Rauschen erzeugen

Mit dem Befehl „Rauschen“ können Sie Rauschen mit unterschiedlichen Klangfarben einstellen. (Traditionell wird Färbung verwendet, um die spektrale Zusammensetzung des Rauschens zu beschreiben. Jede Färbung besitzt spezielle Merkmale.) Das Generieren von Rauschen ist zum Erstellen von Tönen wie Wasserfallgeräuschen (ideal in Verbindung mit der Adobe Audition-Funktion „Binauraler Auto-Panner“) und zum Generieren von Signalen hilfreich, die dem Ermitteln des Frequenzgangs eines Lautsprechers, Mikrofons oder einer anderen Komponente eines Audiosystems dienen.

  1. Platzieren Sie den Cursor an der Stelle, an der das Rauschen eingefügt werden soll. Möchten Sie dagegen einen Teil der existierenden Wellenform ersetzen, wählen Sie den gewünschten Bereich mit Audiodaten.
  2. Wählen Sie „Effekte“ > „Generieren“ > „Rauschen“ aus.
  3. Legen Sie die gewünschten Optionen fest und klicken Sie auf „OK“.

Farbregler

Gibt eine Färbung für das Rauschen an:

  • Braunes Rauschen - Hat eine Spektralfrequenz von 1/f2, weist also einen größeren Anteil niederfrequenter Töne auf. Der Klang erinnert an Donner und Wasserfall. Braunes Rauschen wird so genannt, weil die Wellenform einer Brown'schen Kurve folgt. Das nächste Sample in der Wellenform ist also gleich dem vorherigen Sample, plus einem kleinen Zufallswert. Im Diagramm sieht diese Wellenform wie eine Gebirgskette aus.
  • Rosa Rauschen - Hat eine Spektralfrequenz von 1/f und tritt am häufigsten in der Natur auf. Dieses Rauschen klingt am natürlichsten. Mit Hilfe des Equalizers können Regen, Wasserfall, Wind, Stromschnellen und andere natürliche Klänge generiert werden. Rosa Rauschen liegt exakt zwischen dem braunen und dem weißen Rauschen. Es ist weder zufällig noch vorhersagbar, sondern ähnelt in der Anzeige einem Fraktal. In der Vergrößerung sehen die Muster wie in der verkleinerten Darstellung aus,
    abgesehen von der geringeren Amplitude.
  • Weißes Rauschen - Hat eine Spektralfrequenz von 1, alle Frequenzen sind also mit gleichen Anteilen vorhanden. Da das menschliche Ohr gegenüber hohen Frequenzen empfindlicher ist, klingt weißes Rauschen sehr scharf. Adobe Audition generiert weißes Rauschen durch Verwendung von Zufallswerten für jedes Sample.

Stil

Gibt einen Stil für das Rauschen an:

  • Räumliches Stereo - Generiert Rauschen unter Verwendung von drei separaten Quellen, die räumlich so kodiert werden, als befände sich eine Quelle links, eine in der Mitte und die dritte rechts. Wenn Sie das Ergebnis mit einem Stereokopfhörer anhören, scheint der Sound von allen Seiten zu kommen. Um den Abstand zwischen Mitte und linker bzw. rechter Seite zu definieren, geben Sie einen Verzögerungswert in Mikrosekunden ein. Die maximal wahrnehmbare Verzögerung liegt bei 900 bis 1000 Mikrosekunden. Eine Verzögerung von null ist mit einem Monosignal identisch, bei dem linker und rechter Kanal identisch sind.
  • Unabhängige Kanäle - Generiert Rauschen durch Verwendung jeweils einer separaten Quelle für jeden Kanal. Das Rauschen im linken Kanal ist von dem im rechten Kanal vollständig unabhängig. 
  • Mono – Generiert Rauschen unter Verwendung einer einzelnen Quelle für den linken und für den rechten Kanal.
  • Umgekehrt - Generiert Rauschen mit einer einzelnen Quelle (wie die Option „Mono“). Das Rauschen im linken Kanal ist jedoch die exakte Umkehrung des Rauschens im rechten Kanal. Wenn Sie das Ergebnis mit einem Stereokopfhörer anhören, scheint der Sound aus dem Kopf selbst und nicht von außen zu kommen.

Intensität

Gibt die Intensität des Rauschens auf einer Skala von 2 bis 40 an. Bei höheren Intensitäten wird das Rauschen ungleichmäßiger, klingt also härter und lauter.

DC-Offset

Fügt dem Ton eine konstante Gleichstromamplitude (DC = Direct Current) hinzu und zentriert die Wellenform durch Verschiebung um den angegebenen Prozentsatz nach oben oder unten.

Dauer

Bestimmt die Dauer des von Adobe Audition generierten Rauschens in Sekunden.

