Techniken für die Audio-Wiederherstellung

Sie können zahlreiche Audioprobleme beheben, indem Sie zwei leistungsstarke Funktionen verbinden. Verwenden Sie zunächst die Spektralanzeige, um Störgeräusche und einzelne Artefakte visuell ermitteln und auswählen zu können. (Siehe Auswählen von Spektralbereichen und Auswählen und automatisches Reparieren von Artefakten.) Verwenden Sie anschließend Diagnose- oder Rauschminderungseffekte, um Probleme wie die folgenden zu beheben:

Hinweis:

Mithilfe der oben genannten Echtzeit-Wiederherstellungseffekte, die sowohl im Wellenform- als auch im Multitrack-Editor verfügbar sind, können Sie häufig auftretende Probleme im Umgang mit Audiodaten mühelos beheben. Bei ungewöhnlich stark verrauschten Audiodaten sollten Sie jedoch die spezifischen Offline-Prozesseffekte des Wellenform-Editors wie Zischminderung und Rauschminderung verwenden.

Sehen Sie sich das Video mit Techniken zur Audio-Wiederherstellung an, um bewährte Verfahren für die Audio-Korrektur in Audition mit dem Fenster „Amplitudenstatistik“, der Spektralfrequenzanzeige, der adaptiven Rauschunterdrückung, dem Fenster „Diagnose“ und den Effekten „DeClipper“ und „DeHummer“ kennenzulernen.

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Auswählen verschiedener Störgeräuschtypen in der Spektralanzeige

A. Rauschen B. Knistern C. Rumpeln 

Sehen Sie sich das Video zur Audio-Bereinigung mit der Spektralfrequenzanzeige an, um mehr über die Verwendung der Spektralfrequenzanzeige zu erfahren.

 

Effekt „Rauschminderung“ (nur Wellenform-Editor)

Der Effekt Rauschminderung/Wiederherstellung > Rauschminderung reduziert Hintergrund- und Breitbandrauschen deutlich, beeinträchtigt die Signalqualität aber nur minimal. Dieser Effekt kann unterschiedlichste Störgeräusche entfernen: Bandrauschen, Mikrofonhintergrundrauschen, Leitungsbrummen oder sonstiges Rauschen, das in seiner Wellenform konstant bleibt.

Der genaue Umfang der Störgeräuschminderung hängt vom Typ des Hintergrundrauschens sowie vom akzeptablen Qualitätsverlust im verbleibenden Signal ab. Normalerweise können Sie das Signal-Rausch-Verhältnis um 5 bis 20 dB verbessern, ohne die Audioqualität nennenswert zu beeinträchtigen.

Um mit dem Effekt Rauschminderung optimale Ergebnisse zu erzielen, sollten Sie ihn auf Audiodaten ohne DC-Offset anwenden. Mit einem DC-Offset können durch diesen Effekt Klickgeräusche in leisen Passagen entstehen. (Um einen DC-Offset zu entfernen, wählen Sie Favoriten > DC-Offset reparieren.)

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Analysieren und Anpassen von Rauschen mit dem Rauschminderungsdiagramm:

A. Steuerungspunkte ziehen, um die Minderung in verschiedenen Frequenzbereichen zu variieren. B. Rauschen mit geringer Amplitude. C. Rauschen mit hoher Amplitude. D. Schwellenwert, unterhalb dessen die Rauschminderung einsetzt. 

Anwenden des Effekts „Rauschminderung“

  1. Wählen Sie im Wellenform-Editor einen Bereich, der nur Rauschen enthält und mindestens eine halbe Sekunde dauert.

    Hinweis:

    Wählen Sie Rauschen in einem bestimmten Frequenzbereich mit dem Marquee-Auswahlwerkzeug aus. (Siehe Auswählen von Spektralbereichen.)

  2. Wählen Sie Effekte > Rauschminderung/Wiederherstellung > Geräuschmuster speichern.

  3. Wählen Sie im Editor den Bereich aus, aus dem das Rauschen entfernt werden soll.

  4. Wählen Sie Effekte > Rauschminderung/Wiederherstellung > Rauschminderung.

  5. Stellen Sie die gewünschten Optionen ein.

Hinweis:

Wenn Sie in lauten Umgebungen aufnehmen, zeichnen Sie einige Sekunden mit repräsentativen Störgeräuschen auf, die Sie später als Geräuschmuster verwenden können.

Optionen für „Rauschminderung“

Geräuschmuster speichern

Extrahiert ein Geräuschprofil aus einem ausgewählten Bereich, um nur das Hintergrundrauschen zu identifizieren. Adobe Audition sammelt statistische Daten über das Hintergrundrauschen, damit dieses auch aus den übrigen Teilen der Wellenform entfernt werden kann.

Tipp: Ist der ausgewählte Bereich zu kurz, kann Geräuschmuster speichern nicht ausgewählt werden. Reduzieren Sie den Wert für FFT-Größe oder wählen Sie einen längeren Bereich mit Störgeräuschen aus. Existiert kein längerer Bereich, kopieren Sie den aktuell ausgewählten Bereich und fügen Sie ihn gegebenenfalls mehrfach ein, um einen Bereich der benötigten Länge zu erstellen. (Sie können das eingefügte Störgeräusch später mit dem Befehl Bearbeiten > Löschen entfernen.)

Aktuelles Geräuschmuster speichern

Speichert das Geräuschmuster als FFT-Datei, die Daten zu Sample-Typ, FFT-Größe (Fast Fourier Transform) und drei Sätze von FFT-Koeffizienten enthält: einen für die geringste gefundene Geräuschmenge, einen für die höchste gefundene Geräuschmenge und einen für den Leistungsdurchschnitt.

Rauschmuster von Festplatte laden

Öffnet ein Rauschmuster, das zuvor in Adobe Audition im FFT-Format gespeichert wurde. Rauschmuster können jedoch nur auf identische Sample-Typen angewendet werden. (Sie können beispielsweise kein 22-kHz-Mono-Profil auf 44-kHz-Stereo-Samples anwenden.)

Hinweis: Da Rauschmuster sehr spezifisch sind, ergeben sich mit einem Muster für einen Geräuschtyp keine guten Ergebnisse für andere Typen. Wenn Sie regelmäßig ähnliche Störgeräusche entfernen müssen, können Sie mit einem gespeicherten Profil jedoch die Effizienz deutlich erhöhen.

Diagramm

Zeigt die Frequenzen an der x-Achse (horizontal) und den Umfang der Störgeräuschminderung an der y-Achse (vertikal) an.

