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Anwenden eines Profils auf Ihr Bild

Aktualisiert in Lightroom Classic CC 7.5 (Version August 2018)

Mit Profilen können Sie steuern, wie Farben und Farbtöne auf Ihren Fotos dargestellt werden. Die verfügbaren Profile im Bereich Profil des Grundeinstellungenbedienfelds dienen als Ausgangspunkt oder Grundlage, um Bildbearbeitungen vorzunehmen.

Die Anwendung eines Profils auf Ihrem Foto führt nicht zur Änderung oder zum Überschreiben des Werts anderer Steuerelementregler. Daher können Sie Änderungen an Ihren Fotos wunschgemäß vornehmen und dann zusätzlich ein Profil auf Ihr bearbeitetes Bild anwenden.

Durchsuchen und Anwenden von Profilen

  1. Suchen Sie im Grundeinstellungenbedienfeld des Moduls Entwickeln den Bereich Profil (unter dem Bereich Behandlung) am oberen Rand. 

  2. Verwenden Sie das Popup-Menü Profil für den schnellen Zugriff auf Adobe-Profile und die Profile, die Sie als Favoriten markiert haben. (weiter unten in Schritt 3 erklärt).

    Gehen Sie folgendermaßen vor, um andere Kreativ-Profile im Profil-Browser zu durchsuchen und anzuwenden:

    • Wählen Sie Durchsuchen aus dem Popup-Menü Profil aus.
    • Klicken Sie auf das Profil-Browser-Symbol  auf der rechten Seite.
    Profilbereich im Grundeinstellungenbedienfeld
    Profilbereich im Grundeinstellungenbedienfeld
    Profil-Browser
    Profil-Browser

    Hinweis:

    Wenn Sie Fotos importieren, werden die Profile „Adobe Color“ und „Adobe Monochrome“ standardmäßig auf Farb- bzw. Schwarzweißfotos angewendet.

  3. Erweitern Sie im Profil-Browser eine beliebige Profilgruppe, um die verfügbaren Profile in dieser Gruppe anzuzeigen.

    Zum Einblenden aller Profilgruppen im Profil-Browser klicken Sie mit der rechten Maustaste (Windows) oder bei gedrückter Ctrl-Taste (Mac) auf eine beliebige Profilgruppe und wählen Sie Alle erweitern im Menü aus.

    Zum Ausblenden aller Profilgruppen im Profil-Browser klicken Sie mit der rechten Maustaste (Windows) oder bei gedrückter Ctrl-Taste (Mac) auf eine beliebige Profilgruppe und wählen Sie Alle minimieren im Menü aus.

    Hinweis:

    Verwenden Sie im Profil-Browser das Popup-Menü über den Favoriten-Profilgruppen, um die Profile als Liste, als Raster-Miniaturen oder als große Miniaturen anzuzeigen. Sie können die Profile auch nach dem anzuzeigenden „Typ“ filtern: Farbe oder S/W.

    Favoriten: Zeigt Profile, die Sie als Favoriten markiert haben. Siehe Hinzufügen eines Profils zu den Favoriten.

    Adobe RAW-Profile
    Adobe RAW-Profile

    Profile für RAW-Fotos

    Die folgenden Profilgruppen werden angezeigt, wenn Sie ein RAW-Foto bearbeiten.

    Adobe Raw: Adobe Raw-Profile verbessern die Farbwiedergabe deutlich und bieten einen guten Ausgangspunkt für die Bearbeitung Ihrer RAW-Bilder. Adobe Color-Profile sind auf das Erzielen eines guten Gleichgewichts zwischen Farbe und Schattierung für jedes Bild ausgelegt und werden standardmäßig auf die in Lightroom Classic importierten RAW-Fotos angewendet.

    Kamera-Anpassung: Zeigt Profile anhand des Kamerafabrikats/-modells Ihres RAW-Fotos an. Verwenden Sie Kameraprofile, wenn die Farbwiedergabe in Ihren RAW-Dateien dem entsprechen soll, was Sie auf dem Kamerabildschirm sehen.

    Älter: Zeigt ältere Profile an, die auch in den früheren Versionen der Lightroom-App bereitgestellt wurden.

    Kreativ-Profile für RAW- und Nicht-RAW-Fotos

    Kreativ-Profile funktionieren für jeden Dateityp wie RAW-Fotos, JPEGs und TIFFs. Diese Profile sind so konzipiert, dass ein bestimmter Stil oder eine bestimmte Wirkung in einem Foto erzeugt wird.

    Künstlerisch: Verwenden Sie dieses Profil, wenn Sie möchten, dass die Farbwiedergabe in Ihrem Foto avantgardistischer mit stärkeren Farbverschiebungen ist.

    S/W: Verwenden Sie dieses Profil, um optimale Schattierungsübergänge zu erzeugen, die für schwarzweiße Bilder erforderlich sind.

    Modern: Verwenden Sie dieses Profile, um einzigartige Effekte zu erzeugen, die zu modernen Fotografiestilen passen.

    Nostalgisch: Verwenden Sie dieses Profil, um den Effekt alter Fotos zu erzielen.

    Künstlerische Profile
    Künstlerische Profile

    Hinweis:

    Wenn Sie eines der Profile Künstlerisch, S/W, Modern oder Klassisch anwenden, stellt Lightroom Classic einen zusätzlichen Schieberegler Wert bereit, der die Steuerung der Profilintensität ermöglicht. Bei anderen Profilen ist der Schieberegler Wert ausgeblendet/inaktiv.

  4. Positionieren Sie den Mauszeiger auf ein Profil, um eine Vorschau seiner Wirkung in dem Foto anzuzeigen. Klicken Sie auf das Profil, um es auf das Foto anzuwenden.

