Erfahren Sie mehr über das Importieren von digitalen Audio-Clips in Premiere Pro bei gleichbleibend hoher Qualität.

Sie können als Audiodateien oder -spuren in Videodateien gespeicherte digitale Audioclips importieren. Digitale Audiodaten liegen auf Computerfestplatten, Audio-CDs oder Digital Audio Tapes (DAT) in Form von binären Daten vor, die von Computern gelesen werden können. Verwenden Sie beim Übertragen von digitalen Audiodateien auf Ihren Computer digitale Verbindungen, um die bestmögliche Qualität zu erzielen. Vermeiden Sie es, die Digitalisierung der digitalen Ausgangsdaten von der Audioquelle über Ihre Soundkarte durchzuführen.

Hinweis:

Um eine reine Audiodatei von einer digitalen Videoquelle aufzunehmen, wählen Sie im Aufnahmefenster aus dem Bereich „Aufzeichnen“ die Option „Audio“ aus dem Menü „Aufnehmen“. Premiere Pro unterstützt für einige Formate, z. B. HDV, keine reine Audioaufnahme.

Verwenden von Audiodaten auf Audio-CDs

Sie können CD-Audiodateien (CDA) zwar in einem Projekt verwenden, müssen sie jedoch vor dem Import in Premiere Pro in ein unterstütztes Dateiformat umwandeln, z. B. WAV oder AIFF. Sie können CDA-Dateien mit einer Audioanwendung wie Adobe® Audition® konvertieren.

Hinweis:

Achten Sie aber darauf, dass Sie für alle CD-Spuren, die Sie verwenden, das Copyright besitzen bzw. über eine Lizenz des Copyrights verfügen.

Verwenden von komprimierten Audioformaten

Musikdaten, die in Formaten wie MP3 und WMA vorliegen, werden komprimiert, indem die ursprüngliche Audioqualität geringfügig reduziert wird. Zur Wiedergabe von komprimierten Audiodaten muss Premiere Pro die Datei dekomprimieren und ggf. ein neues Sampling durchführen, um Ihren Ausgabeeinstellungen zu entsprechen. Obwohl Premiere Pro zu diesem Zweck einen qualitativ hochwertigen Resampler verwendet, stammen die besten Ergebnisse aus der Verwendung einer unkomprimierten oder CD-Audioversion des Audioclips, wann immer dies möglich ist.

Verwenden von Audio aus Adobe Audition

Mit Adobe Audition stehen Ihnen erweiterte Funktionen zur Audiobearbeitung zur Verfügung. Wenn Sie Audiodaten aus Audition in ein Audiodateiformat exportieren, das mit Premiere Pro kompatibel ist, können Sie sie in Adobe Premiere Pro-Projekte importieren.

Unterstützte Audio-Sampleraten

Premiere Pro unterstützt nativ die folgenden Audio-Sampleraten:

  • 8000 Hz

  • 11025 Hz

  • 22050 Hz

  • 32000 Hz

  • 44100 Hz

  • 48000 Hz

  • 96000 Hz

Angeglichene Audiodateien

Premiere Pro verarbeitet jeden Audiokanal, darunter Audiokanäle in Videoclips, als 32-Bit-Floating-Point-Daten mit der Samplerate der Sequenz. Diese Verarbeitung garantiert höchste Bearbeitungsleistung und Audioqualität. Premiere Pro gleicht bestimmte Typen von Audiodaten an das 32-Bit-Format und die Samplerate der Sequenz an. Falls eine Angleichung erforderlich ist, wird sie durchgeführt, wenn eine Datei zum ersten Mal in ein Projekt importiert wird. Die Angleichung nimmt etwas Zeit und Speicherplatz in Anspruch. Unten rechts im Premiere Pro-Fenster wird eine Fortschrittsleiste angezeigt, sobald das Angleichen beginnt. Premiere Pro speichert angeglichene Audiodaten in CFA-Audio-Vorschaudateien. Sie können einen Speicherort für diese Dateien bestimmen, indem Sie im Dialogfeld „Projekteinstellungen“ einen Speicherort für Audiovorschauen auf dem Arbeitslaufwerk festlegen.