Die blaue Steuerkurve legt den Betrag der Rauschminderung in verschiedenen Frequenzbereichen fest. Wenn Sie beispielsweise nur in den höheren Frequenzen Rauschminderung benötigen, passen Sie die Steuerkurve im rechten Teil des Diagramms nach unten an.

Wenn Sie auf die Schaltfläche „Zurücksetzen“  klicken, um die Steuerkurve wieder zu begradigen, richtet sich der Betrag der Rauschminderung ausschließlich nach dem Geräuschmuster.

Tipp: Damit Sie sich besser auf das Hintergrundrauschen konzentrieren können, klicken Sie rechts oben über dem Diagramm auf die Menüschaltfläche  und deaktivieren Sie die Optionen Steuerkurve anzeigen und QuickInfo über Diagramm anzeigen.

Hintergrundrauschen

„Hoch“ zeigt die höchste Amplitude des erkannten Rauschens bei jeder Frequenz. „Tief“ zeigt die niedrigste Amplitude. „Schwellenwert“ zeigt die Amplitude an, unterhalb derer die Rauschminderung erfolgt.

Tipp: Diese drei Elemente des Hintergrundrauschens können sich im Diagramm überlappen. Damit Sie sie besser unterscheiden können, klicken Sie auf die Menüschaltfläche  und aktivieren Sie im Untermenü „Hintergrundrauschen anzeigen“ die gewünschten Optionen.

Skalierung

Legt fest, wie die Frequenzen auf der horizontalen x-Achse angeordnet werden:

  • Um niedrige Frequenzen präziser steuern zu können, wählen Sie Logarithmisch. Eine logarithmische Skalierung bildet die menschliche Klangwahrnehmung besser ab.

  • Um hohe Frequenzen mit gleichmäßig verteilten Intervallen detailliert zu bearbeiten, wählen Sie Linear.

Kanal

Zeigt den ausgewählten Kanal im Diagramm an. Der Betrag der Rauschminderung ist stets für alle Kanäle gleich.

Gesamte Datei auswählen

Ermöglicht die Anwendung eines gespeicherten Geräuschmusters auf die gesamte Datei.

Rauschminderung

Legt den Prozentsatz der Rauschminderung im Ausgangssignal fest. Führen Sie die Feineinstellung dieses Reglers während der Wiedergabe durch, um maximale Rauschminderung bei minimalen Artefakten zu erzielen. (Übermäßig hohe Werte bei der Rauschminderung führen manchmal zu Flanger-Effekten oder phasenverschobenem Audio.)

Mindern um

Gibt die Amplitudenabsenkung für das erkannte Rauschen an. Werte zwischen 6 und 30 dB funktionieren gut. Um blubbernde Artefakte zu vermindern, geben Sie niedrigere Werte ein.

Nur Ausgangsrauschen

Gibt nur Rauschen wieder, damit Sie prüfen können, ob der Effekt auch erwünschtes Audio entfernt.

Erweiterte Einstellungen

Klicken Sie auf das Dreieck, um die folgenden Optionen anzuzeigen:

Spektralabklingzeit

Gibt den Prozentsatz der verarbeiteten Frequenzen an, wenn die Audiodaten unter das Hintergrundrauschen abfallen. Die Optimierung dieses Prozentsatzes ermöglicht eine bessere Störgeräuschminderung bei weniger Artefakten. Werte zwischen 40 % und 75 % funktionieren am besten. Unterhalb dieser Werte sind häufig blubbernde Artefakte hörbar. Über diesen Werten bleiben normalerweise deutliche Störgeräusche hörbar.

Glättung

Berücksichtigt die Varianzen des Rauschsignals in jedem Frequenzband. Bänder mit großen Unterschieden in der Analyse (z. B. weißes Rauschen), werden anders geglättet als konstante Bänder (z. B. 60-Hz-Brummen). Grundsätzlich führt eine Erhöhung des Glättungswerts (bis ca. 2) zu einer Reduzierung blubbernder Hintergrundartefakte, allerdings auf Kosten einer Anhebung des Breitbandrauschpegels im Hintergrund.

Präzisionsfaktor

Steuert die Amplitudenänderungen. Werte von 5–10 sind gut geeignet, ungerade Zahlen sind ideal für symmetrische Verarbeitung. Bei Werten unterhalb von 3 erfolgt die Fast Fourier-Transformation in riesigen Blöcken, zwischen denen Lautstärkeverluste oder -spitzen auftreten können. Werte über 10 verbessern die Qualität nicht hörbar, erhöhen aber die Verarbeitungsdauer.

Übergangsbreite

Legt den Amplitudenbereich zwischen Rauschen und erwünschtem Audio fest. Beispielsweise wendet eine Breite von Null auf jedes Frequenzband ein scharfes Noise Gate an. Audio oberhalb des Schwellenwerts bleibt erhalten, Audio darunter wird vollständig abgeschnitten. Alternativ können Sie einen Bereich angeben, über dem Audiodaten basierend auf dem Eingangspegel in Stille ausgeblendet werden. Beträgt die Übergangsbreite z. B. 10 dB und liegt der Störgeräuschpegel für das Band bei –60 dB, bleiben die Audiodaten bei –60 dB identisch, Audiodaten bei –62 dB werden leicht abgesenkt, und Audiodaten bei –70 dB werden vollständig entfernt.

FFT-Größe

Bestimmt, wie viele Frequenzbänder analysiert werden. Diese Option wirkt sich am deutlichsten auf die Qualität aus. Das Rauschen wird in jedem Frequenzband separat behandelt. Je mehr Bänder vorhanden sind, desto feinere Frequenzdetails werden für die Rauschminderung verwendet. Gute Ergebnisse erzielen Sie mit Werten von 4096 bis 8192.

Die FFT-Größe bestimmt den Kompromiss zwischen Frequenz- und Zeitpräzision. Bei höheren FFT-Größen können zischende oder verhallte Artefakte entstehen, die Rauschfrequenzen werden jedoch sehr präzise entfernt. Niedrigere FFT-Werte führen zu einer besseren Reaktionszeit (also z. B. weniger Zischen vor dem Schlag eines Beckens), können aber zu einer schlechteren Auflösung über die Frequenzen führen, also hohl klingen.

Rauschmuster-Schnappschüsse

Bestimmt die Anzahl der Störgeräusch-Stichproben, die in das Profil aufgenommen werden sollen. Ein Wert von 4000 ist optimal zum Generieren genauer Daten geeignet.

Sehr kleine Werte beeinträchtigen die Qualität der verschiedenen Störgeräuschminderungspegel drastisch. Mit mehr Schnappschüssen führt ein Rauschminderungspegel von 100 normalerweise zum Entfernen von mehr Störgeräuschen, gleichzeitig aber auch von größeren Teilen des ursprünglichen Signals. Ein geringer Rauschminderungspegel mit mehr Schnappschüssen führt ebenfalls zum Entfernen von mehr Störgeräuschen, beeinträchtigt aber das Nutzsignal wahrscheinlich kaum.

