Lerne die Unterschiede zwischen globaler und selektiver Bearbeitung und ihren Einsatz bei der Bildoptimierung kennen.
Schwarz-Weiß-Bild eines Fußgängers auf einem Zebrastreifen

Licht und Farbe eines Fotos bearbeiten.

Mit Bildbearbeitungsprogrammen wie Adobe Photoshop Lightroom kannst du das Licht und die Farben, die von der Kamera erfasst wurden, verändern. Auf diese Weise lassen sich das Look-and-Feel eines Fotos ändern, bestimmte Stimmungen erzeugen und sogar das Auge des Betrachters durch eine Szene führen. 

Die Tonwerte und Farben eines Fotos können global und selektiv bearbeitet werden. Die globalen Bearbeitungseinstellungen werden auf das gesamte Bild angewendet. Mit der selektiven Bearbeitung änderst du die Helligkeit und die Farbwerte einzelner Bereiche eines Bilds. Oft wirst du beide Methoden einsetzen. Du beginnst mit der globalen Bearbeitung und wechselst dann für die Feinabstimmung zu den selektiven Einstellungen.

Globale Bearbeitungseinstellungen für Helligkeit und Kontrast.

Durch Ändern der Helligkeit eines Bilds lässt sich eine helle und freundliche Stimmung oder auch eine dunklere, geheimnisvolle Atmosphäre erzeugen. Außerdem kannst du über die Helligkeit die Gewichtung bestimmter Tonwerte erhöhen oder reduzieren. So lassen sich wichtige Schattendetails hervorheben oder auch entfernen, wenn sie stören.

Als Kontrast wird der Unterschied zwischen den hellen und dunklen Tonwerten bezeichnet. Der Kontrast ist eines der wichtigsten Elemente in einem Foto. Wenn du den Kontrast erhöhst, werden die Lichter und Tiefen im Bild verstärkt. Beim Verringern passiert das Gegenteil. Bilder mit zu wenig Kontrast wirken oft matt, trüb oder zweidimensional. Zu viel Kontrast kann das Foto hart und schroff erscheinen lassen und die Details der Tiefen und Lichter überzeichnen. Ziel der Kontrastanpassungen ist, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den dunkelsten und hellsten Tönen im Bild zu finden.

Globale Bearbeitungseinstellungen für Farbe.

Mit den Einstellungen für den Weißabgleich kannst du den Gesamtton eines Bilds wärmer (gelber) oder kühler (blauer) färben. 

Die Regler für Sättigung und Dynamik beeinflussen die Intensität der Farben, wobei sich mit „Dynamik“ subtilere Effekte erzielen lassen.

Die HSL-Steuerungen erlauben feiner abgestimmte globale Anpassungen für bestimmte Farben. In Programmen wie Lightroom bezeichnet HSL die drei Farbqualitäten Hue (Farbton), Saturation (Sättigung) und Luminance (Luminanz):

  • Farbton: die eigentliche Farbe, z. B. Rot, Gelb oder Grün
  • Sättigung: die Intensität einer Farbe
  • Luminanz: die Helligkeit einer Farbe

Selektive Bearbeitungseinstellungen für Helligkeit, Kontrast und Farbe.

Die selektiven Werkzeuge ermöglichen unterschiedlichste Anpassungen, u. a. mit linearen oder radialen Verläufen bzw. mit Pinseln. Sie bieten ein höheres Maß an Kontrolle und Flexibilität bei der Interpretation eines Bilds mithilfe von Licht und Farbe. Typische Anwendungsbeispiele für die selektive Bearbeitung sind:

  • Hervorheben der Person in einem Porträt durch Abdunkeln des Bereichs um das Gesicht
  • Abdunkeln eines zu hellen Himmels in einem Landschaftsfoto
  • Durch Aufhellung das Auge des Betrachters auf wichtige Bereiche einer Szene lenken
  • Störende Details durch Abdunkeln unauffälliger machen
  • Sättigung der Farbe eines bestimmten Objekts (z. B. ein roter Apfel) erhöhen, sodass es stärker hervortritt

Bearbeitungseinstellungen global vornehmen und dann selektiv verfeinern.

Für die allgemeine Qualitätsverbesserung und kreative Ausgestaltung und Interpretation eines Bilds sind globale und selektive Tonwert- und Farbkorrekturen gleichermaßen wichtig. Starte mit den globalen Einstellungen zur Anpassung der allgemeinen Helligkeits-, Kontrast- und Farbwerte des Bilds. Verfeinere dann einzelne Bereiche mit den selektiven Bearbeitungseinstellungen.

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