Exporteinstellungen-Referenz für Media Encoder

Lernen Sie die Effekte sowie die Video-, Audio- und Veröffentlichungseinstellungen im Dialogfeld „Exporteinstellungen“ von Adobe Media Encoder kennen.

Adobe Media Encoder ist sowohl eine eigenständige Anwendung als auch eine Komponente von Adobe Premiere Pro, After Effects, Character Animator, Audition, Prelude und Adobe Animate. Sie können Codierungsoptionen im Dialogfeld „Exporteinstellungen“ festlegen, um Sequenzen und Clips aus Premiere Pro oder Kompositionen aus After Effects zu rendern und zu exportieren. Im Dialogfeld „Exporteinstellungen“ können Sie die Parameter Ihres Video-Clips vor dem Export anpassen, darunter Frame-Rate, Auflösung und Qualität.

Um das Dialogfeld Exporteinstellungen in Adobe Media Encoder zu öffnen, wählen Sie die Ausgabe einer Videoquelle im Bedienfeld „Warteschlange“ aus und führen Sie eine der folgenden Aktionen durch:

  • Wählen Sie im Kontextmenü der Ausgabe Exporteinstellungen aus.
  • Wählen Sie Bearbeiten > Exporteinstellungen aus.
  • Klicken Sie auf den Format- oder Vorgabennamen der Ausgabe. 
Hinweis:

Wenn Bearbeiten > Exporteinstellungen nicht verfügbar ist, stellen Sie sicher, dass Sie zuvor eine Ausgabe im Bedienfeld „Warteschlange“ ausgewählt haben.

Dialogfeld „Exporteinstellungen“

Das Dialogfeld „Exporteinstellungen“ enthält eine Videovorschau auf der linken Seite, in der Sie über Registerkarten zwischen Quell- und Ausgabeansicht wechseln können. Darüber beinhaltet es einen Timecode und eine Zeitleiste, damit Sie zu beliebigen Frames springen und In- oder Out-Marken festlegen können, um das exportierte Video zuzuschneiden. Das Dialogfeld zeigt auf der rechten Seite alle verfügbaren Exporteinstellungen an. Hier können Sie ein Exportformat und eine -vorgabe auswählen, die Einstellungen der Video- und Audiocodierung anpassen, Effekte, Untertitel und Metadaten hinzufügen und Videos auf beliebten Social Media-Sites wie YouTube und Facebook veröffentlichen.

Informationen zur Verwendung der verschiedenen Optionen im Dialogfeld „Exporteinstellungen“ finden Sie unter Kodieren und Exportieren

Quellansicht

Die Registerkarte „Quelle“ zeigt das Quellvideo ohne angewendete Exporteinstellungen. Sie können zwischen den Registerkarten „Quelle“ und „Ausgabe“ wechseln, um eine schnelle Vorschau dazu anzuzeigen, wie sich die Exporteinstellungen auf das Quellmedium auswirken.

Bedienfeld „Quelle“
Bedienfeld „Quelle“

Zuschneideeinstellungen

Hier können Sie Ihr Quellvideo zuschneiden, damit nur ein Ausschnitt des Frames exportiert wird. Wählen Sie zwischen standardmäßigen Seitenverhältnissen wie 4:3 und 16:9 oder richten Sie benutzerdefinierte Werte ein.

So schneiden Sie ein Video zu:

  1. Wählen Sie im Dialogfeld „Exporteinstellungen“ die Registerkarte Quelle aus.

  2. Um die Zuschneidewerkzeuge zu aktivieren, klicken Sie oben links auf Zuschneiden.

  3. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:

    • Ziehen Sie die Seiten oder Eckgriffpunkte des Ausschnittrahmens.
    • Geben Sie unter „Links“, „Oben“, „Rechts“ und „Unten“ Werte in Pixel ein.
  4. Um die Proportionen des zugeschnittenen Videoframes zu beschränken, wählen Sie eine Option aus dem Menü Zuschneideproportionen aus.

  5. Um eine Vorschau des zugeschnittenen Videoframes anzuzeigen, klicken Sie auf die Registerkarte Ausgabe.

Hinweis:

Zum Wiederherstellen des nicht zugeschnittenen Bildes klicken Sie erneut auf das Zuschneidesymbol.

Ausgabeansicht

Die Registerkarte „Ausgabe“ zeigt eine Vorschau der aktuellen Exporteinstellungen an, die auf Ihr Quellvideo angewendet werden.

Bedienfeld „Ausgabe“
Bedienfeld „Ausgabe“

Wenn die Framegröße der Exporteinstellungen von der Framegröße der Quelle abweicht, können Sie über das Menü Quellenskalierung bestimmen, wie die Quelle in den exportierten Videoframe passt. Diese Einstellung ist für jedes beliebige Ausgabeformat innerhalb bearbeitbarer Frame-Abmessungen verfügbar.

Mit dieser Option können Sie den Quell-Frame so skalieren, dass er ohne Verzerrung oder Zuschneiden in den Ausgabe-Frame passt. Gegebenenfalls werden oben und unten (Letterbox) oder an den Seiten des Videos (Pillarbox) schwarze Balken eingefügt.

Wenn Sie das Quellvideo zugeschnitten haben, werden die zugeschnittenen Abmessungen an den exportierten Videoframe angepasst.

Proportional auf Framegröße anpassen
Proportional auf Framegröße anpassen

Mit dieser Option wird der Quellframe so skaliert, dass er den Ausgabeframe ohne Verzerrungen vollständig ausfüllt, indem der Quellframe wie erforderlich oben und unten oder an den Seiten zugeschnitten wird. 

Proportional in Framegröße einpassen und zuschneiden
Proportional in Framegröße einpassen und zuschneiden

Mit dieser Option wird der Quellframe so gedehnt, dass er den Ausgabeframe ohne Zuschneidung vollständig ausfüllt. Möglicherweise treten Verzerrungen im Ausgabevideo auf, wenn die exportierte Framegröße sich stark von der Quellgröße unterscheidet.

Auf Framegröße verzerren
Auf Framegröße verzerren

Mit dieser Option wird der Quell-Frame skaliert, einschließlich sämtlicher zugeschnittener Bereiche, damit er ohne Verzerrungen in den Ausgabe-Frame passt. Dem Video wird ein schwarzer Rand hinzugefügt, selbst wenn der Ausgabeframe kleiner ist als das Quellvideo.