Effekt „Sound-Entferner“

Der Effekt Sound-Entferner (Effekte > Rauschminderung/Wiederherstellung) entfernt unerwünschte Audioquellen aus einer Aufnahme. Dieser Effekt analysiert einen ausgewählten Bereich der Aufnahme und erstellt ein Soundmodell, das zum Suchen und Entfernen des Sounds verwendet wird.

Das erzeugte Modell kann auch anhand von Parametern angepasst werden, die seine Komplexität angeben. Ein hochkompliziertes Soundmodell benötigt bei der Bearbeitung der Aufnahme mehr Verfeinerungsdurchgänge, liefert jedoch präzisere Ergebnisse. Sie können das Modell auch für die spätere Verwendung speichern. Diverse häufige Vorgaben zum Entfernen häufiger Rauschsounds, wie Sirenen und klingelnde Mobiltelefone, sind ebenfalls enthalten.

Soundmodell lernen

Verwendet die ausgewählte Wellenform, um das Soundmodell zu erlernen. Wählen Sie einen Bereich in der Wellenform, der nur den zu entfernenden Sound enthält, und klicken Sie auf „Soundmodell lernen“. Sie können Soundmodelle auch auf einer Festplatte speichern und von dort laden.

Komplexität des Soundmodells

Gibt die Komplexität des Soundmodells an. Je komplexer oder abgemischter der Sound ist, desto bessere Ergebnisse erzielen Sie mit einer höheren Komplexitätseinstellung. Allerdings dauert die Berechnung auch länger. Sie können Werte von 1 bis 100 wählen.

Durchgänge für die Soundverfeinerung

Definiert die Anzahl der Verfeinerungsdurchgänge, die zur Entfernung der im Soundmodell angegebenen Soundmuster vorgenommen werden. Eine höhere Anzahl an Durchgängen erfordert eine längere Bearbeitungszeit, liefert jedoch präzisere Ergebnisse.

Komplexität des Inhalts

Gibt die Komplexität des Signals an. Je komplexer oder abgemischter der Sound ist, desto bessere Ergebnisse erzielen Sie mit einer höheren Komplexitätseinstellung. Allerdings dauert die Berechnung auch länger. Sie können Werte von 5 bis 100 wählen.

Durchgänge für Inhaltsverfeinerung

Gibt die Anzahl der Durchgänge an, die auf den Inhalt angewendet werden, um die dem Soundmodell entsprechenden Sounds zu entfernen. Eine höhere Anzahl an Durchgängen erfordert eine längere Bearbeitungszeit, führt im allgemeinen aber zu präziseren Ergebnissen.

Verbesserte Unterdrückung

Dadurch wird die Aggressivität des Soundentfernungs-Algorithmus erhöht. Eine Bearbeitung ist über den Wert Stärke möglich. Bei einem höheren Wert wird ein größerer Teil des Soundmodells aus abgemischten Signalen entfernt, was zu einem größeren Verlust im erwünschten Signal führen kann. Bei einem niedrigeren Wert dagegen bleibt mehr des überlappenden Signals erhalten, wodurch mehr Rauschen hörbar sein kann (allerdings weniger als in der ursprünglichen Aufnahme).

Für Sprachausgabe optimieren

Gibt an, dass das Audio Sprachausgabe enthält und geht beim Entfernen von Audiomustern, die Sprachausgabe ähneln, sehr vorsichtig vor. Das Endergebnis stellt sicher, dass nur Rauschen, nicht jedoch die Sprachausgabe entfernt wird.

FFT-Größe

Bestimmt, wie viele Frequenzbänder analysiert werden. Diese Option wirkt sich am deutlichsten auf die Qualität aus. Das Rauschen wird in jedem Frequenzband separat behandelt. Je mehr Bänder vorhanden sind, desto feinere Frequenzdetails werden für die Rauschminderung verwendet. Gute Ergebnisse erzielen Sie mit Werten von 4096 bis 8192.
Die FFT-Größe bestimmt den Kompromiss zwischen Frequenz- und Zeitpräzision. Bei höheren FFT-Größen können zischende oder verhallte Artefakte entstehen, die Rauschfrequenzen werden jedoch sehr präzise entfernt. Niedrigere FFT-Werte führen zu einer besseren Reaktionszeit (also z. B. weniger Zischen vor dem Schlag eines Beckens), können aber zu einer schlechteren Auflösung über die Frequenzen führen, also hohl klingen.

Sehen Sie sich das Video über Strategien zum Entfernen von Geräuschen und Reduzieren von Rauschen an, um zu erfahren, wie Sie Rauschen reduzieren und unerwünschte Geräusche aus Audioinhalten entfernen können.

Effekt „Adaptive Rauschreduktion“

Mit dem Effekt Rauschminderung/Wiederherstellung > Adaptive Rauschreduktion können Sie mühelos unterschiedliches Breitbandrauschen, z. B. Hintergrundgeräusche, Rumpeln und Wind entfernen. Da dieser Effekt in Echtzeit arbeitet, können Sie ihn mit anderen Effekten im Effekte-Rack kombinieren und dann im Multitrack-Editor anwenden. Im Gegensatz dazu ist der Standardeffekt Rauschminderung nur als Offline-Prozess im Wellenform-Editor verfügbar. Dieser Effekt ist jedoch gelegentlich wesentlich effektiver, um konstante Geräusche wie Surren und Zischen oder Brummen zu entfernen.

Um die besten Resultate zu erzielen, wenden Sie den Effekt Adaptive Rauschreduktion auf Auswahlen an, die mit Rauschen gefolgt von erwünschtem Audio beginnen. Der Effekt identifiziert Rauschen anhand der ersten Sekunden des Audios.

Hinweis:

Dieser Effekt benötigt eine erhebliche Verarbeitungsleistung. Sollte Ihr System stark verlangsamt werden, senken Sie die FFT-Größe und deaktivieren Sie die Option Hohe Qualität.

Rauschen mindern um

Legt den Pegel der Störgeräuschminderung fest. Werte zwischen 6 und 30 dB funktionieren gut. Um blubbernde Hintergrundeffekte zu vermindern, geben Sie niedrigere Werte ein.

Rauschen

Gibt den Prozentsatz der ursprünglichen Audiodaten an, der Rauschen enthält.

Feinabstimmung des Hintergrundrauschens

Passt das Hintergrundrauschen manuell dem automatisch ermittelten Rauschen an.

