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Stabilisieren von Videomaterial mit der Verwackelungsreduzierung

Erfahre, wie du den Effekt „Verwackelungsreduzierung“ in Premiere Elements verwendest, um verwackelte Videos zu korrigieren. 

Die Verwackleungsreduzierung in Premiere Elements stabilisiert verwackeltes Videomaterial und macht es glatter und optisch ansprechender. Dieser Effekt ist besonders dann nützlich, wenn du an Handheld- oder Action-Aufnahmen arbeitest, bei denen die Kamera unruhig geführt wird. Die Verwackelungsreduzierung analysiert das Video automatisch und wendet eine Stabilisierung an, um die Effekte unerwünschter Bewegungen zu reduzieren und so ein professionelleres Video zu erstellen.

Stabilisieren mit dem Effekt „Verwackelungsreduzierung“

So stabilisierst du Bewegung mit dem Effekt „Verwackelungsreduzierung“:

  1. Wähle den Clip aus, den du stabilisieren möchtest.

  2. Öffne das Bedienfeld Effekte und wähle Videoeffekte aus. Suche unter Videoeffekte nach Verwackelungsreduzierung und ziehe den Effekt Verwackelungsreduzierung auf deinen Clip.

Hinweis:

Für die Verwackelungsreduzierung in Premiere Elements müssen die Clip-Abmessungen den Sequenzeinstellungen entsprechen. Falls der Clip nicht mit den Sequenzeinstellungen übereinstimmt, kannst du den Clip verschachteln und dann den Effekt „Verwackelungsreduzierung“ auf die Verschachtelung anwenden.

Verwackelungsreduzierung – Einstellungen

Analysieren: Du musst nicht auf diese Schaltfläche klicken, wenn du die Verwackelungsreduzierung zum ersten Mal anwendest, sie wird automatisch aktiviert. Die Schaltfläche „Analysieren“ bleibt abgeblendet, bis eine Änderung stattfindet. Beispiel: Wenn du die In- oder Out-Points einer Ebene anpasst oder eine Upstream-Änderung an der Ebenenquelle erfolgt. Klicke auf die Schaltfläche, um das Filmmaterial neu zu analysieren.

Abbrechen: Hiermit wird eine laufende Analyse abgebrochen. Während der Analyse werden Statusinformationen neben der Schaltfläche „Abbrechen“ angezeigt.

Hinweis:

Die Analyse berücksichtigt keine Effekte, die direkt auf denselben Clip angewendet werden.

Stabilisierung

Mit den Stabilisierungseinstellungen kannst du den Stabilisierungsvorgang anpassen.

  • Ergebnis: Steuert den beabsichtigten Zweck für das Filmmaterial („Ruhige Bewegung“ oder „Keine Bewegung“).

    • Ruhige Bewegung (Standard): Behält die ursprüngliche Kamerabewegung bei, macht sie jedoch ruhiger. Wenn du diese Option auswählst, wird die Option „Glättung“ ebenfalls aktiviert, mit der du steuern kannst, wie ruhig die Kamerabewegung wird.
    • Keine Bewegung: Versucht, sämtliche Kamerabewegungen aus der Aufnahme zu entfernen. Wenn diese Option ausgewählt ist, ist die Funktion „- Zuschneiden <-> + Glätten“ im Abschnitt „Erweitert“ deaktiviert. Diese Einstellung wird bei Filmmaterial verwendet, bei dem mindestens ein Teil des Hauptmotivs im Frame bleibt, um den gesamten Bereich zu analysieren.
  • Glättung: Bestimmt, wie stark die ursprüngliche Kamerabewegung stabilisiert wird. Bei geringeren Werten bleibt die ursprüngliche Kamerabewegung größtenteils erhalten, bei höheren Werten wird das Bild ruhiger. Bei Werten über 100 muss das Bild stärker zugeschnitten werden. Aktiviert, wenn unter „Zweck“ die Option „Ruhige Bewegung“ ausgewählt ist.

