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Wissenswertes zu Farben

  1. Illustrator-Benutzerhandbuch
  2. Illustrator kennenlernen
    1. Einführung in Illustrator
      1. Neue Funktionen in Illustrator
      2. Häufige Fragen
      3. Systemanforderungen für Illustrator
      4. Illustrator für Apple-Chip
    2. Arbeitsbereich
      1. Arbeitsbereich – Grundlagen
      2. Schneller lernen mit dem Bedienfeld „Entdecken“ in Illustrator
      3. Dokumente erstellen
      4. Symbolleiste
      5. Standardtastaturbefehle
      6. Anpassen von Tastaturbefehlen
      7. Einführung in Zeichenflächen
      8. Zeichenflächen verwalten
      9. Anpassen des Arbeitsbereichs
      10. Eigenschaftenbedienfeld
      11. Festlegen von Voreinstellungen
      12. Touch-Arbeitsbereich
      13. Unterstützung des Microsoft Surface Dial in Illustrator
      14. Rückgängig machen von Änderungen und Verwalten des Design-Verlaufs
      15. Drehen der Ansicht
      16. Lineale, Raster und Hilfslinien
      17. Barrierefreiheit in Illustrator
      18. Abgesicherter Modus
      19. Anzeigen von Bildmaterial
      20. Verwenden der Touch Bar in Illustrator
      21. Dateien und Vorlagen
    3. Werkzeuge in Illustrator
      1. Werkzeuge-Überblick
      2. Auswahl-Werkzeuge
        1. Auswahl
        2. Direktauswahl
        3. Gruppenauswahl
        4. Zauberstab
        5. Lasso
        6. Zeichenfläche
      3. Navigieren-Werkzeuge
        1. Hand
        2. Drehen der Ansicht
        3. Zoom
      4. Malwerkzeuge
        1. Verlauf
        2. Raster
        3. Formerstellung
      5. Textwerkzeuge
        1. Text
        2. Pfadtext
        3. Vertikaler Text
      6. Zeichnen-Werkzeuge
        1. Zeichenstift
        2. Ankerpunkt hinzufügen
        3. Ankerpunkt löschen
        4. Ankerpunkt
        5. Krümmung
        6. Liniensegment
        7. Rechteck
        8. Abgerundetes Rechteck
        9. Ellipse
        10. Polygon
        11. Stern
        12. Pinsel
        13. Tropfenpinsel
        14. Schraffur
        15. Shaper
        16. Slice
      7. Änderungswerkzeuge
        1. Drehen
        2. Reflektieren
        3. Skalieren
        4. Verbiegen
        5. Breite
        6. Frei transformieren
        7. Pipette
        8. Angleichen
        9. Radiergummi
        10. Schere
    4. Schnellaktionen
      1. Retro-Text
      2. Neon-leuchtender Text
      3. Old School Text
      4. Neu färben
      5. Skizze in Vektor umwandeln
  3. Illustrator auf dem iPad
    1. Einführung in Illustrator auf dem iPad
      1. Illustrator auf dem iPad – Übersicht
      2. Häufige Fragen zu Illustrator auf dem iPad
      3. Systemanforderungen | Illustrator auf dem iPad
      4. Funktionsumfang von Illustrator auf dem iPad
    2. Arbeitsbereich
      1. Arbeitsbereich von Illustrator auf dem iPad
      2. Touch-Kurzbefehle und Gesten
      3. Tastaturbefehle für Illustrator auf dem iPad
      4. Verwalten von App-Einstellungen
    3. Dokumente
      1. Arbeiten mit Dokumenten in Illustrator auf dem iPad
      2. Importieren von Photoshop- und Fresco-Dokumenten
    4. Auswählen und Anordnen von Objekten
      1. Erstellen von Wiederholungsobjekten
      2. Angleichen von Objekten
    5. Zeichnen
      1. Zeichnen und Bearbeiten von Pfaden
      2. Zeichnen und Bearbeiten von Formen
    6. Text
      1. Arbeiten mit Text und Schriftarten
      2. Erstellen von Text-Designs entlang eines Pfads
      3. Hinzufügen eigener Schriften
    7. Arbeiten mit Bildern
      1. Vektorisieren von Rasterbildern
