Mit Photoshop können Sie jedes kompatible 3D-Modell drucken, ohne sich Gedanken über Einschränkungen von 3D-Druckern zu machen. Bei der Druckvorbereitung macht Photoshop die 3D-Modelle automatisch wasserdicht. Photoshop generiert auch die notwendigen Stützstrukturen – Gerüst und Raft –, die für erfolgreiche 3D-Drucke erforderlich sind.

Vorbereitung für das Drucken von 3D-Objekten

  1. Wählen Sie Fenster > Arbeitsbereich > 3D aus, um in den 3D-Arbeitsbereich zu wechseln.
  2. Öffnen Sie das 3D-Modell in Photoshop. Bei Bedarf können Sie die Größe des 3D-Modells beim Öffnen anpassen.
  3. Wählen Sie 3D > 3D-Druckeinstellungen aus.
Photoshop-3D-Druckeinstellungen im Eigenschaftenbedienfeld
3D-Druckeinstellungen

  1. Wählen Sie im Dialogfeld 3D-Druckeinstellungen aus, ob Sie mit einem über einen USB-Anschluss verbundenen Drucker (lokaler Drucker) drucken möchten oder ob Sie einen 3D-Online-Druckservice wie Shapeways.com oder Sculpteo verwenden möchten.

Hinweis:

Sie können 3D-Modelle nun als Dateien im Format „3D Manufacturing Format“ (3MF) drucken. Wählen Sie beim Angeben der 3D-Druckeinstellungen die Option Drucken: Lokal und Drucker: 3MF-Datei aus. Wenn Sie das 3D-Objekt drucken, erzeugt Photoshop die 3MF-Datei. Auf Windows-Computern startet Photoshop auch Microsoft 3D Builder, sodass Sie weiter an der 3MF-Datei arbeiten können.

Hinweis:

Um die Liste der unterstützten Drucker oder Online-Profile zu aktualisieren, wählen Sie Neueste Drucker abrufen im Popup-Menü Drucken aus.

  1. Wählen Sie einen lokalen Drucker oder ein Shapeways.com-Druckerprofil aus.

Hinweis:

Wählen Sie Drucker > Geschätzter Preis aus, um die geschätzten Preise für den Druck des 3D-Modells mit den verfügbaren Shapeways.com-Profilen anzuzeigen.

  1. Wählen Sie eine Einheit für das Druckervolumen aus: Zoll, Zentimeter, Millimeter oder Pixel. Die Einheit wird in die Druckervolumen-Abmessungen sowie in die Druckplattenabmessungen übernommen.
3D-Modell einer Rakete in Photoshop
A. 3D-Modell B. Druckplatte C. Überlagerung des Druckervolumens 
  1. Wählen Sie eine Detailebene (niedrig, mittel oder hoch) für den 3D-Druck aus. Die Druckdauer des 3D-Modells hängt von der ausgewählten Detailebene ab.
  2. Deaktivieren Sie Überlagerung des Druckervolumens anzeigen, wenn Sie die Überlagerung des 3D-Druckervolumens auf dem 3D-Modell nicht anzeigen möchten.
  1. Passen Sie die Abmessungen für das Szenenvolumen an, um die gewünschte Größe des 3D-Druckobjekts anzugeben. Wenn Sie einen Wert ändern (X, Y oder Z), werden die anderen beiden Werte entsprechend skaliert. Beachten Sie, dass die Druckplatte unter dem 3D-Modell entsprechend skaliert wird, während Sie die Abmessungen für das Szenenvolumen ändern.

Hinweis:

Sie können den Wert eines Szenenvolumens verschieben, indem Sie auf die Abmessungsbeschriftung (X, Y oder Z) klicken und den Mauszeiger nach links oder rechts ziehen. Halten Sie die Umschalttaste gedrückt, um den Wert schneller zu verschieben.

Abmessungen für das Szenenvolumen in Photoshop
  1. Wählen Sie Auf Druckvolumen skalieren, wenn Photoshop das 3D-Modell automatisch so skalieren soll, dass das verfügbare Druckvolumen des ausgewählten Druckers aufgefüllt wird.
  2. Wenn das 3D-Modell über Normalmaps, Bump-Maps oder Deckkraft verfügt, können Sie beim Druck des Modells einen oder mehrere dieser Maptypen ignorieren. Beachten Sie, dass das 3D-Modell in Echtzeit aktualisiert wird, wenn Sie diese Einstellungen der Oberflächendetails ändern.
  3. Die für das 3D-Objekt erforderlichen Stützstrukturen (Gerüste oder Rafts) müssen nicht gedruckt werden. Verwenden Sie diese Option mit Vorsicht, da das Drucken des 3D-Modells fehlschlagen kann, wenn Sie eine erforderliche Stützstruktur nicht drucken.
  4. Wählen Sie das Material, das Sie zum Drucken des 3D-Objekts verwenden möchten, wenn Ihr Drucker das Drucken mit mehreren Materialien unterstützt.

(Experimentell) Aktivieren des Mehrton-Drucks für MakerBot Replicator 2x

Sie können eine experimentelle Funktion aktivieren, mit der Sie mithilfe des MakerBot Replicator 2x 3D-Druckers Halbtöne drucken können.

