Bevor Sie beginnen

Hinweis: Wie dies bei den meisten Schritten in Animate (früher Flash Professional CC) der Fall ist, wird für die Animation kein ActionScript benötigt. Sie können Animationen aber auch mit ActionScript erstellen, wenn Sie das bevorzugen.

Bevor Sie Tweens erstellen, sollten Sie sich mit den folgenden Animate-Konzepten vertraut machen:

  • Zeichnen auf der Bühne.

  • Zeitleistenebenen und die Stapelreihenfolge von Objekten auf einer einzelnen Ebene sowie über mehrere Ebenen.

  • Verschieben und Transformieren von Objekten auf der Bühne und im Eigenschafteninspektor.

  • Verwenden der Zeitleiste, einschließlich Objektlebensdauer und Auswählen von Objekten an bestimmten Zeitpunkten. Die Grundlagen zu diesem Thema werden unter Bilder und Schlüsselbilder erläutert.

  • Symbole und Symboleigenschaften. Tweenbare Symboltypen sind u. a. Movieclips, Schaltflächen und Grafiken. Auch Text ist tweenbar.

  • Verschachtelte Symbole. Symbolinstanzen können in andere Symbole geschachtelt werden.

  • Optional: Bearbeiten von Bézierkurven mit den Werkzeugen „Auswahl“ und „Teilauswahl“. Mit diesen Werkzeugen lassen sich Tween-Bewegungspfade bearbeiten. Weitere Informationen finden Sie unter Bearbeiten von Bewegungs-Tweens mit dem Bewegungs-Editor.

Weitere Informationen über diese Konzepte finden Sie in der Liste der Links unten auf dieser Seite.

Bewegungs-Tweens

Ein Bewegungs-Tween ist eine Animation, die dadurch erstellt wird, dass für eine bestimmte Objekteigenschaft nur in einzelnen Bildern Werte festgelegt werden. Für die zwischen diesen beiden Bildern liegenden Bilder berechnet Animate die Werte dieser Eigenschaft dann automatisch. Der Begriff „Tween“ leitet sich ab vom englischen „in between“ (dazwischen).

So können Sie beispielsweise in Frame 1 im linken Teil der Bühne ein Symbol einfügen und in Frame 20 in den rechten Teil der Bühne verlagern. Wenn Sie einen Tween erstellen, berechnet Animate alle dazwischen liegenden Positionen des Movieclips automatisch. Das Ergebnis ist eine Animation des Symbols, das zwischen Bild 1 und Bild 20 von links nach rechts bewegt wird. In jedem dazwischen liegenden Bild bewegt Animate den Movieclip ein Zwanzigstel der Gesamtstrecke über die Bühne.

Ein Tween-Bereich ist eine Gruppe von Frames in der Zeitleiste, in denen ein Objekt im Laufe der Zeit in mindestens einer Eigenschaft geändert wird. Ein Tween-Bereich erscheint in der Zeitleiste als Gruppe von Bildern auf einer einzelnen Ebene mit einem blauen Hintergrund. Diese Tween-Folgen können als einzelnes Objekt ausgewählt und von einer Position in der Zeitleiste auf eine andere gezogen werden, auch auf eine andere Ebene. In jeder Tween-Folge kann jeweils nur ein Objekt auf der Bühne animiert werden. Dieses Objekt wird als Zielobjekt des Tween-Bereichs bezeichnet.

Ein Eigenschaftenschlüsselbild ist ein Bild innerhalb eines Tween-Bereichs, in dem Sie ausdrücklich eine oder mehrere Eigenschaftenwerte für das Tween-Zielobjekt definieren. Diese Eigenschaften sind u. a. Position, Alphawert (Transparenz), Farbton usw. Jede Eigenschaft, die Sie definieren, verfügt über ihre eigenen Eigenschaftenschlüsselbilder. Wenn Sie in einem Bild mehrere Eigenschaften festlegen, befindet sich das Eigenschaftenschlüsselbild für jede dieser Eigenschaften in diesem Bild. Sie können jede Eigenschaft eines Tween-Bereichs und deren Eigenschaftenschlüsselbilder im Bewegungs-Editor anzeigen. Im Kontextmenü des Tween-Bereichs können Sie wählen, welche Typen von Eigenschaftenschlüsselbildern in der Zeitleiste angezeigt werden.