    8. Farben
      1. Anwenden von Farben und Farbverläufen
  4. Cloud-Dokumente
    1. Grundlagen
      1. Arbeiten mit Illustrator-Cloud-Dokumenten
      2. Freigeben und gemeinsame Bearbeitung von Illustrator-Cloud-Dokumenten
      3. Dokumente fürs Review freigeben
      4. Upgraden des Cloud-Speicherplatzes für Adobe Illustrator
      5. Illustrator-Cloud-Dokumente | Häufige Fragen
    2. Fehlerbehebung
      1. Fehlerbehebung beim Erstellen oder Speichern von Problemen für Illustrator-Cloud-Dokumente
      2. Beheben von Problemen mit Illustrator-Cloud-Dokumenten
  5. Hinzufügen und Bearbeiten von Inhalten
    1. Zeichnen
      1. Zeichnen – Grundlagen
      2. Bearbeiten von Pfaden
      3. Zeichnen pixelgenauer Grafiken
      4. Zeichnen mit dem Zeichenstift-, Krümmungs- oder Buntstift-Werkzeug
      5. Zeichnen von einfachen Linien und Formen
      6. Bildnachzeichner
      7. Vereinfachen von Pfaden
      8. Definieren von Perspektivenrastern
      9. Symbol-Werkzeuge und Symbolsätze
      10. Anpassen von Pfadsegmenten
      11. Zeichnen einer Blume in fünf einfachen Schritten
      12. Perspektivisches Zeichnen
      13. Symbole
      14. Zeichnen von an Pixeln ausgerichteten Pfaden für Web-Workflows
    2. 3D-Objekte und -Materialien
      1. Grundlagen von 3D‑Effekten in Illustrator
      2. Erstellen von 3D‑Grafiken
      3. Zuordnen von Bildmaterial auf 3D-Objekte
      4. Erstellen von 3D-Text
    3. Farben
      1. Wissenswertes zu Farben
      2. Auswählen von Farben
      3. Verwenden und Erstellen von Farbfeldern
      4. Anpassen von Farben
      5. Verwenden des Bedienfelds „Adobe Color-Themen“
      6. Farbgruppen (Harmonien)
      7. Adobe Color-Themen-Bedienfeld
      8. Bildmaterial neu färben
    4. Malen
      1. Wissenswertes zum Malen
      2. Malen mit Flächen und Konturen
      3. Interaktive Malgruppen
      4. Verläufe
      5. Pinsel
      6. Transparenz und Füllmethoden
      7. Anwenden einer Kontur auf ein Objekt
      8. Erstellen und Bearbeiten von Mustern
      9. Raster
      10. Muster
    5. Auswählen und Anordnen von Objekten
      1. Auswählen von Objekten
      2. Ebenen
      3. Gruppieren und Umwandeln von Objekten
      4. Verschieben, Ausrichten und Verteilen von Objekten
      5. Übereinanderlegen von Objekten    
      6. Sperren, Ausblenden und Löschen von Objekten
      7. Kopieren und Duplizieren von Objekten
      8. Drehen und Spiegeln von Objekten
      9. Objekte verflechten
    6. Ändern der Form von Objekten
      1. Freistellen von Bildern
      2. Transformieren von Objekten
      3. Kombinieren von Objekten
      4. Ausschneiden, Aufteilen und Zuschneiden von Objekten
      5. Formraster
      6. Skalieren, Verbiegen und Verzerren von Objekten
      7. Angleichen von Objekten
      8. Verformen mit Hüllen
      9. Ändern der Form von Objekten mit Effekten
      10. Erstellen neuer Formen mit den Shaper- und Formerstellungswerkzeugen
      11. Verwenden von interaktiven Ecken
      12. Verbesserte Workflows zum Ändern von Formen mit Touch-Unterstützung
      13. Bearbeiten von Schnittmasken
      14. Interaktive Formen
      15. Erstellen von Formen mit dem Formerstellungswerkzeug
      16. Globale Bearbeitung
    7. Text
      1. Hinzufügen von Text und Arbeiten mit Textobjekten
      2. Erstellen von Aufzählungslisten und nummerierten Listen
      3. Verwalten des Textbereichs
      4. Schriftarten und Typografie
      5. Formatieren von Text
      6. Importieren und Exportieren von Text
      7. Formatieren von Absätzen