Voraussetzung: aktivierte experimentelle Funktionen

Als Voraussetzung für den Mehrton-Druck müssen Sie in Photoshop experimentelle Funktionen aktivieren:

  1. Wählen Sie Voreinstellungen > Experimentelle Funktionen.
  2. Wählen Sie Mehrton-3D-Druck aktivieren aus.
  3. Klicken Sie auf OK.
  4. Starten Sie Photoshop neu.

Hinweis:

Experimentelle Funktionen sind noch nicht produktionsbereit. Verwenden Sie diese Funktionen daher mit Bedacht.

Auswählen des Mehrtonoberflächenmaterials

  1. Wählen Sie den Drucker MakerBot Replicator 2x im Fenster 3D-Druckeinstellungen aus.
  2. Wählen Sie unter Material die Option Mehrton-Oberfläche. Wenn diese Option nicht zur Verfügung steht, stellen Sie sicher, dass die experimentelle Funktion Mehrton-3D-Druck bereits aktiviert ist.
Einstellungen für Mehrton-Oberfläche in Photoshop
  1. Wählen Sie weitere Optionen für das 3D-Objekt, das Sie drucken.
  2. Wählen Sie 3D > 3D-Drucken, um das 3D-Objekt in der Vorschau anzuzeigen und zu drucken.

Anzeigen und Drucken des 3D-Objekts

Führen Sie die folgenden Schritte aus, wenn Sie die 3D-Druckeinstellungen festgelegt haben:

  1. Klicken Sie auf das Symbol Druckvorgang starten () oder wählen Sie 3D > 3D-Drucken aus. Photoshop vereinheitlicht die 3D-Szene und bereitet sie für den Druckvorgang vor.
  2. Wenn Sie mit einem Shapeways.com-Profil drucken, erhalten Sie eine Benachrichtigung von Photoshop, dass die tatsächlichen Druckkosten von den angezeigten geschätzten Preisen abweichen können. Klicken Sie auf OK.
  3. Verwenden Sie in dem angezeigten Vorschaufenster die 3D-Kamerawerkzeuge, um das 3D-Objekt zu drehen, zoomen oder zu verschieben.

       3D-Kamera drehen

       3D-Kamera rollen

      3D-Kamera schwenken

      3D-Kamera verschieben

      3D-Kamera auf ihre ursprüngliche Position zurücksetzen
3D-Druckvorschau in Photoshop
3D-Druckvorschau; beachten Sie die Stützstrukturen

  1. Wählen Sie bei Bedarf „Reparatur anzeigen“. Photoshop zeigt die Reparaturen Ursprüngliches Mesh, Verdickte Wände und Geschlossene Löcher mit einer entsprechenden Farbkodierung an:
Photoshop-Reparaturschlüssel
Vorschau mit aktivierter Option „Reparatur anzeigen“
Vorschau mit aktivierter Option „Reparatur anzeigen“

  1. Optional können Sie „Raytrace-Vorschau“ aktivieren. Raytrace-Vorschauen stellen die Druckausgabe genauer dar.
Raytrace-Vorschau in Photoshop
Eine Raytrace-Vorschau

  1. Wenn Sie die 3D-Druckeinstellungen in eine STL-Datei exportieren möchten, klicken Sie auf Exportieren und speichern Sie die Datei an einem passenden Speicherort auf Ihrem Computer. Sie können die STL-Datei auf einen Online-Dienst hochladen oder Sie auf eine SD-Karte speichern, um lokal zu drucken.
  2. Überprüfen Sie die 3D-Druckübersicht und klicken Sie auf Drucken.

Hinweis:

Sie können einen laufenden 3D-Druck abbrechen, indem Sie 3D > 3D-Druckvorgang abbrechen auswählen.

3D-Druckerdienstprogramme

Photoshop bietet interaktive Assistenten-basierte Dienstprogramme zum Konfigurieren, Kalibrieren und Warten des 3D-Druckers. Sie können diese Dienstprogramme nur verwenden, wenn der 3D-Drucker eingeschaltet und mit Ihrem Computer verbunden ist.

  1. Wählen Sie 3D > 3D-Druckerdienstprogramme aus.
  2. Wählen Sie das Dienstprogramm aus, das Sie starten möchten.

Druckplatte kalibrieren

Richtet die Druckplatte aus. Dieses Dienstprogramm führt die folgenden Schritte aus:

  • Fordert Sie auf, überschüssiges Druckmaterial aus dem 3D-Drucker zu entfernen
  • Initialisiert den Druckkopf
  • Bietet die Möglichkeit, den Abstand zwischen der Druckplatte und dem Druckkopf für neun Düsenpositionen anzupassen

Sie können dieses Dienstprogramm im Assistentenmodus oder im manuellen Modus verwenden.

Filament laden

Lädt ein Filament in einen 3D-Drucker mit Fused Deposition Modeling (FDM).. Photoshop initiiert den Druckkopf-Beheizvorgang und den Filament-Lademechanismus für einen einfachen Filamentladevorgang.

