Beschleunigung bezieht sich auf die allmähliche Geschwindigkeitszunahme oder -abnahme während einer Animation, die Ihre Tweens realistischer bzw. natürlicher aussehen lassen. Verwenden Sie die Beschleunigung, um besondere Bewegungen für Animationsaufgaben wie Zufallsbewegungen oder das Aufprallen eines Balls anzuwenden. Sie können Beschleunigungen anwenden, um Geschwindigkeitszunahmen oder -abnahmen natürlicher aussehen zu lassen, indem Sie allmählich den Änderungsgrad mit einer einfachen Beschleunigungskurve anpassen. Sie können Beschleunigungen zur Erzeugung zufälliger Auftreten einer der Eigenschaften wie X und Y hinzufügen und somit für eine „unruhige“ Bewegung sorgen.

Hinzufügen von vorkonfigurierten und benutzerdefinierten Beschleunigungen zu Bewegungs-Tweens

Animate CC bietet zwei Methoden zur Anwendung von Beschleunigung auf einen Bewegungs-Tween.

  • Sie können einen Beschleunigungswert für jedes Bewegungs-Tween mithilfe des Beschleunigungsreglers im Bewegungseigenschafteninspektor angeben.
  • Sie können den Bewegungs-Editor zur Anwendung einer vorkonfigurierten oder benutzerdefinierten Beschleunigung auf eine oder mehrere Eigenschaften verwenden.

Anwenden von Beschleunigung auf einen Bewegungs-Tween mithilfe des Bewegungseigenschafteninspektors:

  1. Erstellen Sie eine Datei mit dem Namen motionease.fla.
  2. Erstellen Sie eine Grafik mit einem der Zeichenwerkzeuge, wählen Sie alle Grafiken aus und klicken Sie dann mit der rechten Maustaste/bei gedrückter Befehlstaste und wählen Sie „Bewegungs-Tween“ erstellen aus. Klicken Sie auf „OK“, um die Zeichnung in ein Symbol zu konvertieren. Es werden Bilder mit einer Länge von einer Sekunde zur Zeitleiste hinzugefügt, bei Bedarf können Sie jedoch auch das Ende des Tween-Bereichs auf eine Länge von mindestens 24 Bildern ziehen.
  3. Verschieben Sie den Abspielkopf auf das letzte Bild des Tween-Bereichs, und verschieben Sie dann die Instanz an eine andere Position auf der Bühne.
  4. Wählen Sie den Tween-Bereich aus und ziehen Sie den Beschleunigungs-Hot Text (den blauen Text neben „Beschleunigung“) im Bewegungseigenschafteninspektor. Sie können auch einen Wert eingeben, um die Änderungsrate zwischen getweenten Bildern anzupassen.
  5. So beginnen Sie mit dem Bewegungs-Tween und beschleunigen es gegen Ende der Animation:
    • Ziehen Sie den Hot Text, um einen negativen Wert zwischen -1 und -100 einzugeben.
    • Ziehen Sie den Hot Text, um einen positiven Wert zwischen 1 und 100 einzugeben.
  6. Wählen Sie „Steuerung“ > „Film testen“ aus, um die Animation zu testen. Beobachten Sie, wie die Tween-Punkte auf der Bühne in der Authoring-Umgebung aktualisiert werden, nachdem Sie die Beschleunigung angewendet haben.
  1. Führen Sie einen Bildlauf nach unten zum Abschnitt „Beschleunigung“ durch und ändern Sie die Anzahl der Sprünge auf 5.

Siehe auch

Beschleunigungen im Bewegungs-Editor

Nachdem Sie eine Beschleunigung auf eine grafisch darstellbare Eigenschaft anwenden, wird jeglicher Hot Text in der Wertkategorie abgeblendet. Die Beschleunigungsgleichung steuert den Hot Text (Tween-Werte); dabei gelten Einschränkungen für die zulässigen Werte. Bearbeiten Sie stattdessen die durchgehende Kurve des Diagramms mit Steuerpunkten oder anderen Bézier-Bearbeitungswerkzeugen. Alternativ können Sie die Beschleunigung deaktivieren und die Hot Text-Steuerungen verwenden, danach die Beschleunigung erneut aktivieren und das Ergebnis Ihrer Änderungen anzeigen.

Hinzufügen einer benutzerdefinierten Beschleunigung zu einem Bewegungs-Tween

Erstellen Sie anhand eines Diagramms im Bewegungs-Editor eine eigene benutzerdefinierte Beschleunigung. Sie können die benutzerdefinierte Beschleunigung auch auf eine beliebige Eigenschaft Ihrer getweenten Instanz anwenden.

Das benutzerdefinierte Beschleunigungsdiagramm zeigt den Grad der Bewegung im Zeitverlauf. Die horizontale Achse stellt die Bilder dar, und die vertikale Achse stellt den prozentualen Änderungswert des Tweens dar. Der erste Wert in der Animation beträgt 0 %, und das letzte Schlüsselbild kann auf einen Wert zwischen 0 und 100 % gesetzt werden. Die Neigung der Kurve im Diagramm stellt die Änderungsrate der getweenten Instanz dar. Wenn Sie im Diagramm eine horizontale Linie (ohne Krümmung) erstellen, beträgt die Geschwindigkeit null. Eine vertikale Linie im Diagramm verursacht eine abrupte Änderung.

  1. Erstellen Sie ein Bewegungs-Tween.
  2. Wählen Sie den Tween-Bereich in der Zeitleiste aus und öffnen Sie den Bewegungs-Editor.
  3. Führen Sie einen Bildlauf zur Kategorie „Beschleunigung“ durch, klicken Sie auf die Schaltfläche „Hinzufügen“ und wählen Sie dann im Menü die Option „Benutzerdefiniert“ aus.

     

Modifizieren und Anwenden einer Beschleunigung

Sie können die benutzerdefinierte Beschleunigung anhand von standardmäßigen Bézier-Bearbeitungselementen in anderen Eigenschaftendiagrammen im Bewegungs-Editor bearbeiten. Verwenden Sie diese Funktion, um eine benutzerdefinierte Kurve zu erstellen, die Sie verwenden können, um zwischen Schlüsselbildern zu beschleunigen. 

Um die benutzerdefinierte Beschleunigung auf eine Eigenschaft anzuwenden, wählen Sie den Namen der benutzerdefinierten Beschleunigung im Menü „Beschleunigung“ aus. Das Eigenschaftendiagramm wird durch eine gestrichelte Kurve aktualisiert, die die Tween-Istwerte nach Anwendung der Beschleunigung anzeigt.

Kopieren und Speichern von benutzerdefinierten Beschleunigungen

Verwenden Sie eine der folgenden Methoden, um Ihre benutzerdefinierten Beschleunigungen in anderen Tween-Instanzen oder auch Dokumenten wiederzuverwenden:

  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Diagramm der benutzerdefinierten Beschleunigung (außerhalb der Kurve in der Grafik) und wählen Sie „Kurve kopieren“ aus. Fügen Sie dann in der zweiten Instanz eine benutzerdefinierte Beschleunigung hinzu, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Diagramm der benutzerdefinierten Beschleunigung und wählen Sie „Kurve einfügen“ aus. Sie können das Diagramm in einem beliebigen nicht-räumlichen Eigenschaftendiagramm einfügen.
  • Speichern Sie die benutzerdefinierte Beschleunigung in einer Bewegungsvoreinstellung. 

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