Im obigen Beispiel, in dem ein Movieclip zwischen Frame 1 und Frame 20 getweent wird, sind die Frames 1 und 20 die Eigenschaftenschlüsselbilder. Die Werte der zu animierenden Eigenschaften können Sie mithilfe des Eigenschafteninspektors, des Bewegungs-Editors und vieler anderer Werkzeuge in Animate definieren. Sie legen diese Eigenschaftenwerte in beliebigen Bildern fest. Animate fügt dem Tween-Bereich die erforderlichen Schlüsselbilder dann automatisch hinzu. Animate interpoliert die Werte der einzelnen Eigenschaften in den Bildern zwischen den von Ihnen erstellten Eigenschaftenschlüsselbildern.

Hinweis: Der Begriff „Schlüsselbild“ bezieht sich auf einen Frame in der Zeitleiste, in dem eine Symbolinstanz zum ersten Mal auf der Bühne erscheint. Der davon abweichende Begriff „Eigenschaftenschlüsselbild“ verweist auf einen Wert, der zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Frame in einem Bewegungs-Tween für eine Objekteigenschaft definiert wurde.

Wenn ein getweentes Objekt während des Tweens seine Position auf der Bühne ändert, wird dem Tween-Bereich ein Bewegungspfad zugewiesen. Dieser Bewegungspfad zeigt den Weg, dem das getweente Objekt bei seiner Bewegung auf der Bühne folgt. Sie können den Bewegungspfad auf der Bühne mit den Werkzeugen „Auswahl“, „Teilauswahl“, „Ankerpunkt konvertieren“, „Ankerpunkt entfernen“ und „Frei transformieren“ sowie mit den Befehlen des Menüs „Modifizieren“ bearbeiten. Wenn Sie keine Position tweenen, wird kein Bewegungspfad auf der Bühne angezeigt. Sie können auch einen vorhandenen Pfad als Bewegungspfad anwenden, indem Sie den Pfad auf einen Tween-Bereich in der Zeitleiste kopieren.

Die Tween-Animation ist eine effektive und effiziente Technik, die es ermöglicht, Bewegung und Veränderung in einem Film darzustellen, ohne dass die Filmdatei übermäßig groß wird. Bei Tween-Animationen werden nur die Werte für die Eigenschaftenschlüsselbilder, die Sie festlegen, in der FLA-Datei und in der veröffentlichten SWF-Datei gespeichert.

„Tween-bare“ Objekte und Eigenschaften

Objekttypen, die getweent werden können, sind Movieclips, Grafik- und Schaltflächensymbole und Textfelder. Die Eigenschaften dieser Objekte, die getweent werden können, sind zum Beispiel:

  • 2D X- und Y-Position

  • 3D Z-Position (nur Movieclips)

  • 2D-Drehung (um die z-Achse)

  • 3D X-, Y- und Z-Drehung (nur Movieclips)

    Für 3-D-Bewegungen ist es erforderlich, dass in den Veröffentlichungseinstellungen ActionScript 3.0 und Flash Player 10 (oder eine höhere Version) als Ziel der FLA-Datei ausgewählt sind. Auch Adobe AIR unterstützt 3-D-Bewegungen.

  • X- und Y-Neigung

  • X- und Y-Skalierung

  • Farbeffekte

    Zu den Farbeffekten zählen Alpha (Transparenz), Helligkeit, Farbton und erweiterte Farbeinstellungen. Farbeffekte können nur für Symbole und TLF-Text getweent werden. Durch ein Tweenen dieser Eigenschaften erreichen Sie, dass Objekte eingeblendet werden oder allmählich die Farbe wechseln.

    Um einen Farbeffekt für klassischen Text zu tweenen, konvertieren Sie den Text in ein Symbol.

  • Filtereigenschaften (Filter können nicht auf Grafiksymbole angewendet werden).

