Importieren von EPS-Dateien

Encapsulated PostScript (EPS) ist ein verbreitetes Dateiformat für das Übertragen von Vektorgrafiken zwischen Anwendungen. Sie können Bildmaterial aus EPS-Dateien mit den Befehlen „Öffnen“, „Platzieren“ und „Einfügen“ oder per Drag & Drop in Illustrator importieren.

Bei der Arbeit mit EPS-Bildmaterial gelten folgende Richtlinien:

  • Wenn Sie eine EPS-Datei öffnen oder einbetten, die in einer anderen Anwendung erstellt wurde, wandelt Illustrator alle Objekte in Illustrator-Objekte um. Enthält die Datei Daten, die von Illustrator nicht erkannt werden, gehen diese Daten gegebenenfalls verloren. Wenn Sie nicht die einzelnen Objekte in einer EPS-Datei bearbeiten müssen, sollten Sie die Datei daher am besten verknüpfen, statt sie zu öffnen oder einzubetten.

  • Transparenz wird im EPS-Format nicht unterstützt. Wenn transparentes Bildmaterial aus anderen Anwendungen in Illustrator platziert werden soll, sind andere Formate also besser geeignet. Das Format PDF 1.4 bietet sich für diesen Einsatzzweck an.

  • Beim Drucken oder Speichern von Bildmaterial, das verknüpfte EPS-Dateien enthält, wird u. U. eine Fehlermeldung angezeigt, wenn diese Dateien im Binärformat vorliegen (z. B. im Standard-EPS-Format von Photoshop). Speichern Sie die EPS-Dateien in diesem Fall noch einmal im ASCII-Format, betten Sie die verknüpften Dateien in das Illustrator-Bildmaterial ein, drucken Sie mit der Option „Binär“ statt „ASCII“ oder speichern Sie das Bildmaterial statt im EPS- im AI- oder PDF-Format.

  • Wenn Farbmanagement in einem Dokument angewendet wird, gehören eingebettete EPS-Bilder zum Dokument und unterliegen vor dem Druckvorgang dem Farbmanagement. Verknüpfte EPS-Bilder unterliegen dagegen nicht dem Farbmanagement, selbst wenn diese Option für das übrige Dokument aktiviert ist.

  • Wenn Sie eine EPS-Farbe importieren, die den gleichen Namen hat wie eine Farbe im Dokument, aber anders definiert ist, wird in Illustrator eine Warnmeldung angezeigt. Wählen Sie „Farbe der verknüpften Datei verwenden“, um die Farbe im Dokument durch die EPS-Farbe aus der verknüpften Datei zu ersetzen. Alle Objekte in Ihrem Dokument, die diese Farbe enthalten, werden entsprechend aktualisiert. Wählen Sie „Farbe des Dokuments verwenden“, um das Farbfeld unverändert zu lassen und bei Farbkonflikten die Dokumentfarbe einzusetzen. Da die EPS-Vorschau nicht verändert werden kann, kann die Vorschau ungenau sein, die Farbauszüge werden aber richtig gedruckt. Wenn Sie „Auf alle anwenden“ aktivieren, wird bei allen Farbkonflikten je nach gewählter Option die Definition aus dem Dokument oder aus der verknüpften Datei verwendet.

  • Gelegentlich wird beim Öffnen eines Illustrator-Dokuments mit eingebetteten EPS-Bildern eine Warnmeldung angezeigt. Falls die Anwendung das ursprüngliche EPS-Bild nicht finden kann, werden Sie zum Extrahieren des EPS-Bildes aufgefordert. Wenn Sie die Option „Extrahieren“ wählen, wird das Bild in dasselbe Verzeichnis extrahiert, in dem sich das aktuelle Dokument befindet. Obwohl keine Vorschau für die eingebettete Datei angezeigt wird, wird sie jetzt richtig ausgedruckt.

  • Standardmäßig werden verknüpfte EPS-Dateien als hochauflösende Vorschau angezeigt. Wenn eine verknüpfte EPS-Datei im Dokumentfenster nicht sichtbar ist, fehlt möglicherweise die Vorschau der Datei. (Es kann vorkommen, dass die Vorschau von EPS-Dateien, die mit PICT-Vorschau gespeichert wurden, beim Übertragen von Mac OS zu Windows verloren geht.) Speichern Sie die EPS-Datei mit einer TIFF-Vorschau neu, um die Vorschau wiederherzustellen. Wenn die Systemleistung beim Platzieren der EPS-Datei beeinträchtigt wird, setzen Sie die Auflösung der Vorschau herunter: Wählen Sie „Bearbeiten“ > „Voreinstellungen“ > „Dateien verarbeiten und Zwischenablage“ (Windows) bzw. „Illustrator“ > „Voreinstellungen“ > „Dateien verarbeiten und Zwischenablage“ (Mac OS) und aktivieren Sie die Option „Für verknüpfte EPS-Dateien Version mit niedriger Auflösung verwenden“.

Importieren von DCS-Dateien

DCS (Desktop Color Separation) ist eine Variante des EPS-Standardformats. Das Format DCS 1.0 unterstützt nur CMYK-Dateien, während das Format DCS 2.0 Mehrkanal-CMYK-Dateien und mehrere Volltonkanäle unterstützt. (Diese Volltonfarben werden im Farbfelderbedienfeld von Illustrator angezeigt.) Illustrator erkennt Beschneidungspfade in DCS 1.0-Dateien und DCS 2.0-Dateien, die in Photoshop erstellt wurden. Sie können DCS-Dateien in Illustrator verknüpfen, sie jedoch nicht einbetten oder öffnen.

Hinweis:

Wenn Sie Transparenz-Wechselwirkungen mit DCS-Dateien im Verknüpfungenbedienfeld anzeigen möchten, wählen Sie aus dem Menü des Verknüpfungenbedienfelds die Option „Bedienfeldoptionen“ und wählen Sie „Transparenz-Wechselwirkungen mit DCS-Dateien anzeigen“.

Importieren von AutoCAD-Dateien

Hinweis:

Illustrator öffnet keine AutoCAD-Dateien, die in einer höheren Version als AutoCAD 2007 gespeichert wurden.

AutoCAD-Dateien können sowohl im DXF- als auch im DWG-Format vorliegen. Sie können AutoCAD-Dateien ab Version 2.5 bis Version 2007 importieren. Während des Importvorgangs können Sie Folgendes festlegen: die Skalierung, die Einheitenzuordnung (benutzerdefinierte Einheit zum Interpretieren aller Längendaten in der AutoCAD-Datei), ob Linienstärken skaliert werden sollen, das zu importierende Layout und ob das Bildmaterial zentriert werden soll.

Illustrator unterstützt die meisten AutoCAD-Daten, darunter 3D-Objekte, -Formen und -Pfade, externe Referenzen, Bereichsobjekte, Spline-Objekte (die Bézier-Objekten zugeordnet sind, die ihre ursprüngliche Form beibehalten), Rasterobjekte und Textobjekte. Beim Importieren einer AutoCAD-Datei mit externen Referenzen wird der Inhalt der Referenz von Illustrator gelesen und an den entsprechenden Stellen in der Illustrator-Datei platziert. Sollte eine externe Referenz nicht gefunden werden, wird das Dialogfeld „Fehlende Verknüpfung“ angezeigt, über das Sie die Datei suchen und abrufen können.

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