    Um zum Grundeinstellungenbedienfeld zurückzukehren, klicken Sie auf die Option Schließen in der rechten oberen Ecke des Bedienfelds Profil-Browser.

Importieren von Profilen

  1. Suchen Sie im Grundeinstellungenbedienfeld des Moduls Entwickeln den Bereich Profil (unter dem Bereich Behandlung) am oberen Rand. 

  2. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:

    • Wählen Sie Durchsuchen aus dem Popup-Menü Profil aus.
    • Klicken Sie auf das Profil-Browser-Symbol  auf der rechten Seite.
  3. Klicken Sie in der oberen linken Ecke des Profil-Browsers auf das Pluszeichen (+) und wählen Sie im Menü „Profile importieren“ aus.

    Option „Profile importieren“ im Profil-Browser
    Option „Profile importieren“ im Profil-Browser
  4. Wählen Sie in dem daraufhin angezeigten Importdialogfeld die Profile aus, die Sie importieren möchten. Sie können auch eine ZIP-Datei importieren, die Profile enthält.

    Hinweis:

    Sie können XMP-Vorgaben und -Profile, DCP-Profile und LCP-Profile als Teil einer ZIP-Datei importieren. lrtemplate-Vorgaben können jedoch nicht als Teil einer ZIP-Datei importiert werden.

  5. Klicken Sie auf OK.

Hinweis:

Informationen zum manuellen Installieren oder Kopieren Ihrer Profile finden Sie unter Profile manuell installieren.

Hinzufügen eines Profils zu den Favoriten

So fügen Sie der Profilgruppe Favoriten ein Profil hinzu:

  • Setzen Sie beim Durchsuchen der Profile in der Raster- oder der großen Ansicht den Mauszeiger auf das Profilminiaturbild und klicken Sie auf das Sternsymbol, das in der rechten oberen Ecke der Miniatur angezeigt wird. 
  • Setzen Sie beim Durchsuchen der Profile in der Listenansicht den Mauszeiger auf das Profil und klicken Sie auf das Sternsymbol, das neben den Namen des Profils angezeigt wird.

Sie können auch über das Popup-Menü Profile auf Ihre bevorzugten Profile zugreifen. 

Verwalten von Profilen

Neu in Lightroom Classic CC 7.4 (Version Juni 2018)

Mit der Option Profile verwalten können Sie verschiedene Profilgruppen ein- oder ausblenden, die im Profil-Browser – Grundeinstellungen, Adobe RAW, Kameraprofile, Älter, Künstlerisch, S/W, Modern, Nostalgisch – oder einem anderen importierten Profil angezeigt werden.

Zum Ein-/Ausblenden von Profilgruppen führen Sie die folgenden Schritte aus:

  1. Klicken Sie im Profil-Browser mit der rechten Maustaste (Windows) oder bei gedrückter Ctrl-Taste (Mac) auf eine beliebige Profilgruppe und wählen Sie Profile verwalten im Menü aus.

  2. Wählen Sie im Dialogfeld Profile verwalten die Profilgruppen aus, die Sie im Profil-Browser anzeigen möchten. Heben Sie die Auswahl der Profilgruppen auf, die Sie im Profil-Browser ausblenden möchten.

    Profile verwalten
    Profile verwalten
  3. Klicken Sie auf Speichern.

    Im Profil-Browser werden jetzt nur diejenigen Profilgruppen angezeigt, die Sie im Dialogfeld Profile verwalten ausgewählt haben.

    Zum Anzeigen aller ausgeblendeten Profilgruppen können Sie mit der rechten Maustaste (Windows) oder bei gedrückter Ctrl-Taste (Mac) auf eine beliebige Profilgruppe im Profil-Browser klicken und Ausgeblendete Profile zurücksetzen im Menü auswählen.

Einstellen des Weißabgleichs

Sie können den Weißabgleich eines Fotos an die Lichtverhältnisse anpassen, unter denen das Foto aufgenommen wurde (Tageslicht, Glühlampenlicht, Blitzlicht usw.).

Dazu können Sie entweder eine Weißabgleichvorgabe wählen oder auf einen Bereich im Foto klicken, den Sie als neutrale Farbe festlegen möchten. Lightroom Classic passt die Weißabgleicheinstellung an und anschließend können Sie die Einstellung mit den angezeigten Reglern anpassen.

Hinweis:

Weißabgleichvorgabe-Optionen stehen nur für Raw- und DNG-Fotos zur Verfügung. Die Weißabgleich für alle Fotos kann mit den Reglern bearbeitet werden.

Auswählen einer Weißabgleichvorgabe-Option

Wählen Sie im Grundeinstellungenbedienfeld des Entwicklungsmoduls eine Option aus dem Popup-Menü „WA“ aus. „Wie aufgenommen“ verwendet die Weißabgleicheinstellungen der Kamera, sofern verfügbar. „Auto“ berechnet den Weißabgleich aus den Bilddaten.

Lightroom Classic wendet die Weißabgleicheinstellung an und verschiebt die Regler „Temp.“ und „Farbton“ im Grundeinstellungenbedienfeld entsprechend. Verwenden Sie diese Regler, um die Farbbalance zu optimieren. Siehe Weißabgleich mit den Reglern „Temp.“ und „Farbton“.

Hinweis:

Wenn die Weißabgleicheinstellungen der Kamera nicht verfügbar sind, ist die Option „Auto“ die Standardeinstellung.