Signalschwellenwert

Passt den Schwellenwert des gewünschten Audios über und unter dem automatisch berechneten Schwellenwert manuell an.

Spektralabklingzeit

Legt fest, wie schnell die Rauschminderung um 60 Dezibel abgesenkt wird. Die Optimierung dieses Werts ermöglicht eine bessere Rauschminderung bei weniger Artefakten. Zu kurze Werte erzeugen blubbernde Klänge, zu lange Werte erzeugen Halleffekte.

Breitbanderhaltung

Erhält gewünschte Audiodaten in den angegebenen Frequenzbändern zwischen gefundenen Artefakten. Bei der Einstellung 100 Hz wird beispielsweise sichergestellt, dass keine Audiodaten 100 Hz über oder unter den gefundenen Artefakten entfernt werden. Niedrigere Einstellungen entfernen möglicherweise mehr Störgeräusche, können aber hörbare Verarbeitungsgeräusche verursachen.

FFT-Größe

Bestimmt, wie viele Frequenzbänder analysiert werden. Wählen Sie einen hohen Wert, um die Frequenzauflösung zu erhöhen, und eine niedrige Einstellung, um die Zeitauflösung zu erhöhen. Hohe Werte sind ideal für Artefakte langer Dauer (z. B. Quietschen oder Leitungsbrummen), mit niedrigeren Werten können Sie jedoch besser transiente Artefakte (z. B. Klicken und Knacken) beheben.

Sehen Sie sich das Video über Strategien zum Entfernen von Geräuschen und Reduzieren von Rauschen an, um zu erfahren, wie Sie Rauschen reduzieren und unerwünschte Geräusche aus Audioinhalten entfernen können.

Effekt „Automatischer Klick-Entferner“

Um mühelos Knistern und Statik von Vinylaufnahmen zu entfernen, verwenden Sie den Effekt Rauschminderung/Wiederherstellung > Automatischer Klick-Entferner. Sie können ein einzelnes Störgeräusch oder einen großen Audiodatenbereich korrigieren.

Dieser Effekt bietet dieselben Optionen wie der Effekt DeClicker, bei dem Sie wählen können, welche der erkannten Klicks bearbeitet werden sollen (siehe DeClicker-Optionen). Da der Effekt Automatischer Klick-Entferner jedoch in Echtzeit arbeitet, können Sie ihn mit anderen Effekten im Effekte-Rack kombinieren und dann im Multitrack-Editor anwenden. Der Effekt Automatischer Klick-Entferner wendet ferner automatisch mehrere Analyse- und Reparaturdurchläufe an. Um denselben Betrag an Klick-Entfernung mit dem DeClicker zu erreichen, müssen Sie den DeClicker manuell mehrmals anwenden.

Schwellwert

Bestimmt die Empfindlichkeit gegenüber Störgeräuschen. Bei niedrigeren Werten werden mehr Klick- und Knackgeräusche erkannt, gegebenenfalls werden aber auch Teile des Nutzsignals entfernt. Die Werte liegen im Bereich von 30 bis 100. Der Standardwert ist 1.

Komplexität

Gibt die Komplexität des Störgeräusches an. Höhere Werte steigern die Anzahl der Verarbeitungsschritte und können die Audioqualität reduzieren. Die Werte liegen im Bereich von 16 bis 100. Der Standardwert ist 1.

Effekt „Automatische Phasenkorrektur“

Mit dem Effekt Rauschminderung/Wiederherstellung > Automatische Phasenkorrektur können Sie aufgrund falsch ausgerichteter Bandköpfe entstehende Azimut-Fehler, aufgrund einer fehlerhaften Mikrofonplatzierung verursachte Stereoverzerrungen und viele andere phasenbezogene Probleme beheben.

Globale Zeitverschiebung

Aktiviert die Schieberegler Linke Kanalverschiebung und Rechte Kanalverschiebung, über die Sie eine einheitliche Phasenverschiebung auf alle ausgewählten Audiodaten anwenden können.

„Autom. Kanalausrichtung“ und „Auto-Center-Balance“

Richten Sie die Phasen und Balance für mehrere kurze Zeitintervalle aus, die Sie über die folgenden Optionen festlegen können:

Zeitauflösung

Gibt die Anzahl der Millisekunden in jedem verarbeiteten Intervall an. Kleinere Werte erhöhen die Genauigkeit, größere Wert erhöhen die Leistung.

Ansprechempfindlichkeit

Bestimmt die Gesamtgeschwindigkeit für die Verarbeitung. Langsame Einstellungen erhöhen die Genauigkeit, schnelle Einstellungen erhöhen die Leistung.

Kanal

Gibt die Kanäle an, auf die die Phasenkorrektur angewendet wird.

Analysegröße

Bestimmt die Anzahl an Samples in jeder analysierten Audioeinheit.

Hinweis:

Verwenden Sie für die genaueste und effektivste Phasenkorrektur die Option Autom. Kanalausrichtung. Aktivieren Sie die Schieberegler Globale Zeitverschiebung nur, wenn Sie ganz genau wissen, dass eine einheitliche Anpassung notwendig ist, oder wenn Sie die Phasenkorrektur manuell im Multitrack-Editor vornehmen möchten.

Effekt „Klick-/Knackeliminator“

Verwenden Sie den Effekt Klick-/Knackeliminator (Effekte > Rauschminderung/Wiederherstellung) um Klick-, Knack-, Zisch- und Rauschgeräusche von Mikrofonen zu entfernen. Diese Störgeräusche kommen häufig bei Aufnahmen wie alten Vinyl-Schallplatten und Außenaufnahmen vor. Das Dialogfenster mit dem Effekt bleibt geöffnet und Sie können die Auswahl anpassen und mehrere Klickgeräusche entfernen, ohne den Effekt wiederholt öffnen zu müssen.

Zum Ausfindigmachen von Klick- und Knackgeräuschen werden Erkennungs- und Korrektureinstellungen verwendet. Die Such- und Ablehnungsbereiche werden grafisch dargestellt.

Erkennungsgraph

Zeigt die exakten Schwellenwertpegel, die für jede Amplitude verwendet werden sollen. Dabei verläuft die Amplitude am horizontalen Lineal (x-Achse) und der Schwellenwertpegel am vertikalen Lineal (y-Achse). Adobe Audition verwendet die Werte auf der rechten Kurve (über etwa -20 dB) zur Verarbeitung lauter Audiodaten. Die Werte auf der linken Kurve werden zur Verarbeitung leiserer Audiodaten verwendet. Kurven sind farbkodiert, um Resultate der Ermittlung und der Zurückweisung zu kennzeichnen.

