Verhalten: Ebenentausch

Zyklusebenen: Anzeige der Ebenen in Reihenfolge

Bei diesem Verhalten werden die einzelnen Ebenen der Marionette in Reihenfolge angezeigt. Dies ist hilfreich, um ein Muster wie eine Begrüßungsanimation oder Blinklichter zu wiederholen. Bei Verwendung von Auslösern kann der zyklische Wechsel der Ebenen durch Tastendruck ausgelöst werden.

Einrichten

Wenden Sie dieses Verhalten auf die Marionette an, die die Ebenensequenz für den Zyklus enthält.

Wenn der Zyklus durch eine Auslösertaste gesteuert werden soll, wählen Sie im Marionettenfenster die Marionettenebene aus und geben Sie im Bereich „Auslöser“ des Eigenschaftenfensters die gewünschte Taste an.

Ein funktionierendes Beispiel, das Sie bearbeiten können, ist „Dojo Joe“ in den herunterladbaren Character Animator-Beispielen.

Steuerelemente

Dieses Verhalten hat die folgenden Parameter:

  • Mit Anfang wird gesteuert, ab wann die Ebenen angezeigt werden sollen. Die verfügbaren Optionen sind „Wenn ausgelöst“ und „Sofort“.
  • Ebenenreihenfolge steuert, wie die Ebenen verwendet werden – Von oben nach unten (die oberste Ebene ist die erste angezeigte, die unterste Ebene die letzte) oder Von unten nach oben. Wenn Sie den Zyklus in Photoshop zusammenstellen, indem Sie Ebenen einfügen (die oberhalb von vorhandenen Ebenen hinzugefügt werden), ist es einfacher, Von unten nach oben auszuwählen, als die Ebenenreihenfolge in der Grafikdatei umzukehren. 
  • Mit Weiter nach wird gesteuert, wie lange eine Ebene angezeigt wird, bis zur nächsten gewechselt wird.
  • Mit Zyklus wird gesteuert, wie oft die Ebenen wiederholt werden. Die verfügbaren Optionen sind „Fortlaufend“ und „Einmal“.
  • Mit Vor- und rückwärts abspielen wird gesteuert, ob die Ebenen nach dem Erreichen der letzten Ebene rückwärts abgespielt werden.
  • In letzter Ebene halten wird gesteuert, ob die letzte Ebene im Zyklus sichtbar bleibt, während der Auslöser aktiv ist. Es kann mit „Vorwärts“ und „Rückwärts“ verwendet werden, um zum Beispiel in der letzten Ebene zu halten, bis die Taste losgelassen wird, und dann rückwärts abzuspielen.
  • Mit Bei ausgelöstem Ende wird die Wiedergabe bei Loslassen der Auslösertaste gesteuert. Mit Sofort beenden wird der Zyklus beim Loslassen der Taste angehalten, während bei Zyklus beenden lassen der Zyklus zu Ende geführt und auch eine Rückwärtswiedergabe (sofern aktiviert) durchgeführt wird. Wenn der Zyklus durch einen Auslöser in einem Tauschsatz gestartet wurde, können weitere Auslöser im selben Tauschsatz bis zum Abschluss des Zyklus nichts auslösen.
  • Mit Nach Pause fortfahren wird gesteuert, wie ein Zyklus nach einer Pausenebene (d. h. einer Ebene, bei der das Tag Zykluspause angewandt wird) wiederaufgenommen wird. Wenn ausgelöst wird verwendet, wenn Sie die Ebene mit der Auslösertaste fortsetzen. Bei Loslassen des Auslösers wird verwendet, wenn Sie die Ebene fortsetzen, indem Sie die Auslösertaste gedrückt halten und loslassen.

Sequenzielle Ebenen synchron zur Zeit anzeigen

Die Ebenen in einem Zyklus können sequenziell synchron zur Zeitleiste ausgelöst werden, sodass die jeweiligen Ebenen im Zyklus der Zeit entsprechend ausgewählt werden. Dies kann nützlich sein, wenn Sie eine Bildsequenz (erstellt über „Datei“ > „Zyklus importieren“ bzw. „Marionette“ > „Zyklus importieren“) als Hintergrundvideo verwenden möchten.

Wenn Sie sequenzielle Ebenen synchron zur Zeit anzeigen möchten, gehen Sie wie folgt vor:

Legen Sie den Parameter Start auf die neue Option Mit Zeitleiste synchronisiert fest. Mit Zeitleiste synchronisiert entspricht Sofort, mit dem Unterschied, dass bei der ersten Option die Ebenen der Gruppe während einer Probe (d. h. wenn sie auf einem Bild anhalten) nicht durchlaufen werden.

