Übersicht

Wenn Reader X und Acrobat X auf demselben System installiert sind oder frühere Versionen von Acrobat bereits existieren, können Sie auswählen, welcher Viewer als Standard für die PDF-Dateien verwendet wird. Acrobat ist zwar die leistungsfähigere, funktionsreichere Anwendung, Reader X hat aber den integrierten geschützten Modus und ist daher sicherer. (Sicherheitsdetails finden Sie im Dokument zur Anwendungssicherheit.) 

Diese Funktion ist nur für Adobe PDF gültig: Sie ermöglicht nicht das Umschalten von und zu Nicht-Adobe-Produkten und kann die Verarbeitung anderer von Acrobat unterstützter Formate verändern oder nicht, beispielsweise ändert sie FDF und XDP, aber nicht XFA oder PDX.

Hinweis: Dieses Dokument beschreibt das Standardverhalten, das von Endanwendern bei der Installation und zur Laufzeit gesehen wird. Hinweise zur Unternehmenskonfiguration finden Sie unten unter Administrator- und IT-Ressourcen.

Warum ist die PDF-Eigentümerschaft wichtig?

Reader X führt das Konzept des geschützten Modus ein, eine Funktion, die allgemein die Ausnützung von Sicherheitslücken erschweren soll. Diese Fähigkeit existiert nicht in Acrobat X. Reader X wird als viel sicherer angesehen, während Acrobat mehr Funktionen anbietet. Daher können Anwender gute Gründe haben, zwischen Acrobat und Reader zu wechseln. 

Für die Produkte der Versionsreihe 9.x bewirkt ein Doppelklicken auf die PDF-Datei, dass eine offene Instanz des Produkts die Datei unabhängig von der Version und vom Produkt lädt. Beispiel: Wenn Reader X das zugewiesene PDF-Programm und Viewer 9 bereits offen ist, würde ein Doppelklicken auf das PDF bewirken, dass das PDF von Reader X angezeigt wird. Da Acrobat und Reader jetzt gleichzeitig laufen können, kann beim Doppelklicken ein neuer Prozess aufgerufen oder der Vorgang an einen laufenden Prozess angehängt werden, je nach Konfiguration des Systems. Aus Sicherheitserwägungen benötigt der Anwender die Kontrolle darüber, welche Anwendung ein PDF öffnet. Die Produkte der Version X bieten den Anwendern daher die Möglichkeit der Auswahl, welches Produkt ein PDF öffnet, auch wenn eine andere Instanz bereits läuft.

Produkte der Version X sind in der Lage, zwischen jedem Produkttyp und jeder Version zurück bis 9.x und später zu wechseln.

Verhalten zur Installationszeit

Wenn während der Installation ein bestehendes Produkt erkannt wird, erscheint ein Dialogfeld, in dem der Benutzer aufgefordert wird, den Standard-Viewer auszuwählen. Für Installationen von Reader X wird standardmäßig der sicherere Reader als Standard-Viewer eingerichtet. Unabhängig von der Auswahl können Benutzer den Standard-Viewer auch nach der Installation jederzeit ändern. Im Allgemeinen tendiert das Installationsprogramm dazu, den sichereren Reader als Standard-Viewer einzurichten, wenn nicht eine Eigenschaft oder die Auswahl des Benutzers diese Wahl außer Kraft setzt.  

