In diesem Lightroom CC Beginner Tutorial lernen Sie, wie Sie selektiv Korrekturen durchführen und Farben anpassen können, sowie das Benutzen von Effekten wie Klarheit, Dehaze und Vignette.

Was Sie benötigen

Lightroom CC: Selektive Bearbeitung und Effekte

Lightroom CC ist der all-in-one cloudzentrierte Foto-Service von Adobe. Sie können damit ganz einfach Bilder bearbeiten, organisieren, speichern und teilen. Lightroom ist eine Familie von Apps, die per Cloud miteinander vernetzt sind.

In unserer Video-Serie lernen Sie Lightroom CC kennen und sehen wie der Einstieg gelingt. In diesem Tutorial bekommen Sie eine Übersicht zu Lightroom CC.

Can Döner kümmert sich um das Marketing für Studenten und junge Kreative bei Adobe. Neben dem Job fotografiert Can sehr gerne. Can ist viel unterwegs, hat immer einen vollen Terminkalender und möchte daher Fotos bearbeiten und online stellen, egal wo – und ohne zu viel Zeit dabei investieren zu müssen. Da ist Lightroom CC eine große Hilfe!

Im Video zeigt Can, wie Sie mit selektiven Korrekturen und Effekten Ihrem Bild den letzten Schliff geben. Die Tutorials konzentrieren sich zunächst auf die Desktop-Variante von Lightroom CC. Die mobilen Apps bieten fast identische Funktionen. So können Sie das Gelernte auch dort verwenden.

Klicken Sie bei ausgewählten Bild rechts in der Leiste auf „Weißabgleich“. Wirken die Farben in einem Bild unecht, kann es gut sein, dass die Kamera bei der Aufnahme einen falschen Weißabgleich gemacht hat. In Lightroom CC können Sie durch Vorlagen oder manuell durch die Pipette nach korrigieren. Der Temperatur-Regler lässt das Bild wärmer oder kälter erscheinen. Dabei wird die Maßeinheit für die Farbtemperatur in Kelvin angegeben. Ich möchte das Bild ein wenig herbstlicher wirken lassen, deswegen setze ich den Regler auf 5650 Kelvin.

 „Sättigung“ lässt alle Farben entweder gleichmäßig bis zum Ausgrauen abschwächen, oder verstärkt diese. Setzen Sie den Regler hier zu hoch an, entstehen jedoch unschöne Farbstiche, wie hier zu sehen. Um das auszugleichen, gibt es die „Dynamik“-Funktion. Für Dynamik setze ich in unserem Beispielbild den Wert auf +27, gleichzeitig Sättigung aber auf -9.

Oben finden Sie noch zwei weitere Buttons. Mit „S/W“ können Sie mit einem Klick in ein Schwarz-Weiß-Bild umwandeln. Der Farbmischer lässt Sie hingegen einzelne Farben ändern. Die einzelnen Farben könnt Sie dabei auswählen und verändern. Möchten Sie, dass die Rottöne in dem Beispiel-Bild ein wenig stärker dargestellt werden, erhöhen Sie die Sättigung auf +7. Gleichzeitig sollte man aber auch an die Blätter im Hintergrund denken. Um diesen mehr Leuchtkraft zu verleihen, klicken Sie auf den orangenen Kreis und erhöhen Sie sowohl die Sättigung auf +10, als auch die Luminanz auf +37.

1_saettigung

Selektive Korrekturen

In Lightroom CC haben Sie jedoch nicht nur die Möglichkeit, ein Bild wie bisher gezeigt im Ganzen zu bearbeiten, sondern Sie können gezielt bestimmte Bereiche auswählen. Unter dem Pinsel findet Sie den linearen Verlauf. Der Lineare Verlauf teilt das Bild in drei Bereiche auf: Ein Bereich, der unberührt bleibt, einer der überarbeitet wird und einer dazwischen. Die beiden Linien um die Markierung bilden dabei die Verlaufsregion, bei der beide Teile ineinander übergehen. Das dritte Werkzeug zur selektiven Auswahl ist das radiale Verlaufswerkzeug. Mit dem Radialverlaufs-Tool können Sie eine ovale, bzw. mit Shift-Taste beim Ziehen der Fläche, eine kreisförmige Fläche bilden. Zu beachten ist hier, dass standardmäßig die Fläche innerhalb des Kreises oder des Ovals Änderungen unberührt bleibt.