      8. Sonderzeichen
      9. Erstellen von Pfadtext
      10. Zeichen- und Absatzformate
      11. Registerkarten
      12. Text und Schrift
      13. Suchen von fehlenden Schriftarten (Typekit-Workflow)
      14. Aktualisieren von Text aus Illustrator 10
      15. Arabische und hebräische Schrift
      16. Schriftarten | Häufige Fragen und Tipps zur Fehlerbehebung
      17. Erstellen eines 3D-Texteffekts
      18. Kreative Typografie-Designs
      19. Skalieren und Drehen von Text
      20. Zeilen- und Zeichenabstand
      21. Silbentrennung und Zeilenumbrüche
      22. Textverbesserungen
      23. Rechtschreibungs- und sprachspezifische Wörterbücher
      24. Formatieren asiatischer Zeichen
      25. Setzer für asiatische Schriften
      26. Erstellen von Textdesigns mit Angleichungsobjekten
      27. Erstellen eines Textposters mithilfe des Bildnachzeichners
    8. Erstellen von Spezialeffekten
      1. Arbeiten mit Effekten
      2. Grafikstile
      3. Erstellen von Schlagschatten
      4. Aussehen-Attribute
      5. Erstellen von Zeichnungen und Mosaiken
      6. Schlagschatten, Schein und weiche Kanten
      7. Übersicht der Effekte
    9. Webgrafiken
      1. Empfehlungen zum Erstellen von Webgrafiken
      2. Diagramme
      3. SVG
      4. Erstellen von Animationen
      5. Slices und Imagemaps
  6. Importieren, Exportieren und Speichern
    1. Importieren
      1. Platzieren mehrerer Dateien
      2. Verwalten verknüpfter und eingebetteter Dateien
      3. Verknüpfungsinformationen
      4. Einbettung von Bildern aufheben
      5. Importieren von Bildmaterial aus Photoshop
      6. Importieren von Bitmap-Bildern
      7. Importieren von Adobe PDF-Dateien
      8. Importieren von EPS-, DCS- und AutoCAD-Dateien
    2. Creative Cloud-Bibliotheken in Illustrator 
      1. Creative Cloud-Bibliotheken in Illustrator
    3. Speichern
      1. Speichern von Grafiken
    4. Exportieren
      1. Verwenden von Illustrator-Grafiken in Photoshop
      2. Grafiken exportieren
      3. Sammeln von Elementen und Exportieren in Stapeln
      4. Dateien verpacken
      5. Erstellen von Adobe PDF-Dateien
      6. CSS extrahieren | Illustrator CC
      7. Adobe PDF-Optionen
      8. Dateiinformationen und Metadaten
  7. Drucken
    1. Vorbereitung für den Druck
      1. Einrichten von Dokumenten zum Drucken
      2. Ändern von Seitenformat und Ausrichtung
      3. Festlegen von Schnittmarken für das Zuschneiden oder Ausrichten
      4. Erste Schritte mit großen Arbeitsflächen
    2. Drucken
      1. Überdrucken
      2. Drucken mit Farbmanagement
      3. Drucken von PostScript-Dateien
      4. Druckvorgaben
      5. Druckermarken und Anschnitt
      6. Drucken und Speichern von transparentem Bildmaterial
      7. Überfüllen
      8. Drucken von Farbseparationen
      9. Drucken von Verläufen, Rastern und Farbübergängen
      10. Weiß überdrucken
  8. Automatisieren von Aufgaben
    1. Zusammenführen von Daten über das Variablenbedienfeld
    2. Automatisieren mit Skripten
    3. Automatisieren mit Aktionen
  9. Fehlerbehebung 
    1. Probleme beim Absturz
    2. Wiederherstellen von Dateien nach Absturz
    3. Dateiprobleme
    4. Unterstützte Dateiformate
    5. Probleme mit GPU-Gerätetreibern
    6. Probleme mit Wacom-Geräten
    7. Probleme mit DLL-Dateien
    8. Arbeitsspeicherprobleme
    9. Probleme mit der Voreinstellungendatei
    10. Schriftprobleme
    11. Druckerprobleme
    12. Absturzbericht an Adobe senden
    13. Leistung von Illustrator verbessern