Unterschiede zwischen Bewegungs-Tweens und klassischen Tweens

Animate unterstützt zwei verschiedene Tween-Typen zum Erstellen von Bewegung.Bewegungs-Tweens sind leistungsstark, aber einfach zu erstellen. Die größtmöglichen Steuerungsmöglichkeiten über Tween-Animationen gewähren Bewegungs-Tweens. Die Erstellung von klassischen Tweens, dies sind in Vorgängerversionen von Animate erstellte Tweens, ist komplizierter. Während Bewegungs-Tweens weit größere Steuerungsmöglichkeiten über ein Tween bieten, bieten klassische Tweens bestimmte Funktionen, die einige Benutzer benötigen.

Unterschiede zwischen Bewegungs-Tweens und klassischen Tweens sind:

  • Klassische Tweens verwenden Schlüsselbilder. Schlüsselbilder sind Bilder, in denen eine neue Instanz eines Objekts erscheint. Bewegungs-Tweens kann nur eine Objektinstanz zugewiesen werden und sie verwenden Eigenschaftenschlüsselbilder anstelle von Schlüsselbildern.

  • Ein Bewegungs-Tween besteht aus einem Zielobjekt für den gesamten Tween-Bereich. Klassisches Tweening erlaubt das Tweenen zwischen zwei Schlüsselbildern, die Instanzen derselben oder verschiedener Symbole enthalten.

  • Sowohl in Bewegungs- als auch in klassischen Tweens können nur bestimmte Objekttypen getweent werden. Wenn Sie ein Bewegungs-Tween auf nicht erlaubte Objekttypen anwenden, bietet Animate beim Erstellen des Tweens die Umwandlung in einen Movieclip an. Durch die Anwendung eines klassischen Tweens werden sie in grafische Symbole umgewandelt.

  • Bei Bewegungs-Tweens gilt Text als tweenbarer Objekttyp und Textobjekte werden nicht in Movieclips umgewandelt. Klassische Tweens wandeln Textobjekte in grafische Symbole um.

  • In einem Bewegungs-Tween-Bereich sind keine Bildskripts zulässig. In klassischen Tweens sind Bildskripts zulässig.

  • Objektskripts in einem Tween-Ziel können sich im Verlauf des Bewegungs-Tween-Bereichs nicht ändern.

  • Bewegungs-Tween-Bereiche können in der Zeitleiste in der Größe geändert werden und werden als ein einzelnes Objekt behandelt. Klassische Tweens bestehen aus einer Gruppe von einzeln auswählbaren Bildern in der Zeitleiste.

  • Um in einem Bewegungs-Tween-Bereich einzelne Bilder auszuwählen, halten Sie beim Klicken auf die Bilder die Strg-Taste (Windows) bzw. die Befehlstaste (Macintosh) gedrückt.

  • In klassischen Tweens können Beschleunigungen auf die Gruppen von Bildern zwischen den Schlüsselbildern des Tweens angewendet werden. In Bewegungs-Tweens werden Beschleunigungen auf die gesamte Länge eines Bewegungs-Tween-Bereichs angewendet. Zur Beschleunigung spezifischer Bilder eines Bewegungs-Tweens muss eine benutzerdefinierte Beschleunigungskurve erstellt werden.

  • Mithilfe von klassischen Tweens können Sie eine Animation zwischen zwei Farbeffekten, wie etwa Farbton und Alphatransparenz, erstellen. In Bewegungs-Tweens kann ein Farbeffekt pro Tween angewendet werden.

  • 3D-Objekte können nur mithilfe von Bewegungs-Tweens animiert werden. Ein 3D-Objekt kann mit einem klassischen Tween nicht animiert werden.

  • Nur Bewegungs-Tweens können als Bewegungsvoreinstellungen gespeichert werden.

  • In Bewegungs-Tweens können Sie Symbole nicht austauschen oder festlegen, dass die Bildnummer eines grafischen Symbols in einem Eigenschaftenschlüsselbild angezeigt wird. Für Animationen, die diese Techniken enthalten, sind klassische Tweens erforderlich.

  • In einer Ebene können mehrere klassische oder Bewegungs-Tweens vorkommen, aber nicht beide Tween-Typen in derselben Ebene.

Zusätzliche Ressourcen

Zu den Unterschieden zwischen Bewegungs-Tweens und klassischen Tweens gibt es die folgenden Artikel:

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