Alle Pegel scannen

Durchsucht den hervorgehobenen Bereich nach Klickgeräuschen, basierend auf den Werten für Empfindlichkeit und Unterscheidung. Außerdem werden die Werte für Schwellenwert, Ermittlung und Zurückweisung bestimmt. Fünf Bereiche von Audiodaten sind ausgewählt, beginnend mit den leisesten hin zu den lautesten Daten.

Empfindlichkeit

Bestimmt den Pegel der Klickgeräusche, die erkannt werden sollen. Verwenden Sie einen niedrigeren Wert (z. B. 10), um viele leise Klickgeräusche zu erkennen. Mit einem Wert von 20 werden weniger und lautere Geräusche erkannt. (Die bei Verwendung von Alle Pegel scannen erkannten Pegel sind höher als die mit dieser Option erkannten Pegel.)

Unterscheidung

Bestimmt, wie viele Klickgeräusche korrigiert werden. Geben Sie hohe Werte ein, wenn nur wenige Klickgeräusche korrigiert werden sollen und der Großteil der originalen Audiodaten unverändert bleiben soll. Mit niedrigeren Werten (z. B. 20 bis 40) können Sie Audiodaten verarbeiten, die eine moderate Anzahl Klickgeräusche enthalten. Mit extrem niedrigen Werten (2 bis 4) werden durchgängige Klickgeräusche behoben.

Nach Schwellenwerten scannen

Ermittelt automatisch die maximalen, durchschnittlichen und minimalen Schwellenwerte.

Maximal, Durchschnitt, Minimum

Diese Werte bestimmten die Ermittlungs- und Zurückweisungsschwellenwerte für die maximale, die durchschnittliche und die minimale Amplitude der Audiodaten. Weisen die Audiodaten z. B. eine maximale RMS-Amplitude von -10 dB auf, sollten Sie für Maximaler Schwellwert den Wert -10 dB verwenden. Beträgt die minimale RMS-Amplitude -55 dB, weisen Sie der Einstellung Mindest-Schwellwert den Wert -55 zu.

Weisen Sie die Schwellenwertpegel zu, bevor Sie die entsprechenden Werte für Ermitteln und Zurückweisen einstellen. (Weisen Sie zunächst die Werte für den maximalen und den minimalen Schwellenwert zu. Anschließend sollte keine nennenswerte Korrektur mehr nötig sein.) Weisen Sie als durchschnittlichen Schwellenwertpegel ca. 3/4 des Abstandes zwischen dem maximalen und dem minimalen Schwellenwertpegel zu. Hat Maximaler Schwellenwert z. B. den Wert 30 und Minimaler Schwellwert den Wert 10, weisen Sie als Durchschnittswert 25 zu.

Nach dem Anhören eines kleinen Ausschnitts der reparierten Audiodaten können Sie die Einstellungen bei Bedarf korrigieren. Enthält ein leiser Abschnitt z. B. noch immer eine Vielzahl von Klickgeräuschen, sollten Sie den minimalen Schwellenwertpegel etwas senken. Enthält ein lauter Abschnitt noch Klickgeräusche, senken Sie die Werte für den durchschnittlichen oder den maximalen Schwellenwertpegel. Grundsätzlich sind für laute Audiodaten weniger Korrekturen erforderlich, da die Audiodaten selbst viele Nebengeräusche maskieren. Klickgeräusche sind dagegen in leisen Passagen sehr auffällig, deshalb sind niedrigere Ermittlungs- und Zurückweisungsschwellenwerte erforderlich.

Überprüfung auf zweiter Ebene (Klicks ausschließen)

Weist einige der potenziellen Klickgeräusche zurück, die vom Algorithmus zur Erkennung von Klickgeräuschen gefunden wurden. In bestimmten Audiodaten (z. B. Trompete, Saxophon, Frauenstimmen und Snare-Schläge) werden normale Spitzen gelegentlich als Klickgeräusche erkannt. Wenn diese Spitzen korrigiert werden, klingen die resultierenden Audiodaten dumpf. „Überprüfung auf zweiter Ebene“ weist diese Audiospitzen zurück und korrigiert nur echte Klickgeräusche.

Finden

Bestimmt die Empfindlichkeit gegenüber Klick- und Knackgeräuschen. Mögliche Werte liegen zwischen 1 und 150, empfohlene Werte zwischen 6 und 60. Bei niedrigeren Werten werden mehr Klickgeräusche erkannt.

Starten Sie mit einem Schwellenwert von 35 für Audiodaten mit hohen Amplituden (über -15 dB), 25 für durchschnittliche Amplituden und 10 für flache Amplituden (unter -50 dB). Diese Einstellungen gewährleisten, dass die meisten Klickgeräusche (und normalerweise alle lauten) entdeckt werden. Ist ein kontinuierliches Knistern im Hintergrund der ursprünglichen Audiodaten zu hören, sollten Sie den minimalen Schwellenwertpegel senken oder den dB-Pegel anheben, dem dieser Schwellenwert zugeordnet ist. Der Pegel kann bis auf 6 gesenkt werden. Eine niedrige Einstellung kann jedoch zum Filtern anderer Töne als nur von Klickgeräuschen führen.

Werden mehr Klickgeräusche erkannt, müssen auch mehr Reparaturen vorgenommen werden. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit von Verzerrungen. Verzerrungen dieses Typs können dazu führen, dass die Audiodaten flach und leblos klingen. Weisen Sie in diesem Fall einen niedrigeren Ermittlungsschwellenwert zu und wählen Sie Überprüfung auf zweiter Ebene, um die erkannten Klickgeräusche erneut analysieren zu lassen und ggf. perkussive Spitzen auszuschließen, die eben keine Klickgeräusche sind.

Zurückweisen

Bestimmt, wie viele potenzielle Klickgeräusche (die unter Verwendung des Ermittlungsschwellenwerts gefunden wurden) zurückgewiesen werden, wenn Sie Zweite Pegelprüfung auswählen. Die Werte liegen zwischen 1 und 100, 30 ist ein guter Ausgangspunkt. Bei niedrigeren Einstellungen werden mehr Klickgeräusche repariert. Höhere Einstellungen können verhindern, dass Klickgeräusche repariert werden, die möglicherweise zum Nutzsignal gehören.

Normalerweise sollen viele ermittelte Klickgeräusche entfernt werden, in jedem Fall aber alle hörbaren. Enthält ein Trompetenstoß Klickgeräusche und werden diese nicht entfernt, sollten Sie den Wert senken, damit weniger potenzielle Klickgeräusche zurückgewiesen werden. Klingt ein bestimmter Sound verzerrt, erhöhen Sie die Einstellung, damit möglichst wenig Reparaturen durchgeführt werden. (Je weniger Reparaturen für ein gutes Ergebnis erforderlich sind, desto besser.)