Angeben eines neutralen Bereichs im Foto

  1. Wählen Sie im Grundeinstellungenbedienfeld des Entwicklungsmoduls das Weißabgleichauswahlwerkzeug  durch Anklicken aus oder drücken Sie die Taste W.
  2. Bewegen Sie die Weißabgleichauswahl in einen Bereich des Fotos, der einen neutralen hellgrauen Farbton haben soll. Vermeiden Sie spektrale Lichter oder Bereiche, die 100 % Weiß sind.
  3. Legen Sie die Optionen in der Werkzeugleiste wie gewünscht fest.

    Automatisch verwerfen

    Stellt die Weißabgleichauswahl so ein, dass das Werkzeug nach dem einmaligen Klicken auf das Foto automatisch wieder ausgeschaltet wird.

    Lupe anzeigen

    Zeigt eine vergrößerte Darstellung sowie die RGB-Werte des Pixels unter der Weißabgleichauswahl an.

    Regler „Maßstab“

    Zoomt den in der Lupe angezeigten Ausschnitt.

    Fertig

    Schaltet die Weißabgleichauswahl wieder aus, worauf der Zeiger standardmäßig wieder zum Handwerkzeug bzw. Zoomwerkzeug wird.

    Hinweis:

    Im Navigator wird eine Vorschau des Farbabgleichs angezeigt, wenn Sie mit der Weißabgleichauswahl auf unterschiedliche Pixel zeigen.

  4. Wenn Sie einen geeigneten Bereich gefunden haben, klicken Sie in ihn.

    Die Regler „Temp.“ und „Tönung“ im Grundeinstellungenbedienfeld werden nach Möglichkeit so angepasst, dass die ausgewählte Farbe neutral wird.

Weißabgleich mit den Reglern „Temp.“ und „Farbton“

Passen Sie im Grundeinstellungenbedienfeld des Entwicklungsmoduls die Regler „Temp.“ und „Farbton“ an.

Temp.

Hiermit wird der Weißabgleich anhand der Kelvin-Farbtemperaturskala angepasst. Verschieben Sie den Regler nach links, um das Foto kühler wirken zu lassen, und nach rechts, um die Farben des Fotos wärmer erscheinen zu lassen.

Im Textfeld „Temp.“ können Sie auch einen spezifischen Kelvin-Wert einstellen, um die Farbtemperatur an das jeweilige Umgebungslicht anzupassen. Klicken Sie auf den aktuellen Wert, um das Textfeld auszuwählen, und geben Sie einen neuen Wert ein. Fotografische Wolframleuchten werden beispielsweise häufig mit 3200 Kelvin abgeglichen. Wenn Sie Fotos unter Wolframlicht aufnehmen und die Bildtemperatur auf 3200 Kelvin einstellen, sollten Ihre Fotos eine ausgeglichene Farbe aufweisen.

Die Arbeit mit Raw-Dateien hat u. a. den Vorteil, dass Sie die Farbtemperatur so anpassen können, als ob Sie während der Aufnahme eine Einstellung an der Kamera vornehmen würden, wobei Ihnen ein breites Spektrum an Einstellungen zur Verfügung steht. Bei JPEG-, TIFF- und PSD-Dateien arbeiten Sie mit einer Skala von -100 bis 100 anstatt mit der Kelvin-Skala. Andere Dateien (wie JPEG oder TIFF) haben die Temperatureinstellung in der Datei verankert, wodurch die Temperaturskala stärker eingeschränkt ist.

Tönung

Bietet die Möglichkeit, den Weißabgleich fein abzustimmen und so grünstichige bzw. magentastichige Fotos zu korrigieren. Schieben Sie den Regler nach links (negative Werte), um dem Foto mehr Grün hinzuzufügen, oder nach rechts (positive Werte), um mehr Magenta hinzuzufügen.

Tipp: Wenn Tiefenbereiche nach dem Einstellen von Temperatur und Farbton einen Grün- oder Magentastich aufweisen, können Sie diesen möglicherweise entfernen, indem Sie den Tiefenfarbtonregler im Kamerakalibrierungsbedienfeld anpassen.

Anpassen der Tonwertskala von Bildern

Sie können die Gesamttonwertskala eines Fotos mit den Tonwertreglern im Grundeinstellungenbedienfeld anpassen. Achten Sie bei der Arbeit immer auf die Endpunkte des Histogramms oder verwenden Sie die Vorschau mit der Beschneidung von Tiefen und Lichtern.

  1. (Optional) Klicken Sie im Bereich „Farbton“ des Grundeinstellungenbedienfelds auf „Automatisch“, um die Gesamttonwertskala einzustellen. Lightroom Classic stellt die Regler so ein, dass die Tonwertskala maximiert und die Beschneidung von Lichtern und Tiefen minimiert werden.

  2. Stellen Sie die Tonwert-Steuerelemente ein:

    Hinweis:

    Welche Tonwert-Steuerelemente zur Verfügung stehen, hängt wie bereits erwähnt davon ab, ob Sie in Prozessversion 2012, 2010 oder 2003 arbeiten.

    Hinweis:

    Sie können die Reglerwerte schrittweise erhöhen oder reduzieren, indem Sie den Wert auswählen und anschließend die Nach-oben- oder Nach-unten-Taste drücken. Durch Doppelklicken auf einen Regler wird der zugehörige Wert auf null zurückgesetzt.

    Belichtung

    (Alle) Hiermit wird die Gesamthelligkeit des Fotos eingestellt. Verschieben Sie die Regler, bis das Foto gut aussieht und das Bild die gewünschte Helligkeit hat.

    Die Belichtungswerte ändern sich in Schritten, die Blendenwerten bei Ihrer Kamera entsprechen. Eine Veränderung von +1,00 entspricht dem Öffnen der Blende um eine Stufe. Umgekehrt entspricht eine Veränderung von -1,00 dem Schließen der Blende um eine Stufe.

