Exportieren eines Projekts als EDL-Datei

Sie können eine Datendatei exportieren, die das Projekt beschreibt und die es so ermöglicht, es mit verwandten Medien oder mit einem anderen Bearbeitungssystem neu zu erstellen.

Mit Premiere Pro können Sie Ihr Projekt als EDL-Liste (Edit Decision List) im CMX3600-Format exportieren. Dieses Format ist das am häufigsten verwendete und stabilste EDL-Format.

Arbeiten mit EDL-Dateien

  • Das Projekt sollte nicht mehr als eine Videospur, zwei Stereoaudiospuren und keine verschachtelten Sequenzen enthalten. Die meisten Standardüberblendungen, Standbilder und Änderungen an der Clip-Geschwindigkeit sind gut mit EDL vereinbar.

  • Nehmen Sie das Originalmaterial mit dem richtigen Timecode auf und protokollieren Sie es.

  • Das Aufnahmegerät (z. B. Aufnahmekarte oder FireWire-Anschluss) muss über eine Gerätesteuerung mit Timecode verfügen.

  • Videobänder müssen eindeutige Nummern besitzen und vor der Aufnahme eines Videos mit Timecode formatiert werden.

  1. Öffnen oder speichern Sie das zu exportierende Projekt als EDL.
  2. Stellen Sie sicher, dass ein Schnittfenster aktiv ist, und wählen Sie „Datei“ > „Exportieren“ > „EDL“.
  3. Geben Sie im Dialogfeld „EDL-Exporteinstellungen (CMX 3600)“ an, welche Video- und Audiospuren exportiert werden sollen.

    Sie können eine Videospur und bis zu vier Audiokanäle oder zwei Stereospuren exportieren.

  4. Geben Sie einen Speicherort und einen Namen für die EDL-Datei an und klicken Sie auf „Speichern“.
  5. Klicken Sie auf „OK“.

Hinweis:

Zusammengeführte Clips werden in standardisierten EDLs unterstützt. EDLs interpretieren die Sequenzspurobjekte des zusammengeführten Clips auf die gleiche Weise, wie sie momentan separates Audio und Audioclips interpretieren, die zusammen in der Sequenz an den gleichen Zeitpositionen verwendet werden. Die Zielanwendung zeigt die Clips nicht als zusammengeführt an. Die Audio- und Videoanteile werden als separate Clips angesehen. Der Quell-Timecode wird sowohl für den Video- als auch für den Audioanteil verwendet.

Anzeigen längerer Namen in EDL

Clipnamen mit mehr als acht Zeichen werden aufgrund der 8-Zeichen-Spezifikation von EDL abgeschnitten. So zeigen Sie den vollständigen Namen des Clips an:

  1. Wählen Sie „Datei“ > „Exportieren“ > „EDL“.

  2. Aktivieren Sie im Dialogfeld „EDL-Exporteinstellungen (CMX 3600)“ das Kontrollkästchen „Namen mit 32 Zeichen“. Diese Option unterstützt Band- und Clipnamen mit 32 Zeichen.

    EDL-Exporteinstellungen
  3. Klicken Sie auf „OK“.

Exportieren von AAF-Dateien

Wechsel von Avid Media Composer

Lernen Sie den einfachen Arbeitsablauf kennen, mit dem Sie Projekte aus Avid Media Composer exportieren und in Premiere Pro importieren können. 


Bei AAF (Advanced Authoring Format) handelt es sich um ein Multimedia-Dateiformat für den Austausch digitaler Medien und Metadaten zwischen Plattformen, Systemen und Anwendungen. Authoring-Anwendungen, die AAF unterstützen (wie Avid Media Composer), lesen und schreiben die Daten in AAF-Dateien, soweit sie das Format unterstützen.

Stellen Sie sicher, dass das zu exportierende Projekt den allgemeinen AAF-Spezifikationen entspricht und mit einem Avid Media Composer-Produkt kompatibel ist. Beachten Sie die folgenden Aspekte:

  • Die von Premiere Pro exportierten AAF-Dateien sind mit den Bearbeitungsprodukten der Avid Media Composer-Familie kompatibel. Die AAF-Dateien wurden nicht mit anderen AAF-Importprogrammen getestet.

  • Überblendungen werden so platziert, dass sie sich nur zwischen zwei Clips und nicht neben einem Anfangs- oder Endclip befinden. Jeder Clip muss mindestens über die Länge der Überblendung verfügen.