Der Zyklus wird mit dem ursprünglichen Anfang der Marionettenspur synchronisiert. Wenn Sie also die Marionettenspur zeitlich nach hinten verschieben, beginnt der Zyklus weiterhin am ersten Frame der Marionettenspur. Wenn Sie den In-Point (linke Kante) der Marionettenspur zeitlich nach vorn verschieben, wird die erste Ebene des Zyklus für diese erweiterten Frames verwendet.

Die Option Sofort zeigt nun auch während Aufnahme und Wiedergabe dieselbe Ebene an. Wenn die Wiedergabe bzw. Aufnahme nach der Probe beginnt, wird möglicherweise in der ausgewählten Ebene eine Unterbrechung angezeigt. Wenn Sie die Option Sofort oder Mit Zeitleiste synchronisiert verwenden, ist der Parameter In letzter Ebene anhalten jetzt deaktiviert, wenn Vorwärts und Rückwärts aktiviert sind oder wenn der Zyklus auf Fortlaufend eingestellt ist.

Ebenenwähler: Anzuzeigende oder auszulösende Ebene auswählen

Sie können eine bestimmte Ebene in einer Marionette oder Gruppe mithilfe des Verhaltens Ebenenauswahl auslösen. Im Folgenden sind die verschiedenen Möglichkeiten zur Ebenenauswahl aufgeführt – durch Indexnummer, Prozentsatz, Mikrofon, Tastatur, Maus, Touch-fähiges Display oder eine Kombination daraus. Für eine komplexere Auslösung von Ebenen können auf die einzelnen Ebenen sogar Zyklusebenen angewendet werden.

Einrichten
Dieses Verhalten wird nicht standardmäßig auf Marionetten angewendet. Sie können das Verhalten einer bestimmten Gruppe einer Marionette hinzufügen, aus deren Ebenen Sie auswählen möchten. Nur die Ebenen und Gruppen in dieser Marionette werden ausgewählt, Ebenen innerhalb von Gruppen werden ignoriert.

Steuerelemente
Die auszuwählende Ebene verfügt über eine Kombination aus mehreren Eingabesteuerelementen. Die verfügbaren Steuerelemente sind die Indexnummer, der Prozentsatz für die Anzahl der verfügbaren Ebenen, die über die mit dem Mikrofon erfasste Lautstärke, durch Drücken der Pfeiltasten, Ziehen mit der Maus oder Berührungen auf einem Touch-fähigen Display aktiviert werden können. Die Summe aller Ebenen, die durch diese Steuerelemente ausgewählt werden, bestimmt die eigentlich auszulösende Ebene. Sie können eines oder mehrere Steuerelemente verwenden, die für Ihre Anforderungen am besten geeignet sind.

Parameter für den Ebenenwähler:

  • Audio-Eingabe: Steuert die ausgewählte Ebene basierend auf der Lautstärke, mit der Sie in das Mikrofon sprechen. Verwenden Sie den Parameter „Audio-Empfindlichkeit“, um den Wert anzupassen (wird unten definiert).
  • Kamereingabe: Wenn dieser Parameter aktiviert ist, können Sie Kopfbewegungen nutzen, um die zu verwendende Ebene auszuwählen. Bei Verwendung der Kamera können Sie über den neuen Parameter „Kameramodus“ die Art der Kopfbewegung – die Drehung Ihres Kopfes, die Breite Ihres Mundes, die vertikale Bewegung Ihrer Augenbrauen usw. – als Controller auswählen, während der neue Parameter „Kamerastärke“ steuert, wie stark diese Kopfbewegung die ausgewählte Ebene beeinflusst. Da die Kameraeingabe für die Ebenenauswahl genutzt wird, müssen Sie Ihr Gesicht in eine ruhende Position bringen, bevor Sie auf die Schaltfläche „Kalibrieren“ klicken.

Hinweis: Manche Kameramodi erfordern möglicherweise Anpassungen an den Werten „Kamerastärke“, „Indexversatz“ und „Versatzanteil“, damit die gewünschten Ergebnisse erzielt werden.

