Aufnahme und Digitalisierung

Um Filmmaterial, das nicht bereits als eine Datei oder eine Dateiensatz vorliegt, in ein Premiere Pro-Projekt einzufügen, können Sie es je nach Quellmaterial aufnehmen oder digitalisieren:

Aufnehmen

Sie nehmen digitale Videos mit einer Live-Kamera oder von Band auf. Sie nehmen von der Quelle auf die Festplatte auf. Viele digitale Camcorder und Geräte stehen zur Verfügung, um Videos auf Band aufzunehmen. Sie erfassen das Video vom Band auf der Festplatte, bevor Sie es in einem Projekt verwenden. Premiere Pro nimmt Videos über einen auf dem Computer installierten digitalen Anschluss wie FireWire oder SDI-Anschluss auf. Premiere Pro speichert Filmmaterial in Dateiform auf die Festplatte, und importiert die Dateien als Clips in Projekte. Verwenden Sie Adobe After Effects, um Premiere Pro und dann den Aufnahmevorgang zu starten. Alternativ dazu können Sie Adobe OnLocation verwenden, um Videodaten aufzunehmen.

Digitalisieren

Sie digitalisieren analoge Videos von einer analogen Live-Kamera oder einem analogen Bandgerät. Sie digitalisieren das analoge Video, und konvertieren es in ein digitales Format, sodass es auf dem Computer gespeichert und verarbeitet werden kann. Mit dem Befehl „Aufnehmen“ werden Videos digitalisiert, wenn eine Digitalkarte oder ein Digitalgerät im Computer installiert sind. Premiere Pro speichert digitalisiertes Filmmaterial in Form von Dateien auf die Festplatte und importiert die Dateien als Clips in Projekte.

Hinweis:

Beim Aufnehmen von Filmmaterial können Sie die Audiopegel im Audio-Master-Aussteuerungsfenster überwachen.

Systemanforderungen für die Aufnahme

Für die Aufnahme digitaler Videodaten muss das Bearbeitungssystem über folgende Komponenten verfügen:

  • Für DV- oder HDV-Aufnahmen ist eine der folgenden Komponenten erforderlich:

    • ein OHCI-kompatibler IEEE 1394-Port oder eine entsprechende Aufnahmekarte (FireWire, i.Link)

    • eine nicht OHCI-kompatible IEEE 1394-Aufnahmekarte mit Voreinstellungen, Treibern und Plug-ins, die speziell für Premiere Pro entwickelt wurden.

     

  • Für HD- oder SD-Filmmaterial, das von Geräten mit SDI- oder Komponentenausgängen wiedergegeben werden kann, ist eine unterstützte HD- oder SD-Aufnahmekarte mit SDI- oder Komponenteneingängen erforderlich.

  • Für HD- und SD-Filmmaterial, das auf Medien von dateibasierten Camcordern gespeichert wurde, muss ein Gerät an Ihren Computer angeschlossen sein, dass die entsprechenden Medien lesen kann.

  • Zum Aufnehmen von Audiodaten von analogen Quellen benötigen Sie eine unterstützte Audiokarte mit einem analogen Audioeingang.

  • Ein Codec (Compressor/Decompressor) für die Art des aufzunehmenden Filmmaterials. Premiere Pro verfügt über eigene Codecs zum Importieren von DV- und HDV-Material. Für anderes Material sind Codecs in Form von Plug-in-Software erhältlich. In einige Aufnahmekarten sind Hardware-Codecs integriert.

  • Eine Festplatte, die für die Datenrate der Art von Material geeignet ist, die Sie aufnehmen möchten.

  • Ausreichend Festplattenspeicher für die Aufnahme.

Hinweis:

Die Länge eines aufgezeichneten Clips kann möglicherweise durch Ihr Betriebssystem oder das Format Ihrer Festplatte begrenzt sein.

  • Ein Projekt, das mit einer Vorgabe im Dialogfeld „Neues Projekt“ erstellt wurde, wobei alle Einstellungen dem aufzunehmenden Filmmaterial entsprechen.

Hinweis:

Bei einigen DV- und HDV-Camcordern muss das Netzgerät angeschlossen sein, um den IEEE 1394-Port zu aktivieren. Bei anderen Camcordern wird der Schlaf- oder Demo-Modus eingeschaltet, wenn sie sich ohne Bandaktivität für eine gewisse Zeit im Kamera-Modus befinden. Zur Vermeidung hieraus entstehender Probleme sollten Sie den Camcorder an das Netzgerät anschließen, wenn Sie ihn für Videoaufnahmen oder das Dubbing vorbereiten. Wechselt der Camcorder bei angeschlossenem Netzgerät in den Demo-Modus, deaktivieren Sie diese Funktion über das Menüsystem des Geräts.

