Öffnen von QuarkXPress-Dateien in InDesign

InDesign kann Dokument- und Vorlagendateien aus QuarkXPress 3.3 oder 4.1x konvertieren. InDesign kann auch Dokument- und Vorlagendateien aus mehrsprachigen QuarkXPress Passport 4.1x-Dateien konvertieren, sodass es nicht länger notwendig ist, diese Dateien zuerst als einsprachige Dateien zu speichern. (Zum Konvertieren von Dokumenten aus QuarkXPress 5.0 oder höher müssen Sie die Dokumente in QuarkXPress öffnen und im 4.0-Format speichern.)

Weitere Informationen finden Sie im QuarkXPress-Konvertierungshandbuch (PDF) unter www.adobe.com/go/learn_quarkconv_de.

Öffnen eines Dokuments oder einer Vorlage aus QuarkXPress

  1. Vergewissern Sie sich, dass die Originaldatei geschlossen ist.
  2. Um sicherzustellen, dass alle Verknüpfungen erhalten bleiben, kopieren Sie alle verknüpften Dateien in denselben QuarkXPress-Dokumentordner.
  3. Wählen Sie in InDesign „Datei“ > „Öffnen“.
  4. Wählen Sie unter Windows im Menü „Dateityp“ die Option „QuarkXPress (3.3-4.1x)“ oder „QuarkXPress Passport (4.1x)“.
  5. Wählen Sie eine Datei aus und klicken Sie auf „Öffnen“.

    Hinweis:

    Wenn eine Datei oder ein bestimmter Teil einer Datei von InDesign nicht konvertiert werden kann, werden in einer Warnmeldung die Gründe für das Scheitern und das Ergebnis der Konvertierung angezeigt.

  6. Führen Sie in diesem Fall einen der folgenden Schritte aus:
    • Klicken Sie auf „Speichern“, um die Warnungen in einer Textdatei zu speichern, und öffnen Sie die Datei anschließend in InDesign.

    • Klicken Sie auf „Schließen“, um das Dialogfeld zu schließen, und öffnen Sie die Datei in InDesign.

  7. Um eine bessere Konvertierung der QuarkXPress-Umfließen-Einstellungen in InDesign-Konturenführungen zu erreichen, gehen Sie in InDesign wie folgt vor:
    • Aktivieren Sie im Dialogfeld „Voreinstellungen“ im Bereich „Komposition“ die Option „Konturenführung wirkt sich nur auf Text unterhalb aus“.

    • Weisen Sie einem oder mehreren Absätzen über das Menü des Absatzbedienfeldes den Adobe Einzeilen-Setzer zu.

Hinweis:

Wenn mit dem konvertierten QuarkXPress-Dokument Probleme auftreten, verwenden Sie das Dialogfeld „Exportieren“, um das Dokument im InDesign Markup-Format (IDML) zu speichern. Öffnen Sie dann die IDML-Datei und speichern Sie sie als InDesign-Dokument.

Speichern einer QuarkXPress-Vorlage als InDesign-Vorlage

  1. Öffnen Sie die Vorlage in InDesign.
  2. Wählen Sie „Datei“ > „Speichern unter“ und geben Sie den Speicherort und einen Dateinamen an.
  3. Wählen Sie im Dialogfeld „Speichern unter“ unter „Dateityp“ (Windows) bzw. „Format“ (Mac OS) die Option „InDesign-Vorlage“ und klicken Sie auf „Speichern“.

Aus QuarkXPress konvertierte Elemente

Wenn Sie eine QuarkXPress-Datei öffnen, werden die ursprünglichen Daten in InDesign-Daten umgewandelt:

  • Textfelder werden in InDesign-Textrahmen umgewandelt.

Hinweis:

Damit die in QuarkXPress festgelegten Umfließen-Einstellungen korrekt in InDesign-Konturenführungen umgewandelt werden, aktivieren Sie im Dialogfeld „Voreinstellungen“ im Bereich „Komposition“ die Option „Konturenführung wirkt sich nur auf Text unterhalb aus“.

  • QuarkXPress-Stilvorlagen werden in InDesign-Formate konvertiert.
  • Da in QuarkXPress andere Farbprofile verwendet werden, werden diese in InDesign ignoriert.
  • Text- und Grafikverknüpfungen bleiben erhalten und werden im Verknüpfungenbedienfeld angezeigt.

Hinweis:

Eingebettete Grafiken, also Grafiken, die dem Originaldokument über die Zwischenablage hinzugefügt wurden, werden nicht umgewandelt. Weitere Informationen zu eingebetteten Grafiken finden Sie unter Verknüpfungen und eingebettete Bilder.