Das Anwenden von Farben auf Bildmaterial ist ein häufig ausgeführter Arbeitsschritt in Adobe Illustrator. Voraussetzung dafür sind einige Grundkenntnisse über Farbmodelle und Farbmodi. Wenn Sie Farbe auf Bildmaterial anwenden, berücksichtigen Sie unbedingt das endgültige Ausgabemedium, damit Sie das richtige Farbmodell und die richtigen Farbdefinitionen verwenden. In dem mit zahlreichen Funktionen ausgestatteten Farbfeldbedienfeld sowie über das Farbhilfebedienfeld und das Dialogfeld „Farben bearbeiten/Bildmaterial neu färben“ in Illustrator können Sie problemlos experimentieren und Farben anwenden.

Farbmodelle beschreiben die Farben, mit denen Sie arbeiten und die in digitalen Grafiken angezeigt werden. Jedes Farbmodell, wie RGB, CMYK oder HSB, basiert auf einer anderen Methode zur Beschreibung und Klassifizierung der Farben. Farbmodelle verwenden numerische Werte zur Repräsentation des sichtbaren Farbspektrums. Ein Farbraum ist eine Variante eines Farbmodells mit einem bestimmten Umfang von Farben. So gibt es etwa innerhalb des RGB-Farbmodells die folgenden Farbräume: Adobe® RGB, sRGB und Apple® RGB. In jedem dieser Farbräume werden Farben über dieselben drei Achsen (R, G und B) definiert, der jeweilige Farbumfang ist jedoch verschieden.

Wissenswertes zu Farben in digitalen Grafiken

Zur Beschreibung der Farben, die in digitalen Grafiken angezeigt werden und mit denen wir arbeiten, werden Farbmodelle verwendet. Jedes Farbmodell, wie RGB, CMYK oder HSB, basiert auf einer anderen Methode zur Beschreibung und Klassifizierung der Farben. Farbmodelle verwenden numerische Werte zur Repräsentation des sichtbaren Farbspektrums. Ein Farbraum ist eine Variante eines Farbmodells mit einem bestimmten Umfang von Farben. So gibt es etwa innerhalb des RGB-Farbmodells die folgenden Farbräume: Adobe® RGB, sRGB und Apple® RGB. In jedem dieser Farbräume werden Farben über dieselben drei Achsen (R, G und B) definiert, der jeweilige Farbumfang ist jedoch verschieden.

Wenn Sie bei einer Grafik mit Farben arbeiten, passen Sie im Grunde die numerischen Werte in der Datei an. Sich Farben durch Zahlen repräsentiert vorzustellen, ist relativ einfach; diese numerischen Werte an sich repräsentieren jedoch keine absoluten Farben – sie haben lediglich eine Farbbedeutung innerhalb des Farbraums des Geräts, das die Farbe darstellt.

Weil jedes Gerät seinen eigenen Farbraum hat, kann es nur Farben in einem bestimmten Umfang reproduzieren. Beim Austauschen von Bildern zwischen Geräten können sich die Bildfarben ändern, da jedes Gerät die RGB- oder CMYK-Werte entsprechend dem eigenen Farbraum interpretiert. Es ist beispielsweise nicht möglich, eine absolute Übereinstimmung zwischen den auf einem Monitor angezeigten Farben und den Farben in einem Ausdruck eines Desktop-Druckers zu erzielen. Ein Drucker arbeitet im CMYK-Farbraum, während ein Monitor Farben in einem RGB-Farbraum darstellt. Der Farbumfang beider Geräte ist unterschiedlich. Bestimmte mit Druckfarben erzeugbare Farben können auf einem Monitor nicht angezeigt werden und einige auf dem Monitor darstellbare Farben wiederum lassen sich nicht mit Druckfarben reproduzieren.

Obwohl es nicht möglich ist, alle Farben auf verschiedenen Geräten perfekt abzustimmen, können Sie durch die Anwendung von Farbmanagement sicherstellen, dass die meisten Farben übereinstimmen oder zumindest sehr ähnlich sind und konsistent dargestellt werden.

Farbmodelle RGB, CMYK, HSB und Lab

RGB

Ein großer Teil des sichtbaren Spektrums kann durch Mischen von rot, grün und blau gefärbtem Licht (RGB) in verschiedenen Anteilen und Intensitäten dargestellt werden. Wenn sich diese drei Primärfarben überlagern, ergeben sich daraus die Sekundärfarben Cyan, Magenta und Gelb.

