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Ein Inhaltsfragment erweitert ein Standard-Asset. Weitere Informationen zu Inhaltsfragmenten finden Sie unter:

Architektur

Ein Inhaltsfragment umfasst die folgenden grundlegendenBestandteile:

  • Ein Inhaltsfragment,
  • das ein oder mehrere Inhaltselemente enthält,
  • und eine oder mehrere Inhaltsvarianten aufweisen kann.

Je nach Fragmenttyp werden außerdem Modelle oder Vorlagen verwendet:

Vorsicht:

Es werden derzeit Inhaltsfragmentmodelle zum Erstellen aller Fragmente empfohlen.  

Inhaltsfragmentmodelle werden für alle Beispiele in We.Retail verwendet.

  • Inhaltsfragmentmodelle:

    • werden zum Definieren von Inhaltsfragmenten verwendet, die strukturierte Inhalte enthalten.
    • Inhaltsfragmentmodelle definieren die Struktur eines Inhaltsfragments, wenn dieses erstellt wird.
    • Ein Fragment verweist auf das Modell. Änderungen am Modell können sich daher auf alle abhängigen Fragmente auswirken.
    • Modelle werden anhand von Datentypen erstellt.
    • Funktionen zum Hinzufügen neuer Varianten und dergleichen müssen das Fragment entsprechend aktualisieren.

    Vorsicht:

    Alle Änderungen an einem vorhandenen Inhaltsfragmentmodell können sich auf abhängige Fragmente auswirken. Daher kann es zu verwaisten Eigenschaften in diesen Fragmenten kommen.

  • Inhaltsfragmentvorlagen:

    • werden zum Definieren von einfachen Inhaltsfragmenten verwendet.
    • Vorlagen definieren die (grundlegende, texbasierte) Struktur eines Inhaltsfragments, wenn dieses erstellt wird.
    • Die Vorlage wird beim Erstellen des Fragments zu diesem kopiert. Weitere Änderungen an der Vorlage werden nicht für bereits vorhandene Fragmente übernommen.
    • Funktionen zum Hinzufügen neuer Varianten und dergleichen müssen das Fragment entsprechend aktualisieren.
    • Inhaltsfragmentvorlagen arbeiten anders als die anderen Vorlagen in der AEM-Umgebung (z. B. Seitenvorlagen usw.). Daher sollten sie separat berücksichtigt werden.
    • Wenn der MIME-Typ eines Inhalts auf einer Vorlage basiert, wird er für den jeweiligen Inhalt verwaltet. Folglich kann jedes Element und jede Variante einen anderen MIME-Typ aufweisen.

Integration mit Assets

Die Inhaltsfragmentverwaltung (Content Fragment Management, CFM) ist Teil von AEM Assets:

  • Inhaltsfragmente sind Assets.
  • Sie verwenden vorhandene Assets-Funktionen.
  • Sie sind vollständig mit Assets integriert (Admin-Konsole usw.).

Zuordnen von strukturierten Inhaltsfragmenten zu Assets

fragment-to-assets-structured

Inhaltsfragmente mit strukturierten Inhalten (d. h. basierend auf einem Inhaltsfragmentmodell) werden einem einzelnen Asset zugeordnet:

  • Alle Inhalte werden im Knoten jcr:content/data des Assets gespeichert:
    • Die Elementdaten werden im Master-Unterknoten gespeichert:
      jcr:content/data/master
    • Varianten werden in einem Unterknoten gespeichert, der den Namen der Variante hat:
      z. B. jcr:content/data/myvariation
    • Die Daten der einzelnen Elemente werden im entsprechenden Unterknoten als Eigenschaft mit dem Elementnamen gespeichert:
      Das Inhaltselement text wird beispielsweise mit der Eigenschaft text in jcr:content/data/master gespeichert.
  • Metadaten und verknüpfte Inhalte werden unter jcr:content/metadata
    gespeichert. Eine Ausnahme bilden der Titel und die Beschreibung, die nicht als Metadaten im herkömmlichen Sinne gelten und in jcr:content gespeichert werden.

