Adobe Premiere Pro CC

Professionelle Videoproduktionen

In diesem Tutorial lernen Sie, wie Sie Ihren Projekten über Direct Link für umfassende Farboptimierung und beeindruckende Film- und Kamera-Looks in SpeedGrade den richtigen Schliff geben. (Projekt: 33 Min.)

Professionelle Videoproduktionen

33 Min.

Hatten Sie noch nie etwas mit Farbkorrekturen für Videos zu tun? Dann ist dieses Projekt genau das richtige für Sie.

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Sie kennen das Problem bestimmt: Ihr Video wirkt zu warm (Orangestich) oder zu kühl (Blaustich). Und richtig problematisch wird es, wenn Sie Aufnahmen von verschiedenen Kameras mit unterschiedlicher Optik kombinieren möchten. Wir haben jetzt eine gute Nachricht für Sie. Adobe SpeedGrade CC bietet eine Fülle an Features, mit denen Sie Farben korrigieren, einen Farbabgleich zwischen Aufnahmen machen und beeindruckende Looks anwenden können. Noch besser: Sie können Ihre Videoprojekte direkt aus Premiere Pro in SpeedGrade importieren.

Sie brauchen keine Vorkenntnisse in SpeedGrade oder Premiere Pro, doch falls Sie während des Tutorials Fragen haben sollten, wenden Sie sich an unser Forum.

Hinweis: Dieses Tutorial setzt Premiere Pro CC und SpeedGrade CC voraus. Die Projektdateien lassen sich nicht in Premiere Pro CS6 oder früheren Versionen öffnen. Laden Sie Premiere Pro CC herunter, und installieren Sie die Software, um die Übungen anhand der Beispieldateien nachvollziehen zu können.


Was ist Farboptimierung?

Bevor Sie sich daran machen, die Farben Ihrer Clips zu optimieren, ist es hilfreich, ein paar Hintergrundinformationen zum Thema Farboptimierung zu erhalten. Sie müssen das Tutorial-Projekt in Premiere Pro öffnen und mittels Direct Link an SpeedGrade übertragen. Außerdem erhalten Sie eine kurze Einführung in die Benutzeroberfläche von SpeedGrade.

Projekt öffnen (1:26) – Projekt an SpeedGrade übertragen (5:00) – Überblick über die Benutzeroberfläche von SpeedGrade (5:20)

Temperatur und Mitteltöne anpassen

Häufig sind Videoaufnahmen entweder zu warm oder zu kühl. Die RGB-Parade ist eine von mehreren Analysebereichen, die Sie für die Überprüfung der Temperatur Ihrer Aufnahmen einsetzen können. Über den Temperaturregler lässt sich dann die allgemeine Einstellung der primären Ebene einer Aufnahme anpassen. Schließlich können Sie Lichter, Mitteltöne und Schatten mittels verschiedener Regler und Trackball-Steuerungen noch feiner justieren.

Analysefunktionen öffnen (0:30) – Temperatur anpassen (3:50) – Mitteltöne anpassen (9:00)

Videos mit individuellen Looks versehen

Digitalvideos und klassische Filme weisen feine, aber wichtige Unterschiede auf. Sie unterscheiden sich z. B. darin, inwieweit Details bei Farb- und Luminanzänderungen erhalten bleiben (der sogenannte „Roll off“). SpeedGrade bietet verschiedene professionelle Filmfilter, mit denen sich bestimmte Looks für Digitalvideos erzielen lassen, sodass Ihr Projekt sich kaum noch von einem echten Film unterscheidet. Sie können diese Filmfilter entweder alleine oder in Kombination mit einer eigenen Farboptimierung anwenden. Falls Sie einen Filmeffekt nach einer Farboptimierung einsetzen möchten, ist es ratsam, eine neue Lookup-Tabelle (LUT) im Ebenen-Bedienfeld anzulegen. Anderenfalls wird der Filmeffekt die vorhandenen Farboptimierungsebenen überschreiben.

Was ist ein „Roll off“ (1:07) – Filmfilter anwenden (2:50) – Lookup-Tabelle (LUT) hinzufügen (6:00)

Looks speichern und anwenden

Unter einem „Look“ versteht man eine Kombination aus allen Farbkorrekturen, die im Ebenen-Bedienfeld auf die Ebenen eines bestimmten Clips angewendet werden. Mit SpeedGrade können Sie Looks erstellen, speichern und später ggf. auf andere Clips im Projekt anwenden. Wenn Sie viele Clips in einem Projekt bearbeiten möchten, spart diese Funktion eine Menge Zeit. Das neue Werkzeug zum Abgleich von Aufnahmen ermöglicht es, einen Look von einem auf einen anderen Clip im Projekt zu übertragen.

Look speichern (0:37) – Look anwenden (2:17) – Werkzeug zum Abgleich von Aufnahmen verwenden (2:30)

SpeedGrade-Projekt zurück an Premiere Pro übertragen

Im letzten Schritt bei der Farboptimierung Ihres Videoprojekts übertragen Sie das Material von SpeedGrade zurück in Premiere Pro. Damit werden alle in SpeedGrade vorgenommenen Farboptimierungen in Premiere Pro als Lumetri-Effekt hinzugefügt. Diese lassen sich dann in Premiere Pro im Fenster „Effekteinstellungen“ beliebig aktivieren und deaktivieren. Wenn Sie die Lumetri-Effekte als Vorgabe speichern, können Sie sie in allen Projekten verwenden.

Nachdem Sie Ihre Arbeit überprüft haben, exportieren Sie das Projekt aus Premiere Pro oder stellen es zum Exportieren in die Warteschlange des Adobe Media Encoder. Ihnen steht eine Vielzahl an Exportformaten zur Auswahl, z. B. die voreingestellten Formate für beliebte Videoplattformen wie YouTube und Vimeo.

Direkte Verknüpfung zu Premiere Pro (0:27) – Video exportieren (1:29) – Video rendern (3:17)

Ihre Meinung ist gefragt.

Das war schon alles! Damit ist dieses Training abgeschlossen.

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Colin Smith ist Experte für Postproduktion. Mit seinen Tipps und Tricks in den Bereichen Video und Audio hält er Profis und Amateure stets auf dem Laufenden.