Der GoPro CineForm-Codec

Der GoPro CineForm-Codec ist ein plattformübergreifender Zwischencodec, der häufig in Film- und Fernseh-Arbeitsabläufen verwendet wird, die HD- oder höher auflösende Medien verwenden.

In der aktuellsten Version von After Effects CC und Adobe Media Encoder CC kann der GoPro CineForm-Codec dazu verwendet werden, QuickTime-Dateien (.mov) nativ zu kodieren und zu dekodieren. Daher müssen Sie keine zusätzlichen Codecs installieren, um QuickTime-Dateien zu erstellen und zu verwenden.

GoPro CineForm-Codec-Einstellungen

Es gibt fünf Einstellungen für die Komprimierungsqualität sowie zwei Einstellungen für das Pixelformat, die Sie bei der Nutzung des GoPro CineForm-Codecs zur Anpassung der Ausgabe verwenden können. Um After Effects-Projekte mit dem GoPro CineForm-Codec zu exportieren, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Wählen Sie in der Renderliste ein Projekt aus und klicken Sie auf die Einstellung „Ausgabemodul“.

    Einstellung „Ausgabemodul“
  2. Wählen Sie in der Dropdownliste Format die Option „QuickTime“ als Ausgabeformat und klicken Sie auf Formatoptionen.

    Formatoptionen in den Einstellungen des Ausgabemoduls
  3. Wählen Sie im Dialogfeld „QuickTime-Optionen“ den Videocodec GoPro CineForm aus. Passen Sie die Komprimierungseinstellungen mit dem Schieberegler „Qualität“ unter „Grundlegende Videoeinstellungen“ an. Der Schiebregler kann in einem Bereich zwischen 1 und 5 bewegt werden. 1 entspricht dabei der Einstellung „Niedrig“, 5 entspricht der Einstellung „Film-Scan 2“. Der Standardwert ist 4 (Film-Scan).

    1. Niedrig

    2. Mittel

    3. Hoch

    4. Film-Scan

    5. Film-Scan 2

    Einstellungen für die GoPro-Komprimierungsqualität

    Im Artikel Understanding CineForm Quality settings (Die Qualitätseinstellungen von CineForm) auf der CineForm-Website finden Sie detaillierte Informationen zu dieser Einstellung.

  4. Der GoPro CineForm-Codec kann Pixel in YUV 4:2:2 mit 10 Bit pro Kanal oder in RGBA 4:4:4:4 mit 12 Bit pro Kanal kodieren.

    Kanaleinstellungen für das Ausgabemodul

    Das kodierte Pixelformat basiert auf den Einstellungen für Farbtiefe und Alphakanal, die Sie im Dialogfeld Einstellungen für Ausgabemodule wählen. Es gibt drei Kanaleinstellungen: „RGB“, „Alpha“ und „RGB+Alpha“:

    • Wählen Sie für Kanäle die Einstellung RGB oder Alpha, um als 10bpc YUV zu kodieren. In diesem Fall können Sie für Tiefe lediglich Farben wählen.
    • Wählen Sie für Kanäle die Option „RGB+Alpha“, um als 12bpc RGBA zu kodieren. In diesem Fall können Sie für „Tiefe“ die Einstellung „Über 16,7 Mill. Farben“ oder „Billionen Farben+“ wählen.  

    Hinweis:

    After Effects rendert die Komposition mit den Einstellungen unter Projekt und Rendereinstellungen und der GoPro CineForm-Encoder resamplet die Frames in 10-bit YUV bzw. 12 bpc RGBA.

  5. Klicken Sie im Bedienfeld „Rendern“ auf „Rendern“, um mit dem Rendern Ihres Projekts mit den GoPro CineForm-Einstellungen zu beginnen.

GoPro CineForm-Einstellungen in Adobe Media Encoder

GoPro CineForm-Vorgaben für Media Encoder

Wenn Sie in Adobe Media Encoder mit dem GoPro CineForm-Encoder in das QuickTime-Format ausgeben möchten, finden Sie im Dialogfeld Exporteinstellungen drei Vorgaben, die Sie verwenden können:

  1. GoPro CineForm RGB 12-Bit mit Alpha bei maximaler Bittiefe
  2. GoPro CineForm RGB 12-Bit mit Alpha
  3. GoPro CineForm YUV 10-Bit

Hinweis:

Die Frames werden unter Umständen von Adobe Media Encoder in einer höheren oder geringeren Qualität gerendert. Dies hängt von den verwendeten Quellen sowie davon ab, ob die Option „Maximale Bittiefe“ aktiviert ist. Der GoPro CineForm-Encoder resamplet die Frames mit 10 bpc YUV bzw. 12 bpc RGBA.

Weitere wichtige Punkte

  • Sie können die allgemeinen Videoeinstellungen wie die Framerate und das Seitenverhältnis bearbeiten, indem Sie die Kontrollkästchen neben diesen Einstellungen deaktivieren. Bei nicht unterstützten Größen wie GoPro 2.7K ändern Sie die Auflösungseinstellungen und skalieren Sie auf eine Größe von 1080, 2K oder 4K herab bzw. auf 6K hinauf.
  • Aufgrund der für Framegrößen geltenden Beschränkungen müssen Framebreiten-Werte durch 16 und Framehöhen-Werte durch 8 teilbar sein. Dies gilt unabhängig von der Bittiefe. So beträgt z. B. die Framegröße von GoPro 2.7 2704x1524 und wird deshalb zurzeit nicht unterstützt, da die Breite von 1524 zu einer Teilframegröße von 95,25 führt.

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