Proportional auf Framegröße anpassen und in schwarze Rahmen einpassen
Proportional auf Framegröße anpassen und in schwarze Rahmen einpassen

Mit dieser Option wird die Frame-Größe des Ausgabevideos automatisch an die Frame-Höhe und -Breite des Quellvideos angepasst. Die aktuellen Einstellungen der Ausgabe-Frame-Größe werden hierbei überschrieben. Wählen Sie diese Einstellung, wenn die Framegröße der Ausgabe mit der Framegröße der Quelle übereinstimmen soll.

Ausgabegröße an Quelle anpassen
Ausgabegröße an Quelle anpassen

Hinweis:

Ausgabegröße an Quelle anpassen ist nicht für alle Exportformate verfügbar. Sie können dasselbe Ergebnis erzielen, indem Sie auf der Registerkarte „Video“ auf die Schaltfläche Mit Quelle abgleichen klicken oder indem Sie eine Vorgabe des Typs Mit Quelle abgleichen auswählen.

Zeitleiste und Zeitanzeige

Unter der Framevorschau werden eine Zeitleiste und ein Timecode angezeigt – sowohl in der Quell- als auch in der Ausgabeansicht. Die Zeitleiste enthält einen Abspielkopf, der den aktuellen Frame, eine Daueranzeige und Steuerelemente zum Festlegen von In- und Out-Marken anzeigt.

Schnittfenster ziehen
Schnittfenster ziehen

A. Videoframe-Vorschau B. In- und Out-Marken setzen C. Zeitdauer D. Exportbereich E. Zoomfaktor F. Seitenverhältniskorrektur 

Positionieren Sie den Abspielkopf in der Zeitleiste, um die verschiedenen Frames anzuzeigen. Sie können den Timecode auch direkt in die aktuelle Zeitanzeige eingeben, um den Abspielkopf zum gewünschten Frame zu verschieben.

Die Videovorschau zeigt den Frame an, auf dem sich der Abspielkopf in der Zeitleiste befindet. Standardmäßig ist die Seitenverhältniskorrektur aktiviert, damit Videos mit nicht quadratischen Pixeln ohne Verzerrung auf Computerbildschirmen angezeigt werden können. Um diese Einstellung zu deaktivieren, klicken Sie auf die Schaltfläche Seitenverhältniskorrektur rechts neben dem Menü Zoom.

Um die Bildvorschau zu vergrößern oder zu verkleinern, wählen Sie im Menü Zoomfaktor auswählen über der Zeitleiste den gewünschten Zoomfaktor aus.

Hinweis:

Sie können die Ansicht auch wie folgt verkleinern:

  • Strg + - (Bindestrich) (Windows)
  • Befehlstaste + - (Bindestrich) (Mac OS)

So vergrößern Sie die Ansicht:

  • Strg + = (Gleichzeichen) (Windows)
  • Befehlstaste + = (Gleichzeichen) (Mac OS)

Verwenden Sie für diese Tastaturbefehle die Tasten auf der Haupttastatur, nicht jene auf dem Ziffernblock.

Um die Dauer des exportierten Videos zuzuschneiden, legen Sie einen In- (erster Frame) und einen Out-Point (letzter Frame) in der Zeitleiste fest. Sie können In- und Out-Points wie folgt setzen:

  • Verschieben Sie den Abspielkopf in der Zeitleiste zu einem Frame und klicken Sie auf die Schaltfläche In-Point setzen oder Out-Point setzen oberhalb der Zeitleiste.
  • Ziehen Sie das Symbol für den In- oder Out-Point von der jeweiligen Seite der Zeitleiste zu einem Frame.
  • Verschieben Sie den Abspielkopf zu einem Frame in der Zeitleiste und verwenden Sie die I-Taste, um einen In-Point festzulegen, oder die O-Taste für einen Out-Point.

Mit dem Menü „Exportbereich“ können Sie schnell die Dauer des exportierten Videos einstellen. Nutzen Sie hierfür folgende Optionen:

  • Gesamte Sequenz: Verwendet die gesamte Dauer des Clips bzw. der Sequenz.
  • Sequenz/Clip/Session In/Out: Berücksichtigt die In- und Out-Points, die in Premiere Pro, Prelude, Audition und anderen Adobe-Anwendungen zu Clips und Sequenzen hinzugefügt wurden.
  • Arbeitsbereich: Berücksichtigt den in Premiere Pro-Sequenzen oder After Effects-Kompositionen angegebenen Arbeitsbereich.
  • Benutzerdefiniert: Berücksichtigt die im Dialogfeld Exporteinstellungen festgelegten In- und Out-Points.
Hinweis:

Adobe Media Encoder übernimmt die Zeitcode-Informationen aus einer Quelldatei. Über das Steuerelement „Start-Timecode festlegen“ können Sie den Startwert des Timecodes ändern. Wenn die Quelle bei 00:00:05:00 beginnt, beginnt die Zeitleiste für das Objekt in Adobe Media Encoder ebenfalls bei 00:00:05:00 und nicht bei null. Diese Zeitleisten-Informationen werden in die codierte Ausgabedatei übernommen. 

Exporteinstellungen

Über die obere Auswahl der Exporteinstellungen können Sie das Format des exportierten Videos festlegen und aus einer Reihe standardmäßiger Vorgaben wählen. Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen benutzerdefinierter Vorgaben für Media Encoder.

Sie können auch den Namen der exportierten Datei anpassen und einen Zielort für die exportierten Medien auswählen. Darüber hinaus stehen Ihnen Optionen zur Verfügung, um nur Video- oder nur Audioinhalte zu exportieren oder um eine Zusammenfassung der Quell- und Ausgabeeinstellungen anzuzeigen.

Exporteinstellungen
Exporteinstellungen

Effekteinstellungen

Über die Registerkarte „Effekt“ können Sie verschiedene Effekte, wie z. B. Lumetri-Farbanpassungen, HDR-zu-SDR-Umwandlungen sowie Bild-, Text- und Timecode-Überlagerungen, zu exportierten Medien hinzufügen. 

Wechseln Sie zur Registerkarte „Ausgabe“, um anzuzeigen, wie diese Effekte das Projekt beeinflussen.

Effekteinstellungen
Effekteinstellungen

Verwenden Sie den Lumetri-Effekt, um verschiedene Farbkorrekturen auf das exportierte Video anzuwenden.

Lumetri Look/LUT
Lumetri Look/LUT

Um eine Lumetri-Vorgabe anzuwenden, gehen Sie wie folgt vor:

  • Wählen Sie eine Lumetri-Vorgabe aus dem Popupmenü Angewendet aus.
  • Wählen Sie Auswählen ... aus, um eine benutzerdefinierte Look- oder LUT-Datei anzuwenden.