Sie können mit Audiodateien arbeiten und diesen sogar Effekte zuordnen, bevor sie vollständig angeglichen sind. Allerdings lassen sich nur die Teile der Dateien anzeigen, die bereits angeglichen wurden. Bei der Wiedergabe hören Sie keine unangeglichenen Abschnitte.

Diese Regeln bestimmen, welche Audiotypen angeglichen werden sollen:

Unkomprimierte Audiodateien

  • Premiere Pro gleicht keine Audiodateien in unkomprimierten Clips an, die in einer der ursprünglich unterstützten Sampleraten aufgenommen wurden, solange diese Clips in Sequenzen mit passenden Sampleraten verwendet werden.

  • Premiere Pro gleicht Audiodateien in unkomprimierten Clips an, wenn Sie diese in Sequenzen mit nicht passenden Sampleraten verwenden. Es findet allerdings keine Angleichung statt, solange Sie die Sequenzen nicht exportieren oder solange Sie keine Audio-Vorschaudateien erstellen.

  • Premiere Pro gleicht Audiodateien in unkomprimierten Formaten ab, die nicht in einer ursprünglich unterstützten Samplerate aufgenommen wurden. In den meisten Fällen findet ein Upsample von Audiodateien statt, entweder auf die nächste unterstützte Samplerate oder auf eine unterstützte Samplerate, die ein genaues Vielfaches der Quell-Audiosamplerate darstellt. Es findet z. B. ein Upsample einer 11024-Hz-Quelle auf 11025 Hz statt, da dies die nächste unterstützte Rate ist und es keine unterstützte Rate gibt, die ein genaues Vielfaches von 11024 darstellt.

Komprimierte Audiodateien

  • Premiere Pro gleicht alle komprimierten Audiodateien an, die z. B. in MP3-, WMA-, MPEG- oder komprimierten MOV-Dateien vorhanden sind. Diese Audiodateien werden gemäß der Samplerate ihrer Quelldatei angeglichen. So wird z. B. eine 44100-Hz-mp3-Datei an 44100 Hz angeglichen. Wenn jedoch angeglichenes Audio in einer Sequenz mit einer nicht passenden Sampling-Rate verwendet wird (im Vergleich zur Verwendung eines 44100-Hz-Clips in einer 44000-Hz-Sequenz), findet die Wiedergabe der Audiodateien mit der Samplerate der Sequenz ohne weitere Angleichung statt.

Premiere Pro gleicht keine Datei an, die in einer Sequenz angeglichen wurde, wenn Sie diese Datei in eine andere Sequenz mit derselben Audiosamplerate importieren, solange Sie die Datei nicht seit ihrer Angleichung verschoben oder umbenannt haben. Premiere Pro behält den Speicherort der Angleichungsdateien für alle Dateien bei, die in der Medien-Cache-Datenbank angeglichen wurden.

Hinweis:

Um eine Angleichung zu vermeiden, verwenden Sie die Audiobearbeitungssoftware oder Transcodierungssoftware und wandeln Ihre Dateien mit den unterstützten Samplingraten in nativ unterstützte unkomprimierte Formate um.

Zusätzlich zum Angleichen einiger Dateien erstellt Premiere Pro auch eine PEK-Datei für alle Dateien, die Audio enthalten, wenn diese zum ersten Mal in ein Projekt importiert werden. Es verwendet diese PEK-Dateien zum Zeichnen von Audiosignalen im Schnittfenster. Premiere Pro speichert PEK-Dateien in dem für Medien-Cache-Dateien angegebenen Verzeichnis im Fenster „Medien“ im Dialogfeld „Voreinstellungen“.

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