Zuordnen von einfachen Inhaltsfragmenten zu Assets

chlimage_1

Einfache Inhaltsfragmente (basierend auf Vorlagen) werden einem Composite aus Haupt-Asset und (optionalen) Unter-Assets zugeordnet:

  • Alle nicht inhaltsbezogenen Daten in einem Fragment (wie Titel, Beschreibung, Metadaten, Struktur) werden nur im Haupt-Asset verwaltet.
  • Der Inhalt des ersten Elements eines Fragments wird dem ursprünglichen Ausgabeformat des Haupt-Assets zugeordnet.
    • Die Varianten (falls vorhanden) des ersten Elements werden anderen Ausgabeformaten des Haupt-Assets zugeordnet.
  • Zusätzliche Elemente (falls vorhanden) werden Unter-Assets des Haupt-Assets zugeordnet.
    • Der Hauptinhalt dieser zusätzlichen Elemente wird dem ursprünglichen Ausgabeformat des jeweiligen Unter-Assets zugeordnet.
    • Andere Varianten (falls zutreffend) zusätzlicher Elemente werden anderen Ausgabeformaten der jeweiligen Unter-Assets zugeordnet.

Asset-Speicherort

Wie bei Standard-Assets wird das Inhaltsfragment gespeichert in:

/content/dam

Funktionsintegration

  • Die CFM-Funktion zur Inhaltsfragmentverwaltung basiert auf dem Assets-Kern, sollte jedoch so unabhängig wie möglich sein.
  • CFM stellt eigene Implementierungen für Elemente in der Karten-, Spalten- und Listenansicht bereit. Diese sind mit den Ausgabeformatimplementierungen vorhandener Asset-Inhalte verknüpft.
  • Einige Asset-Komponenten wurden für Inhaltsfragmente erweitert.

Verwenden von Inhaltsfragmenten in Seiten

Vorsicht:

Derzeit wird die Kernkomponente für Inhaltsfragmente dafür empfohlen. Weitere Informationen finden Sie unter Entwickeln von Kernkomponenten.

AEM-Seiten können auf Inhaltsfragmente verweisen, ähnlich wie bei allen anderen Asset-Typen. AEM stellt die Kernkomponente für Inhaltsfragmente bereit, eine Komponente, mit der Sie Inhaltsfragmente in Seiten einfügen können. Sie können die Kernkomponente für Inhaltsfragmente auch erweitern. 

  • Die Komponente verwendet die fragmentPath-Eigenschaft für Verweise auf das tatsächliche Inhaltsfragment. Die fragmentPath-Eigenschaft wird wie ähnliche Eigenschaften anderer Asset-Typen gehandhabt, beispielsweise wenn das Inhaltsfragment zu einem anderen Speicherort verschoben wird.
  • Mit der Komponente können Sie die Variante auswählen, die angezeigt werden soll.
  • Außerdem kann eine Reihe von Absätzen ausgewählt werden, um die Ausgabe zu beschränken, z. B. für die Ausgabe in mehreren Spalten.
  • Die Komponente lässt auch Zwischeninhalte zu:
    • Die Komponente ermöglicht es Ihnen, andere Assets (Bilder usw.) zwischen den Absätzen des Fragments zu platzieren, auf das verwiesen wird.
    • Bei Zwischeninhalten müssen Sie:
      • beachten, dass Verweise möglicherweise instabil sind. Bei der Seitenbearbeitung hinzugefügte Zwischeninhalte haben keine feste Beziehung zu dem Absatz, neben dem sie platziert werden; es wird ein neuer Absatz (im Inhaltsfragment-Editor) eingefügt, bevor der Zwischeninhalt die relative Position verlieren kann.
      • zusätzliche Parameter (wie Varianten und Absatzfilter) berücksichtigen, um falsch-positive Suchergebnisse zu vermeiden.

Hinweis:

Inhaltsfragmentmodell:

Bei Verwendung eines auf einem Inhaltsfragmentmodell basierenden Inhaltsfragments auf einer Seite wird auf das Modell verwiesen. Falls das Modell also zum Zeitpunkt der Seitenveröffentlichung nicht veröffentlicht wurde, wird dies gekennzeichnet und das Modell zu den Ressourcen hinzugefügt, die mit der Seite veröffentlicht werden sollen.

Inhaltsfragmentvorlage:

Bei Verwendung eines auf einer Inhaltsfragmentvorlage basierten Inhaltsfragments auf einer Seite erfolgt kein Verweis, da die Vorlage beim Erstellen des Fragments kopiert wurde.

Konfiguration mit der OSGi-Konsole

Die Back-End-Implementierung von Inhaltsfragmenten ist beispielsweise dafür verantwortlich, Instanzen eines Fragments zu erstellen, das auf einer durchsuchbaren Seiten verwendet wird, oder gemischte Medieninhalte zu verwalten. Diese Implementierung muss wissen, welche Komponenten zum Rendern des Fragments verwendet werden und wie das Rendern parametrisiert wird.

