In diesem Lightroom CC Beginner Tutorial zeigen wir Ihnen, wie man Bilder zuschneidet und dreht, Auto-Bearbeitung nutzt, kleine Bereiche ausbessert, Vorlagen verwendet und Licht, Farbsättigung und Kontrast einstellt.

Was Sie benötigen

Einfache Bearbeitung eines Bildes in Lightroom CC

Lightroom CC ist der all-in-one cloudzentrierte Foto-Service von Adobe. Sie können damit ganz einfach Bilder bearbeiten, organisieren, speichern und teilen. Lightroom ist eine Familie von Apps, die per Cloud miteinander vernetzt sind.

In unserer Video-Serie lernen Sie Lightroom CC kennen und sehen wie der Einstieg gelingt. In diesem Tutorial lernen Sie wie Sie Bilder in Lightroom CC bearbeiten.

Can Döner kümmert sich um das Marketing für Studenten und junge Kreative bei Adobe. Neben dem Job fotografiert Can sehr gerne. Can ist viel unterwegs, hat immer einen vollen Terminkalender und möchte daher Fotos bearbeiten und online stellen. Egal wo und ohne zu viel Zeit dabei investieren zu müssen. Da ist Lightroom CC eine große Hilfe.

Im Video zeigt Can, wie Sie Bilder in Lightroom CC bearbeiten. Die Tutorials konzentrieren sich zunächst auf die Desktop-Variante von Lightroom CC. Die mobilen Apps bieten fast identische Funktionen. So können Sie das Gelernte auch dort verwenden.

Bild zum Bearbeiten auswählen

Im ersten Schritt wählen Sie Ihr Bild zum Bearbeiten aus. Dazu klicken Sie es einfach an und klicken nun mit der Maus auf das „Bearbeiten“ Symbol in der rechten Leiste. Alternativ können Sie auch das Tastenkürzel „E“ dafür verwenden.

Im Menü sehen Sie fünf verschiedene Bearbeitungsoptionen. Zunächst konzentrieren Sie sich auf „Licht“. Bevor es an die eigentliche Bearbeitung geht, bringen Sie das Bild erst einmal in Form. Klicken Sie zunächst auf das zweite Icon in der rechten Werkzeugleiste „Zuschneiden und Drehen“, oder nutzen das Tastenkürzel „C“.

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Bild zuschneiden

Unter „Zuschneiden“ können Sie den Bildausschnitt ändern. Das „Seitenverhältnis“ gibt dabei die am meisten genutzten Formate vor. Im Beispiel soll ein Bild auf das für Instagram typische Seitenverhältnis 4:5 gebracht werden. Der Rahmen um das Bild hat sich entsprechend verändert. Er zeigt den fertigen Bildausschnitt an. Diesen können Sie auch nach Belieben verändern. Bewegen Sie mit gedrückter Maustaste einen der Ankerpunkte, zieht es den Rahmen dabei größer oder kleiner. Mit dem Regler können Sie das Bild gerade ausrichten. Alternativ können Sie mit einem Klick auf „Auto“ auch Lightroom CC selbst den Bildinhalt analysieren und gerade ausrichten lassen.

Unzufrieden? Mit Befehlstaste + Z (strg für Windows, cmd für Mac) können Sie jederzeit den letzten Schritt rückgängig machen. Dieses Kürzel funktioniert auch bei fast allen anderen Bearbeitungsschritten innerhalb von Lightroom CC. Oben rechts können Sie das Bild ganz schnell wieder in den Ursprungszustand, vor der Freistellung, zurückversetzen.

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Tipp: Sicher ist Ihnen aufgefallen, dass es bei Lightroom CC keinen „Anwenden“ Button für Ihre Einstellungen gibt. Das liegt daran, dass Lightroom CC alles automatisch abspeichert und in die Cloud überträgt. Vorteil: Sie müssen sich keine Gedanken um das Zwischenspeichern machen. Nichts geht verloren.