FFT-Größe

Bestimmt die FFT-Größe für die Reparatur von Klick- und Knackgeräuschen sowie Knistern. Normalerweise sollten Sie Auto wählen, damit Adobe Audition die FFT-Größe bestimmt. Bei bestimmten Typen von Audiodaten können Sie ggf. eine bestimmte FFT-Größe angeben (zwischen 8 und 512). Ein guter Anfangswert ist 32. Sind die Klickgeräusche trotzdem noch deutlich hörbar, erhöhen Sie den Wert auf 48, dann auf 64 usw. Je höher der Wert ist, desto mehr Zeit nimmt die Korrektur in Anspruch. Gleichzeitig wächst aber normalerweise auch die Qualität der Ergebnisse. Ist der Wert zu hoch, kann ein niederfrequentes Rumpeln auftreten.

Mit einem Klick füllen

Korrigiert ein einzelnes Klicken in einem ausgewählten Audiodatenbereich. Ist „Auto“ neben FFT-Größe ausgewählt, wird für die FFT-Größe ein Wert eingestellt, der für die Restauration eines Bereichs der angegebenen Größe geeignet ist. Anderenfalls funktionieren Einstellungen zwischen 128 und 256 zum Korrigieren einzelner Klickgeräusche sehr gut. Drücken Sie die Taste „F3“, um die Aktion zu wiederholen, nachdem ein einzelnes Klickgeräusch korrigiert wurde. Sie können im Menü Favoriten eine Taste zuweisen, die diese Operation ausführt.

Knack-Oversample-Breite

Nimmt die umgebenden Samples in die erkannten Klickgeräusche auf. Wird ein potenzielles Klickgeräusch gefunden, werden Anfangs- und Endpunkte möglichst zeitnah markiert. Der Wert im Feld Knack-Oversamples (zwischen 0 und 300) vergrößert diesen Bereich, schließt also mehr Samples links und rechts vom Klicken in die Auswahl für das Klickgeräusch ein.
Sind korrigierte Klickgeräusche zwar leiser, aber immer noch hörbar, erhöhen Sie den Wert im Feld Knack-Oversamples. Beginnen Sie mit dem Wert 8 und erhöhen Sie diesen langsam auf 30 oder 40. Audiodaten, die keine Klickgeräusche enthalten, sollten sich bei dieser Korrektur kaum ändern. Dieser Pufferbereich bleibt also vom Ersetzungsalgorithmus weitgehend unberührt.
Das Erhöhen des Werts Knack-Oversamples führt in Verbindung mit der Option Auto zur Verwendung höherer Werte für die „FFT-Größe“. Bei einem höheren Wert werden Klickgeräusche möglicherweise sauberer entfernt. Ist der Wert jedoch zu hoch, führt dies zu Verzerrungen in den Audiodaten.

Ausführungsgröße

Gibt die Anzahl der Samples zwischen separaten Klickgeräuschen an. Mögliche Werte reichen von 0 bis 1000. Sollen extrem dicht beieinander liegende Klickgeräusche unabhängig korrigiert werden, geben Sie einen niedrigen Wert ein. Klickgeräusche, die innerhalb des Bereichs Ausführungsgröße auftreten, werden gemeinsam korrigiert.

Ein guter Ausgangspunkt ist 25 (oder die Hälfte der FFT-Größe, wenn die Option Auto neben FFT-Größe nicht ausgewählt ist). Ist der Wert im Feld Ausführungsgröße zu hoch (über 100), werden die Korrekturen auffälliger, da größere Datenblöcke gemeinsam korrigiert werden. Stellen Sie einen zu kleinen Wert für Ausführungsgröße ein, werden dicht beieinander liegende Klickgeräusche im ersten Durchlauf möglicherweise nicht vollständig beseitigt.

Pulsfolgeprüfung

Verhindert die Erkennung normaler Spitzen in der Wellenform als Klickgeräusche. Außerdem kann die Option die Erkennung zulässiger Klickgeräusche reduzieren, für die aggressivere Schwellenwerteinstellungen nötig sind. Wählen Sie diese Option nur, wenn Sie bereits eine Bereinigung der Audiodaten versucht haben, dabei aber hartnäckige Klickgeräusche zurückgeblieben sind.

Kanäle verbinden

Verarbeitet alle Kanäle gleich und behält die Stereo- oder Surroundbalance bei. Beispiel: Wird ein Klicken in einem Kanal gefunden, wird in den meisten Fällen auch im anderen Kanal ein Klicken erkannt.

Starkes Knacken ermitteln

Entfernt große unerwünschte Ereignisse (mit mehr als nur einigen hundert Samples), die möglicherweise nicht als Klickgeräusche erkannt werden. Die Werte können zwischen 30 und 200 liegen.

Beachten Sie, dass ein scharfer Sound wie ein lauter Schlag auf die Snare ähnliche Charakteristika wie ein starkes Knacken aufweisen kann. Verwenden Sie diese Option also nur, wenn Sie wissen, dass die Audiodaten starkes Knacken enthalten (wie bei einer Vinylplatte mit einem tiefen Kratzer). Klingen Schlagzeugschläge mit dieser Option weicher, sollten Sie den Schwellenwert leicht erhöhen, damit nur laute, offensichtliche Knackser entfernt werden.

Werden laute und offensichtliche Knackser nicht entfernt, wählen Sie Starkes Knacken ermitteln und verwenden Sie Einstellungen zwischen ca. 30 (zum Finden leiser Knackser) und 70 (für laute Knackser).

Leichtes Knistern ignorieren

Glättet Einzelfehler bei Erkennung, häufig wird auch ein Hintergrundknistern entfernt. Klingen die resultierenden Audiodaten dünner, flacher oder blechern, sollten Sie diese Option abwählen.

Durchgänge

Führt automatisch bis zu 32 Durchgänge durch, um Klickgeräusche abzufangen, die zu schnell aufeinander folgen, um repariert zu werden. Werden keine weiteren Klickgeräusche gefunden und wurden bereits alle erkannten Klickgeräusche repariert, bricht die Operation auch nach weniger Durchgängen ab. Normalerweise halbiert sich die Anzahl der reparierten Klickgeräusche in jedem weiteren Durchgang. Ein höherer Ermittlungsschwellenwert kann zu einer geringeren Anzahl Reparaturen führen, die Qualität verbessern und trotzdem alle Klickgeräusche entfernen.

Sehen Sie sich das Video zur Verwendung der Effekte „Klick-/Knackeliminator“ und „DeClicker“ an, um zu erfahren, wie Sie Klick-, Knack-, Zisch- und Rauschgeräusche von Mikrofonen entfernen können.  