RGB-Farben werden als additive Farben bezeichnet, weil Weiß durch das Zusammenfügen von R, G und B entsteht (das Licht wird vollständig zum Auge zurückreflektiert). Additive Farben werden bei Computermonitoren, beim Fernsehen und bei der Beleuchtung eingesetzt. Ihr Bildschirm erzeugt Farbe durch Ausstrahlen von Licht durch rote, grüne und blaue Phosphorteilchen.

Additive Farben (RGB)
Additive Farben (RGB)

A. Rot B. Grün C. Blau 

Beim Arbeiten mit Farbwerten können Sie den RGB-Farbmodus verwenden, der auf dem RGB-Farbmodell basiert. Im RGB-Modus ist für jede RGB-Komponente ein Wertebereich von 0 (Schwarz) bis 255 (Weiß) möglich. Ein leuchtendes Rot hat beispielsweise einen Wert von 246 für R, 20 für G und 50 für B. Wenn der Wert aller drei Komponenten gleich ist, entsteht ein Grauton. Ist der Wert aller Komponenten 255, entsteht reines Weiß, ist der Wert 0, entsteht reines Schwarz.

Es gibt in Illustrator außerdem einen modifizierten RGB-Farbmodus, der als Websicheres RGB bezeichnet wird. Hier sind nur diejenigen RGB-Farben enthalten, die für den Einsatz im Internet geeignet sind.

CMYK

Während beim RGB-Modell eine Lichtquelle zum Reproduzieren von Farben erforderlich ist, basiert das CMYK-Modell auf der Lichtabsorptionsfähigkeit der Druckfarbe auf dem bedruckten Papier. Wenn weißes Licht auf lichtdurchlässige Druckfarben trifft, wird ein Teil des Farbspektrums absorbiert. Nicht absorbierte Farben werden zum Auge reflektiert.

Durch eine Kombination von Pigmenten aus reinem Cyan (C), Magenta (M) und Gelb (Y) entsteht Schwarz, da alle Farben absorbiert bzw. subtrahiert werden. CMYK-Farben werden daher als subtraktive Farben bezeichnet. Schwarze Druckfarbe (K) wird hinzugefügt, um eine höhere Schattendichte zu erzielen. (Der Buchstabe K wurde eingeführt, weil Schwarz die Basisfarbe – engl. key color – für die Registrierung anderer Farben ist und weil der für Schwarz – engl. black – in Frage kommende Buchstabe B auch für Blau steht.) Die Kombination dieser Farben zur Farbenreproduktion wird als Vierfarbendruck bezeichnet.

Subtraktive Farben (CMYK)
Subtraktive Farben (CMYK)

A. Cyan B. Magenta C. Gelb D. Schwarz 

Beim Arbeiten mit Farbwerten können Sie den CMYK-Farbmodus verwenden, der auf dem CMYK-Farbmodell basiert. Im CMYK-Modus ist für jede der CMYK-Prozessfarben ein Wertebereich von 0 bis 100 % möglich. Die hellsten Farben verfügen über niedrigere Prozentwerte der Prozessfarben, dunklere Farben über höhere Prozentwerte. Ein helles Rot kann beispielsweise 2 % Cyan, 93 % Magenta, 90 % Gelb und 0 % Schwarz enthalten. Bei CMYK-Objekten bewirken niedrigere Prozentwerte der Druckfarben eine Farbverschiebung in Richtung Weiß, höhere Prozentwerte dagegen in Richtung Schwarz.

Verwenden Sie den CMYK-Modus, wenn Sie ein Dokument vorbereiten, das mit Prozessfarben gedruckt werden soll.

HSB

Das HSB-Modell basiert auf der menschlichen Farbwahrnehmung und beschreibt drei Grundmerkmale von Farbe:

Farbton

Die Farbe, die von einem Objekt reflektiert wird oder durch ein Objekt hindurch scheint. Der Farbton wird als Gradzahl zwischen 0° und 360° auf dem Standard-Farbrad angegeben. Der Farbton wird meist mit dem Namen der Farbe (z. B. Rot, Orange oder Grün) bezeichnet.

Sättigung

Stärke oder Reinheit der Farbe (auch als Chrominanz bezeichnet). Sie beschreibt den Grauanteil im Verhältnis zum Farbton und wird als Prozentwert zwischen 0 % (Grau) und 100 % (voll gesättigt) gemessen. Auf dem Standard-Farbrad nimmt die Sättigung von der Mitte zum Rand hin zu.