Einstellen von Aufnahmeformat, Voreinstellungen und Spuren

Verwenden Sie das Aufnahmefenster (Auswahl von „Datei“ > „Aufnehmen“), um digitale oder analoge Video- und Audiodaten aufzunehmen. Das Fenster enthält einen Vorschaubereich, in dem die laufende Aufnahme der Videodaten angezeigt wird sowie Steuerelemente für die Aufnahme mit oder ohne Gerätesteuerung. Es enthält außerdem ein Einstellungsfenster für die Bearbeitung der Aufnahmeeinstellungen und ein Aufzeichnungsfenster zum Aufzeichnen von Clips für Batchaufnahmen. Aus praktischen Gründen stehen einige Optionen aus dem Aufnahmefenster auch im Menü des Aufnahmefensters zur Verfügung.

Sie können Quellgeräte wie Camcorder und Rekorder direkt im Aufnahmefenster steuern, wenn Ihr Computer über einen IEEE 1394-, RS-232-, RS-422-, LANC- oder Control-M-Controller verfügt, der mit Premiere Pro kompatibel ist. Wenn das Quellgerät nicht über eine dieser Schnittstellen verfügt, können Sie das Aufnahmefenster trotzdem verwenden. Sie müssen die Vorgänge Spulen, Starten und Stoppen jedoch mithilfe der Bedienelemente des Geräts ausführen.

Hinweis:

Schließen Sie das Aufnahmefenster, wenn Sie keine Daten in Adobe Premiere Pro aufzeichnen. Wenn das Aufnahmefenster geöffnet ist, steht es im Vordergrund. Daher wird in diesem Fall während der Videobearbeitung oder -vorschau die Ausgabe an das DV-Gerät deaktiviert. Wenn Sie das Aufnahmefenster geöffnet lassen, kann sich außerdem die Leistung verringern.

Aufnahmefenster
Aufnahmefenster

A. Statusbereich B. Vorschau C. Tabulatoren D. Transportsteuerungen 

Festlegen der Aufnahmeeinstellungen

  1. Wählen Sie bei einem geöffneten Projekt „Datei“ > „Aufnahme“ und wählen Sie dann die Registerkarte „Einstellungen“.
  2. Klicken Sie im Fenster „Aufnahmeeinstellungen“ auf die Schaltfläche „Bearbeiten“.
  3. Wählen Sie im Dialogfeld „Aufnahmeeinstellungen“ eine Option aus dem Menü „Aufnahmeformat“.
  4. Klicken Sie auf „OK“.

    Hinweis:

    Beim Aufnehmen von DV-Formaten verwendet Premiere Pro QuickTime als Container für den DV-Codec unter Mac OS bzw. AVI für Windows. Bei HDV-Aufnahmen verwendet Premiere Pro das MPEG-Format. Für andere Formate müssen Sie eine Videoaufnahmekarte zur Digitalisierung oder Aufnahme verwenden. Lesen Sie die Abschnitte Digitalisieren von analogen Videodaten und Erfassen von HD-Video.

Definieren der Aufnahmevoreinstellungen

  1. Wählen Sie die Option „Bearbeiten“ > „Voreinstellungen“ > „Aufnehmen“ (Windows) oder „Premiere Pro“ > „Voreinstellungen“ > „Aufnehmen“ (Mac OS).
  2. Geben Sie an, ob die Aufnahme bei ausgelassenen Frames abgebrochen werden soll, ausgelassene Frames eine Meldung hervorrufen sollen oder ob eine Batchprotokolldatei angelegt werden soll.
  3. Geben Sie an, ob der Timecode des Gerätecontrollers verwendet werden soll. Ist ein Gerätecontroller installiert, kann Premiere Pro den vom Controller bereitgestellten Timecode aufzeichnen, anstatt einen auf das Quellband geschriebenen Timecode zu verwenden.

Auswählen der Spuren für eine Aufnahme

  1. Wählen Sie „Datei“ > „Aufnahme“, um das Aufnahmefenster zu öffnen.
  2. Klicken Sie im Aufnahmefenster auf das Fenstermenü.
  3. Wählen Sie sich je nach Bedarf die Option „Videoaufnahme“, „Tonaufnahme“ oder „Audio- und Videoaufnahme“.

Aufnehmen von Stereoquellen in Monospuren

Sie können Daten aus Quellen mit Stereo- oder 5.1-Audiokanälen aufnehmen, so dass jeder Audiokanal automatisch einer separaten Monoaudiospur zugeordnet wird. Die Voreinstellung für das Mono-Standardspurformat unterstützt dieses Verhalten für Filmmaterial aus Mehrkanalquellen und für importierte Mehrkanaldateien. Weitere Informationen zum Zuordnen von Audiokanalen finden Sie unter Zuordnen von Kanälen für Quell- und Ausgangsaudiodaten

  1. Wählen Sie die Option „Bearbeiten“ > „Voreinstellungen“ > „Audio“ (Windows) oder „Premiere Pro“ > „Voreinstellungen“ > „Audio“ (Mac OS).
  2. Wählen Sie im Fenster „Quellkanal-Zuordnungen“ des Dialogfelds „Voreinstellungen“ aus dem Menü „Standardspurformat“ die Option „Mono“ aus.
  3. Klicken Sie auf „OK“.

Dateigrößenbeschränkungen

Premiere Pro schränkt die Dateigröße nicht ein. Die maximale Dateigröße kann jedoch durch Ihre Aufnahmekarte, das Betriebssystem oder die Festplatte beschränkt sein. Lesen Sie im Handbuch Ihrer Aufnahmekarte und Festplatte nach, welche Dateigrößen unterstützt werden.