Verwenden Sie SDR-konform, um HDR(High Dynamic Range)- in SDR(Standard Dynamic Range)-Videos umzuwandeln, damit diese auf nicht HDR-fähigen Geräten wiedergegeben werden können (Werte werden in Prozent angegeben).

SDR-konform
SDR-konform

Die folgenden Optionen stehen zur Auswahl:

  • Helligkeit: Steuert die allgemeine Helligkeit SDR-konformer Medien.

  • Kontrast: Steuert den allgemeinen Kontrast SDR-konformer Medien.

  • Soft Knee: Steuert den Übergang zur vollständigen Komprimierung, um starke Zuschneidungen des Videos zu verhindern.

Verwenden Sie Bildüberlagerung, um ein Bild im exportierten Video hinzuzufügen.

Bildüberlagerung
Bildüberlagerung

Die folgenden Optionen stehen zur Auswahl:

  • Angewendet: Suchen und wählen Sie das Bild aus, das Sie hinzufügen möchten.

  • Position: Legt die relative Position der Bildüberlagerung innerhalb des Ausgabeframes fest. Beispiel: Zentrieren, Oben links, Unten rechts.

  • Versatz: Gibt den horizontalen und vertikalen Versatz der Bildüberlagerung zur relativen Position (in Pixel) an.

  • Größe: Passt die Größe des Bildes an. Standardmäßig wird die Überlagerungsgröße des Bildes automatisch an die Größe des aktuellen Ausgabeframes angepasst. Das Bild wird unabhängig von der Ausgabeauflösung entsprechend seiner relativen Größe überlagert.

    • Absolute Größe: Aktivieren Sie diese Option, um die Größe der Bildüberlagerung mit der nativen Größe des Quellbildes zu verknüpfen. Wenn die Option aktiviert ist, wird die Bildüberlagerung bei höheren Ausgabeauflösungen kleiner und bei geringeren Ausgabeauflösungen größer angezeigt.
  • Deckkraft: Gibt die Deckkraft des Bildes an.

Verwenden Sie „Text-Überlagerung“, um Ihrem exportierten Video Text hinzuzufügen. 

Text-Überlagerung
Text-Überlagerung

Die folgenden Optionen stehen zur Auswahl:

  • Präfix: Text, der zu Beginn der Text-Überlagerung hinzugefügt wird.

  • Format: Anzeigeoptionen für den Überlagerungstext:

    • Nur Präfix und Suffix 
    • Quelldateiname 
    • Quelldateiname (ohne Erweiterung) 
    • Ausgabedateiname 
    • Ausgabedateiname (ohne Erweiterung)
  • Suffix: Text, der am Ende der Text-Überlagerung hinzugefügt wird.

  • Position: Legt die relative Position des Textes innerhalb des Ausgabe-Frames fest. Beispiel: Zentrieren, Oben links, Unten rechts.

  • Versatz (X,Y): Gibt die horizontale und vertikale Verschiebung der Text-Überlagerung (in Pixeln) an.

  • Größe: Passt die Größe des Textes an.

  • Deckkraft: Gibt die Deckkraft des schwarzen Hintergrunds hinter dem Text an.

Verwenden Sie die Timecode-Überlagerung, um dem exportierten Video einen Timecode-Zähler hinzuzufügen.

Timecode-Überlagerung
Timecode-Überlagerung

Die folgenden Optionen stehen zur Auswahl:

  • Position: Legt die relative Position des Timecodes innerhalb des Ausgabeframes fest. Beispiel: Zentrieren, Oben links, Unten rechts.

  • Versatz (X,Y): Gibt die horizontale und vertikale Verschiebung des Timecodes im Ausgabe-Frame (in Pixeln) an.

  • Größe: Passt die angezeigte Größe des Timecodes an.

  • Zeitquelle: Gibt an, wie Timecode erzeugt wird.

    • Mediendatei: Liest den Timecode aus der Quelle. Wenn das Quellmedium nicht gefunden wird, beginnt die Timecode-Überlagerung bei null und entspricht der Framerate der Quelle.

      • Offset in Frames: Gibt die Anzahl der Frames an, um die die Timecode-Überlagerung vom Quell-Timecode abweicht. Sie können für den Versatz positive oder negative Werte festlegen.
    • Timecode generieren: Generiert einen benutzerdefinierten Timecode für die Überlagerung.

      • Format: Wählen Sie das Timecode-Format in Frames pro Sekunde aus. Beispiel: 25-fps-Timecode.
      • Beginnt bei: Legt einen Startwert für den Timecode fest.

Verwenden Sie den Zeit-Tuner, um automatisch die Videolänge zu erweitern oder zu reduzieren, indem Frames in bestimmten Abschnitten dupliziert oder entfernt werden, damit die Änderung der Dauer nicht auffällt.  

Wenn Ihr Video beispielsweise ein wenig kürzer sein muss, um in Ihren Sendeplan zu passen, aber Ihnen keine Zeit mehr bleibt, die gesamte Sequenz zu schneiden.

Zeit-Tuner
Zeit-Tuner

Die folgenden Optionen stehen zur Auswahl:

  • Aktuelle Dauer: Dauer des Quellvideos.

  • Zieldauer: Dauer des exportierten Videos nach Anwendung des Effekts.

  • Änderung der Dauer: Wert, um den die Ausgabedauer von der Quelldauer abweicht. Der Bereich kann zwischen 10 % kürzer und 10 % länger eingestellt werden.

  • In Vorgabe verwendet: Bestimmt, wie die Dauer angepasst wird, wenn eine Vorgabe auf andere Quellen angewendet wird:

    • Zieldauer: Verwendet den Zieldauerwert unabhängig vom ursprünglichen Wert der Quelle.
    • Änderung der Dauer: Verwendet den Wert der Änderung der Dauer basierend auf der ursprünglichen Dauer der Quelle.
  • Klappen überspringen: Berücksichtigt beim Anpassen der Dauer keine Klappen. Aktivieren Sie diese Option, damit der Zeit-Tuner sämtliche Sequenzen von Standbildern ignoriert, die länger als zehn Sekunden sind.

Der Videobegrenzer begrenzt Luminanz und Farbwerte des Quellvideos, sodass sie sich innerhalb sicherer Übertragungslimits befinden.

  • Clip Level: Gibt den Ausgabebereich in IRE-Einheiten an.

  • Komprimierung vor Zuschneiden: Wendet ein Knee an, mit dessen Hilfe Farben ohne hartes Beschneiden in den Bereich gebracht werden können.

