Erfahren Sie, wie Sie Adobe Analytics effektiv verwenden, ohne Performanceprobleme zu verursachen.

Adobe Analytics ist ein Unternehmenstool, das viele Benutzeranfragen zum Abrufen ausführlicher Berichte unterstützen kann. Dennoch können zu viele gleichzeitige Anfragen die Performance beeinträchtigen. Die meisten Performanceprobleme werden durch verschiedene Faktoren verursacht. Adobe empfiehlt die Einhaltung der folgenden Best Practices:

Feste Grenzwerte – alle Funktionen

Folgende Tabelle enthält die festen Grenzwerte der einzelnen Analytics-Funktionen:

Analytics-Vergleichstabelle

Manche Funktionen weisen keine festen, aber dennoch logische Grenzwerte auf, die erreicht werden können. Diese Grenzwerte hängen von der Datenmenge und der Reporting-Komplexität ab. Komplexe Berichte erreichen diese weichen Grenzwerte schneller als einfache.

Analysis Workspace

  • Zeilenlimit: Maximal sind 400 Zeilen pro Visualisierung erlaubt, jedoch wird durch weniger Zeilen (10–50) die Performance optimiert. Sind mehr als 400 Zeilen erforderlich, sollten Sie ein anderes Tool, wie z. B. Data Warehouse, verwenden. In der Regel steigt die Performance, je weniger Zeilen eine Visualisierung aufweist. So bieten beispielsweise monatliche Detailberichte bei gleichem Datumsbereich eine bessere Performance als tägliche.
  • Visualisierungs-/Fenstergrenzwert: Derzeit ist die Anzahl der Visualisierungen in einem Projekt nicht begrenzt. Adobe empfiehlt jedoch maximal 20 separate Visualisierungen pro Projekt. Für einfache Anfragen, wie z. B. zum Abruf der Daten eines einzelnen Tages, können weitere Visualisierungen verwendet werden. In komplexeren Berichten, wie z. B. tägliche Trends über einen Zeitraum von über einem Jahr, sind weniger Visualisierungen empfehlenswert. Adobe empfiehlt, Visualisierungen auf mehrere Projekte aufzuteilen, wenn im Projekt zu viele Fenster enthalten sind.
  • Anzahl der Metriken in einem einzelnen Fenster: In Adobe Analytics können Sie so viele Metriken zu einer Freiformtabelle hinzufügen, wie auf den Bildschirm passen. Doch neben fehlender Übersicht können bei über 30 Metriken in einem einzelnen Fenster auch Performanceprobleme auftreten.
  • Anzahl der Aufschlüsselungen in einem Fenster: Aufeinanderfolgende Aufschlüsselungen, insbesondere wenn auf zu viele Posten angewendet, können sich schnell summieren. Hier besteht zwar keine Beschränkung, jedoch empfiehlt Adobe maximal zwei bis drei Aufschlüsselungen pro Fenster. Bei einfachen Berichten können mehr verwendet werden.
  • Beitragsanalyse und Segmentvergleich: Diese beiden Funktionen in Analysis Workspace sind sehr leistungsstark, benötigen aber auch viele Ressourcen. Adobe empfiehlt maximal 100 dieser Berichte pro Tag.
  • Suchfilter: Bei Rangberichten mit Suchfilter liegt das empfohlene Limit bei 50 Elementen.