Das Format Ihrer Festplatte wirkt sich direkt auf die Fähigkeit zum Umgang mit großen Dateien aus. Bei einer FAT32-Formatierung unterliegen Dateien einer Beschränkung von 4 GB, was ca. 18 Minuten Videolaufzeit entspricht. Bei der NTFS-Formatierung gibt es keine Beschränkung der Dateigröße. Sie sollten daher NTFS-formatierte Datenträger als Arbeitslaufwerke für die Videoaufnahme und als Ziellaufwerke für den Export von Videodateien verwenden. Allerdings kann die Dateigröße durch andere Komponenten Ihres Videobearbeitungssystems beschränkt werden.

Einrichten der Gerätesteuerung

Sie können die Gerätesteuerung verwenden, um die Videoerfassung zu verwalten und zu automatisieren und um Sequenzen auf Band zu exportieren. Sie können Camcorder und Rekorder präzise steuern, indem Sie die Funktionen „Aufnehmen“ und „Batchaufnahme“ verwenden. Mithilfe der Gerätesteuerung können Sie im Aufnahmefenster einzelne Clips protokollieren und diese Clips dann mit dem Befehl „Batchaufnahme“ automatisch aufnehmen.

Premiere Pro steuert Geräte über die integrierte Unterstützung für IEEE 1394 (FireWire, i.Link) sowie Drittanbieterunterstützung für kompatible RS-232- und RS-422-Controller. Falls Ihr Gerät nicht automatisch erkannt wird, können Sie die entsprechende Einrichtung unabhängig vom Typ auch manuell durchführen. Vergewissern Sie sich vor der Einrichtung der Gerätesteuerung, dass Ihr Camcorder oder Videogerät die externe Gerätesteuerung unterstützt und Sie ein geeignetes Kabel für den Anschluss an Ihren Controller bzw. Computer verwenden.

Einrichten eines Projekts zur Gerätesteuerung

Einige Einstellungen zur Gerätesteuerung stehen zur Verfügung, wenn Sie die Option „Bearbeiten“ > „Voreinstellungen“ > „Gerätesteuerung“ (Windows) oder „Premiere Pro“ > „Voreinstellungen“ > „Gerätesteuerung“ (Mac OS) auswählen. Weitere Einstellungen finden Sie im Abschnitt zur Gerätesteuerung am unteren Rand des Einstellungsbereichs im Aufnahmefenster. Diese Einstellungen gelten für das gesamte Projekt.

  1. Wählen Sie die Option „Bearbeiten“ > „Voreinstellungen“ > „Aufnehmen“ (Windows) oder „Premiere Pro“ > „Voreinstellungen“ > „Aufnehmen“ (Mac OS).
  2. Wählen Sie eine oder mehrere Aufnahmeoptionen. Wenn Sie einen Gerätecontroller verwenden, der seinen eigenen Timecode erzeugt, wählen Sie „Gerätesteuerungs-Timecode verwenden“. Bei der Option „Gerätesteuerungs-Timecode verwenden“ wird der nicht lesbare Timecode des Bandes durch den Timecode des Controllers ersetzt. Klicken Sie auf „OK“.
  3. Wenn Sie aufgenommene Clips in einer bestimmten Ablage innerhalb eines Projekts speichern möchten, öffnen Sie zunächst das Projekt. Stellen Sie vor dem Beginn der Aufnahme sicher, dass die Ablage im Projektfenster vorhanden ist.
  4. Wählen Sie „Datei“ > „Aufnehmen“.
  5. Klicken Sie im Fenster „Einstellungen“ auf „Bearbeiten“, um zu prüfen, ob das im Dialogfeld „Aufnahmeeinstellungen“ angegebene Aufnahmeformat für Ihr Gerät geeignet ist, und klicken Sie auf „OK“.

    Hinweis:

    Nicht alle Formate verfügen über Optionen für Aufnahmeinstellungen. Für das HDV-Format sind z. B. keine Optionen verfügbar.

  6. Überprüfen Sie unter „Einstellungen“ im Bereich „Aufnahme-Speicherort“, ob die Laufwerke, die Sie für Video- und Audioaufnahmen angegeben haben, über ausreichend freien Speicherplatz verfügen. Wenn Sie die Speicherorte ändern möchten, klicken Sie auf die entsprechende Schaltfläche „Durchsuchen“, legen den Speicherort fest und klicken auf „OK“.
  7. Wenn keine Gerätesteuerung eingerichtet wurde, wählen Sie im Bereich „Gerätesteuerung“ im Menü „Gerät“ einen Eintrag und klicken für dessen Einrichtung auf „Optionen“. Die Optionen richten sich nach dem ausgewählten Gerät. Informationen hierzu finden Sie in der Dokumentation des Gerätetreibers.
  8. Testen Sie im Aufnahmefenster die Schaltflächen für die Gerätesteuerung, um sicherzustellen, dass diese funktionieren. Wenn die Videovorschau für das Format unterstützt wird, vergewissern Sie sich, dass das Video in der Vorschau angezeigt wird.
  9. Klicken Sie auf „Aufzeichnen“. Wählen Sie im Menü „Aufnahme“ im Bereich „Einrichten“ die Option „Audio“, „Video“ oder „Audio und Video“, je nachdem, was Sie aufnehmen möchten. Wählen Sie bei Bedarf eine Ablage in der Liste „Clips aufzeichnen in“. Standardmäßig ist im Feld „Clips aufzeichnen in“ das Projektfenster ausgewählt.
  10. Geben Sie bei Bedarf Informationen in den Bereich „Clipdaten“ ein. Diese Informationen werden in den Metadaten des Clips gespeichert.

