Umwandeln von Sample-Typen

Zuletzt aktualisiert am 16. Dezember 2021

Erfahre, wie du Sample-Arten in Adobe Audition konvertierst, um die Bittiefe zu ändern und die Audioqualität für verschiedene Workflows zu optimieren.

Mit dem Befehl Abtastrate interpretieren im Wellenform-Editor können Sie überprüfen, wie eine Audiodatei bei einer anderen Abtastrate klingt. Dieser Befehl hilft dir dabei, Dateien mit falschen Raten in ihren Datei-Headern zu identifizieren.Um die Abtastrate anschließend dauerhaft umzuwandeln, wählen Sie Bearbeiten > Sample-Typ umwandeln.

Wählen Sie im Wellenform-Editor die Option Bearbeiten > Abtastrate interpretieren.

Geben Sie eine Abtastrate in das Textfeld ein oder wählen Sie eine der Standard-Abtastraten in der Liste.
Anmerkung

Obwohl Sie in Audition mit Abtastraten zwischen 6000 und 192.000 Hz arbeiten können, unterstützt Ihre Soundkarte möglicherweise nicht alle davon ordnungsgemäß.Die unterstützten Abtastraten entnehmen Sie bitte der Dokumentation der Karte.

Ändern der Abtastrate einer Datei

Die Abtastrate einer Datei bestimmt den Frequenzbereich einer Wellenform. Beachten Sie beim Umwandeln der Abtastrate, dass die meisten Soundkarten nur bestimmte Abtastraten unterstützen.

Wählen Sie im Wellenform-Editor die Option Bearbeiten > Sample-Typ umwandeln.

Anmerkung

Um schnell das Dialogfeld Sample-Typ umwandeln aufzurufen, doppelklicken Sie auf den Abschnitt Sample-Typ in der Statusleiste

Wählen Sie eine Abtastrate aus der Liste oder geben Sie eine benutzerdefinierte Abtastrate in das Textfeld ein.

Ziehen Sie im Bereich Erweitert den Schieberegler Qualität, um die Qualität der Umwandlung anzupassen.

Bei höheren Werten bleiben mehr hohe Frequenzen erhalten, allerdings dauert die Verarbeitung länger. Niedrigere Werte erfordern weniger Verarbeitungszeit, verringern aber den Anteil hoher Frequenzen.

Anmerkung

Nutzen Sie höhere Qualitätswerte für das Downsampling hoher in niedrigere Abtastraten. Beim Upsampling wirken sich höhere Werte kaum aus.

Wählen Sie für optimale Ergebnisse die Option Pre/Post-Filter, um Störungen durch Signalverkennungen zu verhindern.

Umwandeln einer Wellenform zwischen Surround, Stereo und Mono

Der Befehl „Sample-Typ umwandeln“ bietet die schnellste Methode, die Anzahl der Kanäle einer Wellenform umzuwandeln.

Wählen Sie im Wellenform-Editor die Option Bearbeiten > Sample-Typ umwandeln.

Wählen Sie im Menü Kanäle die Option Mono, Stereo oder 5.1 aus.

Geben Sie im Bereich Erweitert Prozentwerte für Mischung links und Mischung rechts:

  • Wenn Sie Mono in Stereo umwandeln, können Sie in den Feldern Mischung links und Mischung rechts die relative Amplitude angeben, mit der das Monosignal in die beiden Kanäle des neuen Stereosignals eingefügt werden soll.Sie können die Monoquelle beispielsweise nur in den linken oder nur in den rechten Kanal bzw. an jedem Punkt dazwischen einfügen.

  • Wenn Sie von Stereo in Mono umwandeln, können Sie in den Feldern Mischung links und Mischung rechts angeben, welcher Anteil des jeweiligen Kanals Eingang in die anschließende Monowellenform finden soll. Bei der gängigsten Mischmethode werden jeweils 50 % der beiden Kanäle verwendet.

Ändern der Bit-Tiefe einer Datei

Die Bit-Tiefe einer Datei bestimmt die Dynamik eines Audiosignals. Audition unterstützt eine Tiefe bis zu 32 Bit. Sie können die Bittiefe einer Datei erhöhen, um die Dynamik zu verbessern. Bei geringerer Bittiefe sind dagegen die Dateien kleiner.

Anmerkung

Einige Anwendungen und Media-Player benötigen Bit-Tiefen von 16 Bit oder niedriger.

Wählen Sie im Wellenform-Editor die Option Bearbeiten > Sample-Typ umwandeln.

Wählen Sie im Menü Bit-Tiefe einen Wert aus oder geben Sie eine benutzerdefinierte Bit-Tiefe in das Textfeld ein.

Legen Sie im Bereich Erweitert folgende Optionen fest:

Dithering

Aktiviert bzw. deaktiviert das Dithering beim Umwandeln in niedrigere Bittiefen. Wenn Dithering deaktiviert ist, wird die Bittiefe abrupt abgeschnitten, so dass in leisen Passagen ein durch Quantisierungsverzerrung verursachtes Knistern entsteht.

