Die Basisobjekte, die in After Effects manipuliert werden, sind zweidimensionale Ebenen (2D). Wenn Sie eine Ebene als 3D-Ebene einrichten, bleibt die Ebene selbst flach, gewinnt jedoch zusätzliche Eigenschaften: „Position“ (z), „Ankerpunkt“ (z), „Skalierung“ (z), „Ausrichtung“, „X-Drehung“, „Y-Drehung“, „Z-Drehung“ und „Materialoptionen“. Mit den Eigenschaften „Materialoptionen“ wird angegeben, wie die Ebene mit Licht und Schatten interagiert. Nur 3D-Ebenen interagieren mit Schatten, Lichtern und Kameras.

2D-Ebenen (links) und Ebenen mit 3D-Eigenschaften (rechts)
Jede Ebene kann zu einer 3D-Ebene werden, mit Ausnahme einer reinen Audioebene. Einzelne Zeichen innerhalb von Ebenen können 3D-Unterebenen sein, jede mit ihren eigenen 3D-Eigenschaften. Eine Textebene, für die „Zeichenweise 3D aktivieren/deaktivieren“ ausgewählt ist, verhält sich wie eine Vorkomposition, die für jedes Zeichen eine 3D-Ebene enthält. Alle Kamera- und Lichtebenen haben 3D-Eigenschaften.
Standardmäßig befinden sich alle Ebenen auf einer Tiefe (Position der z-Achse) von 0. In After Effects befindet sich der Ursprung des Koordinatensystems in der linken oberen Ecke; x (Breite) nimmt von links nach rechts zu, y (Höhe) nimmt von oben nach unten zu, und z (Tiefe) nimmt von der Nähe in die Ferne zu. In einigen Video- und 3D-Anwendungen wird ein Koordinatensystem verwendet, das um 180 Grad um die x-Achse gedreht ist. In diesen Systemen nimmt y von unten nach oben und z von der Ferne in die Nähe zu.
Sie können eine 3D-Ebene relativ zum Koordinatenraum der Komposition, zum Koordinatenraum der Eben oder zum einen angepassten Raum durch Auswahl einer Achse transformieren.
Sie können 3D-Ebenen Effekte und Masken hinzufügen, 3D-Ebenen mit 2D-Ebenen kombinieren und Kamera- sowie Lichtebenen erstellen und animieren, um 3D-Ebenen aus jedem Winkel anzuzeigen bzw. zu beleuchten. Beim Rendern für die Endausgabe werden 3D-Ebenen aus der Perspektive der aktiven Kamera gerendert. (Siehe Erstellen einer Kameraebene und Ändern von Kameraeinstellungen.)
Alle Effekte sind in 2D, einschließlich der Effekte, die 3D-Verzerrungen simulieren. Wenn Sie beispielsweise eine Ebene mit Wölbungseffekt von der Seite betrachten, ist keine Ausbuchtung zu sehen.
Wie bei allen Masken befinden sich Maskenkoordinaten in einer 3D-Ebene im 2D-Koordinatenraum der Ebene.
Hinweis:
After Effects 7.0 und frühere Programmversionen enthielten mit „Standard 3D“ ein Plug-in für das Rendern. Dieses Plug-in ist in After Effects CS3 oder späteren Versionen nicht enthalten. After Effects 6.0 und darauf folgende Programmversionen verfügen über das Plug-in „Advanced 3D“ als Standard-Plug-in zum Rendern von 3D-Ebenen. Beim Öffnen eines Projekts, das mit dem Render-Plug-in „Standard 3D“ erstellt wurde, wird das Projekt so konvertiert, dass das Render-Plug-in „Advanced 3D“ verwendet werden kann. Plug-ins anderer Hersteller können Sie im Dialogfeld „Kompositionseinstellungen“ im Abschnitt „Erweitert“ auswählen.
Alan Shisko demonstriert auf seiner Website in einem detaillierten Video-Lehrgang, wie Sie aus 3D-Ebenen eine komplexe 3D-Umgebung beginnend mit zwei einfachen 2D-Objekten erstellen.
Chris und Trish Meyer stellen auf http://www.crishdesign.com/books/Creating-Motion-Graphics/CMG5/CMG5_16_ParallelWorlds_excerpt.pdfIhrer WebsiteCreating Motion Graphics with After Effects (5. Auflage mit einer Zusammenstellung der verschiedenen in After Effects verwendeten 3D-Ebenen und 3D-Objekte zur Verfügung.
Trish und Chris Meyer bieten in einem PDF-Auszug ihres Buches After Effects Apprentice (After Effects-Ausbildung) auf der Focal Press-Website einen Lehrgang zur Verwendung von 3D-Ebenen, Lichtern und Kameras an.