Die erforderlichen Parameter können in der Web-Konsole für das OSGi-Bundle unter DAM Content Fragments Configuration konfiguriert werden.

  • Ressourcentypen
    Eine Liste der sling:resourceTypes kann angegeben werden, um zu definieren, welche Komponenten zum Rendern der Inhaltsfragmente verwendet werden sollen und worauf die Hintergrundverarbeitung angewendet werden soll.
  • Verweiseigenschaften
    Eine Liste der konfigurierbaren Eigenschaften, die angeben, wo der Verweis auf das Fragment für die entsprechende Komponente gespeichert werden soll.

Hinweis:

Eigenschaft und Komponententyp werden nicht direkt zugeordnet.

AEM verwendet einfach die erste Eigenschaft im Absatz. Deshalb sollten Sie die Eigenschaften sorgfältig auswählen.

osgi-config

Es gibt noch einige weitere Richtlinien, die Sie befolgen müssen, um sicherzustellen, dass die Komponente mit der Hintergrundverarbeitung des Inhaltsfragments kompatibel ist:

  • Der Name der Eigenschaft, die das Rendern der Elemente definiert, muss element oder elementNames lauten.
  • Der Name der Eigenschaft, die das Rendern der Variante definiert, muss variation oder variationName lauten.
  • Falls die Ausgabe mehrerer Elemente (durch Verwendung von elementNames zur Angabe mehrerer Elemente) unterstützt wird, wird der tatsächliche Anzeigemodus durch die displayMode-Eigenschaft definiert:
    • Falls der Wert singleText lautet (und nur ein Element konfiguriert ist), wird das Element als Text mit Zwischeninhalt, Layout-Unterstützung usw. gerendert. Dies ist die Standardeinstellung für Fragmente, für die nur ein einzelnes Element gerendert wird.
    • In allen anderen Fällen wird ein weitaus einfacherer Ansatz (eine Art „Formularansicht“) verwendet, bei dem kein Zwischeninhalt unterstützt, sondern das Fragment im Ist-Zustand gerendert wird.
  • Falls das Fragment im displayMode == singleText (implizit oder explizit) gerendert wird, müssen auch folgende zusätzlichen Eigenschaften berücksichtigt werden:
    • paragraphScope definiert, ob alle Absätze oder nur ein Absatzbereich gerendert werden sollen (Werte: all oder range).
    • Falls paragraphScope == range, definiert die paragraphRange-Eigenschaft den Absatzbereich, der gerendert werden soll.

Integration mit anderen Frameworks

Inhaltsfragmente können mit folgenden Frameworks integriert werden:

  • Übersetzungen

    Inhaltsfragmente sind vollständig mit dem AEM-Übersetzungs-Workflow integriert. Auf Architekturebene bedeutet dies:

    • Die einzelnen Übersetzungen eines Inhaltsfragments sind separate Fragmente, z. B.:
      • Sie sind in unterschiedlichen Sprachenstammverzeichnissen gespeichert:
            /content/dam/<path>/en/<to>/<fragment>
        oder
            /content/dam/<path>/de/<to>/<fragment>
      • Sie weisen jedoch denselben relativen Pfad unter dem Sprachenstammverzeichnis auf:
            /content/dam/<path>/en/<to>/<fragment>
        oder
            /content/dam/<path>/de/<to>/<fragment>
    • Außer den regelbasierten Pfaden besteht keinerlei Verbindung zwischen den unterschiedlichen Sprachversionen von Inhaltsfragmenten. Sie werden als zwei separate Fragmente behandelt, obwohl die Benutzeroberfläche Funktionen zum Navigieren zwischen den Sprachvarianten beinhaltet.

    Hinweis:

    Der AEM-Übersetzungs-Workflow arbeitet mit /content:

  • Metadatenschemata

    • Inhaltsfragmente verwenden Metadatenschemata (wieder), die mit Standard-Assets definiert werden können.
    • CFM stellt ein eigenes, spezifisches Schema:
          /libs/dam/content/schemaeditors/forms/contentfragment
      bereit, das bei Bedarf erweitert werden kann.
    • Das entsprechende Schemaformular ist mit dem Fragment-Editor integriert.

Serverseitige API für die Inhaltsfragmentverwaltung

Sie können die serverseitige API für den Zugriff auf Inhaltsfragmente verwenden, siehe:

com.adobe.cq.dam.cfm

Vorsicht:

Es wird dringend empfohlen, die serverseitige API zu verwenden, anstatt direkt auf die Inhaltsstruktur zuzugreifen.