Helligkeit

Relative Helligkeit oder Dunkelheit der Farbe, die meist als Prozentwert zwischen 0 % (Schwarz) und 100 % (Weiß) gemessen wird.

HSB-Farbmodell
HSB-Farbmodell

A. Farbton B. Sättigung C. Helligkeit 

Lab

Das CIE Lab-Farbmodell basiert auf der menschlichen Farbwahrnehmung. Es ist eines von mehreren Farbmodellen, die von der Commission Internationale d’Eclairage (CIE) geschaffen wurden, einer Organisation, die sich der Entwicklung von Normen für alle Aspekte der Lichtmessung widmet.

Die numerischen Werte des Lab-Modells beschreiben alle Farben, die eine mit normalem Sehvermögen ausgestattete Person wahrnimmt. Da das Lab-Modell beschreibt, wie eine Farbe aussieht, statt festzulegen, wie viel eines bestimmten Farbstoffs ein Gerät (z. B. ein Monitor, Desktop-Drucker oder eine Digitalkamera) zur Darstellung von Farben benötigt, gilt das Lab-Modell als geräteunabhängiges Farbmodell. Farbmanagementsysteme verwenden das Lab-Modell als Farbreferenz, um eine Farbe zuverlässig aus einem Farbraum in einen anderen zu transformieren.

In Illustrator können Sie das Lab-Modell für die Erstellung, Anzeige und Ausgabe von Vollton-Farbfeldern verwenden. Es können jedoch keine Dokumente im Lab-Modus erstellt werden.

Graustufen

Beim Graustufen-Modell werden schwarze Farbtöne für die Darstellung eines Objekts verwendet. Jedes Pixel eines Objekts mit Graustufen hat einen Helligkeitswert zwischen 0 % (Weiß) und 100 % (Schwarz). Bilder, die mit einem Schwarzweiß- oder Graustufen-Scanner erstellt wurden, werden mit dem Graustufen-Modell angezeigt.

Mit dem Graustufen-Modell können Sie farbiges Bildmaterial in hochwertiges Bildmaterial in Schwarzweiß konvertieren. In diesem Fall ignoriert Illustrator alle Farbinformationen im ursprünglichen Bildmaterial. Die Graustufen (Schattierungen) der konvertierten Objekte repräsentieren die Luminanz der ursprünglichen Objekte.

Wenn Sie ein Graustufenobjekt in ein RGB-Objekt konvertieren, werden den drei Farbwerten des Pixels die vorherigen Graustufenwerte des Pixels zugewiesen. Sie können ein Graustufenobjekt auch in ein CMYK-Objekt konvertieren.

Graustufen

Farbräume und Farbumfänge

Ein Farbraum ist ein Bereich von Farben innerhalb des sichtbaren Spektrums. Ein Farbraum kann auch eine Variante eines Farbmodells sein. Adobe RGB, Apple RGB und sRGB sind Beispiele für verschiedene Farbräume, die auf demselben Farbmodell basieren.

Farbumfänge verschiedener Farbräume
Farbumfänge verschiedener Farbräume

A. Visueller Umfang B. RGB-Farbraum C. CMYK-Farbraum 

Der Farbbereich, den ein Farbraum umfasst, wird als Farbumfang bezeichnet. Verschiedene Geräte (Computermonitor, Scanner, Desktop-Drucker, Druckermaschine, Digitalkamera) in Ihrem Workflow arbeiten in unterschiedlichen Farbräumen und verfügen jeweils über einen individuellen Farbumfang. Einige Farben im Farbumfang Ihres Computermonitors sind zum Beispiel nicht im Farbumfang des Tintenstrahldruckers enthalten und umgekehrt. Kann eine Farbe von einem Gerät nicht dargestellt werden, liegt sie außerhalb des Farbraums dieses Geräts. Mit anderen Worten: Die Farbe ist außerhalb des Farbumfangs.

Vollton- und Prozessfarben

Sie können entweder mit Vollton- oder mit Prozessfarben arbeiten. Dies sind die beiden wichtigsten Druckfarbtypen im Druck- und Grafikgewerbe. Im Farbfelderbedienfeld wird der Farbtyp einer Farbe durch ein Symbol neben dem Farbnamen angezeigt.