Weitere Informationen finden Sie unter Automatische Lautstärkekorrektur.

Videoeinstellungen

Die Videoeinstellungen weichen je nach ausgewähltem Exportformat ab. Jedes Format bietet unterschiedliche Anforderungen, die bestimmen, welche Einstellungen verfügbar sind. Weitere Informationen finden Sie unter Unterstützte Dateiformate.

Video-Exporteinstellungen
Video-Exporteinstellungen

Hinweis:

Manche Aufnahmekarten und Software-Zusatzmodule verfügen über eigene Dialogfelder mit spezifischen Optionen. Wenn die angezeigten Optionen sich von den hier erläuterten Optionen unterscheiden, finden Sie nähere Informationen in der Dokumentation zur Capture-Karte bzw. zum Plugin.

Allgemeine Informationen zu Komprimierungseinstellungen finden Sie unter Tipps zur Komprimierung.

Viele der Exportformate in Adobe Media Encoder bieten die Option „Mit Quelle abgleichen“, mit der Sie die Exporteinstellungen automatisch an die Quelleinstellungen anpassen können.

Mit Quelle abgleichen
Mit Quelle abgleichen

Formate, die „Mit Quelle abgleichen“ unterstützen:

  • Animiertes GIF
  • BMP
  • DNxHD/DNxHD MXF OP1a – nur mit der Vorgabe „Mit Quelle abgleichen (Erneut packen)“
  • DPX
  • GIF
  • H.264
  • HEVC (H.265)
  • JPEG
  • JPEG 2000 MXF OP1a
  • MPEG-2
  • MXF OP1a – nur mit Vorgabe „Mit Quelle abgleichen (Erneut packen)“
  • OpenEXR
  • PNG
  • QuickTime
  • Targa
  • TIFF

Wenn die Einstellung „Mit Quelle abgleichen“ ausgewählt ist, legt Adobe Media Encoder den Wert automatisch so fest, dass er der Feldreihenfolge der Quelle entspricht. Weitere Informationen finden Sie unter Interlaced- und Nicht-Interlaced-Videos.

Steuerelemente und Vorgaben von „Mit Quelle abgleichen“

Wenn Sie Videodateien im H.264- oder MPEG-2-Format exportieren, können Sie in Adobe Media Encoder automatisch die Video-Einstellungen der Quelldatei über die Vorgaben Mit Quelle abgleichen abgleichen. Wenn Sie eine Vorgabe Mit Quelle abgleichen auswählen, werden automatisch die entsprechenden Optionen im Dialogfeld Exporteinstellungen auf der Registerkarte Video vorgenommen.

Adobe Media Encoder enthält die folgenden beiden Vorgaben Mit Quelle abgleichen für H.264- und MPEG-2-Exporter:

  • Mit Quelle abgleichen - Hohe Bitrate: für High-Definition-Videoquellen (HD). Diese Vorgabe ist die Standardvorgabe „Mit Quelle abgleichen“ sowohl für H.264- als auch für MPEG-2-Exporter.
  • Mit Quelle abgleichen - Mittlere Bitrate: für Standard-Definition-Videoquellen (SD).

Die Vorgaben Mit Quelle abgleichen sind hilfreich, wenn Sie einige Viodeoattribute aus der Quelle übernehmen und bestimmte Werte für die anderen Attribute auswählen möchten. Sie können die Einstellung Mit Quelle abgleichen als neue Vorgabe speichern und sie im Warteschlangenfenster oder im Fenster Überwachter Ordner auf jede beliebige Quelle anwenden.

Beispiel: Sie verfügen über einen Überwachten Ordner, der Assets mit unterschiedlichen Framegrößen und Frameraten enthält. Sie möchten alle Assets im Überwachten Ordner in ein Format mit 24 fps konvertieren. Hierfür erstellen Sie eine Vorgabe mit aktiviertem Quellabgleich für alle Eigenschaften außer Framerate, dieser Wert ist auf „24 fps“ eingestellt.

Grundlegende Videoeinstellungen
Grundlegende Videoeinstellungen

Die folgenden Einstellungen treffen auf die meisten Exportformate in Media Encoder zu:

  • Breite: Legt die Breite des Videoframes fest.

  • Höhe: Legt die Höhe des Videoframes fest.

    Hinweis:

    Wenn Sie die Breite und Höhe miteinander verknüpfen, wird das Seitenverhältnis des Videos beibehalten. Um die beiden Werte unabhängig voneinander anzupassen, deaktivieren Sie die entsprechende Schaltfläche.

  • Videoabmessungen: Manche Formate wie, wie z. B. H.264 Blu-ray oder Wraptor DCP, beschränken die Framegröße auf bestimmte Werte. Das Menü „Videoabmessungen“ zeigt unterstützte Frame-Größen für diese Formate an.

  • Framerate: Gibt die bei der Videowiedergabe pro Sekunde angezeigten Frames an. Höhere Frameraten sorgen für eine flüssigere Videowiedergabe, jedoch können durch die Auswahl einer Framerate, die vom Quellmedium abweicht, unerwünschte Bewegungsartefakte entstehen. Denken Sie daran, dass einige Formate und Codecs nur bestimmte Frameraten unterstützen.

    Weitere Informationen finden Sie unter Framerate.

  • Feldfolge: Gibt an, ob die exportierte Datei progressive Frames oder Frames aus Interlaced-Feldern enthält.

    • Progressiv ist die empfohlene Einstellung für digitales Fernsehen, Onlineinhalte und Filme.
    • Wenn Sie in Interlaced-Formate wie NTSC oder PAL exportieren, wählen Sie Oben zuerst oder Unten zuerst aus, um die Anzeigereihenfolge der Interlaced-Felder festzulegen.

    Weitere Informationen finden Sie unter

  • Seitenverhältnis: Gibt das Seitenverhältnis des Videos in Pixeln an. Das Pixel-Seitenverhältnis (Pixel Aspect Ratio, PAR) beschreibt das Verhältnis von Breite zu Höhe eines einzelnen Videopixels. Digitale Videoformate wie HD, 4K UHD und 8K nutzen in der Regel quadratische Pixel (PAR 1.0), während analoge Formate wie NTSC und PAL rechteckige Pixel verwenden. Wenn Sie in ein Format mit einem anderen PAR als das Quellmedium exportieren, wird das Video möglicherweise verzerrt.