Tipp: Beachten Sie: Bei der selektiven Korrektur stehen nur die wichtigsten Bearbeitungsfunktionen zur Verfügung. Für extrem detailreiche/komplizierte Projekte empfiehlt es sich daher, die Bearbeitung in Photoshop CC fortzusetzen, um anschließend weiter in Lightroom CC fortzufahren.

2_selektiv.png

Effekte und Details hinzufügen

Mit Effekten und Details unter „Bearbeiten“ können Sie dem Bild den letzten Schliff verleihen. „Klarheit“ ist eine der Funktionen, die ich sehr mag – aber auch gleichzeitig sehr vorsichtig nutze. Im Prinzip funktioniert Klarheit ähnlich wie der Kontrastregler, nur, dass sich das Tool hier intelligent an Kanten und Objekten orientiert. Bei Gebäuden und Landschaften nutze ich Klarheit daher sehr gerne, da es diese schärfer darstellt. Gerade bei Portraits sollte man aber eher sparsam damit umgehen. Je nach Bild kann damit schnell der sogenannte HDR-Effekt entstehen, die Person auf dem Bild wirkt dann sehr plastisch und wie in Vakuumfolie geschweißt. Pauschal lässt sich das jedoch nie sagen, deshalb ist ein wenig ausprobieren hier gerade am Anfang eine gute Methode, um mit dem Werkzeug klarzukommen. Bei Natalia’s Portrait ist „Klarheit“ zum Glück ohne schlechte Auswirkungen, weshalb wir hier großzügig auf +53 gehen können.

Die Dehaze-Funktion, oder auf Deutsch „Dunst entfernen“ macht genau das, was der Name sagt. Mit diesem Werkzeug kann ich entweder Dunst bzw. Nebel entfernen, oder auch hinzufügen. Besonders praktisch ist das Tool vor allem bei Bildern mit hellem, bewölktem Himmel. Hier lässt sich in den meisten Fällen viel rausholen. Für unseren Fall setzen wir es auf +36. Sieht doch schon viel besser aus, oder?

Als nächstes folgt die Vignette. Die Vignette hellt die Außenkanten des Bildes auf, oder verdunkelt sie. Ich verwende die Vignette bei fast all meinen Bildern, weil sie den Fokus auf den von mir gewünschten Bereich richtet. Die Kunst dabei ist allerdings, diese nur so stark zu machen, dass man sie nicht aktiv wahrnimmt. In unserem Beispiel setze ich die Vignette auf -21, die weiche Kante auf 88. Den Mittelpunkt lasse ich auf 48, Rundheit und Lichter setze ich auf 100. Auch hier können Sie viel experimentieren, je nach Geschmack.

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Tipp: Entsteht Farbrauschen durch Effekte, lässt es sich durch Klick auf „Details“ und „Farbrauschen reduzieren“ ausbessern. Auch hier ist Vorsicht geboten, setzt ihr den Regler zu hoch an, kann das Bild schnell zu weich wirken. Mit „Körnung“ können Sie übrigens genau das Gegenteil bewirken, und so bei angemessenem Gebrauch dem ein oder anderem Bild einen analogen „Vintage Look“ verleihen.

Das Bild ist jetzt fertig. Wenn Sie sehen wollen, wie das Bild im Originalzustand aussah bzw. um den Fortschritt zu sehen, müssen Sie nur unten rechts auf „Original anzeigen“ klicken.

Die nachfolgenden Videos Zeigen weitere Tipps und Tricks, die Ihnen bei Lightroom CC weiterhelfen können.

09/14/2018
Can Döner
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