Hinweis:

OLE und Quark XTensions werden von InDesign nicht unterstützt. Daher werden OLE- oder Quark XTensions-Grafiken nach dem Öffnen der entsprechenden Datei in InDesign nicht angezeigt. Wenn Ihr QuarkXPress-Dokument nicht konvertiert wird, überprüfen Sie das Original und entfernen Sie alle Objekte, die mit einer XTension erstellt wurden. Speichern Sie anschließend das Dokument und versuchen Sie dann erneut, die Datei zu konvertieren.

  • Alle Musterseiten und Ebenen werden in InDesign-Musterseiten und -Ebenen umgewandelt.

  • Alle Musterseitenobjekte und QuarkXPress-Hilfslinien werden auf den entsprechenden InDesign-Musterseiten platziert.

  • Gruppierte Objekte bleiben gruppiert, sofern keine nicht druckenden Elemente in der Gruppe enthalten sind.

  • Alle Konturen und Linien (einschließlich Absatzlinien) werden in die Konturenstile konvertiert, denen sie am ehesten entsprechen. Benutzerdefinierte Konturen und Striche in QuarkXPress werden in InDesign-eigene benutzerdefinierte Konturen und Striche konvertiert.

Farben werden exakt in InDesign-Farben konvertiert, außer in folgenden Fällen:

  • Aus mehreren Druckfarben bestehende Farben aus QuarkXPress werden in InDesign den entsprechenden Mischdruckfarben zugeordnet, sofern die Originalfarbe nicht mindestens eine Volltonfarbe enthält. Wenn dies der Fall ist, wird die Originalfarbe in eine Prozessfarbe konvertiert.

  • QuarkXPress 4.1-Farben aus der Farbbibliothek werden anhand ihrer CMYK-Werte konvertiert.

  • QuarkXPress 3.3-HSB-Farben werden in RGB konvertiert und Farben aus der Farbbibliothek werden anhand ihrer CMYK-Werte konvertiert.

  • QuarkXPress 4.1-HSB- und -LAB-Farben werden in RGB konvertiert und Farben aus der Farbbibliothek werden anhand ihrer RGB-/CMYK-Werte konvertiert.

Informationen zu anderen Konvertierungsproblemen finden Sie in den Support-Dokumenten auf der Adobe-Website unter www.adobe.com/de/support.

Konvertieren von PageMaker-Dokumenten

InDesign kann Dokument- und Vorlagendateien aus Adobe PageMaker 6.0 und höher konvertieren. Wenn Sie eine PageMaker-Datei öffnen, werden die ursprünglichen Dateiinformationen in native InDesign-Daten konvertiert. InDesign-Dateien werden mit der Dateinamenerweiterung „.indd“ gespeichert.

Hinweis:

Weitere Informationen finden Sie im PageMaker-Konvertierungshandbuch (PDF) unter www.adobe.com/go/learn_pmconv_de.

Vor dem Öffnen des Dokuments in InDesign sollten Sie die folgenden vorbereitenden Schritte ausführen:

  • Wenn sich die PageMaker-Datei oder mit ihr verknüpfte Grafiken auf einem Netzwerkserver, einer Diskette oder einem Wechsellaufwerk befinden, kann die Datei möglicherweise nicht korrekt geöffnet werden, falls es bei der Datenübertragung zu einer Unterbrechung kommt. Um Datenübertragungsprobleme zu vermeiden, kopieren Sie Dokumente und ihre Verknüpfungen auf die Festplatte, idealerweise in den gleichen Ordner, in dem die PageMaker-Satzdatei gespeichert ist, bevor Sie sie in InDesign öffnen.

  • Verwenden Sie den Befehl „Speichern unter“ in PageMaker, um nicht benötigte verborgene Daten zu löschen.

  • Um sicherzustellen, dass alle Verknüpfungen erhalten bleiben, kopieren Sie alle verknüpften Dateien in denselben Ordner, in dem die PageMaker-Satzdatei gespeichert ist.

  • Stellen Sie sicher, dass in InDesign alle benötigten Schriftarten zur Verfügung stehen.

  • Reparieren Sie fehlerhafte Grafikverknüpfungen in der PageMaker-Satzdatei.

  • Wenn beim Konvertieren großer PageMaker-Dokumente Probleme auftreten, konvertieren Sie die PageMaker-Datei in Teilen, um so das Problem zu isolieren.

Hinweis:

Wenn Sie ein beschädigtes PageMaker-Dokument in PageMaker nicht öffnen können, versuchen Sie, es in InDesign zu öffnen. InDesign kann die meisten Dokumente wiederherstellen, die von PageMaker nicht geöffnet werden können.

