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Touch- und Gestensteuerung von Windows

Steuern Sie Premiere Pro auf dem Microsoft Surface Pro mit Windows mit Touch-Gesten.

Sie können Premiere Pro jetzt auf dem Microsoft Surface Pro mit Windows mit Touch-Gesten steuern. Verwenden Sie Multitouch-Geräte, um einen leistungsstarken tastaturgesteuerten Arbeitsablauf noch weiter zu optimieren. Mit einfachen Gesten können Sie z. B. einen Schnitt durchführen, Medien scrubben, In- und Out-Points markieren, Clips per Drag-and-Drop in ein Schnittfenster verschieben und Bearbeitungen vornehmen.

Mit einer Vielzahl von Touch-Gesten für Touch-Geräte wie die der Microsoft Surface Pro-Serie bietet die Version von Premiere Pro aus dem November 2015 einen vereinfachten und beschleunigten Arbeitsablauf für die Bearbeitung, der die Möglichkeiten von Touch-Oberflächen nutzt. Mit Touch-Gesten können Sie Clips in einer Sequenz scrubben, auswählen und bearbeiten und so einen Rohschnitt erstellen. Die Touch-Funktionen wurden in erster Linie für die Verwendung in einem Zusammenstellungs- oder Rohschnitt-Arbeitsablauf entwickelt. Die Miniatur-Steuerelemente und die Ablagebereiche im Programmmonitor können jedoch nicht nur mit Touch-Gesten bedient werden. Sie können sie auch in den herkömmlichen, mausgesteuerten Arbeitsabläufen für die Bearbeitung nutzen.

Tippen mit einem Finger/Ziehen

Sie können mit einem Fingertipp einen Clip im Projektfenster auswählen, um die Miniatur-Steuerelement für den Clip zu aktivieren. Tippen Sie auf die Schaltfläche für das Miniatur-Steuerelement oder ziehen Sie den Clip, um Scrubbing-Aktionen durchzuführen. Sie können den Clip mit einem Finger in den Programmmonitor ziehen, um ihn dort in den Bearbeitungs-Ablagebereichen zu verwenden, oder ihn durch Ziehen dem Schnittfenster hinzufügen.

Touch und Ziehen
Touch und Ziehen

Bewegen Sie zum Zoomen zwei Finger

Führen Sie zwei Finger zueinander, um aus einem Clip auszuzoomen. Wenn Sie zwei Finger auseinander führen, wird in den Clip eingezoomt. Sie können im Projektfenster (sowohl in der Listen- als auch in der Symbolansicht), im Monitorfenster und im Schnittfenster zoomen.

Einzoomen
Einzoomen

Einzoomen
Einzoomen

Bildlauf mit zwei Fingern

Sie können durch Bedienfelder mit vertikalen oder horizontalen Bildlaufleisten blättern, indem Sie zwei Finger in dieselbe Richtung bewegen. In Bedienfeldern mit mehreren Bildlaufzonen wie dem Schnittfenster können Sie nur in eine Richtung und nur in der Zone blättern, in der die Blättergeste begonnen wurde.

Bildlauf nach oben und nach unten
Bildlauf nach oben und nach unten

Scrubben mit zwei Fingern

Mit zwei Fingern und einer Geste, die der Blättergeste entspricht, können Sie Clips und Sequenzen in der Symbolansicht des Projektfensters und im Monitorfenster ähnlich vorwärts und rückwärts scrubben wie beim Scrubben durch Bewegen des Mauszeigers. Mit der Scrubbing-Geste wird der Playhead im Clip/in der Sequenz mit einer 1:1-Beziehung basierend auf der Breite der Miniatur/des Monitors über eine Dauer von bis zu 30 Minuten bewegt. Für jeweils weitere 30 Minuten ist eine weitere Scrubbing-Geste erforderlich. Der Abspielkopf bleibt am Ende jeder Geste an der Position, an der er angehalten wurde.

Um die Scrubbing-Geste mit zwei Fingern auf einen Clip im Projektfenster anzuwenden, wählen Sie den Clip zunächst aus, indem Sie darauf tippen. Die Miniatur-Steuerelemente werden angezeigt.

Scrubbing
Scrubbing

Miniatur-Steuerelemente im Projektfenster

Wenn im Projektfenster die Symbolansicht gewählt ist, können Sie einen Clip auswählen, um eine Reihe von Miniatur-Steuerelementen anzuzeigen. Mit diesen können Sie einen Clip abspielen, scrubben und markieren. Tippen Sie auf die Schaltflächen oder ziehen Sie, um die Scrubbing-Aktion der Schaltfläche auszuführen. Die Miniatur-Steuerelemente werden immer auf einem Clip angezeigt, wenn Sie eine Touch-Geste verwenden. Wenn Sie eine Maus verwenden, können Sie die Steuerelemente nutzen, indem Sie im Projektfenster im Menü „Einstellungen“ die Option „Miniatur-Steuerelemente für alle Zeigegeräte“ auswählen.

Miniatur-Steuerelemente
Miniatur-Steuerelemente

Touch- und Gestenaktionen für Schaltflächen

Schaltfläche „Frame-Schritt“

Durch Tippen oder Klicken auf die Schaltfläche „Frame-Schritt“ wechseln Sie zum nächsten Frame in der auf der Schaltfläche angegebenen Richtung. Durch Ziehen der Schaltfläche per Touch-Geste oder mit der Maus bewegen Sie den Clip langsam in immer größer werdenden Schritten bis zur Wiedergabe in voller Geschwindigkeit (1x) weiter.

