Anhören einer Datei mit einer anderen Abtastrate

Mit dem Befehl „Abtastrate interpretieren“ können Sie überprüfen, wie eine Audiodatei bei einer anderen Abtastrate klingt. (Siehe Abtastrate – Grundlagen.) Mit diesem Befehl können Sie Dateien identifizieren, bei denen im Header eine fehlerhafte Abtastrate angegeben wird. Um die Abtastrate anschließend dauerhaft umzuwandeln, wählen Sie „Bearbeiten“ > „Sample-Typ umwandeln“.

  1. Wählen Sie im Wellenform-Editor „Bearbeiten“ > „Abtastrate interpretieren“.
  2. Geben Sie eine Abtastrate in das Textfeld ein oder wählen Sie eine der Standardabtastraten in der Liste.

Hinweis:

Sie können in Adobe Audition mit beliebigen Abtastraten von 6000 bis 192.000 Hz arbeiten. Unter Umständen kann Ihre Soundkarte jedoch nur bestimmte Raten korrekt wiedergeben. Die unterstützten Abtastraten finden Sie in der Dokumentation zur Soundkarte.

Ändern der Abtastrate einer Datei

Die Abtastrate einer Datei bestimmt den Frequenzbereich einer Wellenform. Beachten Sie beim Umwandeln der Abtastrate, dass die meisten Soundkarten nur bestimmte Abtastraten unterstützen.

  1. Wählen Sie im Wellenform-Editor „Bearbeiten“ > „Sample-Typ umwandeln“.

    Hinweis:

    Um das Dialogfeld „Sample-Typ umwandeln“ schnell aufzurufen, doppelklicken Sie in der Statusleiste auf den Bereich „Sample-Typ“. (Siehe Anzeigen der Statusleiste.)

  2. Wählen Sie eine Abtastrate aus der Liste oder geben Sie eine benutzerdefinierte Abtastrate in das Textfeld ein.
  3. Ziehen Sie im Bereich „Erweitert“ den Schieberegler „Qualität“, um die Qualität der Umwandlung anzupassen.

    Bei höheren Werten bleiben mehr hohe Frequenzen erhalten, allerdings dauert die Verarbeitung länger. Niedrigere Werte erfordern weniger Verarbeitungszeit, verringern aber den Anteil hoher Frequenzen.

    Hinweis:

    Nutzen Sie höhere Qualitätswerte für das Downsampling hoher in niedrigere Abtastraten. Beim Upsampling wirken sich höhere Werte kaum aus.

  4. Wählen Sie für optimale Ergebnisse die Option „Pre/Post-Filter“, um Störungen durch Signalverkennungen zu verhindern.

Umwandeln einer Wellenform zwischen Surround, Stereo und Mono

Der Befehl „Sample-Typ umwandeln“ bietet die schnellste Methode, die Anzahl der Kanäle einer Wellenform umzuwandeln.

  1. Wählen Sie im Wellenform-Editor „Bearbeiten“ > „Sample-Typ umwandeln“.
  2. Wählen Sie aus dem Menü „Kanäle“ die Option „Mono“, „Stereo“ oder „5.1“.
  3. Geben Sie im Bereich „Erweitert“ Prozentwerte für „Mischung links“ und „Mischung rechts“ an:
    • Wenn Sie von Mono nach Stereo konvertieren, können Sie in den Feldern „Links mischen“ und „Rechts mischen“ die relative Amplitude angeben, mit der das Monosignal in die beiden Kanäle des neuen Stereosignals eingefügt werden soll. Sie können die Monoquelle beispielsweise nur in den linken oder nur in den rechten Kanal bzw. an jedem Punkt dazwischen einfügen.

    • Wenn Sie von Stereo nach Mono konvertieren, können Sie in den Feldern „Links mischen“ und „Rechts mischen“ angeben, welcher Anteil des jeweiligen Kanals Eingang in die anschließende Monowellenform finden soll. Bei der gängigsten Mischmethode werden jeweils 50 % der beiden Kanäle verwendet.

Informationen über andere Methoden zur Kanalkonvertierung erhalten Sie in folgenden Themen:

Ändern der Bittiefe einer Datei

Die Bittiefe einer Datei bestimmt die Dynamik eines Audiosignals. (Siehe Bittiefe – Grundlagen.) Adobe Audition unterstützt bis zu 32 Bit. Sie können die Bittiefe einer Datei erhöhen, um die Dynamik zu verbessern. Bei geringerer Bittiefe sind dagegen die Dateien kleiner.

Hinweis:

Einige Anwendungen und Media Player benötigen Bittiefen von 16 Bit oder niedriger.

  1. Wählen Sie im Wellenform-Editor „Bearbeiten“ > „Sample-Typ umwandeln“.
  2. Wählen Sie im Menü „Bittiefe“ einen Wert aus oder geben Sie eine benutzerdefinierte Bittiefe in das Textfeld ein.
  3. Geben Sie im Bereich „Erweitert“ folgende Optionen an:

    Dithering

    Aktiviert bzw. deaktiviert das Dithering beim Umwandeln in niedrigere Bittiefen. Wenn Dithering deaktiviert ist, wird die Bittiefe abrupt abgeschnitten, so dass in leisen Passagen ein durch Quantisierungsverzerrung verursachtes Knistern entsteht.