  • Wenn ein Clip Überblendungen am In- und am Out-Point aufweist, muss der Clip mindestens so lang sein wie die beiden Überblendungen zusammen.

  • Verwenden Sie beim Benennen von Clips und Sequenzen in Premiere Pro keine Sonderzeichen, Zeichen mit Akzenten oder Zeichen, die sich auf die Analyse der XML-Datei auswirken. Verwenden Sie auch keine Zeichen wie /, >, <, ® oder ü.

  • Aus Premiere Pro exportierte und in Avid Media Composer importierte AAF-Dateien werden nicht automatisch wieder mit dem Quellfilmmaterial verbunden. Verwenden Sie die Option „Batch Import“ in Avid Media Composer, um das Filmmaterial wieder zu verbinden.

Hinweis:

Zusammengeführte Clips werden nicht unterstützt, wenn eine AAF-Datei exportiert wird.

Export einer Projektdatei als AAF-Datei (Advanced Authoring Format)

  1. Wählen Sie Datei > Exportieren > AAF.

  2. Navigieren Sie im Fenster Konvertiertes Projekt speichern unter zum gewünschten Speicherort für die AAF-Datei und geben Sie einen Dateinamen ein. Klicken Sie auf Speichern.

  3. Wählen Sie im Dialogfeld AF-Exporteinstellungen entweder „Als veraltete AAF-Datei speichern“, „Audio einbetten“ oder keine der Optionen. Klicken Sie auf „OK“. Premiere Pro speichert die Sequenz am angegebenen Speicherort als AAF-Datei. Verwenden Sie das Fenster AAF-Exportprotokoll, um Probleme im Zusammenhang mit dem Export anzuzeigen.

Informationen zum AAF-plug-in

Das AAF-Export- Plug -in konvertiert Premiere Pro-Projekte wie folgt:

Cuts-only mono/stereo audio and video (Nur-Schnitt Mono-/Stereo-Audiodaten und Videodaten)

Das plug-in bietet vollständige Unterstützung für diese Elemente eines Projekts. Tonschwenk-, Verstärkungs- und Pegeländerungen sowie 5.1-Audiodaten werden von dem plug-in nicht konvertiert. Stereo-Audiokanäle werden in der Avid Media Composer-Sequenz in zwei separate Spuren unterteilt.

Clip-Geschwindigkeit

Das Plug-in konvertiert Geschwindigkeitsänderungen des Videoclips (langsame, schnelle oder umgekehrte Wiedergabe) in den Bewegungseffekt von Avid Media Composer, da dies der einzige unterstützte Effekt ist. Die Clip-Geschwindigkeit verschachtelter Sequenzen wird ebenfalls konvertiert. Avid Media Composer bietet kein Äquivalent zum Bewegungseffekt für Audiodaten. Wenn der Audioclip durch die Geschwindigkeitsänderung länger als das Quellmedium wird, dehnt das plug-in den Audioclip auf die gleiche Länge wie den Rest des Quellmediums. Das plug-in beginnt bei der Startzeit und fügt Füllmaterial in die Lücke ein. Diese Sequenzabschnitte können im Avid-Bearbeitungssystem manuell fixiert werden.

Im Batch aufgenommene oder erneut digitalisierte Dateien

Das plug-in behält den in der AAF-Datei angegebenen Bandnamen bei. Verwenden Sie die Funktion für Batchaufzeichnungen von Avid Media Composer, um die Medien erneut vom Band zu erfassen.  

Filmmaterial mit verschiedenen Maßen

Das Plug-in exportiert das Projekt mit der vollen Auflösung. Beim Import wird jedoch das gesamte Filmmaterial entsprechend der im Avid-Projekt angegebenen Auflösung skaliert.

Verschachtelte Sequenzen

Das plug-in erstellt die Masterkomposition aus den verschachtelten Sequenzen rekursiv (da Avid Media Composer keine Verbindung zu den verschachtelten Sequenzen unterstützt). In der AAF-Datei besteht daher keine Verknüpfung zwischen der Mastersequenz und den verschachtelten Sequenzen.

Titel

Das Plug-in konvertiert Titel in Offline-Medien in Avid Media Composer.

Ablagenhierarchie

Avid Media Composer platziert alle Elemente in einer einzelnen Ablage. Wenn ein Projekt mehrere Ablagen besitzt, werden diese zu einer Ablage zusammengefasst.

Grafikdateien

Das plug-in speichert einen Verweis auf alle Originaldateien, die Kompatibilität in Avid Media Composer ist jedoch auf die unterstützten Formate beschränkt. (Weitere Informationen zu unterstützten Grafikdateiformaten finden Sie in der Dokumentation zu Avid Media Composer.)