Schaltfläche „Shuttle“

Während der Wiedergabe des Clips wird die Schaltfläche „Frame-Schritt“ zur Schaltfläche „Shuttle“. Wenn Sie auf die Schaltfläche „Shuttle“ tippen oder klicken, wird die Wiedergabegeschwindigkeit in Doppelschritten bis zur maximalen Geschwindigkeit (32x) in der Richtung des Pfeils auf der Schaltfläche erhöht. Wenn Sie die Schaltfläche per Touch-Geste oder mit der Maus ziehen, wird die Wiedergabe von normaler Geschwindigkeit (1x) auf maximale Wiedergabegeschwindigkeit (32x) erhöht.

Schaltflächen „In-Point“ und „Out-Point“

Die Schaltflächen „In-Point“ und „Out-Point“ markieren die In- und Out-Points auf dem Clips während Pause oder Wiedergabe. Durch Ziehen der Schaltfläche per Touch-Geste oder Maus wird der In- bzw. Out-Point an die gewünschte Position gescrubbt und die Miniatur des Clips wird aktualisiert. Sie zeigt nun den Frame an, in der die Marke platziert wurde.

Bearbeiten von Clips im Bedienfeld „Projekt“

Um einen Clip in eine Sequenz in eine Sequenz umzuwandeln, tippen und halten Sie an einer beliebigen Stelle in der Clip-Miniatur, die nicht von einem Miniatur-Steuerelement belegt ist (oder halten Sie die Maustaste gedrückt), und ziehen Sie den Clip dann in das Schnittfenster oder in den Programmmonitor. Wenn Sie nur Touch-Gesten verwenden (keine Tastatur-Modifier verfügbar), können Sie lediglich Überschreibungen vornehmen, wenn Sie in das Schnittfenster ziehen.

Drag-and-Drop-Bearbeitung mit den Ablagebereichen im Programmmonitor

Durch Ziehen in den Programmmonitor kann der Editor sechs verschiedene Bearbeitungen vornehmen, ohne dass dafür Zusatztasten erforderlich sind. Ablagebereiche für bestimmte Bearbeitungsfunktionen werden über dem Programmmonitor angezeigt, wenn Sie einen Clip per Touch-Geste oder mit der Maus dorthin ziehen.

Ablagebereiche
Ablagebereiche

Einfügen

Mit dem Ablagebereich „Einfügen“ bearbeiten Sie den Clip in der Sequenz am Playhead (oder an den In-/Out-Points, sofern vorhanden). Dabei bleibt das Quellpatching im Schnittfenster erhalten. Clips nach dem Einfügepunkt werden später in der Sequenz verschoben (verzerrt), sofern ihre Spur nicht gesperrt ist.

Überlagern

Mit dem Ablagebereich „Überschreiben“ bearbeiten Sie den Clip in der Sequenz am Playhead (oder an den In-/Out-Points, sofern vorhanden). Dabei bleibt das Quellpatching im Schnittfenster erhalten. Clips nach dem Einfügepunkt werden für die Dauer des Quellclips überschrieben. Gesperrte Spuren werden nicht überschrieben.

Einfügen vor/Einfügen nach

Mit den Ablagebereichen „Einfügen vor“ und „Einfügen nach“ wird ein Clip vor bzw. nach dem Clip am Playhead bearbeitet. Bei diesen Ablagebereichen bleibt das Quellpatching im Schnittfenster erhalten. Wenn in den gepatchten Spuren am Playhead kein Inhalt vorhanden ist, wird die Bearbeitung stattdessen als Einfügungsbearbeitung durchgeführt. In- und Out-Points werden ignoriert, sofern die Bearbeitung nicht als Einfügungsbearbeitung durchgeführt wird. Clips nach dem Einfügepunkt werden in der Sequenz nach hinten verschoben, sofern ihre Spur nicht gesperrt ist.

Ersetzen

Der Ablagebereich „Ersetzen“ ersetzt einen Clip am Playhead, wenn sich in den gepatchten Spuren am Playhead Inhalt befindet. Andernfalls wird keine Bearbeitung durchgeführt. Wenn in der Sequenz eine Auswahl vorhanden ist, wird die Auswahl für die Bearbeitung „Ersetzen“ verwendet und die Playhead-Position wird ignoriert. Wenn im Projektfenster mehrere Clips ausgewählt sind und „Ersetzen“ verwendet wird, wird die Bearbeitung nur auf den ersten Clip in der Auswahl angewendet.

Ineinander kopieren

Der Ablagebereich „Ineinander kopieren“ platziert einen Clip auf der untersten leeren Spur am Playhead (bzw. an den In-/Out-Points, sofern vorhanden), sodass keine Clip-Kollision in der Sequenz auftritt. Die Bearbeitung wird als „Überschreiben“ auf den leeren Bereich in der Sequenz angewendet, sodass Clips nach dem Einfügepunkt nicht in der Sequenz verschoben werden. Quellpatching-Steuerelemente mit Teilen eines Quellclips werden in die Sequenz eingefügt. Die Spuren, mit denen sie verknüpft sind, haben jedoch keinen Einfluss auf die Bearbeitung. Wenn keine verfügbaren Spuren vorhanden sind, erstellt Premiere Pro eine neue Spur.

HINWEIS: Gelegentlich kann dasselbe Ergebnis entstehen, wenn Sie eine Miniatur in verschiedene Ablagebereiche ziehen. Wenn der Playhead zum Beispiel am Ende des letzten Clips geparkt wird, der in eine Sequenz eingefügt wurde, orientiert sich der Monitor nach vorne zu einem schwarzen Frame. In diesem Fall führt das Ablegen einer Miniatur auf „Einfügen nach“, „Einfügen“ oder „Überschreiben“ jeweils zum selben Ergebnis, der Clip wird nach dem letzten Clip in die Sequenz eingefügt.

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