Hauptschnittstellen

Die folgenden drei Schnittstellen können als Einstiegspunkte dienen:

  • Fragmentvorlage (FragmentTemplate)

    Verwenden Sie FragmentTemplate.createFragment() zum Erstellen eines neuen Fragments.

    Resource templateOrModelRsc = resourceResolver.getResource("...");
    FragmentTemplate tpl = templateOrModelRsc.adaptTo(FragmentTemplate.class);
    ContentFragment newFragment = tpl.createFragment(parentRsc, "A fragment name", "A fragment description.");
    

    Diese Schnittstelle steht für:

    • ein Inhaltsfragmentmodell oder eine Inhaltsfragmentvorlage, aus dem bzw. der Sie ein Inhaltsfragment erstellen können,
    • und (nach dem Erstellen) die Strukturdaten des Fragments

    Diese Daten können Folgendes beinhalten:

    • Zugriff auf grundlegende Daten (Titel, Beschreibung)
    • Zugriff auf Vorlagen/Modelle für die Elemente des Fragments:
      • Auflisten von Elementvorlagen
      • Abrufen von Strukturdaten für ein bestimmtes Element
      • Zugriff auf die Elementvorlage (siehe ElementTemplate)
    • Zugriff auf Vorlagen für die Varianten des Fragments:
      • Auflisten von Variantenvorlagen
      • Abrufen von Strukturdaten für eine bestimmte Variante
      • Zugriff auf die Variantenvorlage (siehe VariationTemplate)
    • Abrufen anfänglich zugeordneter Inhalte

    Schnittstellen, die für wichtige Daten stehen:

    • ElementTemplate
      • Abrufen grundlegender Daten (Name, Titel)
      • Abrufen anfänglicher Elementinhalte
    • VariationTemplate
      • Abrufen grundlegender Daten (Name, Titel, Beschreibung)
  • Inhaltsfragment (ContentFragment)

    In dieser Schnittstelle können Sie abstrakt mit einem Inhaltsfragment arbeiten. 

    Vorsicht:

    Es wird dringend empfohlen, über diese Schnittstelle auf ein Fragment zuzugreifen. Das direkte Ändern der Inhaltsstruktur sollte vermieden werden.

    Die Schnittstelle bietet folgende Möglichkeiten:

    • Verwalten grundlegender Daten (z. B. Abrufen von Namen, Abrufen/Festlegen von Titel, Beschreibung)
    • Zugriff auf Metadaten
    • Zugriff auf Elemente:
      • Auflisten von Elementen
      • Abrufen von Elementen nach Name
      • Erstellen neuer Elemente (siehe Einschränkungen)
      • Zugriff auf Elementdaten (siehe ContentElement)
    • Auflisten der für das Fragment definierten Varianten
    • Globales Erstellen neuer Varianten
    • Verwalten zugeordneter Inhalte:
      • Auflisten von Sammlungen
      • Hinzufügen von Sammlungen
      • Entfernen von Sammlungen
    • Zugriff auf das Modell oder die Vorlage des Fragments

    Folgende Schnittstellen stehen für die Hauptelemente eines Fragments:

    • Inhaltselement (ContentElement)
      • Abrufen grundlegender Daten (Name, Titel, Beschreibung)
      • Abrufen/Festlegen von Inhalten
      • Zugriff auf Varianten eines Elements:
        • Auflisten von Varianten
        • Abrufen von Varianten nach Name
        • Erstellen neuer Varianten (siehe Einschränkungen)
        • Entfernen von Varianten (siehe Einschränkungen)
        • Zugriff auf Variantendaten (siehe ContentVariation)
      • Tastaturbefehl zum Auflösen von Varianten (Anwenden zusätzlicher implementierungsspezifischer Ausweich-Logik, falls die angegebene Variante für ein Element nicht verfügbar ist)
    • Inhaltsvariante (ContentVariation)
      • Abrufen grundlegender Daten (Name, Titel, Beschreibung)
      • Abrufen/Festlegen von Inhalten
      • Einfache Synchronisierung basierend auf den zuletzt geänderten Informationen

    Alle drei Schnittstellen (ContentFragment, ContentElement und ContentVariation) erweitern die versionierbare Schnittstelle durch zusätzliche, für Inhaltsfragmente erforderliche Versionierungsfunktionen:

    • Erstellen neuer Versionen des Elements
    • Auflisten der Versionen des Elements
    • Abrufen des Inhalts einer spezifischen Version des versionierten Elements