Effekt „DeHummer“

Der Effekt Rauschminderung/Wiederherstellung > DeHummer entfernt enge Frequenzbänder und deren Obertöne. Am häufigsten wird dieser Effekt angewendet, um Leitungsbrummen von Lichtanlagen und elektronischen Geräten zu eliminieren. Der DeHummer kann jedoch auch einen Notch-Filter anwenden, mit dem übermäßig resonierende Frequenzen aus dem Quellsignal entfernt werden.

Hinweis:

Für typische Audioprobleme finden Sie eine Reihe passender Optionen im Menü Vorgaben.

Frequenz

Legt die Quellfrequenz des Brummens fest. Wenn Sie die exakte Frequenz nicht kennen, schieben Sie diesen Regler während der Wiedergabe hin und her.

Hinweis:

Um die Quellfrequenz und die Verstärkung grafisch anzupassen, ziehen Sie direkt im Diagramm.

Q

Legt die Breite der Quellfrequenz und der darüberliegenden Obertöne fest. Höhere Werte beeinflussen einen schmaleren Frequenzbereich und niedrigere Werte einen breiteren.

Verstärkung

Legt den Dämpfungsbetrag für das Brummen fest.

Anzahl der Obertöne

Gibt an, wie viele Obertonfrequenzen bearbeitet werden.

Obertonkurve

Ändert das Dämpfungsverhältnis für Obertonfrequenzen.

Nur Ausgangsbrummen

Ermöglicht die Wiedergabe einer Vorschau des Brummens. So können Sie prüfen, ob auch erwünschtes Audio im Brummen enthalten ist.

Effekt „Hallunterdrückung“

Mithilfe des Effekts Rauschminderung/Wiederherstellung > Hallunterdrückung wird das Hallprofil geschätzt und er hilft bei der Anpassung des Halls. Die Werte reichen von 0 % bis 100 % und regeln den Grad der auf das Audiosignal angewendeten Verarbeitung.

Steuerelemente für den Effekt „Hallunterdrückung“
Steuerelemente für den Effekt „Hallunterdrückung“

Verarbeitungsfokus

Es existieren fünf Schaltflächen für den Verarbeitungsfokus. Mit jeder Schaltfläche für den Verarbeitungsfokus wird die Rauschunterdrückung für bestimmte Teile des Signal-Frequenzspektrums fokussiert.

Fokus auf alle Frequenzen

   Verwenden Sie diese Option, um dieselbe Verarbeitung auf das gesamte Frequenzspektrum des Signals anzuwenden.

Fokus auf hohe Frequenzen

   Verwenden Sie diese Option, um den Schwerpunkt der Verarbeitung auf den oberen Bereich des Frequenzspektrums zu legen.

 

Fokus auf hohe/tiefe Frequenzen

   Verwenden Sie diese Option, um den Schwerpunkt der Verarbeitung auf den oberen und unteren Bereich des Signal-Frequenzspektrums zu legen und den mittleren Bereich weniger zu fokussieren.

Fokus auf mittlere Frequenzen

   Verwenden Sie diese Option, um den Fokus auf den mittleren Bereich des Signal-Frequenzspektrums und weniger auf den oberen und unteren Bereich zu legen.

Fokus auf tiefe Frequenzen

   Diese Option legt den Schwerpunkt der Verarbeitung auf den unteren Bereich des Frequenzspektrums.

Die Anwendung des Effekts „Hallunterdrückung“ kann aufgrund des reduzierten dynamischen Bereichs zu einem niedrigeren Tonwertumfang im Vergleich zum Original-Audiosignal führen. Die Ausgangsverstärkung fungiert als Makeup-Verstärkung und ermöglicht es Ihnen, die Intensität des Ausgangssignals anzupassen. Verwenden Sie den Schieberegler, um die Verstärkung manuell anzupassen. Alternativ können Sie die automatische Anpassung der Verstärkung aktivieren, indem Sie das Kontrollkästchen Automatische Verstärkung aktivieren.

Effekt „Rauschunterdrückung“

Mithilfe des Effekts Rauschminderung/Wiederherstellung > Rauschunterdrückung wird das Rauschen in Ihrer Audiodatei reduziert oder vollständig entfernt. Dabei kann es sich um ein nicht erwünschtes Brummen und Zischen, Lüftergeräusche, Klimaanlagengeräusche oder andere Hintergrundgeräusche handeln. Mithilfe eines Schiebereglers können Sie steuern, inwieweit die Rauschminderung erfolgt. Die Werte reichen von 0 % bis 100 % und regeln den Grad der auf das Audiosignal angewendeten Verarbeitung.

Steuerelemente für den Effekt „Rauschunterdrückung“
Steuerelemente für den Effekt „Rauschunterdrückung“

Anpassen der Verstärkung

Durch das Anwenden des Effekts „Rauschunterdrückung“ kann die Ausgangssignalstufe reduziert werden, sodass sie niedriger ist als die Signalstufe der Original-Audiodatei. Verwenden Sie den Schieberegler für die Verstärkung, um die Stärke des Ausgangssignals zu steuern. 
Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Nur Ausgangsrauschen, um das entfernte Rauschen isoliert zu hören.

Der Verarbeitungsfokus des Effekts „Rauschunterdrückung“ ähnelt dem des Effekts „Hallunterdrückung“. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Verarbeitungsfokus.

Effekt „Zischminderung“ (nur Wellenform-Editor)

Der Effekt Rauschminderung/Wiederherstellung > Zischminderung reduziert das Zischen von Audioquellen wie Kassetten, Vinylplatten oder Mikrofon-Vorverstärkern. Dieser Effekt senkt die Amplitude eines Frequenzbereichs ab, wenn die Amplitude einen Schwellenwert namens Geräuschmusterwert überschreitet. Audiodaten in Frequenzbereichen, die lauter als dieser Schwellenwert sind, bleiben unberührt. Weisen Audiodaten ein konstantes Hintergrundrauschen auf, kann es vollständig entfernt werden.

Hinweis:

Für andere Störgeräuschtypen mit breiterem Frequenzbereich sollten Sie den Effekt Störgeräuschminderung verwenden. (Siehe Effekt „Rauschminderung“ (nur Wellenform-Editor).)

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Verwenden des Diagramms „Rauschminderung“ zum Korrigieren des Hintergrundrauschens

Hintergrundrauschen erfassen

Stellt eine Schätzung des Hintergrundrauschens dar. Diese Schätzung wird vom Effekt Zischminderung verwendet, um effizienter nur das Zischen zu entfernen, ohne das Nutzsignal zu beeinträchtigen. Diese Option ist die leistungsstärkste Funktion der Zischminderung.

