Animiere in Adobe After Effects Wasserfarbenkleckse, sodass sie verlaufen und sich vermischen.
Werbe-Display an Bushaltestelle mit Beispiel für verlaufende Aquarellfarben auf strukturiertem Papier. Passanten gehen vorbei

Was du benötigst

Die Beispieldatei enthält Adobe Stock-Elemente, mit denen du die Schritte dieses Tutorials nachvollziehen kannst. Wenn du die Beispieldatei anderweitig verwenden möchtest, kannst du sie bei Adobe Stock lizenzieren. In der ReadMe-Datei in diesem Ordner findest du die Bedingungen für die Verwendung dieser Beispieldatei. Jede Erwähnung von „Flow“ oder „Hair color for unicorns“ dient lediglich zur Veranschaulichung und nimmt keinerlei Bezug auf tatsächlich existierende Organisationen, Produkte, Services oder kreative Werke.

Dieses Projekt ist eine vereinfachte Version der Aquarellfarben-Animation in der Animationsvorlage „Residual“ von Adobe Create.

Zunächst gestalten wir den unregelmäßigen Rand der Farbkleckse. Öffne den Arbeitsbereich „Original“. Erstelle eine quadratische Komposition (Komposition > Neue Komposition). Die Seiten des Quadrats entsprechen der Höhe des finalen Ausgabeformats. Die Farbe ist beliebig. Erstelle eine Farbfläche (Ebene > Neu > Farbfläche), die etwas breiter und höher als die Komposition ist. Platziere sie so, dass sie die oberen drei Viertel der Komposition abdeckt. Füge eine rechteckige Maske hinzu, die ungefähr denselben Bereich wie die Farbfläche abdeckt. Erhöhe den Wert für die weiche Maskenkante. 

Arbeitsbereich „Original“ in After Effects zeigt quadratische Komposition mit roter Fläche und weichkantiger Maske.

Wende den Effekt „Verlauf“ auf die Farbfläche an. Wähle als „Endfarbe“ einen helleren Ton der „Anfangsfarbe“. Wende als Nächstes den Effekt „Kanten aufrauen“ an. Wähle für „Kantenart“ die Option „Farbe aufrauen“, und reduziere den Wert für „Breite oder Höhe dehnen“ auf unter -15. Die Kantenfarbe sollte der Anfangsfarbe des Effekts „Verlauf“ entsprechen. Setze dann einen Keyframe für die Eigenschaften „Rahmen“ (100–500) und „Evolution“ (0–120°). Erhöhe die „Komplexität“ ein wenig. Wenn eine der groben Kanten wie abgeschnitten aussieht, passe den Wert für „Weiche Maskenkante“ an.

Bedienfeld „Effekteinstellungen“. Effekte „Verlauf“ und „Kanten aufrauen“ wurden auf die Farbfläche angewendet.

Erstelle eine neue Komposition in der Größe des finalen Ausgabeformats. Füge die Komposition mit den unregelmäßigen Kanten ein. Als Nächstes wandelst du die rechteckige Form in einen Kreis um, der in alle Richtungen ausläuft. Wende den Effekt „Polarkoordinaten“ auf die Ebene an. Setze die „Interpolation“ auf „100%“, und wähle für „Umwandlungsart“ die Option „Rechteckig – Polar“. Skaliere die Ebene mithilfe des Effekts „Transformieren“ allmählich von null nach oben. Wende Beschleunigung (Easing) auf beide Keyframes an. Justiere die Beschleunigungskurve so, dass sie für den ersten Keyframe sehr steil (schneller Ausgang) und für den zweiten Keyframe sehr flach (langsamer Eingang) verläuft. Über den Diagramm-Editor kannst du die Geschwindigkeit der Animation präzise steuern.

Quadratische Unterkomposition wird durch „Polarkoordinaten“ zu Kreis. Effekt „Transformieren“ vergrößert ihn im Zeitverlauf.

Dupliziere die Ebene (Befehl+D bzw. Strg+D). Justiere für jede Ebene den Wert „Position“, sodass beide Kreise sichtbar sind, jedoch in einem kleinen Bereich überlappen. Drehe einen der Kreise. Wende den Effekt „Farbton/Sättigung“ auf einen der Kreise an, um seine Farbe zu ändern. Ändere die Füllmethode der obersten Ebene in „Multiplizieren“, oder experimentiere mit anderen Füllmethoden, um eine Überlappung zu erstellen, die dir gefällt. Spiele die Animation ab, um zu sehen, wie die beiden Farbkreise allmählich größer werden und ineinander übergehen.

Quadratische Unterkomposition dupliziert. Beide Ebenen neu angeordnet. Farbe und Drehung eines Kreises geändert.

Erstelle deine finale Komposition, und füge die vorherige Komposition ein. Importiere ein hochauflösendes Bild von strukturiertem Papier (oder verwende unsere Beispieldatei), und ziehe es an die unterste Stelle der Komposition. Wenn du das Bild skalieren musst, füge es erst in eine Unterkomposition ein, und skaliere es dort. Der Skalierungswert der Ebene in dieser Komposition muss 100 % bleiben. Da der Effekt der verlaufenden Aquarellfarben am besten mit einem breiten Tonwertbereich von dunkel nach hell zur Geltung kommt, empfiehlt es sich, einen übertrieben hohen Kontrast für die Papierstruktur festzulegen. Wende den Effekt „Tonwertkorrektur“ auf das Bild an, und erhöhe den Wert für „Eingabe: Tiefen“ deutlich.

Papierstruktur wird zur finalen Komposition hinzugefügt. Ihr Kontrast wird mithilfe des Effekts „Tonwertkorrektur“ erhöht.

Setze die Füllmethode der oberen Ebene auf „Multiplizieren“. Wende den Effekt „Versetzen“ auf diese Ebene an. Wähle die Papierstruktur als Versetzungsebene aus, und setze die Quelle auf „Effekte und Masken“. Wähle für „Horizontale Verschiebung“ und „Vertikale Verschiebung“ jeweils „Luminanz“. Erhöhe die Werte für die maximale horizontale Verschiebung bzw. die maximale vertikale Verschiebung gerade so, dass die Farbspritzer an den Rändern leicht verzerrt werden.

Bedienfeld „Effekteinstellungen“ mit Effekt „Versetzen“, der auf die Unterkomposition mit den Aquarellfarben angewendet wird.

Füge an oberster Stelle in der Komposition eine Einstellungsebene hinzu (Ebene > Neu > Einstellungsebene). Ziehe eine runde Maske auf, die den Überlappungsbereich grob abdeckt. Setze einige Keyframes für Maskenpfade, die den Farbklecksen folgen, während sie größer werden. Die Kanten sollen dabei weicher werden. Du musst hier nicht ganz präzise sein. Wende den Effekt „Feld schnell weichzeichnen“ auf die Einstellungsebene an. Setze „Richtung des Weichzeichners“ auf „Horizontal“, und animiere den Weichzeichnungsradius so, dass er allmählich größer wird.

Bedienfeld „Effekteinstellungen“. Effekt „Feld schnell weichzeichnen“ angewendet auf Einstellungsebene oben in Komposition.

Experimentiere in der anfänglichen quadratischen Komposition mit dem Effekt „Kanten aufrauen“, um die unregelmäßigen Kanten anzupassen. Durch Anpassungen des Effekts „Farbton/Sättigung“ und die Anwendung verschiedener Füllmethoden kannst du den Look dieses Nass-in-Nass-Effekts weiter verändern. 

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09/16/2021

Adobe Stock-Anbieter: Dmytro Synelnychenko, Alex

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