Öffnen eines Dokuments oder einer Vorlage aus PageMaker

  1. Vergewissern Sie sich, dass die Originaldatei geschlossen ist.

  2. Wählen Sie in InDesign „Datei“ > „Öffnen“.

  3. Wählen Sie unter Windows im Menü „Dateityp“ die Option „PageMaker (6.0-7.0)“.

  4. Wählen Sie eine Datei aus und klicken Sie auf „Öffnen“.

    Hinweis:

    Wenn eine Datei oder ein bestimmter Teil einer Datei von InDesign nicht konvertiert werden kann, werden in einer Warnmeldung die Gründe für das Scheitern und das Ergebnis der Konvertierung angezeigt.

  5. Führen Sie in diesem Fall einen der folgenden Schritte aus:

    • Klicken Sie auf „Speichern“, um die Warnungen in einer Textdatei zu speichern, und öffnen Sie die Datei anschließend in InDesign.

    • Klicken Sie auf „Schließen“, um die Datei in InDesign zu öffnen, ohne die Textdatei zu speichern.

Hinweis:

Wenn mit dem konvertierten PageMaker-Dokument Probleme auftreten, verwenden Sie das Dialogfeld „Exportieren“, um das Dokument im InDesign Markup-Format (IDML) zu speichern. Öffnen Sie dann die IDML-Datei und speichern Sie sie als InDesign-Dokument.

Speichern einer PageMaker-Vorlage als InDesign-Vorlage

  1. Öffnen Sie die Vorlage in InDesign.

  2. Wählen Sie „Datei“ > „Speichern unter“ und geben Sie den Speicherort und einen Dateinamen an.

  3. Wählen Sie im Dialogfeld „Speichern unter“ unter „Dateityp“ (Windows) bzw. „Format“ (Mac OS) die Option „InDesign-Vorlage“ und klicken Sie auf „Speichern“.

Hinweise für das Konvertieren von PageMaker-Dateien

Beachten Sie Folgendes:

  • Alle Musterseiten und Ebenen werden in InDesign-Musterseiten und -Ebenen umgewandelt. Standardseiten in PageMaker werden in InDesign-Musterseiten umgewandelt und behalten sämtliche Objekte (wie Seitennummerierung und Hilfslinien) bei. Um die Anordnung sich überlappender Objekte beizubehalten, erstellt InDesign beim Umwandeln einer PageMaker-Satzdatei zwei Ebenen: die Standard- und die Musterstandardebene. Die Musterstandardebene enthält die Musterseitenobjekte.

  • PageMaker-Dokumenthilfslinien werden in InDesign auf der Standardebene platziert.

  • Alle Objekte auf der PageMaker-Montagefläche werden auf der Montagefläche des ersten Druckbogens im InDesign-Dokument angezeigt.

  • Alle Objekte, die in PageMaker als nicht druckend gekennzeichnet sind, werden umgewandelt, wenn im Attributebedienfeld von InDesign „Nicht druckend“ ausgewählt ist.

  • Gruppierte Objekte bleiben gruppiert, sofern keine nicht druckenden Elemente in der Gruppe enthalten sind.

Hinweise für das Konvertieren von Text und Tabellen

Beachten Sie Folgendes:

  • Text wird in InDesign-Textrahmen konvertiert.

  • Tabellen in PageMaker-Dateien werden in InDesign-Tabellen umgewandelt.

  • QuarkXPress-Stilvorlagen werden in InDesign-Formate konvertiert. Die Auswahl „[Kein Format]“ in PageMaker entspricht der Auswahl „[Kein Absatzformat]“ in InDesign. Bei der Auswahl „[Kein Absatzformat]“ werden jedoch die Attribute eines benannten Formats aufgenommen, wenn dieses Format ausgewählt war, bevor Text in die PageMaker-Satzdatei eingegeben wurde.

  • InDesign verwendet für alle Absätze den Adobe-Absatzsetzer, wodurch einige Textabschnitte umfließen. Sie können einem oder mehreren Absätzen den Adobe Einzeilen-Setzer zuweisen, sodass die erstellten Zeilenumbrüche denen der PageMaker Satz-Engine entsprechen. Text kann aber immer noch umfließen.

  • In InDesign wird nur mit Grundlinien-Zeilenabstand gearbeitet. Proportionaler Zeilenabstand und an der Großbuchstabenhöhe ausgerichteter Zeilenabstand in PageMaker werden in Grundlinien-Zeilenabstand in InDesign umgewandelt. Dadurch kann es zu Textverschiebungen kommen.

  • Die erste Grundlinie von konvertiertem Text wird möglicherweise anders angezeigt als bei Text, der in InDesign erstellt wurde. Die erste Grundlinie von konvertiertem Text ist auf „Zeilenabstand“ eingestellt, während die erste Grundlinie von in InDesign erstelltem Text standardmäßig auf „Oberlänge“ eingestellt ist.