    Kontrast

    (Alle) Erhöht oder verringert den Bildkontrast, wovon in erster Linie die Mitteltöne betroffen sind. Wenn Sie den Kontrast erhöhen, werden die mittleren bis dunklen Bereiche dunkler, die mittleren bis hellen Bereiche im Bild dagegen heller. Ein Reduzieren des Kontrasts hat genau die entgegengesetzte Auswirkung auf die Bildtonwerte.

    Lichter

    (PV2012) Passt helle Bildbereiche an. Ziehen Sie den Regler nach links, um Lichter abzudunkeln und die Detailzeichnung in überstrahlten Lichtern wiederherzustellen. Ziehen Sie den Regler nach rechts, um Lichter aufzuhellen und dabei das Beschneiden dieser Bildteile zu minimieren.

    Tiefen

    (PV2012) Passt dunkle Bildbereiche an. Ziehen Sie den Regler nach links, um Tiefen abzudunkeln und dabei das Beschneiden dieser Bildteile zu minimieren. Ziehen Sie den Regler nach rechts, um Tiefen aufzuhellen und die Detailzeichnung in den Tiefen wiederherzustellen.

    Weiß

    (PV2012) Passt das Beschneiden in weißen Bildbereichen an. Ziehen Sie den Regler nach links, um das Beschneiden in den Lichtern zu reduzieren. Ziehen Sie den Regler nach rechts, um das Beschneiden der Lichter zu erhöhen. (Ein stärkeres Beschneiden kann für Reflexionslichter, etwa bei Metalloberflächen, erwünscht sein.)

    Schwarz

    (PV2012) Passt das Beschneiden in schwarzen Bildbereichen an. Ziehen Sie den Regler nach links, um das Beschneiden in schwarzen Bildbereichen zu verstärken (mehr Tiefen reines Schwarz zuweisen). Ziehen Sie den Regler nach rechts, um das Beschneiden der Tiefen zu reduzieren.

    Schwarz

    (PV2010 und PV2003) Gibt an, welche Bildwerte schwarz dargestellt werden. Wenn Sie den Regler nach rechts verschieben, vergrößert dies die Bereiche, die schwarz dargestellt werden. Dies kann mitunter den Eindruck eines höheren Kontrasts bewirken. Die größte Wirkung ergibt sich in den dunklen Bereichen, während sich in den mittleren und hellen Bereichen deutlich weniger Änderungen ergeben.

    Wiederherstellung

    (PV2010 und PV2003) Reduziert die Farbtöne von extremen Lichtern und versucht, in Lichtern Details wiederherzustellen, die aufgrund der Kameraüberbelichtung verlorengegangen sind. Lightroom Classic kann Details in den Bilddaten wiederherstellen, wenn ein oder zwei Kanäle beschnitten sind.

    Aufhelllicht

    (PV2010 und PV2003) Hellt dunkle Bereiche so auf, dass mehr Details erkennbar sind, wobei Schwarztöne erhalten bleiben. Gehen Sie mit dieser Einstellung umsichtig vor, um kein Rauschen im Bild zum Vorschein zu bringen.

    Helligkeit

    (PV2010 und PV 2003) Passt die Bildhelligkeit des Fotos an, wovon in erster Linie die Mitteltöne betroffen sind. Passen Sie die Helligkeit an, nachdem Sie die Regler für Belichtung, Wiederherstellung oder Schwarztöne eingestellt haben. Umfangreiche Anpassungen der Helligkeit können sich auf die Beschneidung von Lichtern und Tiefen auswirken, sodass eine erneute Korrektur des Reglers für „Belichtung“, „Wiederherstellung“ und „Schwarz“ nach dem Einstellen des „Helligkeit“-Reglers erforderlich wird.

Anpassen der Tonwertskala mit dem Histogramm

Histogramme

Ein Histogramm stellt die Anzahl der Pixel in einem Foto für jeden Luminanzprozentwert dar. Wenn das Histogramm von der linken Seite des Bedienfelds bis ganz zur rechten Seite reicht, nutzt das Foto die Tonwertskala voll aus. Ein Histogramm, in dem nicht der volle Tonwertbereich genutzt wird, kann ein flaues, kontrastarmes Bild zur Folge haben. Ein Histogramm mit einem Spitzenwert an einem der Enden zeigt eine Tiefen- bzw. Lichterbeschneidung im Foto an. Die Beschneidung kann zu einem Verlust von Bilddetails führen.

Tonwertskala mit dem Histogramm in Lightroom Classic CC
Das linke Ende des Histogramms stellt Pixel mit 0 % Luminanz dar, das rechte Ende repräsentiert Pixel mit 100 % Luminanz.

Ein Histogramm besteht aus drei Farbebenen, die die Farbkanäle Rot, Grün und Blau repräsentieren. Grau wird angezeigt, wenn alle drei Kanäle einander überlappen; Gelb, Magenta und Cyan werden angezeigt, wenn zwei der RGB-Kanäle einander überlappen (Gelb entspricht den Kanälen Rot + Grün, Magenta entspricht den Kanälen Rot + Blau und Cyan entspricht den Kanälen Grün + Blau).

Anpassen von Bildern mithilfe des Histogramms

Im Entwicklungsmodul entsprechen spezifische Bereiche des Histogrammbedienfelds den Tonwertreglern im Grundeinstellungenbedienfeld. Sie können Anpassungen vornehmen, indem Sie mit der Maus im Histogramm ziehen. Diese Anpassungen wirken sich direkt auf die Regler im Grundeinstellungenbedienfeld aus.

Lightroom Classic CC – Anpassen von Bildern mithilfe des Histogramms
Durch Ziehen des Belichtungsbereichs im Histogramm wird der Belichtungsregler im Grundeinstellungenbedienfeld angepasst.