Ränder

Mit der Einstellung „Ränder“ kannst du anpassen, wie Ränder (die sich bewegenden Kanten) bei stabilisiertem Filmmaterial behandelt werden.

  • Rahmen: Hiermit wird gesteuert, wie die Kanten bei einem stabilisierten Ergebnis aussehen. Die folgenden Einstellungen sind verfügbar:

    • Nur stabilisieren: Zeigt den gesamten Frame inklusive der beweglichen Kanten an. Bei dieser Option siehst du, wie viel für die Bildstabilisierung getan wird, und kannst das Filmmaterial mit anderen Methoden zuschneiden. Wenn du diese Option auswählst, sind die Abschnitte „Auto-Skalierung“ und „- Zuschneiden <-> + Glätten“ deaktiviert.
    • Stabilisieren, Zuschneiden: Schneidet die beweglichen Kanten zu, ohne zu skalieren. „Stabilisieren, Zuschneiden“ entspricht der Option „Stabilisieren, Zuschneiden, Auto-Skalierung“ mit einem Wert für „Maximales Skalieren“ von 100 %. Wenn diese Option aktiviert ist, ist der Bereich „Auto-Skalierung“ deaktiviert, aber die Eigenschaft „- Zuschneiden <-> + Glätten“ ist aktiviert.
    • Stabilisieren, Zuschneiden (Standard): Schneidet die beweglichen Kanten zu und skaliert das Bild so, dass es den Frame wieder ausfüllt. Die automatische Skalierung wird von verschiedenen Eigenschaften im Abschnitt „Auto-Skalierung“ gesteuert.
    • Stabilisieren, Kanten synthetisieren: Füllt den leeren Bereich, der durch die beweglichen Kanten entstanden ist, mit Inhalt aus Frames von einem früheren und späteren Zeitpunkt aus (gesteuert durch „Synthese-Eingabebereich“ im Abschnitt „Erweitert“). Bei dieser Option sind die Abschnitte „Auto-Skalierung“ und „- Zuschneiden <-> + Glätten“ deaktiviert.
    Hinweis:

    Bei Bewegungen an der Kante des Frames, die nicht mit der Kamerabewegung in Zusammenhang stehen, kann es zum Auftreten von Artefakten kommen.

Erweitert

  • Detaillierte Analyse: Ist diese Option aktiviert, werden in der nächsten Analysephase zusätzliche Schritte unternommen, um nachzuverfolgende Elemente zu finden. Die resultierenden Daten (im Projekt als Teil des Effekts gespeichert) fallen wesentlich umfangreicher und langsamer aus, wenn diese Option aktiviert ist.

  • Schnelle Analyse: Hiermit kann Premiere Elements verwackeltes Filmmaterial wesentlich schneller analysieren, ohne dabei den eigentlichen Stabilisierungsvorgang zu verändern. Diese Option ist standardmäßig aktiviert. Du kannst bei Bedarf das Kontrollkästchen deaktivieren.

    Einstellungen zur Verwackelungsreduzierung

    Hinweis:

    Standardmäßig ist das Kontrollkästchen „Schnelle Analyse“ aktiviert. Du musst zunächst das Kontrollkästchen Schnelle Analyse deaktivieren, bevor du das Kontrollkästchen Detaillierte Analyse aktivierst. Auf diese Weise kannst du die ausgewählte Analyse verfolgen.

  • Rolling-Shutter-Kräuseln: Die Stabilisierung korrigiert automatisch das Kräuseln, das mit dem stabilisierten Rolling-Shutter-Material einhergeht. Der Standardwert ist „Automatische Reduzierung“. Verwende „Erweiterte Reduzierung“, wenn das Filmmaterial größere Kräuselwellen enthält. Wähle, je nachdem, welche Methode du verwenden willst, zwischen „Subspace-Warp“ und „Perspektive“.