    Hinweis:

    Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten Sie einen eindeutigen Bandnamen auswählen. Je nach Gerätesteuerungs-Software müssen Sie unter „Bandname“ ggf. jedes Mal einen neuen Namen angeben, wenn Sie ein neues Band einlegen. Die anderen Optionen sind nicht erforderlich.

Einrichten eines Geräts zur Gerätesteuerung

Premiere Pro unterstützt die Gerätesteuerung für Camcorder, VTRs und ähnliche Geräte. DV- und HDV-Geräte werden in Premiere Pro über IEEE 1394-Anschlüsse (FireWire/i.Link) gesteuert. Serielle Geräte werden von Premiere Pro über auf dem Computer installierte RS-232- oder RS-422-Controller von Drittanbietern gesteuert.

  1. Um das Dialogfeld „Voreinstellungen zur Gerätesteuerung“ zu öffnen, wählen Sie die Option „Bearbeiten“ > „Voreinstellungen“ > „Gerätesteuerung“ (Windows) oder „Premiere Pro“ > „Voreinstellungen“ > „Gerätesteuerung“ (Mac OS).
  2. Wählen Sie im Menü „Gerät“ den zu steuernden Gerätetyp aus.
  3. Klicken Sie auf „Optionen“.
  4. (Optional) Wenn Sie ein DV- oder HDV-Gerät anschließen, treffen Sie eine Auswahl aus den Dropdownmenüs für Videostandard, Gerätemarke, Gerätetyp und Timecode-Format. Ist Ihr Gerät nicht im Menü „Gerätetyp“ aufgeführt, haben Sie folgende Optionen:
    • Auswahl eines Modells aus derselben Produktfamilie.

    • Beibehaltung der Standardeinstellung.

    • Klicken auf „Online gehen für Geräteinfos“.

  5. Wenn Sie ein serielles Gerät anschließen, legen Sie in den jeweiligen Dropdownmenüs Einstellungen für „Protokoll“, „Anschluss“, „Zeitquelle“ und „Timebase“ fest. Aktivieren Sie eine oder beide Kontrollkästchen-Auswahlmöglichkeiten für das ausgewählte Protokoll.

  6. (Nur für DV/HDV-Gerätesteuerung) Klicken Sie auf „Status prüfen“. Premiere Pro zeigt einen der folgenden Status an:

    Offline

    Premiere Pro erkennt Ihre Gerät nicht. Sie müssen alle Anschlüsse und Einstellungen überprüfen.

    Festgestellt

    Das Gerät wird in Premiere Pro erkannt, das Band kann jedoch nicht gesteuert werden (weil evtl. kein Band eingelegt ist).

    Online

    Das Gerät wird in Premiere Pro erkannt und das Band kann gesteuert werden.

  7. Klicken Sie auf „OK“.
  8. Geben Sie im Bereich „Gerätesteuerung“ des Einstellungsfensters je nach Bedarf die folgenden Optionen an:

    Vorlaufzeit

    Gibt an, wie weit Premiere Pro vor dem In-Point damit beginnt, das Band vor der Aufnahme abzuspielen. Der angemessene Wert richtet sich nach dem verwendeten Gerät.

    Timecode-Offset

    Gibt die Anzahl der Frames an, um die der Timecode in dem aufgenommenen Video angepasst werden soll. Legen Sie den Offset so fest, dass der Timecode mit dem Timecode für denselben Frame im Quellband übereinstimmt.

Auswählen eines Geräts zur Gerätesteuerung

  1. Wählen Sie im Aufnahmefenster die Registerkarte „Einstellungen“.
  2. Wählen Sie im Menü „Gerät“ den zu steuernden Gerätetyp aus.
  3. Klicken Sie auf „Optionen“.
  4. (Optional) Wenn Sie ein DV- oder HDV-Gerät anschließen, treffen Sie eine Auswahl aus den Dropdownmenüs für Videostandard, Gerätemarke, Gerätetyp und Timecode-Format. Ist Ihr Gerät nicht im Menü „Gerätetyp“ aufgeführt, haben Sie folgende Optionen:

    • Auswahl eines Modells aus derselben Produktfamilie.

    • Beibehaltung der Standardeinstellung.

    • Klicken auf „Online gehen für Geräteinfos“.

  5. Wenn Sie ein serielles Gerät anschließen, legen Sie in den jeweiligen Dropdownmenüs Einstellungen für „Protokoll“, „Anschluss“, „Zeitquelle“ und „Timebase“ fest. Aktivieren Sie eine oder beide Kontrollkästchen-Auswahlmöglichkeiten für das ausgewählte Protokoll.