Filament entfernen

Entfernt ein Filament aus einem 3D-Drucker mit Fused Deposition Modeling (FDM).. Photoshop initiiert den Druckkopf-Beheizvorgang und den Filament-Lademechanismus für eine einfache Filamententfernung.

Filament wechseln

Ersetzt das Filament eines 3D-Druckers mit Fused Deposition Modeling (FDM) durch ein neues Filament. Photoshop initiiert den Druckkopf-Beheizvorgang und den Filament-Lademechanismus für einfachen Filamentwechsel.

  1. Befolgen Sie die Anweisungen auf dem Bildschirm.

Objekte auf Grundebene verpacken

Mitunter möchten Sie mehrere Instanzen desselben Objekts auf derselben Build-Platte drucken. Führen Sie folgende Schritte aus:

  1. Wählen Sie die gewünschten Objekte im 3D-Bedienfeld aus.
  2. Wählen Sie 3D > Objekte auf Grundebene platzieren aus.
  3. Fahren Sie mit dem Drucken der Objekte fort.

Häufig gestellte Fragen

Welche 3D-Drucker werden unterstützt?

Photoshop unterstützt derzeit die folgenden lokalen 3D-Drucker:

  • MakerBot Replicator 2
  • MakerBot Replicator 2x
  • ZCorp Full Color
  • Mcor Iris
  • MakerBot Replicator der 5. Generation

Außerdem unterstützt Photoshop einige Shapeways.com- und Sculpteo-Profile.

Hinweis:

Der direkte USB-Druck mit dem MakerBot Replicator der 5. Generation wird noch nicht unterstützt. Sie können die Dateien, die Sie drucken möchten, auf einen USB-Stick exportieren und dann lokal drucken.

Kann ich vor dem Drucken einen Querschnitt auf ein 3D-Modell anwenden?

Ja. Sie können vor dem Drucken Querschnitte definieren, um Teile eines 3D-Modells zu entfernen. Führen Sie folgende Schritte aus:

  1. Wählen Sie Fenster > Arbeitsbereich > 3D aus, um in den 3D-Arbeitsbereich zu wechseln.
  2. Öffnen Sie das 3D-Objekt, das Sie drucken möchten.
  3. Wählen Sie im 3D-Bedienfeld Szene aus.
  4. Wählen Sie im Eigenschaftenbedienfeld die Option Querschnitt aus.
  5. Legen Sie die Einstellungen für den Querschnitt im Eigenschaftenbedienfeld fest.
  6. Wählen Sie 3D > Querschnitt auf Szene anwenden aus.
  7. Drucken Sie die 3D-Szene.

Vor dem Drucken müssen Sie den Querschnitt, den Sie definiert haben, backen.

Querschnitt entfernen in Photoshop
Entfernen eines Querschnitts einer Kugel vor dem Drucken

Kann ich vor dem Drucken Bump-/Deckkraft-/Normalmaps auf ein 3D-Modell anwenden?

Ja. Führen Sie folgende Schritte aus:

  1. Wählen Sie ein Material im Szenebedienfeld aus.
  2. Klicken Sie im Eigenschaftenbedienfeld auf das Ordnersymbol () neben Bump/Deckkraft/Normal und laden Sie eine Textur. Sie können auch eine neue Textur festlegen, die Sie auf das 3D-Modell anwenden möchten.
  3. Wenn Sie eine neue Textur definieren, speichern Sie diese. Die Textur wird als Bump-/Deckkraft-Map auf das 3D-Modell angewendet.
  4. Drucken Sie das 3D-Modell.
Anwenden einer Bump-Map in Photoshop
Anwenden einer Bump-Map auf ein 3D-Modell vor dem Drucken

Anwenden einer Deckkraftmap in Photoshop
Anwenden einer Deckkraftmap auf ein 3D-Modell vor dem Drucken

Kann ich 3D-Modelle in zwei Farben drucken?

Wenn Ihr 3D-Drucker mit zwei Druckköpfen ausgestattet ist, können Sie 3D-Modelle in zwei Farben drucken. Das Druckeigenschaftenbedienfeld zeigt Popup-Optionen für die zusätzlichen verfügbaren Druckköpfe an. Das Modell wird im 3D-Arbeitsbereich sowie in der 3D-Druckvorschau in zwei Farben dargestellt.

Drucken eines 3D-Modells in Photoshop in zwei Farben
Drucken eines 3D-Modells in zwei Farben

Wie werden 3D-Modelle mit mehreren Schichten gedruckt?

Von einem Druckstandpunkt aus wird jede Ebene im 3D-Modell wie ein 3D-Objekt behandelt. Falls nötig, können Sie zwei oder mehr Ebenen verbinden (3D > 3D-Ebenen auf eine Ebene reduzieren).

Dieses Werk unterliegt den Bedingungen der Creative Commons Attribution-Noncommercial-Share Alike 3.0 Unported License.  Twitter™ und Facebook-Beiträge fallen nicht unter die Bedingungen der Creative Commons-Lizenz.

Rechtliche Hinweise   |   Online-Datenschutzrichtlinie