Anpassen mit adaptTo ()

Folgendes kann angepasst werden:

  • ContentFragment kann angepasst werden an:

    • Resource – die zugrunde liegende Sling-Ressource. Beachten Sie, dass beim direkten Aktualisieren der zugrunde liegenden Ressource das ContentFragment-Objekt neu erstellt werden muss.
    • Asset – die DAM-Asset-Abstrahierung, die für das Inhaltsfragment steht. Beachten Sie, dass beim direkten Aktualisieren des Assets das ContentFragment-Objekt neu erstellt werden muss.
  • ContentElement kann angepasst werden an:

    • ElementTemplate – für den Zugriff auf die Strukturdaten des Elements.
  • FragmentTemplate kann angepasst werden an:

    • Resource – die Ressource, die das Modell, auf das verwiesen wird, oder die ursprüngliche Vorlage, die kopiert wurde, bestimmt.
      • An der Ressource vorgenommene Änderungen werden nicht automatisch für FragmentTemplate übernommen.
  • Die Ressource kann angepasst werden an:

    • ContentFragment
    • FragmentTemplate

Einschränkungen

Bitte beachten Sie Folgendes:

  • Die API wird implementiert, um die von der Benutzeroberfläche unterstützte Funktionalität bereitzustellen.
  • Die gesamte API ist so konzipiert, dass Änderungen nicht automatisch persistent gespeichert werden (es sei denn, dies ist anders in der Java-Dokumentation der API angegeben). Daher müssen Sie immer den Ressourcenkonfliktlöser der entsprechenden Anfrage (oder den tatsächlich verwendeten Konfliktlöser) festlegen.
  • Aufgaben, für die möglicherweise zusätzliche Arbeitsschritte erforderlich sind:
    • Beim Erstellen/Entfernen neuer Elemente wird die Datenstruktur einfacher Fragmente (basierend auf einer Fragmentvorlage) nicht aktualisiert.
    • Beim Erstellen neuer Varianten auf Basis von ContentElement wird die Datenstruktur nicht aktualisiert (beim globalen Erstellen auf Basis von ContentFragment wird sie jedoch aktualisiert).
    • Beim Entfernen vorhandener Varianten wird die Datenstruktur nicht aktualisiert.

Clientseitige API für die Inhaltsfragmentverwaltung

Vorsicht:

Bei AEM 6.4 ist die clientseitige API intern.

Falls Sie AEM 6.4 im abwärtskompatiblen Modus verwenden, finden Sie Informationen dazu in der Dokumentation zu AEM 6.3.

Zusätzliche Informationen

Beachten Sie Folgendes

  • filter.xml

    filter.xml für die Inhaltsfragmentverwaltung ist so konfiguriert, das es sich nicht mit dem Hauptinhaltspaket für Assets überschneidet.

Bearbeitungssitzungen

Eine Bearbeitungssitzung wird gestartet, wenn der Benutzer ein Inhaltsfragment in einer der Editor-Seiten öffnet.  Die Bearbeitungssitzung ist beendet, wenn der Benutzer den Editor durch Auswählen von Speichern oder Abbrechen verlässt.

Voraussetzungen

Für das Steuern einer Bearbeitungssitzung gelten folgende Voraussetzungen:

  • Das Bearbeiten eines Inhaltsfragments, das mehrere Ansichten (d. h. HTML-Seiten) umspannen kann, sollte atomisch sein.
  • Das Bearbeiten sollte außerdem transaktional sein. Am Ende der Bearbeitungssitzung müssen die Änderungen entweder übergeben (gespeichert) oder zurückgesetzt (abgebrochen) werden.
  • Grenzfälle müssen richtig gehandhabt werden, z. B. wenn ein Benutzer eine Seite durch manuelle Eingabe einer URL oder globale Navigation verlässt.
  • Eine regelmäßige automatische Speicherung (alle x Minuten) sollte verfügbar sein, um den Verlust von Daten zu vermeiden.
  • Falls ein Inhaltsfragment von zwei Benutzern gleichzeitig bearbeitet wird, sollten diese die jeweiligen Änderungen nicht gegenseitig überschreiben.