Denken Sie beim Anwenden von Farbe auf Pfade und Frames stets an das Endmedium, in dem die Grafik veröffentlicht wird, damit Sie Farben aus dem am besten geeigneten Farbmodus wählen.

Hinweis:

Wenn Sie im Rahmen Ihres Farb-Workflows Dokumente zwischen verschiedenen Geräten übertragen müssen, sollten Sie ein Farbmanagementsystem verwenden, um konstante Farben im gesamten Prozess zu gewährleisten.

Wissenswertes zu Volltonfarben

Eine Volltonfarbe ist eine speziell vorgemischte Druckfarbe, die anstelle von oder zusätzlich zu Prozessdruckfarben verwendet wird und für die eine eigene Druckplatte in einer Druckmaschine erforderlich ist. Volltonfarben eignen sich, wenn nur wenige Farben verwendet werden und die Farbgenauigkeit wichtig ist. Mit Volltonfarben können auch Farben präzise reproduziert werden, die außerhalb des Farbumfangs von Prozessfarben liegen. Wie die Volltonfarbe letztendlich im Ausdruck aussieht, hängt jedoch von der in der Druckerei gemischten Druckfarbe und dem verwendeten Papier ab, nicht von den angegebenen Farbwerten oder dem Farbmanagement. Wenn Sie Werte für eine Volltonfarbe angeben, beschreiben Sie nur die Farbsimulation auf Ihrem Monitor und Drucker (abhängig vom Farbumfang dieser Geräte).

Bedenken Sie bei der Auswahl von Volltonfarben folgende Punkte:

  • Bei gedruckten Dokumenten werden optimale Ergebnisse erzielt, wenn Sie eine Volltonfarbe aus dem Farbsystem angeben, mit der Ihre Druckerei arbeitet. Zum Lieferumfang der Software gehören verschiedene Bibliotheken für Farbabstimmungssysteme.

  • Verwenden Sie möglichst wenige Volltonfarben. Für jede Volltonfarbe ist eine zusätzliche Druckplatte in der Druckmaschine erforderlich, was zu höheren Druckkosten führt. Wenn Sie voraussichtlich mehr als vier Farben benötigen, sollten Sie den Einsatz von Prozessfarben für Ihr Dokument erwägen.

  • Wenn ein Objekt Volltonfarben enthält und ein anderes Objekt mit Transparenzkomponenten überlappt, kann es beim Exportieren in das EPS-Format, beim Konvertieren von Vollton- in Prozessfarben über das Dialogfeld „Drucken“ und beim Erstellen von Farbseparationen in einer anderen Anwendung als Illustrator oder InDesign zu unerwünschten Ergebnissen kommen. Es empfiehlt sich, die Auswirkungen der Transparenzreduzierung vor dem Drucken anhand eines Digitalproofs in der Reduzierungs- oder Separationsvorschau zu prüfen. Zusätzlich können Sie die Volltonfarben mit dem Druckfarben-Manager in InDesign vor dem Drucken oder Exportieren in Prozessfarben konvertieren.

  • Sie können eine Volltondruckplatte verwenden, um Dokumentbereiche in Prozessfarben mit einer Lackschicht zu versehen. In diesem Fall werden für den Druckauftrag insgesamt fünf Druckfarben verwendet: vier Prozessfarben und ein Volltonlack.

Wissenswertes zu Prozessfarben

Eine Prozessfarbe wird als Kombination aus vier Standard-Prozessfarben gedruckt: Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (Cyan, Magenta, Yellow and Black = CMYK). Verwenden Sie Prozessfarben, wenn für einen Druckauftrag (z. B. bei Farbfotos) so viele Farben erforderlich sind, dass einzelne Volltondruckfarben zu teuer oder zu umständlich wären.

Bedenken Sie bei der Auswahl von Prozessfarben folgende Punkte:

  • Um bei qualitativ hochwertigen Druckdokumenten optimale Ergebnisse zu erzielen, sollten Sie für Prozessfarben die CMYK-Werte verwenden, die in entsprechenden Referenztabellen angegeben sind. Diese Tabellen können z. B. über Druckereien bezogen werden.