    Obwohl durch das Dithering in geringem Umfang Rauschen entsteht, ist das Resultat doch weit besser als alles, was andernfalls bei niedrigen Signalpegeln an Störungen hörbar ist. Durch das Dithering werden Töne hörbar, die durch das Rauschen und die Störungen in Audiodaten mit geringer Bittiefe überlagert würden.

    Dither-Typ

    Steuert die Verteilung der Dithering-Störgeräusche im Verhältnis zu den ursprünglichen Amplitudenwerten. In der Regel bietet die Option „Dreieckig“ den besten Kompromiss zwischen Rauschabstand, Verzerrung und Rauschmodulation.

    Dither-Typ

    Reduktion des Rauschabstands

    Rauschmodulation

    Dreieckig

    4.8 dB

    Nein

    Gaußsche

    6.0 dB

    Vernachlässigbar

    Hinweis: „Dreieckig (Geformt)“ und „Gauß-Kurve (Geformt)“ verschieben etwas mehr Rauschen in die höheren Frequenzen. Stellen Sie zur präzisen Steuerung die Optionen unter „Rauschformung“ ein.

    Rauschformung

    Legt fest, welche Frequenzen Dithering-Störgeräusche enthalten. Wenn Sie Rauschformung einsetzen, können Sie möglicherweise geringere Dither-Tiefen verwenden, ohne dass es zu hörbaren Artefakten kommt. Die optimale Formung hängt von der Audioquelle, der endgültigen Abtastrate und der Bittiefe ab.

    Hinweis: Bei Abtastraten unter 32 kHz ist die Rauschformung deaktiviert, da sämtliches Rauschen in den hörbaren Frequenzen verbleiben würde.

    Hochpass

    Wenn Sie für „Übergang“ den Wert 7,3 kHz einstellen, werden die Dithering-Störgeräusche auf –180 dB bei 0 Hz und auf –162 dB bei 100 Hz abgesenkt.

    Leichte Steigung

    Wenn Sie für „Übergang“ den Wert 11 kHz einstellen, werden die Störgeräusche auf –3 dB bei 0 Hz und auf –10 dB bei 5 kHz abgesenkt.

    Neutral

    Mit der Option „Leicht“ bleibt das Rauschen flach bis 14 kHz, steigt bis zum Maximum bei 17 kHz an und bleibt anschließend wieder flach bei höheren Frequenzen. Das Hintergrundrauschen klingt genauso wie ohne Rauschformung, ist aber etwa 11 dB leiser.

    Die Option „Stark“ bleibt flach bis 15,5 kHz und verschiebt alle Dithering-Störgeräusche in den Bereich oberhalb von 16 kHz (bzw. über den Wert, den Sie unter „Übergang“ festgelegt haben). Wenn der Übergang zu niedrig eingestellt ist, hören Menschen mit empfindlichem Gehör möglicherweise ein hohes Klingeln. Wenn Sie Audio mit 48 oder 96 kHz konvertieren, können Sie den Übergang allerdings weit über 20 kHz festlegen.

    Tipp: Wählen Sie eine neutrale Formung, um zu verhindern, dass im Hintergrundrauschen Klangfarben entstehen. Das Hintergrundrauschen ist bei dieser Rauschformung allerdings lauter als bei anderen Formen.

    U-förmig

    Die Option „Flach“ bleibt von 2 kHz bis 14 kHz weitgehend flach, wird aber im Bereich von 0 Hz lauter, da tiefe Frequenzen deutlich schlechter hörbar sind. Die Option „Mittel“ führt zu etwas mehr Rauschen in den Höhen über 9 kHz, damit das Rauschen unterhalb dieser Frequenz reduziert werden kann. Die Option „Tief“ erhöht das Rauschen über 9 kHz noch stärker, senkt es dafür aber im Bereich zwischen 2 und 6 kHz auch stärker ab.

    Gewichtet

    Die Option „Leicht“ versucht der menschlichen Wahrnehmung leiser Töne gerecht zu werden, indem das Rauschen vor allem im Bereich von 2 bis 6 kHz reduziert und im Bereich von 10 bis 14 kHz angehoben wird. Bei hohen Lautstärken ist das Rauschen möglicherweise deutlicher hörbar. Die Option „Stark“ reduziert den empfindlichsten Bereich zwischen 2 und 6 kHz gleichmäßiger, führt aber zu stärkerem Rauschen oberhalb von 8 kHz.

    Übergang

    Legt die Frequenz fest, ab der die Rauschformung einsetzt.

    Stärke

    Gibt die maximale Amplitude des Rauschens an, die einer Frequenz hinzugefügt wird.

    Adaptiver Modus

    Variiert die Rauschverteilung über die Frequenzen.

Verwenden von Vorgaben für die Abtastratenkonvertierung

Möchten Sie eine bestimmte Umwandlung für mehrere Dateien durchführen, können Sie Zeit sparen, indem Sie eine Vorgabe für die Abtastratenkonvertierung verwenden.

  1. Wählen Sie „Bearbeiten“ > „Sample-Typ umwandeln“.
  2. Passen Sie die Einstellungen nach Bedarf an.
  3. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Neue Vorgabe“ .

    Nachdem Sie eine Vorgabe erstellt haben, wird sie oben im Dialogfeld in der Liste der Vorgaben angezeigt. Wenn Sie eine Vorgabe löschen möchten, wählen Sie sie aus der Liste aus und klicken Sie auf die Schaltfläche „Löschen“ .

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