Chris und Trish Meyer stellen auf der Artbeats-Website eine Schulung zur Erstellung von 3D-Reflektionen zur Verfügung.
Chris und Trish Meyer stellen eine Demonstration des Imports und der Verwendung extrudierter 3D-Objekte (einschließlich solcher, die mit der Funktion „Repoussé“ erstellt wurden) aus Photoshop zur Verfügung. Siehe „Repoussé in After Effects CS5“ auf der Lynda.com-Website. (Siehe Verwenden von 3D-Objektebenen aus Photoshop.)
Paul Tuersley stellt im AE Enhancers-Forum Skripte zur Verfügung, mit denen sich eine Komposition auf der Basis einer aus Ebenen bestehenden Photoshop-Datei in einen Satz von 3D-Ebenen konvertieren lässt.
Andrew Kramer bietet auf seiner Video Copilot-Website einen Video-Lehrgang an, in dem er die Erstellung von 3D-Reflexionen demonstriert.
Andrew Kramer bietet auf seiner Video Copilot-Website einen Video-Lehrgang an, in dem er die Erstellung eines 3D-Raums und die Verwendung einer animierten Kamera und Licht demonstriert.
Sie können aus dem AE Enhancers-Forum ein Beispielprojekt herunterladen, das verdeutlicht, wie Sie mehrere 3D-Ebenen in einer gewölbten Form anordnen, die Ebenen mit einer Null-Ebene steuern und sie beleuchten können.
Verschiedene Plug-ins können zur Bearbeitung, Verkrümmung und Extrudierung von 3D-Formen in After Effects verwendet werden. Rich Young bietet in seinem AE Portal-BlogInformationen zu zwei Produkten dieser Art, Zaxwerks 3D Warps und Zaxwerks Invigorator PRO.
Rob Schofield bietet einen benutzerdefinierten Effekt (ein Animationsvorgabenpaket aus mehreren Teilen) auf der AETUTS+-Website, mit dem 3D-Ebenen verteilt und animiert werden. Dieser benutzerdefinierte Effekt lässt sich besonders gut für Animationen einsetzen, bei denen viele 3D-Ebenen verteilt oder konvergiert werden. In dem Video-Lehrgang zu dem benutzerdefinierten Effekt beschreibt Rob die Installation benutzerdefinierter Effekte.
Wenn Sie eine Ebene in 3D konvertieren, wird deren Eigenschaften „Position“, „Ankerpunkt“ und „Skalierung“ ein Wert für die Tiefe (z) hinzugefügt und die Ebene gewinnt die Eigenschaften „Ausrichtung“, „Y-Drehung“, „X-Drehung“ und „Materialoptionen“ hinzu. Die einzelne Eigenschaft „Drehung“ wird in „Z-Drehung“ umbenannt.
Wenn Sie eine 3D-Ebene wieder in 2D konvertieren, werden die Eigenschaften „Y-Drehung“, „X-Drehung“, „Ausrichtung“ und „Materialoptionen“ entfernt, einschließlich aller Werte, Keyframes und Expressions. (Diese Werte können nicht durch erneutes Konvertieren der Ebene in eine 3D-Ebene wiederhergestellt werden.) Die Eigenschaften „Ankerpunkt“, „Position“ und „Skalierung“ bleiben erhalten, zusammen mit ihren Keyframes und Expressions, doch deren z-Werte werden ausgeblendet und ignoriert.
- Um 3D-Achsen, Kamera- und Lichtdrahtgittersymbole, Ebenengriffpunkte und den Interessenbereich ein- bzw. auszublenden, wählen Sie „Ansicht“ > „Ebeneneinstellungen einblenden“.
Wenn die Achse, die Sie manipulieren möchten, schwer zu sehen ist, versuchen Sie es mit einer anderen Einstellung im Menü „Ansichtenlayout auswählen“ am unteren Rand des Kompositionsfensters.
- Um einen Satz dauerhafter 3D-Referenzachsen ein- bzw. auszublenden, klicken Sie am unteren Rand des Kompositionsfensters auf die Schaltfläche „Optionen für Raster und Hilfslinien“
und wählen Sie dann „3D-Referenzachsen“.
Chris und Trish Meyer bieten auf der ProVideo Coalition-Website einen Video-Lehrgang an, der die Verwendung der Ebeneneinstellungen für die 3D-Achse demonstriert.