  1. Bewegen Sie den Zeiger auf den anzupassenden Bereich im Histogramm. Der entsprechende Bereich wird hervorgehoben und das entsprechende Tonwert-Steuerelement wird unten links im Bedienfeld angezeigt.
  2. Ziehen Sie den Zeiger nach links oder rechts, um den entsprechenden Reglerwert im Grundeinstellungenbedienfeld anzupassen.

Anzeigen von RGB-Farbwerten

Im Bereich unter dem Histogramm im Entwicklungsmodul werden die RGB-Farbwerte für einzelne Pixel angezeigt, die sich unter dem Hand- oder Zoomwerkzeug befinden, wenn Sie das jeweilige Werkzeug über das Foto bewegen.

Anhand dieser Informationen können Sie ermitteln, ob bestimmte Bereiche des Fotos beschnitten sind, d. h. ob ein R-, G- oder B-Wert 0 % schwarz oder 100 % weiß ist. Wenn mindestens ein Kanal im beschnittenen Bereich eine Farbe aufweist, können Sie mithilfe dieses Bereichs möglicherweise einige Details wiederherstellen.

RGB- und LAB-Farbwerte in der Referenzansicht

Beim Arbeiten in der Referenzansicht im Entwicklungsmodus enthält der Bereich unter dem Histogramm die RGB/LAB-Farbwerte für einzelne Pixel, die unter dem Hand- oder Zoomwerkzeug angezeigt werden, wenn Sie das jeweilige Werkzeug über das Bezugsfoto bzw. das aktive Foto bewegen.

Stimmen die Abmessungen des Referenzfotos und des aktiven Fotos/freigestellten aktiven Fotos überein, werden die Werte wie folgt angezeigt:

Referenz/Aktiv R [Reference value]/[Active value] G [Reference value]/[Active value] B [Reference value]/[Active value] %

RGB-Farbwerte in der Referenzansicht
RGB-Farbwerte in der Referenzansicht

 
 
  • Stimmen die Abmessungen des Referenzfotos und des aktiven Fotos nicht überein, wird nur der Farbwert des Bildes angezeigt, über dem der Mauszeiger gerade schwebt. Der Farbwert für das andere Bild wird als „- -“angezeigt.
  • Sind aktuell Referenzfoto oder aktives Foto nicht festgelegt, wird der Farbwert als „--“ angezeigt.

Wenn Sie Sie zur Ansicht „Vorher“ des aktiven Fotos wechseln, werden die Farbwerte aus dem Bereich „Referenz/Aktiv (Vorher)“ in ähnlicher Weise angezeigt. 

Referenz/Aktiv (Vorher) R [Reference value]/[Active Before value] G [Reference value]/[Active Before value] B [Reference value]/[Active Before value] %

Standardmäßig werden RGB-Farbwerte angezeigt. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Histogramm und wählen Sie Laborfarbwerte zeigen aus, um die LAB-Farbwerte anzupassen.

Weitere Informationen zur Ansicht „Vorher“ finden Sie unter Anzeigen von Vorher/Nachher-Fotos.

Anzeigen der Beschneidung von Tiefen und Lichtern in der Vorschau

Bei der Arbeit mit einem Foto können Sie eine Vorschau der Tonwertbeschneidung (Clipping) anzeigen lassen. Durch die Beschneidung werden die Pixelwerte zum höchsten Lichterwert oder zum niedrigsten Tiefenwert hin verschoben. Beschnittene Bereiche sind entweder vollkommen weiß oder vollkommen schwarz. Sie enthalten keine Bilddetails. Sie können beschnittene Bereiche anzeigen, während Sie die Tonwertregler im Grundeinstellungenbedienfeld anpassen.

Beschneidungsmarker befinden sich oben im Histogrammbedienfeld des Entwicklungsmoduls. Der schwarze Beschneidungsmarker (Tiefen) befindet sich links, der weiße Marker (Lichter) befindet sich rechts.

  • Verschieben Sie den Regler für Schwarztöne und beobachten Sie den schwarzen Beschneidungsmarker. Verschieben Sie den Regler für Wiederherstellung oder Weißtöne und beobachten Sie den weißen Beschneidungsmarker. Ein Marker wird weiß, wenn sich eine Beschneidung auf alle Kanäle auswirkt. Ein farbiger Beschneidungsmarker bedeutet, dass ein oder zwei Kanäle beschnitten sind.
  • Um eine Vorschau der Beschneidung im Foto anzuzeigen, bewegen Sie den Mauszeiger auf den Beschneidungsmarker. Klicken Sie auf den Marker, um die Vorschau eingeschaltet zu lassen.

    Beschnittene schwarze Bereiche im Foto werden blau und beschnittene weiße Bereiche werden rot.

  • Zum Anzeigen beschnittener Bildbereiche für jeden Kanal drücken Sie die Alt-Taste (Windows) bzw. Wähltaste (Mac OS), während Sie einen Regler im Grundeinstellungenbedienfeld des Entwicklungsmoduls bewegen.

    Beim Verschieben des Belichtungs- und Wiederherstellungsreglers wird das Bild schwarz angezeigt und die beschnittenen Bereiche werden weiß dargestellt. Mit dem Regler „Schwarz“ wird das Bild weiß angezeigt und beschnittene Bereiche werden schwarz angezeigt. Farbige Bereiche zeigen die Beschneidung in einem Farbkanal (Rot, Grün, Blau) bzw. in zwei Farbkanälen (Cyan, Magenta, Gelb) an.

