Damit Inhalte kommerziellen Wert haben, müssen sie von hoher Qualität sein. Hier erfahren Sie mehr über Qualitäts- und technische Probleme sowie die Maßnahmen, mit denen Sie die Ablehnung von Inhalten vermeiden.

Übersicht über die Qualität

Bilder und Videos sollten in der Regel scharf, gut belichtet und ohne Artefakte sein. Vektorgrafiken sollten gut strukturiert und Pfade gefüllter Formen sollten geschlossen sein. Einige Inhalte passen möglicherweise gut in eine Kunstgalerie, sind jedoch für Adobe Stock weniger geeignet. Fragen Sie sich vor dem Hochladen von Inhalten, wie sie kommerziell genutzt werden können: Würden Sie als Kunde das Bild kaufen? Wenn Sie die Frage bejahen, überlegen Sie sich, wozu Sie es verwenden würden.

Im Folgenden werden Qualitätsprobleme aufgeführt, die vom Überprüfungsteam möglicherweise genannt werden, und ihre Bedeutung wird erläutert.

Unscharf 

Überprüfen Sie Ihre Inhalte stets vor dem Einreichen in der Originalgröße. 

Bewegungsunschärfe kann in einem Bild oder Video den Eindruck von Bewegung und Geschwindigkeit vermitteln. Achten Sie allerdings darauf, dass das Hauptmotiv des Bildes scharf ist.

Durch eine geringe Schärfentiefe können Sie Objekte hervorheben. Setzen Sie jedoch Schärfentiefe bewusst ein. Wenn Sie Aufnahmen mit einer großen Blende machen, kann Schärfentiefe der Qualität des Fotos dienen. Achten Sie darauf, dass wichtige Bildelemente nicht aufgrund von Schärfentiefe unscharf sind. Wenn das Bild im Fokus, jedoch unscharf ist, stellen Sie sicher, dass das Schärfen bei der Nachbearbeitung nicht zu Artefakten führt.

Hinweis:

Verwenden Sie möglichst ein Dreibein- oder Einbeinstativ, um schärfere Bilder zu erhalten. Schnellere Verschlussgeschwindigkeiten sind sicher nützlich. Eine Möglichkeit, die Verschlussgeschwindigkeit zu erhöhen, ist das Öffnen der Blende, wodurch die Schärfentiefe vergrößert wird. Finden Sie das richtige Verhältnis, um die höchste Qualität zu erreichen. Sie können die Verschlussgeschwindigkeit auch über den ISO-Wert erhöhen. Wenn Sie diesen allerdings zu hoch einstellen, kann Rauschen entstehen.

Loten Sie die Grenzen Ihrer Kamera aus. Gehen Sie mit Ihrem Werk ruhig an diese Grenzen, aber überschreiten Sie sie nicht (zu weit).

Artefakte

Das häufigste Problem mit Artefakten ist übermäßiges Rauschen, wodurch das Bild körnig wirkt. Artefakte entstehen meist bei Bildern, die bei schlechten Lichtbedingungen mit einem hohen ISO-Wert aufgenommen werden. Loten Sie die Grenzen Ihrer Kamera aus. Bei den meisten Kameras tritt bei ISO 1600 starkes Rauschen auf, bei einigen schon bei niedrigeren Werten. 

Artefakte können durch invasive Nachbearbeitung verursacht werden. Speichern Sie immer die Originaldatei. Wenn ein Bild aufgrund von Artefakten abgelehnt wird, vergleichen Sie das von Ihnen eingereichte Bild mit dem Original und ermitteln Sie, wo Artefakte entstanden sind.  

Artefakte können auch durch Sensorstaub verursacht werden. Das kleinste Staubkorn auf dem Sensor kann Flecken auf dem Bild verursachen. Staubflecken auf dem Sensor lassen sich bei der Nachbearbeitung entfernen. Die beste Lösung ist allerdings ein sauberer Sensor. Wenden Sie sich an ein Kamerageschäft in Ihrer Nähe, um sich über Reinigungsmöglichkeiten zu informieren.

Belichtung 

Zu viel Licht (Überbelichtung) oder zu wenig Licht (Unterbelichtung) kann die Qualität einer Fotografie erheblich verringern. Überprüfen Sie das Histogramm oder den Kamerabildschirm, um sicherzustellen, dass Ihre Bilder richtig belichtet werden.

Verschlussgeschwindigkeit, Blende und ISO-Wert sind die drei wichtigsten Faktoren, von denen die Belichtung abhängt. Experimentieren Sie bei Umgebungslicht und unter Studiobedingungen mit den verschiedenen Möglichkeiten, die Bildbelichtung einzustellen, sodass jede Szene optimal festgehalten wird.