  6. (Nur für DV/HDV-Gerätesteuerung) Klicken Sie auf „Status prüfen“. Premiere Pro zeigt einen der folgenden Status an:

    Offline

    Premiere Pro erkennt Ihre Gerät nicht. Sie müssen alle Anschlüsse und Einstellungen überprüfen.

    Festgestellt

    Das Gerät wird in Premiere Pro erkannt, das Band kann jedoch nicht gesteuert werden (weil evtl. kein Band eingelegt ist).

    Online

    Das Gerät wird in Premiere Pro erkannt und das Band kann gesteuert werden.

  7. Klicken Sie auf „OK“.
  8. Geben Sie auf der Registerkarte „Einstellungen“ im Bereich „Gerätesteuerung“ je nach Bedarf die folgenden Optionen an:

    Vorlaufzeit

    Gibt an, wie weit Premiere Pro vor dem In-Point damit beginnt, das Band vor der Aufnahme abzuspielen. Der angemessene Wert richtet sich nach dem verwendeten Gerät.

    Timecode-Offset

    Gibt die Anzahl der Frames an, um die der Timecode in dem aufgenommenen Video angepasst werden soll. Legen Sie den Offset so fest, dass der Timecode mit dem Timecode für denselben Frame im Quellband übereinstimmt.

Kalibrieren eines RS‑422- oder RS‑232-Geräts (nur Drittanbieter)

  1. Wählen Sie „Datei“ > „Exportieren“ > „Auf Band ausgeben“.
  2. Klicken Sie auf „Optionen“.
  3. Geben Sie je nach verwendetem Gerät in den Feldern „Filmstart verzögern“, „Manuelles Timing der Bearbeitung“ und „Vorspann“ die Anzahl der zu verschiebenden Frames ein.

Steuern eines RS‑422- oder RS‑232-Geräts (nur Drittanbieter)

  1. Wählen Sie „Bearbeiten“ > „Voreinstellungen“ > „Gerätesteuerung“.
  2. Wählen Sie im Menü „Geräte“ die Option „Serielle Gerätesteuerung“ aus.
  3. Klicken Sie auf „Optionen“.
  4. Wählen Sie im Bereich „VTR- und Anschlusssteuerung“ ein Protokoll und einen Anschluss für das Gerät aus.
  5. Wählen Sie im Bereich „Zeitsteuerung“ eine Zeitquelle und Timebase für das Gerät aus.

Gerätesteuerungen im Aufnahmefenster

Sie können die Steuerelemente im Aufnahmefenster verwenden, um das Gerät während der Aufzeichnung von Clips zu bedienen. Mit dem Jog-Regler  können Sie schnell zu benachbarten Frames navigieren. Mit dem Shuttle-Regler  können Sie die Bandgeschwindigkeit beim Vorwärts- oder Rückwärtsabspielen ändern. Mit der Schaltfläche „Aufnehmen“ können Sie eine manuelle Aufnahme beginnen.

Wenn Sie bei gestopptem Band auf die Schaltfläche „Zurückspulen“ klicken, wird das Band mit voller Geschwindigkeit zurückgespult. Wenn Sie zurückspulen, während das Band abgespielt oder angehalten wird, wird das Video beim Zurückspulen im Vorschaubereich angezeigt.

Wenn Sie bei gestopptem Band auf die Schaltfläche „Schneller Vorlauf“ klicken, wird das Band mit voller Geschwindigkeit vorgespult. Wenn Sie vorspulen, während das Band abgespielt oder angehalten wird, wird das Video beim Vorspulen im Vorschaubereich angezeigt.

Wenn Sie auf die Schaltfläche „Vorherige Szene“ klicken, springt das Band zum vorherigen Startpunkt zurück und geht in den Pause-Zustand. Wenn Sie auf die Schaltfläche „Nächste Szene“  klicken, springt das Band zum Startpunkt der nächsten Szene und geht in den Pause-Zustand.

Hinweis:

„Vorherige Szene“ und „Nächste Szene“ wird nur für DV unter Windows unterstützt, nicht für HDV unter Windows oder Mac OS.  

Sie können Ihr Gerät auch mit den Tasten „J“, „K“ und „L“ steuern. Mit „J“ spulen Sie das Band zurück, mit „L“ spulen Sie das Band vor und mit „K“ halten Sie es an. Die Geschwindigkeit des Spulvorgangs wird bei jedem Drücken der Taste „J“ bzw. „L“ erhöht. Um jeweils nur einen Frame zurück- oder vorzuspulen, halten Sie die Taste „K“ gedrückt, während Sie einmal die Taste „J“ bzw. „L“ drücken. Um das Band langsam zurück- oder vorzuspulen, drücken Sie „K“+„J“ bzw. „K“+„L“.