    Weitere Informationen zum Seitenverhältnis finden Sie auf folgenden Seiten:

  • Fernsehnorm: Legt den Standard auf NTSC oder PAL fest. Wenn „Mit Quelle abgleichen“ aktiviert ist, wird der Standard anhand der Quelleigenschaften berechnet. Wenn beispielsweise die Framerate der Quelldatei 25 fps beträgt, wird der TV-Standard auf PAL festgelegt.

Folgende Einstellungen sind für die Formate H.264 und HEVC verfügbar.  

Hinweis:

Mit „Profil“ und „Level“ beschränken MPEG-basierte Endcoder die Videoausgabe auf Standards, die häufig auf elektronischen Geräten eingesetzt werden.

Codierungseinstellungen
Codierungseinstellungen

Sie können das Video für die Ausgabe vorbereiten, indem Sie Ihre bevorzugten Formate festlegen.

  • Leistung (nur H.264 und HEVC) – Hardwarebeschleunigt ist die Standardauswahl. Mit dieser Option verwendet Media Encoder die verfügbare Hardware Ihres Systems, um die Codierung zu beschleunigen.

    • Die Hardwarebeschleunigung ist von der Konfiguration Ihres Systems abhängig.
    • Wenn Ihr System bestimmte Exporteinstellungen nicht unterstützt, wechselt das Menü Leistung automatisch zur Option Nur Software.
  • Profil: Folgende H.264-Profile werden häufig verwendet:

    • Baseline: Das einfachste Profil, das von Videokonferenz- und ähnlichen Geräten verwendet wird, die eine schnelle Decodierung erfordern.
    • Main: Ein häufig im SD-Broadcasting verwendetes Profil.
    • High: Ein umfassend unterstütztes Profil, das von den meisten HD-Geräten verwendet wird.
    • High 10 : Eine Erweiterung des Profils „High“, das 10-Bit-Decodierung unterstützt.
  • Level: Beschränkt die Auswahl verfügbarer Optionen für Frame-Größe, Frame-Rate, Feldfolge, Seitenverhältnis, Bitrate, Chroma und andere Komprimierungseinstellungen. In der Regel unterstützen höhere Level auch höhere Videoauflösungen.

    Hinweis:

    Wenn Sie sich nicht sicher sind, welches Profil und Level Sie verwenden sollen, aktivieren Sie die Kontrollkästchen „Mit Quelle abgleichen“, damit Media Encoder die optimale Einstellung anhand der Eigenschaften des Quellmediums auswählt.

  • Rec. 2020-Primärfarben: Verwendet den Rec. 2020-Farbraum, der von UHD-Formaten wie 4K und 8K unterstützt wird. Diese Option ist verfügbar, wenn das Profil „High 10“ ausgewählt ist.

  • High Dynamic Range: Exportiert das Video mit High Dynamic Range (HDR), das bei höheren Bittiefen ein helleres Weiß und ein dunkleres Schwarz erreicht. Diese Option ist verfügbar, wenn „Rec. 2020-Primärfarben“ aktiviert ist.

  • HDR10-Metadaten einfügen: HDR10 verwendet die PQ-Übertragungsfunktion und fügt fünf Metadatenelemente hinzu. Die vorherige Version von Media Encoder unterstützte PQ zwar, übernahm aber die Metadaten nicht. Dies sind vom Benutzer eingegebene Werte. Es wird keine Inhaltsanalyse durchgeführt. Der Zweck dieser Metadaten ist es, dem HDR-Wiedergabegerät Details über Ihren Inhalt zur Verfügung zu stellen, damit dieser richtig angezeigt werden kann und optimal aussieht.

    HDR10-Metadaten
    HDR10-Metadaten

    Mastering von Anzeigefarbvolumen

    • Primärfarben: Dies ist der Farbumfang des HDR-Monitors, der beim Abstimmen des Inhalts verwendet wird. Sie erhalten diesen Wert, indem Sie die technischen Spezifikationen für Ihren Monitor lesen. Dieses Element bietet eine Dropdown-Liste mit drei Optionen. Die möglichen Werte lauten: Rec.709, P3D65 (Standard), Rec. 2020.
    • Luminanzminimum: Dies ist die minimale Luminanz des HDR-Monitors, der beim Abstimmen des Inhalts verwendet wird. Sie erhalten diesen Wert, indem Sie die technischen Spezifikationen für Ihren Monitor lesen. Dies ist eine numerische Eingabe mit modifizierbarem Hot Text. Der Standardwert ist 0,0050. Die Werte reichen von 0,0005 bis 0,05.
    • Luminanzmaximum: Dies ist die maximale Luminanz des HDR-Monitors, der beim Abstimmen des Inhalts verwendet wird. Sie erhalten diesen Wert, indem Sie die technischen Spezifikationen für Ihren Monitor lesen. Dies ist eine numerische Eingabe mit modifizierbarem Hot Text. Der Standardwert ist 1000. Die Werte reichen von 100 bis 4000.

    Inhaltshelligkeit

    • Maximal: Dies ist die maximale Luminanz des Inhalts in Ihrem Programm. Geben Sie die Luminanz des hellsten Teils Ihres Programms ein. Der Luminanzbereich des HDR10-Standards reicht zwar bis zu 10.000 Nit, es gibt jedoch keine Bildschirme, die diese Helligkeit unterstützen. Generell wird empfohlen, für HDR10-Inhalt bei einer Luminanz von bis zu 4000 Nit zu bleiben. Das HDR-Display verwendet diesen Wert, um Farbtöne Ihres Programms dem Bereich des Displays zuzuordnen, sodass keine Glanzlichter verloren gehen. Dies ist die maximale Helligkeit. Sie ähnelt dem Luminanzmaximum. 
    • Durchschnitt: Die maximale Durchschnittshelligkeit pro Frame. Das HDR-Display verwendet diesen Wert, um Farbtöne Ihres Programms dem Bereich des Displays zuzuordnen, sodass Ihr Programm genauso aussieht wie beim Mastering. Dieser Wert kann das Erscheinungsbild Ihres Inhalts erheblich verändern. Es wird empfohlen, die Wiedergabe auf dem gewünschten Display zu testen, um sicherzustellen, dass alles Ihren Vorstellungen entspricht.

Die Bitrate beschreibt die Menge an Daten in einem Video- oder Audiosignal in Bits pro Sekunde. Höhere Bitraten sorgen für eine höhere Video- und Audioqualität. Bei niedrigeren Bitraten sind die Medien jedoch auch bei langsamer Internetverbindung einfacher abzuspielen.

Weitere Informationen finden Sie unter Bitrate.