- Wählen Sie im Kompositionsfenster das Auswahl-Werkzeug
, um die Pfeilspitze der Ebeneneinstellung der 3D-Achse entsprechend der Achse zu ziehen, entlang der Sie die Ebene verschieben möchten. Ziehen Sie bei gedrückter Umschalttaste, um die Ebene schneller zu verschieben.
Drücken Sie „P“, um „Position“ anzuzeigen.
- Wählen Sie im Kompositionsfenster das Auswahl-Werkzeug
Chris und Trish Meyer bieten auf der ProVideo Coalition-Website einen Video-Lehrgang an, der die Verwendung der Ebeneneinstellungen für die 3D-Achse demonstriert.
Sie können eine 3D-Ebene umdrehen, indem Sie entweder ihre Ausrichtungs- oder ihre Drehungswerte ändern. In beiden Fällen wird die Ebene um ihren Ankerpunkt gedreht. Die Eigenschaften „Ausrichtung“ und „Drehung“ unterscheiden sich darin, wie die Ebene sich bewegt, wenn Sie diese Eigenschaften animieren.
Wenn Sie die Eigenschaft „Ausrichtung“ einer 3D-Ebene animieren, wird die Ebene so direkt wie möglich gedreht, um die gewünschte Ausrichtung zu erreichen. Wenn Sie eine der Eigenschaften „x-Drehung“, „y-Drehung“ oder „z-Drehung“ ändern, dreht sich die Ebene gemäß den einzelnen Eigenschaftswerten entlang den jeweiligen Achsen. Anders ausgedrückt geben die Werte für die Ausrichtung ein Winkelziel an, wohingegen Werte für die Drehung eine Winkelroute angeben. Animieren Sie die Drehungseigenschaften, damit eine Ebene sich mehrmals dreht.
Das Animieren der Eigenschaft „Ausrichtung“ eignet sich oft besser für eine natürliche, glatte Bewegung, wohingegen das Animieren der Drehungseigenschaften eine genauere Kontrolle ermöglicht.
- Ziehen Sie die Pfeilspitze der Ebeneneinstellung der 3D-Achse entsprechend der Achse, um die Sie die Ebene drehen möchten.
- Ziehen Sie einen Ebenengriffpunkt. Wenn Sie an einem Eckgriffpunkt ziehen, wird die Ebene um die z-Achse gedreht; wenn Sie den linken oder rechten mittleren Griffpunkt ziehen, dreht sich die Ebene um die y-Achse; wenn Sie den oberen oder unteren mittleren Griffpunkt ziehen, dreht sich die Ebene um die x-Achse.
Ziehen Sie bei gedrückter Umschalttaste, um die Manipulation auf Inkremente von 45 Grad zu beschränken.
Donat Van Bellinghen stellt im AE Enhancers-Forum einige Expressions bereit, mit denen sich eine 3D-Ebene in einer durch drei Punkte definierten Ebene platzieren und ausrichten lässt.
Chris und Trish Meyer bieten auf der ProVideo Coalition-Website einen Video-Lehrgang an, der die Verwendung der Ebeneneinstellungen für die 3D-Achse demonstriert.
Mit den Achsenmodi können Sie die Achsen festlegen, für die eine 3D-Ebene transformiert wird. Wählen Sie im Werkzeugfenster einen Modus.
Weltachsenmodus
Richtet die Achsen an den absoluten Koordinaten der Komposition aus. Die Achsen stellen dabei den dreidimensionalen Raum immer in Relation zur dreidimensionalen Welt dar, unabhängig davon, welche Drehungen Sie auf eine Ebene angewendet haben.
Sichtachsenmodus
Richtet die Achsen an der von Ihnen ausgewählten Ansicht aus. Angenommen, eine Ebene wurde gedreht und als Ansicht eine eigene Ansicht festgelegt. Alle Transformationen, die an dieser Ebene im Sichtachsenmodus vorgenommen werden, erfolgen an den Achsen, die der Richtung entsprechen, aus der Sie auf die Ebene blicken.
Hinweis:
Die Kamerawerkzeuge bewirken stets Anpassungen entlang den lokalen Achsen der Ansicht. Die Wirkung der Kamerawerkzeuge wird also nicht von den jeweiligen Achsenmodi beeinflusst.
Angie Taylor erklärt in diesem Lehrgang 3D-Achsenmodi.
Die Positionen bestimmter Arten von Ebenen in der Stapelreihenfolge der Ebenen im Zeitleistenfenster verhindern, dass Gruppen von 3D-Ebenen zusammen verarbeitet werden, um Schnittpunkte und Schatten zu ermitteln.