Obwohl durch das Dithering in geringem Umfang Rauschen entsteht, ist das Resultat doch weit besser als alles, was andernfalls bei niedrigen Signalpegeln an Störungen hörbar ist. Durch das Dithering werden Töne hörbar, die in Audiodaten mit geringer Bit-Tiefe sonst durch das Rauschen und die Störungen überlagert würden.

Dither-Typ

Steuert die Verteilung der Dithering-Störgeräusche im Verhältnis zu den ursprünglichen Amplitudenwerten. In der Regel bietet die Option Dreieckig den besten Kompromiss zwischen Signal-Rausch-Verhältnis, Verzerrung und Rauschmodulation.

 

Dither-Typ

Reduktion des Rauschabstands

Rauschmodulation

Dreieckig

4,8 dB

Nein

Gauß

6,0 dB

Vernachlässigbar

Rauschformung

Legt fest, welche Frequenzen Dithering-Störgeräusche enthalten. Wenn Sie Rauschformung einsetzen, können Sie möglicherweise geringere Dither-Tiefen verwenden, ohne dass es zu hörbaren Artefakten kommt. Die optimale Formung hängt von der Audioquelle, der endgültigen Abtastrate und der Bittiefe ab. Bei Abtastraten unter 32 kHz ist die Rauschformung deaktiviert, da sämtliches Rauschen in den hörbaren Frequenzen verbleiben würde.

Hochpass

Wenn Sie für „Übergang“ den Wert 7,3 kHz einstellen, werden die Dithering-Störgeräusche auf –180 dB bei 0 Hz und auf –162 dB bei 100 Hz abgesenkt.

Leichte Steigung

Wenn Sie für „Übergang“ den Wert 11 kHz einstellen, werden die Störgeräusche auf –3 dB bei 0 Hz und auf –10 dB bei 5 kHz abgesenkt.

Neutral

Mit der Option Leicht bleibt das Rauschen flach bis 14 kHz, steigt bis zum Maximum bei 17 kHz an und bleibt anschließend wieder flach bei höheren Frequenzen. Das Hintergrundrauschen klingt genauso wie ohne Rauschformung, ist aber um etwa 11 dB leiser.

Die Option Stark bleibt flach bis 15,5 kHz und verschiebt alle Dithering-Störgeräusche in den Bereich oberhalb von 16 kHz (bzw. oberhalb des Werts, den Sie unter „Übergang“ festgelegt haben). Wenn der Übergang zu niedrig eingestellt ist, hören Menschen mit empfindlichem Gehör möglicherweise ein hohes Klingeln. Wenn Sie Audio mit 48 oder 96 kHz konvertieren, können Sie den Übergang allerdings weit über 20 kHz festlegen. Wählen Sie eine neutrale Formung, um zu verhindern, dass im Hintergrundrauschen Klangfarben entstehen. Das Hintergrundrauschen ist bei dieser Rauschformung allerdings lauter als bei anderen Formen.

U-förmig

Die Option Flach bleibt von 2 kHz bis 14 kHz weitgehend flach, wird aber lauter, wenn sich der Ton 0 Hz nähert, da tiefe Frequenzen deutlich schlechter hörbar sind. Die Option Mittel führt zu etwas mehr Rauschen in den Höhen über 9 kHz, damit das Rauschen unterhalb dieser Frequenz reduziert werden kann. Die Option Tief erhöht das Rauschen über 9 kHz noch stärker, senkt es dafür aber im Bereich zwischen 2 und 6 kHz auch stärker ab.

Gewichtet

Die Option Leicht versucht der menschlichen Wahrnehmung leiser Töne gerecht zu werden, indem das Rauschen vor allem im Bereich von 2 bis 6 kHz reduziert und im Bereich von 10 bis 14 kHz angehoben wird. Bei hohen Lautstärken ist das Rauschen möglicherweise deutlicher hörbar. Die Option Stark reduziert den empfindlichsten Bereich zwischen 2 und 6 kHz gleichmäßiger, führt aber zu stärkerem Rauschen oberhalb von 8 kHz.

 

Übergang

Legt die Frequenz fest, ab der die Rauschformung einsetzt.

Stärke

Gibt die maximale Amplitude des Rauschens an, die bei einer Frequenz hinzugefügt wird.

Adaptiver Modus

Variiert die Rauschverteilung über die Frequenzen.

Verwenden von Vorgaben für die Umwandlung von Abtastraten

Möchten Sie eine bestimmte Umwandlung für mehrere Dateien durchführen, können Sie Zeit sparen, indem Sie eine Vorgabe für die Umwandlung von Abtastraten verwenden.

Wählen Sie Bearbeiten > Sample-Typ umwandeln.

Passen Sie die Einstellungen nach Bedarf an.

Klicken Sie auf die Schaltfläche Neue Vorgabe.

Nachdem Sie eine Vorgabe erstellt haben, wird sie oben im Dialogfeld in der Liste der Vorgaben angezeigt. Wenn Sie eine Vorgabe löschen möchten, wählen Sie sie aus der Liste aus und klicken Sie auf die Schaltfläche Löschen.