Töne generieren  

Wählen Sie „Effekte“ > „Töne generieren“, um eine einfache Wellenform anhand mehrerer Amplituden‑ und Frequenzeinstellungen zu erstellen. Generierte Töne eignen sich hervorragend als Ausgangspunkte für Soundeffekte.

Abtasten von Frequenzen

Erzeugt einen Tonübergang von den Einstellungen auf der Registerkarte „Start“ zu denen auf der Registerkarte „Ende“. (Die Wellenform bleibt konstant.)

Grundfrequenz

Gibt die Grundfrequenz zum Generieren der Töne an.

Modulationstiefe

Moduliert die Tonhöhe der Grundfrequenz über einen benutzerdefinierten Bereich. Bei einer Einstellung von 100 Hz wird beispielsweise die ursprüngliche Frequenz um 50 Hz nach unten und 50 Hz nach oben moduliert.

Modulationsrate

Legt fest, wie oft pro Sekunde die Frequenz moduliert wird, wodurch ein trillernder Vibratoeffekt entsteht.

Wellenform

Wählen Sie eine der folgenden Optionen aus:

  • Sinus und umgekehrtes Sinus erzeugen die Grundfrequenz. Eine Tpyeneinstellung von 1,00 bewirkt reine Töne, während niedrigere Einstellungen quadratischere Wellen und höhere Einstellungen dreieckigere Wellen erzeugen.
  • Die Einstellung Dreieck/Sägezahn erzeugt eine dreieckige Wellenform mit ausschließlich unregelmäßigen Harmonien bei einer Typeneinstellung von 50 %. Einstellungen über und unter diesem Wert erzeugen sägezahnförmige Wellenformen mit unregelmäßigen und regelmäßigen Harmonien.
  • Die Einstellung Quadrat erzeugt nur unregelmäßige Harmonien. Eine absolut quadratische Welle wird mit einer Typeneinstellung von 50 % erzielt. Einstellungen über und unter diesem Wert verändern den Arbeitszyklus der Wellenform (flache Spitze bei 100 % und flaches Tal bei 0 %). (Der obere und untere Grenzwert erzeugen nur ein hörbares Klicken.)

Frequenz komponenten

Fügt der Grundfrequenz bis zu fünf Obertöne hinzu. Geben Sie unter den Reglern eine bestimmte Frequenz für jeden Oberton ein, oder geben Sie einen Multiplikator der Grundfrequenz ein. Verwenden Sie dann die Amplituden-Schieberegler, um die Obertöne relativ zueinander zu mischen.

Lautstärke

Legt die Gesamtlautstärke des Effekts fest.

Dauer

Legt die Länge des generierten Tons im aktuell für das Zeitlineal angegebenen Format fest. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Zahlen, um ein anderes Zeitformat für die Option „Töne generieren“ festzulegen.

Um auf die folgenden Optionen zuzugreifen, klicken Sie auf „Erweitert“:

Phase starten bei

Gibt den Startpunkt im Wellenformzyklus an. Bei 0° beginnen die Wellen am Nullübergangspunkt. Bei 90°, beginnt die Welle bei der vollen Amplitude (und erzeugt ein hörbares Klicken).

Phasendifferenz Kanal 2

Passt die relative Phase von Stereokanälen an. Bei einem Wert von Null werden die Kanäle vollständig in die Phase platziert, während sie bei einem Wert von 180 vollständig phasenverschoben platziert werden.

Geschwindigkeit ändern

Ändert die relative Phase zwischen den beiden Kanälen einer Stereo-Audiodatei im Verlauf der Zeit dynamisch. Wenn Sie beispielsweise 1 Hz eingeben, durchläuft die Phasendifferenz einen 360-Grad-Zyklus pro Sekunde.

DC-Offset

Fügt einen DC-Offset hinzu, bei dem die Mitte der Wellenform um den angegebenen Prozentsatz nach oben oder nach unten verschoben wird. Verwenden Sie diese Einstellung, um Audiogeräte zu kalibrieren oder Hardware-bedingten Offset zu simulieren.

Mit ausgewähltem Audio

Wählen Sie eine der folgenden Optionen aus:

  • Ersetzen: Tauscht vorhandene Audiodaten gegen generierte Töne aus.
  • Modulieren: ringmoduliert oder multipliziert vorhandene Audiodaten mit den aktuellen Toneinstellungen. Diese Option ist hervorragend geeignet, um spezielle Effekte hinzuzufügen.
  • Demodulieren: Ringdemoduliert vorhandene Audiodaten mit den aktuellen Toneinstellungen. Verwenden Sie diese Option, um einzigartige Effekte zu erzeugen oder um den Ursprungszustand von mit der Option „Modulieren“ bearbeiteten Audiodaten wiederherzustellen.
  • Überlappung: Mischt die generierten Töne mit vorhandenen Audiodaten.

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