Bitrateneinstellungen
Bitrateneinstellungen

Die Bitratenoptionen weichen je nach Codec und Format ab. Im Folgenden finden Sie einige häufige Einstellungen:

  • Bitratenkodierung: Gibt die Codierungsmethode an, die zur Komprimierung des Video-/Audiosignals verwendet wird.

    • CBR (Constant Bit Rate): Legt einen konstanten Wert für die Datenrate fest. Diese Option kann die Exportdauer reduzieren, aber auch die Qualität komplexerer Frames beeinträchtigen.
    • VBR (Variable Bit Rate): Passt die Datenrate dynamisch an die Komplexität des Video-/Audiosignals an. Diese Option sorgt für eine höhere Gesamtqualität bei kleineren Dateigrößen, kann jedoch auch die Exportdauer erhöhen.
    • „VBR, 1 Durchgang“ oder „VBR, 2 Durchgänge“: Die Codierung mit einem Durchgang analysiert die gesamte Mediendatei von Anfang bis Ende, um eine variable Bitrate zu berechnen. Die Codierung mit zwei Durchgängen durchläuft die Datei zweimal: von Anfang bis Ende und anschließend umgekehrt. Durch den zweiten Durchgang dauert die Codierung zwar länger, jedoch gewährleistet diese Methode eine höhere Codierungseffizienz und schafft oft auch eine höherwertige Ausgabe.
    Hinweis:

    Beim Vergleich von CBR- und VBR-Codierung für eine Mediendatei gilt: Eine CBR-Datei kann zuverlässiger auf verschiedensten Systemen wiedergegeben werden, da eine feste Datenrate Player und Computerprozessor weniger beansprucht. Eine VBR-Datei verfügt jedoch in der Regel über die bessere Bildqualität, da VBR den Umfang der Komprimierung an den Bildinhalt anpasst.

  • Zielbitrate [MBit/s]: Legt die allgemeine Bitrate für die codierte Datei fest. Videoinhalte werden in Megabit pro Sekunde (MBit/s) gemessen, während Audioinhalte in Kilobit pro Sekunde (KBit/s) gemessen werden.

  • Maximale Bitrate MBit/s: Legt die minimalen und maximalen Werte fest, die während der VBR-Codierung zulässig sind.

Vorgaben für adaptive Bitrate: Im H.264-Format sind drei Vorgaben für adaptive Bitraten verfügbar:

  • Mit Quelle abgleichen – Adaptive niedrige Bitrate
  • Mit Quelle abgleichen – Adaptive mittlere Bitrate
  • Mit Quelle abgleichen – Adaptive hohe Bitrate

Mit diesen Vorgaben können Sie die Dateigröße reduzieren und den Export beschleunigen, indem bei der Berechnung der allgemeinen Bitrate die Auflösung und Framerate des Quellmediums berücksichtigt werden. So verwenden die adaptiven Vorgaben beispielsweise eine niedrigere Bitrate bei SD-Medien und eine höhere Bitrate bei HD- oder 4K-Medien.

Im Folgenden finden Sie einige erweiterte Einstellungen, die bei den meisten Codecs und Formaten verfügbar sind:

Keyframe-Abstand: Aktivieren Sie diese Option, um anzugeben, wie oft Keyframes (oder I-Frames) in Ihr exportiertes Video eingefügt werden. Ein geringerer Keyframe-Wert sorgt für eine höhere Videoqualität, aber möglicherweise auch für zunehmende Dateigröße. Ist die Option deaktiviert, wählt Media Encoder den passenden Keyframe-Abstand je nach Exportformat und Frame-Rate aus. Weitere Informationen finden Sie unter Keyframes.

Hinweis:

Manche QuickTime- und AVI-Codecs unterstützen keine benutzerdefinierten Keyframe-Intervalle. Deshalb ist die Option „Keyframe-Abstand“ bei diesen Codecs deaktiviert.

    Optimize Stills (Standbilder erweitern): Aktivieren Sie diese Option, um Standbilder Ihrer Sequenz als einzelnen Frame statt als Reihe wiederholter Frames zu rendern. So können Sie die Dateigröße des exportierten Videos reduzieren. Erweiterte Standbilder werden in unterstützten Playern über die richtige Dauer angezeigt. Wenn bei der exportierten Videodatei Wiedergabeprobleme mit Standbildern auftreten, deaktivieren Sie diese Option und exportieren Sie die Datei erneut.

Mit den VR-Exporteinstellungen können Sie 360-Grad-Videos genauso wie normale Videos exportieren. VR 360 ermöglicht es Ihnen, in den equirektangulares oder kugelförmiges Verdoppelungformaten zu bearbeiten. Die Gesamtlänge ist monoscopic und dann in Stereo. Der Export gleichrechteckiger Videos entspricht, mit einigen Einschränkungen, dem Export aller anderen Videotypen. Weitere Informationen finden Sie unter Arbeiten mit vielschichtigen VR-Videos.

Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Video ist VR und passen Sie die Optionen an.

VR-Video
VR-Video

Horizontales und vertikales Blickfeld

Der Benutzer kann die automatischen VR-Eigenschaften deaktivieren und das Frame-Layout sowie die horizontalen und vertikalen Sichtfelder manuell konfigurieren. Über diese Option kann das Frame-Layout durch den Effekt zwischen monoskopisch, stereoskopisch (über/unter) und stereoskopisch (nebeneinander) gewechselt werden.

VR-Exporteinstellungen

Sie können eine 360 -Grad-Gesamtlänge genau wie normale Filmmaterial exportieren. VR 360 ermöglicht es Ihnen, in den equirektangulares oder kugelförmiges Verdoppelungformaten zu bearbeiten. Die Gesamtlänge ist monoscopic und dann in Stereo. Der Export äquirektangulärer Videos entspricht weitgehend dem Export aller anderen Videotypen.

Weitere Informationen finden Sie unter Arbeiten mit immersiven VR-Videos.

Audio

Audioeinstellungen finden Sie auf der Registerkarte „Audio“ des Dialogfelds Exporteinstellungen. Die Einstellungen weichen je nach ausgewähltem Exportformat ab.

Audioeinstellungen
Audioeinstellungen

Audioformateinstellungen
Audioformateinstellungen

Grundlegende Audioeinstellungen
Grundlegende Audioeinstellungen

Sie können das Video für die Ausgabe vorbereiten, indem Sie Ihre bevorzugten Formate festlegen.

