Im Kontext des Cloud-Marketing-Angebots von Adobe Campaign berücksichtigt Adobe das Domain Name System (DNS) für das Senden von E-Mails, was Folgendes erlaubt:

  • Um sein Markenbild zu behalten, muss der Client einen DNS-Alias mit seinen Domain-Namen verwenden.
  • Adobe implementiert eigenständig alle optimalen technischen Vorgehensweisen, die es ihm erlauben, die Zustellbarkeit während des E-Mail-Versands zu optimieren.

Abrechnungs- und Implementierungsbedingungen

Alle Adobe Campaign Cloud-Angebote beinhalten standardmäßig die Delegation des Domain-Namens.

  • Je nach ursprünglichem Vertrag und dem Typ des ausgewählten Pakets können zusätzlich zu den standardmäßig inkludierten Delegationen noch weitere Delegationen enthalten sein.
  • Zusätzliche Delegationen zu diesen bereits inkludierten werden verrechnet.
  • Die Verrechnungsmethode für diese zusätzlichen Delegationen ist ein monatlicher zusätzlicher Beitrag, wie es im ursprünglichen Vertrag festgelegt ist. 

Diese Delegationen werden akzeptiert, sofern der CLIENT die zugeordneten Domain-Namen auswählt, die für Sendungen über das Adobe Campaign-Tool gelten, und sofern die Voraussetzungen für die Delegation, die im zugehörigen Dokument detailliert angeführt sind, korrekt implementiert sind.

Von einem technischen Standpunkt aus ist es erforderlich, die primäre DNS-Zone des NS-Dokuments des Clients hinzuzufügen, wobei die Servernamen, die von Adobe (OK) zur Verfügung gestellt werden, angezeigt werden.

Beispiel: Ein Client, dessen primärer Domain-Name „example.com“ lautet und der die Verwaltung von „marketing.example.com“ für seine E-Mail-Zustellungen an Adobe delegieren möchte, muss diese Delegierung verwirklichen, um seinem DNS Dokumente des folgenden Typs hinzuzufügen:

marketing.example.com NS a.ns.campaign.adobe.com.
marketing.example.com NS b.ns.campaign.adobe.com.
marketing.example.com NS c.ns.campaign.adobe.com.
marketing.example.com NS d.ns.campaign.adobe.com.

  • Wenn der CLIENT im gehosteten Bereitstellungsmodus ist, werden auch die nach außen gewandten Webkomponenten konfiguriert und von Adobe in der Cloud gehostet. Wenn der Kunde eine zusätzliche Sub-Domain delegieren möchte (und der Vertrag dies zulässt), kann eine alternative Sub-Domain für Webkomponenten verwendet werden. Zum Beispiel „emails.customer.com“ zum Senden von E-Mails und „web.customer.com“ zum Hosten von Webseiten.
  • Wenn der CLIENT im Midsource-Bereitstellungsmodus ist, müssen die extern zugewandten Webkomponenten vom Kunden selbst gehostet werden und direkte Verbindungen zur Datenbank der OnPremise/Marketing-Instanz haben.

Die Delegierung eines Domain-Namens besagt, dass diese Domain für die Bereitstellung über die Adobe Campaign-Plattform reserviert ist und daher nicht anderweitig verwendet werden kann.

Erbrachte Dienstleistungen

Durch die folgenden Delegierungen stellt die Infrastruktur von Adobe sicher, dass die folgenden Dienste für jede delegierte Domain ausgeführt werden:

  • Die Domain gehört zu Adobes Infrastruktur für eingehende E-Mails, um zurückkommende E-Mails, die an diese Domains geschickt werden, zu verwalten (DNS-Dokumentenkonfiguration des MX-Typs auf diesen Domains)(OK),
  • Erstellung von erforderlichen E-Mail-Adressen zum Senden von E-Mails,
  • Erstellung von postmaster@- und abuse@-Adressen,
  • Implementierung eines SPF-Dokuments (Soft Fail), das E-Mail-Signaturen zulässt,
  • Implementierung eines DKIM-Dokuments (Schlüssel in 1024b), das E-Mail-Signaturen zulässt,
  • Implementierung eines DMARC-Dokuments, das E-Mail-Signaturen zulässt,
  • DMARC-Bericht: Option auf Anfrage verfügbar, Verantwortung des CLIENT,
  • Erstellung eines umgekehrten DNS mit dem Namen, der in der gerenderten Antwort delegiert wird (nur gültig für zugehörige IPs),
  • Erstellung der Feedbackschleife im Namen der delegierten Domain (gültig für Yahoo!),
  • Verfügbarkeit eines Datensatzes, der einen Nachverfolgungslink anhand des delegierten Domain-Namens (Typ t.example.com) erleichtert,
  • Verfügbarkeit eines Datensatzes, der einen Link zu einer Mirrorseite unter Verwendung des delegierten Domain-Namens (Typ m.example.com) ermöglicht. Alles in einer redundanten Umgebung mit hoher Verfügbarkeit. 