Festlegen der Gesamtsättigung

Ändern Sie im Bereich „Präsenz“ des Grundeinstellungenbedienfelds die Farbsättigung (Klarheit oder Farbreinheit) aller Farben, indem Sie die Steuerelemente „Klarheit“, „Lebendigkeit“ und „Sättigung“ einstellen. (Verwenden Sie zum Anpassen der Sättigung eines bestimmten Farbbereichs die Steuerelemente im HSL-/Farb-/Graustufen-Bedienfeld.)

Klarheit

Fügt einem Bild durch Erhöhen des lokalen Kontrasts Tiefe hinzu. Bei Verwendung dieser Einstellung sollte ein Zoomfaktor von mindestens 100 % eingestellt sein. Erhöhen Sie, um den Effekt zu maximieren, die Einstellung, bis Sie am Rand des Bildes einen Schein erkennen können. Verringern Sie anschließend den Wert wieder leicht.

Dunstentfernung

Steuert die Stärke des Dunstes auf einem Foto. Ziehen Sie den Regler nach rechts, um Dunst zu entfernen. Ziehen Sie den Regler nach links, um Dunst hinzuzufügen.

Hinweis:

„Dunst entfernen“ ist auch als lokale Korrektur verfügbar. Steuern Sie die Dunstentfernung beim Arbeiten mit dem Radial-Filter, Verlaufsfilter oder Korrekturpinsel über den Schieberegler. Weitere Informationen finden Sie unter Anwenden von lokalen Korrekturen und Verwenden des Radial-Filter-Werkzeugs.

Dynamik

Passt die Sättigung an, wodurch beim Annähern an eine 100%ige Farbsättigung die Beschneidung reduziert wird. Dabei wird die Sättigung aller gering gesättigten Farben geändert, ohne große Auswirkungen auf die stärker gesättigten Farben zu haben. Mit dieser Einstellung wird gleichzeitig verhindert, dass Hautfarben übersättigt dargestellt werden.

Sättigung

Stellt die Sättigung aller Bildfarben gleichmäßig auf einen Wert zwischen -100 (monochrom) und +100 (doppelte Sättigung) ein.

Video-Tutorial: Arbeiten mit Klarheit, Dynamik und Sättigung

Anpassen der Tonwertskala mit dem Tonwertkurvenbedienfeld

Die Gradationskurve im Entwicklungsmodul repräsentiert die Änderungen, die an der Tonwertskala eines Fotos vorgenommen wurden. Die horizontale Achse repräsentiert die ursprünglichen Tonwerte des Fotos (Eingangswerte), wobei sich Schwarz ganz links befindet und die Werte nach rechts hin immer heller werden. Die vertikale Achse repräsentiert die geänderten Tonwerte (Ausgangswerte), wobei sich Schwarz ganz unten befindet und die Werte nach oben hin immer heller werden. Mit der Gradationskurve können Sie die Einstellungen anpassen, die Sie im Grundeinstellungenbedienfeld vorgenommen haben.

Lightroom Classic CC – Gradationskurve-Bedienfeld im Entwicklungsmodul
Bearbeiten der parametrischen Kurve im Gradationskurve-Bedienfeld
Bearbeiten der Punktkurve im Gradationskurve-Bedienfeld
Bearbeiten die Punktkurve für Blauen Kanal im Gradationskurve-Bedienfeld

Wird ein Punkt auf der Kurve nach oben verschoben, so wird dessen Farbton heller; wird er nach unten verschoben, so wird er dunkler. Eine Gerade mit einem Winkel von 45 Grad entspricht einem unveränderten Tonwertverlauf: die Eingangswerte sind also mit den Ausgangswerten identisch. Möglicherweise wird eine gekrümmte Gradationskurve angezeigt, wenn Sie sich zum ersten Mal ein Foto ansehen, dessen Einstellungen Sie noch nicht angepasst haben. Diese erste Kurve entspricht den Standardanpassungen, die Lightroom Classic beim Importieren an Ihrem Foto vorgenommen hat.

Die Regler für Dunkel- und Helltöne wirken sich in erster Linie auf den mittleren Bereich der Kurve aus. Die Regler für Lichter und Tiefen beeinflussen vor allem die Enden des Tonwertbereichs.

Zum Anpassen der Gradationskurve führen Sie einen der folgenden Schritte aus:

  • Klicken Sie auf die Kurve und ziehen Sie sie nach oben oder unten. Beim Ziehen wird der Kurvenbereich, auf den sich der jeweilige Regler auswirkt, hervorgehoben. Die ursprünglichen und die neuen Tonwerte werden im linken oberen Bereich der Gradationskurve angezeigt.

  • Ziehen Sie einen der vier Bereichsregler nach links oder rechts. Beim Ziehen wird der Kurvenbereich, auf den sich der jeweilige Regler auswirkt, hervorgehoben (Lichter, Helltöne, Dunkeltöne, Tiefen). Der Bereich wird in der Gradationskurve hervorgehoben. Wenn Sie Bereiche der Kurve bearbeiten möchten, ziehen Sie die Teilungssteuerelemente unter dem Gradationskurvendiagramm.

  • Klicken Sie auf das Zielkorrektur-Werkzeug im linken oberen Bereich des Gradationskurvebedienfelds, platzieren Sie den Zeiger auf einem Bereich im Foto, den Sie anpassen möchten, und klicken Sie dann mit der Maus. Ziehen Sie den Zeiger oder drücken Sie die Nach-oben- oder Nach-unten-Taste, um die Werte für alle ähnlichen Töne im Foto aufzuhellen oder abzudunkeln.

  • Wählen Sie eine Option im Menü „Punktkurve“: „Linear“, „Mittlerer Kontrast“ oder „Starker Kontrast“. Die gewählte Einstellung spiegelt sich in der Kurve, jedoch nicht in den Bereichsreglern wider.

