisierungs-Workflows ermöglicht.

XMP standardisiert die Art, wie Metadaten definiert, erstellt und verarbeitet werden, indem ein Datenmodell, ein Speichermodell und Schemata bereitgestellt werden. Diese Grundlagen werden alle in diesem Abschnitt behandelt.

Alle Legacy-Metadaten aus EXIF, ID3 oder Microsoft Office werden automatisch in XMP übersetzt. Dies kann erweitert werden, um kundenspezifische Metadatenschemata wie Produktkataloge zu unterstützen.

Metadaten in XMP bestehen aus einer Reihe von Eigenschaften. Diese Eigenschaften sind stets mit einer
bestimmten Entität verknüpft, die als Ressource bezeichnet wird. Die Eigenschaften beziehen sich also auf die Ressource. Bei XMP ist die Ressource stets das Asset.

Adobe

Adobe hat den XMP-Standard zunächst im Rahmen des Adobe Acrobat-Softwareprodukts eingeführt. Mittlerweile ist der XMP-Standard weit verbreitet.

XMP-Ökosystem

XMP definiert ein Metadaten-Modell, das mit jedem definierten Set aus Metadatenelementen verwendet werden kann. XMP definiert außerdem bestimmte Schemata für grundlegende Eigenschaften, die zum Aufzeichnen des Verlaufs einer Ressource durch mehrere Verarbeitungsschritte nützlich sind – vom Fotografieren, Scannen oder Verfassen als Text über Fotobearbeitungsschritte (wie Beschneiden oder Farbanpassung) bis hin zur Zusammenstellung des endgültigen Bildes. Dank XMP kann jedes dabei verwendete Softwareprogramm oder Gerät eigene Informationen zu einer digitalen Ressource hinzufügen, die dann in der endgültigen digitalen Datei beibehalten werden kann.

XMP wird meist mit einer Teilmenge des W3C Resource Description Framework (RDF) serialisiert und gespeichert. Dies wird wiederum im XML ausgedrückt.

Vorteile von XMP

XMP bietet die folgenden Vorteile gegenüber anderen Kodierungsstandards und Schemata:

  • XMP-basierte Metadaten sind sehr leistungsstark und fein granuliert.
  • Mit XMP können Sie mehrere Werte für eine Eigenschaft festlegen.
  • XMP verfügt über standardisierte Kodierung, wodurch Sie Metadaten einfach austauschen können.
  • XMP ist erweiterbar. Sie können Assets zusätzliche Informationen hinzufügen.

Erweiterbar

Das XMP-Standardformat ist erweiterbar, sodass Sie den XMP-Daten benutzerdefinierte Arten von Metadaten hinzufügen können. Bei EXIF ist dies dagegen nicht möglich. Die feste Liste der Eigenschaften kann nicht erweitert werden.

Hinweis:

XMP lässt im Allgemeinen nicht zu, dass binäre Datentypen eingebettet werden. Um binäre Daten wie etwa Miniaturansichten in XMP zu übertragen, müssen diese in einem XML-kompatiblen Format wie beispielsweise Base64 kodiert werden.

Wesentliche XMP-Grundlagen

In den folgenden Abschnitten werden die wesentlichen Grundlagen von XMP beschrieben, einschließlich Namespaces und Schemata, Eigenschaften und Werten sowie Sprachalternativen.

Namespaces und Schemata

Ein XMP-Schema ist ein Set aus Eigenschaftsnamen in einem gemeinsamen XML-Namespace, der
den Datentyp und beschreibende Informationen umfasst. Ein XMP-Schema wird durch die zugehörige XML-Namespace-URI identifiziert. Durch Verwendung von Namespaces werden Konflikte zwischen Eigenschaften in verschiedenen Schemata verhindert, die denselben Namen, aber eine andere Bedeutung haben.

Beispiel: Die Eigenschaft Creator in zwei unabhängig voneinander entwickelten Schemata kann einerseits für die Person stehen, die das Asset erstellt hat, oder andererseits für die Anwendung, von der das Asset erstellt wurde (z. B. Adobe Photoshop).

Eigenschaften und Werte

XMP kann Eigenschaften von einem oder mehreren der Schemata umfassen.

Viele Adobe-Anwendungen verwenden beispielsweise Folgendes:

  • Dublin Core-Schema: dc:title, dc:creator, dc:subject, dc:format, dc:rights
  • XMP-Basisschema: xmp:CreateDate, xmp:CreatorTool, xmp:ModifyDate, xmp:metadataDate
  • XMP-Rechteverwaltungsschema: xmpRights:WebStatement, xmpRights:Marked
  • XMP-Medienmanagement-Schema: xmpMM:DocumentID

Sprachalternativen

Mit XMP können Sie die Eigenschaft xml:lang zu Texteigenschaften hinzufügen, um die Sprache des Textes anzugeben.

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