Hinweis:

Eine vollständige Liste von Artikeln zum Thema Sicherheit finden Sie in Überblick über die Sicherheit in Acrobat DC und in PDF-Dateien.

Durch Schützen von Dokumenten können Sie das Anzeigen, Bearbeiten, Drucken und andere Optionen auf bestimmte Benutzer beschränken.

Sicherheitstyp auswählen

Die Sicherheitsfunktionen reichen von relativ einfachen Maßnahmen bis hin zu leistungsfähigen Systemen, die von Unternehmen und Behörden implementiert werden. Für welche Funktion Sie sich entscheiden, ist von Ihren Zielstellungen abhängig. Nachstehend sind einige Beispiele aufgeführt:

  • Sie möchten, dass die PDF-Datei nur von bestimmten Personen angezeigt wird. Die einfachste Lösung besteht darin, die PDF-Datei mit einem Kennwort zu versehen und die Datei an die gewünschten Empfänger zu senden. (Siehe Kennwortsicherheit einrichten.)

  • Sie möchten, dass die PDF-Datei nicht gedruckt oder bearbeitet werden kann. Sie können den Druck und die Bearbeitung in demselben Dialogfeld blockieren, in dem Sie auch das Kennwort hinzufügen. (Siehe Kennwortsicherheit einrichten.)

  • Sie möchten den Empfängern versichern, dass die PDF-Datei tatsächlich von Ihnen stammt. Erwerben Sie in diesem Fall am besten eine digitale ID von einer Zertifizierungsstelle. Sie können auch eine eigene digitale ID erstellen, wenn Sie mit einer Gruppe kommunizieren, der Sie vertrauen. (Siehe Grundlagen zu digitalen IDs und Dokumente durch Zertifikate schützen.)

  • Sie benötigen eine unternehmensweite Sicherheitslösung für PDF-Dateien. Sie können eine speziell für Unternehmen geeignete Lösung entwickeln, die mit vertraulichen Daten arbeiten. Einige Unternehmen verwenden Adobe LiveCycle Rights Management ES, um Richtlinien auf Dokumente anzuwenden. Die Richtlinie enthält die Liste der Empfänger mit den jeweils zugehörigen Berechtigungen. Einzelpersonen können mit Hilfe von Richtlinien dieselben Sicherheitseinstellungen auf mehrere Dokumente anwenden. (Siehe Dokumente durch Adobe LiveCycle Rights Management ES schützen.)

Sicherheitsrichtlinien

Eine Sicherheitsrichtlinie setzt systematische Einschränkungen für den Informationsfluss und -austausch innerhalb einer Organisation durch. Sie können mit Adobe LiveCycle Rights Management ES eine Richtlinie auf Dokumente anwenden, ohne dass digitale Signaturen und Zertifikate erforderlich sind. Wenn Sie auf PDF-Dateien häufig dieselben Sicherheitseinstellungen anwenden, können Sie eine Sicherheitsrichtlinie erstellen, um den Vorgang zu vereinfachen. Es bietet sich an, für unterschiedliche Anforderungen spezifische unterschiedliche Richtlinien festzulegen.

Briefumschlag-Richtlinie

Sie können mehrere Dokumente sichern, indem Sie sie in einen PDF-Briefumschlag einbetten. Sie haben die Möglichkeit, Briefumschläge zu verschlüsseln, um Zugriff durch Unbefugte zu verhindern, und Briefumschläge zu zertifizieren, um den Ursprung nachzuweisen. Berechtigte Empfänger können den Briefumschlag öffnen und die Dateien zum Anzeigen entnehmen.

LiveCycle Rights Management ES-Richtlinie

Adobe LiveCycle Rights Management ES-Richtlinien werden auf einem Server gespeichert, auf den Benutzer Zugriff haben müssen, um sie verwenden zu können. Zum Erstellen dieser Richtlinien wählen Sie die Dokumentempfänger in einer Liste in Adobe LiveCycle Rights Management ES aus.

Kennwort- und Zertifikatsrichtlinien

Sie können Ihre Kennwort- bzw. Zertifikatseinstellungen speichern und zum Verschlüsseln von PDF-Dateien wiederverwenden, so dass Sie das Kennwort bzw. Zertifikat nicht jedes Mal neu einrichten müssen.

Hinweis:

Wenn Sie Sicherheitseinstellungen auf ein PDF-Portfolio in Acrobat Pro DC, einschließlich der Komponentendokumente, anwenden, können Sie die erforderlichen Schritte über den Aktionsassistenten („Datei“ > „Aktionsassistent“) automatisieren.

Erforderlicher Schutz:

Aktion:

Kennwort zum Öffnen einer PDF-Datei bzw. zum Kopieren oder Drucken des Inhalts festlegen.