Technische Probleme 

Wenn wir eine Datei wegen technischer Probleme ablehnen, haben wir technische Mängel festgestellt. Diese Mängel sind anderen Ursprungs als Probleme mit dem Fokus, der Belichtung und mit Artefakten, die gesondert genannt werden. 

Zu den rein technischen Problemen bei Fotos und Videos zählen:

Weißabgleich: Der Weißabgleich wurde falsch kalibriert. Das Weiß erscheint zu warm oder zu kalt.

Hinweis:

Wenn Sie Aufnahmen in Raw-Formaten machen, lässt sich der Weißabgleich in der Nachbearbeitung flexibel anpassen.

Kontrast: Der Kontrast ist zu hoch oder zu gering.

Sättigung: Übersättigung kann unnatürlich wirken. Untersättigung oder Volltonfarben können außerdem zur Verschlechterung der technischen Qualität führen.

Hinweis:

Sie können in Lightroom anstatt des Reglers „Sättigung“ auch den Regler „Dynamik“ verwenden.

Auswahl: Die Bearbeitung muss unauffällig sein. Das Auswählen von Objekten aus ihrem Hintergrund (bzw. ihre Maskierung), um sie zu neuen Bildern zusammenzusetzen, erfordert Zeit, Geduld und Sorgfalt. Reichen Sie keine Bilder ein, die schlecht ausgewählt wurden oder nicht wie ein natürlicher Bestandteil der Szene aussehen.

Chromatische Aberration: Objekte im Bild umgibt ein Farbrand.

Allgemeine Komposition: Ist der Horizont gerade? Ist das Bild zu stark zugeschnitten? Der Designer benötigt Platz für eigene Texte und Objekte. 

Zusätzlich zu den oben genannten Problemen können bei Videos u. a. folgende technische Probleme auftreten:

Visuelle Stabilität: Alle Aufnahmen sollten mit einer ruhig gehaltenen Kamera und Bildstabilisierung durchgeführt werden. Wenn eine verwackelte Aufnahme aus ästhetischen Gründen gewollt ist, berücksichtigen wir dies bei der Moderation der Datei. Stabilisierung bei der Nachbearbeitung ist zulässig, sofern sie nicht die Qualität des Bildes beeinträchtigt.

Audio: Entfernen Sie Audioelemente, die unbrauchbar sind, z. B. übersteuertes Audio oder Sound, der markenrechtlich geschützt ist. Sie können ohne Weiteres Clips ohne Audio einreichen. Wenn Ihr Clip Audioaufnahmen menschlicher Stimmen enthält, ist für jede Stimme ein Model-Vertrag erforderlich.

Rolling-Shutter-Artefakte: Aufnahmen mit geringfügigen Rolling-Shutter-Artefakten werden nach Ermessen des Moderationsteams akzeptiert oder abgelehnt. Aufnahmen mit Jello-Artefakten (Wackelpudding-Effekt) werden abgelehnt. Aufnahmen mit Neigungsartefakten werden danach beurteilt, wie auffällig oder störend das Artefakt im Hinblick auf die Ästhetik oder Effektivität des Bildes ist. Aufnahmen mit Flash-Banding-Artefakten sind nicht zulässig und werden abgelehnt.  

Videomaterial mit logarithmischer Gammaverteilung (Log-Gammaverteilung): Auf im Log-Modus aufgenommene Inhalte sollte eine einfache Farbkorrektur angewendet werden – empfohlen wird eine einfache LUT für Rec. 709.

Videomaterial mit nachträglich erhöhter Auflösung: Erhöhen Sie nicht nachträglich die Auflösung von Videomaterial (z. B. von HD auf 4K). Reichen Sie Videomaterial in der Originalauflösung oder ggf. in geringerer Auflösung ein. Erstellen Sie die Aufnahmen nach Möglichkeit in 4K.  

Technische Probleme bei Vektorgrafiken:

Offene Pfade: Alle Pfade gefüllter Formen müssen geschlossen sein.

Rasterbilder: Betten Sie in Vektordateien keine pixelbasierten Bilder (JPEG-Dateien) ein, denn sie sind keine Vektorgrafiken.

Pausstift: Verwenden Sie für komplexe Bilder, z. B. Fotos, nicht den Pausstift. Die resultierenden Vektorgrafiken sind für Kunden zu schwierig zu bearbeiten.

Größe der Zeichenfläche: Wenn die Größe der Zeichenfläche nicht mindestens 15 Megapixel beträgt, ist ein Upload über das Anbieterportal nicht möglich.

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