    Hinweis: Die Option „Punktkurve“ ist nicht verfügbar, wenn ein Foto mit Metadaten importiert und zuvor bereits mit der Gradationskurve „Adobe Camera Raw“ bearbeitet wurde.

Wenn Sie Anpassungen an einzelnen Punkten auf der Gradationskurve vornehmen möchten, wählen Sie eine Option aus dem Menü „Punktkurve“, klicken Sie auf die Schaltfläche „Punktkurve bearbeiten“ und führen Sie einen der folgenden Schritte aus:

  • Wählen Sie eine Option im Popup-Menü „Kanal“. Sie können alle drei Kanäle gleichzeitig oder den roten, grünen oder blauen Kanal einzeln bearbeiten.

  • Klicken Sie, um einen Punkt hinzuzufügen.

  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste (Windows) bzw. bei gedrückter Ctrl-Taste (Mac OS) und wählen Sie „Steuerpunkt löschen“, um einen Punkt zu entfernen.

  • Ziehen Sie einen Punkt, um ihn zu bearbeiten.

  • Falls Sie zu irgendeinem Zeitpunkt zu einer linearen Kurve zurückkehren möchten, können Sie jederzeit mit der rechten Maustaste (Windows) bzw. bei gedrückter Ctrl-Taste (Mac OS) mit der rechten Maustaste auf eine beliebige Stelle im Diagramm klicken und „Kurve reduzieren“ wählen.

Video-Tutorial: Anpassungen mithilfe der Gradationskurve

Feinabstimmung der Bildfarben mit den HSL-Reglern

Mit den HSL- und Farbbedienfeldern im Entwicklungsmodul können Sie einzelne Farbbereiche in einem Foto anpassen. Wenn beispielsweise ein roter Gegenstand zu auffällig und ablenkend wirkt, lässt sich seine Farbe mit dem Sättigungsregler für Rottöne anpassen. Beachten Sie, dass alle ähnlichen Rottöne im Foto von der Anpassung betroffen sind.

Anpassungen, die Sie im HSL- und in den Farbbedienfeldern vornehmen, haben ähnliche Ergebnisse, aber die Regler sind unterschiedlich auf den zwei Bedienfeldern angeordnet. Zum Öffnen eines Bedienfelds klicken Sie auf den Namen im oberen Teil des HSL-, Farb-, oder Graustufen-Bedienfelds.

Die Regler in diesen Bedienfeldern wirken in bestimmten Farbbereichen:

Farbton

Ändert die Farbe. Sie können beispielsweise einen blauen Himmel (und alle anderen blauen Objekte) von Cyan in Purpur umfärben.

Sättigung

Ändert die Leuchtkraft bzw. Reinheit der Farbe. Sie können beispielsweise einen blauen Himmel von Grautönen zu einem hochgesättigten Blau umfärben.

Luminanz

Ändert die Helligkeit des Farbbereichs.

Anpassungen im HSL-Bedienfeld

  1. Wählen Sie im HSL-Bedienfeld durch Auswahl von „Farbton“, „Sättigung“, „Luminanz“ oder „Alle“ die Regler aus, mit denen Sie arbeiten möchten.
    • Ziehen Sie an den Reglern oder geben Sie Werte in die Textfelder rechts neben dem Regler ein.

    • Klicken Sie auf das Zielkorrektur-Werkzeug oben links im Bedienfeld, positionieren Sie den Mauszeiger auf einem Bereich im Foto, den Sie anpassen möchten, und klicken Sie dann mit der Maus. Ziehen Sie den Mauszeiger oder drücken Sie die Nach-oben- bzw. Nach-unten-Taste, um die Korrektur vorzunehmen.

Anpassungen im Farbebedienfeld

  1. Klicken Sie im Farbebedienfeld auf ein Farbplättchen, um den zu anzupassenden Farbbereich anzuzeigen.
  2. Ziehen Sie an den Reglern oder geben Sie Werte in die Textfelder rechts neben dem Regler ein.

Anpassen der Farbkalibrierung Ihrer Kamera

Hinweis:

Seit Lightroom Classic CC 7.3 (Version vom April 2018) ist die Option Profil aus dem Kalibrierungsbedienfeld in das Grundeinstellungenbedienfeld am oberen Rand verlegt worden. Weitere Informationen finden Sie unter Anwenden eines Profils auf ihr Bild.

  1. Wählen Sie ein Foto aus und legen Sie dann die Optionen im Kalibrierungsbedienfeld fest.

    Prozess

    Die Prozessversion entspricht der Camera Raw-Version, in der das Profil zuerst erschienen ist. Wählen Sie ein ACR-Profil, wenn Sie ein konsistentes Verhalten mit älteren Fotos möchten.

    Tiefen

    Korrigiert einen eventuellen Grün- oder Magentastich in den dunklen Bereichen des Fotos.

    Primärwerte Rot, Grün und Blau

    Die Regler „Farbton“ und „Sättigung“ passen die Rot-, Grün- und Blautöne im Foto an. Im Allgemeinen sollten Sie zuerst den Farbton und danach seine Sättigung anpassen. Das Bewegen des Farbtonreglers nach links (negativer Wert) ähnelt einer Bewegung gegen den Uhrzeigersinn im Farbkreis, eine Bewegung nach rechts (positiver Wert) ähnelt einer Bewegung im Uhrzeigersinn. Das Bewegen des Reglers „Sättigung“ nach links (negativer Wert) verringert die Farbsättigung. Eine Bewegung nach rechts (positiver Wert) erhöht die Sättigung.

  2. Speichern Sie die Anpassungen als Entwicklungsvorgabe. Siehe Erstellen und Anwenden von Entwicklungsvorgaben.

    Diese Vorgabe können Sie auf andere Fotos anwenden, die mit derselben Kamera unter ähnlichen Beleuchtungsbedingungen aufgenommen werden.