Hinweis:

Informationen zur Bedienung der Steuerelemente im Aufnahmefenster über die Tastatur finden Sie in den QuickInfos im Aufnahmefenster. Sie können die Tastaturbefehle über den Befehl „Bearbeiten“ > „Anpassung der Tastatur“ ändern. Um schnell zu einem bestimmten Frame zu wechseln, geben Sie den zugehörigen Timecocde in das Feld für den aktuellen Timecode des Aufnahmefensters links unten neben dem Monitor ein. Drücken Sie die Eingabetaste (Windows) bzw. den Zeilenschalter (Mac OS).

Deaktivieren der Gerätesteuerung

  1. Öffnen Sie das Dialogfeld „Gerätesteuerungs-Voreinstellungen“ auf eine der folgenden Weisen:
    • Wählen Sie die Option „Bearbeiten“ > „Voreinstellungen“ > „Gerätesteuerung“ (Windows) oder „Premiere Pro“ > „Voreinstellungen“ > „Gerätesteuerung“ (Mac OS) aus.

    • Klicken Sie im Bereich „Aufnehmen“ auf „Einstellungen“.

  2. Wählen Sie im Menü „Geräte“ die Option „Ohne“.
  3. Klicken Sie auf „OK“.

Hinweis:

Wenn die Gerätesteuerung deaktiviert ist, müssen Sie die Wiedergabe am Gerät manuell starten.

Aufnehmen ohne Gerätesteuerung

Wenn Sie nicht über ein Gerät verfügen, das von Premiere Pro gesteuert wird, können Sie Videos manuell aufnehmen. Dazu bedienen Sie sowohl die Steuerelemente am Wiedergabegerät als auch die Steuerelemente im Aufnahmefenster in Premiere Pro manuell.

Hinweis:

Verwenden Sie einen externen Monitor für die Vorschau von HDV-Material. Sofern es sich bei der Quelle um einen Camcorder handelt, können Sie auch dessen Sucher verwenden, während Sie unter Mac OS auf die Daten zugreifen, diese protokollieren und aufnehmen. Im Vorschaubereich des Aufnahmefensters ist der Text „Vorschau wird auf Kamera angezeigt.“ zu sehen.

  1. Schließen Sie den Videorekorder/Camcorder an den Computer an.
  2. Wählen Sie „Datei“ > „Aufnehmen“.
  3. (Mac OS) Wählen Sie im Dialogfeld „QuickTime-Aufnahmeeinstellungen“ die Video- und Audioeinstellungen für Ihr Projekt aus.

    Die Einstellungen werden für das aktuelle Projekt gespeichert, aber für neue Projekte neu eingestellt.

  4. Wählen Sie im Bereich „Einrichten“ des Aufzeichnungsfensters einen Medientyp aus dem Menü „Aufnehmen“ aus.
  5. Spulen Sie mit den Bedientasten am Videorekorder/Camcorder das Band einige Sekunden vor den Frame, bei dem die Aufnahme beginnen soll.
  6. Drücken Sie die Wiedergabetaste am Videorekorder bzw. Camcorder und klicken Sie anschließend im Aufnahmefenster auf die rote Schaltfläche „Aufnehmen“.
  7. Nehmen Sie nach Ablauf des Filmmaterials einige Sekunden mehr auf, um noch etwas Platz für die Bearbeitung zu haben. Drücken Sie die Esc-Taste, um die Aufnahme zu stoppen.

    Wenn das Dialogfeld „Aufgenommene Datei speichern“ angezeigt wird, geben Sie Aufzeichnungsdaten ein und klicken Sie auf „OK“. Die neue Datei wird im Projektfenster aufgeführt und an dem Ort gespeichert, der im Einstellungsbereich des Aufnahmefensters angegeben wurde.

Aufnehmen mit Gerätesteuerung

Nachdem ein Gerät und ein Projekt ordnungsgemäß eingerichtet wurden, können Sie mit der Aufnahme von Clips über die Gerätesteuerung beginnen. Sie können ein gesamtes Band aufnehmen oder Sie können für jeden Clip In-Points und Out-Points angeben und den Clip dann aufnehmen. Sie können für eine beliebige Anzahl von Clips In-Points und Out-Points aufzeichnen und diese Clips mit Premiere Pro dann in beliebiger Zusammenstellung im Batch aufnehmen. Premiere Pro unterstützt die FireWire-Gerätesteuerung, die serielle Gerätesteuerung jedoch nur durch Treiber von Drittanbietern.

Hinweis:

Verwenden Sie unter Mac OS einen externen Monitor für die Vorschau von HDV-Material. Sofern es sich bei der Quelle um einen Camcorder handelt, können Sie auch dessen Sucher verwenden, während Sie auf die Daten zugreifen, diese protokollieren und aufnehmen. Im Vorschaubereich des Aufnahmefensters ist der Text „Vorschau wird auf Kamera angezeigt.“ zu sehen.

Hinweis:

Bei Aufnahmen mit In- und Out-Points ist die früheste zulässige Zeit für den In-Point 2 Sekunden. Wenn der angegebene In-Point früher liegt, wird er automatisch so angepasst, dass er bei 2 Sekunden startet.

Einzelheiten zu Bandaufnahmen von einem AJA-Gerät und zur Einrichtung in Premiere Pro zeigt dieses Video von Walter Biscardi.