Von Adobe hergestellte Parameter sind nur ab der Zeit gültig, ab der die Delegation korrekt und von Adobe für gültig erklärt ist und weiterhin funktionsgemäß arbeitet.

Erstellte Postfächer

Adobe speichert keine E-Mails, die an erstellte Postfächer gesendet und den Domains angefügt wurden, und fährt nicht mit der Weiterleitung fort. Nur E-Mails vom Typ „bounce“ (hard und soft) und die Beschwerden der Feedbackschleife werden automatisch vom Rebound-Verwaltungsprozess von Adobe Campaign verarbeitet (inMail-Prozess).

SSL-Zertifikation

Adobe lässt es zu, ein SSL-Zertifikat pro Delegation zu installieren. Das Ziel dahinter ist es, das Tracking von E-Mails, die von diesen Domains gesendet werden, sicher zu verwalten (HTTPS).

Beachten Sie, dass das Zertifikat separat bereitgestellt und vom CLIENT auch separat bezahlt werden muss. Adobe kann den CLIENT über die Konfiguration beraten, die Adobe Campaign am besten angepasst ist (Bereitstellung eines CSR).

Branding des Bounce-Postfachservers

Standardmäßig verwenden die Adobe Campaign-Mailserver des delegierten Domain-Namens selbst IP-Adressen, die nicht in der delegierten Domain enthalten sind.

Wir können einen Branding-Dienst einschließlich dieser DNS-Aliasnamen als Option implementieren.

Hinweis zu SPF

Sender Policy Framework (SPF) ist ein Verifikationsstandard des Domain-Namens des Absenders einer E-Mail. Die Einführung dieses Standards soll dabei helfen, Spam zu reduzieren.

Adobe implementiert diesen Standard, um Ihren delegierten Domain-Namen zu schützen und Ihre Zustellbarkeit auf dieser Domain zu optimieren.

Sie haben zwei Möglichkeiten:

  • Soft Fail (Standard): Der Soft Fail ist eine Standardkonfiguration bei Adobe. Dies tritt auf, wenn die sendende IP nicht Teil der DNS-Datensätze für die delegierte Domain ist. In diesem Fall hat der Server, der die Nachricht erhält, Freiraum bezüglich der Sendung der Nachricht und dieser Fehler ist nicht kategorisch für die Ablehnung von E-Mails.
  • Hard Fail: Der Hard Fail ist eine auf Anforderung verfügbare Konfiguration bei Adobe. Dies tritt auf, wenn die sendende IP nicht Teil der DNS-Dokumente für die delegierte Domain ist. In diesem Fall ist der Server, der die Nachricht erhält, gemäß den RFC-Standards dazu verpflichtet, die E-Mail zurückzuweisen. Es ist daher wichtig zu erwähnen, dass eine zu Adobe delegierte Domain mit einer Hard Fail-SPF-Konfiguration nur exklusiv für Sendungen über die Adobe Campaign-Plattform verwendet werden sollte und nichts anderes; unter Umständen werden sonst alle gesendeten E-Mails zurückgewiesen.

Abbruch von Delegationsdiensten

Der CLIENT kann jederzeit eine schriftliche Anforderung stellen, um nicht länger von den Delegationsdiensten zu profitieren und die notwendigen Konfigurationen zum E-Mail-Versand selbst durchzuführen.

Wenn dies der Fall ist, liefert Adobe dem CLIENT eine detaillierte Schätzung der Anzahl an Dienst-Tagen, die nötig ist, um zum nicht-Domain-Delegationsmodus zurückzukehren.

Adobe wird von jeder Haftung für die Verpflichtung der zuvor erwähnten Zustellbarkeitsrate befreit, wenn der Kunde die oben dargelegten Verpflichtungen nicht erfüllt.

Der Abbruch des Experience Cloud-Dienstes führt automatisch zu einem Ende der Delegationen.

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