  • In InDesign wird eine andere Silbentrennung als in PageMaker verwendet. Es kann daher zu Unterschieden bei den Zeilenumbrüchen kommen.

  • Mit einem Schatten versehener Text wird in gewöhnlichen Text umgewandelt. In Pfade umgewandelter Text wird in Text mit einer Konturstärke von 0,25 Zoll konvertiert und mit der Papierfarbe gefüllt.

Hinweise für das Konvertieren von Büchern, Indizes und Inhaltsverzeichnissen

Beachten Sie Folgendes:

  • Buchlisten in PageMaker-Satzdateien werden beim Öffnen in InDesign ignoriert. Wenn Sie alle Satzdateien einer Buchliste auf einmal öffnen möchten, führen Sie in PageMaker das Zusatzmodul „Montage“ aus und wählen Sie für das Layout „Ohne“ aus, damit die Buchsatzdateien zu einer gemeinsamen Buchsatzdatei zusammengefasst werden. Beachten Sie, dass Textblöcke und Rahmen dann nicht mehr verkettet sind.

  • Indexeinträge in PageMaker-Satzdateien werden in InDesign im Indexbedienfeld angezeigt. Texte mit Querverweisen, bei denen die Optionen „Siehe hier“ oder „Siehe auch hier“ verwendet werden, werden in „Siehe“- bzw. „Siehe auch“-Verweise konvertiert.

  • Text im Inhaltsverzeichnis wird in ein InDesign-Inhaltsverzeichnis konvertiert, wobei im Menü „Format“ des InDesign-Dialogfelds „Inhaltsverzeichnis“ das PageMaker-Inhaltsverzeichnisformat zur Verfügung steht.

Hinweise für das Konvertieren von Verknüpfungen und Einbettungen

Beachten Sie Folgendes:

  • Text- und Grafikverknüpfungen bleiben erhalten und werden im Verknüpfungenbedienfeld angezeigt.

  • Wenn InDesign die Originalverknüpfung mit einer Grafik nicht finden kann, werden Sie in einer Warnmeldung aufgefordert, die Verknüpfung in PageMaker zu reparieren.

  • OLE (Object Linking and Embedding) wird von InDesign nicht unterstützt. Nach dem Öffnen von Dateien, die OLE-Grafiken enthalten, werden diese Grafiken im InDesign-Dokument daher nicht angezeigt.

Hinweise für das Konvertieren von Farben und Überfüllungen

Beachten Sie Folgendes:

  • Farben werden exakt in InDesign-Farben konvertiert. PageMaker-HLS-Farben werden in RGB-Farben und Farben aus anderen Farbbibliotheken werden anhand ihrer CMYK-Werte umgewandelt.

  • Farbtöne werden als prozentuale Anteile der übergeordneten Farbe umgewandelt. Wenn die übergeordnete Farbe nicht im Farbfeldbedienfeld enthalten ist, wird sie beim Umwandeln hinzugefügt. Wenn ein Objekt mit einem Farbton ausgewählt wird, wird die übergeordnete Farbe im Farbfeldbedienfeld ausgewählt und der Farbtonwert wird im Popup-Menü angezeigt.

  • Farbprofile für PageMaker-Dateien werden direkt konvertiert. Alle Hexachrome-Farben werden in RGB-Werte konvertiert. Nicht ICC-konforme Profile werden entsprechend den von Ihnen in InDesign festgelegten Farbmanagement-Einstellungen und -Profilen ersetzt.

  • Alle Konturen und Linien (einschließlich Absatzlinien) werden in die standardmäßigen Konturenstile umgewandelt, denen sie am ehesten entsprechen. Benutzerdefinierte Konturen und Striche in QuarkXPress werden in InDesign-eigene benutzerdefinierte Konturen und Striche konvertiert.

  • Rastermuster oder -winkel in TIFF-Bildern, die über die Option „Bild nachbearbeiten“ angewendet wurden, werden von InDesign nicht unterstützt. Diese Bilder werden aus den importierten TIFF-Dateien entfernt.

  • Wenn in den PageMaker-Voreinstellungen zum Überfüllen die Option zum automatischen Überdrucken von schwarzen Konturen oder Flächen (oder von beiden Elementen) ausgewählt ist, wird diese Einstellung in InDesign übernommen. Die Optionen „Kontur überdrucken“ und „Fläche überdrucken“ sind jedoch im Attributebedienfeld deaktiviert.

Hinweis:

Weitere Informationen zum Konvertieren von PageMaker-Dateien finden Sie in den Support-Dokumenten auf der Adobe-Website.

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