Einrichten eines Standard-PDF-Viewers

 

Konfiguration nach der Installation

Sie können den Standard-Viewer wie folgt ändern: 

  1. Wählen Sie „Bearbeiten“ > „Voreinstellungen“ > „Allgemein“
  2. Wählen Sie im Bereich „Programmstart“ „Standard-PDF-Programm auswählen“. Für die Änderung des Standard-PDF-Viewers benötigen Sie Administratorrechte. Das Verhalten ist je nach Betriebssystem wie folgt:

    • Windows XP: Wenn der Benutzer Administratorrechte hat, ist Standard-PDF-Programm auswählen aktiviert, sonst nicht.
    • Win7 und Vista: Die Benutzerkontensteuerung muss für Benutzer aktiviert sein, die keine Administratorrechte besitzen. Wenn sie deaktiviert ist, erscheint „Standard-PDF-Programm auswählen“ als deaktiviert. Wenn sie aktiviert und der Benutzer nicht als Administrator angemeldet ist, wird der Benutzer aufgefordert, dies zu tun, sobald er diese Schaltfläche benutzt.
  3. Wählen Sie eine Anwendung aus der Dropdown-Liste. Das aktuelle Standardprogramm erscheint oben in der Liste.

  4. Klicken Sie auf Anwenden.

  5. Wenn der Browser geöffnet ist, starten Sie ihn neu.
 
Voreinstellungen für den Standard-PDF-Viewer

 

Häufig gestellte Fragen

Warum ist die Option „Standard-PDF-Programm auswählen“ deaktiviert?

Die Schaltfläche kann aus zwei Gründen deaktiviert sein: 

  • Sie haben keine Administratorrechte auf dem XP-System.
  • Die Benutzerkontensteuerung ist auf Win7- und Vista-Systemen für Benutzer deaktiviert, die keine Administratorrechte haben.
  • Die Schaltfläche ist in Citrix-Umgebungen deaktiviert.

Warum ist „Browser in PDF anzeigen“ in „Bearbeiten“ > „Voreinstellungen“ > „Internet“ deaktiviert?

Sie haben einen anderen Viewer als Standard ausgewählt. Ihre Reader-Voreinstellung ist beispielsweise abgeblendet, wenn Acrobat.exe das Standardprogramm ist.

Kann ich von und zu einem Acrobat 8.x-Produkt wechseln?

Nein. Das Feld „Adobe-Produkt auswählen“ enthält nur Produkte der Serie 9.x und später.

Welche Vorgänge beeinflusst dies?

  • Shell-Vorgänge (Doppelklicken auf eine PDF-Datei oder Start eines PDF aus einer E-Mail)
  • Generierung von PDF-Miniaturen
  • PDF-Symbole
  • PDF-Vorschauprogramm
  • PDF-Eigenschaftenblatt
  • PDF-Anzeige in einem Browser
  • PDF iFilter für die Suche

Administrator- und IT-Ressourcen

Konfigurationsdetails können Administratoren in den folgenden Dokumenten finden, die in der Enterprise Library for the Acrobat Family of Products bereitgestellt werden: 

  • Hilfe zum Anpassungsassistenten: Administratoren können das Installationsprogramm so einrichten, dass ein Standard-PDF-Viewer vor der Bereitstellung im Unternehmen ausgewählt wird.
  • Administrator's Information Manager (AIM): Eine AIR-Anwendung mit Referenzinformationen zu den Voreinstellungen (Preference Reference, eine Datenbank mit konfigurierbaren Einstellungen von Registrierung und plist).
  • Application Security Guide: Enthält Details zum geschützten Modus in Reader.

Sperren der Funktion

Standardmäßig können die Benutzer das Standardprogramm über die Benutzeroberfläche ändern. Administratoren können die Funktion über HKLM\SOFTWARE\Policies\Adobe\<Produkt>\<Version>\FeatureLockDown\bDisablePDFHandlerSwitching sperren. Wenn bDisablePDFHandlerSwitching auf 1 eingestellt ist, wird die Benutzeroberfläche deaktiviert und die Endbenutzer können das Standardprogramm nicht wechseln.

Dieses Werk unterliegt den Bedingungen der Creative Commons Attribution-Noncommercial-Share Alike 3.0 Unported License.  Twitter™- und Facebook-Beiträge fallen nicht unter die Bedingungen der Creative Commons-Lizenz.

Rechtliche Hinweise   |   Online-Datenschutzrichtlinie