 

Der „Reparatur-Pinsel“ kann schnell und einfach kleinere Bereich innerhalb des Bildes ausbessern. Im aktuellen Beispiel stört die Schneeflocke über Natalias Augenbrauen. Dazu können Sie den Bildausschnitt etwas größer einstellen. Wählen Sie deshalb unten im Menü „Ausfüllen“. Bei den Reglern können Sie das Werkzeug verändern. „Größe“ bestimmt die Auftragefläche. Mit „weiche Kante“ können Sie einen weichen Übergang innerhalb der Auftragefläche erstellen, mit „Deckkraft“ wie stark aufgetragen wird. Stellen Sie für unser Bild die Größe auf 39--, weiche Kante auf 48-- und die Deckkraft auf 100. Wählen Sie mit gedrückter Maustaste den Bereich aus, der ausgebessert werden soll. Beim Loslassen schlägt euch Lightroom CC automatisch einen Bereich vor, der den jetzigen ersetzen soll. Sie können diesen bei Bedarf auch verschieben, bis Sie mit der Auswahl zufrieden sind. Drücken Sie auf Enter auf eurer Tastatur und bewegen Sie die Maus aus dem Bild heraus, um zu sehen, ob die Reparatur geglückt ist. Kommen Sie mit der Maus wieder auf das Bild zurück, ist dort eine blaue Markierung zu sehen ist. Lightroom CC merkt sich Ausbesserungen und hebt hervor. So können Sie jederzeit noch einmal bearbeiten.

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Schnelle Korrekturen mit Vorgaben 

Wenn es mal schnell gehen soll, können Vorgaben enorm von Vorteil sein. Klicken Sie unten auf den Reiter „Vorgaben“, um eine Reihe vordefinierter Filter aufzurufen, mit denen Sie gleich mehrere Einstellungen auf das Bild anwenden können. Sie haben eine Reihe von Auswahlmöglichkeiten – Experimentieren ist dabei durch Anklicken ganz einfach. Sie können auch eigene Vorgaben erstellen oder einfügen: Zum selbst erstellen klicken Sie auf die drei Punkte. Wählen Sie „Vorgabe erstellen“, um die aktuellen Einstellungen am Bild in eine Vorgabe umzuwandeln, die Sie später auf jedes andere Bild übertragen können.

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Belichtung korrigieren

Unter „Bearbeiten“ in der rechten Leiste sehen Sie die beiden Buttons „Auto“ und den kleinen Graphen, der zu den Gradationskurven führt. Die Auto-Funktion analysiert das Bild und korrigiert die Lichtverhältnisse auf eine möglichst passende Ausgangsposition, von der aus Sie die Bilder bei Bedarf weiterbearbeiten können. Die Option Gradationskurven gibt die Möglichkeit, einzelne Tonwerte oder gleich alle auf einmal zu manipulieren.

Mit dem Belichtungsregler steuern Sie die Helligkeit des Bildes. Hier empfiehlt sich oft: Weniger ist mehr. Die Belichtung in dem Bild ist im Beispiel ein kleines bisschen zu dunkel, deshalb setze ich den Wert auf +0,20.

Tipp: Nicht sicher welche Bearbeitungsfunktion was macht? Einfach mit der Maus den Titel berühren. Dadurch erscheint ein Tooltip, welcher euch das Werkzeug noch einmal erläutert.

Kontrast regelt die Dramatik des Bildes. Um es stark vereinfacht auszudrücken, verändert der Kontrastregler die Kluft zwischen hellen und dunklen Farben. Je weiter links, desto flacher wirkt das Bild. Da das Bild bereits relativ flach ist, kann es eine gute Portion Drama verkraften, deshalb erhöhen Sie auf +17.

 „Lichter“ beeinflusst alle hellen Regionen des Bildes, welche noch Farbinformationen bereithalten. Es ist also möglich Farben wiederherzustellen, oder aber auch zu dezimieren. Der Regler “Weiß“ hingegen bestimmt den Anteil an Pixeln im Bild, die rein weiß sind. Genauso verhält es sich mit Tiefen und schwarz. Der genaue Umgang mit diesen 4 Reglern braucht ein wenig Übung, für den Anfang reicht es also zu wissen, was diese bewirken. Stellen Sie in diesem Fall „Lichter“ auf +20, „Tiefen“ auf +52, den Weißanteil auf -51 und den Schwarzanteil auf +13.

 

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09/14/2018
Can Döner
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