  • Die endgültigen Farbwerte einer Prozessfarbe sind ihre Werte in CMYK. Wenn Sie also eine Prozessfarbe im RGB-Modus (LAB-Modus in InDesign) festlegen, werden diese Farbwerte beim Drucken von Farbseparationen in CMYK konvertiert. Diese Konvertierungen differieren in Abhängigkeit von den Farbmanagement-Einstellungen und vom Dokumentprofil.

  • Legen Sie eine Prozessfarbe nur dann anhand ihres Erscheinungsbildes auf dem Bildschirm fest, wenn Sie ein Farbmanagementsystem korrekt eingerichtet haben und dessen Beschränkungen bei der Farbvorschau verstehen.

  • Vermeiden Sie Prozessfarben in Dokumenten, die nur für die Online-Anzeige bestimmt sind, da CMYK einen kleineren Farbumfang als ein typischer Bildschirm hat.

  • In Illustrator und InDesign können Sie Prozessfarben als globale oder nicht globale Farben definieren. In Illustrator bleiben globale Prozessfarben mit einem Farbfeld im Farbfelderbedienfeld verknüpft. Wird das Farbfeld einer globalen Prozessfarbe geändert, werden alle Objekte aktualisiert, auf die diese Farbe angewendet wurde. Nicht globale Prozessfarben werden im Dokument nicht automatisch aktualisiert, wenn die Farbe bearbeitet wird. Prozessfarben sind standardmäßig nicht global. Wenn Sie in InDesign ein Farbfeld auf Objekte anwenden, wird dieses automatisch als globale Prozessfarbe angewendet. Nicht globale Farbfelder sind unbenannte Farben, die Sie im Farbbedienfeld bearbeiten können.

Hinweis:

Ob eine Prozessfarbe global ist oder nicht, hat lediglich Auswirkungen darauf, wie die Farbe auf Objekte aufgetragen wird. Die Eigenschaft hat keine Auswirkungen auf Farbseparationen oder auf das Verhalten der Farben bei Verwendung der Datei in anderen Anwendungen.

Kombinieren von Vollton- und Prozessfarben

Manchmal können für Druckaufträge sowohl Vollton- als auch Prozessfarben verwendet werden. In einem Jahresbericht könnte das Unternehmenslogo z. B. in einer Volltonfarbe gedruckt werden, während für Fotos auf derselben Seite Prozessfarben verwendet werden. Sie können auch eine Volltondruckplatte verwenden, um Dokumentbereiche in Prozessfarben mit einer Lackschicht zu versehen. In beiden Fällen werden für den Druckauftrag insgesamt fünf Druckfarben verwendet: vier Prozessfarben und eine Volltonfarbe bzw. ein Lack.

In InDesign können Sie Prozess- und Volltonfarben mischen, um gemischte Druckfarben zu erstellen.

Farben in InDesign und Illustrator im Vergleich

Adobe InDesign und Adobe Illustrator verwenden etwas unterschiedliche Methoden zum Anwenden benannter Farben. In Illustrator können Sie eine benannte Farbe als global oder nicht global definieren, während InDesign alle unbenannten Farben als nicht globale Prozessfarben behandelt.

Die InDesign-Äquivalente für globale Farben sind Farbfelder. Mithilfe von Farbfeldern lässt sich die Farbzusammenstellung leichter ändern, ohne jedes Objekt einzeln suchen und anpassen zu müssen. Dies ist besonders bei standardisierten, produktionsorientierten Dokumenten wie Zeitschriften nützlich. Da InDesign-Farben mit Farbfeldern im Farbfelderbedienfeld verknüpft sind, wirkt sich jede Änderung an einem Farbfeld auf alle Objekte aus, denen eine Farbe zugewiesen wurde.

Das InDesign-Äquivalent für nicht globale Farbfelder sind unbenannte Farben. Unbenannte Farben werden nicht im Farbfelderbedienfeld angezeigt und auch nicht automatisch im gesamten Dokument aktualisiert, wenn die Farbe im Farbbedienfeld geändert wird. Sie können eine unbenannte Farbe aber zu einem späteren Zeitpunkt in das Farbfelderbedienfeld aufnehmen.

Benannte und unbenannte Farben wirken sich nur darauf aus, wie eine bestimmte Farbe in Ihrem Dokument aktualisiert wird und nicht darauf, wie Farben separiert werden oder sich verhalten, wenn sie zwischen Anwendungen verschoben werden.

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