Um ein Diagramm zu erstellen, das das Hintergrundrauschen möglichst präzise darstellt, markieren Sie einen Audiobereich, der nur Rauschen enthält, und klicken Sie auf Hintergrundrauschen erfassen. Oder wählen Sie einen Bereich aus, der den geringsten Anteil erwünschter Audiodaten und den geringsten Anteil hochfrequenter Informationen enthält. (Suchen Sie in der Spektralanzeige einen Bereich ohne jede Aktivität in den oberen 75 % der Anzeige.)

Nachdem Sie das Hintergrundrauschen erfasst haben, müssen Sie ggf. die Steuerungspunkte auf der linken Seite (die tiefen Frequenzen) absenken, um das Diagramm möglichst flach zu gestalten. Ist in einer beliebigen Frequenz Musik vorhanden, liegen die zugehörigen Steuerungspunkte höher als sie sollten.

Diagramm

Stellt das geschätzte Hintergrundrauschen für jede Frequenz in den Quelldaten dar. Die Frequenz wird auf der horizontalen Skala (x-Achse), die Amplitude des Hintergrundrauschens auf der vertikalen Skala (y-Achse) angezeigt. Diese Informationen erleichtern die Unterscheidung des Rauschens vom Nutzsignal.

Der tatsächlich für die Rauschminderung verwendete Wert ergibt sich aus der Kombination des Diagramms und des Schiebereglers Hintergrundrauschen, der die Grenze für als Hintergrundrauschen erkannte Daten nach oben oder unten verschiebt.

Hinweis:

Um die QuickInfos für Frequenz und Amplitude zu deaktivieren, klicken Sie rechts oben über dem Diagramm auf die Menüschaltfläche  und deaktivieren Sie die Option „QuickInfo über Diagramm anzeigen“.

Skalierung

Legt fest, wie die Frequenzen auf der horizontalen x-Achse angeordnet werden:

  • Um niedrige Frequenzen präziser steuern zu können, wählen Sie Logarithmisch. Eine logarithmische Skalierung bildet die menschliche Klangwahrnehmung besser ab.

  • Um hohe Frequenzen mit gleichmäßig verteilten Intervallen detailliert zu bearbeiten, wählen Sie Linear.

Kanal

Zeigt den ausgewählten Audiokanal im Diagramm an.

Zurücksetzen

Setzt das geschätzte Hintergrundrauschen zurück. Um das Hintergrundrauschen auf höhere oder niedrigere Werte zurückzusetzen, klicken Sie rechts oben über dem Diagramm auf die Menüschaltfläche  und wählen Sie eine Option aus dem Menü „Steuerkurve zurücksetzen“.

Hinweis:

Eine schnelle und normalerweise völlig ausreichende Rauschminderung lässt sich auch ohne das vollständige Diagramm erzielen. Setzen Sie das Diagramm einfach auf einen gleichmäßigen Pegel zurück und stellen Sie den Schieberegler „Hintergrundrauschen“ nach Bedarf ein.

Hintergrundrauschen

Passt das Hintergrundrauschen an, bis eine Zischminderung im gewünschten Umfang und bei angemessener Qualität erreicht ist.

Mindern um

Stellt den Pegel der Zischminderung für Audiodaten unterhalb des Hintergrundrauschens ein. Mit höheren Werten (vor allem mit Werten über 20 dB) lassen sich dramatische Rauschminderungen erzielen. Möglicherweise kommt es aber zu Verzerrungen in den verbleibenden Audiodaten. Mit kleineren Werten werden weniger Störgeräusche entfernt und das ursprüngliche Audiosignal bleibt fast unverändert.

Nur Ausgangszischen

Ermöglicht eine Vorschau des Zischens. So können Sie ermitteln, ob durch den Effekt auch erwünschte Audiodaten entfernt werden.

Erweiterte Einstellungen

Klicken Sie auf das Dreieck, um folgende Optionen einzublenden:

Spektralabklingzeit

Existieren Audiodaten über dem geschätzten Hintergrundrauschen, bestimmt dieser Wert, wie viele Audiodaten im selben Frequenzband anschließend erwartet werden. Niedrige Werte geben an, dass nur wenige Audiodaten folgen. Außerdem schneidet die Zischminderung näher an den beizubehaltenden Frequenzen.

Werte zwischen 40 % und 75 % funktionieren am besten. Ist der Wert zu hoch (über 90 %), werden ggf. unnatürlich langer Nachklang und Hall hörbar. Ist der Wert zu niedrig, werden ggf. blubbernde Effekte im Hintergrund hörbar und die Musik klingt möglicherweise künstlich.

Präzisionsfaktor

Legt die Zeitgenauigkeit der Zischminderung fest. Typische Werte liegen zwischen 7 und 14. Niedrigere Werte können zu einigen wenigen Millisekunden Zischen vor und nach lauteren Bereichen in den Audiodaten führen. Größere Werte produzieren normalerweise bessere Ergebnisse, allerdings auf Kosten der Verarbeitungsgeschwindigkeit. Werte über 20 verbessern die Qualität meist nicht mehr.

Übergangsbreite

Erzeugt einen langsamen Übergang in der Zischminderung anstelle einer abrupten Änderung. Werte von 5 bis 10 liefern normalerweise gute Ergebnisse. Ist der Wert zu hoch, bleibt dagegen etwas Zischen hörbar. Ist der Wert zu klein, werden möglicherweise Hintergrundartefakte hörbar.

FFT-Größe

Gibt eine FFT-Größe (Fast Fourier Transform) an, mit der der Kompromiss zwischen Frequenz- und Zeitpräzision bestimmt wird. Normalerweise sind Werte zwischen 2048 und 8192 gut geeignet.

Niedrigere FFT-Werte (2048 und kleiner) führen zu einer besseren Reaktionszeit (also z. B. weniger Zischen vor dem Schlag eines Beckens), können aber zu einer schlechteren Auflösung über die Frequenzen führen, also hohl klingen.

Größere FFT-Werte (8192 und höher) können Zischen, Hall und gezogene Hintergrundtöne verursachen, die Frequenzauflösung ist jedoch extrem genau.

Steuerungspunkte

Gibt die Anzahl der Punkte an, die beim Klicken auf Hintergrundrauschen erfassen in das Diagramm eingefügt werden.

Sehen Sie sich das Video zur Bereinigung von Hintergrundgeräuschen und Zischminderung an, um zu erfahren, wie Sie mit Adobe Audition CC Hintergrundgeräusche bereinigen und eine Zischminderung auf Audioinhalte anwenden können.

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