  • Audio-Codec: Gibt den Audiokomprimierungs-Codec an. Einige Audioformate unterstützen nur unkomprimierte Audiodaten, die zwar die höchste Qualität aufweisen, jedoch mehr Speicherplatz belegen. Manche Formate bieten nur einen Codec, während andere eine Liste mehrerer Codecs zur Auswahl anbieten.

  • Abtastrate: Gibt die Frequenz (in Hz) an, in die das Audiosignal in separate digitale Werte umgewandelt wird. Audioinhalte, die mit höherer Abtastrate aufgezeichnet wurden, weisen eine höhere Qualität auf, sorgen jedoch auch für größere Dateien. Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie den Audioinhalt mit derselben Abtastrate exportieren, in der er aufgezeichnet wurde. Exporte mit höherer Abtastrate steigern die Qualität nicht, aber erfordern Resampling, was die Exportdauer steigern kann.

    Weitere Informationen finden Sie unter Komprimierungstipps.

  • Kanäle: Gibt die Anzahl der Audiokanäle an, die in der exportierten Datei enthalten sind. Wenn Sie weniger Kanäle einstellen als in der Masterspur einer Sequenz bzw. einer Mediendatei enthalten sind, wird das Audiomaterial von Adobe Media Encoder heruntergemischt. Zu den allgemeinen Kanaleinstellungen zählen „Mono“ (ein Kanal), „Stereo“ (zwei Kanäle) und 5.1 (6-Kanal-Surround-Sound).

    Das Abmischen funktioniert nur bei bestimmten Kanalisierungskombinationen, z. B. 5.1 zu Stereo oder Stereo zu Mono. Es funktioniert nicht bei N-Kanal zu Stereo oder Mono.

    Hinweis:

    Das QuickTime-Format umfasst Optionen für die Konfiguration des Audiokanals, über die Sie steuern können, wie Kanäle zu den Ausgabekanälen der exportierten Datei geroutet werden sollen. Mit dieser Option sparen Sie Zeit und gestalten Ihr Rendering effektiver, da Sie mehrere Audio-Ausgabekonfigurationen in dieselbe QuickTime-Datei exportieren, einschließlich Stereo- und 5.1.-Kanalisierung.

  • Samplegröße: Gibt die Menge an Audiodaten pro Sample an (auch als „Bittiefe“ bezeichnet). Audioinhalte, die mit höherer Sample-Größe aufgezeichnet wurden, weisen eine höhere Qualität auf, sorgen jedoch auch für größere Dateien.

Die Bitrate [Kbit/s] ist die Ausgabebitrate des Audios. Im Allgemeinen führen höhere Bitraten zu höherer Qualität und Dateigröße.

Multiplexer

Formate wie H.264, HEVC (H.265) und MPEG enthalten eine Registerkarte, die steuert, wie Video- und Audiodaten in einen einzelnen Stream zusammengeführt werden (sogenanntes „Muxing“). Wenn „Multiplexing“ auf „Ohne“ festgelegt ist, werden Video- und Audiostreams als separate Dateien exportiert.

Weitere Informationen zu MPEG-Optionen finden Sie in den entsprechenden MPEG-Spezifikationen für MPEG-4 (ISO/IEC 14496) und MPEG-2 (ISO/IEC 13818) sowie auf der Wikipedia-Website.

Multiplexer-Einstellungen
Multiplexer-Einstellungen

Untertitel

Untertitel werden im Allgemeinen dazu verwendet, den Audioteil eines Videos als Text auf Fernsehern und anderen Geräten anzuzeigen, die die Anzeige von Untertiteln unterstützen.

  • Exportoptionen
  • Dateiformat
  • Frame-Rate

Untertitel werden im Allgemeinen dazu verwendet, den Audioteil eines Videos als Text auf Fernsehern und anderen Geräten anzuzeigen, die die Anzeige von Untertiteln unterstützen.

Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Exportieren von Untertiteldaten.

Veröffentlichen

Sie können die Registerkarte „Veröffentlichen“ verwenden, um Dateien auf verschiedene Social-Media-Plattformen hochzuladen. Sie können in Adobe Media Encoder aus einer Liste verfügbarer Systemvorgaben auswählen. Weitere Informationen finden Sie unter Einstellungen in Adobe Media Encoder veröffentlichen.

Veröffentlichen
Veröffentlichen

Render-Einstellungen und Zeit-Interpolation

Mit dieser Option können Sie Details bewahren und Aliasing verhindern, wenn Sie auf eine andere Framegröße als die Ihrer Quellmedien skalieren, z. B. beim Export einer hochauflösenden 4K-Sequenz in eine niedrigere Auflösung wie HD oder SD. Diese Option kann die Qualität steigern. Beachten Sie jedoch Folgendes:

  • Die Exportdauer kann hierdurch deutlich ansteigen, insbesondere auf Systemen ohne unterstützte GPU.
  • Systeme mit unterstützter GPU-Hardware nutzen automatisch die Renderqualität, wenn der Renderer auf „Metal“, „CUDA“ oder „OpenCL“ festgelegt ist. Lassen Sie diese Einstellung in entsprechenden Szenarien deaktiviert.
  • Diese Option ist nur nützlich, wenn Sie in eine andere Framegröße exportieren. Wenn Sie in die gleiche Framegröße wie die Ihres Quellmediums exportieren, lassen Sie diese Einstellung deaktiviert.

Wenn diese Option aktiviert ist, exportiert Adobe Media Encoder Inhalte mithilfe von Vorschaudateien, die bereits für Ihre Premiere-Sequenz generiert wurden, anstatt neue Medien zu rendern. Diese Option kann den Export beschleunigen, aber auch je nach ausgewähltem Vorschauformat die Qualität beeinträchtigen.

Weitere Informationen finden Sie in diesem Premiere Pro-Hilfeartikel: Arbeiten mit Vorschaudateien.

Hinweis:

Diese Einstellung gilt nur für Premiere Pro-Sequenzen.

Proxys werden verwendet, um die Leistung beim Bearbeiten und Exportieren zu erhöhen. 

Wenn diese Option aktiviert ist, exportiert Adobe Media Encoder Inhalte mithilfe von Proxy-Dateien, die bereits für Ihre Sequenz generiert wurden, anstatt neue Medien zu rendern. Diese Option kann die Exportleistung verbessern. Das Kontrollkästchen ist standardmäßig deaktiviert.

Aktivieren Sie diese Option, um einen Start-Timecode für Ihre exportierten Medien anzugeben, der sich vom Timecode der Quelle unterscheidet. Lassen Sie die Option deaktiviert, um beim Export den Timecode der Quelle zu verwenden.