Aufnehmen eines ganzen Bands oder eines Bandabschnitts

  1. Wählen Sie „Datei“ > „Aufnehmen“.
  2. (Mac OS) Wählen Sie im Dialogfeld „QuickTime-Aufnahmeeinstellungen“ die Video- und Audioeinstellungen für Ihr Projekt aus.

    Die Einstellungen werden für das aktuelle Projekt gespeichert, aber nicht für neue Projekte übernommen.

  3. Vergewissern Sie sich im Aufnahmefenster, dass Ihr Gerät online ist. Dies wird über dem Vorschaubereich angezeigt.
  4. Legen Sie ein Band in das Gerät ein. Premiere Pro fordert Sie auf, einen Namen für das Band einzugeben. Stellen Sie sicher, dass Sie nicht zwei Bändern den gleichen Namen geben.

    Hinweis:

    Fügen Sie ggf. dem Namen eine eindeutige Nummer hinzu, um eine doppelte Verwendung des Namens zu verhindern.

  5. Wählen Sie im Bereich „Einrichten“ des Aufzeichnungsfensters einen Medientyp aus dem Menü „Aufnehmen“ aus.
  6. Spulen Sie das Band zum Anfang zurück oder zum Beginn des Abschnitts, den Sie aufnehmen möchten.
  7. Um eine separate Datei (Windows) oder eine Clipkopie (Mac OS) für jede neue Szene auf dem Band zu erstellen, wählen Sie im Aufnahmebereich „Szene suchen“ aus.
  8. Sie können Frames aufnehmen, die sich über die In- und Out-Points jedes Clips hinaus erstrecken. Geben Sie die Anzahl der Frames im Feld „Zusatzframes“ im Bereich „Aufnahme“ ein.
  9. Klicken Sie auf „Band“.
  10. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Anhalten“, um die Aufnahme am Ende eines Abschnitts zu beenden. Anderenfalls endet die Aufnahme, wenn das Band aufgebraucht ist.

Auswählen und Aufnehmen eines Clips

  1. Wählen Sie „Datei“ > „Aufnehmen“.
  2. (Mac OS) Wählen Sie im Dialogfeld „QuickTime-Aufnahmeeinstellungen“ die Video- und Audioeinstellungen für Ihr Projekt aus.

    Die Einstellungen werden für das aktuelle Projekt gespeichert, aber nicht für neue Projekte übernommen.

  3. Vergewissern Sie sich im Aufnahmefenster, dass Ihr Gerät online ist. Dies wird über dem Vorschaubereich angezeigt.
  4. Legen Sie ein Band in das Gerät ein. Premiere Pro fordert Sie auf, einen Namen für das Band einzugeben. Stellen Sie sicher, dass Sie nicht zwei Bändern den gleichen Namen geben.
  5. Wählen Sie im Bereich „Einrichten“ des Aufzeichnungsfensters einen Medientyp aus dem Menü „Aufnehmen“ aus.
  6. Verwenden Sie die Steuerelemente im Aufnahmefenster, um zum ersten aufzunehmenden Frame zu wechseln, und klicken Sie auf „In-Point setzen“. Rufen Sie dann den letzten aufzunehmenden Frame auf und klicken Sie auf „Out-Point setzen“.

    Hinweis:

    Wenn Sie unter Mac OS HDV-Material aufnehmen, müssen Sie die Vorschau während der Aufzeichnung auf einem externen Fernsehbildschirm oder dem Sucher eines Camcorders anzeigen. Im Vorschaubereich des Aufnahmefensters ist der Text „Vorschau wird auf Kamera angezeigt.“ zu sehen.

  7. Wenn Sie über die In- und Out-Points des Clips hinaus Frames aufnehmen möchten, geben Sie im Aufnahmebereich unter „Zusatzframes“ die Anzahl der Frames an.
  8. Klicken Sie dann im Aufnahmebereich des Aufzeichnungsfensters auf die Schaltfläche „In/Out“, um den Clip aufzunehmen.

Ermitteln, ob das Gerät online ist

  1. Klicken Sie auf „Datei“ > „Aufnehmen“.
  2. (Mac OS) Wählen Sie im Dialogfeld „QuickTime-Aufnahmeeinstellungen“ die Video- und Audioeinstellungen für Ihr Projekt aus.

    Die Einstellungen werden für das aktuelle Projekt gespeichert, aber nicht für neue Projekte übernommen.

  3. Wählen Sie im Aufnahmefenster die Registerkarte „Einstellungen“.
  4. Klicken Sie im Bereich „Gerätesteuerung“ der Registerkarte „Einstellungen“ auf „Optionen“.
  5. Klicken Sie im Dialogfeld „Einstellungen für DV/HDV-Gerätesteuerung“ auf „Status prüfen“.

Aufzeichnen von Clips mit der automatischen Szenensuche

„Szene suchen“ kann das Aufzeichnen von Clips erheblich beschleunigen. Während Sie Video aufnehmen, zeichnet die Szenensuche bei jeder Unterbrechung im Datums-/Zeitstempel eines Bands einen Clip auf. Bei jeder Szenenunterbrechung erfasst Premiere Pro automatisch eine separate Datei (Windows) oder erstellt einen Masterclip mit Clipkopie (Mac OS). Unter Mac OS platziert Premiere Pro die Subclips in einer neuen Ablage. Diese Option funktioniert sowohl bei der Aufnahme eines ganzen Bands als auch bei der Aufnahme von Abschnitten zwischen bestimmten In- und Out-Points. Die Szenensuche erstellt auch Clips zwischen definierten In- und Out-Points, wenn eine Szenenunterbrechung gefunden wird.