Andere Analytics-Funktionen

  • Gleichzeitige Anfragen pro Report Suite: Wenn viele Benutzer gleichzeitig dieselbe Report Suite abfragen, kann dies gerade bei großen Projekten oder komplexen Segmenten zu Problemen führen. Abfragen beinhalten sowohl produktinterne als auch externe Abfragen, wie z. B. die API. Adobe empfiehlt, dass Benutzer in großen Unternehmen die Anzahl und Komplexität der in der jeweiligen Report Suite bisher gestellten Anfragen im Blick behalten und sich danach richten. Wenn Benutzer Daten in regelmäßigen Intervallen anzeigen möchten, empfehlen sich hierfür geplante Berichte außerhalb der Spitzenzeiten.
  • Datumsbereiche: Adobe Analytics ist für schnellstes Reporting zum aktuellen Monat optimiert. Für diese schnelle Performance sollten Sie nur Datumsbereiche verwenden, die sich nicht über Monats- oder Jahresgrenzen erstrecken. Lange Datumsbereiche – insbesondere Bereiche über Jahresgrenzen hinweg – erfordern bei der Verarbeitung deutlich mehr Ressourcen.
  • Anzahl der Regeln in einem Segment: Je weniger Regeln ein Segment aufweist, desto besser die Performance. Bei den meisten Browsern treten zwischen 30 und 50 Segmentregeln Performanceprobleme mit Adobe Analytics auf. Wenn Sie für Ihre Segmentierung viele einzelne Posten suchen müssen, empfehlen wir die Verwendung einer Klassifizierung. Beispiel: Sie möchten Wert 1 bis Wert 1.000 anzeigen. Statt 1.000 Segmentregeln zu erstellen, laden Sie einfach eine Klassifizierung für die entsprechende Variable hoch und verwenden Sie diese im Segment.
    1. Laden Sie eine Klassifizierungsdatei in Adobe hoch, in der Wert 1 bis Wert 1.000 alle denselben Klassifizierungswert „classified1“ enthalten.
    2. Sobald die Klassifizierungsdatei verarbeitet wurde, erstellen Sie eine Segmentregel, in der der Klassifizierungswert „classified1“ entspricht.
    3. Mit dieser einzelnen Segmentregel können Sie alle 1.000 Werte im Bericht anzeigen.
  • Segmentregel-Logik: Die Verarbeitung der Operatoren „enthält eins von“ und „enthält alle von“ ist sehr ressourcenintensiv und kann bei übermäßiger Nutzung Berichte verlangsamen. Diese Operatoren dienen dazu, einige wenige Variablen anzuzeigen, nicht große komplexe Zeichenfolgen. Verwenden Sie stattdessen wo möglich den Operator „ist gleich“, um die Performance zu optimieren. Der Operator „enthält“ ist langsamer als „ist gleich“, aber schneller als „enthält eins von“ und „enthält alle von“.
  • Gesamtanzahl der Segmente Unternehmensanmeldungen: Einfach vorhandene Segmente wirken sich nur leicht auf die Performance aus. Es können jedoch Performanceprobleme bei der Erstellung oder Verwaltung von Workspace-Projekten auftreten, wenn ein Unternehmen über mehr als 20.000 gespeicherte Segmente verfügt.
  • Klassifizierungen: Klassifizierungen eignen sich gut, um die Datenorganisation und -gruppierung anzupassen. Klassifizierungsvorlagen sind auf 30 Spalten beschränkt, den Schlüsselwert nicht eingeschlossen. Adobe empfiehlt wo möglich die Verwendung des Classification Rule Builder. Verwenden Sie den Classification Importer nur, wenn nötig, und schließen Sie nur geänderte Werte ein (statt alle Werte). Weitere Informationen zur optimalen Verwendung von Klassifizierungen, um die Performance zu gewährleisten, finden Sie unter Classification Importer-Tipps.

Report Builder und API

  • Anzahl der Zeiträume in einer Anfrage: Report Builder ermöglicht maximal 366 Zeiträume in einer einzelnen Anfrage. So können Sie beispielsweise tägliche Trends des vergangenen Jahres anzeigen, aber nicht darüber hinaus. Ist mehr als ein Jahr an Daten erforderlich, verwenden Sie breiter gefasste Zeiträume, wie z. B. Wochen oder Monate. Wenn mehr als 366 Zeiträume erforderlich sind, wird die Verwendung von Data Warehouse empfohlen.
  • Anzahl der Datenanfragen in einer einzelnen Arbeitsmappe: Report Builder ermöglicht maximal 1.000 Datenanfragen in einer einzelnen Arbeitsmappe. Wenn ein Bericht dieses Limit erreicht, empfiehlt Adobe die Verwendung mehrerer Arbeitsmappen.
  • Anzahl der Metriken in einer einzelnen Anfrage: In einer einzelnen Report Builder- oder API-Anfrage sind maximal 30 Metriken zulässig.
  • Anzahl der Zeilen in einer einzelnen Anfrage: In einer einzelnen Anfrage sind maximal 50.000 Zeilen zulässig. Sind mehr als 50.000 Zeilen erforderlich, verwenden Sie stattdessen Data Warehouse.

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