Ein von einer 3D-Ebene geworfener Schatten wirkt sich nicht auf eine 2D-Ebene oder auf eine andere Ebene aus, die sich in der Stapelreihenfolge der Ebenen auf der anderen Seite der 2D-Ebene befindet. Ebenso überschneidet sich eine 3D-Ebene nicht mit einer 2D-Ebene oder einer anderen Ebene, die sich in der Stapelreihenfolge der Ebenen auf der anderen Seite der 2D-Ebene befindet. Lichter sind von dieser Beschränkung nicht betroffen.

Überschneidende 3D-Ebenen (links) und 3D-Ebenen, bei denen eine Überschneidung durch eine 2D-Ebene verhindert wird (rechts)
Ebenso wie 2D-Ebenen verhindern auch andere Ebenentypen, dass 3D-Ebenen zu beiden Seiten sich überschneiden oder Schatten aufeinander werfen.
Eine Einstellungsebene
Eine 3D-Ebene mit angewendetem Ebenenstil
Eine 3D-Unterkompositionsebene, auf die ein Effekt, eine geschlossene Maske (mit einem anderen Maskenmodus als „Ohne“) oder eine bewegte Maske angewendet wurde.
Eine 3D-Unterkompositionsebene ohne gefaltete Transformationen
Eine Unterkomposition mit gefalteten Transformationen (Schalter „Transformationen falten“
ist aktiviert) hat keinerlei Auswirkungen auf die Interaktion von 3D-Ebenen zu beiden Seiten, sofern es sich bei allen Ebenen in der Unterkomposition ebenfalls um 3D-Ebenen handelt. Durch das Falten der Transformationen werden die 3D-Eigenschaften der Ebenen angezeigt, aus denen die Unterkomposition besteht. In diesem Fall können die einzelnen 3D-Ebenen durch das Falten der Transformationen individuell in der Hauptkomposition kombiniert werden, anstatt eine einzelne 2D-Kombination für die Unterkompositionsebene zu erstellen und diese in der Hauptkomposition zu kombinieren. Durch diese Einstellung verlieren Sie jedoch die Möglichkeit, bestimmte Ebeneneinstellungen für die Vorkomposition als Ganzes anzugeben, wie Füllmethode, Qualität und Bewegungsunschärfe.
Effekte, die auf diese Ebene angewendet werden, wirken sich nicht auf Schatten aus, die von optimierten 3D-Ebenen (einschließlich Textebenen) geworfen werden. Wenn sich der Effekt doch auf den Schatten auswirken soll, erstellen Sie eine Unterkomposition der Ebene mit dem Effekt.
Um sicherzustellen, dass der Schatten in einer 3D-Ebene mit einer bewegten Maske an der gewünschten Stelle bleibt, erstellen Sie eine Vorkomposition der 3D-Ebene und der bewegten Maske zusammen, aber lassen Sie Transformationen erweitert. Wenden Sie anschließend den Schatten auf die Vorkomposition an.
Effekte auf kontinuierlich gerasterten Vektor-Ebenen mit 3D-Eigenschaften werden in 2D gerendert und dann auf die 3D-Ebene projiziert. Beim Rendern mit OpenGL wird diese Art der Projektion nicht unterstützt; die Ergebnisse können sich also unterscheiden. Diese Projektion tritt bei Kompositionen mit gefalteten Transformationen nicht auf.
Hinweis:
Live Photoshop 3D wird in After Effects CS 6 nicht mehr unterstützt. Der Befehl „In Live Photoshop 3D konvertieren“ im Menü und Kontextmenü „Ebene“ wurde ebenfalls entfernt. Vorhandene Projekte, die konvertiert wurden, werden mit einem fehlenden Effekt angezeigt.
Einen Video-Lehrgang zur Verwendung von 3D-Objektebenen aus Photoshop in After Effects finden Sie auf der Adobe-Website.
Chris und Trish Meyer stellen eine Demonstration des Imports und der Verwendung extrudierter 3D-Objekte (einschließlich solcher, die mit der Funktion „Repoussé“ erstellt wurden) aus Photoshop zur Verfügung. Siehe „Repoussé in After Effects CS5“ auf der Lynda.com-Website.
In Adobe Photoshop Extended können 3D-Modelle (bzw. 3D-Objekte) verschiedener gängiger Formate importiert und bearbeitet werden:
.3ds (3ds Max)
.dae (Digital Asset Exchange, COLLADA)
.kmz (komprimiertes Keyhole Markup Language-Format, Google Earth)
.obj (verbreitetes 3D-Objekt-Format)
.u3d (Universal 3D)
In Photoshop ist auch das Erstellen von 3D-Objekten mit einfachen, elementaren Formen möglich.