  • - Zuschneiden <-> + Glätten: Steuert beim Zuschneiden den Kompromiss zwischen Glättung und Skalierung für das Zuschnitt-Rechteck, das über das stabilisierte Bild bewegt wird. Geringere Werte sind glatter, es wird jedoch mehr vom Bild angezeigt. Bei einem Wert von 100 % entspricht das Ergebnis dem der Option „Nur stabilisieren“ beim manuellen Zuschneiden.

  • Eingangsbereich für Synthese (Sekunden): Wird von „Stabilisieren, Kanten synthetisieren“ verwendet und steuert bei Frames, wie weit der Synthetisierungsvorgang in der Zeit vorwärts und zurück geht, um fehlende Pixel aufzufüllen.

  • Synthese – Weiche Kanten: Steuert das Ausmaß der weichen Kante bei synthetisierten Teilen. Die Option ist nur aktiviert, wenn für Frames die Funktion „Stabilisieren, Kanten synthetisieren“ ausgewählt ist. Verwende die Einstellung für weiche Kanten, um die Ränder zu glätten, die beim Aufeinandertreffen von synthetisierten Pixeln und dem ursprünglichen Frame entstehen.

  • Synthese – Kanten beschneiden: Beschneidet die Kanten jedes Frames, bevor dieser mit anderen Frames zusammengeführt wird, sofern für Frames die Option „Stabilisieren, Kanten synthetisieren“ ausgewählt ist. Verwende die Einstellung für das Beschneiden, um schlechte Kanten abzuschneiden, die häufig bei analogen Videoaufnahmen oder bei einer Optik mit geringer Qualität auftreten. Standardmäßig sind alle Kanten auf null Pixel eingestellt.

Workflow-Tipps zur Verwackelungsreduzierung

  1. Wende die Verwackelungsreduzierung an.

  2. Während die Verwackelungsreduzierung das Filmmaterial analysiert, kannst du Einstellungen anpassen oder an einem anderen Teil des Projekts arbeiten.

  3. Wähle Stabilisierung > Ergebnis > Keine Bewegung, wenn du sämtliche Kamerabewegungen komplett entfernen möchtest. Wähle Stabilisierung > Ergebnis > Ruhige Bewegung, wenn du einige der ursprünglichen Kamerabewegungen in der Aufnahme beibehalten möchtest.

  4. Wenn das Ergebnis gut ist, ist die Stabilisierung abgeschlossen. Falls nicht, führe einen oder mehrere der folgenden Schritte aus:

    • Wenn gelegentlich Kräusel-Verzerrungen auftreten und das Filmmaterial mit einer Rolling-Shutter-Kamera aufgezeichnet wurde, wähle unter „Erweitert“ > „Rolling-Shutter-Kräuseln“ die Einstellung „Erweiterte Reduzierung“.
    • Probiere es mit „Erweitert“ > „Detaillierte Analyse“.
  5. Wenn das Ergebnis zu stark zugeschnitten ist, reduziere den Wert unter „Glättung“ oder unter „- Zuschneiden <-> + Glätten“. Die Funktion „- Zuschneiden <-> + Glätten“ wird deutlich schneller ausgeführt, da sie keine Restabilisierungsphase umfasst.

  6. Wenn du einen Eindruck davon erhalten möchtest, wie stark die Stabilisierung tatsächlich eingreift, wähle unter „Rahmen“ die Option „Nur stabilisieren“.

Wenn du unter „Rahmen“ eine der Zuschneideoptionen gewählt hast und der Zuschneidevorgang sehr umfangreich ist, wird ein rotes Banner mit folgender Meldung angezeigt: „Stellen Sie zur Vermeidung eines übermäßigen Zuschneidens „Rahmen“ auf „Nur stabilisieren“ oder stellen Sie weitere Parameter ein.“ In diesem Fall kannst du unter „Rahmen“ entweder die Option „Nur stabilisieren“ oder „Stabilisieren, Kanten synthetisieren“ wählen. Außerdem hast du die Möglichkeit, den Wert der Option „- Zuschneiden <-> + Glätten“ oder den Wert unter „Glättung“ zu reduzieren.

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