Wählen Sie Werkzeuge > Schutz > Verschlüsseln > „Mit Kennwort verschlüsseln“. Wählen Sie bei einem PDF-Portfolio Ansicht > Portfolio > Deckblatt. Wählen Sie danach Werkzeuge > Schutz > Verschlüsseln > Mit Kennwort verschlüsseln. Wenn das Fenster „Schutz“ nicht angezeigt wird, beachten Sie die Anweisungen zum Hinzufügen von Fenstern unter Aufgabenfenster.

Wenn Ihr Unternehmen diesen Service in Anspruch nimmt, können Sie auch Adobe LiveCycle Rights Management ES zum Schützen von Dokumenten verwenden.

Bei der Verwendung des Aktionsassistenten zur Anwendung von Sicherheitseinstellungen auf PDF-Portfolios in Acrobat Pro DC werden die untergeordneten Dokumente geschützt, nicht jedoch das Deckblatt.

Angeben, dass Sie mit dem Inhalt des PDF-Dokuments einverstanden sind.

Unterschreiben und zertifizieren Sie die PDF. Zum Hinzufügen von digitalen Signaturen müssen Sie zunächst eine digitale ID anfordern. Erwerben Sie eine digitale ID (weitere Informationen zu Sicherheitspartnern finden Sie auf der Adobe-Website) oder erstellen Sie eine eigene digitale ID. Siehe Eigene digitale ID erstellen.

In asiatischen Sprachen können Sie einen Genehmigungsstempel hinzufügen.

Manipulation von Formulardaten verhindern.

Mit LiveCycle Designer können Sie Formulardaten schützen und gesperrte Signaturfelder erstellen. Informationen erhalten Sie in der Hilfe von Adobe LiveCycle Designer.

Geschützte Dateianlagen per E-Mail senden.

Verwenden Sie Sicherheitsumschläge. (Werkzeuge > Schutz > Erweiterter Schutz > Sicherheitsumschlag erstellen.

Nur bestimmten Anwendern ermöglichen, ein PDF anzuzeigen.

Wählen Sie „Werkzeuge“ > „Schutz“ > „Verschlüsseln“ > „Mit Zertifikat verschlüsseln“ oder wenden Sie eine Sicherheit über Adobe LiveCycle Rights Management ES an. Die Anwender, die das Dokument anzeigen sollen, müssen ein Zertifikat von Ihnen erhalten. Wenn das Fenster „Schutz“ nicht angezeigt wird, beachten Sie die Anweisungen zum Hinzufügen von Fenstern unter Aufgabenfenster.

Weitere Informationsquellen

Weitere Informationen zur Verwendung von Sicherheitsfunktionen finden Sie hier:

Sicherheitssystem im FIPS-Modus wählen (Windows)

In Acrobat und Reader steht ein FIPS-Modus zur Verfügung. Die Datensicherheit lässt sich damit auf den Federal Information Processing Standard (FIPS) begrenzen. Im FIPS-Modus werden genehmigte Algorithmen gemäß Norm FIPS 140-2 eingesetzt; dabei wird das Kryptografiemodul RSA BSAFE Crypto-C Micro Edition (ME) 3.0.0.1 verwendet.

Die folgenden Sicherheitsoptionen stehen im FIPS-Modus nicht zur Verfügung:

  • Anwenden kennwortbasierter Sicherheitsrichtlinien auf Dokumente. Verwenden Sie Zertifikate mit öffentlichem Schlüssel oder Adobe LiveCycle Rights Management ES zum Anwenden von Sicherheitsrichtlinien auf Dokumente. Die Kennwortverschlüsselung kann allerdings nicht zum Anwenden von Sicherheitsrichtlinien auf Dokumente verwendet werden.

  • Erstellen selbst signierter Zertifikate. Eine von Ihnen erstellte selbst signierte digitale ID muss im Windows-Zertifikatspeicher gespeichert werden. Es ist nicht möglch, eine in einer Datei gespeicherte selbst signierte digitale ID zu erstellen.

  • RC4-Verschlüsselung. Im FIPS-Modus können PDF-Dateien nur mit dem AES-Verschlüsselungsalgorithmus verschlüsselt werden.

  • Digest-Methode MD5 oder RIPEMD160. Im FIPS-Modus können zum Erstellen einer digitalen Signatur nur Digest-Algorithmen vom Typ SHA-1 und SHA-2 verwendet werden.

Sie können Dokumente, die mit nicht FIPS-kompatiblen Algorithmen geschützt sind, im FIPS-Modus öffnen und anzeigen. Es ist jedoch nicht möglich, Dokumentänderungen mit Kennwortschutz zu speichern. Verwenden Sie zum Anwenden von Sicherheitsrichtlinien entweder auf öffentlichen Schlüsseln basierende Zertifikate oder Adobe LiveCycle Rights Management ES.

Der FIPS-Modus wird von einem Systemadministrator in der Windows-Registrierung konfiguriert. Weitere Informationen finden Sie im Digital Signatures Guide (Handbuch für digitale Signaturen, PDF) unter www.adobe.com/go/learn_acr_security_de.

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