Photoshop platziert jedes 3D-Objekt auf einer separaten Ebene. Mit den 3D-Werkzeugen von Photoshop können Sie 3D-Modelle transformieren (verschieben und skalieren), die Beleuchtung ändern, Kamerawinkel und -positionen umstellen und einen anderen Rendermodus festlegen (beispielsweise ausgehend vom Modus „Durchgehend“ zum Modus „Drahtgitter“ umschalten). Sie haben mit Photoshop auch die Möglichkeit, Strukturen für ein 3D-Objekt zu verändern, zu bemalen und zu ersetzen.
Die 3D-Objektebenen in PSD-Dateien aus Photoshop können nach After Effects übertragen und dann für Kompositionen und Animationen verwendet werden.
Wenn Sie eine PSD-Datei, die eine 3D-Objektebene enthält, als Komposition in After Effects importieren, kann die Ebene bei Bedarf in eine Live Photoshop 3D-Ebene umgewandet werden. Wenn Sie die Option „Live Photoshop 3D“ beim Importieren der Datei nicht wählen, können Sie die Ebene durch Auswahl von „Ebene“ > „In Live Photoshop 3D konvertieren“ in eine Live Photoshop 3D-Ebene in After Effects konvertieren. Wenn eine Ebene eine Live Photoshop 3D-Ebene ist, enthält sie eine Instanz des Effekts „Live Photoshop 3D“. Der Effekt „Live Photoshop 3D“ auf einer Ebene rendert das 3D-Objekt gemäß der aktiven Kamera in der After Effects-Komposition. Die Funktionsweise des Effekts „Live Photoshop 3D“ entspricht der von anderen Effekten mit einem Attribut „Kompositionskamera“. (Siehe Effekte mit dem Attribut „Kompositionskamera“.)
Beim Importieren einer Live Photoshop 3D-Ebene erstellt After Effects eine Kamera, die der in Photoshop verwendeten Kamera entspricht. Die in After Effects erstellte Kamera ist nicht animiert, selbst wenn die Kamera für das 3D-Objekt in Photoshop animiert ist.
In Photoshop kann ein 3D-Objekt samt der zugehörigen Kamera animiert sein. Wenn After Effects die Animation des 3D-Objekts bzw. der Kamera aus der PSD-Datei verwenden soll, wählen Sie im Effektfenster bei den Eigenschaften für den Effekt „Live Photoshop 3D“ der entsprechenden Ebene die Option „Transformieren aus Photoshop verwenden“ bzw. „Photoshop-Kamera verwenden“. In der Regel lassen sich Animationen und Kamerabewegungen in After Effects flexibler und einfacher erstellen.
Die Live Photoshop 3D-Ebene in After Effects enthält mehrere Expressions, mit denen die Ebene an eine ungültige Ebene angehängt werden kann. Verwenden Sie zum Bearbeiten der Live Photoshop 3D-Ebene die ungültige Ebene, statt die Transformieren-Eigenschaften der Live Photoshop 3D-Ebene direkt zu verändern.
Ausgewählte Ebenen können so verschoben werden, dass ihre Ankerpunkte sich in der Mitte der aktuellen Ansicht befinden. Wählen Sie dazu „Ebene“ > „Transformieren“ > „An Anzeigemittelpunkt ausrichten“. Dieser Befehl ist besonders nützlich, wenn eine 3D-Objektebene an die richtige Stelle einer Szene gebracht werden soll.
Sie können die Renderzeit für Vorschauen des 3D-Objekts verkürzen, indem Sie als Bildqualitätseinstellung für die Ebene „Entwurf“ festlegen. Mit dieser Einstellung erstellt die in After Effects integrierte Photoshop-Rendering-Engine ein einfacheres gerendertes Bild aus dem 3D-Modell. (Siehe Ebenenschalter und -spalten im Zeitleistenfenster.)
Um auf den Strukturen des 3D-Objekts zu malen, seine Materialoptionen oder Beleuchtung zu ändern oder das 3D-Objekt selbst zu bearbeiten, müssen Sie zu Photoshop zurückkehren. Die praktischste Möglichkeit zum Bearbeiten der ursprünglichen PSD-Datei: Öffnen Sie die Datei in Photoshop, indem Sie in After Effects den Befehl „Datei extern bearbeiten“ wählen. (Siehe Bearbeiten von Footage in der Originalanwendung.)
Hinweis:
Zum Bearbeiten des 3D-Modells selbst müssen Sie ein 3D-Authoring-Programm verwenden, nicht Photoshop oder After Effects.
Lutz Albrecht gibt auf seinem Blog Tipps für die Arbeit mit 3D-Objektebenen in Photoshop.