Diese Option kann für Quellen verwendet werden, die einen Alphakanal enthalten. Wenn die Option aktiviert ist, wird nur der Alphakanal im Ausgabevideo gerendert und auf der Registerkarte „Ausgabe“ wird eine Graustufenvorschau des Alphakanals angezeigt. Diese Einstellung ist hilfreich, wenn Sie in Formate wie MXF exportieren, die keine Transparenzinformationen unterstützen. Sie können die reine Alphakanal-Ausgabe verwenden, um die transparenten Bereiche Ihres Videos in Drittanbieter-Anwendungen zu definieren.

Zeit-Interpolation kommt zum Einsatz, wenn sich die Framerate des exportierten Mediums von dem Quellmedium unterscheidet, z. B. wenn Sie eine Quellsequenz mit 30 fps in 60 fps exportieren möchten. Die Zeit-Interpolation generiert Frames nach folgenden Methoden:

  • Frame-Sampling: Dupliziert oder entfernt Frames, um die gewünschte Framerate zu erzielen. Diese Option verursacht bei manchen Medien möglicherweise eine ruckelnde Wiedergabe.
  • Frame-Überblendung: Fügt Frames hinzu oder entfernt sie, indem sie in die anliegenden Frames übergeblendet werden, was zu einer flüssigeren Wiedergabe führen kann.
  • Optischer Flow: Fügt Frames hinzu oder entfernt sie, indem die Bewegung von Pixeln der anliegenden Frames interpoliert wird. Diese Option sorgt in der Regel für eine flüssigere Wiedergabe, jedoch kann es zu Artefakten kommen, wenn sich die Frames stark unterscheiden. Verwenden Sie eine der anderen Einstellungen für Zeit-Interpolation, wenn dieses Problem auftritt.

Exportieren und Ausdünnen von XMP-Metadaten

Metadaten sind beschreibende Informationen zu einer Mediendatei. Metadaten können Informationen wie Erstellungsdatum, Dateiformat und Zeitleistenmarkierungen umfassen. Sie können im Dialogfeld „Metadatenexport“ auswählen, welche XMP-Metadaten in Ihren Medien enthalten sein sollen.

Um das Dialogfeld „Metadatenexport“ zu öffnen, klicken Sie in der linken unteren Ecke des Dialogfelds Exporteinstellungen auf die Schaltfläche Metadaten.

Metadatenexport
Metadatenexport

Hinweis:

Viele derselben Aktionen sind auch im Dialogfeld „Voreinstellungen“ in der Kategorie „Metadaten“ verfügbar. (Siehe Voreinstellungen.) Im Dialogfeld „Voreinstellungen“ vorgenommene Änderungen wirken sich nicht auf ausgewählte Objekte in der Codierungswarteschlange aus. Die Vorgaben und Regeln sind jedoch für die spätere Zuweisung über das Dialogfeld „Metadatenexport“ verfügbar.

Weitere Informationen zur Arbeit mit Metadaten in Premiere finden Sie unter Verwalten von Metadaten.

Im Menü mit Exportoptionen können Sie auswählen, wie XMP-Metadaten mit Ihrer exportierten Datei gespeichert werden:

  • Ohne: Es werden keine XMP-Metadaten aus der Quelle exportiert. Es werden jedoch immer grundlegende XMP-Metadaten zur exportierten Datei, wie z. B. Exporteinstellungen und Start-Timecode, exportiert, auch wenn die Option „Ohne“ ausgewählt ist.
  • In Ausgabedatei einbetten: XMP-Metadaten werden in der exportierten Datei selbst gespeichert.
  • Sidecar-Datei erstellen: XMP-Metadaten werden als separate Datei im selben Verzeichnis wie die exportierte Datei gespeichert.
Hinweis:

Die Option In Ausgabedatei einbetten ist bei Formaten, die die Einbettung von XMP-Daten nicht unterstützen, deaktiviert.

Eine Exportvorlage gibt an, welche XMP-Metadaten in die Ausgabedatei geschrieben werden. Sie können z. B. eine Exportvorgabe erstellen, die verschiedene XMP-Metadaten aus den Quelldateien enthält, und gleichzeitig Ihre Kontaktdaten und Informationen zum Urheberrecht zu jeder Ausgabedatei hinzufügen. 

Die Exportvorlage filtert sämtliche Felder heraus, die nicht explizit von der aktuellen Vorlage aktiviert wurden. Die einzige Ausnahme bilden interne Eigenschaften, die automatisch von der erstellenden Anwendung mit Daten ausgefüllt werden. Diese Eigenschaften werden immer mit aufgenommen und können nicht exportiert werden. 

Um eine eigene Exportvorgabe zu erstellen, klicken Sie neben dem Menü „Exportvorgabe“ auf „Neu“. Sie können verschiedene Felder oder Kategorien aktivieren, indem Sie diese im Dialogfeld „Exportvorgaben-Editor“ auswählen. Um bestimmte Felder zu suchen, verwenden Sie das Suchfeld im oberen Bereich des Dialogfelds „Exportvorgaben-Editor“. Achten Sie darauf, Ihrer Exportvorgabe einen aussagekräftigen Namen zuzuweisen. 

Sie können eine bereits vorhandene benutzerdefinierte Exportvorgabe bearbeiten, indem Sie sie im Menü „Exportvorgaben“ auswählen und auf „Bearbeiten“ klicken. 

Wenn Sie eine Exportvorgabe angewendet haben, können Sie auch manuell Werte eingeben, um den Objekten in der aktuellen Kodierungswarteschlange bestimmte XMP-Metadaten hinzuzufügen. 

Einige Felder können nicht bearbeitet und nicht von der Ausgabe ausgeschlossen werden. Dazu gehören z. B. die Felder, die automatisch von der erstellenden Anwendung ausgefüllt werden. So werden z. B. das Feld „Format“ im Schema „Dublin Core“ und das Feld „Video-Framerate“ im Schema „Dynamische Medien“ automatisch so von Adobe Media Encoder festgelegt, dass sie die Ausgabedatei genau beschreiben. Diese Felder können nicht vom Benutzer bearbeitet werden. Darüber hinaus können Werte, die von der aktuellen Exportvorgabe festgelegt werden, nicht bearbeitet werden. Wenn Sie diese Werte ändern möchten, ändern Sie die Vorgabe oder wenden Sie eine andere Vorgabe an. 

Felder, die keine Daten enthalten (entweder aus der Vorgabe oder manuell eingegeben), werden nicht in die exportierten XMP-Metadaten aufgenommen. Leere Felder werden nicht in die Ausgabedatei geschrieben.

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