Sie können Kameraprofile auch mit dem eigenständigen Dienstprogramm DNG-Profileditor anpassen. Der DNG-Profileditor und die zugehörige Dokumentation stehen kostenlos unter dem englischsprachigen Artikel DNG-Profile - Adobe Labs zum Herunterladen bereit.

Hinweis:

Lassen Sie die Einstellung „0“ bei den Reglern auf dem Bedienfeld „Kamerakalibrierung“ unverändert, wenn Sie Kameraprofile mit dem DNG-Profileditor anpassen.

Speichern der Standardeinstellungen für Kameras

Neue Camera Raw-Standardeinstellungen können Sie für jedes Kameramodell speichern. Legen Sie in den Voreinstellungen fest, ob die Seriennummer der Kamera und ihre ISO-Einstellungen in den Standardeinstellungen enthalten sein sollen.

  1. Öffnen Sie „Vorgabe“ in den „Voreinstellungen“ und wählen Sie anschließend aus, ob die Seriennummer der Kamera und ihre ISO-Einstellung in den Standardeinstellungen enthalten sein sollen.
  2. Wählen Sie im Entwicklungsmodul eine Raw-Datei aus, ändern Sie die Einstellungen und wählen Sie dann „Entwickeln“ > „Standardeinstellungen festlegen“.
  3. Wählen Sie „Auf aktuelle Einstellungen aktualisieren“.

In den Voreinstellungen können Sie durch Auswahl von „Standardentwicklungseinstellungen zurücksetzen“ zu den Originaleinstellungen zurückkehren.

Arbeiten in Graustufen

Konvertieren eines Fotos in Grautöne

Mit „Schwarzweißmischung“ im Graustufen-Bedienfeld werden Farbbilder in monochrome Graustufenbilder umgewandelt. Dabei lässt sich steuern, wie die einzelnen Farben in Grautöne konvertiert werden.

  1. Konvertieren Sie das Foto in Graustufen, indem Sie im Bereich „Behandlung“ des Grundeinstellungenbedienfelds die Option „Graustufen“ wählen oder die Taste V drücken.
  2. Passen Sie mit den Einstellungen im Grundeinstellungen- und Gradationskurvebedienfeld den Tonwertbereich des Fotos an.
  3. Öffnen Sie das HSL/Farbe/Graustufen-Bedienfeld, um Grautöne, die Farben im Originalfoto darstellen, abzudunkeln oder aufzuhellen.
    • Ziehen Sie die einzelnen Farbregler, um den Grauton für alle ähnlichen Farben im Originalfoto anzupassen.

    • Klicken Sie auf „Auto“, wenn Sie die Graustufen-Kanalanpassung so einstellen möchten, dass die Verteilung von Grautönen maximiert wird. Mit „Auto“ werden oft hervorragende Ergebnisse erzielt, die als Ausgangspunkt für die weitere Feinabstimmung der Grautöne mit den Reglern dienen können.

    • Klicken Sie auf das Zielkorrektur-Werkzeug im linken oberen Bereich des Graustufenbedienfelds, platzieren Sie den Zeiger auf einem Bereich im Foto, den Sie anpassen möchten, und klicken Sie. Ziehen Sie das Werkzeug oder drücken Sie die Nach-oben- oder Nach-unten-Taste, um die Grautöne für alle ähnlichfarbigen Bereiche des Originalfotos aufzuhellen oder abzudunkeln.

Hinweis:

Um beim Konvertieren eines Fotos in Graustufen eine Graustufen-Kanalanpassung automatisch anzuwenden, aktivieren Sie im Dialogfeld „Voreinstellungen“ auf der Registerkarte „Vorgaben“ die Option „Beim Konvertieren in Graustufen automatische Graustufen-Kanalanpassung anwenden“.

Tönen eines Graustufenfotos

Mit den Reglern im Teiltonungbedienfeld können Sie ein Graustufenfoto färben. Sie können dem gesamten Tonwertbereich eine einzelne Farbe zuweisen, um beispielsweise einen Sepiaeffekt zu erzielen, oder eine Teiltonung durchführen, bei der den Tiefen und Lichtern jeweils eine unterschiedliche Farbe zugewiesen wird. Die extremen Tiefen und Lichter bleiben schwarz und weiß.

Sie können Spezialeffekte auch auf Farbfotos anwenden, um beispielsweise den Effekt einer Crossentwicklung zu erzielen.

  1. Wählen Sie ein Graustufenfoto.
  2. Stellen Sie im Teiltonungbedienfeld des Entwicklungsmoduls die Regler „Farbton“ und „Sättigung“ für die Lichter und Tiefen ein. Mit „Farbton“ wird die Farbe des Tonwerts, mit „Sättigung“ die Stärke der Wirkung eingestellt.
  3. Mit dem Abgleichregler können Sie eine Balance zwischen den Reglern für die Lichter und Tiefen finden. Positive Werte verstärken den Effekt, den die Regler für Lichter haben, negative Werte verstärken den Effekt, den die Regler für Tiefen haben.

Arbeiten mit Einkanal-Graustufenbildern

Graustufenbilder aus Photoshop enthalten keine Farbdaten. Mit den Grundeinstellungen- oder dem Gradationskurvebedienfeld von Lightroom Classic können Sie aber dennoch Farbtonanpassungen vornehmen. Mit den Optionen im Teiltonungsbedienfeld können Sie außerdem Farbtoneffekte zuweisen. Lightroom Classic behandelt und exportiert das Foto als RGB-Bild.

Video-Tutorial: Mit Graustufenanpassungen arbeiten

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