  • Tastatureingabe: Steuert die Ebene, die durch Drücken der Pfeiltasten ausgewählt wird. Verwenden Sie die Nach-links- oder Nach-oben-Taste, um die Ebenennummer zu reduzieren, und die Nach-rechts- oder Nach-unten-Taste, um die Nummer zu erhöhen.
  • Maus- und Touch-Eingabe: Steuert die Ebene, die durch horizontales Ziehen der Maus im Szenenfenster oder durch Verwenden eines Touch-fähigen Displays ausgewählt wird. Sie können diesen Parameter mit dem Parameter „Maus- und Touch-Stärke“ anpassen (wird unten beschrieben).
  • Indexversatz: Steuert die Ebene, die mithilfe der Ebenennummer ausgewählt wird (Position innerhalb der Gruppe oder Marionette). Dieser Parameter weist einen Mindestwert von 1 (erste Ebene) auf.
  • Versatzanteil: Steuert die Ebene, die durch die Auswahl eines Prozentsatzes innerhalb eines Ebenenbereichs ausgewählt wird. Dieser Parameter hat einen Mindestwert von –100 % und einen Höchstwert von 100 %, sodass Sie beispielsweise eine Ebene mit einer höheren Nummer mit einem Index-Versatz auswählen können, diesen jedoch mit einem negativen Prozentwertversatz reduzieren können.
  • Audio-Empfindlichkeit: Steuert, wie viel Einfluss die Lautstärke auf die ausgewählte Ebene hat. Dies wird verwendet, wenn „Audio-Eingabe“ aktiviert ist.
  • Maus- und Touch-Stärke: Steuert, wie weit Sie horizontal ziehen müssen, um die ausgewählte Ebene zu ändern. Dies wird verwendet, wenn „Maus- und Touch-Eingabe“ aktiviert ist.
  • Tastaturnavigation: Steuert, wie die Ebenennummer mit der Pfeiltaste erhöht wird. Mit „Beim Gedrückthalten“ (standardmäßig eingestellt) können Sie die Ebenennummer wiederholt erhöhen oder reduzieren, indem Sie die Pfeiltaste gedrückt halten. Mit der Einstellung „Beim Berühren“ müssen Sie die Pfeiltaste jedes Mal drücken, wenn Sie die Ebenennummer ändern möchten.
  • Außerhalb des Bereichs: Steuert, wie Ebenennummern behandelt werden, die außerhalb des verfügbaren Ebenenbereichs liegen. „Auf Erste/Letzte beschränken“ (standardmäßig eingestellt) beschränkt die Auswahl auf die erste und letzte Ebene, wobei die erste Ebene bei einer negativen Zahl angezeigt wird und die letzte Ebene, wenn die Zahl größer als der Indexwert der letzten Ebene ist. Mit der Schleife wird der Ebenenbereich wiederholt durchlaufen.

Bewegungsauslöser: Grafik entsprechend der Richtungsbewegung anzeigen

Das Verhalten „Bewegungsauslöser“ wird zwischen Gruppen entsprechend der Richtung umgeschaltet, in die sich die übergeordnete Marionette bewegt. Wechseln Sie zum Beispiel, wenn eine Figur sich nach rechts bewegt, zu einer Profilansicht der Figur, die Bewegungsspuren hinter sich herzieht. Die Bewegung der Figur kann entweder direkt (Sie ziehen sie durch die Szene) oder indirekt sein (die Marionette ist an der Hand eines Armes angebracht, der schwingt, da der Rumpf sich bewegt).

Einrichten

Um die Bewegungsansichten anzugeben, hängen Sie eines der folgenden Tags an:

  • Ruheposition
  • Bewegung nach links
  • Bewegung nach rechts
  • Bewegung nach oben
  • Bewegung nach unten
  • Im Übergang

Anmerkungen:

  • Diese Richtungen entsprechen der Ansicht der Szene im Bedienfeld „Szene“ (d. h. eine Marionette, die sich in Richtung der linken Seite der Szene bewegt, löst die Ebene „Bewegung nach links“ aus, falls vorhanden). Die diagonale Bewegung richtet sich nach der dominierenden Richtung, jedoch wird wieder zur anderen Richtung umgeschaltet, wenn keine Ebene für die dominierende Richtung vorhanden ist.
  • Dieses Verhalten wird nicht standardmäßig auf Marionetten angewendet. Fügen Sie es zuerst hinzu, um die Auswirkungen auf eine Marionette herauszufinden.

Steuerelemente

Bewegen Sie die übergeordnete Marionette, auf deren Gruppe dieses Verhalten angewendet wird. Bewegungen können von jedem anderen Verhalten ausgehen („Gesicht“, „Dangle“, „Dragger“, „Transformieren“ usw.).

Dieses Verhalten hat die folgenden Parameter:

Mit „Geschwindigkeits-Schwellenwert“ wird der Schwellenwert gesteuert, um den sich die übergeordnete Marionette in Pixel pro Frame bewegen muss, bevor eine Ebene ausgelöst wird. Geschwindigkeiten unter diesem Schwellwert lösen die Ebene „Ruheposition“ aus.

Mit Mindestdauer wird die Mindestanzahl an Frames für das Auslösen einer Ebene vor dem Auslösen einer anderen Ebene gesteuert. Bei geringeren Geschwindigkeiten können so Flackern/hektische Wechsel zwischen Ebenen vermieden werden.

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