„Szene suchen“ zeichnet ohne Beeinflussung des Bandlaufs Szenen für die Batchaufnahme auf. Zudem werden Szenen aufgezeichnet, die durch Unterbrechungen des Timecodes gekennzeichnet sind.

Tracy Peterson hat ein Video-Lernprogramm für die Adobe-Website erstellt, in dem Sie detailliert in das automatische Löschen von Szenen eingeführt werden.

  1. Führen Sie im Aufnahmefenster einen der folgenden Schritte aus:
    • Klicken Sie unter dem Bild auf die Schaltfläche „Szene suchen“ unter dem Bild.

    • Aktivieren Sie im Aufnahmebereich des Aufzeichnungsfenster die Option „Szene suchen“.

    Aufzeichnen von Clips mit der automatischen Szenensuche
    „Szene suchen“ startet bei jedem ersten Frame einer Szene eine separate Datei (Windows) bzw. eine Clipkopie (Mac OS).

    Hinweis:

    Die Szenensuche ist für DV-, HDV 1080i- und HDV 720p-Material möglich.

Allgemeine Aufnahmeprobleme

Sehen Sie in der Hilfe von Premiere Pro oder in der Dokumentation Ihrer Kamera, Ihres Videorekorders oder Ihrer Aufnahmekarte nach, wenn bei der Aufnahme von digitalem Videomaterial Probleme auftreten. Weitere Informationen finden Sie unter Fehlerbehebung bei Aufnahme und Wiedergabe von digitalen Videodaten. Folgende Probleme können beim Aufnehmen von digitalen Videodaten auftreten:

  • Wenn Ihr Gerät (Kamera oder Rekorder) in den Schlaf-Modus wechselt, schließen Sie das Aufnahmefenster und öffnen Sie es wieder. Sie können das Aufnahmefenster auch schließen, das Gerät aus- und wieder einschalten und es dann erneut öffnen. Sie können den Schlaf-Modus an vielen Kameras deaktivieren, indem Sie das Netzgerät anschließen und das Band auswerfen.

  • Wenn das Video im Aufnahme- oder Monitorfenster grobkörnig angezeigt wird, wurde eventuell die Anzeigequalität in Premiere Pro herabgesetzt, ohne dass die Aufnahmequalität beeinträchtigt wurde. Das Video wird in der von Ihnen angegebenen Qualität aufgenommen und gespeichert und stets in dieser Qualität auf NTSC- und PAL-Monitoren abgespielt. Auf langsameren Systemen reduziert Premiere Pro ggf. die Qualität der Aufnahmevorschau, um genügend Prozessorressourcen für erstklassige Aufnahmen zu gewährleisten.

  • Wird das Videobild nicht im Aufnahmefenster angezeigt, prüfen Sie die Einstellungen für Gerätesteuerung und Aufnahme. Starten Sie Premiere Pro bei eingeschaltetem Gerät neu.

  • Prüfen Sie bei nicht synchronen Ton- und Bildaufnahmen, ob zwischen den Aufnahmen Bandabschnitte übersprungen (d. h. nicht aufgezeichnet) wurden. Leere Bandbereiche weisen keinen Timecode auf, was zu Unterbrechungen beim Zeitmodus der Kamera führen kann. Werden diese leeren Bereiche aufgenommen, überträgt die Kamera zwar keine gültigen Frames, die Zeit wird aber weiterhin markiert.

  • Wenn keine Audiodaten aufgenommen werden, sollten Sie versuchen, Audiodaten über den entsprechenden Eingang des Computers und die Lautsprecher des Computers wiederzugeben, ohne eine Aufnahme durchzuführen. Wenn Sie keine Töne hören, ist die Audioquelle u. U. nicht richtig angeschlossen oder die Audioparameter sind nicht richtig eingestellt. Überprüfen Sie die Hardwareanschlüsse, die Einstellungen unter „Sounds und Audiogeräte“ in der Windows-Systemsteuerung sowie die Mixereinstellungen. Lesen Sie eventuell auch die Dokumentation zu Ihrer Soundkarte. Wählen Sie in Premiere Pro den Befehl „Bearbeiten“ > „Voreinstellungen“ (Windows) bzw. „Premiere Pro“ > „Voreinstellungen“ (Mac OS) und prüfen Sie die Einstellungen für „Audio“, „Audiogeräte“ und „Audioausgabe zuordnen“.

  • Beim Zugreifen auf, Protokollieren und Aufnehmen von HDV-Material unter Mac OS bleibt der Vorschaubereich im Aufnahmefenster schwarz. Sie müssen für die Vorschau dieses Materials einen externen Fernsehmonitor oder (bei einem Camcorder) den Sucher des Geräts verwenden.

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