Prozesse

Folgende Prozesse sind involviert:

  • Starten einer Sitzung
    • Eine neue Version des Inhaltsfragments wird erstellt.
    • Das automatische Speichern wird gestartet.
    • Cookies werden festgelegt. Diese definieren das derzeit bearbeitete Fragment und den Status „offene Bearbeitungssitzung“.
  • Beenden einer Sitzung
    • Das automatische Speichern wird beendet.
    • Beim Speichern:
      • Die Daten zur letzten Änderung werden aktualisiert.
      • Cookies werden entfernt.
    • Beim Zurücksetzen:
      • Die Version des Inhaltsfragments, die beim Start der Sitzung erstellt wurde, wird wiederhergestellt.
      • Cookies werden entfernt.
  • Bearbeiten
    • Alle Änderungen (die automatische Speicherung eingeschlossen) werden am aktiven Inhaltsfragment vorgenommen, nicht in einem separaten, geschützten Bereich.
    • Daher werden diese Änderungen sofort auf den AEM-Seiten übernommen, die auf das entsprechende Inhaltsfragment verweisen.

Aktionen

Folgende Aktionen sind möglich:

  • Aufrufen einer Seite
    • Überprüfen Sie, ob bereits eine Bearbeitungssitzung läuft, indem Sie das entsprechende Cookie überprüfen.
      • Falls ja, überprüfen Sie, ob die Bearbeitungssitzung für das derzeit bearbeitete Inhaltsfragment gestartet wurde.
        • Falls ja, stellen Sie die Sitzung wieder her.
        • Falls nicht, versuchen Sie, die Bearbeitung des zuvor bearbeiteten Inhaltsfragments abzubrechen und entfernen Sie die Cookies (anschließend ist keine Bearbeitungssitzung mehr aktiv).
      • Falls keine Bearbeitungssitzung vorhanden ist, warten Sie, bis der Benutzer die erste Änderung vorgenommen hat (siehe unten).
    • Überprüfen Sie, ob bereits eine Seite auf das Inhaltsfragment verweist, und zeigen Sie die Daten an, falls zutreffend.
  • Ändern von Inhalten
    • Jedes Mal, wenn ein Benutzer Inhalte ändert und keine Bearbeitungssitzung vorhanden ist, wird eine Bearbeitungssitzung erstellt (siehe Starten einer Sitzung).
  • Verlassen einer Seite
    • Falls eine Bearbeitungssitzung vorhanden ist und die Änderungen nicht persistent gespeichert wurden, wird ein Modal-Bestätigungsdialogfeld angezeigt, um den Benutzer über potenziell verloren gegangene Daten zu benachrichtigen und ihm zu ermöglichen, auf der Seite zu bleiben.  

Beispiele

Beispiel: Zugreifen auf ein vorhandenes Inhaltsfragment

Dazu können Sie die Ressource, die für die API steht, wie folgt anpassen:

com.adobe.cq.dam.cfm.ContentFragment

Beispiel:

// first, get the resource
Resource fragmentResource = resourceResolver.getResource("/content/dam/fragments/my-fragment");
// then adapt it
if (fragmentResource != null) {
    ContentFragment fragment = fragmentResource.adaptTo(ContentFragment.class);
    // the resource is now accessible through the API
} 

Beispiel: Erstellen eines neuen Inhaltsfragments

Um ein neues Inhaltsfragment zu programmieren, verwenden Sie:

com.adobe.cq.dam.cfm.ContentFragmentManager#create

Beispiel:

Resource templateOrModelRsc = resourceResolver.getResource("...");
FragmentTemplate tpl = templateOrModelRsc.adaptTo(FragmentTemplate.class);
ContentFragment newFragment = tpl.createFragment(parentRsc, "A fragment name", "A fragment description.");

Beispiel: Angeben des Intervalls für das automatische Speichern

Das Intervall für das automatische Speichern (gemessen in Sekunden) kann mit dem Konfigurations-Manager (ConfMgr) definiert werden:

  • Knoten: <conf-root>/settings/dam/cfm/jcr:content
  • Name der Eigenschaft: autoSaveInterval
  • Typ: Long
  • Standard: 600 (10 Minuten); wird definiert in /libs/settings/dam/cfm/jcr:content

Wenn Sie ein Intervall von 5 Minuten für das automatische Speichern festlegen möchten, müssen Sie die Eigenschaft auf dem Knoten definieren. Beispiel:

  • Knoten: /conf/global/settings/dam/cfm/jcr:content
  • Name der Eigenschaft: autoSaveInterval
  • Typ: Long
  • Wert: 300 (5 Minuten entsprechen 300 Sekunden)

Inhaltsfragmentvorlagen

Ausführliche Informationen finden Sie unter Inhaltsfragmentvorlagen.

Komponenten für die Seitenbearbeitung

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