Projektelemente

Das Plug-in konvertiert künstliche Clips, z. B. Farbbalken und Pegelton, Schwarzstreifen, Farbfläche und allgemeiner Filmvorspann, in Offline-Medien in XDV.

Sequenz- und Clipmarken

Das plug-in konvertiert alle Sequenzmarken mit Ausnahme der In- und Out-Marke der Sequenz in Positionsmarken auf der Timecode-Spur (TC1) in Avid Media Composer. Die Felder „Kapitel“, „URL“ und „Frameziel“ werden nicht konvertiert, da in Avid Media Composer keine äquivalenten Felder verfügbar sind. Das plug-in konvertiert Clipmerken in Segmentmarken in Avid Media Composer.

Hinweis:

Das AAF-Export-Plug-in ignoriert Marker, die sich hinter dem Ende der Sequenz befinden.

Position der Marke für die aktuelle Zeit

In der exportierten Datei wird die ursprüngliche Position der Marke für die aktuelle Zeit beibehalten, wenn sich diese innerhalb der Sequenzdauer befindet. Andernfalls platziert das plug-in die Marke für die aktuelle Zeit an das Ende der Avid Media Composer-Sequenz.

Exportieren von Final Cut Pro-Projektdateien im XML-Format

Wechsel von Final Cut Pro

Lernen Sie den einfachen XML-Arbeitsablauf kennen, mit dem Sie Projekte aus Final Cut Pro exportieren und in Premiere Pro importieren können. 


  1. Wählen Sie Datei > Exportieren > Final Cut Pro XML.

  2. Jetzt wird das Fenster Konvertiertes Projekt speichern unter angezeigt. Wählen Sie einen Speicherort für die XML-Datei, geben Sie einen Dateinamen ein und klicken Sie auf Speichern. Premiere Pro speichert die Sequenz am angegebenen Speicherort als XML-Datei. 

    Exportieren von Final Cut Pro-Projektdateien im XML-Format
    Exportieren von Final Cut Pro-Projektdateien im XML-Format

  3. Falls bei der Konvertierung Probleme auftreten, wird von Premiere Pro ein entsprechendes Protokoll als Textdatei am selben Speicherort abgelegt. Der Name der Protokolldatei enthält die Zeichenfolge „FCP Translation Results“ (die optional ist). Lesen Sie, falls erforderlich, die Protokolldatei, um Informationen zu Umwandlungsproblemen zu erhalten.

Beim Exportieren einer Final Cut Pro-XML-Datei aus Premiere Pro werden zusammengeführte Clips in Final Cut Pro in verschachtelte Sequenzen umgewandelt.

Hinweis:

Beachten Sie, dass beim Exportieren einer Final Cut Pro-XML-Datei aus Premiere Pro zusammengeführte Clips in Final Cut Pro in verschachtelte Sequenzen umgewandelt werden. Premiere Pro und Final Cut Pro 7 (und früher) können XML-Dateien aus Final Cut Pro zum Datenaustausch nutzen. Um Daten zwischen Final Cut Pro X und Premiere Pro auszutauschen, können Sie ein Drittanbieter-Tool mit dem Namen „Xto7“ nutzen. Weitere Informationen zu diesem Tool finden Sie in diesem XtoCC-Tutorial.

 

Öffnen von Premiere Pro-Projekten, die mit neueren Versionen von Premiere Pro erstellt wurden

Wenn Sie ein Premiere Pro-Projekt mit einer neueren Version von Premiere Pro erstellt haben, Ihre Testversion jedoch abgelaufen ist, können Sie die neueren Dateien weiterhin mit Ihrer vorhandenen Version öffnen. Befolgen Sie dafür die hier genannten Schritte.

  1. Wählen Sie Datei > Exportieren > Final Cut Pro XML.

  2. Jetzt wird das Fenster Konvertiertes Projekt speichern unter angezeigt. Wählen Sie einen Speicherort für die XML-Datei, geben Sie einen Dateinamen ein und klicken Sie auf „Speichern“. Premiere Pro speichert die Sequenz am angegebenen Speicherort als XML-Datei. 

    Speichern eines Premiere Pro-Projekts als XML-Datei
    Speichern eines Premiere Pro-Projekts als XML-Datei

  3. Sie können diese XML-Datei jetzt mit früheren Versionen von Premiere Pro öffnen.

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